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Direkt in FBH heizen und kühlen. Worauf achten
Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 18:43:54
0
2916609
Ich habe schon ganz viel Hilfe hier erhalten und den Entschluß gefasst, mit einer WP direkt in den Heizkreis zu gehen.

Der Thread ist separiert, weil es mit den anderen Themen nicht so im Zusammenhang steht.

Meine FBH ist krank. Der Heizkreis in unserem Wohnzimmer ist knapp 130 Meter lang. Der ist ein Druckkiller. Insgesamt gibt es drei Heizkreisverteiler (je Stockwerk einen) und alle werden über einen Zulauf bedient, sodass der Druckabfall praktisch das ganze Haus in Mitleidenschaft gezogen wird.

ERR befinden sich noch in drei Schlafzimmern. Wie kann ich die trotzdem einigermaßen kühl gestalten?

Zweiter Punkt ist, dass ich im Sommer beabsichtige zu kühlen. Ich erhoffe mir ca. 3-4 K Unterschied zu jetzt und habe viele positive Berichte hier gelesen. Es erscheint mir eine problemlose Weise darzustellen, die Temperaturspitze etwas abzumildern. Unser Haus ist gut gedämmt und natürlich wird verschattet.

So. Nun habe ich mich komplett geoutet und hoffe, dass all die Dinge hier keine KO Kriterien darstellen, wenn ich direkt die Heizkreise befeuern will.

Zum Umdenken bzgl. der Schlafzimmer bin ich bereit. Dass ich zukünftig den Keller mit beheize um mehr Volumen hinzukriegen ist kein Problem (Wohnkeller). Dann kriegt das Wohnzimmer mit dem langen Heizkreis zukünftig aus dem Keller mehr Wärme und auch vom darüberliegenden SZ.

Wohnraumlüftung ist zentral installiert.

Frage: Gibt es Probleme bei der Konstellation?
Worauf sollte ich achten?

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 18.02.2020 19:00:27
2
2916624
Was ist jetzt das Problem?

So gut wie jeder heizt direkt ohne Puffer in die FBH.

Verfasser:
hunne1
Zeit: 18.02.2020 19:09:01
0
2916630
Hallo peterpan 1974

Zentrale Wohnraumbelüftung und Raumkühlung über WP ?hmmm na wenn das gutgeht.

Verfasser:
sunday747
Zeit: 18.02.2020 20:11:09
0
2916666
Ich würde mir das mit der Kühlung über FBH ernsthaft überlegen. Ich glaube zum einen nicht an deine 3-4K und zum anderen holst du dir vermutlich eine ganze Menge Probleme ins Haus.

Ja, im Hochsommer hätte ich auch gerne eine Klimaanlage, und wenn ich nochmal bauen sollte würde ich das via KWL lösen, wie es in den USA normal ist, aber niemals via FBH.

Keep it simple ist das Stichwort.

VG
Frank

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 20:38:16
0
2916693
Zitat von hunne1 Beitrag anzeigen
Hallo peterpan 1974

Zentrale Wohnraumbelüftung und Raumkühlung über WP ?hmmm na wenn das gutgeht.


Die Kühlung wollte ich über FBH.

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 20:39:39
0
2916695
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
Was ist jetzt das Problem?

So gut wie jeder heizt direkt ohne Puffer in die FBH.


Ich hoffe, dass es keine Probleme gibt, außer die bereits bestehenden.

Ich denke einfach, dass die Heizkreise nicht optimal ausgelegt sind und wollte in Erfahrung bringen, ob da Probleme auf mich zu kommen.

Verfasser:
hunne1
Zeit: 18.02.2020 20:51:03
0
2916699
Hallo peterpan 1974

Ich würde bei Zentrale Lüftung keine Raumkühlung über FBH machen nach M.m macht es nicht viel sinn durch Einsatz von Energie etwas abzukühlen und im gleichem Atemzug wieder auszublasen über ZWL. oder willst du im Sommer Fenster Lüftung praktizieren?

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 21:00:19
0
2916707
Wo hast Du Bendenken Hunne1.

Wir wollen nur bis zum Taupunkt, also um die 18,19° kühlen.....

Die Lüftung ist eigentlich grundsätzlich aus im Sommer, weil ich mir die warme Luft von draußen nicht reinholen will.

Zudem haben wir Kinder und da steht zumindest in den Ferien, aber auch am Spätnachmittag die Tür offen.

Es gab eine Überlegungen ein Kühlregister an die Lüftung anzuschließen und dann nachts mit geschlossenen Fenster und Lüftung zu schlafen, aber wir hatten jetzt erstmal vor, ohne Kühlluft auszutesten.

Bin auf Deine Bedenken gespannt und werde die ernst nehmen.

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 18.02.2020 21:22:13
0
2916725
Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
Zitat von Tommeswp Beitrag anzeigen
[...]


Ich hoffe, dass es keine Probleme gibt, außer die bereits bestehenden.

Ich denke einfach, dass die Heizkreise nicht optimal ausgelegt sind und wollte in Erfahrung bringen, ob da Probleme auf mich zu kommen.

Selbst wenn, was willste an den Heizkreisen ändern?

Kauf dir ne Klimaanlage, oder mach die Tür zu.

Wunder sind beim Kühlen über FBH eh nicht zu erwarten.

Verfasser:
hunne1
Zeit: 18.02.2020 21:38:14
0
2916734
Hallo peterpan1974

Meine bedenken bezieht sich auf folgendes, bei normale Estrichhöhe (ca.5cm) hat der FBH im Sommer etwa 21-22 grad Celsius Wassertemperatur um diese Temperatur auf Taupunkt Temperatur zu bringen auf ca.18-19 macht aus energetische Sicht kein große sinn nach M.m.
Zum 2.
Die meisten WP-s brauchen dafür eine zusatzplatine, Taupunktwächter usw. erhöhte Störanfälligkeit erhöhte verschleiß erhöhte Stromrechnung, am etwas kältere Sommertagen Komfort Einbußen Wort wörtlich ( man kriegt kalte Füße)
Aber ich will keiner von seiner Idee abraten!

Eine mobile klimagerät würde evl.auch zweckdienlich sein.

Verfasser:
SebDob
Zeit: 18.02.2020 21:41:16
0
2916736
Warum baust du ne kwl ein, wenn du sie ausschaltest?

Ich habe dezentral... Ich sauge mir nachts kühle Luft ins Schlafzimmer und blase über das Badezimmer ab... So kann man auch Luft lenken...

Deine langen heizkreis voll auf, den Rest an diesen anpassen. Fertig. In jeden Raum ein Thermometer gleichen Typs. Gibt vom Chinamann.

Ich hab im Schlafzimmer 2-3 Grad weniger. Mehr Differenz geht nicht... Oder Fenster auf...

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 23:45:13
0
2916803
Zitat von SebDob Beitrag anzeigen
Warum baust du ne kwl ein, wenn du sie ausschaltest?

Ich habe dezentral... Ich sauge mir nachts kühle Luft ins Schlafzimmer und blase über das Badezimmer ab... So kann man auch Luft lenken...

Deine langen heizkreis voll auf, den Rest an diesen anpassen. Fertig. In jeden[...]


Die KWL ist ein super Ding. Außer im Sommer, wenn sie permanent warme Luft ins Haus bläst. Daher haben wir sie ausgeschaltet.

Ein weiterer Punkt ist, dass die KWL nur bei geschlossenem Haus Sinn ergibt und im Sommer immer eine Tür offen ist, damit die Kinder rein und raus können.

Die nächtliche Luft holen wir uns über geöffnete Fenster, da kann mehr Wärme nach draußen und die Wände kühlen etwas effizienter ab, als mit dem Luftstrom der KWL.

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 18.02.2020 23:49:29
0
2916805
Zitat von hunne1 Beitrag anzeigen
Hallo peterpan1974

Meine bedenken bezieht sich auf folgendes, bei normale Estrichhöhe (ca.5cm) hat der FBH im Sommer etwa 21-22 grad Celsius Wassertemperatur um diese Temperatur auf Taupunkt Temperatur zu bringen auf ca.18-19 macht aus energetische Sicht kein große sinn nach[...]


Meine Überlegung bezieht sich auf die Masse des Estrichs, der gekühlt wird. Es ist das gleiche Prinzip wie bei der Flächenheizung nur eben zum kühlen.

Hier im Forum gibt es Messungen und Erfahrungen, die 3-4 k Kühlung hinkriegen.

Mein Zweck mit der Threaderöffnung ist es auch, Sinnhaftigkeit, Möglichkeit und Effekt zu diskutieren, um dann eine möglichst bewußte Entscheidung fällen zu können.

Verfasser:
hunne1
Zeit: 19.02.2020 19:18:45
0
2917267
Hallo peterpan1974

Wie gesagt ich will keiner von seiner Idee abhalten.!
Habe bei mir daheim bewusst auf eine Flächen Kühlung verzichtet weil wie schon erwähnt hatte 3-4k ist nicht unbedingt der große Wurf man müsste nach M.m schon mit etwa 7-8 k Arbeiten damit die physikalische Effekt funktioniert bei Flächen Kühlung gilt auch der berühmte Selbstregulier Effekt wenn zb. der FBH die kälte nicht abgeben kann weil der über den Boden existierenden Luftsäule noch zu warm ist bleibt der etwas kältere Luft einfach liegen hast zwar evl. kalte Füße aber sonst wird nicht viel passieren.
Viel glück beim basteln.

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 20.02.2020 10:41:12
0
2917643
Zitat von hunne1 Beitrag anzeigen
Hallo peterpan1974

Wie gesagt ich will keiner von seiner Idee abhalten.!
Habe bei mir daheim bewusst auf eine Flächen Kühlung verzichtet weil wie schon erwähnt hatte 3-4k ist nicht unbedingt der große Wurf man müsste nach M.m schon mit etwa 7-8 k Arbeiten damit die physikalische[...]


Hallo Hunne,

die Idee ist ja erstmal da, um sie dann zu prüfen. Würg doch nicht ab, sondern diskutiere mit (-;

Um 7-8 k runterzukühlen brauchts schon ganz viel Energie, egal woher diese kommt.
Bislang hatten wir in der Spitze 27° Celsius im OG und mit 3-4 Kelvin komme ich in eine super Region, bei der das Schlafen noch angenehm ist. Irgendwo bei 26,27 ° Celsius wird es unangenehm.

Es wird grundsätzlich empfohlen, auch im Auto beispielsweise, eine 5 k Spreizung maximal anzustreben.

Gegen die angesprochenen Luftsäulen würde ggf. die KWL helfen und natürlich unsere Bewegungen. Allerdings lese ich zum ersten mal von diesem Effekt.

Ich habe einige theoretische Überlegungen gelesen, in denen die Grundstimmung gegen die Kühlfunktion steht, und Praxisbericht, bei denen Erfolge erzielt werden.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 20.02.2020 15:50:01
4
2917864
Hallo,

Zitat:

M.m macht es nicht viel sinn durch Einsatz von Energie etwas abzukühlen und im gleichem Atemzug wieder auszublasen über KWL.


Eine KWL hat üblicherweise eine Wärmerückgewinnung per Wärmetauscher. Das geht in beide Richtungen. Im Winter hilft es, die Wärme drinnen zu halten, im Sommer hilft es, die Wärme draußen zu halten (wenn der Bypass zu ist).

Beispiel Winter: Drinnen 20C, draussen 0C, Wärmerückgewinnung von 80%. Die Zuluft hätte dann 16C, also 80% des Delta-T "gerettet".

Beispiel Sommer: Drinnen 20C, draussen 40C, Wärmerückgewinnung von 80%. Die Zuluft hätte dann 24C, also 80% des Delta-T "gerettet".

Bei 4K Delta-T und 180 m^3/h sind das gerade einmal 250W "Heizleistung", die da eingebracht werden. Das ist also kein Problem.

Was das Kühlen mit der FBH angeht: Wir haben das im letzten Sommer gemacht. Zusätzlich konsequent automatische Verschattung, denn gegen die direkte Sonneneinstrahlung via Fenster ist so eine Kühlung machtlos. Wir hatten den ganzen Sommer über nicht mehr als 24C im Haus und der Sommer war wirklich warm - das Maximum kratzte knapp an 40C draußen.

Die FBH lief dabei mit einem VL von 18...19C, was keine Kondensprobleme an den Verteilern ergab (weil die Temperatur im Haus ja auch nicht so arg viel höher lag). Ich hatte mit Ausnahme des Bades (da wollten wir keinen kalten Boden) alle "Heiz"flächen aktiv, insbesondere auch unsere große Dachschrägenheizung auf dem Dachboden.

