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WP an Einrohrheizung ohne Pufferspeicher
Verfasser:
Groxo
Zeit: 11.02.2020 17:38:55
0
2912368
Es ist die immer selbe Leier und allmählich geht es mir auf den Keks über die gleichen Dinge immer und immer wieder zu diskutieren – ohne argumentationssicher zu sein.

In einem EFH mit Einrohrheizung und HKs soll eine Wärmepumpe realisiert werden.

Jeder HB, der bislang hier war wollte mir einen Pufferspeicher respektive einen Kombispeicher schmackhaft machen. Und ich bin einfach nicht so argumentationssicher, um mich nachhaltig dagegen zu wehren. Spätestens wenn sie mit dem Argument kommen, dass die Heizung ohne Speicher nicht/nicht lange/nicht gut laufen wird, muss ich mich geschlagen geben. Oder soll ich mich ohne nötigem Background darüber hinwegsetzen und sagen „Trotzdem!“. Ich muss ihnen dann einfach glauben, dass es besser ist.

Erst einen HB hatte ich, der zwar meinte, dass es schwer wird (da Einrohrheizung), aber wenn das mein Wunsch sei, er das so machen würde.

Problem laut dem letzten HB sei, dass die Spreizung von unter 10K nur schwer hinzubekommen sei und extra Regelungstechnik benötige, die die Ersparnis die man durch Einsparen eines Speichers hätte, wieder auffrisst und dazu anfälliger macht. Folge wäre der frühe Tod des Verdichters.
Hydr. Abgleich wäre ohnehin schwierig, wenn nicht gar unmöglich.

Was soll ich als Laie da sagen? Wenn der mir das so (durchaus schlüssig) erklärt, dass ein Pufferspeicher notwendig ist, muss ich mich auch irgendwann geschlagen geben.

Konkrete Frage:
Wie setze ich in einem EFH mit Einrohrheizung und HK eine WP ohne Pufferspeicher um?

Und des Weiteren:
Was spricht gegen einen Kombispeicher? Konkret und ohne Fachsimpelei. Oder besser noch in Zahlen. Wenn es der Kombispeicher für die HB vor Ort leichter macht – wäre es dann nicht einfacher sich einfach geschlagen zu geben und auf ein bisschen (!) Effizienz zu verzichten?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.02.2020 18:45:54
1
2912401
Die Aussage "dass die Spreizung von unter 10K nur schwer hinzubekommen sei" bezieht sich auf was?

Angenommen Du entscheidest dich für eine Maschine mit R410a im Kältemittelkreis, dann ist's ganz gut, wenn die Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf am Verflüssiger der Wärmepumpe nur maximal 5 Kelvin haben würde. Das dürfte theoretisch kein Problem darstellen, aber ob der benötigte Volumenstrom in der "Ringleitung" funktioniert?

Was hast denn für einen maximalen Heizleistungsbedarf?
Wie ist die Hausheizkreishydraulik genau konstruiert?

Verfasser:
Socko
Zeit: 11.02.2020 19:12:41
0
2912418
Wie schon geschrieben.

Paßt deine Hydraulik zu den erforderlichen Volumenströmen einer WP?

Wie hoch ist die JETZIGE Vorlauftemperatur?

Wie wird Warmwasser gemacht?



Wenn der Durchfluss zu gering ist UND/ODER die Wärmeabnahme gar nicht gegeben ist, braucht es einen Pufferspeicher.

Wenn die VL ohnehin "zu hoch" ist bringt es eine WP eher nicht.

WW über DLE oder dann doch über Puffer/Firschwasserstation.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 11.02.2020 19:28:02
3
2912427
Über was für ne WP mit welcher Leistung reden wir denn ?
Bei den E-Luft/Wasser WP´en siehts meistens so aus :

Die *Probleme* sind :
1. Das erforderliche Temperaturniveau
Hohe Temperaturen sind schlecht für die Arbeitszahl.
Temperaturen über 55 Grad können nur manche Wärmepumpen, aber nicht alle.
Brauchts solche Temperaturen häufig freut sich der Stromzähler.
Ob du dich dann freust ---> ???

2. Die erforderliche Wassermenge
Eine Wärmepumpe will viel Wasserdurchsatz (richtig viel !)
Wenn zu viele Heizkörper auf einem Kreis angeschlossen sind wirds schwierig genug Durchsatz hin zu bekommen. Leistungsreserven erhöhen den erforderlichen Wasserdurchsatz kräftig. Diese zusätzlichen erforderlichen Wassermengen sind dann noch schwieriger zu realisieren - in der Regel gar nicht....
Fette Pumpenleistung freut den Stromzähler, sorgt für mögliche Geräusche - Ob du dich dann freust ---> ???

3. Ne Luft-Wasser WP braucht ein gewisses Wasservolumen und -menge zum Abtauen.
Wenn das nicht hinkriegst hast keine Freude an der WP, denn der Tauscher eist auf und die Kiste geht auf Störung wenn fett genug Eis auf dem Tauscher hängt.
Wenn die Kiste so um die Frostgrenze täglich dicke Backen macht - Ob du dich dann freust ---> ???

Kurz zusammengefasst : Du hast eine Anlage bei der viele Faktoren nicht wirklich wärmepumpentauglich oder -freundlich sind. Du willst auf einen Puffer verzichten. Das kann schwer in die Hose gehen und die Anlage kann dann gegen die fehlende Abtauwand laufen ... - Ob dich dann das freut ---> ???

*Machen* kann man fast alles wenn man sich das damit verbundene (Funktions-)Risiko ans *eigene Bein* heftet.
Ich würde sowas nur dann bauen wenn mir vor dem Auftrag die Gewährleistungsfreistellung in den obigen Punkten (und vielleicht hab ich noch den einen oder anderen vergessen) als Auftragsbestandteil freigezeichnet würde und ich den Kunden seit Jahren kenne. Sonst - keine Chance auf so ein Spiel.

Ne wie auch immer geartete Förderung kannste da dann auch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vergessen, da die kein Hersteller eine solche Anlage freizeichnet und je nach erforderlichem Temperaturniveau wirds auch nix mit ner passenden JAZ (sofern die WP überhaupt die Temperaturen hinkriegt).

Einrohranlagen sind eh ein eher heikles Thema bei dem sich nur (noch) wenige wirklich gut auskennen und das mit nem temperatursensiblen wasserdurchsatzbedürftigen Wärmeerzeuger ohne Hemd und Höschen kombinieren zu wollen .... das wird sportlich ;-) wenns überhaupt einer wagt.

Was sagt denn die Planungsanleitung des bevorzugten WP-Herstellers in den Planungsschemen zu dem Thema ?

Verfasser:
Groxo
Zeit: 11.02.2020 19:32:58
0
2912430
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Die Aussage "dass die Spreizung von unter 10K nur schwer hinzubekommen sei" bezieht sich auf was?


Auf VL/RL und impliziert sicherlich die Fragestellung, welcher Volumenstrom möglich ist und dass die Regelung ebendiesen bei einer Einrohrheizung nicht so ohne Weiteres möglich ist = zusätzliche Technik.

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen

Das dürfte theoretisch kein Problem darstellen, aber ob der benötigte Volumenstrom in der "Ringleitung" funktioniert?


Ja, vermutlich steht und fällt es mit genau diesem benötigten Voumenstrom. Aber so wirklich kann mir das kein HB sagen, welchen ich benötige und ob die vorhandene Installation das ohne Weiteres zulässt. Und ich kann das schon gar nicht.

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen

Was hast denn für einen maximalen Heizleistungsbedarf?
Wie ist die Hausheizkreishydraulik genau konstruiert?


Heizlast liegt bei 6,3 kW. Wie die Hydraulik konstruiert ist? Keine Ahnung. Den Rohrdurchmesser kann ich dir sagen. Alles andere kann ja neu gemacht werden.


Zitat von Socko Beitrag anzeigen

Paßt deine Hydraulik zu den erforderlichen Volumenströmen einer WP?

Wie hoch ist die JETZIGE Vorlauftemperatur?

Wie wird Warmwasser gemacht?


Warmwasser zukünftig per FriWa geplant. Jetzige VL ist nichtig, da ich mit der vorhandenen Wolf-Regelung nicht so weit runter komme. Das lässt sich nur rudimentär einstellen. Da bin ich maximal weit unten und sie ist dennoch zu hoch. Damit lässt sich auf nichts schließen.
Ob die Hydraulik passt, kann ich euch ja nicht sagen. Ich hatte mir das von einem HB erhofft. Aber die machen es sich einfach und sagen "passt nicht". Und dann kommt eine Erklärung, die ich glauben kann oder eben auch nicht. Berechnen oder konkret anschauen tut das aber niemand.

Zitat von Socko Beitrag anzeigen

Wenn die VL ohnehin "zu hoch" ist bringt es eine WP eher nicht.


HK sind auf mind. 45/40 ausgelegt, eher besser.


Nochmal.
Ich möchte nicht direkt wissen, ob nun meine Installation dafür geeignet ist oder nicht. Das haben wir in unzähligen Threads mittlerweile erörtert und kamen auf das Ergebnis "Vielleicht, könnte gehen". Meine Heizung macht die BIege. Einen WMZ gibt es nicht. Ich kann nicht mal ohne Probleme eine Pumpe einbauen, die den Volumenstrom erkennen lässt, da die jetzige Pumpe so verrostet ist, dass ich da nicht gewährleisten kann, dass ich das wieder ordentlich dicht bekomme. Usw. usf.

Ich möchte "nur" wissen, WAS gegeben sein muss, damit ich eine WP ohne Puffer umsetzen kann oder was ich ggf. tun kann, damit ich das so machen kann.

Und letztlich würde mich interessieren, falls ich wirklich einen Kombispeicher benötige, ob das denn wirklich so schlimm ist, wie ich hier seit Monaten lesen muss und ob damit mein Plan sich in Luft auflöst oder ich einfach nur auf ein wenig Effizienz verzichten muss.

@Karl Napf
Deinen Beitrag hab ich zu spät gesehen. Lese ich später in Ruhe. Nur soviel. Ich "will" gar nichts. Hier wird stets die Lösung ohne Puffer propagiert. Deshalb ist das meine erste Wahl. Die Frage ist, geht es oder nicht.

Mein Temperaturniveau ist momentan hoch. Aber die HK auf 45 ausgelegt. Nicht optimal, aber die Tendenz geht gen 40. Mit Lüftern etc. ist mir bekannt und nehme ich in Kauf. Weitte Teile des Jahres wird die WP unterhalb von 40°C VL fahren können.

Es geht um SWWP.

Ich muss los. Bis später.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 11.02.2020 19:45:40
0
2912433
Was die Wärmepumpe *braucht* kannst im Datenblatt bei den jeweiligen Herstellern nachlesen. Meistens gibts auch ne Planungsanleitung in der die gröbsten Anforderungen dargestellt sind.

Beim Rest kommts auf die Details an ... wieviele Ringe pro Stockwerk, welche Rohrdurchmesser im Ring, welche Einrohrarmaturen, wieviele Heizflächen im Ring, Durchflussreihenfolge etc etc etc ....

Dann kann man entweder gegen Geld auf den Hintern sitzen und anfangen zu rechnen und zu überlegen ob man die Anforderungen erreichen könnte ...

oder man nimmt den mehr oder weniger dicken Daumen und schätzt ab ... das kann je nachdem auch daneben gehen - vor allem da sich heute nur noch wenige mit Einrohrheizungen wirklich auskennen.

Ganz blöde wirds wenn Heizflächen nach dem Motto viel hilft viel irgendwann aufgehübscht wurden oder ein paar sonstige Untaten begangen wurden....

