Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.

Alle
Foren
Hydraulischer Widder
Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 07.12.2019 15:52:39
0
2869274
Hallo Forum,

wir haben eine eigene Quelle zur Wasserversorgung. Die Quelle füllt mit ca. 1 Ltr/sek. einen Hochbehälter von dem aus eine Druckleitung in unser Haus geht.

Da der Hochbehälter nicht hoch genug liegt, liegt im System nur ca 1,2 Bar im oberen Stockwerk an. Aus diesem Grunde läuft seit 25 Jahren im System eine Druckerhöhungsanlage von Grundfos die nach wie vor klaglos ihren Dienst tut. Nun scheint aber das Membranausdehnungsgefäß defekt zu sein, weshalb die Pumpe bei jeder kleinen Wasserentnahme anspringt. Falls dem so sein sollte, stehen wir vor der Entscheidung dieses MAG zu ersetzen oder einen Gedanken weiter zu verfolgen, den ich schon länger angestellt habe:

Einbau eines Hydraulischen Widders in die Quellanbindung.

Wir könnten etwa 10 Höhenmeter oberhalb des jetzigen Hochbehälters einen neuen Behälter setzen. Dar ist unter Umständen ohnehin nötig, da der jetzige Behälter nur aus Betonringen besteht ohne Edelstahl Verkleidung und ohne Edelstahldeckel. Die Behörde könnte da demnächst nicht mehr damit einverstanden sein.

Um den neuen Hochbehälter zu füllen reicht aber mein gefälle von der Quellfassung nicht aus. Ich würde daher gerne unterhalb des alten Behälters einen hydraulischen Widder installieren und das Trinkwasser in den höheren Behälter hochpumpen.

Diese Widder laufen hier im Alpenraum wohl über viele Jahre störungsfrei und ohne Energiezufuhr.

Hat ein Forumsmitglied Erfahrung mit solchen Widdern?.
Sind die tatsächlich so wartungsarm?
Was muß ich beachten?
Empfehlung von Herstellern?

Danke vorab für Eure Mitarbeit
Halodri

Verfasser:
Gundmaster
Zeit: 07.12.2019 16:00:00
2
2869281
Die Pumpe - oder deren neues Ausdehngefäß ist schneller installiert.

Der Widder ist aber die allergeilste Maschine.

Ich schreib heut abend mal in bisschen was dazu auf. (Muß eben noch weg).

Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 07.12.2019 16:20:47
1
2869292
Hallo Gundmaster,

vielen Dank für die Rückmeldung. Ich bin gespannt.

Das ein neues System mit Widder deutlich teurer sein wird, wie ein Ersatz des MAG ist mir natürlich schon klar.

Ich vermute mal, dass ich ohnehin demnächst am Hochbehälter investieren müsste. Wir müssen seit neuestem verschärfte Wasserpüfungen beim Landratsamt abgeben. Unser Wasser ist vorzüglich und unterschreitet alle Genzwerte deutlich, aber mit der neuen Prüfung kam ein Fragebogen, den ich wahrheitsmäßig so beantwortet habe: frage: verfügt der Hochbehälter über einen abschließbaren Deckel aus Edelstahl. Antwort: nein
Frage: Ist der behälter aus Edelstahl. Antwort nein, aus Betronringen.
Wer deutsche Behörden kenn, weiß womit ich rechne...

Also werde ich vermutlich ohnehin investieren müssen. Dann würde ich auch das defekte MAG nicht mehr ersetzen. Die Pumpe tuts noch.

Vorteil Widder: Läuft ohne Strom. (Bisher Pumpe der Druckerhöhungsanlage mit Strom)
Vorteil Widder: Läuft (vermutlich??) länger störungsfrei, als die Druckerhöhungsanlage.

Ich vermute mal, dass irgendwann auch die Grundfos Pumpe zum Tausch ansteht. Die läuft jetzt 25 Jahre. Ist ein richtig tolles Teil, aber irgendwann...
Wenn die ausfällt, muß ich innerhalb kürzester Zeit austauschen und kann über Alternativen nicht mehr nachdenken, daher mache ich mir jetzt Gedanken .

