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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 14.01.2020 22:02:30
0
2891415
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Wie haben die Ingenieure das gelöst? In Wirklichkeit sind das 3 Wechselrichter, jeder optimiert für einen bestimmten Leistungsbereich die entsprechend dazugeschaltet werden.
[...]
Das ganze WR System kostet bei einer Abnahme von 20.000 Stück pro Jahr <1500Euro, ist aber leider nicht in Einzelabnahme für Privatkunden erhältlich.

Hallo Henning,

Danke für diesen Beitrag.

"Mein Problem" in dieser Diskussion um Batteriespeicher ist, dass ich - es geht um die Zukunft, nicht um das, was ich heute als Endkunde kaufen kann - nicht verstehe, warum hier so viel auf Basis heute gültiger Preise nund heute erhältlicher Produkte argumentiert wird.

Zwei Beispiele aus meiner Erfahrung:
1.: Ich habe vor 20 Jahren einen "Klimacomputer" gekauft, der für die Steuerung von Lüftung, Schattierung und Heizung unter Einbeziehung von Wind und Regen in einem Gewächshaus eingesetzt wurde. Siemens SPS mit Coros OP 35 - gehe mal davon aus, dass Du damit mehr anfangen kannst als ich...:-)

Monochromer Bildschirm als Ersatzteil (ca. 120g) knapp unter 1.000€ als Ersatzteil, das MB (nicht GB oder TB) Speicher in €, nicht in Bruchteilen von Cent abgerechnet.

Ein wichtiger Grund für die hohen Preise: Fehlende Stückzahl und fehlende Alternative.

Auf dieser Basis könnte man nie auf die Idee kommen, dass ein Computer oder ein Flachbildschirm in 4K mit >50Zoll jemals für einen privaten Kunden finanzierbar sein könnte...

2.: "Mein Thema" ist Vakuumdämmung, dazu habe ich auch Patente u.a. in Bezug auf eine doppelte Abdichtung mit temporärem Nachevakuieren mittels einer kleinen Vakuumpumpe (1mbar Enddruck) zwischen den beiden Dichtungen.

Vakuumtechnik gilt als teuer - das ist m.M.n. nur eine Frage der Stückzahl. Gäbe es auch nur annähernd ähnliche Stückzahlen bei Vakuumpumpen wie bei Kompressoren, und wären diese (1mbar oder drunter) im Baumarkt erhältlich, wäre die Technik deutlich billiger und jemand anderes hätte längst das gemacht, was ich patentiert bekam. Weil es sich bereits "gerechnet" hätte.

Ein ehemaliger Topmanager eines Herstellers (Leybold) von Vakuumpumpen hat mir mal erzählt, dass er bei Herstellern von Lagern immer nach den Stückzahlen gefragt wurde, wenn es um einen Preis ging. Bei 10.000 Stück aufwärts (der Jahresbedarf) war die Reaktion regelmäßig: "Wir wollen wissen, wieviel sie benötigen, wenn das läuft, nicht, wie groß die Vorserie sein soll..."


Hier wird so getan, als ob in Bezug auf Batteriespeicher schon irgendwas feststehen würde. Quartierspeicher sind preiswerter und flexibler einsetzbar und Hausspeicher laufen für 30W Grundlast so lange, wie sie noch Reserven haben, obwohl ein Netzanschluss vorhanden ist und sind immer auf Standby.

Das sehe ich so noch nicht, sondern gehe davon aus, dass der Skaleneffekt eher Hausspeicher deutlich preiswerter macht als Quartierspeicher (nicht absolut pro kWh oder kW, sondern im Verhältnis zu den heutigen Preisen) und dass es viel länger dauern wird, mit Quartierspeichern die gleiche Kapazität in den Markt zu bringen, als mit Hausspeichern.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.01.2020 23:36:43
1
2891490
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Effizienter (im technischen Sinn Verlustleistung) als ein Heimspeicher + Wechselrichter ist natürlich 20 Meter Kabel zu meinen Nachbarn die den Strom verbrauchen wenn ich ihn gerade nicht verbrauche.


