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Telefonkabel und Baggerarbeiten
Verfasser:
Renoviererer
Zeit: 21.02.2020 07:56:20
0
2918302
Hallo zusammen,

ich weiß, dass ich nicht unbedingt im richtigen Forum für diese Frage bin, aber vielleicht hatte hier schon mal jemand ein ähnliches Problem und ich spare mir eine Anmeldung bei einem anderen Forum:

Ich habe ein Reihenendhaus. Zwischen dem Mittelhaus und meinem Haus kam durch die Trennfuge Wasser, was schließlich in die beiden Häuser lief. Ich habe eine Firma mit einem Rundumsorglos-Paket beauftragt. Das heißt baggern, abdichten, Drainage säubern, Drainage Revisionsschacht installieren, zuschütten und Oberfläche wiederherstellen.

Bei den Baggerarbeiten wurde leider mein Telefonkabel zerrissen (es war wohl so, dass ein Hilfsarbeiter einen Lehmklotz vom Kabel nehmen wollte und das Kabel dann abriss). Soweit kein Problem. Die Firma hat eine Schadensmeldung bei der Telekom abgegeben, ein Telekomtechniker (bzw. ein Subunternehmer) kam und hat es repariert. Nun kam die Rechnung des Bauunternehmers. Dort gibt es nun eine Pauschale "Reparatur Telefonkabel" 849€ (=1010€ Brutto).

Nun stellen sich mir natürlich ein paar Fragen: Der Betrag kommt mir erstaunlich hoch vor. Ist der Betrag für das zusammenflicken eines Kabels normal? Und wer kommt für so einen Schaden im Normalfall auf? Hat jemand Erfahrung, ob das notfalls die private Haftpflicht zahlt?

Vielen Dank für eure Unterstützung.

- Der meistens passiv lesende - Renoviererer

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 21.02.2020 08:06:03
1
2918311
Was für ein Kabel?
Kupfer oder Glasfaser?

Und war ein Signalband angebracht ? Also hätte der Arbeiter es sehen können?


Wer hat es geflickt?(Telekom oder ein Elektriker)?
Bei Telekom würde ich nach ner Rechnung fragen beim Bauunternehmen.

Verfasser:
Renoviererer
Zeit: 21.02.2020 08:17:25
1
2918321
Es war ein Kupferkabel (wir haben Internet mit der Vectoring-Technologie).

Signalband gab es. An der gleichen Stelle geht auch mein Hausstrom-Anschluss rein. Sie haben es auch nicht mit dem Bagger durchtrennt, sondern der Hilfsarbeiter beim abreisen eines Lehmklumpens mit der Hand.

Geflickt hat es ein Telekomtechniker (bzw. ein durch die Telekom beauftragter Subunternehmer). Ja, die Rechnung benötige ich im Falle einer regulierung durch Haftpflicht sowieso. Die werden wohl keine Pauschalen auf einer Rechnung akzeptieren.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.02.2020 08:32:20
8
2918328
Wenn Du ein Rundum-Sorglos-Paket gebucht hast und einer der Mitarbeiter der beauftragten Firma Schäden verursacht, warum wird Dir das dann in Rechnung gestellt?
Und welche Haftpflichtversicherung willst Du damit konfrontieren? Deine?
Der ausführende Unternehmer müsste das seiner Haftpflichtversicherung melden, denn er hat ja bei Dir einen Schaden verursacht (bzw. bei der Telekom, der dieses Kabel vermutlich gehört).

Grüße
Martin

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 21.02.2020 08:56:12
1
2918338
Ich würde mal bei der sog. Bauherrenhotline der Telekom anrufen, und nachfragen, was eine Reperatur eines bereits freigelegten Kupferkabel kostet. Das sind sicherlich pauschalen... Dann siehst du recht schnell ob der Betrag überhaupt passt.

Man könnte natürlich darüber streiten wer den Schaden begleicht.
Kannst du beweisen, dass es ein SIGNALBAND gab?
Hast du den Anbieter vorher darauf hingewiesen, dass dort ein Telefonkabel verläuft, oder hat er einen Auszug bei der Telekom rausgelassen? (Das machen die Gartenbauer normalerweise -zur eigenen Sicherheit-, dort sind Telefon + Stromkabel eingetragen)

Wie sind die sonstigen Arbeiten durchgeführt worden? Gut, o.k., schlecht?
Je nachdem würde ich entscheiden wie ich da verfahren würde...
Wie wäre es mit einer 50/50 Regelung?

Verfasser:
ET76
Zeit: 21.02.2020 08:58:08
4
2918339
Komisch, ich kenne keinen, der das Telekomkabel on Hand durchbeißen kann.
Vom Unternehmen verursachte Schäden sind von der Firma zu tragen. Es sei denn, du hast einen Haftungsausschluss unterschrieben.

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 21.02.2020 08:59:20
4
2918340
Schaden übernimmt der Verursacher wenn er es vorher wissen konnte (Kabelpläne, entsprechende Absprachen vorher. Auch wenn man vorher ein Warnband gefunden hat und erst mit der nächsten Schaufel das Kabel erwischt hat). Ob er das selbst bezahlt oder über Haftpflicht wär mir als Bauherr Schnuppe.

Ich würde es von der Rechnung abziehen und einen entsprechenden Brief an die Firma schreiben.

Auf 50/50 würd ich mich nicht einlassen, warum auch ? Jede Firma sollte für sowas ne Haftpflicht haben.

Verfasser:
schaffgut
Zeit: 21.02.2020 09:08:48
1
2918348
Ganz so einfach ist das nicht.
Prüfe was du beauftragt hast
Je spezifischer desto besser; weil sonst könnten Schäden als Leistungsumfang interpretiert werden. Am besten rede mit dem Unternehmen ;
Dann kann man den Sachverhalt erklären/ darstellen

Verfasser:
Renoviererer
Zeit: 21.02.2020 09:17:24
1
2918352
Der Baggerfahrer hat gewusst wo das Kabel ist. Ich habe ihm im Haus gezeigt wo es rein kommt. Er hat dann noch gemessen in welcher Tiefe das Kabel liegt. Das Signalband habe ich in der Baugrube gesehen

Hier ein Bild der Baugrube. Rechts unten sieht man noch das rote, abgeschnittene Signalband.
Bild

Das Kabel geht in ein Stahlrohr. Da kann man durchaus an einer scharfen Kante das Kabel mit der Hand abreisen.

Klar, ich werde mit dem Unternehmen reden. Ich wollte nur vorher mal ein paar Informationen sammeln, bevor ich völlig ahnungslos in die Diskussion gehe.

Vielen Dank schonmal für die vielen Rückmeldungen.

Verfasser:
Deliverer
Zeit: 21.02.2020 10:00:55
2
2918386
Zitat von Renoviererer Beitrag anzeigen
Das Kabel geht in ein Stahlrohr. Da kann man durchaus an einer scharfen Kante das Kabel mit der Hand abreisen.


Ne.

Verfasser:
magucken
Zeit: 21.02.2020 10:07:07
1
2918395
Klingt doch sehr klar danach, dass er es sogar gesehen hat, wenn er irgendeinen Erdklumpen händisch vom Kabel entfernen wollte? War wohl eine "Fachkraft"... wobei diesen normale Telekomkabel ist doch schon fingerdick, nicht so schwach...

Wäre ne Kamera dagewesen, hätte man ja sogar den Beweis, dass er es abriss...

Verfasser:
Gluecksritter
Zeit: 21.02.2020 10:51:04
1
2918430
Wenn der Baggerfahrer weiß wo Kabel liegen ist HANDSCHACHTUNG angesagt.
Alles Andere ist grob fahrlässig.
Warum hat der Baggerfahrer keine Handschachtung gemacht?

Normalerweise haftet der Auftraggeber für alle Schädern. Aber in diesem Fall dann wohl eher der Baggerfahrer.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 21.02.2020 14:01:19
1
2918577
Lies nochmal den Text. Der Baggerfahrer war es dich gar nicht. Sondern es ist bei der handischen Entfernung eines Steins gerissen.

Verfasser:
Nebelmeister
Zeit: 21.02.2020 17:26:06
1
2918728
Moin!

Zu meiner aktiven Zeit als „Kabellöter“ war eindeutig geregelt:

Verursacher zahlt Schaden.

Der Tiefbauer hat vorsätzlich gegen seine Sorgfaltspflichten verstoßen und ein Kunststoff-Telefonkabel reißt man auch nicht mit der Hand durch.
Schaufel und Spaten reichen hier aus.

https://trassenauskunft-kabel.telekom.de/static-content/doc/Kabelschutzanweisung_D.pdf

Auch bei der Kabeltrassenauskunft gibts ne Toleranz: plusminus 30 cm.

Also Rechnung nicht zahlen Hinweis an die Baufirma, parallel dazu
Meldung an deine Privathaftplicht mit dem Hinweis auf den Schadenverursacher.

Dann hast du nicht zusätzlich Stress mit Baufirma und Rechsanwalt.

Kunststoffkabel wurden mittels Hauseinführung ins Haus gebracht, genau so wie das darüber liegende Stromkabel, da is nix mit Stahlrohr in der Wand.

https://www.rose-netztechnik.de/de/warmschrumpftechnik/product/md.html

Und zur Rechnungshöhe:

Anfahrt Kilometer, Material, Arbeitszeit, Korrektur der Planunterlagen, das gibts nich für nen Hunni.

GrussGruss

Verfasser:
Gluecksritter
Zeit: 21.02.2020 23:16:24
1
2918905
Zitat von ThomasShmitt Beitrag anzeigen
Lies nochmal den Text. Der Baggerfahrer war es dich gar nicht. Sondern es ist bei der handischen Entfernung eines Steins gerissen.



... das Kabel wurde nicht von Hand zerrissen - das ist der Teil den ich nicht glaube.

Verfasser:
geiz3
Zeit: 22.02.2020 00:22:07
1
2918926
Ich schätze eher, das Kabel wurde mit dem Spaten oder einer Schaufel "durchgestochen"

Verfasser:
loli
Zeit: 22.02.2020 09:16:28
1
2918971
Hallo

Ob es der Hilfsarbeiter war, oder der Bagerfahrer, ist eigentlich egal. Bezahlen muss es der, der es verbockt hat - und das ist hier die Tiefbaufirma. Ob sie das über ihre Versicherung laufen lässt, oder nicht, kann dem TE auch egal sein.

Wenn die Telekom schon den richtigen Rechnungsempfänger identifiziert hat, ist umso besser... ;-)

Gruß

PS: An Pauschalen fürs Kabelflicken glaube ich nicht.

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 22.02.2020 10:37:53
1
2919021
Das rote Trassenband wurde sicher zum Stromkabel gelegt. Ob der Tiefbauer da noch ein weiteres Kabel erwarten konnte, kommt also auch drauf an, wie weit weg die Telefonleitung gelegt wurde. Durchgerissen per Hand hat das mit Sicherheit keiner! Behebung/Bezahlung des Schadens aber in jedem Fall durch den Verursacher.
btw. Haben die so gearbeitet? Die Leiter im Schacht hat 8 Sprossen, also ca 2,30m. Die Tiefe der Grube dürfte somit > 2,50m sein. Muss nicht ab einer Tiefe von 1,30m der Schacht gesichert (Verbau) werden?😲 Zudem erscheint mit der Arbeitsraum sehr knapp bemessen. Darauf zu achten bist du als Bauherr verpflichtet.🤑

Verfasser:
Martin24
Zeit: 22.02.2020 10:55:13
1
2919031
Zitat von Wolf S Beitrag anzeigen
Darauf zu achten bist du als Bauherr verpflichtet.


Bauchschmerzen hatte ich auch als ich die Leiter in dem winzigen Loch sah.

Aber muss der Laien-Auftraggeber, der einen Auftrag an eine Tiefbaufirma vergibt, wirklich kontrollieren, ob die die UVV und sonstige Vorschriften einhalten?

Grüße
Martin

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 22.02.2020 15:36:26
1
2919177
Nein, das muss der AG bestimmt nicht. Sobald er den Auftrag rechtskräftig an einen Bauunternehmer vergeben hat, ist dieser für die Sicherheit am Bau nach den Bestimmungen der Berufsgenossenschaft Bau zuständig und haftbar.

Auch ist der Kabelabriss Sache de BU und dessen Versicherung, geht dem Bauherren nichts an - ausser er hätte vertraglich die Versicherung übernommen (z.B. Bauherren-Haftpflicht). Der BU muss natürlich fragen, wo welche Kabel zu erwarten sind und der Bauherr muss richtig Auskunft erteilen.

Aber wir kennen den Wortlaut des Vertrages bzw. Auftrages nicht und auch nicht die Auskünfte des Bauherren.

Verfasser:
Renoviererer
Zeit: 24.02.2020 15:12:33
1
2920342
Die Baugrube war ca. 2,80 Meter tief. Die Leiter hörte ungefähr 50 cm unter der Oberkante auf. Öhm, ich habe es zwar gesehen, aber gedacht die werden schon wissen was sie tun. Hätte ich da echt drauf achten und was sagen müssen? Ich wäre sicher nicht in die Baugrube, aber deswegen habe ich es ja vergeben und bezahle viel Geld dafür (In Summe ca. 8600€). Weil ich keine Ahnung habe ob und wie man sowas absichert.

Ich habe mit dem Bauunternehmer geschrieben. Wie bereits geschrieben war das Kabel laut ihm schon angefault und die Reparatur war sowieso notwendig und somit nicht seine Schuld. Leider hat er dies nicht der Telekom mitgeteilt und auch nicht dem Techniker vor Ort. Spätestens dieser hätte das Kabel optisch kontrollieren können.

Seine Versicherung wird nicht zahlen, da Selbstbeteiligung 1000€. Meine Versicherung wird wohl auch nicht zahlen, weil nicht ich das Kabel beschädigt habe. Und die Telekom zahlt nicht, weil das Kabel vor den Baggerarbeiten funktioniert hat und nicht überprüft hat (aufgrund der fehlenden Information) ob das Kabel schon angegammelt war.

Der Betrag auf der Rechnung setzt sich übrigens "aus der Reparaturpauschale der Telekom sowie unseren üblichen Zuschlagsätzen und Bearbeitungsgebühren zusammen."

Wie würdet ihr weiter vorgehen? 1000€...oh man...

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 24.02.2020 15:19:59
2
2920346
Den fraglichen Teil der Rechnung nicht zahlen. Ende der Diskussion.

(Wenn es denn wirklich so war, wie beschrieben).

Oliver

Verfasser:
Nebelmeister
Zeit: 24.02.2020 15:40:25
4
2920362
Moin!

Ein Kunststoffkabel, hier wohl ein

A-2YF(L)2Y STIII BD 2X2X0,4 , im Fermeldejargon auch Matschekabel oder querschnittgelähmt genannt, kann nicht abfaulen, Punkt.

Bei VDSL hätte sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei beschädigtem Kabelmantel bereits Störungen bemerkbar gemacht.

Und, ein Tiefbauer ist fachlich überhaupt nicht in der Lage, eine Notwendigkeit einer Reparatur zu beurteilen.

Und zum Trassenverlauf:

Jeder dressierte Pavian kann ja wohl im Keller erkennen, welche Kabel und Leitungen in welchem Abstand waagerecht und senkrecht in der Kellerwand verschwinden.

Jeder Buddler weiß, welche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind.

Und, ein Bauherr ist kein Tiefbauer, inwieweit abgeböscht oder verbaut werden muss, weiß der Tiefbauer, und da hat der Vortänzer des Tiefbauers auf die Einhaltung der UVV uswusf zu achten,

Zahlung verweigern, Punkt.

Und, hol dir einen Fachanwalt, der gleich mit dem ersten Schreiben dieser dusseligen
Buddelfirma den Ar… hochbindet.

Es gibt keine Reparaturpauschalen und Zuschläge und Bearbeitungsgebühren…….

GrussGruss

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 24.02.2020 16:12:11
1
2920376
Zitat von Renoviererer Beitrag anzeigen
Der Betrag auf der Rechnung setzt sich übrigens "aus der Reparaturpauschale der Telekom sowie unseren üblichen Zuschlagsätzen und Bearbeitungsgebühren zusammen."

Moment, die Rechnung an dich ist nicht von der Telekom sondern vom Bauunternehmen? Und der legt auf den Telekombetrag noch was drauf?

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 24.02.2020 16:50:12
2
2920397
Zitat von OliverSo Beitrag anzeigen
Den fraglichen Teil der Rechnung nicht zahlen. Ende der Diskussion.

(Wenn es denn wirklich so war, wie beschrieben).

Oliver


Genau so ist es. Gesamte Rechnung unbezahlt zurück. Was geht Dich das an?
Die Telekom hat richtigerweise dem BU die Rechnung gesandt als Schadensverursacher und wenn Du keine Übernahme eventueller Schadenskosten im Auftrag getroffen hast und auch die vorhandenen Kabel ihm angekündigt hast, ist er verpflichtet, das über seine Versicherung abzudecken.

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