"Abkühlen" kann man das Haus damit auf keinen Fall! Man muss also anfangen, BEVOR es warm wird und es dann gar nicht erst warm werden lassen. Dazu dann 24/7, so dass dauerhaft und konsequent leicht gekühlt wird.

Kühlleistung am 24.7.19 bei 38,4C Außentemperatur: VL 18,9, RL 21,1, Durchfluss 12,5 l/min -> 1918W. Meist lagen wir in diesem Bereich, manchmal auch jenseits der 2 KW.

Den WMZ für die Kühlung kann ich nicht fernauslesen, aber wenn ich mich recht entsinne, waren das den Sommer über etwa 1850 KWh, die wir gekühlt haben, also etwa 900 Stunden Kühlbetrieb.

Der Stromverbrauch für das Kühlen lag bei etwa 22W, was bei 900h etwa 20 KWh ausmacht, also um die 5-6 Euro für den ganzen Sommer. Mit der "Arbeitszahl" lag die Kühlung folglich bei ungefähr 90.

Das ganze lief als Passivkühlung über eine 99m Tiefenbohrung, die den ganzen Sommer ausreichend kalte Sole geliefert hat - maximal waren es knapp unter 15C. Die Wärmepumpe hat dabei etwa 48W gebraucht: 26 für die Kompressorsumpfheizung (leider wegen Warmwasser nötig) und die oben genannten 22W für die beiden Pumpen und die Steuerung.

Die KWL war selbstverständlich die ganze Zeit in Betrieb. Diese bis zu 250W werden von der Kühlung ja leicht kompensiert und in den kühleren Nächten hat die KWL per Bypass ein klein wenig mitgekühlt.

Würde ich jederzeit wieder machen!

Viele Grüße,

Jan

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 20.02.2020 17:05:17
0
2917906
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Hallo,

Zitat:
[...]


Eine KWL hat üblicherweise eine Wärmerückgewinnung per Wärmetauscher. Das geht in beide Richtungen. Im Winter hilft es, die Wärme drinnen zu halten, im Sommer hilft es, die Wärme draußen zu halten (wenn der Bypass zu ist).

Beispiel Winter: Drinnen 20C, draussen 0C, Wärmerückgewinnung von 80%. Die Zuluft hätte dann 16C, also 80% des Delta-T "gerettet".

Beispiel Sommer: Drinnen 20C, draussen 40C, Wärmerückgewinnung von 80%. Die Zuluft hätte dann 24C, also 80% des Delta-T "gerettet".
[...]


Hallo Janri,

die Überlegung habe ich auch noch.

Allerdings kann ich aus Erfahrung sprechen, dass die KWL trotzdem zu warme Luft ins Haus bläst. Ich habe sie jetzt drei Jahre Konsequent aus und die Temperatur ist besser beherrschbar, als wenn sie an ist.

Auch wenn ich den Bypass, also den Luftaustausch über den Wärmetauscher, laufen habe.

Feuchtigkitsprobleme sind null vorhanden.

Meine zukünftige Überlegung jedoch ist, dass ich nachts die KWL wieder laufen lasse, tagsüber sehe ich es förderlicher, sie auszulassen.

Danke für Deine Erfahrung!

Verfasser:
bauzdf
Zeit: 20.02.2020 17:12:12
0
2917913
Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
Der Heizkreis in unserem Wohnzimmer ist knapp 130 Meter lang. Der ist ein Druckkiller. Insgesamt gibt es drei Heizkreisverteiler (je Stockwerk einen) und alle werden über einen Zulauf bedient, sodass der Druckabfall praktisch das ganze Haus in Mitleidenschaft gezogen wird.[...]


Kann Dich beruhigen, denn hier liegt ein Denkfehler vor. Tatsache ist nämlich, dass der Durchflusswiderstand umso größer wird, desto länger eine Leitung ist. Das ist so bei Flüssigkeiten. Genauso wie bei Strom. Daher wird der Durchfluss (l/min oder A) bei längeren Leitungen immer geringer.

Bei gleichem Druck an jeder Abnahmestelle und komplett geöffneten Ventilen fliesst also durch die kürzeste Leitung (= geringster Widerstand) das meiste Wasser. Daher muss ein hydraulischer Abgleich gemacht werden, der dafür sorgt, dass unabhängig vom Widerstand (der Leitungslänge) je qm Bodenfläche die gewünschte Heizenergie geliefert wird.

Dein Wohnzimmer ist also bzgl. Druckabfall der unkritischste Raum im Haus ;-) .
Und wenn Du das WoZi warm bekommst und keine kühlen Stellen am Boden hast, dann ist alles Bestens. Und ausserdem: Ob Du nach hydraulischem Abgleich in 3 Heizkreise 3x2l/min schickst oder in einen Heizkreis 1x6l/min ist rein mengenmäßig und damit druckmäßig genau gleich ;-)

Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
Zweiter Punkt ist, dass ich im Sommer beabsichtige zu kühlen. Ich erhoffe mir ca. 3-4 K Unterschied zu jetzt und habe viele positive Berichte hier gelesen. Es erscheint mir eine problemlose Weise darzustellen, die Temperaturspitze etwas abzumildern. Unser Haus ist gut gedämmt und natürlich wird verschattet..[...]


Hatte ich auch schon mal mit geliebäugelt.... es ist aber nicht wirklich "problemlos", ein paar Dinge sollte man beachten.

Neben der Kondeswasserthematik am Fußboden (wenn an einem Tag mit hoher Luftfeuchte der Taupunkt unterschritten wird) und unter Umständen unbehaglichem Gefühl wegen Fußkälte, gibt es, je nach WP, noch eine richtig böse Stolperfalle. Du solltest sicherstellen, dass die durch Deinen Wärmetauscher (Kältemittel/FBH-Wasser) zirkulierende FBH-Wassermenge so groß ist, dass die von der WP gelieferte Kälte auch vollständig abgenommen und ins Haus transportiert wird.

Andernfalls vereist das FBH-Wasser im Wärmetauscher und der platzt früher oder später auf (Eis dehnt sich bekanntlich aus). Wenn im Winter die gelieferte Heizenergie vom Haus nicht abgenommen wird, dann schaltet einfach die WP ab (die WP taktet). Ob Deine WP aber im Sommer bei "zu viel" Kühle abschaltet? Also Du musst genau wissen was Du tust und wie die Anlage arbeitet, ggf. selbst den Wärmetauscher permanent monitoren und automatisch die WP abschalten lassen.

Ich habe das FBH-Kühlen bisher nicht gemacht, denn bei uns hat sich gezeigt dass wir mit rechtzeitigem (KNX-gesteuertem) automatischem Verschatten und in genügend kühlen Nächten (die fast immer sind) mit zentraler Belüftung (mit automatischem Bypass wenn es draußen kühl genug ist) energieeffizienter, kostengünstiger und gefühlt gut leben können.

Wenn uns das nicht langt weil sich das Haus tagsüber etwas mehr aufgeheizt hat: Jedes weit geöffnete Fenster kühlt Nachts kostenfrei und noch effektiver als die Lüftung. Daher ist das unsere bevorzugte sommerliche Nacht-Belüftungsmethode. Allerdings nicht schon aufmachen wenn es abends draußen noch wärmer ist als drinnen! Gilt natürlich auch tagsüber. Es ist schlauer, tagsüber Terrassentüren anzulehnen bzw. Schiebetüren ranzuschieben als weit offen zu lassen und das Haus stundenlang mit heißer Außenluft zu erwärmen. ;-)

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 20.02.2020 17:36:15
0
2917934
Zitat von bauzdf Beitrag anzeigen
Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
[...]


Neben der Kondeswasserthematik am Fußboden (wenn an einem Tag mit hoher Luftfeuchte der Taupunkt unterschritten wird) und unter Umständen unbehaglichem Gefühl wegen Fußkälte, gibt es, je nach WP, noch eine richtig böse Stolperfalle. Du solltest sicherstellen, dass die durch Deinen Wärmetauscher (Kältemittel/FBH-Wasser) zirkulierende FBH-Wassermenge so groß ist, dass die von der WP gelieferte Kälte auch vollständig abgenommen und ins Haus transportiert wird. [...]


Danke für diesen Hinweis!

Mein Heizi sagte mir, dass er die WP-Kühlung so einstellen würde, dass mind. 18° Celsius durch die FBH laufen.

