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Heizungserneuerung EFH (Wärmepumpe) LK Hildesheim
Verfasser:
Imker
Zeit: 20.01.2020 15:26:16
0
2895367
Hallo,

seit einem Jahr mache ich mir Gedanken, wie ich unser EFH zukunftssicher bekomme. Dazu hatte ich bereits in einem anderen Unterforum einen Thread eröffnet.

Die Zeit ist vergangen, ich habe viel gelesen und mich auch mit anderen Personen zu dem Thema ausgetauscht. Hieraus ist jetzt ein relativ konkreter Plan entstanden, den ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte.

Das Ziel am Ende soll sein, dass das Haus relativ kostengünstig durch eine Wärmepumpe mit angeschlossenem RGK geheizt werden kann.

1. Zu erst werde ich kurz das Haus vorstellen.
2. Dann die Maßnahmen aufzählen, die ich unbedingt durchführen lassen möchte.
3. Zum Schluss noch Maßnahmen aufführen, die aus meiner Sicht kein Muss sind, die aber entweder "nice to have" sind oder ggf. das Ziel (WP mit RGK) unterstützen.

1. Das Haus und Grundstück.
Das Haus ist voll unterkellert, im Keller sind Heizkörper montiert, diese haben wir aber nicht im Betrieb. Der Keller soll Keller bleiben (also kalt) und zukünftig nicht zu Wohnzwecken ausgebaut werden.
Auf den Keller folgt das EG und das OG, über den OG folgt ein kalter Spitzboden.
Das Haus wird mit Heizkörpern (Ölheizung) und einem Kamin beheizt, der allerdings ab nächstem Jahr zu viel Feinstaub produziert, also ausgetauscht oder stillgelegt werden muss.

Die Hüllfläche beläuft sich (ohne Keller) auf ~640 m² und der umb. Raum auf ~920 m³.

Die Fassade wurde bereits Anfang der 2000er mit 8 cm PUR gedämmt, so dass die Fassade einen U-Wert von ~0,34 hat (besser als nichts, aber auch nicht wirklich überragend).

Das Haus liegt in der Calenberger Lößbörde, d.h. wir haben als Boden irgendwas zwischen Lehm/Ton und Schluff (im Trenchplaner habe ich Lehm ausgewählt).

2. Folgende Gewerke sollen erneuert werden:
- Dach neu U-Wert ~0,14
- Fenster U-Wert 1,1
- Kellderdeckendämmung U-Wert mind. 0,36 (ggf. besser, bisher keine Dämmung vorhanden = kalte Füße)

Sofern diese Maßnahmen durchgeführt werden, komme ich auf eine Heizlast von ~9kw, siehe Trenchplaner.

3. Folgende Maßnahmen könnte ich mir vorstellen, sofern sie sinnvoll sind:
- Da die Bafa auch Flächenheizungen bezuschusst, könnte ich mir vorstellen im EG den Estrich rauszukloppen und eine Fußbodenheizung verlegen zu lassen. Im OG sind in allen Räumen Dachschrägen vorhanden, hier könnten Wandheizungen installiert werden.
Gerade die Fußbodenheizung wäre schon toll, auch wenn sie das EG für Monate nicht wirklich bewohnbar macht.
- Installation einer KWL mit WRG. Das EG könnte man wohl über den Kniestock/Drempel erschließen, die Decke zum Spitzboden ist aus GKP.
Das wäre eine Möglichkeit, um die Heizlast weiter Richtung ~7kW zu drücken.
- Die Fassadendämmung gucke ich mir zusammen mit einem Energieberater an, vielleicht lässt sich hier noch etwas optimieren.

Da die kfw ihre Zuschüsse erhöht hat, würde ich gerne die Maßnahmen bündeln und versuchen das kfw-Effizienhaus-Programm in Anspruch zu nehmen, um den Zuschuss zu erhöhen.

Auf das Dach (Ost-West-Ausrichtung) passt eine PV-Anlage von 30 bis 40 kWp (hier war ich bereits im PV-Forum aktiv). Speicher ist vorerst nicht geplant.

Wie verhält sich ein Kamin mit einer WP und FBH?
Macht das Sinn, um die Heizkosten zu senken (an Holz komme ich noch relativ günstig dran, wird sich aber irgendwann ändern) oder stört ein Kamin, der nur an ein oder zwei Tagen in der Woche betrieben wird, dem effizienten Betrieb?
Eine Alternative wäre ja noch: Geld für neuen Kamin sparen, Geld für den Schornsteinfeger sparen und den Kamin - im Zuge der Dachsanierung - abbrechen. Auf der anderen Seite hätte ich bei richtig kalten Tagen auch keine Möglichkeit mehr mit dem Kamin zuzuheizen.

