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Foren
Entkalkungsanlage ... was sie wirklich bringt und wie sinnvoll sie ist!?
Verfasser:
ollibom
Zeit: 19.01.2020 14:53:37
1
2894631
Wir wohnen im Kölner Umland mit sehr hartem Wasser. Und natürlich beschäftigen wir uns ach mit kalkhaltigem Wasser, Regelmäßig haben wir harte weisse Ränder, müssen Kaffeemaschine, Waschmaschine etc. entkalken.

Und natürlich überlegen wir regelmäßig, uns eine Enkalkungsanlage anzuschaffen. Je nach Installateur gibt es dann eine Empfehlung zur einen oder anderen Firma (Entkalkungssystem).

Nach intensivem Studium sind wir aber immer noch nicht weiter.

Jede Art hat so ihre ganz eigenen Nachteile: Hygiene, Kosten, Trinkwasserqualität etc. So dass wir uns fragen, wie sinnvoll tatsächlich so eine Anlage ist.
Allein der Einbau verschlingt mehrere tausend Euro und hält nur x Jahre. Dazu kommen jährliche Zusatz-Kosten für Salz/ Wasser.
Und dazu noch die Frage des Wassergeschmacks und der Gesundheit (Ohne Wartung, mit falscher Einstellung und Filtertausch kommen gesundheitliche Risiken und damit weitere Kosten dazu).

Klar freut sich jeder Installateur darüber, durch den Einbau einen Beitrag für seine finanzielle Sicherheit sorgen zu können,
Doch wird auch mein Interesse entsprechend beachtet?

Wenn ich jetzt mal ganz grob rechne:
Anlage mit Einbau etc. 4000
Jährliche Kosten 100
Wartung 300
(alles für 10 Jahre angelegt - ok, die Zahlen sind stark per Daumen gerechnet...)
Macht 430 Euro jährliche Kosten. Mal ehrlich, dafür bekomme ich in den 10 Jahren auch mehrere neue Waschmaschinen, Kaffeemaschinen etc.

So, und nun: zerreisst mich gerne.. - bin ja nur Laie - und will natürlich auch etwas provozieren und zum diskutieren anregen.
Gerne lasse ich mich nämlich auch überzeugen!!

Aber nur mit dem Argument, das die meisten Hausbesitzer in kalkhaltigen Gebieten eine Anlage haben, ... das ist mir zu wenig.

Milliarden Fliegen können nicht irren: Scheiße schmeckt!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 19.01.2020 15:32:28
6
2894664
Die genannten Preise kommen nur zu Stande wenn man unbedingt die deutschen Hersteller möchte die aber ehrlicherweise in dem Bereich keinen Mehrwert bringen.

Es gibt komponentenanlagen, d.h. Steuerung von einem der grossen hersteller (Fleck, clack,...), die Patrone, das Gehäuse, Anschlussset, fertig.

Diese Anlagen laufen in der ganzen welt tausendfach.
Dagegen sind die deutschen Hersteller eher kleinere Produzenten...

Von den deutschen Herstellern kommt das Konsortium "dvgw" zertifiziert.
Gibt's nur hier :-) das haben manche Komponentenanlagen nicht oder nicht mehr verlängert - da preislich sehr teuer...

Wir haben uns für einen 4 Personenhaushalt ne Komponenten Anlage mit einer Fleck Steuerung vor ca. 3 - 4 Jahren gekauft. Die Anlage hatte bis ein Jahr vorher noch die dvgw Zertifizierung. Ich hab beim Hersteller (Fleck) nach dem Zertifikat angefragt.
Ehrliche Antwort war, dass die Zertifizierung aufgrund der damit verbundenen Kosten in keiner Relation stehen.
Bei uns und sicher auch im Test Deutschlands gibt's überall Anbieter die solche komponentenanlagen zusammenbauen und später bei Bedarf auch warten/reparieren.

Wir haben also ne Anlage die ne Zertifizierung hatte, und inzwischen nicht mehr.... Wir leben nach wie vor....


P.s. nun Mal zu den Preisen.
Ne Komponentenanlage fertig installiert kostet irgendwo zwischen 1300-2000€.
Wer 4.000€ und mehr ausgeben will, hat wenig mehr nutzen...

Vorteil der Enthärtung:
Weniger Spülmittel
Weniger Waschmittel
Weniger Shampoo/Duschgel notwendig
Wenig bis gar keine Entkalkung von duschbrause, klospülung usw notwendig
Fast keine kalkflecken mehr....

Bei den dvgw Anlagen läuft die Zwangsregenerierung auch Mal tagsüber (d.h. in der Zeit kommt das alte Wasser) - außer man kauft sich Natürlich ne teurere Doppelanlage.

Bei den nicht dvgw zertifizierten kann man (wie bei unserer) die Regenerierung auf die Nachtstunden einstellen. Das System regeneriert bei uns um 3.00 Uhr nachts sobald der Wasserverbrauch erreicht ist.


Für uns ist die Enthärtung eine grosse Zeitersparnis.
Wir hatten 21 Grad dH und jetzt 6 eingestellt.


Zum Thema Hygiene:
Es gibt Reinigungsmöglichkeiten.
Man lässt die Anlage das Salz leerfahren und dann gibt's Reiniger dazu. - fertig. 1* im Jahr...
Wartung ansonsten null :-)
Kosten der Salztabletten (ein Sack kostet 6-8€)
Wir brauchen geschätzt 4-6 Säcke pro Jahr bei etwa 160m3 Wasser.
Ich Kauf die einmal im.jahr mit 20% in unserem Baumarkt - fertig.

Das regelmäßige entkalken von früher hat mehr Zeit in Anspruch genommen. (Gerade die klospülung war Tricky)

Verfasser:
chieff
Zeit: 19.01.2020 16:10:44
2
2894696
Bosy würde sagen:
Fachwissen rostet, trift heir aber nicht ganz zu.
Deshlab :
Wissen rostet.

Meinen Vorredner muss ich widersprechen was die Gerätetechnik angeht.
Nahezu jede zugelassene Anlage kann man einstellen wann Regeneriert wird.
Auserdem sind die Anlagen im Salz und Wasserverbrauch deutlich sparsamer
als "4-6 Säcke " im Jahr. Ich kenne keinen der so viel Salz braucht bei der Wassermenge.

An der TE:
Wenn dir dein Handy wichtiger ist als der erhalt deiner Installation, dann mag das für dich ok sein. Schlieslich zahlst du wahrscheinlcih im JAhr mehr für dein Mobilfunk als für den Schutz deiner Hausinstallation.
Deine Frau würde es dir evt danken.

Verfasser:
geiz3
Zeit: 19.01.2020 16:29:20
1
2894708
Wie hart ist denn das Wasser im Kölner Umland?

Verfasser:
ollibom
Zeit: 19.01.2020 17:28:41
1
2894755
Der Kalkgehalt schwankt - so zwischen 18 und 21 ist alles drin.

DANKE schon mal für die ersten Antworten. Hier war viel Neues dabei!
Die Anlagen, von "Fleck" und Co kannte ich noch gar nicht.

Hat noch jemand Erfahrung damit?
Und wie ist es hier mit dem Geschmack? Bei meiner Frau ein großes Thema.

Und: Ja, wir zahlen auch für die Handykosten - aber letztlich muss alles in Relation stehen, sinnvoll und sicher gesund sein.
Hier kann es ja schon mal bei falscher Einstellung nicht ganz so günstig sein..?

Verfasser:
Michus67
Zeit: 19.01.2020 17:41:49
3
2894764
4000,-€ umfasst wieviel komponenten; wieviel Umbauten?
Wichtig ist die Analyse vom Rohwasser. Die gibt es vom Versorger.
Wichtig zb. Natriumgehalt.Je mehr das Wasser enthärtet wird, je höher steigt der Natriumgehalt. ( Bluthochdruckpatienten)
Wichtig bei Dir ist auch das Material der Hausinstallation. Dort könnte Kupfer zum Problem werden.

Verfasser:
ET76
Zeit: 19.01.2020 18:58:12
1
2894822
Hallo, wir haben die R2D2-32, sind 4 Personen, 90m3 Jahreswasserverbrauch.
Unser Wasser kommt auch mit 18 bis 21°dH ins Haus. Wir gehen mit der Anlage auf 5°dH runter.
Vorher hatten wir überall Kalkflecken und Ablagerungen, am besten im Wasserkocher zu sehen. Nach 3 Jahren musste ich immer die Perlatoren wechseln, da der Kalk das Chrom zerfressen hat.
Zudem hatte ich einen extra Filter im Kaffeevollautomaten.
Nun kommen auch leichte Flecken, welche sich aber leicht beseitigen lassen. Wasser aus dem Hahn schmeckt uns besser als vorher, kein extra Filter im KVA. Meine Frau sagt, das Haar fühlt sich nicht mehr so strohig an, nach dem Duschen. Beim Händewaschen brauch ich länger, die Seife runterzuwaschen.
Ich brauch alle 4 Monate einen 25kg Sack Siedesalztabletten, zu 9€.

Verfasser:
ewende
Zeit: 20.01.2020 01:01:22
1
2895027
Hallo,
hatte 16 Jahre eine Anlage mit Fleckventil in einem MFH in Betrieb. Inzwischen bekommen wir von den Stadtwerken entkalktes Wasser und hab sie an die Verwandschaft abgegeben. Dort läuft sie immer noch. Hab auch von 21° auf 5° reduziert. Wartung in der Zeit: keine
War damals eine Topinvestition. Geschmackliche Veränderungen konnte ich und Bewohner nicht feststellen. Letztens hab ich nach 20 Jahren den Warmwasserspeicher erneuert und hatte die Befürchtung den kriege ich wegen dem vielen Kalk nicht mehr am Stück den Keller hoch. Kein Problem, da war nichts drin. Kann also nur gutes drüber sagen. Schleierhaft ist mir wie Du auf 4000.-EUR kommst.
Grüsse

Verfasser:
Kaepsele007
Zeit: 20.01.2020 11:31:26
0
2895158
Hallo,
habe seit Ende 2014 eine Noname Kabinettanlage mit Clack WS1 Ventil am laufen.
Beschaffungskosten waren unter 800EUR (Einbau habe ich selbst erledigt).
- Wasserverbrauch pro Jahr 120m³ bei Enthärtung von 19°dH auf 6°dH
- Salzverbrauch unter 50kg/a
- Spülwasserverbrauch ca. 3,5m³/a

Nach drei Jahren habe ich eine (vorbeugende) Wartung durchgeführt.
- Salzbehälter gereinigt
- Schwimmerventil und Sole-Ansaugleitung gereinigt
Defekte oder Ersatzteilkosten bisher keine.
Ca. alle drei Jahre ist ein neues Fläschchen mit Titrierlösung erfordelich um die Härte zu kontrollieren.

Alles in Allem habe ich Betriebskosten von unter 40EUR/a (oder 30ct/m³).

Geschmacklich ist das Wasser für uns besser als ohne Enthärtung.
Probleme beim Geschmack sind wohl eher bei den DVGW Anlagen zu befürchten, verursacht durch die Chlor Desinfektion.
Bei der Wartung durch die Fachfirma/Hersteller wird dann bei Beanstandung zum Geschmack auch einfach mal die Chlorzelle stillgelegt (habe ich zumindest hier im Forum schon gelesen).

Die Noname Komponentenanlagen werden von den Herstellern meistens mit viel Reservekapazität eingestellt, sodass der Salzverbrauch etwas höher ist als eigentlich erforderlich. Da die Salzkosten aber praktisch keine Rolle spielen und die Anlagen in den allermeisten Fällen zuverlässig laufen, stört sich keiner dran. Wer will, kann die Steuerung aber so optimieren, dass der Salzverbrauch ähnlich niedrig wie bei den DVGW Anlagen liegt.

Beim Vergleich von Verbrauchswerten ist zu beachten, dass DVGW Anlagen meistens eine deutlich niedrigere Kapazität haben als die Noname Komponentenanlagen. Manche DVGW Doppelanlage regeneriert deshalb z.B. mehrmals am Tag wärend andere Anlagen nur eimal pro Woche regenerieren müssen. Deshalb immer die Verbrauchswerte bezogen auf die enthärtete Menge Wasser (m³x°dH) vergleichen!

Grüße!

Verfasser:
muscheid
Zeit: 20.01.2020 11:44:37
1
2895168
Bei einer Noname Anlage ohne DVGW sollte auch beachtet werden, daß diese nur nach einem Systemtrenner eingebaut werden darf - und genau dort endet dann die Trinkwasseranlage. Was man da also herausbekommt kann alles mögliche sein, wenns noch der Trinkwassergüte entspricht: Glück gehabt!
Und nochwas - so ein Systemtrenner braucht eine jährliche Wartung.

Dieses Problem umgeht man mit DVGW Zeichen.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 20.01.2020 11:55:58
0
2895175
Zu dem beitrag von kasperle:

Wenn ich lese, daß jemand ohne Fachausbildung und entspr. Schulung "die Anlage selbst eingebaut hat" und "die Weichwasseranlage gewartet hat" kann ich nur lachen. Denn das ist fachlich korrekt nicht möglich.
Zunächst ist sowas eine wesentliche Änderung an der Trinkwasseranlage - sowas ist fachbetriebspflichtig! Es geht immerhin um unser Lebensmittel Nr.1.
Und eine Wartung, ohne Ahnung was für Arbeiten notwendig sind und passende Teile / Werkzeug, kann man nicht als solche bezeichnen.

Verfasser:
Mestapholes
Zeit: 20.01.2020 12:26:47
2
2895200
Wirklich aus Interesse:

Kannst Du mir die Arbeitsschritte nennen die ein Privatmann nicht ausführen kann?

Bzgl. des Anschlusses wüsste ich auch gern was ein Fachbetrieb anders macht als es ein "Normalo" machen würde. Also Anschließen, Befüllen, Wasserhärte einstellen?

Grüße
Christian

Verfasser:
Kaepsele007
Zeit: 20.01.2020 12:46:12
4
2895217
Zunächst bin ich für den Anschluss in meinem Einfamilienhaus allein verantwortlich.
In der Satzung meines Versorgers wird die Ausführung nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik gefordert.
Materialien und Geräte müssen gemäß den anerkannten Regeln der Technik beschaffen sein - Ende. Ein DVGW Zeichen bestätigt zwar die Eignung ist aber NICHT gefordert.
Vor zwei Jahren hat der Versorger den W-Zähler getauscht und bei der Gelegenheit meine Installation begutachtet. War alles Bestens, auch ohne Rohrtrenner.

Theoretisch darf niemand als Laie die Bremsen an seinem Auto selbst wechseln, da er die erforderliche Sachkunde nicht nachweisen kann. Unkenntnis kann tödlich enden. Praktisch schrauben tausende an ihren Autos herum, ohne das jemand auf den Gedanken kommen würde, das explizit zu verbieten. Offensichtlich passiert insgesamt recht wenig und die Leute sind in der Lage, einigermaßen verantwortungsvoll mit dem Sachverhalt umzugehen.
Beim Trinkwasser ist das ähnlich, auch wenn das einigen Buntsternen hier immer wieder den Schaum vor den Mund treibt.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 20.01.2020 13:23:27
0
2895245
Zitat von chieff Beitrag anzeigen
Bosy würde sagen:
Fachwissen rostet, trift heir aber nicht ganz zu.
Deshlab :
Wissen rostet.

Meinen Vorredner muss ich widersprechen was die Gerätetechnik angeht.
Nahezu jede zugelassene Anlage kann man einstellen wann Regeneriert wird.
Auserdem sind die[...]



Nun gut, ich hab meinen Verbrauch mal angeschaut....
Es sind nur 3 Säcke für gute 160m³ Wasser. Bei einer Reduzierung von 22°dH auf 6°dH.
Die Kosten für die 3 Säcke sind somit überschaubar.

Stromverbrauch der Anlage im Jahr ca. 25kWh. (Normalbetrieb unter 3W)
Während der Regeneration etwas mehr...
Also auch der Stromverbrauch ist meines Erachtens gut.


Unser Nachbar hat eine Grünbeck Anlage und bei der lässt sich lt. seiner Aussage die Regenerierung nicht in die Nacht legen. Die läuft dann eben tagsüber, sobald ein Schwellwert (Wassermenge) überschritten ist. Die Anlage ist DVGW zertifiziert...
Auf der Basis beruht meine Aussage :-)

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 20.01.2020 13:25:03
0
2895250
Abgesehen davon, dass es in diesem Land Regeln gibt, die nicht aus Schikane oder Geldmacherei erlassen wurden, sondern aus Sicherheitsgründen bestehen, da wir in diesem Land mit 232 Einwohner auf 1 km² im weltweiten Vergleich eine sehr hohe durchschnittliche Bevölkerungsdichte haben und deshalb die Einhaltung dieser Regeln wichtig für ein störungsfreies Zusammenleben -hier im Umgang mit dem Lebensmittel Wasser- sind, folgendes zu den Enthärtungsanlagen:

Gängige Wirkprinzipien sind:

-Ionenaustauscher
-physikalischer Kalkschutz

Ich habe Erfahrung mit beiden.

