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Klemmverschraubung oder Pressfittings??
Verfasser:
IrishinGermany
Zeit: 16.02.2020 11:43:44
0
2915079
Ich würde gern Meinung hören.
Ich bin aus Irland aber ein deutscher ausgelernter Fachmann. Ich habe meine Ausbildung in München gemacht.

In der UK und Irland, ich sehe nur klemmverschraubungs(compression fittings) ohne ende. Die sagen mir dass die billiger und zuverlässiger im Vergleichen zum pressfittings sind! In München ist es andersrum!

Ich habe einen Großhändler (Chadwicks) in Dublin besucht und er hat mir erklärt dass da wirklich kein Markt oder Nachfrage für mannesmann oder viega pressfitting gibt's. Wenn ich die haben will, ich muss zu erst alles bestellen und wird entweder aus London oder Deutschland geliefert.
Er war auch nicht so begeistert von pressfittings. Er sagte mir dass die bringen die gleiche Leistung als klemmverschraubung und extrem teur.
Dann hat weiter geredet über edelstahlrohr und wie shit es ist. So unzuverlässig und ungesund. Ich habe ihm erklärt dass in München nützen wir meistens edelstahlrohr für trinkwasser. Er war erstaunt.

Mein Cousin hat in die letzte Zeit seine Küche renoviert.ich war ganz kurz auf die Baustelle und ja kein Pressfittings. Kupferrohre und klemmverschraubungs.

Er widersprach ein paar Sachen , die ich in der Berufsschule gelernt habe.

Was denkt ihr darüber? Sind pressfittings eigentlich schmarn?

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 16.02.2020 11:56:42
1
2915096
UK und auch die USA sind in puncto Sanitär und Heizung Entwicklungsland.

Da finden sich heute noch Installationen mit offenen Ausdehnungsgefäßen.

Da sogar die Amerikaner mittlerweile viel PEX mit Crimprings usw einsetzen, wird das eines Tages auch in der UK kommen.

Zumindest in Deutschland sind Klemmringverschraubungen teurer als Pressfittings.

Einer der wenigen Vorteile: Compression Fittings sind metalldichtend. Es gibt keinen potentiell anfälligen Gummidichtring. Diese Probleme hat aber z.B. Viega Raxofix/Raxinox mittlerweile ausgeräumt.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 16.02.2020 14:51:18
1
2915233
Bilder von Installationen in UK lösen bei hiesigen Fachleuten fast Brechreiz aus, absolutes Entwicklungsgebiet.

Zur Fragestellung, natürlich sind Klemmringverbindungen gut, vor allem sind sie bei Bedarf auch wieder lösbar und eventuell auch bei Undichtheiten nachziehbar (sofern vorher richtig verarbeitet).

Die Aversion gegen Pressverbindungen kann ich unter dem Aspekt der geschätzt 70 bis 100 verschiedenen Presssysteme teilweise nachvollziehen, viele Hersteller mit "Kindesweglegung" haben den Ruf dieser Systeme auch sehr geschadet.

Wie überall steht und fällt ein Produkt mit der Verarbeitungssicherheit und der nötigen Sorgfalt des Verarbeiters, sowie dem richtigen Gebrauch der richtigen Presswerkzeuge.

Für mich persönlich sind Systeme mit entsprechenden metallischen Presshülsen über dem Verbundrohr vertrauenswürdiger, als nur direkt draufgepresste MV Rohre, weiters ist auch auf die wesentlich stärkere Ausdehnung mit entsprechender Leitungsführung und Befestigung zu achten.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 17.02.2020 08:37:38
1
2915613
Stimmt schon dass US und UK in puncto Installationen rückständig sind. Das hab ich selbst auch in England auf Baustellen Anfang der 90er bemerkt.
Mit Löten bzw pressen bin ich gerade im verdeckten Bereich sicherer als mit Verschraubungen.
Wenn man die Amis noch heute sieht wie die Holz-Wasserbehälter auf Hochhäuser stellen, weis man warum da soviel Chlor ins Wasser kommt.

Verfasser:
Nemolus
Zeit: 17.02.2020 09:37:51
2
2915639
In erster Linie spricht nichts gegen Schraubverbindungen.
In DE ist es halt so, dass jedes System auch eine entpsrechende Zulassung benötigt, um im Trinkwassersystem verbaut werden zu dürfen.
Wie das in UK ist... keine Ahnung.

Ich verlege leidenschaftlich Sanipex-MT. Das ist in meinen Augen das beste Verbundrohrsystem. Allerdings würde ich das nicht bei Privatkunden verlegen, da mir hier die Gefahr zu groß ist, dass diese entsprechend einfach an ihrem System spielen können. Gewährleistungstechnisch sehr schwierig. Daher würde ich nur auf Presssysteme zurückgreifen, wenn es um leihenhafte Endkunden geht.