Was ist von meinem "Plan" zu halten?
Verbesserungsvorschläge?

Vielen Dank und super, dass es hier so kompetente Hilfe gibt!

Verfasser:
Imker
Zeit: 25.01.2020 21:01:17
0
2899232
Hallo und guten Abend,

scheinbar habe ich nicht konkret genug gefragt, deshalb hier nochmal Fragen, die mich am meisten beschäftigen:

- Auf meinem Grundstück bekomme ich einen RGK mit ~7 kW Leistung realisiert (ohne Bäume fällen zu müssen). Deshalb möchte ich auch die Heizlast des Hauses dort hinbringen. Dafür muss wahrscheinlich eine KWL mit WRG eingebaut werden.
Ist hier eine WP mit integrierter KWL sinnvoll? Oder die KWL separat installieren z.B. auf dem gedämmten Spitzboden?

- Bisher habe ich nur in Immobilien gewohnt, die Radiatoren hatten.
Angedacht ist im EG FBH und im DG Wandheizung. Es wird angeraten ohne ERR die Heizung zu betreiben. Wird die Temperatur dann über die Ventile in den Verteilern geregelt? Im Schlafzimmer reichen ~17 Grad.

- Wenn möglich, würde ich auch gerne mit der WP das Haus kühlen. Kann man das mit der o.g. Technik sinnvoll verbinden?

Vielen Dank!

Verfasser:
ari07
Zeit: 25.01.2020 21:38:16
0
2899250
Hallo Imker,

viele der Fragen sind schon in diversen anderen Threads besprochen und geklärt...also auf jeden Fall hier ganz viel lesen.

KWL und WP als Kombigerät...ist möglich, aber ich denke fast, beides einzeln besorgen, da kommst du günstiger und kannst bei beiden Geräten genau das passende Gerät nehmen.

Wenn du PV vorhast, dann denk über eine modulierende Sole-WP an einem RGK nach, das sollte bei einer Heizlast von 7 kW kein Hexenwerk sein. Gute modulierende WPs findest du in der Liste des BAfA und hier im Forum. Durch die geringe Leistungsaufnahme der modulierenden WP kann der Strom aus deiner PV fast ganzjährig genutzt werden.

Wichtig ist, die Dämmung in allen Bereichen zu verbessern und die passende FBH oder Wandheizung zu installieren, damit die Vorlauftemp der WP gering bleiben kann (ideal unter 30 Grad).

Das fällt mir auf die Schnelle ein.

Verfasser:
BayernSeppi
Zeit: 25.01.2020 22:50:53
0
2899325
Ganz schön langer Text, und scheinst irgendwie untergegangen zu sein.

Folgendes fällt mir dazu ein: Erstmal Glückwunsch zur erfolgreichen Dämmung und dem Plan weiter zu dämmen!

FBH ist auch eine gute Sache, geregelt wird das ganze dann über den Durchfluss. Die Heizkreise sollten aber auch entsprechend der Heizlast ausgelegt sein, damit du mit gleicher Vorlauftemperatur und möglichst gleicher Spreizung (Peile maximal 5° an) in ALLEN Räumen "warm hast".

Was NICHT sein sollte: Ein Zimmer braucht 30° VLT bei 25° RLT um die gewünschte Temperatur zu erreichen, alle anderen könnten mit VLT 27°/RLT 24° auskommen. Dann müsstest du die VLT der Wärmepumpe auf 30° stellen und die anderen Heizkreise "abwürgen" (bis deren Rücklauftemperatur <24° ist), damit es in den Räumen nicht zu warm wird. Deswegen wird in Badezimmern meist auch der Verlegeabstand der FBH verringert, damit es dort trotzdem wärmer wird. Das muss aber raumweise betrachtet werden und hängt von den Fenstern und der Außenwandfläche ab.

Ich denke die KWL mit WRG bringt eine Verbesserung des jährlichen Energieverbrauchs, ob sie geeignet ist die Heizlast zu senken? Seien wir ehrlich, wenn es in der Nacht Norm-Außentemperatur hat wird eh weniger gelüftet (und dank der niedrigen Luftfeuchtigkeit ohne größere Probleme). Also NUR deswegen würde ich es nicht tun, aber im Zuge einer Fenstererneuerung sicherlich trotzdem nicht schlecht.

