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Meinungen zum Neubau
Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 11:20:23
0
2921896
Hallo zusammen,

ich war hier bisher als stiller Leser unterwegs und bin wirklich begeistert über das vorhandene Fachwissen und die Hilfsbereitschaft welche hier vorzufinden ist. Ich hoffe daher, dass ihr mir bei meinem geplanten Projekt auch helfen könnt. Ich schicke allerdings vorweg, dass ich kompletter Baulaie bin und zwei linke Hände habe ;)

Geplant ist ein EFH mit Satteldach (Ost/West Ausrichtung) in 56154 Boppard, 153 m², kein Keller, 1,5 Geschosse. Dazu ein kleines Flachdach über dem etwas heraus stehenden Wohnbereich.
Als Heizung ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Ringgrabenkollektor (vorbehaltlich dem noch ausstehenden Bodengutachten) geplant. Ergänzt werden soll das Ganze mit einer PV-Anlage und einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Grundstück ist 610 m² groß. Wir planen mit einem 36,5er Poroton T8.

Die Energieberaterin die wir uns aufgrund der angepeilten KfW 55 Förderung nehmen mussten, hatte den Auftrag die erforderlichen Maßnahmen zusammen zu fassen welche zur Erfüllung von KfW 55 erforderlich sind. Hier ging es hauptsächlich um die Dämmung der Bodenplatte und des Dachs. Sie hat mir soeben den Energieeinsparnachweis übersendet welchen ich in Teilen (23 Seiten) gerne mit euch teilen würde. Meine zentralen Fragen an euch wären daher: Wie bewertet ihr die Werte und die vorgesehene Dämmung? Wo gibt es Optimierungsbedarf (natürlich in einem vernünftigen Kosten/Nutzen - Verhältnis)? Was könnte man anders/besser machen?
Die max. Gebäudehöhe ist nach Aussage des Architekten übrigens bereits ausgenutzt. Eine meterdicke Aufsparrendämmung (natürlich übertrieben) kommt daher nicht in Betracht.

Auszug aus dem Energieeinsparnachweis:

3 Decke zum Dachge., Dach
3.1 24 cm Sparren Däm24 + 10 RW U-Wert 0,148
3.2 Flachdach 20 cm WLG-030 U-Wert 0,159

4 Grundfläche, Kellerdecke
4.1 Bodenplatte + 140WLG 040 U-Wert 0,148

Summe U-Wert 0,202
H'T 0,252
Jahres-Primärenergiebedarf 30,4 KWh/m²a
Endenergiebedarf 16,9 KWh/m²a

angerechneter Jahresstromertrag der PV-Anlage (gerechnet mit 40 m² Westausrichtung) 2324 kWh

Sollten wichtige Zahlen fehlen, liefere ich diese gerne nach.

Gruß

Shifty

Verfasser:
mdonau
Zeit: 27.02.2020 11:35:22
4
2921905
Noch eine Nummer weiter gehen und KfW40+ machen.
Dafür muss nur noch etwas an der Gebäudehülle gefeilt werden, bei der PV würde ich eine Vollbelegung anpeilen, ggf direkt als Eindeckung.

Für den RGK reicht dann eine 300m Rolle DA40 vollkommen aus.

Massivbauweise? Bauteilaktivierung einplanen...

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 11:45:43
1
2921912
Hallo mdonau,

schon mal vielen Dank für deinen Input. Ja, wir bauen massiv mit Poroton. KfW 40+ kommt für uns leider nicht mehr in Betracht, da wir die komplette Planung auf 36,5er Poroton ausgelegt haten und das Grundstück schon sehr schmal ist. Das würde vermutlich den kompletten Grundriss zerreissen.
Bauteilaktivierung klingt auf jeden Fall sehr spannend. Da werde ich mich auf jeden Fall mal einlesen. Kannst du abschätzen was die Mehrkosten bei einem EFH betrifft? Und kennst du dazu auch Nachteile? Also ob z. B. der Platzbedarf größer ist?

Gruß

Shifty

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.02.2020 13:05:13
2
2921949
Vielleicht geht KfW 40 doch?
Es gibt Poroton oder Bimssteine mit U-Wert ca. 0,16, einschl. Putz.

Flachdach könnte man einfach mit PUR-Dämmung etwas verbessern.

Wenn die Wärmebrücken einzeln berechnet würden, wäre höchst-
wahrscheinlich auch noch eine signifikannte Minderung von H,t drin,
denke ich.

Was bedeutet "RW" bei 3.1. ?

Grüsse

winni

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 14:41:42
1
2921994
Hallo winni,auch dir vielen Dank für die Antwort. Bims möchten wir nicht da der Schallschutz nicht so gut ist. Außerdem liest man ja immer mal etwas über die ominöse Strahlung :DIch habe gelesen, dass ein Poroton T 6,5 ab Mai wohl raus kommt bei dem die 36,5 cm für KfW 40 reichen. So lange werden wir aber wohl nicht warten wollen. Und dann müsste der Stein ja auch sofort verfügbar sein.Was das RW heißt weiß ich leider nicht.Reicht die Dämmung der Bodenplatte oder habe ich einen ultimativen Mehrwert wenn es etwas anderes als Dämmung wird oder die Stärke geändert wird?Ich würde ja einfach mal schätzen, dass der Ht-Wert noch etwas besser wird, da die Energieberaterin für Fenster und Türen die Mindestanforderungen eingerechnet hat. Für den RGK komme ich ohnehin nochmal auf dich zu wenn das Bodengutachten vorliegt ;)Die PUR-Dämmung merke ich mir - vielen DankGrußShifty

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.02.2020 15:10:00
1
2922011
https://www.juwoe.de/de/empfehlung/ziegel-hausarten/MZ60_MZ65.php

Über Strahlung weiss ich nichts, aber ich kann mir nicht vorstellen, das
so ein Bimsbetonstein schlechte Schalldämmwerte hat?
https://www.bisotherm.de/produkte/aussenwandmauersteine/bisomark.html

Generell kann man aber nicht sagen, ich brauche diesen oder jenen Stein
für KfW40, weil das ein Konstrukt aus allen gedämmten Flächen und
dem Wärmeerzeuger ist.

Der Bodendämmwert ist sehr gut, sehr gute Dach-U-Werte wären ca.
0,1, was dann auch auf dem Weg zu KfW40 helfen könnte, aber die
genannten Werte sind zumindest gut.

Grüsse

winni

Verfasser:
flo79
Zeit: 27.02.2020 15:15:26
1
2922014
shifty. PUR-Dämmung wurde schon genannt.
Dach sind nur die Sparren ausgedämmt? Hier könnte man eine Untersparrendämmung ergänzen wenn preiswert realisierbar.

Bodenplatte. Was das für Material? Aufbau? Könnte man evtl. optimieren.

Poroton. Ungefüllter 36,5er T8 oder mit Füllung? Ungefüllt bin überhaupt kein Freund davon. Sehr dünne Stege beim Stein. Schallschutz naja.

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 15:36:59
0
2922025
Der Bodenaufbau ist folgender:
1. Perimeterdämmung 040 120mm
2. Normalbeton DIN 1045 250mm
3. Abdichtungsbahn 0,90mm
4. Polystyrolhartschaum 030 80mm
5. Systemträgerplatte 30mm
6. Zementestrich 60mm
7. Bodenbelag Fliesen o. Ä.

Die Dachdämmung schicke ich auch gleich mal mit:

1. Gipskarton 12,5mm
2. PE-Folie
3. Mineralwolle 035 240mm
4. Aufdachdämmung RW-GF 35mm


Wenn doch gefüllter Ziegel, dann eher Perlite oder Mineralwolle?

Gruß

Shifty

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 27.02.2020 15:53:46
0
2922027
Einfache Maßnahmen:
Bodenaufbau:
4 und 5 durch 11cm PUR beidseitig Alukaschiert 023 ersetzen und darauf eine Rasterfolie

Dach:
3. Mineralwolle 032 statt 035.

Aber das wird nicht für KFW40plus reichen...

Muss es monolithisch sein?
T8 in 36,5cm hat einen U-Wert von 0,211
T12 in 24cm + 12cm EPS 032 hat einen U-Wert von 0,169 + besserer Schallschutz

Verfasser:
flo79
Zeit: 27.02.2020 16:01:36
0
2922028
Michael hat schon einiges geschrieben wobei sich 032er Miwo für mich nicht rentieren.
Dann evtl. lieber noch 4-6 cm Untersparrendämmung nehmen.

Gefüllter Ziegel ist besser. Würde Perlite nehmen.
Wandaufbau ist Glaubensfrage. Wenn ohne Zusatzdämmung würde es bei mi auch immer der T8 Perlite in 36,5 cm werden.

Ansonsten wie beschrieben. Tragende Schicht plus Dämmung.

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 16:18:47
0
2922037
Super, vielen Dank euch.
Ich konfrontiere die Energieberaterin dann mal mit den Änderungsvorschlägen.

Gruß

Shifty

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 27.02.2020 16:28:58
0
2922042
Ich hab gerade mal in Ubakus geschaut.
Wenn er die Perimeterdämmung unter der Bodenplatte auf 035 ändert und innen auf PUR mit Alu geht kommt er auf einen U-Wert von 0,12. Das wäre schon ausgezeichnet.

4. Aufdachdämmung RW-GF 35mm
Scheint mir eine Rockwool Steinwolleplatte zu sein.
Aber der U-Wert vom Dach ist mit der jetzigen Planung schon bei 0,12. Da muss man denke ich nicht ran.

Die Außenwände mit ihren 0,211 fallen recht stark auf durch einen "schlechten" Dämmwert.

Eventuell nochmal bei Fenster und Haustür schauen mit was gerechnet wurde und ob da noch was geht.

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 27.02.2020 17:17:41
0
2922063
Okay ich merke schon, an die Wände muss ich definitiv noch mal ran. Fenster wurden mit 0,8 gerechnet. Haustür, Außentür (Garage/HWR) und ein Dachfenster mit 1,1.

Zur monolithischen Bauweise hatte der Architekt geraten. Warum weiß ich aber tatsächlich gar nicht.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 27.02.2020 22:02:02
1
2922213
Gerade wegen des Platzbedarfs und des (bisher geplanten) Dämmwertes würde ich die monolithische Bauweise wirklich in Frage stellen.
Vorgeschrieben sind meines Wissens auch in RP Außenwände mit (mindestens) 17,5 cm, dazu könnte man 18 cm Dämmung nehmen, plus Putz machen auch ~36,5 cm.

Damit handelt man sich ein paar Vorteile ein:
- höhere Dämmwerte erreichbar
- besserer Schallschutz
- Fenster (und Türen) lassen sich in die Dämmebene setzen, Wärmebrücken werden vermieden) (Laibung muss nicht extra gedämmt werden.)
- besserer Hitzeschutz, da die Gebäudemasse nahezu vollständig innen liegt.

-außerdem:
GFZ: Boppard (PLZ: 56154) in Rheinland-Pfalz gehört, bezogen auf die Koordinaten der Ortsmitte, zur Erdbebenzone 1 sowie zur Untergrundklasse R.
D. h.: Auch wenn das zu errichtende Gebäude einer niederen Gebäudeklasse angehört und ein Standfestigkeitsnachweis nach DIN 4149 nicht geführt werden muss, würde ich gerade deswegen von einem Stein (Poroton), der kaum Scherkräfte aufnehmen kann, absehen.

andere Nachteile
- Bauarbeiter verbauen nur mit Widerwillen gefüllte Porotonsteine
- Wasserschäden können wegen der vertikalen Struktur nur schwer geortet werden

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 28.02.2020 06:55:01
0
2922295
Danke für den Input. Ich sehe allerdings ein Problem: Die Garage steht bündig am Haus und die rechte 36,5er Außenwand des Hauses dient gleichzeitig als linke Wand der Garage. Geplant ist die Grenzbebauung. Wenn ich mich jetzt tatsächlich vom monolithischen Wandaufbau Richtung WDVS verabschiede... das wird ja nicht funktionieren die Garage an das WDVS "anzulehnen". