Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Schornstein zu, woher kommen Ablagerungen
Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 13:05:20
0
2914076
Hallo,
ich habe zwar eine Daikin Split Klima, heize aber vorzugsweise mit Holz. Ich verbrenne nur extrem trockenes Buchenholz, das ich als Reste der Möbelindustrie beziehe. Der Schornstein zog zu Beginn der Heizperiode sehr gut, aber nun seit ein paar Tagen nicht mehr. Im Ofenrohr zum Schornstein und auch im Schornstein konnte ich dicke, teerartige Ablagerungen sehen, um sie aus dem Ofenrohr zu entfernen, brauchte ich einen Spachtel. Woher kommen diese Ablagerungen, und wie beseitigt man sie? Kann Brennholz zu trocken sein?

Schornsteinfeger ist schon angesprochen, habe aber noch keine Antwort erhalten. Würde mich über weitere Meinungen aus dem Forum freuen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 13:15:57
0
2914084
Bitte Bilder Bilder BIIILDER !!

https://www.bilder-upload.eu/

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 13:41:52
0
2914101
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Bitte Bilder Bilder BIIILDER !!

https://www.bilder-upload.eu/


Geht jetzt schlecht, aber das Zeugs ist genau das, was man im Netz sehr häufig als Glanzruss auf Bildern sehen kann (https://de.wikipedia.org/wiki/Glanzru%C3%9F). Das ist ein richtig teerartiges Zeugs, das ich aus dem Ofenrohren nur mit dem Spachtel abbekommen habe. Im Netz wird aus Maßnahme Ausbrennen, Ausschlagen oder Ausschlämmen empfohlen, immer natürlich durch den Schornsteinfeger.

Mich interessiert eher, woher das in so kurzer Zeit kommen kann. Das ist ein neuer, 4,6 Meter hoher gemauerter Schornstein mit gedämmtem 160 mm Keramikrohr. Am Schornstein ist nur ein einziger Kaminofen angeschlossen. Verbrannt wird ausschließlich extrem trockenes Buchenholz, und das erst seit Mitte des letzten Winters.

Ursache wird wohl ein Bedienungsfehler sein, denn am Schornstein kann's kaum liegen. Beim Anheizen hab' ich mich auf Hinweise auch hier aus dem Forum verlassen, nämlich das Holz im Brennraum aufzuschichten, und von oben anzuzünden. Dadurch ist IMO die Temperatur im Ofen einige Zeit nicht besonders hoch. Nach etwa einer Stunde war dann aber eine gute Glutschicht vorhanden, die auch sehr heiss war. Kann es sein, dass der Glanzruß aus der Anzündphase kommt?

Das Ganze ist noch eine Baustelle. Der Schornsteinfeger hat sich letzten Sommer den neu gebauten Schornstein angesehen und für gut befunden.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 13:56:31
0
2914112
Klare Feuerungs-Defizite !

HOLZ zu groß, zu klobig, zu feucht, zu viel Rinde

Anfeuern zu langsam: mehr Anzündmaterial aufbringen

Primär/Sekundärluftzuführung mangelhaft/gestört/falsch

Drosselklappe nicht geschlossen ?


Wasn das fürn Ofen genau?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 14:08:33
0
2914119
Hier bitte:

Optimal Anfeuern und rauchfrei heizen nach Dr Schorni


- Rost freimachen und Aschekasten leeren, Drosselklappe im Rohr ganz öffnen

- zwei dreikantige Holzscheite (bis 10cm Durchmesser) längs so hinlegen, dass die Rinde außen ist und die Schnittflächen nach innen geneigt sind. So ergibt sich zwischen den Scheiten eine Mulde. Hier sollte ca 1 cm Spalt entstehen, durch den dann die Luft gezielt hindurchströmt.

- in gleicher Ausrichtung diese Mulde mit 2-5cm starken Scheiten auffüllen, bevorzugt gespaltenes Nadelholz

- darauf kommen ein bis zwei wachsgetränkte Anzünder, daran werden in gleicher Ausrichtung vier bis sechs fingerdicke Anzündhölzer dicht gestapelt

- Primärluft unter dem Rost ganz öffnen, Sekundärluft schließen

- Anzünder anbrennen, Ofentür nur anlehnen, nach drei Minuten schließen

- das Feuer brennt nun nahezu rauchfrei nach unten in der Mulde zwischen den beiden Holzscheiten

- sobald die Flammen ganz hochschlagen Sekundärluft öffnen, Primärluft halbieren

- wenn die Flammen ganz klein werden einen größeren Scheit in die Mulde nachlegen und damit nochmals den Brennraum aufheizen