Nach dem Defekt eines System mit physikalischen Kalkschutz arbeitet wieder ein Ionenaustauscher bei uns im Haus. Wir haben hier 26° dH also wirklich sehr hartes Wasser und deshalb sind wir wieder zurück auf einen Ionentauscher, der auf eine Arbeitshärte von 8°dH eingestellt ist. Zurück deshalb, weil ein Gerät, das nach den Wirkprinzip physikalischer Kalkschutz arbeitet, eben den Kalk nicht aus dem Wasser nimmt, so dass z.B. die Kartuschen von Einhandhebelmischbatterien eben doch dauerhaft verkalken.

Übliche Ionenaustauscher verfügen heute über zwei Behandlungskammern, so das zu keiner Zeit Wasser an den Behandlungskammern vorbeiströmt. 8° dH deshalb, da andernfalls das Wasser im Haus nicht mehr der Trinkwasserverordnung genügt, der der Ionenaustauscher den Natriumgehalt des Wasser erhöht.

Allerdings schmeckt das Wasser dadurch definitiv NICHT salzig!

Zum Fabrikat:

Wir haben eine Anlage von Judo, weil wir mit den Anlagen von BWT und Grünbeck schlechte Erfahrungen gemacht hatten. Dies liegt allerdings auch schon viele Jahre, teilweise mehrere Jahrzehnte zurück und muss deshalb heute nicht mehr zwingend so passieren.

Verfasser:
Tom Bombadil
Zeit: 20.01.2020 13:38:37
0
2895261
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
Unser Nachbar hat eine Grünbeck Anlage und bei der lässt sich lt. seiner Aussage die Regenerierung nicht in die Nacht legen.

Das kann ich so pauschal nicht stehenlassen. Meine VGX9 regeneriert jeden Morgen um 3:00.

Dies wurde durch einen Grünbeck-Monteur auf meinen Wunsch während einer regulären Wartung eingestellt, welche ich für ~200€ (inkl. Anfahrt, Wartungskit usw) alle 2 Jahre durchühren lasse.

Auf dem Display ist dies übrigens nicht einstellbar - man muss schon wissen, wo und wie. Vielleicht hat Dein Nachbar es deshalb übersehen ...

/tom

Verfasser:
muscheid
Zeit: 20.01.2020 13:41:05
0
2895264
Tex hat da recht.
Bei der Fachmannspflicht geht es auch darum, Gefahren für die anderen Nutzer der öffentl. Trinkwasserversorgung auszuschließen. Wenn du krank wirst wg deiner Anlage, könnte man sagen "selbst schuld", passiert das allerdings deinem Nachbarn, ist das ne andere Hausnummer.
Ein Fachmann kann solche Gefahren erkennen - DU nicht! Denn dir fehlen die Fachkenntnisse.
Bestes Beispiel dafür gibst du ja selbst. Oder hast du vor der Anlage den vorgeschriebenen Systemtrenner BA eingebaut und lässt dem auch regelmäßig warten, samt Messung des Differenzdrucks? Die Antwort lautet ja wohl in beiden Fällen nein.

Verfasser:
Kaepsele007
Zeit: 20.01.2020 15:36:29
1
2895376
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
Nun gut, ich hab meinen Verbrauch mal angeschaut....
Es sind nur 3 Säcke für gute 160m³ Wasser. Bei einer Reduzierung von 22°dH auf 6°dH.[...]

Eine judo i-soft z.B. braucht für diese Enthärterkapa 76kg Salz (gemäß Datenblatt), also auch nicht weniger.
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Ein Fachmann kann solche Gefahren erkennen - DU nicht! Denn dir fehlen die Fachkenntnisse.[...]
Ich kann die Kenntnisse nicht offiziell nachweisen. Ob ich sie habe, dürftest du so ohne Weiteres nicht beurteilen können.
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Bestes Beispiel dafür gibst du ja selbst. Oder hast du vor der Anlage den vorgeschriebenen Systemtrenner BA eingebaut und lässt dem auch regelmäßig warten, samt Messung des Differenzdrucks? Die Antwort lautet ja wohl in beiden Fällen nein. [...]
Ich habe eine Anlage, deren Einzelkomponenten weltweit millionenfach in Trinkwasseranlagen verbaut sind. Die verwendeten Materialien besitzen Trinkwasserzulassungen für den EU-Markt.
Im Hausanschluss ist ein KFR Ventil (mit Rückflussverhinderer) installiert.
In den letzten 10 Jahren ist es nicht ein einziges Mal vorgekommen, dass die TW-Versorgung ausgefallen wäre, sodass irgendwas aus meinem Hausnetz ins öffentliche Netz hätte zurückströmen können.
Von daher würde ich niemals auf die Idee kommen, einen Systemtrenner zu installieren, nur weil der Bepperl eines gewissen Lobbyvereins auf der Enthärtungsanlage fehlt.

Verfasser:
Sanierer82
Zeit: 20.01.2020 15:42:41
2
2895381
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Tex hat da recht.
Bei der Fachmannspflicht geht es auch darum, Gefahren für die anderen Nutzer der öffentl. Trinkwasserversorgung auszuschließen. Wenn du krank wirst wg deiner Anlage, könnte man sagen "selbst schuld", passiert das allerdings deinem Nachbarn, ist das ne andere Hausnummer.[...]



üblicherweise sind in Deutschland ab Hausanschluss zwei KFR Ventile in Reihe, da ist der Wasserzähler zwischen.

Bei Enthärtungsanlagen hat man meistens vorher einen spülbaren Filter mit Druckminderer integriert, dort ist dann noch einmal ein Rückflussverhinderer eingebaut.

Hier jetzt einen Systemtrenner zu realisieren als Bonus obendrauf...naja.

Ändert nichts an der Tatsache das ein Systemtrenner nur eingebaut wird um Wasser unterschiedlicher Kategorien wirksam zu trennen. Hier aber nicht der Fall. Das soll ja eben kein Heizwasser mit Inhibitoren sein, dass aus seinen Wasserhähnen fließt.

Sag mal, hast du auch für deinen Wasserhahn im Garten einen Systemtrenner installiert oder normenkonform nur ein KFR-Ventil?

Verfasser:
muscheid
Zeit: 20.01.2020 16:46:10
0
2895430
Was du da schreibst stimmt so nicht:

üblicherweise sind in Deutschland ab Hausanschluss zwei KFR Ventile in Reihe, da ist der Wasserzähler zwischen.
--Nein, da ist ein Ventil und ein RV gefordert.


Bei Enthärtungsanlagen hat man meistens vorher einen spülbaren Filter mit Druckminderer integriert, dort ist dann noch einmal ein Rückflussverhinderer eingebaut.
--Nein, ein Filter ist zwar Pflicht, aber ein Druckminderer ist längst nicht überall notwendig. Ein Druckminderer ist kein RV.

Hier jetzt einen Systemtrenner zu realisieren als Bonus obendrauf...naja.
--Tja, wenn eine Anlage kein DVGW hat, muß der vorhergehende Trinkwasserbereich gut gegen schädliche Einflüsse gesichert werden. Das Wasser zählt zur Kat. 4, also Systemtrenner BA Pflicht.

Ändert nichts an der Tatsache das ein Systemtrenner nur eingebaut wird um Wasser unterschiedlicher Kategorien wirksam zu trennen. Hier aber nicht der Fall. Das soll ja eben kein Heizwasser mit Inhibitoren sein, dass aus seinen Wasserhähnen fließt.
--Siehe oben.

Sag mal, hast du auch für deinen Wasserhahn im Garten einen Systemtrenner installiert oder normenkonform nur ein KFR-Ventil?
--Ein KFR entspricht nicht der Norm - im häusl. Bereich ist eine Armaturenkombi (RV+RB) notwendig (wenn der Anschluß min 250 mm oberhalb des höchsten Nichttrinkwasserspiegels liegt - liegt er darunter brauchts wieder den BA.

Verfasser:
Sanierer82
Zeit: 20.01.2020 17:29:35
2
2895473
also wie immer schön fabuliert die eindeutige Frage aber nicht beantwortet, Absicht?

Hast du einen Systemtrenner für deinen Gartenschlauch und wenn ja, welchen? Immerhin hast du hier definitiv einen möglichen Kategoriewechsel

Bei der Entsalzungsanlage ohne Chlorzelle wird das Eis recht dünn für dich, dann wird nämlich auch dein Warmwasserspeicher zu einem Kategoriewechsel wenn er älter wird oder schlecht gewartet. Von kaum genutzten Stichleitungen wollen wir lieber nicht anfangen. Und die böse Waschmaschine...wehe ohne Systemtrenner angeschlossen.

Auf die Frage, warum die Komponenten in anderen EU-Ländern erlaubt sind, aber nicht in Schland fällt dir außer "Lobbyarbeit" wahrscheinlich auch nichts ein. Also bleib doch bitte mal ernsthaft bei der Sache.

Ich würde mich eher für folgende Frage interessieren, Niederlande, Frankreich und etliche andere Länder haben die DIN EN 1717 ratifiziert. Wenn man also französische Normenbauteile verwendet müsste das eigentlich rechtlich sauber klappen.

Handwerker die auf der Rolle stehen haben auch nur nachgewiesen, dass sie es rein theoretisch könnten.

Was du nämlich grade unterschlägst, mit dem tollen Siegel wird nur bestätigt, dass dort rein theoretisch noch anschließend Trinkwasser vorliegt.

Verfasser:
Bastler08
Zeit: 20.01.2020 17:42:27
0
2895484
@TE: sie bringt eine Änderung der Ionen im Wasser. Bei hinreichender Änderung findet weniger Kalkablagerung statt.
Ihr Sinn liegt darin eben diese ohne sie erfolgende (Kalk-)Ablagerung zu vermeiden. Wir senken von 21 auf 8, von gelegentlich zu entfernenden Kalkpanzer auf keine besondere Reinigungsprozedur wegen der Ablagerungen. Das ist der Sinn, den wir höher bewerten als die vernachlässigbar geringen Betriebskosten.
Wenn Dich die Reinigungsarbeit nicht, die Betriebskosten aber voll treffen kann Dein Sinn verschieden sein

Verfasser:
Tom Bombadil
Zeit: 20.01.2020 18:00:39
0
2895502
Zitat von Bastler08 Beitrag anzeigen
Wir senken von 21 auf 8, von gelegentlich zu entfernenden Kalkpanzer auf keine besondere Reinigungsprozedur wegen der Ablagerungen.

Man solle der Vollständigkeit halber erwähnen, dass hier im Forum (herstellerunabhängig) immer mal wieder von anderen Ablagerungen berichtet wird, auf deren Ursprung noch keiner der Hersteller genauer eingegangen ist (=Problemlösen durch Ignorieren).

Wir haben diesen Effekt mit unserer Grünbeck auch, besonders gut zu beobachten an schmalen Durchflüssen wie z.B. den vielen kleinen Düsen an der Überkopf-Regendusche, die sich in kurzer Zeit mit einer kalkähnlichen harten Schicht zusetzen und gereinigt werden müssen.

Wir würden trotzdem 'nie wieder ohne' - Kalkablagerungen auf größeren Flächen wie z.B. der Duschtür, im Pfeifkessel oder der Kaffeemaschine sind für uns Geschichte ...

/tom

Verfasser:
ET76
Zeit: 20.01.2020 18:13:30
0
2895510
Hoi Tom,
das ist eine NatriumKalkMischung, die sich dort absetzt, durch wegtrocknen der Wassertröpfchen.
Da Natrium leicht in Wasser lösbar ist, ist diese Schicht erheblich einfacher zu beseitigen, als Kalk alleine.

Hier mal eine schöne Funktionsbeschreibung des Ionentauscherverfahrens.

Verfasser:
ET76
Zeit: 20.01.2020 19:24:04
0
2895549
Mal ne andere Frage:
Werden die Grünbeckanlagen mit Clor desinfiziert?
Dann könnte da eine Chlorverbindung im Spiel sein. In dem Zusammenhang hab ich auch schon von komischem Geruch im Wasser gehört, da dann bei den Doppelanlagen. Hier steht wohl der nicht benutzte Tauscher in einer verdünnten Chlormischung, bis dieser aktiviert wird.

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