Diese Kabel zu den Nachbarn liegen ja bereits, und das führt dazu, dass manche hier den Quartierspeicher fordern. Der wäre aus rein technischen Gründen die bessere Lösung, aber dagegen steht eben unser Wirtschaftssystem. Die vorhandenen Kabel gehören dem Netzbetreiber, und das Abrechnungssystem der ausgetauschten Strommengen wäre überkomplex.

Einige Foristen halten den eigenen, privaten Speicher für den eigenen Haushalt deshalb für falsch. Da bin ich ganz anderer Meinung. Ich halte die privaten Haushaltsspeicher für die Keimzellen der Speicher, die bei höheren EE-Anteilen zunehmend nötig werden. Sie werden die Energiewende massiv erleichtern und sich auf lange Sicht zum Rückgrat des Strommarkts entwickeln.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 15.01.2020 03:03:58
1
2891526
Ich halte die privaten Haushaltsspeicher für die Keimzellen der Speicher, die bei höheren EE-Anteilen zunehmend nötig werden. Sie werden die Energiewende massiv erleichtern und sich auf lange Sicht zum Rückgrat des Strommarkts entwickeln.

Das ist aber nicht die Zukunft, sondern leider schon die zu teure Gegenwart. Leider verstehen einige immer noch nicht , das es schon jetzt nötig ist batteriespeicher zu nutzen um mehr pv Anlagen nutzen zu können .

Sobald die ersten pv anlagen aus der Förderung fallen wird es oh Wunder viel mehr batteriespeicher geben .

Außerdem wird es mehr Wpen und e Autos geben , weil man damit wesentlich mehr von seinem.eigenen pv Strom nutzen kann .

Dann rechnet sich das ! Also abwarten.

Sobald sich das rechnet , wird es auch die netzdienliche Nutzung der privaten Speicher als schwarmspeicher geben .

Dann sind diese vielen kleinen speicher viel sinnvoller als Quartiersspeicher,denn dafür müssen nicht so viele rechtliche Änderungen vorgenommen werden.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 15.01.2020 11:55:45
4
2891714
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Ich halte die privaten Haushaltsspeicher für die Keimzellen der Speicher, die bei höheren EE-Anteilen zunehmend nötig werden. Sie werden die Energiewende massiv erleichtern und sich auf lange Sicht zum Rückgrat des Strommarkts entwickeln.

Das ist aber nicht die Zukunft, sondern leider schon die zu teure Gegenwart. Leider verstehen einige immer noch nicht , das es schon jetzt nötig ist batteriespeicher zu nutzen um mehr pv Anlagen nutzen zu können .


Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil: Im Verhältnis zur Windkraft haben wir zu wenig PV im Netz. Es gibt da ein gewisses Optimum, und da liegen wir etwas daneben.

Stromspeicher für's Netz brauchen wir noch lange nicht. Wann wir die brauchen, ist ürbigens ein rein ökonomisches Problem. Wir werden die Speicher genau dann brauchen, wenn die Kosten der Abregelung von zeitweise überschüssigem EE-Strom größer sind als die Kosten der Speicherung. Und davon sind wir noch sehr, seeeehr weit entfernt.

Die Speicher in den Haushalten werden heute gebaut, um die Eigennutzung des eigenen PV-Stroms zu erhöhen. Das rechnet sich auch für die Hausbauer nicht, aber da stehen neben den Kosten auch andere Aspekte im Vordergrund, u.a. die Redundanz der Stromversorgung, die PV+Akku bieten können.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 15.01.2020 19:21:24
0
2891971
Das klingt nicht gut:

