Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
40 Prozent Energieeinsparung durch neue Pelletheizung - realistisch?
Verfasser:
TimKausB
Zeit: 13.02.2020 20:40:50
0
2913775
Hallo zusammen,

ist das realistisch, dass wir bei der Ablösung einer 25 Jahren alten Gasheizung durch eine moderne Pelletheizung unseren Energiebedarf von 40.000 kWh p.a. auf 25.000 kWh (5t Pellets) gesenkt bekommen?

Wer hat praktische Erfahrungen und kann mir seine Erfahrung mitteilen, ob das richtig sein kann?

Ausgangspunkt ist das Beratungsgespräch eines Pelletsheizungsherstellers. Mir erschien der Berater fachlich fundiert und hat an keiner Stelle irgendeinen für mich erkennbaren Unsinn gesagt. (Ganz anders als der Berater eines sehr großen Heizungsherstellers, der auch schon da war.) Auch alle technischen Detailfragen konnte er schlüssig erklären (bin selbst Techniker wenn auch im E-Bereich).
Noch ein paar technische Angaben:

Altanlage:
Gas 20 kW, Bj 1995, kein Brennwert, Speicher 80l Warmwasser, Fußbodenheizung ohne hyd. Abgleich, Verbrauch 40.000 kWh

Haus:
Bj 1995, 212 qm Wohnfläche, Heizlast nach entsprechend Verbrauch (2 Jahren monatliches Gasablesen, eine sehr schöne Gerade, hätte ich nicht gedacht): etwas über 10 kW bei -10 C (Ist „Sollwert“ bei uns) bzw. 12 kW bei -15 C

Neuanlage:
Pellet 12 kW, Sichtspeicher 800/1000l, Lager 5t (=Jahresbedarf), hyd. Abgleich

Ich sehe ja schon, dass moderne Anlagen weniger verbrauchen und auch der hyd. Abgleich bei uns mit 3 beheizten Etagen was bringen wird und dass natürlich der große Speicher die Brennlaufzeiten und Taktung erheblich verbessern wird und damit den Verbrauch senkt. Aktuell springt die Heizung alte im Winter all 15-30 Min an. Aber knapp 40% weniger erscheint mir sehr viel.

Schon einmal Danke für Eure Meinungen und Rückmeldungen.

Gruß Tim

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.02.2020 20:45:56
6
2913779
NEIN - das ist UN-realistisch !

Solange sich am Haus oder den Verbrauchern nichts verbessert*, solange der Pelletkessel wie auch der Gaskessel zuvor seine 7-10% Abgasverlust hat PLUS Verluste durch nicht genutzte Brennwerttechnik ist es physikalisch ausgeschlossen, dass auch nur eine einzige kWh weniger verheizt,verbraucht, verblasen wird. LEIDER!



*Ein Gebäude nach 1995er Standard mit 212m² hat eher nur 8 statt 12 kW Heizlast !

Die 40 000kWh/a "können NIE sein", da muss was gewaltig schieflaufen. Das müsste eher heißen 20 000kWh/a ! Gibts nen Pool oder Dauerduscher und Ewigbader oder fehlen die Rohrleitungsdämmungen im KLeller oder läuft ne Dauer-Warmwasser-Zirkulation oder sind gar keine Fenster eingebaut und die Klospülung geht mit Warmwasser?

Verfasser:
sukram
Zeit: 13.02.2020 20:59:15
4
2913787
Vergisses. Und den Versprecher gleich mit-

Eine bessere NT-Fossilanlage kommt vlt. auf 85% Jahresnutzungsgrad - ein Pillenvernichter muss schon gut & gut installiert & parametriert sein, um auf 80% zu kommen (jeweils heizwertbezogen), ein Pillenbrennwerter vlt. 4-5% mehr.

Sukram
der wieder sein altes Projekt vorgekramt hat, Holzpillen im Erdöltank zu bunkern ;-)

Verfasser:
TimKausB
Zeit: 13.02.2020 21:02:19
1
2913790
"Ein Gebäude nach 1995er Standard mit 212m² hat eher nur 8 statt 12 kW Heizlast !
Die 40 000kWh/a "können NIE sein", da muss was gewaltig schieflaufen. Das müsste eher heißen 20 000kWh/a ! Gibts nen Pool oder Dauerduscher und Ewigbader oder fehlen die Rohrleitungsdämmungen im KLeller oder läuft ne Dauer-Warmwasser-Zirkulation oder sind gar keine Fenster eingebaut und die Klospülung geht mit Warmwasser? "