Beim Termin morgen werde ich ihn ansprechen wegen der Vereisung.

Allerdings ist das einer der Heizis, die unbedingt nach Herstelleranordnung einen Pufferspeicher einbauen wollen, was ich ja nicht will )-;

Mal gespannt wie das Gespräch morgen verläuft

Verfasser:
JanRi
Zeit: 20.02.2020 19:13:03
0
2917998
Hallo,

geht es eigentlich um eine LWWP oder eine SWWP?

Dass das Wasser im Wärmetauscher einfriert, würde ich ausschliessen. Dazu müsste schon richtig was schief laufen und die Regelung komplett ausfallen.

Wenn du im Kühlbetrieb genug Kreise offen hast, ist das überhaupt kein Thema. Die Maschine schafft es rein von der Leistung her gar nicht, da massiv innerhalb kurzer Zeit so tief zu kommen - da ist jede Abschaltung oder Regelung schneller.

Der Puffer hilft hier auch nur im Zusammenspiel mit einem Überströmventil, aber das will man ja erst recht nicht. Von daher sinnvoll ohne Puffer auslegen und fertig.

Eine Passivkühlung ist vollkommen unkritisch... kälter als die Sole kann es nicht werden.

Türen und Fenster sollten natürlich zu bleiben, wenn es draußen wärmer ist als drinnen.

Was ich am angenehmsten an der FBH-Kühlung (siehe oben) finde, sind die gleichmäßig angenehmen Temperaturen. Man pendelt halt nicht zwischen wärmer am Tag und kühler in der Nacht hin und her, sondern kann eine angenehme Temperatur halten.

Was bei der passiv kühlenden SWWP noch dazukommt, sind die sehr günstigen Warmwasserläufe: Die Sonde ist durch den Kühlbetrieb recht warm und genau das nutzt man dann beim WW-Machen.

Viele Grüße,

Jan

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 20.02.2020 19:50:45
0
2918028
Hallo JanRi,

ich betreibe eine LWWP.

Ich versuche die Pana zu bekommen.

Danke für Deine Erfahrung!

Gruß

Verfasser:
AnneRBG
Zeit: 21.02.2020 21:08:31
0
2918848
Für mich ist so eine Fußbodenkühlung extrem unangenehm. Habe das am Arbeitsplatz und komme damit überhaupt nicht klar. Der Fußboden hat eine Temperatur von ca. 20 Grad, d.h. ungefähr 15 Grad weniger als meine Füße und kühlt mich deswegen von unten her völlig aus, von den Füßen über die Unterschenkel bis zu den Oberschenkeln. Ich sitze deswegen im Sommer mit dicken Decken um die Füße und Beine gewickelt im Büro und friere trotzdem. Nächsten Sommer werde ich den Rat einer Kollegin beherzigen und mir eine elektrische Wärmematte auf den Boden legen gegen diese Kälte. Ich weiß nicht, für welche Konstitution so eine Kühlung taugt, aber zweifellos nicht für alle...

Verfasser:
JanRi
Zeit: 21.02.2020 22:14:25
0
2918876
Bei welcher Raumtemperatur?

Bei uns dürfte der Fussboden nur ca. 2K kälter sein als die Luft im Raum - da haben wir nichts dergleichen bemerkt, weder beim Sitzen noch dann, wenn man direkt auf dem Boden hockt, um mit den Kindern zu spielen.

Verfasser:
AnneRBG
Zeit: 21.02.2020 22:51:37
0
2918895
Die Raumtemperatur ist die meiste Zeit so um die 21-22 Grad. Nur kurzfristig, wenn die Sonne am Nachmittag mal höher kommt, sind es auch mal 23 Grad. An der Differenz zur Raumtemperatur kann es nicht liegen, für mich ist es die Differenz zu meiner eigenen Körpertemperatur, die das Problem ist. Durch den Kontakt der Füße mit dem viel kälteren Boden muss ja irgendwie ein Temperaturausgleich stattfinden, sowohl der Boden als auch meine Körper scheinen gut Temperatur aufnehmen bzw. abgeben zu können. Im Vergleich zur Oberfläche meiner Körperteile hat der Boden auch eine viel größere Fläche und somit Kapazität, meine Körperwärme auszugleichen, da kommt mein Körper niemals dagegen an. Vielleicht kühlen manche Menschen einfach auch nicht so stark aus wie ich, jeder ist anders...