Dazu freue ich mich über Unterstützung.

Gruß
Halodri

Verfasser:
schorni1
Zeit: 07.12.2019 16:23:52
0
2869293

Der Widder ist aber die allergeilste Maschine.


dito, wer sich SOWAS ausdenkt ist echt ein Käppsele (schwäbisch für "schlauer mensch")

Verfasser:
geiz3
Zeit: 07.12.2019 16:54:21
1
2869299
Zitat von Gipfelstuermer Beitrag anzeigen

Nun scheint aber das Membranausdehnungsgefäß defekt zu sein, weshalb die Pumpe bei jeder kleinen Wasserentnahme anspringt[...]


Da wird im MAG kein Vordruck mehr sein, dann hast du die selben Symptome.

Kannst du am Luftventil (wie beim Autoreifen) mal den Luftdruck messen?
Dazu muss aber wasserseitig das MAG drucklos sein.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 07.12.2019 17:13:53
1
2869309
Klar ist ein hydrauöiscjer Widder toll,

Aber die Pumpenergie wird aus der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Trägheit beim Abbremsen gewonnen.

Dieser Vorgang des Quellwassers laufen lassen und dann abbremsen istvnichtvsehr effizient so dass zwar kostenlos Wasser auf einem höheren Druckniveau gewonnen wird, aber es "muss relativ viel Wasser den Berg herunterfließen".

Daher: hast du Verbrauchsdaten ??? Nicht dass ihr zu viel Peaks habt in denen der Widder nicht hinterherkommt.

Ggf hat ja ein Uhrgestein hier noch Daten rumliegen

Verfasser:
OldBo
Zeit: 07.12.2019 17:35:05
1
2869322
Ein hydraulischer Widder ist noch LowTech. Vor allen Dingen, wenn kein Strom vorhanden ist.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 07.12.2019 18:13:34
1
2869347
Na ja wer auf Robustheit setzt...

Einen alten Wasserk echt überholen und mit einem normalen Windkessel betreiben. Fertig ist auch ein Jahrzehnte funktionierendes System...

Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 07.12.2019 19:25:28
0
2869386
Hallo Peter,

Quellwasser dürfte genug da sein.
Die Quelle schüttet immer (auch in extrem trockenen Sommern wie letztes Jahr) relativ genau 1 ltr/Sek.

Das dürfte für den Betrieb eines Widders schon reichen. Und wenn der nur 0,1 ltr/sekunde um 10 Höhenmeter nach oben pumpt, reicht das völlig aus.

Gruß
Halodri

Verfasser:
Gundmaster
Zeit: 07.12.2019 20:25:45
5
2869409
Ich fang mal mit den Grundlagen an:

Fragebogen Gesundheitsamt:
Bist du gewerblich/ verpflichtet, Wasserproben abzugeben?
Hast du schlechte Befunde?
Wenn ja, gibt es die Möglichkeit, beim Komunalversorger anzuschließen?

- die Kosten für Aufbereitung (z.B. UV-Anlage, Filtration) und die der Wasserprobe übersteigen fast immer den Lieferpreis. Hinzu kommen die hohen Ersatzteilkosten für die Aufbereitung.

Wenn Du weiter Selbstversorger bleibst:
Hochbehälter unbedingt mit Grundablaß und Trockeneinstieg. Du musst den irgendwann reinigen, und solltest dann nicht mit den Schuhen ins Wasser rein müssen.
Du steigst ja zu Hause auch nicht in den Kochtopf.....

Ab jetzt zum Widder:
Ich kenne 2 Stück, die in Betrieb sind, davon Einer in meinem Tätigkeitsbereich.
Dieser befindet sich auf der Rappenseehütte, Interessantes Highlight für Bergsteiger. Er versorgt 13.000 Übernachtungsgäste in 4 1/2 Monaten.