Verfasser:
Groxo
Zeit: 12.02.2020 10:26:33
0
2912715
Ich zitiere mich mal selbst, so dass die forumsbekannten Puffer-Verächter sich auch noch zu Wort melden können:

Zitat:
Ich möchte "nur" wissen, WAS gegeben sein muss, damit ich eine WP ohne Puffer umsetzen kann oder was ich ggf. tun kann, damit ich das so machen kann?

Und letztlich würde mich interessieren, falls ich wirklich einen Kombispeicher benötige, ob das denn wirklich so schlimm ist, wie ich hier seit Monaten lesen muss und ob damit mein Plan sich in Luft auflöst oder ich einfach nur auf ein wenig Effizienz verzichten muss.


Verrohrung kann ich euch sagen.
22er Steigleitung, 18er Verteilung in den Stockwerken, zwei Kreise EG und OG.

Aber ob das jemanden etwas bringt, kA

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 11:14:48
1
2912751
Ja, es bringt was.
Berauschend ist es nicht, da wurde mal wieder gespart beim Bau der Einrohrheizung. Wenn Du die Leistung der aktuellen Heizung kennst sowie die sich beid er LEistung einstellende sPreizung, dann kennst Du auch den Volumenstrom. WEnn man dann die Spreizung von der aktuellen Leistung zurückrechnet auf die Leistung der wP, und edann eine passende sPreizung für die WP herauskommt, dann wird die Hydraulik mit der WP auch zusammenspielen.
War bei Dir nicht auch noch ein stück parallele Fussbodenheizung in einem Wintergarten, oder verwechsele ich das?

Verfasser:
Groxo
Zeit: 12.02.2020 11:49:01
0
2912772
Respekt für dein Erinnerungsvermögen. Ja, die FBH im WiGa gibt es, soll auch angeschlossen aber nicht beschickt werden. Grund: Ist ein Kaltwintergarten geworden (abgetrennt vom Wohnraum nach Beratung hier im Forum). Problem: Er wird zu kalt und ich möchte nicht, dass er unter 0° fällt. Also etwas Heizung muss sein.

Es gibt auch noch ein Zweirohrsystem im Haus, welches zwei HK im Keller bedient, die aber nicht betrieben werden, aber angeschlossen werden sollen. Auch da weiß ich nicht, inwiefern das relevant ist. Einfacher macht es die Sache sicherlich nicht.


Zitat:
Wenn Du die Leistung der aktuellen Heizung kennst sowie die sich beid er LEistung einstellende sPreizung, dann kennst Du auch den Volumenstrom. WEnn man dann die Spreizung von der aktuellen Leistung zurückrechnet auf die Leistung der wP, und edann eine passende sPreizung für die WP herauskommt, dann wird die Hydraulik mit der WP auch zusammenspielen.


Dann müsste sich da "einfach" mal ein HB hinsetzen und das ausrechnen?
Und dabei ist die Einstellung der HK irrelevant? Momentan muss ich die nämlich drosseln, da ich mit der Regelung nicht weit genug hinunter komme. Also stehen zwar alle HK-Thermostate auf "5", allerdings sind die Ventile sowie der Bypass teilweise so stark gedrosselt, da es sonst zu warm würde. Aber das nimmt KEINEN Einfluss auf die Berechnung?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 13:31:23
0
2912833
Doch, das nimmt leider Einfluss auf die Berechnung - und einen Heizungsbauer würde ich nicht an die Berechnung setzen. Ist zwar nur ein einfacher dReisatz, aber das überfordert dennoch viele. Sag halt einfach mal was die Heizung so anzeigt nachdem der Brenner so 5min läuft (Schornsteinfegermodus?) und wie viele kW der Brenner hat. Das gibt einen Anhaltswert für die untere Grenze.
Hättest Du einen Wärmemengenzähler, würde der den Volumenstrom vermutlich direkt anzeigen.