Verfasser:
bauzdf
Zeit: 22.02.2020 12:46:14
0
2919080
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Wenn du im Kühlbetrieb genug Kreise offen hast, ist das[...]


Stimme ich überein: "Wenn".

"Wenn" man z.B. keine Einzelraumregelung hat die je nach Steuergerät alle Ventile mehr oder weniger gleichzeitig zu fährt (schliesslich arbeiten praktisch alle Einzelraumregelungen nicht mit echten %-Werten mit denen der Durchfluss gleitend geregelt wird sondern mit der primitiven Pulsweitenmodulation.
Beispiel: Bei einer Regelperiode von 100 Minuten bedeutet 40% Heiz-/Kühlleistung: Ventil 40 min. ganz auf, 60 min. ganz zu). Upppss, ganz zu? d.h. am Ende des Regelzykus sind alle Ventile zu, die weniger als 100% Heizleistung durchlassen sollen.

Also besser "wenn" man manuelle Ventile hat damit immer genug Kreise offen sind.

"Wenn" man also genau weiß was die Gesamtanlage genau in welchem Betriebszustand macht.

Habe das Zufrieren/Platzen nur erwähnt weil auch ich bis vor Kurzem nichts davon wusste. Hat mir aber ein erfahrener WP-Fachmann erzählt, als ich ihn nach seiner Erfahrung mit dem Kühlen gefragt habe, dass er schon so eine Reparatur an einer ansonst völlig intakten WP hatte. Hat halt der Besitzer nach seinem Gefühl die Temperatur runter gestellt weil es zu warm war und "irgendwas" in der Regelung der Gesamtanlage hat leider nicht mit "irgendwas" anderem zusammengepasst. Teures Pech. Nur darauf wolte ich hinweisen, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.


Abgesehen davon, dass spürbare Stromkosten entstehen. Nur wofür? Für ein halbes Grad weniger Temperatur im Raum? Oder was ist realistisch zu erwarten bei 18 Grad Vorlauftemperatur? Dann ist die Oberflächentemperatur des Fußbodens statt 25 Grad nur 24 Grad? Und das kühlt wie viel von 28 Grad Raumlufttemperatur weg? Bei offener Terrassentür? Oder doch Vorlauftemperatur 10 Grad und Oberflächentemperatur Fußboden 18 Grad? Und dann kommt die Herzallerliebste und beschwert sich dass sie im Sommer Hausschuhe tragen muss. ;-)

Also müsste da vielleicht erst mal, analog zur Heizbedarfsrechnung eine Kühlbedarfsrechung gemacht werden um überhaupt zu wissen, wie die Anlege eingestellt sein sollte um 2, 3 oder 5 Grad runter zu bekommen bei 35 Grad Außentemperatur. (Aber bitte nur mit geschlossenen Fenstern und Türen, sonst explodiert der Energieverbrauch).

Und vielleicht am Rande auch wissenswert wie es bei der eigenen Anlage ist: Schaltet die bei 35 Grad Außentemperatur ab? Hab ich mal z.B. hier gelesen


Auch das umstrittene Thema "Pufferspeicher" beweist: Die Unsicherheit (und bei etlichen auch Unwissenheit) der Installateure bzgl. des Anlagenverhaltens ist einfach groß. Und keiner will netürlich den Kopf hinhalten wenn es schief geht. z.B. wenn die WP im Heiz- oder Kühlbetrieb taktet wie verrückt, was ja hier oft als schädlich für die WP genannt wird.

Rein energetisch ist eine FBH ja selbst ein großer Pufferspeicher. Groß genug um effizient und regelungstechnisch sauber im Wärme- und Kältebetrieb zu arbeiten. Nur durch die "dumme" Regelung der Heizkreise kommt das durcheinander und dann kommt logischerweise der Gedanke auf, die primitive störende FBH-Regelung mit extrem schwankender Wärme- bzw. Kälteabnahme durch den primitiven energievernichtenden aber mit bekannter Abnahme versehenen Pufferspeicher auszugleichen.

Also auch hier: Wer genau weiss was die Gesamtanlage wann wie macht der ist im Vorteil und kann energieeffizient arbeiten. Alles andere ist try and error.....

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