Der Widder wurde 1967 installiert und zunächst bis Anfang der 90er-Jahre betrieben. Wegen einem Frostschaden jedoch bis 2006 außer Funktion.

Der Frostschaden wurde behoben (neuer Windkessel) und dann wieder installiert. Gleichzeitig wurde die Stoßleitung erneuert.

Die Stoßleitung dort ist 65 mtr lang und hat ein Gefälle von 6 Höhenmeter. anschließend geht die Steigleitung 45 Meter nach oben. Die Literleistung am Hochbehälter ist ca. 30 l/Minute im Frühling (Schneeschmelze) und vielleicht 15 ltr/ Min. im Sommer.

Notwendige Reparaturen waren bisher grobe Mechanik (Muttern, Gewinde, Federstahl) und aber auch gelegentliches Einstellen der Rückfeder. Dies wurde aber stets durch den Betreiber erledigt. Der Widder sieht es gern, wenn der Betreiber nach ihm schaut.

Markant, und ganz anders als bei einer Pumpe ist die Stoßleitung. Diese muß aus Stahl sein und sie muß groß sein. Beim Rappensee-Widder ist es DN 80.

Für deinen Hausgebrauch wirds wohl kleiner sein, aber 11/2" sind schnell beisammen.
Und diese im Gelände zu verlegen, ohne grobe Bögen, da braucht es gute Baggerfahrer. Und Installateure, die Freude an solchen Dingen haben.

Als Hersteller gibt es z.B. Wama-Widder. Der Hersteller kann auch genaue Daten zur Auslegung liefern.

Deine Quellschüttung mit 1ltr/ sec ist schon recht kräftig. Also durchaus interessant.

Die Wasserknecht Pumpen, wie es der Kollege beschrieben hat, sind auch sehr robust. Ich glaube, von diesen Maschinen kommt der Begriff "Wasserpumpen-Zange". Wahrscheinlich kann man mit dieser fast alles reparieren.

Zur Lebensdauer der Wasserknecht-Kolbenpumpen sagte mal ein Hersteller:

Bis 1 Wasserknecht kaputt ist, brauchst Du 3 Kreiselpumpen.

Grundsätzlich gut ist immer die Druckerhöhung mittels Hochbehälters. Wenn der Behälter voll ist, hast du Reserve. Auch ohne Strom. Entscheidender Vorteil bei Pumpen/ Widderausfall.

Vorgehensweise beim Projekt:
Interessierter Installateur, Widder-Hersteller, Quellbau-Fachmann, Gesundheitsamt.

Kurz noch die Funktion, für Leute, die es noch nicht kennen:

Wasser strömt in eine Stoßleitung nach unten und umspült Stoß-Ventil. Das Ventil ist Feder-oder Gewichts-belastet.
Wenn der Volumenstrom zu hoch wird, wird die Federkraft überwunden und deas Ventil schließt.
Es kommt zum Druckschlag. Damit dieser hoch ist, muß es eine Stahlleitung sein.
Das Wasserströmt nun in einen Windkessel, an desen Eingang ein Einlaßventil sitzt.
Wenn sich das Wasser beruhigt, schließt dieses Eingangsventil.
Anschließend drückt das Luftpolster im Windkessel das Wasser in die Steigleitung.
Auch dort ist ein Ausgangsventil, welches das bereits geförderte Wasser in der Steigleitung hält.
Die feder des Stoßventiles öffent wieder die Stoßleitung und der Vorgang beginnt neu.

Erfunden haben den Widder die Gebrüder Montgolfier. Deren Widder hatte zwar keine Feder, aber eine rollend Kugel. Die Funktion war die gleiche.

Der Name kommt evtl. vom Schlaggeräusch.

Wenn zwei kämpfende Schafböcke mit ihren Hörnern aufeinander knallen, klingt es ähnlich.
Oder weis jemand eine andere Grundlage für den Namen?

Viel Glück!

Verfasser:
pinot
Zeit: 07.12.2019 20:47:53
1
2869417
Gundi:
Der Widder sieht es gern, wenn der Betreiber nach ihm schaut.

Lieber und schöner kann man es nicht ausdrücken.

Ob das dein Hobby wird, musst Du entscheiden, insbesondere, wenn ich an deinen anderen Faden denke.

Als Jugendlicher war ein nicht unerheblicher Anteil meines Taschengelds "nach Widdern schauen".
Bei uns hießen die Klackklack Pumpen.

Es ist keine mehr in Betrieb, obwohl so eine Klackklack faszinierend ist.

Oberirdisch betreiben, dürfte heute auf Widerstand stoßen, das Klacken hörst Du noch in einem Kilometer (nachts).

Also Erdbewegung notwendig.

Aber, wie gesagt, ein Riesenbubenspielzeug und ich möchte dich wirklich nicht demotivieren.

Verfasser:
pinot
Zeit: 07.12.2019 22:44:20
0
2869477
Es gibt einen schweizer Hersteller, der von riesengroß bis schnuckelig liefert.

Sein kleinster Widder hat 3/8" Triebleitung.
Der wäre Service - und Radaumässig wohl am besten zu händeln.

Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 08.12.2019 19:13:18
0
2869911
Hallo Gundmaster und Pinot,

danke für Euren Input.

Ich betreibe Ferienwohnungen und daher ist die Wasserabgabe gewerblich.
Die Wasseruntersuchungen zeigen immer bessere Werte als die öffentliche Versorgung :)

Dass der Hochbehälter begehbar sein muß, ist mir schon klar. Der jetzige aus Betonringen hat D= 2,5 m und H= 2,5 m und hat natürlich einen Ablass am Boden. Das Problem ist, dass der eben aus Betonringen gefertigt ist und auch keinen verschließbaren Deckel hat. Ich fürchte da werden wir wohl bald Nachricht vom Amt bekommen.

Und der Behälter liegt eben auch nicht hoch genug über unserem Haus, so dass ich zusätzlich eine Druckerhöhungsanlage betreibe. Ein Anschluß an die örtliche Versorgung wäre eventuell denkbar, ist in unserem Gelände aber auch nicht gerade billig.

Zum Widder: Das Meiste was Ihr geschrieben habt, war mir schon bekannt. Was mich interessiert ist eben der Wartungsaufwand. Ich habe sicher kein Problem, regelmäßig nach dem Aggregat zu sehen. Aber was muß gewartet werden? Und welche Kosten entstehen dabei. Müssen die beweglichen Teile wie die Feder oder ähnliches regelmäßig getauscht werden? Wenn ja in welchen Zeitabstand. Kosten? Hat da jemand eine Vorstellung.

Die Sache mit den Frostschäden macht mir natürlich auch Sorge. Wenn der Widder das ganze Jahr durchläuft, braucht es da ja vermutlich nichts. Falls der aber hier im Allgäuer Winter mal ausfällt, dann wäre das wohl der GAU?

Mein Quellwasser kommt das ganze Jahr über mit exakt 8 Grad/C.

Einbau in den Boden ist klar. Sowohl Leitung als auch Einhausung für den Widder muß in den Boden versenkt werden. Das ist kein Problem. Damit habe ich schon Erfahrung.

Widder der Trinkwasser pumpt, muß der aus Edelstahl sein? Sigerist in der Schweiz scheint so etwas anzubieten.

Danke vorab für weiteren Input

Halodri

Verfasser:
Regelungsfuzzi
Zeit: 08.12.2019 19:58:33
0
2869941
Zitat von Gipfelstuermer Beitrag anzeigen
Die Wasseruntersuchungen zeigen immer bessere Werte als die öffentliche Versorgung :)


Solang der Amtsschimmel nicht das Gegenteil beweisen kann, würde ich gar nichts machen.
Allerhöchstens den Deckel verschließbar machen (mit Schloß).
Falls der Beton bröckelt, eine Kunststoff-Innenhülle wie beim Schwimmbad.
Und wenn man auf ganz sicher gehen will, eine UV-Anlage und/oder eine Reservepumpe.
Das Wasser von der Gemeinde hat bestimmt einen höheren Kalkgehalt..

Verfasser:
pinot
Zeit: 08.12.2019 21:04:50
0
2869978
Wenn Du die Triebleitung und den Widder in der Erde verbaust, hast Du kein Frostproblem.
Hier im Nordschwarzwald haben wir Eisen und Mangan im Wasser.
Bei den 2 bis 3 Besuchen im Jahr galt es, diese Rostaufbauten abzukratzen und die Beluftungsbohrung freizustossen.
Alle 5 Jahre ein neues Leder auf die Klappe, ist heute sicher ein Dichtring, das wars.

Der Verkaufer zeigt die sicher die 3 Kniffe fur seinen Widder.

Nichts dabei, was Kosten verursacht.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 09.12.2019 07:57:43
4
2870100
Hallo Gipfelstuermer,

für mich stellt sich hier noch eine ganz andere Frage:
Ist dir eigentlich bewusst dass du hier eine absolut geile Quelle für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe hast?

Bei 1 Liter pro Sekunde und 8° Wassertemperatur kannst du eine 20 kW Wärmepumpe betreiben mit sehr hohem Wirkungsgrad. Du brauchst keinen Brunnen zu bohren und keine Förderpumpe zu betreiben. Mit dem Gefälle kannst du das Wasser direkt durch den Verdampfer laufen lassen. Dadurch kannst du eine sehr günstige Wärmepumpe erschließen und zudem eine sehr hohe Arbeitszahl erreichen.

Diese Quelle ist so wertvoll dass die Druckerhöhung für mich demgegenüber in den Hintergrund tritt. Diese Quelle würde ich nutzen. Der Strom für die paar Kubikmeter für die du eine Druckerhöhung brauchst ist demgegenüber vernachlässigbar.

Grüße
Frank

Verfasser:
pinot
Zeit: 09.12.2019 09:07:59
1
2870113
Ja,
und das Eine stört das Andere nicht.

Verfasser:
lobau01
Zeit: 09.12.2019 09:47:07
2
2870125
Das wär's,

eine WWW-WP
:-)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 09.12.2019 14:12:01
0
2870258
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Hallo Gipfelstuermer,

für mich stellt sich hier noch eine ganz andere Frage:
Ist dir eigentlich bewusst dass du hier eine absolut geile Quelle für eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe hast?

Bei 1 Liter pro Sekunde und 8° Wassertemperatur kannst du eine 20 kW Wärmepumpe[...]

Warum das Wasser nicht nach dem Widder einfach durch den Wärmetauscher laufen lassen? Bis zum Haus geht es ja wenn ich richtig gerechnet habe noch einige Meter runter.
Man könnte natürlich, wenn man mit Propan und Co arbeitet, auch in das lange Rohr des Widders, wenn man dieses noch etwas geösser macht, ein U-Rohr für das Kältemittel mit einschieben, und das ganze als Direktverdampfer laufen lassen, mit dann einem Rohrbündelwärmetauscher der garantiert nicht schnell zusetzt. Wie sich da der hydrostatische Druck im Kältemittel auswirkt müsste ich mal durchdenken :-) Ein reizender Gedanke die Quelle doppelt zu nutzen.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 09.12.2019 14:17:39
0
2870263
Ja, da würde ich mir etwas einfallen lassen. Beides zu kombinieren ist möglich.

Für eine DV-Nutzung könnte man auch einen größeren Behälter bauen und die Verdampferrohre da einfach rein legen. So wie das auf den Prüfständen gemacht wird.

Das ist jedenfalls hier eine fast einmalige Chance. Neid.

Wie wird das Haus denn jetzt geheizt? Wie hoch ist der Wärmebedarf pro Jahr?

