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Direkt in FBH heizen und kühlen. Worauf achten
Verfasser:
hunne1
Zeit: 25.02.2020 18:28:48
0
2921043
Hallo peterpan 1974

Ich "Würge nicht ab" nun mal um festzuhalten mit eine LWWP wird es technisch-Energetisch etwas schwierig sowas zu realisieren.
Auch Baubiologisch würde ich dagegen plädieren wenn Kleinkinder mit im hauswohnen.
Kinder spielen gerne auf dem Bodenliegend! sollte es gelingen der Fußbodentemperatur um 4k runter zu kühlen mit 18grad VL Temperatur! dann ist eine Erkältung so gut wie vorprogrammiert.

Verfasser:
Arne_
Zeit: 25.02.2020 19:37:34
0
2921086
Ich habe jetzt bereits 2 Sommer mit meiner Buderus LWP aktiv über FBH gekühlt. Dazu habe ich im WZ einen Raumthermostat mit Hygrometer, mit dessen Hilfe die WP den Taupunkt berechnet, sowie im HWR am VL einen Taupunktwächter. Der VL bleibt immer 2° über dem berechneten Taupunkt, minimal 16°, bei Bedarf schaltet der Taupunktwächter die Kühlung temporär aus. In Bad und WC wird nicht gekühlt. Ich empfinde es sehr angenehm auch wenn die Kühlleistung nicht ausreicht, um unter 25° runter zu kühlen.
Diesen Winter habe ich die Dachschräge in meinem Arbeitszimmer mit einer Wandheizung (im Lehmputz) nachgerüstet- ich bin gespannt was die bei der Kühlung zusätzlich bringt. Ggf werde ich dann weitere Räume mit Wandheizung nachrüsten.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 25.02.2020 20:03:06
1
2921097
Zitat:

Auch Baubiologisch würde ich dagegen plädieren wenn Kleinkinder mit im hauswohnen.
Kinder spielen gerne auf dem Bodenliegend! sollte es gelingen der Fußbodentemperatur um 4k runter zu kühlen mit 18grad VL Temperatur! dann ist eine Erkältung so gut wie vorprogrammiert.


Warum?

Bei 18C VL hat der Boden 20C. Die Luft hat 23-24C.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass in den meisten mit Heizkörpern beheizten Altbauten die Situation im Winter sogar noch extremer ist, was das Verhältnis von Bodentemperatur und Lufttemperatur angeht. Da erkälten sich auch nicht reihenweise Kinder.

Unsere Kinder spielen viel auf dem Boden und das war den ganzen Sommer über kein Problem.

Man muss das ganze natürlich SINNVOLL benutzen. Das bedeutet dann: Verschatten und es so steuern, dass man die Temperatur niedrig HAELT. Wenn man bei 30C Raumtemperatur die WP mit 18C VL losballern lässt, dann stimme ich dir zu. Aber genau das ist ja nicht zielführend, weil man damit nicht wirklich gut kühlen kann.

Zitat:

Diesen Winter habe ich die Dachschräge in meinem Arbeitszimmer mit einer Wandheizung (im Lehmputz) nachgerüstet


Das wird viel bringen. Auf dem Dachboden haben wir zwei offene Kreise aus je 85m FBH-Rohr freiliegend in zwei Stauräumen und dazu 3 Schrägwandheizungen von zusammen etwa 27 Quadratmeter. Das funktioniert prima mit der Kühlung da oben.

Zitat:

"Wenn" man z.B. keine Einzelraumregelung hat die je nach Steuergerät alle Ventile mehr oder weniger gleichzeitig zu fährt (schliesslich arbeiten praktisch alle Einzelraumregelungen nicht mit echten %-Werten mit denen der Durchfluss gleitend geregelt wird sondern mit der primitiven Pulsweitenmodulation.
Beispiel: Bei einer Regelperiode von 100 Minuten bedeutet 40% Heiz-/Kühlleistung: Ventil 40 min. ganz auf, 60 min. ganz zu). Upppss, ganz zu? d.h. am Ende des Regelzykus sind alle Ventile zu, die weniger als 100% Heizleistung durchlassen sollen.


Einzelraumregelung ist weder beim Heizen noch beim Kühlen mit einer WP sinnvoll. Ich stimme dir aber zu, dass man so etwas wie aktive Kühlung nicht laufen lassen sollte, wenn man nicht weiss, was die Anlage so macht und wie sie aufgebaut ist.

Zitat:

Für ein halbes Grad weniger Temperatur im Raum? Oder was ist realistisch zu erwarten bei 18 Grad Vorlauftemperatur? Dann ist die Oberflächentemperatur des Fußbodens statt 25 Grad nur 24 Grad? Und das kühlt wie viel von 28 Grad Raumlufttemperatur weg?


Hast du meinen Bericht weiter oben gelesen? Das ist eine Praxiserfahrung, keine Vermutung. Mit permanent 18-19C VL konnten wir 23-24C im Raum halten. Der Fussboden hatte dann ca. 20C, vielleicht auch 21. Habe ich nicht gemessen, kann ich im nächsten Sommer aber nachholen. In jedem Fall fühlte er sich mit nackten Füßen bei 23C Raumtemperatur nicht eisig an.

Nochmal: Von 28C runterkühlen geht damit nicht. 23-24C halten hingegen schon.

Zitat:

Mit einer SWP mit Passivkühlung geht es billiger, aber da hängt ja auch eine teure Sonde oder ein RGK dran
Bei offener Terrassentür?


Die bleibt natürlich zu, wenn es draussen deutlich wärmer ist als drinnen.

Zitat:

Und dann kommt die Herzallerliebste und beschwert sich dass sie im Sommer Hausschuhe tragen muss. ;-)


War bei uns nicht nötig.

Zitat:

Abgesehen davon, dass spürbare Stromkosten entstehen.


Sollte man aber auch relativieren. Ich gerade extra nochmal im Keller... der Kühl-WMZ zeigt tatsächlich 1850 KWh an. Das hat im heissen Sommer 2019 für die genannten 23-24C gesorgt, und zwar durchgehend. Da wir das mit Passivkühlung gemacht haben, war der Stromverbrauch zu vernachlässigen (etwa 20 KWh, siehe weiter oben).

Nehmen wir das mal als Referenz für eine LWP. Wenn sie mit 18C VL und vielleicht 20C RL arbeitet, dann hat die "Quelle" (Rückwärtsbetrieb!) also im Schnitt 19C. Draussen ist es sehr heiss, vielleicht 35C. Die Maschine muss mit etwa 2000 m^3/h Ventilatordurchsatz etwa 2,5 KW wegbekommen und braucht dafür ein Delta-T von etwa 3,7K (3,7K * 0,34 KWh/m^3 * 2000m^3/h = ca. 2500 W). Wir sind großzügig und nehmen etwa 40C als durchschnittliche Temperatur der "Senke" an, also des Wärmetauschers draussen an der LWP. Damit haben wir einen Hub von ca. 20K, was in etwa vergleichbar ist mit dem Heizbetrieb bei mäßigen Außentemperaturen (5C draussen, 25C VL). Damit können wir für eine schlechte (!) WP eine AZ von etwa 4 annehmen - wir wollen ja pessimistisch rechnen. Sie kann also aus 3 Teilen Umweltwärme und einem Teil Strom 4 Teile Wärme machen. Im Kühlbetrieb sieht die Sache aber so aus, dass wir die "Umweltwärme" dem Haus entziehen wollen. Um dem Haus also 3 Teile Wärme zu entziehen, brauchen wir einen Teil Strom und heizen die Umwelt dann mit 4 Teilen Wärme.

Bei meinen 1850 KWh macht das also etwa 620 KWh Strom. Real (AZ 5) wäre es wohl eher 1/4, also ca. 462 KWh Strom. Das sind dann bei sehr teuren 30 Cent pro KWh etwa 140-180 Euro für das Kühlen im Sommer. Wenn man PV hat, dürfte die Hälfte davon auf Eigenverbrauch gehen... macht die Sache günstiger.

Finde ich insgesamt jetzt nicht so schlimm. Man muss halt nur bedenken, dass man es permanent machen muss und sich im VL (und damit der Leistung) beschränkt. Tiefer als 18-19C würde ich auch beim aktiven Kühlen nicht gehen, um all die genannten Probleme zu vermeiden.

Verfasser:
passra
Zeit: 25.02.2020 21:51:25
1
2921164
Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
Allerdings kann ich aus Erfahrung sprechen, dass die KWL trotzdem zu warme Luft ins Haus bläst. Ich habe sie jetzt drei Jahre Konsequent aus und die Temperatur ist besser beherrschbar, als wenn sie an ist.

Lösung:
Kühlregister in die Zuleitung nach dem Zentralgerät einbauen und ebenfalls mit kühlem Heizungswasser versorgen, das muss nicht mal geregelt werden.