Ost-West-PV mit 30-40kWp ist super (wobei oberhalb von 30kWp gibts doch wieder Probleme mit der Einspeisevergütung?). Bei so einer Anlage und Flächenheizung würde ICH mir sogar überlegen einen Pufferspeicher einzubauen. Tagsüber 25-30% Effizienzverlust hinnehmen (Speicher 10° höher als VLT aufheizen) wenn der Strom nur 1/2 bis 1/3 kostet wäre eine Überlegung. In einem 1000l Speicher könntest du so ca 10kWh thermisch einspeichern, in einem größeren umso mehr.

Kamin würde ich mir dafür sparen, du holst dir damit Dreck, Arbeit und Schornsteinfeger kosten rein. Ich würde ihn entweder stilllegen oder ganz entfernen. Evtl. könnte auch der PV Installateur Interesse an dem Kamin haben zum Kabel durchwerfen? Ansonsten kannst du natürlich mit dem Kamin zuheizen wenn du möchtest, die Wärmepumpe wird dann einfach ihre Leistung zurückfahren. Außer es soll ein wasserführender Kamin sein, dann würde ich dir raten: Lass es, die Temperaturen von WP und Kamin passen nicht zusammen.

Verfasser:
binga
Zeit: 26.01.2020 05:03:13
0
2899377
Hallo Imker,

wenn Du an die Umsetzung des RGK gehst melde Dich gerne bei mir.

Ich komme auch aus der Gegend und habe gerade ein altes Haus gekauft, das wir komplett energetisch sanieren. Dabei soll auch eine WP mit RGK und PV zum Einsatz kommen.

Vielleicht können wir uns bezüglich Angeboten austauschen.
Generell stehe ich auch für eine Unterstützung beim verlegen des RGK zur Verfügung ab der zweiten Jahreshälfte 2020.

Unser Haus steht ganz im Süden der Region Hannover, an der Grenze zum Landkreis Hildesheim.

Gerne können wir uns dazu auch per pn oder E-Mail abstimmen.

Viele Grüße

Binga

Verfasser:
Imker
Zeit: 26.01.2020 17:32:50
0
2899805
Zitat von BayernSeppi Beitrag anzeigen
... FBH ist auch eine gute Sache, geregelt wird das ganze dann über den Durchfluss. Die Heizkreise sollten aber auch entsprechend der Heizlast ausgelegt sein, damit du mit gleicher Vorlauftemperatur und möglichst gleicher Spreizung (Peile maximal 5° an) in ALLEN Räumen "warm hast".
...


Das heißt dann aber auch, dass in allen Zimmern über den gesamten Winter die gleiche Temperatur herrscht?
Beim Schlafzimmer sehe ich da keine Probleme, beim Arbeitszimmer und beim Gästezimmer müsste aber nicht den ganzen Winter 20 Grad sein. Im Büro bin ich nur Freitags und ggf. paar Stunden am Wochenende.
Oder ist es effektiver die höhere Temperatur über die gesamte Heizperiode zu halten?

Zitat von BayernSeppi Beitrag anzeigen
... Ich denke die KWL mit WRG bringt eine Verbesserung des jährlichen Energieverbrauchs, ob sie geeignet ist die Heizlast zu senken? Seien wir ehrlich, wenn es in der Nacht Norm-Außentemperatur hat wird eh weniger gelüftet (und dank der niedrigen Luftfeuchtigkeit ohne größere Probleme). Also NUR deswegen würde ich es nicht tun, aber im Zuge einer Fenstererneuerung sicherlich trotzdem nicht schlecht.
...

Das heißt, die KWL mit WRG senkt die Heizlast auf dem Papier, aber nicht wirklich im RL? Hmm ... Aber recht hast schon, wir lüften morgens im EG durch (und das auch nicht jeden Tag) und das Schlafzimmer morgens und abends kurz.
Muss ich mir nochmal Gedanken zu machen. Wäre ja doch ein größerer Aufwand, diese zu installieren. Danke für den Denkanstoß.

Zitat von BayernSeppi Beitrag anzeigen
... Ost-West-PV mit 30-40kWp ist super (wobei oberhalb von 30kWp gibts doch wieder Probleme mit der Einspeisevergütung?). Bei so einer Anlage und Flächenheizung würde ICH mir sogar überlegen einen Pufferspeicher einzubauen. Tagsüber 25-30% Effizienzverlust hinnehmen (Speicher 10° höher als VLT aufheizen) wenn der Strom nur 1/2 bis 1/3 kostet wäre eine Überlegung. In einem 1000l Speicher könntest du so ca 10kWh thermisch einspeichern, in einem größeren umso mehr.
...

Die Einspeisevergütung macht da keine Probleme, sondern dann müssen noch zusätzlich technische Schutzvorrichtungen installiert werden. Muss ich aber alles noch abklären, mind. 30 kWp sollen es aber werden.
Hmm.. Pufferspeicher für die Heizung ... Wieder eine Option mehr zum Grübeln. Platz habe ich genug im Keller für Speicher.

Zitat von BayernSeppi Beitrag anzeigen
... Kamin würde ich mir dafür sparen, du holst dir damit Dreck, Arbeit und Schornsteinfeger kosten rein. Ich würde ihn entweder stilllegen oder ganz entfernen. Evtl. könnte auch der PV Installateur Interesse an dem Kamin haben zum Kabel durchwerfen? Ansonsten kannst du natürlich mit dem Kamin zuheizen wenn du möchtest, die Wärmepumpe wird dann einfach ihre Leistung zurückfahren. Außer es soll ein wasserführender Kamin sein, dann würde ich dir raten: Lass es, die Temperaturen von WP und Kamin passen nicht zusammen.
...

Ich ringe tatsächlich selber mit mir, wenn ich die WP realisiert bekomme, ob ein Kamin überhaupt noch "Sinn" macht.
Macht er Sinn als "Notheizung", falls die WP bei drei Wochen und Minus 25 Grad an ihre Grenzen kommt?
Andernfalls könnte man den Kamin auch komplett abbrechen.
Auf keinen Fall ein wasserführender Kamin.
Die PV könnte ich auch durch den Kaminzug der Ölheizung legen.

Zitat von binga Beitrag anzeigen
... Generell stehe ich auch für eine Unterstützung beim verlegen des RGK zur Verfügung ab der zweiten Jahreshälfte 2020.
...


Danke für das Angebot, werde mich melden, wenn es so weit ist. Kann aber noch nicht abschätzen, wann das sein wird ...

Zitat von binga Beitrag anzeigen
... Unser Haus steht ganz im Süden der Region Hannover, an der Grenze zum Landkreis Hildesheim. ...

Welche Gemeinde denn?
Bei mir ist es Elze :-)

Danke für Eure Hilfe :-)

Verfasser:
ari07
Zeit: 26.01.2020 17:45:10
0
2899825
Du hast ohne ERR, gut ausgelegter FBH mit passendem Verlegeabstand und einen ordentlichen hydraulischen Abgleich die Möglichkeit, unterschiedliche Temperaturen in den Räumen zu haben.

Einfach erklärt:
Die Temperatur ist umso höher in einem Raum, umso mehr warmes Heizwasser in der FBH ankommt. Hast du also mehr Rohrleitung im Estrich in diesem Raum (längerer Kreis, aber maximal 100m, geringer Verlegeabstand >=10 cm), fließt mehr Heizwasser durch und erwärmt den Fußboden, der wiederum den Raum. Umso mehr Durchfluss im Heizkreisverteiler du durchlässt, umso wärmer wird es in diesem Heizkreis.
In Bädern ist meist zu wenig Platz für einen langen Heizkreis, da bekomm ich 70-100m Rohr schlecht auf 10qm Fläche. Dort versucht man, das Rohr zusätzlich in die Wand zu bringen, damit wird es auch in kleinen Räumen warm.

Verfasser:
BayernSeppi
Zeit: 26.01.2020 20:00:34
0
2899939
Zitat von Imker Beitrag anzeigen
Das heißt dann aber auch, dass in allen Zimmern über den gesamten Winter die gleiche Temperatur herrscht?
Beim Schlafzimmer sehe ich da keine Probleme, beim Arbeitszimmer und beim Gästezimmer müsste aber nicht den ganzen Winter 20 Grad sein. Im Büro bin ich nur Freitags und ggf. paar Stunden am Wochenende.
Oder ist es effektiver die höhere Temperatur über die gesamte Heizperiode zu halten


Du willst von der Vorlauftemperatur so weit runter wie irgendwie möglich. Damit reicht die Wärme gerade noch aus die Temperatur im Haus zu halten, ein (schnelles) hochheizen ist nicht möglich (sonst hätte man ja die Wassertemperatur noch runterdrehen können. Außerdem ist das Büro innerhalb der thermischen Hülle (Innenwände sind dünn und ungedämmt) und damit würde es zu einem großen Teil über die anderen Räume mitgeheizt werden (welche dann entweder nicht mehr warm werden oder die erhöhte Heizleistung über eine höhere Vorlauftemperatur sehen wollen).
Wenn es ein großes Büro mit viel Außenfläche ist könnte man sich dazu vielleicht etwas überlegen, aber bei nur einem Raum.. einfach mitheizen.