Grüße
Frank

Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 09.12.2019 19:51:39
0
2870462
Hallo Leute,

schön dass das hier so anspringt :)

Also vom Höhenunterschied her ginge das locker. Wenn ich für den Widder ca. 8- 10 Meter Höhenunterschied Triebleitung benötige, könnte das Restwasser immer noch mit genug Gefälle zum Haus gelangen.
Da ich mit dem Widder nur zusätzliche 12-15 Höhenmeter (geschätzt) gewinnen möchte, wäre wohl auch noch eine Menge Restwasser da.
Wasserbedarf für unser Anwesen ist geschätzt ca. 2,0 m³ pro Tag. Die Quelle schüttet ca. 86,5 m³ pro Tag. Wenn man den Widder nach Förderleistung einstellen kann (?), dann verbleiben noch 94,5 ³ pro Tag Restwasser mit 8 grad/C also immer noch 0,97 ltr/Sek

Die Schüttleistung meiner Quelle habe ich immer mal wieder überprüft. Dazu habe ich den Hochbehälter leerlaufen lassen und die Zeit bis zur kompletten Füllung genommen.
Der Wert lag immer ganz knapp über 1 ltr/sek. Unabhängig von der Jahreszeit und von Trockenjahren. Die Temperatur ist ebenfalls Sommer und Winter gleich.

Die Sache mit dem Widder werde ich weiter verfolgen, da Pinot mir Hoffnung gemacht hat, dass die Wartungskosten gering sind. Mich fasziniert auch die einfache Technik und dass kein Strom benötigt wird ist ein Argument, das für mich zählt.
2. Argument ist der Wegfall der Druckerhöhungsanlage. Das schafft Platz im Haus und schafft Ruhe. Die Pumpe ist besonders Nachts manchmal schon zu hören.

Ich werde mal bei ein oder 2 Widderherstellern anfragen und berichte dann. Falls Euch aber jetzt noch was dazu einfällt: Bitte her damit!

Die Sache mit der ww-Wärmepumpe würde ich gerne in einem separaten Pfad verfolgen und hoffe auf Eure Mitwirkung.
Insbesondere bei Frank fdl hoffe ich auf Mitarbeit. Bitte achtet heute Abend noch auf den Beginn des neuen Fadens.

Winterliche Grüße aus dem Allgäu

Halodri

Verfasser:
pinot
Zeit: 09.12.2019 20:13:29
0
2870479
Wenn ich für den Widder ca. 8- 10 Meter Höhenunterschied Triebleitung benötige,

Oh, langsam.
Je länger die Triebleitung, umso höher der Verschleiß.
Da Du nur ca. 15 Meter Förderhöhe brauchst, wird die Triebleitung nur ca. 1 - 2 Meter lang sein müssen.

Die echte Planung solltest Du erst machen, wenn Du dich auf ein Fabrikat eingeschossen hast.

Verfasser:
Gipfelstuermer
Zeit: 09.12.2019 20:28:09
0
2870495
Hallo Pinot,

ok habe ich verstanden. Ich dachte mit mehr Gefälle erreiche ich bessere Hubleistung. Aber dass durch den Wasserdruck auch Verschleiß entsteht, leuchtet ein.

2 Meter Triebleitung macht die Sache auch einfacher.

Danke für die Info

LG Haldori

Aktuelle Forenbeiträge
lowenergy schrieb: Bei ausschließlich Fußbodenheizung benötigst bei entsprechender Bauart der Hydraulik definitiv keinen zusätzlichen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis! Daher nochmal die Frage für wieviele Personen...
schorni1 schrieb: Der Wärmebedarf ist an sich linear zur Außentemperatur. Bei der örtlich festgesetzten niedrigsten Norm-Außentemperatur ist dieser 100% und läuft gegen Null an der Heizgrenze (zwischen 12 und 20 Grad außen)....
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
UP-fix
Messstationen
Verteilerstationen
Regelstationen
Hersteller von Armaturen
und Ventilen
Website-Statistik