Kleine Ergänzug:

Baujahr ist zwar 1995, Genehmigung war 1994, also vorheriger Standard
40 000kWh/a ist Fakt, Abgasverlust sind super sagt der Schornsteinfeger und auch der Installateur
"Pool oder Dauerduscher und Ewigbader oder fehlen die Rohrleitungsdämmungen im KLeller" - Nein
"Dauer-Warmwasser-Zirkulation" - ToCheck
"gar keine Fenster eingebaut und die Klospülung geht mit Warmwasser" - Auch nö ;-)

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.02.2020 21:12:54
3
2913795
Was sagt denn deine Heizkurve...

Ich denke doppelten Verbrauch kann man schaffen...

Heizkurve doppelt oder dreifach zu hoch....keine Heizungsabschaltung im Sommer ....

Klar kann dann die neue Heizung 50% schaffen.

Vergleiche es mit einem alten Auto mit Handchalter . . Und du fährst immer im 1ste Gang

Und nun kommt der Techniker und empfiehlt dir einen Autonatikwagen

Joah... kein Mehrverbauch sondern Minderverbauch....

..............

Ich würde deine Heizung mal optimieren, wenn keine Not am Mann ist

Verfasser:
sukram
Zeit: 13.02.2020 21:21:56
1
2913800
Jessas- den Verbrauch habbich glatt überlesen.

Katastrophlal- dem sollte man wirklich erstmal auf den Grund gehen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.02.2020 21:32:27
1
2913808
Gude-Moooorge-der-Herr-sukram....

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.02.2020 21:34:27
0
2913812
Abgasverlust sind super sagt der Schornsteinfeger und auch der Installateur

Ja, war mir auch klar....

Dass DER überhaupt noch vorhanden ist ist schon ein Anachronismus, DER MUSS WEG!

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.02.2020 21:36:12
0
2913814
Wie heißtn der KESSEL genau oder ist der einfach nur blau orange weiß ?

Und biste SICHER mit den "80 Liter WW-Speicher"?? glaubinedde

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.02.2020 22:06:57
2
2913826
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
*Ein Gebäude nach 1995er Standard mit 212m² hat eher nur 8 statt 12 kW Heizlast !
Die 40 000kWh/a "können NIE sein", da muss was gewaltig schieflaufen.


Doch, das kann sein. Unsere Vorbesitzer haben nur das Erdgeschoss beheizt, 210m², und dafür 36.000kWh Gas pro Jahr gebraucht. Plus ein paar Raummeter Holz im Grundofen. Haus ist Baujahr 1996.
Wir beheizen auch die 90m² im OG mit und haben meist etwas über 20.000 kWh im Jahr. Ohne Holz. Seit letztem Jahr auch Holz im Kaminofen, da wird das absehbar deutlich weniger Gas.

Einstellung des Gasheizung war auf Werkseinstellungen. Hohe Heizkurve, auch für die Fußbodenheizung, von ERR abgewügt. Kessel taktete auch bei 0° im Minutenrythmus. 24h Zirkulation durch teilweise kaum gedämmte Leitungen im Keller.
Und den ganzen Sommer über war der Kessel schön warm und wurde die Wärme nicht los.

Das geht schon mit solchen Verbräuchen.
Ein Pelletkessel wird daran aber grundsätzlich nichts ändern. Was etwas ändern könnte ich eine vernünftige Einstellung und Betriebsweise.

Grüße
Martin

Verfasser:
TimKausB
Zeit: 13.02.2020 22:11:57
1
2913827
Es ist eine Brötje ESB IV Gas 20 Kw mit Ladepumpe, Speicher ist 140l (nicht 80l und WW, hatte ich falsch im Kopf)
Aber die muss raus, da u.a. der 4-Wege-Mischer (defekt war)/kurz vor sterben ist und es kein Ersatz mehr gibt bzw. fraglich ist ob die Kesselanschlüsse das überleben. 25 Jahre ist aber oaky, da darf die raus.


Mal losgelöst von viel zu viel, da stimmt was nicht usw. möchte ich mal das Pferd von hinten aufzäumen:

Meine Heizlast ist beträgt nach dem Verfahren von Jagnow/Wolff 10 kW (bei -10 C). Bei 2000 Volllaststunden komme ich auf 20.000 kWh, d.h. der Pelletmann und Schorni1 liegen mit 5t / 20.000 kWh nicht so falsch.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 13.02.2020 22:21:14
0
2913834
SO isses: da is irgendwo ein RIESEN Loch !! Und wenn wir DAS schließen, DANN sparen wir sogar 50% - womöglich gar OHNE große Investitionen!