Zitat von Imker Beitrag anzeigen
Das heißt, die KWL mit WRG senkt die Heizlast auf dem Papier, aber nicht wirklich im RL? Hmm ... Aber recht hast schon, wir lüften morgens im EG durch (und das auch nicht jeden Tag) und das Schlafzimmer morgens und abends kurz.
Muss ich mir nochmal Gedanken zu machen. Wäre ja doch ein größerer Aufwand, diese zu installieren. Danke für den Denkanstoß.


Eventuell was dezentrales a la Bayernlüfter einbauen (Schlafzimmer, Bad, Wohnzimmer beispielsweise), dann habt ihr dort trotz dichten Fenstern einen gewissen Luftaustausch.

Zitat von Imker Beitrag anzeigen
Hmm.. Pufferspeicher für die Heizung ... Wieder eine Option mehr zum Grübeln. Platz habe ich genug im Keller für Speicher.


Die JAZ würde sinken, deine Strombezugskosten allerdings auch da mehr Eigenverbrauch.

Mal Beispiel mit den COPs der Heisha gerechnet (Luftwärmepumpe, die Sole WP sollte insgesamt effizienter laufen):

COP bei 2° AT und 30° VLT: 3,93.
Bei 27c pro kWh el kostet dich die kWh therm dann ca 6,9c

COP bei 2° AT für 30 auf 50° (durchschnittlicher COP): 3,16
Bei 10c entgangener Einspeisevergütung und 3c Eigenanteil EEG Umlage (40%, oder bei der Anlagengröße mehr?) also gesamt 13c pro kWh el kostet dann die kWh therm ca 4,1c. Und der Teil wäre unabhängig von Strompreissteigerungen.

Wären bei 1000l dann ca 20-22kWh thermisch die eingespeichert werden könnten. Bei einem Preisunterschied von 2,8c pro kWh therm sind das dann 56cent...
Bei 100 Heiztagen im Jahr maximal 50€.. also vermutlich lohnt sich der Aufwand nicht. Außer man kombiniert es dann mit einer Frischwasserstation für das Warmwasser irgendwie, dafür braucht man ja eh was.

Zitat von Imker Beitrag anzeigen
Ich ringe tatsächlich selber mit mir, wenn ich die WP realisiert bekomme, ob ein Kamin überhaupt noch "Sinn" macht.
Macht er Sinn als "Notheizung", falls die WP bei drei Wochen und Minus 25 Grad an ihre Grenzen kommt?
Andernfalls könnte man den Kamin auch komplett abbrechen.
Auf keinen Fall ein wasserführender Kamin.
Die PV könnte ich auch durch den Kaminzug der Ölheizung legen.


Bin kein Fan von Kaminen, bringen einem nur Dreck ins Haus, kosten Platz, machen Arbeit und verursachen Feinstaub und Schornsteinfeger Kosten.
Solang das Stromnetz läuft würde ich mir bei ordentlich dimensionierter Anlage keine Sorgen machen. Und selbst wenn man letzterem nicht vertraut könnte man rechnen ob Stromspeicher mit Inselfunktion nicht preislich und funktional das attraktivere Angebot wäre, bei solchen Kälteperioden scheint ja die Sonne für gewöhnlich tagsüber. Dann aber den Pufferspeicher wieder rausstreichen, dann hat man ja auch Nachts genug Strom.

Weißt du wie viel der Kamin kosten würde?

Zitat von ari07 Beitrag anzeigen
Du hast ohne ERR, gut ausgelegter FBH mit passendem Verlegeabstand und einen ordentlichen hydraulischen Abgleich die Möglichkeit, unterschiedliche Temperaturen in den Räumen zu haben.

Nur möchte er die Temperatur abhängig vom Wochentag verschieben. Also nur Freitags das Büro aufheizen. Und das würde ICH aufgrund der oben genannten Gründe sein lassen.

Verfasser:
Imker
Zeit: 26.01.2020 20:59:33
0
2899983
Dann ist es wohl besser, man lässt die FBH und die Wandheizung durch einen Fachplaner planen?! Kann mir vorstellen, dass der HB "ums Eck" ggf. etwas überfordert damit sei kann ...

Der Energieberater hat am Freitag die Daten bekommen und wird - hoffentlich - kurzfristig rechnen. Dann sehe ich hoffentlich klarer, wohin die Reise gehen dann. Werde mit ihm auch nochmal das Thema Lüftung aufgreifen.

Danke für Eure Hilfe.

Verfasser:
BayernSeppi
Zeit: 26.01.2020 21:50:41
0
2900020
Ein ordentlicher HB kann das mit Sicherheit, er braucht dafür den Wandaufbau und den Dämmwert der Fenster und sowas.

Muss auch nicht auf das Hundertstel genau sein, aber wenn dir einer bei jedem Raum den gleichen Verlegeabstand bzw die gleiche Heizlast verkaufen möchte dann lauf.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.01.2020 11:37:38
0
2900275
Hi,

Fenster mit U-Wert 1,1 ist was für das letzte Jahrtausend. :-)
Aktuelle sollten um die 0,8 liegen.

Heizlasten vom Energieberater können schwierig sein.
Da spucken die Beratungsprogramme oft zu hohe Merkwürdigkeiten
aus.

Ich habe mal Graben-Leistung gesucht:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Wv7b4T7ei70JeQibSFP2

2 mal 300 Meter 40er Rohr ist einfacher zu verlegen, weil man mit
3 Rohren schnell den Überblick verlieren kann und man muss nur
2 mal durch den Graben.

Die gelben Anbindeleitungen sollte man im Trenchplaner nur für
gedämmte Verlegung wählen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Imker
Zeit: 28.01.2020 13:04:22
0
2901090
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
... Fenster mit U-Wert 1,1 ist was für das letzte Jahrtausend. :-)
Aktuelle sollten um die 0,8 liegen. ...


Danke für die Kritik, werde ich berücksichtigen.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
... Heizlasten vom Energieberater können schwierig sein.
Da spucken die Beratungsprogramme oft zu hohe Merkwürdigkeiten
aus. ...

Sobald ich ein Ergebnis habe, stelle ich es hier zur Diskussion. Eigentlich hatte ich mir dadurch mehr Klarheit erhofft ...

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
... Ich habe mal Graben-Leistung gesucht:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=Wv7b4T7ei70JeQibSFP2 ...


Hui ... da wird aber jeder m² ausgenutzt, danke dafür. Ich hoffe ja immer noch, das ich "nur" ~7kW benötigen werde.

Verfasser:
Imker
Zeit: 11.02.2020 11:04:57
0
2912129
Hallo,

die Grobplanung ist für mich so weit abgeschlossen, dass neben Dach- und Fenstererneuerung und Kellerdeckendämmung, im EG eine FBH und im OG eine Wand- (und ggf. zusätzliche Deckenheizung bei Bedarf) neu installiert werden soll.

Jetzt geht es in die Detailplanung. Laut Trenchplanner komme ich nach Dämmmaßnahmen auf eine Heizlast von ~7,6 kW (siehe Link) bei Fensterlüftung.

Als WP würde ich gerne eine Nibe einsetzen. Reicht hierfür bereits die "aufgebohrte" 6 kW aus?
Oder wäre es doch sinnvoll noch eine KWL mit WRG zu installieren?


Zur Kühlung des Hauses im Sommer: Sollte dies über die WP erfolgen oder doch besser über die KWL oder eine Kombi aus WP und KWL?

Wenn ich es richtig verstehe, kann die Nibe passiv über die Flächen"heizung" kühlen (NIBE Zubehörsatz Passivkühlung PCS 44) oder die WP wird mittels "NIBE Lüftungsgerät ERS 10-400" zu einer Art KWL erweitert?

Welche Funkion hat die Erweiterung "NIBE FLM S45"?

Bei der "richtigen" Kühlmethode im Sommer stochere ich leider noch ein wenig im Dunklen und wäre über Hilfe sehr dankbar.

Danke und Grüße

Christian

Verfasser:
Imker
Zeit: 12.02.2020 12:17:52
0
2912787
Ist es eigentlich möglich über Wohnfläche, Rauminhalt und Heizlast abzuschätzen (überschlägig zu berechnen), welche Kfw-Effezienshausstufe man erreichen kann?

Verfasser:
Imker
Zeit: 23.02.2020 11:02:55
0
2919543
Hi,

die Dämmmaßnahmen stehen so weit und bei Fensterlüftung würde ich auf eine Heizlast von ~7856 W kommen, siehe Link

Würde die Nibe 1255-6 (bei Freischaltung auf 7,5) noch ausreichen oder muss es dann doch zwingend eine KWL mit WRG werden, um die Heizlast weiter senken zu können?

Sofern Fensterlüftung ausreichend ist, wäre der RGK bei der obigen Auslegung mit einer Unterdeckung von ~250 Watt noch ausreichend? Diese Variante hätte weniger Wendungen und wäre daher einfacher zu verlegen.

Ich muss so schon gucken, wo ich den ganzen Aushub lasse. Wahrscheinlich muss mein geliebtes Staudenbeet doch dran glauben ... :-/

Verfasser:
Imker
Zeit: 25.02.2020 06:48:50
0
2920694
Hallo,

mein HB hat weder Erfahrung mit Nibe, noch mit einem RGK. Daher brauche ich Eure Hilfe bei der Fragestellung (siehe oben), ob die S1255-6 bei einer Heizlast von ~7856 W (Link) ausreichend ist oder ob doch zwingend eine KWL mit WRG eingebaut werden sollte? Dann wäre die Heizlast bei 6.330 W.

Danke

Verfasser:
binga
Zeit: 25.02.2020 17:14:16
0
2921009
Hallo Imker,

wenn ich es richtig verstanden habe, sind bei der Heizlastberechnung des Trenchplaners nicht noch Reserven vorgesehen.

Hast Du denn einen Grundofen oder ähnliches Vorgesehen? Um im Fall der Fälle zuheizen zu können?

Verfasser:
Seevetaler
Zeit: 25.02.2020 17:27:23
0
2921019
Zitat von Imker Beitrag anzeigen
oder ob doch zwingend eine KWL mit WRG eingebaut werden sollte?

Als glücklicher KWL-Besitzer kann ich dir nur raten auf jeden Fall eine KWL einzubauen - unabhängig von irgendwelchen Heizlastberechnungen...;-)

Verfasser:
binga
Zeit: 26.02.2020 06:19:44
0
2921225
Wolltest Du denn eine zentrale KWL einbauen, oder eine dezentrale?

Verfasser:
Imker
Zeit: 26.02.2020 12:56:46
0
2921382
Zitat von binga Beitrag anzeigen

wenn ich es richtig verstanden habe, sind bei der Heizlastberechnung des Trenchplaners nicht noch Reserven vorgesehen.


Es sind keine Reserven vorhanden, ok.
Allerdings soll die WP ja 7,5 kW schaffen, das heißt, bei 7,8 kW Heizlast würde die WP nur 96% Wärmeleistung abdecken.
Aus meiner Laiensicht würde ich sagen, für die paar Tage, wo die volle Heizlast abgefragt werden müsste, lohnt sich nicht die größere WP zu nehmen?

Zitat von binga Beitrag anzeigen

Hast Du denn einen Grundofen oder ähnliches Vorgesehen? Um im Fall der Fälle zuheizen zu können?


Einen Grundofen nicht, aber wir werden den Kaminofen im EG wohl behalten. Der steht im EG zentral und könnte auch das OB mitheizen (machen wir jetzt auch schon so).

Zitat von Seevetaler Beitrag anzeigen
Zitat von Imker Beitrag anzeigen
[...]

Als glücklicher KWL-Besitzer kann ich dir nur raten auf jeden Fall eine KWL einzubauen - unabhängig von irgendwelchen Heizlastberechnungen...;-)

KWL, die treibt mich echt um.
Im Spitzboden wäre Platz und die Erschließung des OG und des EG wäre recht einfach.
Im Keller wäre zwar auch Platz, die Erschließung wäre aber viel komplizierter. Dafür könnte ich über den RGK (ggf. ein weiteres Rohr verlegt) die KWL im Sommer kühlen.
Oder die Sole zum Kühlen im Sommer in den Spitzboden führen ... ?!

Verfasser:
ET76
Zeit: 26.02.2020 19:09:28
1
2921592
Nimm die 6er Nibe, nimm die KWL und sei glücklich, nicht am falschen Ende gespart zu haben. Sprich mit deinem Bezirksschorni, wegen Kamin und KWL.
Mittelfristig werden ich auch eine KWL nachrüsten.
Steht dann auf dem Dachboden.
Du machst ja sowieso Deckenheizung im OG. Dann kannst du die 2x 5m Rohr auch bis zum DG ziehen und erstmal Kugelhähne als Abschluss einbauen. Denk an einen großen Durchmesser für die Hauptrohre, ich würde 28mm oder größer nehmen, dann kannst du auch später einen schönen großen Wärmetauscher, egal welcher Bauart in die KWL bauen.
Auch an einen Kondenswasseranschluss denken, wenn du da oben über die KWL kühlen willst.

