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Protokoll Schornsteinfeger: Was sollte da noch drin stehen?
Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 16:02:12
1
2868704
Im Forum kommen immer wieder Beiträge über Trackingverläufe der Hydraulik.

Durch einen hydraulisch, thermischen Abgleich lassen sich um die 10% Brennstoffkosten einsparen. Macht es da nicht Sinn, bei der Prüfung der Schornis weitere Daten zu erfassen, um im Vorfeld eines Heizungswechsels (auch auf WP) die Leistungsfähigkeit des Wärmeverteilungssystems grob auszuloten und dem HB vorab schon mal zu signalisieren, ob ggf. auch ein Heizkörpertausch oder der zusätzliche Einbau einer Flächenheizung sich lohnen würde, um die Nennwärmeleistung des Wärmeerzeugers doch eine Nummer kleiner zu wählen?

Das Ganze können die dann auch noch mit den bereits vorhandenen Emissionsstatistiken veröffentlicht werden, um die landesweite Entwicklung im Zeitablauf darzustellen.

Habe da zuerst mal an folgende Daten gedacht:

- Grunddaten und Einstellwerte der Reglung (Hersteller,Steilheit, Parallelverschiebung
- Vorlauf- und Rücklauftemperatueren
- Pumpendaten und deren Einstellungen

Absolut BILLIGE Maßnahmen, die sogar Impulse für weitere Tätigkeiten wie Monitoring, hydraulisch, thermischen Abgleich und ähnliches auslösen könnten.

Habt ihr weitere Vorschläge? Macht das überhaupt Sinn?

Bitte kein Bashing. Es würde mich einfach mal interessieren wie ihr das seht. Mir geht es darum Mittel zu finden, wie man das Wissen ums Heizen, das bei allen Akteuren gefühlt noch aus den 1980gern des vorigen Jahrtausend ist, upgraden könnte.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 06.12.2019 16:25:11
3
2868714
KEINE Chance für sowas.

Ausgerechnet der SCHORNSTEINFEGER soll dann quasi die WP-Tauglichkeit einer Anlage prüfen oder anstossen??

Die meisten Heizer sind doch zu DUMM, zu BORNIERT und einfach in ihrer nicht vorhandenen Ehre gekränkt wenn man ihnen als neutraler Energieberater allein schon nur die Dimensionierung kritisiert OBWOHL man den Wärmebedarf klar ERRECHNET hat!!

VERGISSES !

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 17:02:14
0
2868730
Genau das soll er eben nicht. Wird er schon allein mit Blick auf sein Kerngeschäft nicht tun. Mir geht es mehr um eine einfache Dokumentation des IST-Zustandes der Anlage vor und nach einer Maßnahme.

Was dann der Kunde weiter veranlasst, soll ja gerade davon unabhängig sein. Der Schorni soll NUR Grundlagen liefern, auf die man bereits auf den ersten Blick schon mal einen Eindruck von der Anlage gewinnen kann. Und natürlich durch die Veröffentlichung in der Statistik Handlungsempfehlungen oder besser Entwicklungsdaten für die Politik liefern.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 06.12.2019 17:19:04
0
2868742
...so "sinnvoll" wie das Labeling an den Heizkesseln....

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 17:24:28
0
2868747
So war es vor einigen Jahren auch angedacht. Der Schorni sollte die EnEV-Vorgaben überprüfen. Warum das nicht umgesetzt wird, muss @Schorni1 eigentlich wissen ;>))

Eigenlich wäre das im Rahmen der Feuerstättenschau vorgegeben.
Nach EnEV § 26b (Aufgaben des Bezirksschornsteinfegermeisters) prüft der Bezirksschornsteinfegermeister als Beliehener im Rahmen der Feuerstättenschau auch heizungstechnische Anlagen. Nur sind die Vorgaben nicht besonders umfangreich.

Aber es gibt Betreiber, die den Schorni am liebsten nur von hinten sehen wollen (höflich ausgedrückt)

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 17:59:36
0
2868782
Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 18:05:44
0
2868787
Ich denke doch, dass die Vorgaben des § 26b EnEV weitestgehend umgesetzt werden. Von Ausnahmen mal sicherlich abgesehen. Problembehaftet ist eher der Persilschein durch die Fachunternehmererklärung. Aber das sind alles Ordungswidrigkeitsvergehen an Mindestforderungen, um welche ich mich aus Kostengründen doch selbst kümmere.

Warum soll aber dann der "normale" Schorni nicht weitergehende Hinweise / Informationen liefern dürfen / sollen? Bisher schlecht umgesetztes muss man doch verbessern müssen, wenns dem jetzt doch mehr Aufmerksamkeit "bekommenden" Thema "Klimaschutz" dienen kann. Dass das alles Kommunikationstechnisch weiß Gott eine riesen Arbeit werden kann, sei mal dahin gestellt. Aber wenns der Sache dient?

Ein paar "unverbindliche" Felder mehr an Infos aufm Zettel können doch da nicht schaden?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 06.12.2019 18:12:23
0
2868789
...die dann genauso "abgehakt" werden wie andere bisher auch, obwohl die Dinge gar nicht vorhanden sind, obwohl sie nachweislich NICHT geprüft wurden, obwohl es seine PFLICHT ist !

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 18:26:39
0
2868796
In die Felder müssen dann ja Zahlen rein. Nix mit Haken. Kann dich aber verstehen. Wäre auch mal interessant zu wissen, wie bei den bev. Schornis die Beratungsgespräche zu Feststofffeuerungen ablaufen. Wie ist denn da überhaupt die Resonanz bei der Kundschaft?

@Bruno: Hast du noch ne Idee was man auf die Bescheinigung drauf schreiben könnte?

Verfasser:
geiz3
Zeit: 06.12.2019 18:50:47
1
2868808
Und wer soll das Ganze bezahlen?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 06.12.2019 19:03:32
1
2868816
WENN die ganzen Pflichtberatungen durchgeführt worden wären (ist ja auch PFLICHT für den Schornsteinfeger, NICHT nur für den Betreiber), dann dürfte es KEINE Rauchbeschwerden mehr geben, denn "Jeder" ist ja unterwiesen und jeder neue Betreiber WIRD unterwiesen...

Ob "abhaken" oder "Zahlen notieren" bleibt sich gleich fehler-, murks- und betrugs-behaftet, ich möchte nur an das Thema "Rußzahl null gibts nicht, deshalb schreib ich immer EINS hin" verweisen.

und da wird nichts auf die (bisherige) Bescheingung draufgeschrieben, da wird eine völlig NEUE Bescheingung geschaffen!

un dafür eine Verwaltungsvorschrift als Handlungsanweisung..

und dafür dann eine GEBÜHR, logo

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:06:48
0
2868818
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
@Bruno: Hast du noch ne Idee was man auf die Bescheinigung drauf schreiben könnte?[...]

Ja, jede Menge. Nur brauch es Ansprechpartner, die das dann auch umsetzen, damit der Zeitaufwand nicht umsonst ist. Und daran wird es scheitern, leider.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 06.12.2019 19:08:17
1
2868820
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Ich denke doch, dass die Vorgaben des § 26b EnEV weitestgehend umgesetzt werden. Von Ausnahmen mal sicherlich abgesehen. Problembehaftet ist eher der Persilschein durch die Fachunternehmererklärung. Aber das sind alles Ordungswidrigkeitsvergehen an Mindestforderungen, um welche ich mich aus[...]


Willst du die Schornis arbeitslos machen ?
Wenn die Schorni zum hauptamtlichen Schnüffler der beamteten Sesselfurzerfraktion ernannt werden wird ist das das beste Marketinginstrument ne Elektrowärmepumpe einzusetzen .... dann kommt er nicht mehr ins Haus.

Die Kontrollmanie und das vermeindliche Zwangsbeglücken wird so langsam wirklich unerträglich. Ich kann nur noch den Kopf schütteln über das was bei so manchen im Gedankengut geistert. Öko-Stasi-Methoden Version 4.0 lassen grüßen.

Fehlt nur noch der Hubzähler unter der Matraze zum Festlegung der Spaßsteuer.
Ab dem 5 Hub wirds dann teuer ! (Mist jetzt hab ich doch glatt den Zeitraum dafür vergessen ....)

Es könnte sein das dann die Schornis mit Begleitschutz unterwegs sein müssen ...

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:08:46
0
2868821
Zitat von geiz3 Beitrag anzeigen
Und wer soll das Ganze bezahlen?

Der der einen Nutzen davon hat, oder?

Verfasser:
interessierter65
Zeit: 06.12.2019 19:11:22
3
2868823
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
[- Grunddaten und Einstellwerte der Reglung (Hersteller,Steilheit, Parallelverschiebung
- Vorlauf- und Rücklauftemperatueren
- Pumpendaten und deren Einstellungen


Damit sind doch schon die meisten Heizungsbauer überfordert.
Kann mir kaum vorstellen, dass die Schornis da besser geschult sind.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:23:45
1
2868835
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
[...]

Willst du die Schornis arbeitslos machen ?
Wenn die Schorni zum hauptamtlichen Schnüffler der beamteten Sesselfurzerfraktion ernannt werden wird ist das das beste Marketinginstrument ne Elektrowärmepumpe einzusetzen .... dann kommt er nicht mehr ins Haus.

Die Kontrollmanie und das vermeindliche Zwangsbeglücken wird so langsam wirklich unerträglich. Ich kann nur noch den Kopf schütteln über das was bei so manchen im Gedankengut geistert. Öko-Stasi-Methoden Version 4.0 lassen grüßen.

Fehlt nur noch der Hubzähler unter der Matraze zum Festlegung der Spaßsteuer.
Ab dem 5 Hub wirds dann teuer ! (Mist jetzt hab ich doch glatt den Zeitraum dafür vergessen ....)

Es könnte sein das dann die Schornis mit Begleitschutz unterwegs sein müssen ...[...]

Siehst Du Karl-Heinz, das sind die polemischen Argumente, die dein Ansinnen im Keim ersticken und einem die Lust nehmen, etwas Vernünftiges zu erstellen.

Gruß

Bruno

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:26:50
1
2868838
Zitat von interessierter65 Beitrag anzeigen
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
[...]


Damit sind doch schon die meisten Heizungsbauer überfordert.
Kann mir kaum vorstellen, dass die Schornis da besser geschult sind.

Naja, es könnte aber auch dazu führen, dass sich "etwas" ändert. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen die Heizungsanlagen vom TÜV abgenommen wurden. Nur war das vor 50 Jahren ;>))

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 19:31:09
0
2868844
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Die Kontrollmanie und das vermeindliche Zwangsbeglücken wird so langsam wirklich unerträglich. Ich kann nur noch den Kopf schütteln über das was bei so manchen im Gedankengut geistert. Öko-Stasi-Methoden Version 4.0 lassen grüßen.

Könntest du deine Bedenken bitte näher begründen? Klar entstehen Daten, aber die sollen lediglich informieren und nicht der Sanktionierung dienen, die sowieso nicht kommen würde, wenn man mal NUR die Mindestanforderungen des § 26b EnEV betrachtet. Also wer selbst die nicht erfüllt, dem ist doch wohl eh nicht mehr zu helfen ...

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:33:42
0
2868848
Na, auf die Antwort bin ich mal gespannt.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 19:36:27
0
2868851
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Siehst Du Karl-Heinz, das sind die polemischen Argumente, die dein Ansinnen im Keim ersticken und einem die Lust nehmen, etwas Vernünftiges zu erstellen.
Das sind zwar polemische, aber durchaus auch berechtigte Aussagen. Denke doch, dass da noch was Konstruktives kommt?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 06.12.2019 19:42:02
0
2868854
Berechtig ja, aber nicht in der Art >((

Verfasser:
interessierter65
Zeit: 06.12.2019 19:45:43
4
2868858
Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
Zitat von interessierter65 Beitrag anzeigen
[...]

Naja, es könnte aber auch dazu führen, dass sich "etwas" ändert. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen die Heizungsanlagen vom TÜV abgenommen wurden. Nur war das vor 50 Jahren ;>))


Vorstellbar und möglich ist vieles.
In den letzten 50 Jahren ist das Spektrum an Heizungssystemen, Regelungen und deren Einstellmöglichkeiten etc. exponentiell größer geworden.
Wer soll das alles überblicken ?
Viel effizienter und kostengünstiger als immer neue Vorschriften, die wegen mangelnder Kontrolle kaum eingehalten werden, wäre vorhandene Heizungsanlagen optimal einzustellen und die Nutzer auch dahingehend zu sensibilisieren.
Was könnten wir an CO2 einsparen ?!
Dieses plug and pl(r)ay ist leider zu weit verbreitet.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 06.12.2019 20:16:30
1
2868875
Zitat von interessierter65 Beitrag anzeigen
Viel effizienter und kostengünstiger als immer neue Vorschriften, die wegen mangelnder Kontrolle kaum eingehalten werden, wäre vorhandene Heizungsanlagen optimal einzustellen und die Nutzer auch dahingehend zu sensibilisieren. Was könnten wir an CO2 einsparen ?!

Klar wäre das am Besten. Aber wir leben nun mal in einer unvollkommenen Welt. Deshalb will ich ja auch Möglichkeiten diskutieren, die ein Umdenken in den Köpfen möglich machen. Alles im Sinne von steter Tropfen hohlt den Stein.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 06.12.2019 20:31:39
2
2868887
Lass die Regulierung weg und Steuern entsprechend hoch.

Früher oder später wird sich jeder freiwillig mit dem Heizung beschäftigen, alles eine Frage des Preises. Und dann kitzelt man eben irgendwann auch das letzte bisschen aus der Heizung.

Die Schmerzgrenze ist immer irgendwann für jemanden erreicht und bisher ist Energie noch eindeutig zu billig, insb. Auch im Hinblick auf fehlende CO2 Besteuerung.

Und ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass ein kompetenter Heizungsbauer Gold wert ist, aber auch durchaus genauso selten.
Gerade im Hinblick auf Effizienz habe ich noch kein einziges Gerät im Bekanntenkreis gesehen. Warm machten sie alle, aber effizient eher nicht ( Mindestleistung jenseits von gut und böse, Heizkurve das gleiche etc)

Mal provokant gefragt:
Wenn das Ergebnis für eine Region viele ineffiziente Heizungen zeigt, was bedeutet es:

1. Unwissende Leute
2. Kurzfristig heutige Leute die z.B. einen hydraulischen Abgleich nicht bezahlen wollen
3. Unfähige Heizungsbauer

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 06.12.2019 21:05:13
1
2868903
Wenn in meinem Eigentum mir ZWANGSWEISE von staatlicher Seite irgendwelche Einstellungen an meiner Gebäudeausstattung aufs Auge gedrückt werden sollen, dann NUR mit einer Erfolgsgarantie und ner ladungsfähigen Anschrift des Verantwortlichen.

Ansonsten schraubt an meinem Eigentum nur einer an den Anlagenparametern ....

Die lausige EnEV ist seit der Anlagenerstellung eingehalten.
Für alles andere gibts keine gesetzliche Grundlage.

Meine Privatsphäre ist mir heilig und so lange ich lebe wirds bei mir kein staatliches Monitoring gebe solange ich das verhindern kann. Es geht keinen Versorger was an wann ich meine Kaffeemaschine einschalte oder wann das Klolicht an oder ausgeht und ob ich im Wohnzimmer nun 18, 20 oder 22 Grad Raumtemperatur einstelle geht grundsätzlich auch nur mich was an und niemand anderen.

Selbstverständlich habe ich ein höchstes Eigeninteresse dass meine Anlagen so effizient als möglich laufen, denn ich muss die Party zahlen blos zur Zwangsbeglückung durch staatliche Monitoring Maßnahmen führt für mich absolut NO WAY - Just over my dead body.

Wenn der Schorni dazu zwangsverdonnert wird, dann fliegt er bei mir einfach raus und es kommen Anlagen zum Einsatz wo es ihn nicht braucht. Der Schorni soll seinen Job rund um den Kamin und die Abgasführung machen.

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