Brötje ESB

auuu, der gute ESB, machst MIR zulieba da mal en Bild von den Drehreglern und der Regelung?

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 15.02.2020 07:20:11
1
2914480
Ich habe ein vergleichbares Haus BJ. 94. Da im OG viel geheizt wird, da alte Menschen, und oft gebadet wird, hatte ich auch 35000 kWh mit der Gasheizung für 230 bis 250 qm.

Nach Umstellung auf Pellets letztes Jahr reichen 5 t nicht aus. Es dürften 6 bis 6,5 t werden, trotz des milden Winters. Mein Problem ist, dass meine Wärmeverluste nur mit viel Aufwand zu beseitigen sind.

Durch die neue Anlage fahre ich gut 10 ° weniger Vorlauf in den Heizkörpern, was eine deutliche Ersparung mit sich bringt. Den Rest bringt die Anlagenverbesserung. Ich habe einen 22 KW Kessel, weil ich noch 50 qm Ausbaureserve habe.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.02.2020 18:47:34
1
2914769
Ha jetzzz komm, en BJ 94er Haus braucht doch auch mit "50m² Ausbauresere" niemals 22kW. Da reicht en 15er mehr als DICKE, im Grunde sogar en 10-12kW Kessel. Bei den 6to/a alle mal! Wie hastn DAS errechnet? Selbst wenn man teilweise mehr als 21 Grad heizt und mehr WW verbraucht hat das so gut wie keinen Einfluss auf die Nennwärmeleistung.

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 15.02.2020 19:47:32
0
2914803
Das war der HB, der schon viele KWB-Anlagen verbaut hat, mit entsprechenden Referenzobjekten.

Da bei Temperaturen um 0 ° der Kessel auf 5 Starts bei einem 900 l- Puffer kommt, halte ich den Kessel für nicht zu groß ausgelegt. Auch hier gab es in den letzten Wintern längere Dauerfrostperioden. Der alte Gaskessel hatte 26 KW.

Da dies mein erster Winter mit der Pelletanlage ist, muss ich schauen, was ich im Jahr verbrauche. Bin jetzt bei 4,5 t und rechne ab April mit einer Nutzung der Solarthermie und kaum noch Pelletverbrauch.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.02.2020 22:02:53
2
2914889
Das war der HB, der schon viele KWB-Anlagen verbaut hat, mit entsprechenden Referenzobjekten.

Mancher Automobilverkäufer verkauft auch viele SUV .....

"Verkaufen" heißt auch oft "beschwatzen" und "brachial überreden" mit was man alles brauche und was er alles könne, statt zu denken, zu können und zu überzeugen und das RICHTIGE fachgerecht zu tun, statt irgendwas "wie immer" zu machen was schon seit Jahren veraltet ist.

22kW IST zu groß, das kaschieren Pufferspeicher und Solaranlage lediglich etwas.

Da bei Temperaturen um 0 ° der Kessel auf 5 Starts bei einem 900 l- Puffer kommt


Denn DA müsste der Kessel schon längst modulierend durchlaufen, seit +10 Grad bereits schon!

Verfasser:
TimKausB
Zeit: 16.02.2020 20:19:29
0
2915436
Erst einmal an alle Danke!

@Schorni:
(1) Die Einstellungen:
Also links WW auf Auto, Rechts RaumTemp 21,5 °C, Prg 26 TempWW 50 °C, Prg 30 Steilheit HK1 11 (Kommt hin bei -15 °C = 55 °C Vorlauf), Prg 86 KOM Faktor Haus 3 ... Nachtbesenkung etc. erscheinen auch richtig
(2) WW Zirkulationspumpe lief von vor morgens (5:30) bis abends (22:00) im Dauerbetrieb durch, jetzt 15 an/30 Min aus (leider nur simple Schaltuhr vorhanden... :-( ) , jetzt zeigt die Heizung im Status ein wesentlich niedrigere Temp. an (was aber an den heutigen Außentemperaturen leigen kann)
(3) Ja aber wo, Leitungen sind vernüftig isoliert (da wo ich es sehe bzw. geshen habe als die Wand auf war...)

@Martin24:
Gute Gedanken, aber Heizung via Außentemperaturfühler geführt, Messwert Fühler okay, Einstellungen auch okay... =:-O

@muensterlaender
Danke für die Werte !!! ;-)

Meine Frage:
Welche Nennleistung würdet Ihr wählen (unabhängig von Pellets, Gas). 212m² Heizfläche, 2 Wohnungen, freistehende.

Ich persönlich schwanke so zwischen 10 und 12 kW.

Ich habe über zwei Jahre mir die Verbräuche in kWh und die Monatsdurchschnittstemperatur notiert. WW ist nicht rausgerechnet. Gehe ich von der Normtemp -10 °C bei uns aus, komme ich bei 10 kW aus.


Nehme ich die folgende Quelle https://www.energieverbraucher.de/de/heizungs--dimensionierung__1237/ContentDetail__2736/ komme ich zwischen 13 (60W/m²) und 16 kW (75W/m²), je nachdem ob ich von Mehrfamilienhaus oder Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ausgehe.

Verfasser:
TimKausB
Zeit: 16.02.2020 20:41:54
1
2915442
Zweite Frage:
Ist das auch noch ein mögliches Thema/Ursache?
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/3525/Schwerkraftbremse-in-Zirkulationsleitung-

Verfasser:
schorni1
Zeit: 16.02.2020 20:48:50
0
2915446
, jetzt zeigt die Heizung im Status ein wesentlich niedrigere Temp. an (was aber an den heutigen Außentemperaturen leigen kann)

KEIN Wunder, hab hier JETZT noch 15 Grad!!

Wow, DIESES Diagramm is mal DER Hammer! Sauber sauber klasse!! Aber genauer kannstes ja fast nicht hinbekommen mit dieser praktisch ermittelten realen Heizlast. Wenn Du noch 10-15% abziehst, weil der Brennwerter ja diese 10-15% MEHR aus jedem Kubikmeter Gas holt, dann liegste richtig. An sich müsste DAS Haus sogar eher bei 8kW liegen.

Beim Pelleter ist die genaue Dimensionierung ABSOLUT wichtig! Und DA lieber den mit nem kW weniger nehmen - DAS kann man ggf über die Einstellung ausgleichen - als den nächstgrößeren mit 3kW mehr!!

Beim Gas-Brennwerter bleibst eh bei einem 2-15kW-Gerät, das ist die kleinste passende Größe. ICH würd auch ein Kompaktgeräte nehmen wie die Viessmann Vitodens 333, gibts aber genauso auch von Buderus, BOSCH-Junkers, Vaillant, Brötje - je nach dem was Dein Heizi als Hausmarke hat! ABER diesen Schicht-Lade-Speicher NUR bei kalkarmem Trinkwasser nehmen!!

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 18.02.2020 20:09:23
1
2916662
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
[i]Da bei Temperaturen um 0 ° der Kessel auf 5 Starts bei einem 900 l- Puffer kommt

Denn DA müsste der Kessel schon längst modulierend durchlaufen, seit +10 Grad bereits schon!


Gemäß der KWB-Vorgaben soll die Modulation nur verwendet werden, wenn der Pufferspeicher zu klein ist, z. B. 500 l bei 22 KW. Daher ist sie abgeschaltet. 5 Starts mit je 2 Stunden Laufzeit passt. Daher läuft der Kessel praktisch nur zwischen 80 und 100 % Leistung. Da er je nach Wärmeabnahme ca. 2 Stunden für das Aufheizen des Puffers braucht, ist die Einstellung so in Ordnung.

Eine wesentliche thermische Sanierung des Hauses macht betriebswirtschaftlich kein Sinn, zumal ich keine 50 Jahre mehr in diesem Haus wohnen werden kann und die Winter eh immer wärmer werden.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.02.2020 20:11:22
0
2916667
Ja, dann passt das durchaus recht gut.

Aktuelle Forenbeiträge
Peter Murphy schrieb: Ich hab ein Druckregelautomat Espa KIT 02-4 auf meiner Pumpe montiert. Die Pumpe zieht wasser aus einer Zisterne unter meiner Einfahrt und bedient einen Wasserhahn an dem ein Gartenschlauch befestigt ist....
de Schmied schrieb: Wenn du deine langen Heizkreise geöffnet hast kannst du das Üv schliessen. Desweiteren gehört die Hysterese Ww auf 6K eingestellt und deine Zirkulationszeiten auf Bedarf d. h. morgens zum aufstehen 10...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Mit Danfoss ist alles geregelt
 
Website-Statistik