Verfasser:
Oeko2020
Zeit: 26.02.2020 07:00:50
4
2921236
Die FBH auch für Kühlung einzusetzen habe ich bereits vor 25 Jahren gemacht und seither bin ich in diesen Bereich ein Wiederholungstäter. Der Einsatz einer Flächentemperierung hat in allen Bereichen seine physikalischen Grenzen und die sich daraus ergebenden Grenzwerte sind klarerweise einzuhalten. Im Normalfall hat der Fußboden eine mittlere Oberflächentemperatur von 21°- 22°C. Das sind die selben Temperaturen wie bei einen ungeheizten Gebäude in der Übergangszeit. Das Taupunktproblem ist in unseren Breitenregionen bei diesen Temperaturen auch kein Problem. Die Erfassung der reinen Raumtemperatur als Behaglichkeitskriterium ist unzureichend, da es hauptsächlich auf die Behaglichkeitstemperatur ankommt. Diese ergibt sich aus dem Mittel der umgebenden Wandtemperaturen und der Lufttemperatur.
Zur Behaglichkeit gehört ebenfalls die relevante Luftfeuchtigkeit.
Bauteiltemperierungen sollten durch Aktivierung der vorhandenen Speichermassen
immer längerfristig betrieben werden und sind daher auch nicht für kurzfristige Spitzenlasten konzipiert. Speziell im Kühlfall kommt man im Normalfall mit relativ geringen Leistungen aus, da die Hauptlast durch direkte Sonneneinstrahlung erfolgt.
Dieser extreme Spitzenlastanfall ist daher im Normalfall nur für wenige Stunden gegeben. Hier sollte eine Dimensionierung nicht nach Spitzenleistungskriterien sonder noch der erforderlichen Kühlenergiemenge in einer bestimmten Zeitperiode erfolgen.
Als Beispiel für einen 20 m² Raum mit einer spez. Kühlleistung von 30 W/m² ergibt das eine Leistung von 600 W. Diese Leistung könnte die anfallende Kühllast durch ein größeres Fenster nicht mehr abdecken. Wenn jedoch die mögliche Tageskühl- energiemege von 600 W x 24 Stunden betrachtet wird, so ergibt sich eine mögliche Kühlenergiemenge 14.400 W. Mit dieser Kühlenergiemenge wird dann eine ausreichende Behaglichkeit im Raum hergestellt. Daher funktionieren viele FBH auch im Kühlbetrieb zur Zufriedenheit der Anwender.

Verfasser:
Steeli
Zeit: 27.02.2020 13:21:26
2
2921958
Wir haben Ende 2018 unser Haus bezogen, KFW 55 Massic. LWWP mit Kühlfunktion. Im heisen Sommer 2019 haben wir über längere Zeit auch gekühlt und sind sehr begeistert.

Wir hatten bei 30 Grad Außentemperatur trotz Beschattung 24-25 Grad im Haus ohne Kühlung. Teilweise hatten wir am Oberrhein Tagsüber 35 Grad und mehr. Trotzdem bleibt die Temperatur beim Kühlen via WP im Haus unter 23 Grad tagsüber und unter 22 nachts. Vorlauf liegt bei 14-15 Grad, Rücklauf bei 17-18 Grad. Überflächentempertaur des Fussbodens wird morgens und abends gemessen und liegt bei 19-20 Grad, Taupunkt bei ca. 17 Grad.

Stromverbrauch alledings ca. 10KWh pro Tag, aber das ist es mir absolut wert gerade beim Schlafen. Einziger Wermutstropfen: Barfuss gehen ist nicht so toll aber damit kann man bei 38 Grad Aussentemperatur und mehr leben.

Feuchtigkeit absolut kein Problem, vermutlich wegen KWL mit Enthalphie Wäremtauscher.

Vorteile: Kein störender, lauter und kalter Luftstrom wie bei einer Klimaanlage, alle Räume lassen sich kühlen die heizbar sind. Keine Zusatzkosten da Kühlfunktion Standard bei Rotex ist.
Nachteil: Kühlfunktion sollte 48 Stunden vor der Hitzeperiode aktivert werden.

Rein vom Gefühl her wird das Kühlen via Fussboden hier immer von Leuten schlecht gemacht die es selber nie im Einsatz hatten. Auch könnte ich mir vorstellen dass die Gebäudehülle auf aktuellem Dämmstandard sein sollte sowie zusätzliche Beschattung der Fesnter obligatorisch ist.

Verfasser:
peterpan1974
Zeit: 27.02.2020 13:27:11
0
2921962
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Zitat von peterpan1974 Beitrag anzeigen
[...]

Lösung:
Kühlregister in die Zuleitung nach dem Zentralgerät einbauen und ebenfalls mit kühlem Heizungswasser versorgen, das muss nicht mal geregelt werden.


Wir lassen das einbauen, wenn die Kühlung über die FBH nicht richtig funktioniert. Stichwort Luftschichtung.

Ansonsten fahren wir die letzten drei Jahre ganz gut, wenn im Sommer die KWL aus ist und nachts die Fenster geöffnet.

Eine KWL funktioniert ohnehin nur bei geschlossenen Fenstern und Türen. Die Türen sind jedoch bei uns wegen der Kinder immer offen, zumindest unsere kleinste Terrassentür.

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