https://www.solarserver.de/2020/01/15/kritik-an-kahlschlag-bei-energieforschung-waechst/
„Die Reduktion der Verpflichtungsermächtigungen um 90 Prozent von 105 auf 10 Millionen Euro im Haushaltsjahr 2021 führt dazu, dass die üblicherweise mehrjährigen Forschungsprojekte nicht bewilligt und nicht begonnen werden können“, so Brendel weiter zur Kritik am Kahlschlag bei der Energieforschung. „Ganz konkret bedeutet das für mein Institut, dass im Extremfall von den im letzten Jahr mit unseren Industriepartnern vorbereiteten Projekten zu emissionsärmerer Gebäudetechnik und zu neuen Prozessen für effizientere Photovoltaik keines bewilligt werden könnte.“

https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:id_o02QhtCsJ:https://background.tagesspiegel.de/energie-klima/forschung-fuer-energiewende-stark-beschnitten+&cd=1&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=firefox-b-d

Der Antrag zur Kürzung der Mittel für die Energieforschung kam allerdings höchst offiziell von der Regierungskoalition. Im Hintergrund soll der Wunsch gestanden haben, mehr Mittel für die Digitalisierung zur Verfügung zu stellen.

Im Raum stand offenbar auch, dass die Reallabore für die Energiewende in den kommenden vier Jahren erhebliche Zuwendungen erhalten. 600 Millionen Euro sind zunächst für das auf zehn Jahre angelegte Programm eingeplant. „Da gehen die Mittel aber als Betriebskostenzuschuss für neue Technologien ganz wesentlich an die Industrie“, gibt Henning zu bedenken. In der Bereinigungssitzung wurde die Förderung für die Reallabore außerdem aus dem Bundeshaushalt in den Energie-und Klimafonds verschoben und belastet diesen nicht direkt.


Wundert mich, dass ich das erst heute mitbekommen habe - wurde scheinbar wirklich wenig dazu veröffentlicht.

Grüße
Stefan

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 15.01.2020 19:59:53
6
2891998
Es gibt mehrere Meldungen von erfahren Analysten, daß die Investitionen in China für neue Photovoltaikproduktionsanlagen stabil bleiben im Wert.
Das interessante daran ist, daß gleichzeitig die CAPEX / GW Produktionskapazität sich im Vergleich zu vor 4 Jahren halbiert haben.
Mit anderen Worten:
- die weltweite Ausbaugeschwindigkeit PV wird sich (wieder) verdoppeln
- der Preis der Panels wird sich noch einmal ungefähr halbieren.

Wir werden in 2-3 Jahren ein Blutbad auf dem weltweiten Energiemarkt sehen.
PV macht immer schneller Kohle und bald auch Erdgas finanziell platt.

Finanzstarke Investoren wie Blackrock haben das jetzt auch gemerkt. Die tun jetzt so als wenn sie Ökos geworden sind (wir investieren nichts mehr in Kohle und Gas sondern in PV weil wir so ökologisch denken - blablablabla...) In Wirklichkeit haben die nur gecheckt, dass sie mit PV Geld verdienen werden und Investitionen in Kohle und Gas Geld verbrennt. Und dann gibts noch so ein paar ewig gestrige denen man schnell noch ein paar Aktien von Kohle, Öl und Gasfirmen andrehen kann. Da freut sich jeder Blackrock wenn er seine Ramschaktien nochmal schnell an Dumme verkaufen kann bevor sie wertlos werden.
Leute - kauft mehr Saudi Aramco - ISIN SA14TG012N13 - die wertvollste Firma auf der ganzen Welt!!!!!

Verfasser:
delta97
Zeit: 15.01.2020 20:53:01
1
2892043
Das sehe ich auch so : Game over für Fossile & Gruss delta97

PS: ich hoffe, dass Frankreich von AKWeh auf PV kippt. Weil:
a.) sooo billig sind jetzt die neuen Kisten auch nicht
b.) PV wird immer billiger und F hat top Voraussetzungen.

Verfasser:
loli
Zeit: 15.01.2020 22:35:45
1
2892125
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Es gibt mehrere Meldungen von erfahren Analysten, daß die Investitionen in China für neue Photovoltaikproduktionsanlagen stabil bleiben im Wert.
Das interessante daran ist, daß gleichzeitig die CAPEX / GW Produktionskapazität sich im Vergleich zu vor 4 Jahren halbiert haben.
Mit anderen[...]