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 17.02.2020 13:04:12
3
2915752
Zitat von Nemolus Beitrag anzeigen
Allerdings würde ich das nicht bei Privatkunden verlegen, da mir hier die Gefahr zu groß ist, dass diese entsprechend einfach an ihrem System spielen können.

Hinterlässt jetzt aus Kundensicht aber nicht den besten Eindruck bei mir. "Der will mir das technisch beste nicht verkaufen, weil er Angst hat, ich spiel dran rum. Dabei will ich als Kunde das technisch beste, damit es lange hält."

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 17.02.2020 13:10:06
1
2915755
Wenn Kupfer passt......löten und fertig....

Kann nur keiner mehr ;-)

Verfasser:
fasteindialog
Zeit: 17.02.2020 13:24:40
1
2915769
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wenn Kupfer passt......löten und fertig....

Kann nur keiner mehr ;-)



Da fehlt leider das entscheidende Wort, hast du wohl vergessen. Na gut...ich ergänze dann mal-


Wenn Kupfer....löten und fertig...
Kann nur keiner mehr bezahlen;)

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2020 14:52:17
1
2915814
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wenn Kupfer passt......löten und fertig....

Kann nur keiner mehr ;-)

Doch ich und ich kann auch noch Autogenschweißen

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 17.02.2020 16:19:45
0
2915847
Dito!!!!

Verfasser:
muscheid
Zeit: 17.02.2020 16:23:05
0
2915848
Autogen, klar. Hart-oder Weichlöten auch kein Ding. Ich hab auch mal verziktes Rohr hartgelötet (ja, das geht...)

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 17.02.2020 16:46:43
0
2915857
CU Stahl hartgelötet (ja, auch das geht).



Auch diese Möglichkeit gibt es..



MfG. Schmitt

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2020 17:08:16
1
2915869
Kupfer auf Stahl mit Messinglot hatten wir bis in die 90er im Gesellenprüfungsstück. Danach meinte der PA, dass das zu schwierig ist >((

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 17.02.2020 17:17:56
3
2915874
Der ganze Mist ist ja vorgeschrieben durch die Normvorgabe .

Man sollte es immer den Fachbetrieben überlassen was sie wie mit was verbinden.

Aber wie immer nur ein paar Leute entscheiden und bevormunden zig hunderttausende Fachleute.

Wie in der Politik, die keine Ahnung haben, bestimmen wie was gemacht werden muss.

Pressschäden sind sehr hoch, vermutlich höher als Schweiss, Löt, Flansch oder Schrauverbindungen.

Völliges Chaos ergibt sich aus den vielen verschiedenen Rohrsysteme.

Immer wieder erlebt man so seine Überraschungen bei Reparaturen.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 17.02.2020 18:27:41
0
2915921
Wilhelm, das will doch keiner hören und glaubt auch keiner, auch wenn Du recht hast.

Gruß

Bruno

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 17.02.2020 18:40:27
2
2915927
Eines der Probleme resultiert aus der fast unübersehbaren Anzahl an verschiedenen Presssystemen, und "dem Material dass man gerade dabei hat"!

Materialstärke passt, Wandstärke passt auch so halbwegs, wird schon passen, dicht ist es scheinbar auch (wie lange weiß man halt nicht)!

Und genau in diesen Dingen liegt oft das (spätere) Problem, ich bevorzuge Schiebehülsensysteme, wo vorher das Rohr gezielt etwas aufgeweitet wird.

Aber das ist eben Ansichtssache, vieles entscheidet ja nicht der Monteur, sondern irgendwer in der Firma (oft über den Preis)!!

Verfasser:
W. Mo.
Zeit: 17.02.2020 19:11:03
1
2915946
Wird in den nächsten zig Jahren interessant.

Verfasser:
Stefan87
Zeit: 17.02.2020 19:19:50
0
2915948
Dafür gibt es ja schon die Multigebo oder ein Verbinder von John Guest.
Allerdings leider nur bis 20

Verfasser:
muscheid
Zeit: 18.02.2020 09:23:39
0
2916206
Oh ja, das wird sicher interessant - und man wird nicht allen Kunden helfen können. Gerade bei Exotensystemen.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 18.02.2020 09:25:57
1
2916207
Ach - und Schiebehülsen, da hab ich auch schon einige Schäden durch gerissene Hülsen gesehen. Ganz abgesehen von der umständlicheren Verarbeitung. Für mich keine Alternative!

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