Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Altbau Bungalow -> neues Satteldach
Verfasser:
Mel222
Zeit: 14.02.2020 12:37:38
0
2914061
Hallo liebe Experten,
wir wohnen in einem 100 qm Bungalow von 1974. Es befindet sich in der Mitte von 2 anderen Bungalows. Mauer an Mauer. Vor dem Haus befindet sich ein kleiner Garten. Das Grundstück ist nur 290 qm groß.
Nun ist das Flachdach defekt und wir dürfen und wollen ein neues Satteldach bauen. Nun zu der aktuellen Heizung: ein Oel-/Gas-Heizkessel Hoval Euro-3 18 inkl. TT23S Dreizug-LowNOx-Niedertemperaturkessel. Der Heizkessel wird mit Öl betrieben und ist in einem guten Zustand.
In allen Räumen wird mit Heizkörpern geheizt.
Da wir für das Dach schon ein große Summe aufwenden müssen, haben wir uns überlegt einen Schornstein und Kamin anzuschaffen, inkl. Wassertasche um den Heizkessel zu unterstützen. Im EG sollten Heizkörper bleiben und im OG Fußbodenheizung installiert werden. Außerdem eine Photovoltaik aufs Dach.
Nun war der Heizungsinstallateur vor Ort um sich alles anzusehen und uns ein Angebot zu machen. Natürlich :) hat er uns etwas besseres empfohlen. Eine Luftwärmepumpe! Und er würde im EG dann natürlich eine FBH nachrüsten da die Luftwärmepumpe sonst nicht effizient ist. Ich vermute mal, dass wird unser Budget völlig überschreiten, trotz Fördermöglichkeiten.
Meine Frage an die Experten: wie würdet ihr dieses Haus heizen, ohne das es völlig unser Budget sprengt?
Vielleicht hat jemand eine Idee, wie man Stück für Stück umstellen könnte, auf eine regenerative Energiequelle? Uns ist klar, das wir nicht ewig mit Heizöl weiter machen können, aber wir haben auch keine 30.000 € übrig um die Gesamte Heizung zu erneuern. Danke schon mal für jeden Tipp :)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 14.02.2020 12:49:56
0
2914070
Hi,

als Laie würde ich sagen, lass Ofen und Kamin weg und von dem gesparten
Geld baust Du FBH im EG ein und hast vielleicht noch was übrig.
Damit währest Du dann für die Zukunft für alle Heizsysteme gut aufgestellt.

Den Dachaufbau würde ich sehr gut dämmen, vielleicht auch die Kellerdecke,
so vorhanden, dann reicht u.U. eine preisgünstige 5 kW Monoblock-Luftwärme-
pumpe, wie die hier viel beschriebene "Geisha", "Heisha", die man jetzt oder
später, für Heizung und Warmwasser einsetzen könnte.

Über PV würde ich auch nachdenken. Die trägt sich i.d.R. über Vergütung
und Eigenverbrauch mindestens selber, auch finanziert.

Grüsse

winni

Verfasser:
Socko
Zeit: 14.02.2020 12:54:44
0
2914072
Eine kontrollierte Wohnraumlüftung kann viel bringen. Allerdings auch die entsprechende Wartung.

Gescheiter Pufferspeicher im System wäre auch eine Sache.

"Ofen" ist Spielerei die in erster Linie Geld kostet, aber das will keiner hören der keine Waldwirtschaft hat und vor "dem warmen Kamin" sitzt.

Verfasser:
Mel222
Zeit: 14.02.2020 13:40:18
0
2914099
Danke für die Antworten Winni und Socko.

Ja das ist so ne Sache mit dem Kamin...
Stimmt schon was ihr schreibt. Ich bin halt eine verfrorene Frau und sehe mich romantisch vor dem Kamin sitzen :D

Empfohlen wurde uns eine LWP von idm-energie
Die Geisha und Heisha muss ich mir mal anschauen.
Ich frage mich auch wie anfällig LWPs sind? Habe schon einiges gelesen. Der eine schreibt das er häufig Probleme hat, der andere lobt die LWP.
Oft las ich, wenn die LWP schlecht eingestellt ist, ist die Haltbarkeit weitaus kürzer.
Ist auch klar, aber woher soll ich wissen ob sie optimal eingestellt wurde? Wenn frägt man dann? Einen Energieberater?

@Socko
Was meinst du mit "gescheiter Pufferspeicher"?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.02.2020 13:45:21
0
2914103
Am besten liest man sich hier durch das Forum - da sind eigentlich alle Informationen vorhanden in den verschiedenen Threads wie man das richtig macht.
Die Dämmvorschläge passen schon, man könnte auch noch einen Blick auf die Scheiben werfen, ob eventuell die Fenster ältere Gläser haben, dann könnte man bei schlechtem Rahmenzustand die rahmen tauschen oder bei gutem Zustand die Rahmen lassen und die Scheiben tauschen.

Statt Fussbodenheizung im EG kann man auch Wand oder dEckenheizung installieren, auch hierzu kann man die Suchfunktion bemühen. Man kann aber oft acuh eine Fussbodenheizung in den bestehenden Estrich fräsen, was ebenfalls weniger grosse Baumaßnahmen nach sich zieht.

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 14.02.2020 13:47:04
0
2914105
Ich hoffe ihr habt die möglichen Fördergelder von bafa+kfw im Blick und einen Energieberater dazugeholt?

Verfasser:
sukram
Zeit: 14.02.2020 13:48:16
1
2914106
Für die Abschaffung eines Ölkessels gibt's grade bis zu 45% Staatsknete auf alles (außer Tiernahrung) von der BAFA.

Und bis 2026 ~21ct/l CO2-Bepreisung auf's Öl.

(ist das mit der Bedachung behördlich geklärt? Bekannter wollte das auch, der alte Bebauungsplan & Nachbarn nicht...)

Verfasser:
Mel222
Zeit: 14.02.2020 19:28:50
0
2914316
Eine erste Energieberatung hatten wir kostenlos vom Verbraucherschutz.
Und wir holen dann einen dazu für KFW und Bafa.
Behördlich ist alles geklärt und Dach ist genehmigt.

Verfasser:
passra
Zeit: 14.02.2020 20:11:10
2
2914339
Wie würde ich heizen? So wie jetzt auch.

Wenn das Geld momentan durch den Dachbau knapp ist, warum willst du dann zwanghaft die Heizung auch mit umbauen?
Ich würde erst mal das Dach mit viel Dämmung UND PV machen. Wenn Kaminofen, dann OHNE Wassertasche und mit Außenkamin, nicht teuer mitten durchs Haus.
Dann in die Heizung einen WMZ einbauen und versuchen, Verbrauch und Vorlauftemperatur abzusenken, z.b. mittels Durchheizen.
Wenn dann in ein paar Jahren wieder ausreichend Geld für einen Heizungsumbau da ist, dann Umbau auf WP. FBH muss nicht zwingend sein, funktioniert auch mit Heizkörpern.

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 14.02.2020 20:52:00
1
2914358
Was bedeutet wir?
Betrifft das nur dich oder allde 3 Partien?
Wenn Du ein RMH hast dürfte Dein Energieverbrauch
nicht so hoch sein, oder?

Verfasser:
silence63
Zeit: 14.02.2020 21:59:20
0
2914386
Moin,

interessant wäre noch, wo das Haus steht...PLZ bzw. Normaußentemperatur .

Gruß von Thomas

Verfasser:
Mel222
Zeit: 18.02.2020 17:47:50
0
2916574
Ich habe noch seeeehr viiiiiiele Erfahrungsberichte gelesen. Je mehr ich lese, umso unsicherer werde ich :(

So viele unterschiedliche Erfahrungsberichte mit Luftwärmepumpen. Scheint auch sehr anfällig zu sein bei Frost. Wohne im bayerische Voralpenland, also Frost vorprogrammiert.
Es wirkt so auf mich, als wären regenerative Energiequellen einfach nicht ausgereift bzw. die Geräte/Technik die man dazu braucht.

Ringgrabenkollektoren, von denen viele sehr begeistert sind, sind bei uns nicht möglich. Wir sind zwischen 2 Häusern, Mauer an Mauer, und haben nur einen sehr kleinen Garten (ca. 80qm)

Ich denke darüber nach einfach nur von Heizöl auf Gas umzustellen.
Um Energie zu sparen eine PV aufs Dach und Schluss.

Wir haben einen Hoval Öl/Gas Heizkessel Euro 3 von 2004. Ich vermute, wie der Name schon sagt, kann der Heizkessel auf Gas umgestellt werden?

Was denken die Experten? Erst mal auf Gas umstellen und die weitere Entwicklung der Technologien abwarten?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.02.2020 18:10:32
0
2916585
Nein, würde ich als Laie sagen.

Die Wärmepumpen sind schon "ausgereift", wo es fehlt, ist beim
Know-How der Heizungsbetriebe und bei den Betreibern.

Wenn Du bereit bist Dich mit der richtigen Betriebsweise einer
Wärmepumpe zu beschäftigen und die Ausführungsdetails
hier "absegnen" lässt, wird eine Wärmepumpe i.d.R. problemlos
und wirtschaftlich laufen.
Du sparst Dir den Gasanschluß und Schorni und die "Wartung"
kannst Du ohne große Kenntnisse selber machen.
(Ausseneinheit gelegentlich reinigen, Heizungsdruck im Auge
behalten, Schmutzsieb gelegentlich reinigen)
Die Daikin-Luftwärmepumpe meiner Mutter läuft seit bald 10
Jahren ohne größere Zuwendung.

Und Deine PV kann der Wärmepumpe Energie liefern, der Gasheizung
nur für etwas Betriebsstrom. So kannst Du z.B. dann mit der Wärmepumpe
im Sommerhalbjahr fast immer mit PV-Strom Warmwasser bereiten,
während die Gasheizung dafür Gas verbrennen würde.

Grüsse

winni

Verfasser:
Mel222
Zeit: 18.02.2020 18:33:50
0
2916602
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Nein, würde ich als Laie sagen.

Die Wärmepumpen sind schon "ausgereift", wo es fehlt, ist beim
Know-How der Heizungsbetriebe und bei den Betreibern.

Wenn Du bereit bist Dich mit der richtigen Betriebsweise einer
Wärmepumpe zu beschäftigen und die[...]



Danke für deine Antwort Winni.
Ok. Dann warte ich mal ab, was der Installateur für ein Angebot vorbringt und stelle dieses hier vor.

Du denkst, dass ich die Stromkosten eines frostigen Winters dann im Sommer wieder rein bekomme, dadurch das sich das Warmwasser durch die PV bereitet?
Habe da einige Gruselgeschichten gelesen zu LWP und Frost, wie tägliches Eis abschlagen von der LWP, horrende Stromkosten durch das einschalten des Heizstabes...
Wir haben einen riesigen Keller. Vielleicht wäre es besser die LWP im Keller aufzustellen?

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 18.02.2020 18:55:17
0
2916621
Zitat von Mel222 Beitrag anzeigen
Wir haben einen riesigen Keller. Vielleicht wäre es besser die LWP im Keller aufzustellen?

Nein, eine Luftwärmepumpe holt sich die Energie aus der Umgebungsluft. Im Keller gestellt würdest du ziemlich schnell einen Eiskeller produzieren :-)

Es gibt aber zwei Arten von Luftwärmepumpe: Monoblock (Alles in einem Gerät draußen, Heizwasserleitungen führen nach außen), und Splitgeräte. Dort ist draußen nur der "Luftwärmetauscher", der die Energie aus der Außenluft holt. Der Rest mit Heizkreispumpe, Kompressor etc. ist dann innen im Keller. Dazwischen liegen Kältemittelleitungen, kein Heizungswasser.

Und ja, bei Luftwärmepumpe ist gute Auslegung der Heizflächen und richtiger Betrieb wichtig, damit sie mit geringer Vorlauftemperatur arbeiten können. Da hilft dir aber das Forum wenns soweit sein sollte. Denn die nötige Heizwassertemperatur, die eine Wärmepumpe bereitstellen muss, ist absolut entscheidend für die Effizienz.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.02.2020 19:21:33
0
2916633
Es wäre etwas wenig, wenn die Warmwasserbereitung im Sommer
einen ineffizienten Betrieb im Winter ausgleichen müßte...

Es gibt den Begriff der Jahresarbeitszahl, JAZ.
Das heißt, ich teile den Jahreswärmeverbrauch für Heizen und Warm-
wasser durch den Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe.

Gute Luftwärmepumpenanlagen kommen da auf JAZ über 4.
Das heißt, aus einer kWh Strom wurden über 4 kWh Wärme "gerntet".

Grüsse

winni

Aktuelle Forenbeiträge
PaulSch schrieb: Super, danke Euch! Das hilft mir extrem weiter bzw. wenn es jetzt an die Anfrage beim Profi geht. Die Ziegel habe ich vielleicht nicht mehr da, zumindest nicht in der Menge, aber das Dach ist wie gesagt...
kathrin schrieb: @Mechatroniker Vielen Dank für die interessanten Zahlen! Grob überschlagen kommst du auf etwa 35000 kWh (Output) in 5 Jahren für Heizung und WW, also etwa 7000 kWh für gut 170 m2, also rund 40 kWh/m2a...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
Hersteller von Armaturen
und Ventilen
Website-Statistik