Zu schön um wahr zu sein,oder anders ausgedrückt: reines Wunschdenken - leider völlig an der Realität vorbei...
https://www.derstandard.de/story/2000071720007/der-abgesang-auf-erdoel-ist-deutlich-verfrueht
Und hier:
https://de.statista.com/infografik/11773/entwicklung-der-weltweiten-kohlefoerderung/

Haben nicht vor kurzem die Iraner protestiert (über 1000 getötete), weil die Regierung den Benzinpreis drastisch erhöht hat (von 8ct auf jetzt 12ct)? Können Sie abschätzen, wann die auf EE umsteigen? Die sind auch über 80Milionen...
Im Rest der Welt sieht es nicht anders aus.

Senken die Industrieländer ihr Verbrauch, dann erhöht sich die Nachfrage in den Entwicklungsländern...

Meiner Meinung nach ist ein Umstieg auf EE für Uns wichtig, aber nicht um das Weltklima zu retten (das werden wir sowieso nicht schaffen können), sondern um einen höheren Autarkiegrad zu erreichen und um uns in aller Ruhe auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten zu können. Eine bessere EU-Aussenpolitik, frei von ideologischen Alleingängen wäre dann wünschenswert - vorausgesetzt, die EU gibt es dann noch...

Gruß

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.01.2020 22:37:09
0
2892127
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Es gibt mehrere Meldungen von erfahren Analysten, daß die Investitionen in China für neue Photovoltaikproduktionsanlagen stabil bleiben im Wert.
Das interessante daran ist, daß gleichzeitig die CAPEX / GW Produktionskapazität sich im Vergleich zu vor 4 Jahren halbiert haben.
Mit anderen[...]

Also nach meinen bisherigen Analysen wird bis 2022 in etwa eine weltweite Fertigungskapazität von 400GWp/Jahr herumstehen und Module ausspucken. Nach den letzten Meldungen überlege ich mir, ob man das nicht auf 500GWp/Jahr erhöhen muss.
DAs ist etwa der Punkt ab dem ich erwarten würde dass der jährliche PV-Zubau unübersehbare Spuren in der Förderung fossiler Energieträger hinterlässt. Ginge es ab da in voller Fahrt weiter wären es 2025 um 1 TWp / Jahr Produktionskapazität, wenn das verbaut wird, passt die Beschreibung Blutbad vollkommen.

Verfasser:
loli
Zeit: 15.01.2020 22:45:37
0
2892133
"Nach den letzten Meldungen überlege ich mir, ob man das nicht auf 500GWp/Jahr erhöhen muss."

Nicht lange überlegen, machs einfach - sonst sind andere schneller... ;-))))

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.01.2020 22:58:08
3
2892141
Tja Loli, deswegen investiert der Iran ja auch aus seinem schmalen Budget Geld in EE, weil man ja auf ewig nur mit Öl und Gas arbeiten wird im Iran.
Die Kohleförderung ging im letzten Jahr zwar etwas nach oben, liegt aber noch unter dem Peak in 2013; der Neubau von Kohleblöcken ist fast, die neuplanung von Kohleblöcken völlig zum Erliegen gekommen.
Firmen wie die PAzific corporation, die ihre Kohlekraftwerke direkt am Mienenausgang der am preiswertesten produzierenden Amerikanischen Tagebaue hat, möchte seine Kohle und Gasflotte durch erneuerbare Erzeugung ersetzen - in der Begündung stehen die Worte Klima und CO2 überhaupt nicht, es geht Pacific corporation nur um Kostensenkungen für seine Kunden und für den eigenen Geldbeutel.
Bemerkenswert - es geht um die am billigsten produzierenden, bereits gebauten und bezahlten Kohlebläcke in den USA und weit darüber hinaus, und Pacific corporation war bisher ein eingefleischter Verfechter der fossilen Energieerzeugung.
Der Kampf gegen den Klimawandel wird immer mehr von Bänkern und Buchhaltern geführt, nachdem die Ingenieure ihren Teil vollbracht haben.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.01.2020 13:36:51
0
2892462
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
- der Preis der Panels wird sich noch einmal ungefähr halbieren.


Das bedeutet, dass PV-Module die billigsten Dachdeckungen und Fassadenverkleidungen sein werden.

Verfasser:
wpibex
Zeit: 16.01.2020 15:13:42
1
2892519
<Das bedeutet, dass PV-Module die billigsten Dachdeckungen und Fassadenverkleidungen sein werden. >
https://www.solaranlagen-portal.de/photovoltaik/preis-solar-kosten.html#!
danach kostet 1 kW PVpeak immer noch ~1000€.
Mit 0,1 Jahreslastfaktor brauch ich 10 Jahre um die Investitionskosten rein zu holen.
Dazu kommen Betriebskosten und Speicherkosten.
Wann soll sich das lohnen?

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.01.2020 15:48:27
3
2892531
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
<Das bedeutet, dass PV-Module die billigsten Dachdeckungen und Fassadenverkleidungen sein werden. >
https://www.solaranlagen-portal.de/photovoltaik/preis-solar-kosten.html#!
danach kostet 1 kW PVpeak immer noch ~1000€.
Mit 0,1 Jahreslastfaktor brauch ich 10 Jahre um die[...]


Wie lange brauchst du denn um die Investition in Dachziegel reinzubekommen?

Verfasser:
wpibex
Zeit: 16.01.2020 16:30:11
1
2892553
seit wann sind Dachziegel billiger als PV-Platten?
Seit wann halten PV-Platten Hagel, etc besser aus als Dachziegel ?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 16.01.2020 17:26:43
1
2892579
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
seit wann sind Dachziegel billiger als PV-Platten?


Ja, ich weiß, Ihr Trolle habt es nicht so mit Lesen. Deshalb hier gerne nochmals:

"der Preis der Panels wird sich noch einmal ungefähr halbieren"

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 16.01.2020 18:20:21
0
2892614
Hallo Loli, wir können gerne eine Wette eingehen. Du solltest darauf eingehen wenn Du wirklich daran glaubst was Du hier schreibst.
Ich wette mit Dir darauf, daß die PV Produktionskapazität bis 2024 auf über 400GWpeak pro Jahr ansteigt. Du legst den Wetteinsatz fest.
Mit 400GWpeak Produktion kann man rechnerisch innerhalb von 40 Jahren die gesamte Erzeugung von Elektrizität auf der ganzen Welt auf PV umstellen.
Jetzt kommt noch Windkraft und Energie aus Wasser und anderen EE dazu. Und mit 400GW ist ziemlich sicher noch nicht das letzte Wort des Ausbaus angesagt. Mit anderen Worten, es wird genug Produktionskapazität PV und andere EE geben um innerhalb von 15 Jahren auf der ganzen Welt die Erzeugung von Strom zu 90% von Kohle, Öl und Gas auf EE umzustellen. Und es wird sich rechnen das zu tun.
Falls ich mich verrechnet habe bitte ich um Korrektur.

Falls Du auf meine Wette eingehen willst bitte ich um Zusage und Zusendung einer schriftlichen Wette die wir beide dann unterschreiben können.

Verfasser:
Woldler
Zeit: 16.01.2020 19:11:49
1
2892662
Servus,
ist ja echt stark dass die EE im Jahr 2019 schon zu 46,2 % zum Strommix beitrugen.
Aber wo ist die gesicherte Energie? Also die Grundlast und ein Teil der Mittellast.
Ich hab da mal auf "smard.de" ein wenig rumgespielt.
Also wenn man da die AKW´s und die Braunkohle rausnimmt hätten wir ein gewaltiges Leistungsdefizit.
Und zwar deutlich mehr als wir von allen unseren Nachbarn importieren könnten.
Das macht mich schon stutzig, es waren teilweise mehr als 30GW Unterdeckung.
Soviel Strom war weder abgeregelt noch kann soviel importiert werden.
Da kann man noch soviel PV zubauen, wenn keine Sonne scheint kommt da kein Strom raus.
PV wird mit 0% gesicherter Leistung gerechnet und Windkraft mit 1%.
Das reicht nicht, lasst die Kohle nicht ganz sterben. Sonst geht das Licht aus.
Grüße
M.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 16.01.2020 19:13:38
1
2892665
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
seit wann sind Dachziegel billiger als PV-Platten?
Seit wann halten PV-Platten Hagel, etc besser aus als Dachziegel ?

DAchziegel sind noch billiger als PV-Module, aber das gleicht sich gerade an.
Und Module halten Hagel etwa gleich gut aus wie Dachziegel - ab einer gewissen grösse gehen beide kaputt, und die Normanforderung dafür stammt aus den gleichen Quellen...

Verfasser:
loli
Zeit: 16.01.2020 20:50:25
0
2892749
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Hallo Loli, wir können gerne eine Wette eingehen. Du solltest darauf eingehen wenn Du wirklich daran glaubst was Du hier schreibst.
Ich wette mit Dir darauf, daß die PV Produktionskapazität bis 2024 auf über 400GWpeak pro Jahr ansteigt. Du legst den Wetteinsatz fest.
Mit 400GWpeak[...]


Ich wette nicht! Und spiele auch kein Lotto... ;-)
Was spielt es für ne Rolle, wieviel PV-Leistung zugebaut wird? Dass die Zubauraten ansteigen werden, steht außer Frage (auch für mich). Ausserdem gibt es viele Länder, in denen die Umwelt-Bedingungen deutlich besser für PV sind, als hier.

Sie gehen allerdings davon aus, dass der PV-Strom die fossilen Energieträger verdrängen wird. Auch wenn das im gewissen Rahmen stimmen mag, behaupte ich dass diese Leistung on top kommen wird. Es werden sogar massiv neue Kraftwerke gebaut werden - für ein in Deutschland stillgelegtes, zwei neue irgendwo anders auf der Welt...

400GWp/p.a. bedeutet also nichts weiter, als dass noch sehr viele Rohstoffe verarbeitet werden würden...

Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Mit anderen Worten, es wird genug Produktionskapazität PV und andere EE geben um innerhalb von 15 Jahren auf der ganzen Welt die Erzeugung von Strom zu 90% von Kohle, Öl und Gas auf EE umzustellen. Und es wird sich rechnen das zu tun.

Selbst wenn rechnerisch 110% erreicht sind, werden die konventionelle Kraftwerke weiter werkeln müssen...

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 16.01.2020 21:11:48
2
2892773
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Ich wette nicht! Und spiele auch kein Lotto... ;-)

Dabei gibt es beim Lotto so viel Hoffnung für so wenig Geld...:-)

Grüße
Stefan

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 16.01.2020 21:59:13
1
2892823
Hallo Woldler und Loli, wie man das Problem der EE Dunkelflaute löst wurde bei Experten vor 15 Jahren diskutiert. Man löst es mittlerweile z.B. mit der Vorhaltung von Kraftwerken die dann z.B. ein paar hundert Stunden im Jahr laufen können. Ein Beispiel ist z.B. die Kaltreserve
Ich könnte mich immer totlachen wenn minderqualifizierte Journalisten bei Welt und Bild so komplett ahnungslos sind das die das nicht kapieren. Die genauen Pläne dazu für ganz Deutschland kann man bei der Bundesnetzagentur einsehen
Für Profis ist das alles nicht so schwer zu verstehen oder zu berechnen.
Ich beantworte auch gerne Fragen dazu.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 16.01.2020 22:33:18
1
2892858
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
[...]

...
400GWp/p.a. bedeutet also nichts weiter, als dass noch sehr viele Rohstoffe verarbeitet werden würden...