Verfasser:
Reggae
Zeit: 12.02.2020 15:08:15
0
2912911
Da muss man auch wissen welches Einrohrsystem:
Hier mal Nachsehen, beste Seite

Reitend kann man den Volumenstrom leicht erreichen.
Geschleift wird es haarig.

Gruß Arne

Verfasser:
Groxo
Zeit: 12.02.2020 15:16:37
0
2912914
Größtenteils stehender Anschluss Einrohrventil. Außer beim HK im Bad OG, da ist es ein gleichseitiger Anschluss.

Reitend? Geschleift? *schulternzuck*

@HFrik
Mache ich heute Abend mal. Schornsteinfegermodus und nach 5 Minuten VL und RL. Dann sicherheitshalber nach 10 Minuten nochmal.
Dann könnte man zumindest den momentanen Volumenstrom berechnen, ja?
Den maximal möglichen aber wohl nicht. Dazu müssten alle Ventile und Bypässe voll auf, richtig?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.02.2020 15:23:43
0
2912919
zumindest eine Schätzung sollte das ergeben - was deutlich mehr ist als "Schulterzuck" :-)

Verfasser:
Groxo
Zeit: 12.02.2020 18:57:32
0
2913062
Heizung hat 14-17 kW.

Nach fünf Minuten war VL bei 56 und RL bei 38.

Jetzt bin ich auf deine Schätzung gespannt. :-)

Verfasser:
Entropie
Zeit: 12.02.2020 21:21:13
0
2913160
Vorausgesetzt das stimmt wären das ca. 740L/h. Gerechnet mit 15,5kW. 5 Minuten sind halt arg kurz.

Verfasser:
Bastelator
Zeit: 12.02.2020 22:17:34
0
2913203
Nur zum Verständnis der Rechnung - ist da folgender Ansatz (physikalisch) korrekt?

W = c * m * delta T
(geleistete Arbeit/umgewandelte Energie = spez. Wärmekapazität H2O (4,2J/(g*K)) * Masse * Temperaturdifferenz (Vorlauf - Rücklauf)

W= P*t
(Arbeit = Leistung * Zeit)

-->

P * t = c * m * delta T

--> (aufgelöst nach m)

m = (P * t)/(c * delta T)

für hypothetische Werte
P=5kW, t=3600s (=1h) und delta T=5K
ergäbe das ca. 857kg, also übertragen auf Volumen pro Zeit: 857l/h

Kann man das so rechnen, um auf den theoretischen Durchfluss zu kommen?

Beste Grüße
Dirk/Bastelator

Verfasser:
Bastelator
Zeit: 12.02.2020 22:42:55
0
2913217
Zitat von Groxo Beitrag anzeigen
Heizung hat 14-17 kW.

Nach fünf Minuten war VL bei 56 und RL bei 38.

Jetzt bin ich auf deine Schätzung gespannt. :-)


p.s.: Für die Rechnung von @Entropie passt das ja auch:

m = (15,5kW * 3600s) / (4,2 J/(g*K) * 18K)

= 738.095 (und ein paar Nachkommastellen) g

also ca. 740kg,

was bei t=3600s=1h dann ca. 740l/h entspricht :)

Verfasser:
Entropie
Zeit: 12.02.2020 23:14:16
0
2913228
Zitat von Bastelator Beitrag anzeigen
Nur zum Verständnis der Rechnung - ist da folgender Ansatz (physikalisch) korrekt?

W = c * m * delta T
(geleistete Ar jobeit/umgewandelte Energie = spez. Wärmekapazität H2O (4,2J/(g*K)) * Masse * Temperaturdifferenz (Vorlauf - Rücklauf)

W= P*t
(Arbeit = Leistung *[...]


Ja so kann man das rechnen.
Einfacher ist aber wenn man gleich mit der Wärmeleistung nicht mit der Wärmemenge rechnet, W=J/s (Watt=Joule/s). In der Gleichung wird dann nicht die Masse sondern der Massenstrom in kg/s eingesetzt. Schreibweise Q(mit Punkt obendrauf, kJ/s)= m (mit Punkt obendrauf, kg/s))*c (kJ/kg*K)*dT(K).

Verfasser:
Groxo
Zeit: 12.02.2020 23:21:46
0
2913230
Ich kann es morgen auch mal eine halbe Stunde laufen lassen, wenn das mehr bringt. Was kostet die Welt.:-)

Was auch immer nun das Ergebnis von 800l/h für mich bedeuten.

Vielen Dank übrigens für eure Mühe

Verfasser:
Entropie
Zeit: 12.02.2020 23:34:28
0
2913237
Naja, dass bedeutet bei 6,3kW eine erwartbare Spreizung von ca 7,3K. Was für WP in Ordnung wäre vielleicht geht ja noch ein bisschen mehr? Dann eben alle Thermostate auf und den Durchfluß richtig eingestellt, dann braucht es auch keinen Puffer. Willst du auf die Einzelraumregelung nicht verzichten brauchst du Ihn (in Reihe im RL oder als parallel in Stichanbindung mit zweiter Pumpe), je nach Ausführung der Einrohrheizung (Reiter oder Seriell).

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.02.2020 07:53:18
0
2913313
Ja, es ist nicht berasuchend, aber geht in die richtige Richtung da ja etliche Voreinstellungen noch gedrosselt sind die für die WP dann entdrosselt werden sollen. Aber viel Luft ist nicht, eine bessere Hydralik wäre hilfreich gewesen. Je ein 22-er oder 25-er Rohr im Ring für die Einrohrheizung, und man müsste sich jetzt keinen Kopf zerbrechen. Aber sie ist nun mal anders gebaut. Wenn mal irgendwo was saniert wird, oder irgendwo ein Rohr auf Putz nachgezogen werden kann, sollte man noch ein wenig verbessern.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.02.2020 07:57:49
1
2913318
Bin der Meinung, dass mehr als der überschlägig geschätzte Volumenstrom von ~800 l/h in der Anlage möglich ist.

Als ich in 2014 mit den ersten Überlegungen zur Installation unserer Panasonic WH-MDC05F3E5 begonnen hab, bin ich in verschiedenen Diskussionen von einigen Usern hier im Forum ziemlich verunsichert worden, dass der erforderliche Volumenstrom in unserer Anlage niemals gegeben sein würde, bzw. nur mit immensem Antriebsenergieaufwand zu erreichen wäre.

Dass das nicht so ist, weiß ich seit der Inbetriebnahme unseres modulierenden Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblocks, der sogar bei bestimmten klimatischen Bedingungen im Außenbereich regelmäßig den Verdampfer Abtauen muss und dabei heizwasserseitig mit der integrierten Hocheffizienzumwälzpumpe gute 1.700 l/h durch den Verflüssiger drückt.

@Groxo.
Du solltest meiner Meinung nach eine vollmodulierende Sole-Wasser-Erdwärmepumpe nehmen, an derer Steuerung die Einstellungen so zu variieren sind, dass eine ordentliche Anpassung der Spreizung bzw. des Volumenstroms hinzubekommen ist.

Der bei uns im Haus vorhandene Heizkörperkreis funktioniert ähnlich wie Dein Einrohrsystem.
Das Heizwasser strömt mit um 1.000 l/h durch die Hydraulik. Zwischen Vorlauf und Rücklauf dieses Systemteils sind ziemlich konstant 2 bis 3 Kelvin Spreizung gegeben.
Es sind in diesem Gesamtsystemteil ungedrosselte Einzelheizkreise (3x FBH und 2x Hühnerleiter) integriert, durch die das Hausheizkreiswasser konsequent direkt vom Vor- bzw. zum Rücklauf des jeweiligen Etagenheizkreisverteilers strömt.
Zusätzlich sind neun Heizkörper vorhanden, bei denen die Verbindung von Vor- und Rücklauf im Hahnblock (grünes Kreuz in unten folgendem Bild) komplett offen ist.
Der voreinstellbare Ventileinsatz dieser Heizkörper ist so justiert, dass die gewünschte thermische Behaglichkeit im einzelnen Raum während der gesamten Heizperiode passt.
Da strömt praktisch immer konstant die Menge Heizwasser, die aufgrund der fixen Voreinstellung nicht durch den Heizkörper kann, direkt zum Etagenheizkreisverteiler zurück.



Von daher wäre ich an Deiner Stelle nicht so beunruhigt.
Es gibt bestimmt Möglichkeiten die Hydraulik so aufzupimpen, dass es keinen Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis braucht!

Verfasser:
Groxo
Zeit: 13.02.2020 10:26:15
0
2913421
Okay. Ich fasse zusammen. Ob eine WP bei mir möglich ist, hängt entscheidend davon ab, welcher Volumenstrom möglich ist.

Ich kann die Rechnung leider nicht nachvollziehen/selbst anpassen.

1) Ihr habt mit 15,5kW gerechnet. Ist beim Schornsteinfeger-Modus nicht eher mit 17kW zu rechnen und wie würde sich das Ergebnis dann verhalten?
2) Wie sähe das Ergebnis bei 20K Spreizung? Schlechter vermutlich. Ich lasse es heute Abend dennoch mal 30 Minuten laufen.
3) Es besteht ggf. die Möglichkeit noch zwei HK auszutauschen/zu vergrößern. Wäre das irrelevant (bez. auf den Volumenstrom) oder in meinem Fall dienlich/hinderlich?
4) Das greift nun sehr voraus. Aber zum Verständnis. Mein Ziel sollen offene Bypass-Ventile sein? Also dass möglichst viel an den HK vorbei strömt? Und ich schließe sie nur dann step-by-step wenn ich trotz maximaler HK-Ventileinstellung nicht genug Wärme in den Raum bekomme?

ERR benötige ich maximal in den ein (bis zwei) KiZi, um von 21° tags auf kühlere Nachttemperaturen abzusenden. Ansonsten ist die Familie bereit sich einzustellen, auch auf anderes Duschverhalten.

Aber mal ehrlich. Meine Heizung ist so suboptimal für WP. Wenn es bei mir geht, dann geht es überall. Glücklicherweise habe nicht ich die Einrohrheizung verbrochen, sonst hätte ich mich längst geärgert. Aber austauschen oder Aufputz ist binnen der nächsten 10-20 Jahre nicht geplant. Wurde bei der Renovierung verpennt, da ich da ehrlich gesagt nicht mal wusste, dass ich eine Einrohrheizung besitze.

4) Und nochmal konkret. Welche Besonderheit muss ein HB bei mir (im Gegensatz zu einem Zweirohrsystem) beachten bzw. mit einbauen, dass es funktioniert und abgeglichen werden kann?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.02.2020 19:24:18
0
2913728
Die allerbeste Option wäre, wenn die Rückläufe aller Heizkörper runter bis zur Verteilung im Kesselraum neu verrohrt werden würden und in diese Leitungen z.b. ein Tacosetter-Rondo je Heizkörper integriert werden könnten.

Verfasser:
Groxo
Zeit: 13.02.2020 19:36:59
0
2913735
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Die allerbeste Option wäre, wenn die Rückläufe aller Heizkörper runter bis zur Verteilung im Kesselraum neu verrohrt werden würden und in diese Leitungen z.b. ein Tacosetter-Rondo je Heizkörper integriert werden könnten.


Zitat von Groxo

Aber austauschen oder Aufputz ist binnen der nächsten 10-20 Jahre nicht geplant.


Aber für manche Leidensgenossen sicherlich interessant, dass es sowas gibt.

Ich habe nun nochmal den Test gemacht und 30 Minuten laufen lassen. 16K - 18K Spreizung. So genau lässt sich das nicht ablesen.

Die Beantwortung der Fragen s. oben, würde mich aber wirklich noch interessieren.

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