Verfasser:
Imker
Zeit: 05.04.2020 21:27:13
0
2943185
Hallo,

es ist einige Zeit vergangen und der Energieberater hat ein wenig gerechnet (wegen Kfw-Förderung Effizienzhaus). Laut seiner Aussage würde es unproblematisch zu einem Kfw 85 Haus reichen. Für ein 70er Haus wäre der Aufwand größer als die Einsparung durch die höhere Förderung. Deshalb hat er den WBZ auch pauschal mit 0,1 gerechnet.

Falls hilfrei, der EnEV-Nachweis: Link

Von einem BV ca. 500 Meter entfernt habe ich ein Bodengutachten erhalten:




Kann ich als Bodenart Lehm nehmen oder doch Schluff?

Mit einem Wärmebrückenzuschlag von 0,05 komme ich auf H't-Wert von 0.33 was laut Trenchplaner bei Fensterlüftung knapp 8.000 Watt Heizlast ergibt. Vorgenommen habe ich mir aber auch eine KWL mit WRG zu installieren. Trotzdem würde ich gerne den Graben auf 8 kW auslegen, falls es doch nicht zu einer KWL kommen sollte.

Den kompletten Garten habe ich nochmal mit Maßband ausgemessen und bin mir sicher, dass ich keinen 8 kW Graben verlegt bekomme, ohne dass ich danach nicht eine Mondlandschaft vorfinden werde.
Meine direkte Nachbarin ist meine Großtante mit einer tollen, großen Rasenfläche. Die Idee ist jetzt, dieses Grundstück mit einer Dienstbarkeit zu belegen und dort meinen Graben zu verlegen.

Das Nachbargrundstück würde ich aber gerne nur so viel wie nötig aufbaggern, damit ggf.später ein weiterer RGK für das dort bestehende Haus noch realisiert werden könnte.

Hier mal drei Varianten:

Variante 1: Einfach, würde aber keinen weiteren RGK zulassen aus meiner Sicht.

Variante 2: Mein Favorit, weil wenig Fläche vom Nachbargrundstück umgebuddelt werden müsste.
Frage: Ist es möglich den waagerechten Kollektor so nah neben einen geraden Kollektor zu verlegen (zwischen den Häusern)?
Das hätte hier den Charme, das Stück zwischen den Häusern zu nutzen und der Rest vom Garten wäre fast komplett nutzbar für den ggf. zweiten RGK.

Variante 3: Ein WGK. Macht wahrscheinlich den kleinsten Schaden an beiden Grundstücken, aber auch sinnvoll hier?

Kleiner Hinweis: Falls eine KWL kommen sollte, würde diese auch gerne mit einem Solerohr zwecks Kühlung versehen.

Dann schonmal Danke für Eure Hilfe und bleibt gesund!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.04.2020 12:43:15
1
2944032
Hi,

Bodenlink funzt bei mir nicht.

Variante 4:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=BLd0gkoi6YZGhBavYQ6A

Der Gedanke dabei wäre, das statt der Dienstbarkeit, Du einen Teil
des Grundstücks der Tante mal jetzt oder später erhalten würdest?
Ausserdem wären die "Verwüstungen" bei Tante dann weit weg im
hinteren Teil.

Mit der kleinen Nibe würde 1mal 400 Meter 40er Rohr reichen.
Einfacherere Verlegung und die Verteiler entfallen.
Allerdings müßte nach 200 Meter das Rohr verschweisst werden.

Der gerade Verlauf verläuft doppelstöckig in Art eines Wendegrabens.


Deinen Wendegraben würde ich im Trenchplaner so darstellen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=3MUiapGFpJ2b2msPn5rK

Grüsse

winni

Verfasser:
Imker
Zeit: 07.04.2020 13:50:08
0
2944086
Hallo Winni,

danke für Deine Rückmeldung. Variante 4 gefällt mir sehr gut.

Da meine Großtante alleine lebt, ist geplant, dass das Grundstück bei Zeiten an uns fällt (sofern es vorher nicht gegen ein Platz im Altenheim "getauscht" werden müsste). Daher meine Überlegung mit der Dienstbarkeit.

Die Bodenuntersuchung wird bei mir jetzt auch nicht mehr angezeigt, dann auf ein Neues (Lehm ist in Ordnung?):



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