- so immer ein bis zwei Scheite mit der gespaltenen Seite zur Glut nachlegen

- Braunkohlebrikett mit nebengelegtem Holzscheit kräftig anfeuern und komplett durchglühen lassen vermeidet teerigen Belag an Ofenscheibe, Rohr und Schorn-stein

- die Abbrandgeschwindigkeit mit Schließen der Drosselklappe im Rohr regulieren, nicht über die Luftschieber. Drosselklappe vor dem Nachlegen ganz öffnen

- die Wärmeleistung über die aufgelegte Brennstoffmenge regulieren. Schwelbrand unbedingt vermeiden, dies kann zu Glanzruß und einem Schornsteinbrand führen.

- wird es im Raum zu warm, lassen Sie das Feuer lieber ausgehen, nutzen Sie die gespeicherte Nachwärme des aufgeheizten Ofens

- kontrollieren Sie die Restfeuchte in Ihrem Brennholz (max. 20%)

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 14:25:36
0
2914125
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Klare Feuerungs-Defizite !

HOLZ zu groß, zu klobig, zu feucht, zu viel Rinde

Anfeuern zu langsam: mehr Anzündmaterial aufbringen

Primär/Sekundärluftzuführung mangelhaft/gestört/falsch

Drosselklappe nicht geschlossen ?


Wasn das[...]


Der Ofen ist schon etwas älter und hat keine Plaketten o.ä., die Hinweise auf den Hersteller geben. Er sieht so ähnlich aus wie der hier: https://toom.de/p/kaminofen-jupiter-typ-10863-6-kw/. Aber er hat nicht nur einen Öffnungsschieber unten für Luft durch den Rost, sondern auch einen für die Scheibenspülung, und einen oberhalb der Tür. Drosselklappe im Ofenrohr habe ich nicht.

Das Holz hat gar keine Rinde und ist eher klein. Viel kleiner als die üblichen Scheite, ungefähr 20 cm lang und 5 cm Kantenlänge. Es ist glatt gesägt. Und es ist extrem trocken, eben die unbrauchbaren Abschnitte aus der Möbelproduktion. Hier ist der Link zum Lieferanten mit Bild.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 14.02.2020 14:31:12
1
2914129
Wie viele Scheite brennen denn gleichzeitig (sollten mindestens 2 sein) und wie ist während des laufendes Abbrandes die Einstellung von Primär- und Sekundärluft?

Wenn das Holz trocken und nicht zu grobstückig ist, könnte es daran liegen, dass das Feuer nicht genügend hohe Abgastemperaturen erzeugt, weil zu wenig Holz mit zu wenig Verbrennungsluft brennt.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 15:01:07
0
2914147
Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Wie viele Scheite brennen denn gleichzeitig (sollten mindestens 2 sein) und wie ist während des laufendes Abbrandes die Einstellung von Primär- und Sekundärluft?


Beim Anzünden habe ich einen Stapel aus 5 bis 6 dieser kleinen Scheite. Beim Nachlegen kommen typischerweise alle 1 bis 1,5 Stunden 3 dieser Scheite auf die Glut, diese Scheite wiegen dabei etwa 1,5 kg. Daraus ergibt sich IMO eine Heizleistung von ca 3 bis 4 kW, was für diesen Ofen normal sein sollte. Nachgelegt wird erst, wenn nur noch Glut da ist und keine sichtbaren Flammen mehr. Beim normalen Brand hab ich die Scheibenspülung offen und die untere Luftzufuhr 3/4 geschlossen. Die Luftzufuhr oberhalb der Tür habe ich immer geschlossen.

Zitat von Texlahoma Beitrag anzeigen
Wenn das Holz trocken und nicht zu grobstückig ist, könnte es daran liegen, dass das Feuer nicht genügend hohe Abgastemperaturen erzeugt, weil zu wenig Holz mit zu wenig Verbrennungsluft brennt.


Sollte ich diesen Ofen mit weiter geöffneter unterer Luftzufuhr betreiben? Ich habe gelesen, dass beim normalen Brand diese am besten völlig geschlossen sein soll, und die Luft nur über die Scheibenspülung kommt. Bei völlig geöffneter unterer Luftzufuhr verbrennt das Holz mit höherer Wärmeleistung natürlich viel schneller. Zu schnell für meinen Rohbau.

Oder brauche ich eine Schornsteinverlängerung?

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 14.02.2020 15:01:34
0
2914148
Teerbildung lässt auf zu viel Wasser(dampf) schließen. Warscheinlich ist die Flammentemperatur zu niedrig und zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum. Kann auch sein, dass da noch Wasser im Schornsteinmauerwerk ist, dass jetzt erst verdunstet. Einfach mal weiter betreiben und in einem Monat noch mal berichten.

edit: gib oben mehr Luft, das sollte die Zeitluft sein, die die Abgastemperatur erhöht. Unten erst mal so lassen und dann während des Abbrands noch ein bisschen weiter zu machen

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 14.02.2020 15:08:15
1
2914152
Ich würde mal mit etwas mehr Primärluft experimentieren.

Wenn die Scheibenspülung voll geöffnet ist (Sekundärluft), dann kannst Du die Leistung des Ofens über die Primärluft (unten) regeln. Mehr Leistung = höhere Abgastemp.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 15:13:57
0
2914157
Zitat von Karl-Heinz Groß Beitrag anzeigen
Teerbildung lässt auf zu viel Wasser(dampf) schließen. Warscheinlich ist die Flammentemperatur zu niedrig und zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum. Kann auch sein, dass da noch Wasser im Schornsteinmauerwerk ist, dass jetzt erst verdunstet. Einfach mal weiter betreiben und in einem Monat noch mal berichten.

edit: gib oben mehr Luft, das sollte die Zeitluft sein, die die Abgastemperatur erhöht.


Die Idee mit dem Wasser im Schornsteinmauerwerk ist zwar gut, aber das kann ich ausschließen, weil ja v.a. das Ofenrohr zwischen Ofen und Schornstein zu ist. Und viel Feuchte ist da auch nicht im Bau, denn da geht es um Sanierung, und v.a. um Trockenbau. Diesen Winter habe ich täglich geheizt.

Weiter betreiben kann ich die Heizung erst mal nicht, sondern warte auf den Schornsteinfeger. Mal sehen, was der sagt.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 15:16:45
0
2914162

Der Ofen ist schon etwas älter und hat keine Plaketten o.ä., die Hinweise auf den Hersteller geben.


DANN hat er sicher keine BImSchV-Zulassung. Abgenommen ist er auch nicht....


Das "viereckige Ölfass" Wamsler Jupiter hat KEINE steuerbare Scheibenspülung.

Primärluft unterm Rost sollte immer mind 25% offen sein.

Besteht der Feuerraumboden komplett aus Gußeisen oder ist der Rostflächenanteil über 30% so ist das tendeziell per se SCHLECHT für eine gute artgerechte Holzverbrennung.

Für einje gute (Holz)feuerung gelten die drei T:

TEMPERATUR - die Feuerraumtemperatur muss schnell möglichst hoch sein

TURBULANCE - die Vermischung Luft + Brenngas muss innig sein

TIME - es muss genügend Verweilzeit gegeben sein damit alles optimal abläuft

viertes T von mir : T-olerance - der Feuerraum muss so hoch seinj dass die Flamme möglichst berührungsfrei ausbrennen kann

Für alle Ts , vor allem fürs VORletztere, ist eine Drosselklappe fast immer BEDINGUNG.

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 15:39:04
0
2914175
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

Der Ofen ist schon etwas älter und hat keine Plaketten o.ä., die Hinweise auf den Hersteller geben.


DANN hat er sicher keine BImSchV-Zulassung. Abgenommen ist er auch nicht....


Das "viereckige Ölfass" Wamsler Jupiter hat KEINE steuerbare[...]


Mir ist schon klar, dass das ein nicht mehr zulassungsfähiger Kaminofen ist. Ist halt ein Baustellenofen in einer Baustelle. Aber der hat früher ja auch Häuser problemlos beheizt. Und wie ich schon schrieb: er sieht ungefähr so aus wie der im Link, hat aber 3 steuerbare Luftöffnungen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 15:47:36
4
2914179
Ja, versteh ich ja auch alles.

Aber Fakt ist: der Ofen ist illegal.

Der Ofen ist technisch billig aufgebaut, denn ein Teil der "Bedingungen" funktionieren hier nicht, daher kommt der Glanzruß.

Was für nen Rost/Feuerraumboden hat der denn nun?

Sind alle Umlenkungen richtig drin?

Wird eine Feuerzeugflamme, senkrecht in den ca 3cm breiten Türspalt gehalten, sehr stark umgelenkt?


Scheinbar funktioniert draußen die ganze Kaminwelt nicht mehr, beim kreitmayer ist das so und beim Rene ebenso. Soll ich mich mal anziehen und schonmal tanken fahren....?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 16:14:08
0
2914195
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Ja, versteh ich ja auch alles.

Aber Fakt ist: der Ofen ist illegal.

Der Ofen ist technisch billig aufgebaut, denn ein Teil der "Bedingungen" funktionieren hier nicht, daher kommt der Glanzruß.


Der Nachbar, von dem ich ihn habe, hat den vor vielleicht 10 oder 15 Jahren neu gekauft und hat ihn regelmäßig ganz legal erst in seiner früheren Wohnung, und dann in seiner Baustelle neben der meinen genutzt. Der hatte nie Probleme mit Glanzruß. Und weil ich eher deutlich trockeneres Holz verheize ale er, wähnte ich mich da auf der sicheren Seite.

Das Legalitätsproblem löst sich, wenn ich im Herbst den geplanten neuen Kaminofen kaufe, einbaue und danach ins Haus einziehe.

Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

Was für nen Rost/Feuerraumboden hat der denn nun?


Scheint Guß oder Stahl zu sein. Da sind quer zur Öffnung drei Luftschlitze im Boden über dem Aschekasten.

Bei mir hat der Ofen zunächst sehr gut funktioniert und gut (eher zu gut) geheizt. Feuerzeugflammenprobe habe ich nie gemacht, und jetzt ist er ja sowieso zu.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 16:32:33
0
2914202
Der Nachbar, von dem ich ihn habe, hat den vor vielleicht 10 oder 15 Jahren neu gekauft und hat ihn regelmäßig ganz legal erst in seiner früheren Wohnung,

Ja, damals hat er ja auch die Anforderungen eingehalten...


Reine Gußrost ist nicht ganz sooo guuuut, geht aber meist trotzdem, hat ja bislang auch immer funktioniert.

Aber genau DAS ist ja das Merkwürdige
. WAS ist da bloß plötzlich dran??

Glanzruß hat zwei Grundursachen:

- Feuchte aus Brennstoff oder Luft die bei zu geringen Temperaturen mit Ruß kondensiert

- Teere/Kohlenstöffe die nicht vollständig verbrennen und kondensieren

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 14.02.2020 16:45:16
4
2914211
Tom,

Du hast doch die Ururu warum heizt Du dann mit Holz ?

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 17:17:54
1
2914231
Zitat von wildbarren Beitrag anzeigen
Tom,

Du hast doch die Ururu warum heizt Du dann mit Holz ?


Weil ich Feuer gerne habe. Ich bin bekennender Pyromane. Im Lauf der noch nicht beendeten Sanierung meines Alterssitzes habe ich als allererstes die Terrasse gebaut, mit einem ordentlichen Holzbackofen, einer riesigen Feuerstelle, und einem ordentlichen Grillplatz. Also drei mal mehr oder weniger offenes Feuer draußen, und einmal mehr oder weniger offenes Feuer drinnen. Ich hatte mir sogar noch überlegt, auch in der Küche einen Grill-Kamin mit offenem Feuer anzulegen, aber das ist mangels Platz und echtem Bedarf dann doch gestorben.

Die Split-Klima brauche ich eigentlich nur, wenn ich mal für ein paar Tage weg bin und das Haus frostfrei halten will. Oder wenn ich mal infolge Krankheit oder Altersschwäche das ständige Holznachlegen leid bin ...

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 17:26:28
0
2914238
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Aber genau DAS ist ja das Merkwürdige. WAS ist da bloß plötzlich dran??

Glanzruß hat zwei Grundursachen:

- Feuchte aus Brennstoff oder Luft die bei zu geringen Temperaturen mit Ruß kondensiert

- Teere/Kohlenstöffe die nicht vollständig verbrennen und kondensieren


Du hast mir damit jedenfalls schon auf die richtigen Überlegungen geholfen. Teer und andere Kohlenwasserstoffe müssen durch hohe Temperaturen gespalten werden, die Spaltprodukte verbrennen dann. Und es darf nicht viel Wasser im Abgas sein.

Aus dem Brennstoff kann die Feuchte nicht kommen. Aus dem Raum auch eher nicht (wird ja bisher noch nicht mal bewohnt). Bleibt zu niedrige Temperatur. IMO kann es nur an fehlendem Schornsteinzug liegen. Solange der Schornstein mit Glanzruß/Teer noch nicht völlig zu war, hat er ausreichend gezogen, um ein gut wärmendes Feuer in Gang zu halten. Dabei sind aber wg zu wenig Zug die Abgase zu lange im Schornstein geblieben und wurden zu stark gekühlt. Das war dann ein fortschreitender Prozess. Ich erinnere mich, dass ich trotz sehr heisser Glut im Ofen das Ofenrohr problemlos anfassen konnte, ohne mir die Finger zu verbrennen.

Kann es also an einem zu kurzen Schornstein liegen? An der Regenhaube, die zu viel Gegendruck aufbaut?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 17:44:44
0
2914252
Schornstein, Ofen und Auftrieb/Zug sind ein sich gegenseitig beeinflussendes chaotisches System. Hat man keine große Temperaturdifferenz gibts kaum Auftrieb gibts wenig Feueranfachung gibt keine große Temperaturdifferenz gibts kaum....

Ich erinnere mich, dass ich trotz sehr heisser Glut im Ofen das Ofenrohr problemlos anfassen konnte, ohne mir die Finger zu verbrennen.

Scheint ein außerschwäbisch-globales Problem grad zu sein, Kreitmayrs Uwe hats gleiche!


Kann es also an einem zu kurzen Schornstein liegen?


"Sollten" mind 5m ab Anschluß sein, die meisten funktionieren aber auch mit 3m


An der Regenhaube, die zu viel Gegendruck aufbaut?


Nicht sooo superklasse, aber die allermeisten funktionieren auch so, Abstand hier mind 16cm!

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 14.02.2020 17:58:22
0
2914265
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Ich erinnere mich, dass ich trotz sehr heisser Glut im Ofen das Ofenrohr problemlos anfassen konnte, ohne mir die Finger zu verbrennen.

Scheint ein außerschwäbisch-globales Problem grad zu sein, Kreitmayrs Uwe hats gleiche!


Ich kenne zwar Kreitmayrs Uwe nicht, aber irgendwie ist das faszinierend. Ändern sich vielleicht gerade eben die Naturgesetze?

Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

Kann es also an einem zu kurzen Schornstein liegen?

"Sollten" mind 5m ab Anschluß sein, die meisten funktionieren aber auch mit 3m


Naja, mein Schornsteinfeger meinte, dass er mit 4 Metern über dem Feuerrost zufrieden ist, weil das die physikalisch relevante Höhe ist. Es sind dann 4,30 über Rost geworden, aber nur ca 2,70 über dem Anschluss. Es hätte einfach blöd ausgesehen, wenn über dem kleinen Bungalow ein Pimmel steht, der genau so hoch über das Haus hinausragt, wie das Haus selbst hoch ist.

Ich schätze, ich werde da mal um einen Meter verlängern.

Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

An der Regenhaube, die zu viel Gegendruck aufbaut?

Nicht sooo superklasse, aber die allermeisten funktionieren auch so, Abstand hier mind 16cm!


Da habe ich mehr als das Doppelte.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 14.02.2020 18:30:28
0
2914277
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Für alle Ts , vor allem fürs VORletztere, ist eine Drosselklappe fast immer BEDINGUNG.

Sag mal welchen Unterschied macht es, ob ich den Luftdurchsatz durch den Ofen per Drosselklappe reduziere oder per Luftschieber?
Außer natürlich ich mache die Tür auf, dann wird der Zug ggf. durch die Drosselklappe begrenzt.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 14.02.2020 18:33:10
2
2914279
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Aus dem Brennstoff kann die Feuchte nicht kommen.


Bist Du da absolut sicher?
Oder glaubst Du dem Verkäufer?

Mir wurde schon "kammergetrocknetes Holz" angeboten, das innen drin triefnass war.

Holzfeuchte kann man mit einfachen Einstechmessgeräten ganz gut messen, wichtig ist aber eben nicht eine der vorhandenen Oberflächen zu messen, sondern das Holz zu spalten (nicht sägen!) und dann mitten in der Spaltfläche zu messen.

Grüße
Martin

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 18:58:19
0
2914289

Ich kenne zwar Kreitmayrs Uwe nicht, aber irgendwie ist das faszinierend. Ändern sich vielleicht gerade eben die Naturgesetze?


Die Welt, MEIN jahrzehntealtes Universum scheint im Umbruch zu sein....

Wo der Kreitmayer grad im Forum ist weiß ich nicht, er hat glaub den Schornstein gesprengt

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.02.2020 19:00:30
0
2914293
Aktuelle Forenbeiträge
ChriM schrieb: Hi, die verzinkte Muffe am Speicher sieht nach 3/4" aus, die MS Muffe am Speicherrücklauf nach 1"! Die Kunststoffrosette...
Neubau Sinnersdorf schrieb: Hallo Jan, der reine Aufpreis für die Variante mit PC ist ja am freien Markt verhältnismäßig ok. Die Frage ist, ob ich...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Website-Statistik