@loli,

ich bin mir ziemlich sicher, dass du keinerlei Ahnung davon hast, wie viele - auch eher seltene Rohstoffe - für den Bau eines fossilen Kraftwerks, z.B. einer GUD-Anlage benötigt werden.

Wenn @HenningReich 90% EEN sagt, wird der Rest wohl Erzeugung aus "fossilen" Anlagen sein - die jedoch durchaus per P2G => "grünem" CH4 betrieben werden.

insofern ist deine Anmerkung:
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Selbst wenn rechnerisch 110% erreicht sind, werden die konventionelle Kraftwerke weiter werkeln müssen...

wirklich ziemlich daneben, weil @HenningReich erst gar nichts anderes vorgegeben hat.

Willst du dich da nur wichtig machen ???

Würde mich mal interessieren, woher du deine Weisheit nimmst !!! Gibt es da nen beruflichen Background ?? Mein Background sind >35 Jahre im Kraftwerksbau in meist leitenden Funktionen.

LG jogi

Verfasser:
loli
Zeit: 17.01.2020 05:02:44
0
2892916
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Willst du dich da nur wichtig machen ???

Würde mich mal interessieren, woher du deine Weisheit nimmst !!! Gibt es da nen beruflichen Background ?? Mein Background sind >35 Jahre im Kraftwerksbau in meist leitenden Funktionen.

Mein "beruflicher Background" tut in diesem Fall überhaupt nichts zur Sache!
Zwei und Zwei zusammenzählen lernt man in der Vorschule..., in der ich zugegebenermaßen nie war.

Wer sich hier wichtig macht, sind ja wohl Sie!

Herr Reich hat geschrieben, dass es möglich wäre, die aktuell installierte Leistung konventioneller Kraftwerke durch EE-Leistung in gleicher Höhe zu ersetzen (jedenfalls habe ich es so verstanden). Dem ist natürlich nicht so, weil zum einen der Bedarf noch viel weiter ansteigen wird und zum anderen die EE-Erzeuger (P2X mal ausgenommen) nicht per Fingerschnips abrufbar sind... - leider und im Gegensatz zu den Konventionellen! Das sollten sie mit Ihrem "Background" ja eigentlich wissen...

Gruß

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 17.01.2020 07:07:20
0
2892930
Hallo Loli, das sind alles berechtigte Einwände von Dir. Es ist allerdings so, daß Du nicht der erste bist der diese Fragen stellt. In Fachkreisen hat man schon vor 20 Jahren angefangen sich diese ganzen Fragen zu stellen. Diese ganzen Themen sind alle sehr oft und sehr präzise durchgerechnet worden. Es gibt keinerlei bekannte offene Fragen die man nicht innerhalb von 15 Jahren technisch und ökonomisch lösen kann. Ich kenne sicher nicht alle Punkte, aber viele Dinge kann ich Dir hier (natürlich sehr stark vereinfacht) vorrechnen oder erklären.
Wenn man z.B. die Mobilität und die Umstellung auf Elektroantriebe nimmt, dann ergibt sich dabei z.B. folgendes Bild (stark vereinfacht):
Wenn z.B. 100% aller PKW in Deutschland auf E- Antrieb umgestellt würden, dann würde der Stromverbrauch um ca als 10 % steigen. Überhaupt kein Problem das zu lösen. Auch das Thema der Lastverteilung im Netz ist nicht neu und einfach lösbar.

Wenn man auf Wärmepumpen umsteigt, dann braucht man so viel weniger Erdgas, das man ganz einfach den dazu zusätzlich notwendigen Strom aus Erdgas herstellen könnte und gleichzeitig dazu die Hälfte an Erdgas einsparen würde.
Und solche Kraftwerke in kurzer Zeit zu bauen wenn notwendig ist für die deutsche Industrie wirklich kein Problem.
Usw usw. Wenn Du Fragen hast, her damit, ich versuche sie zu beantworten.

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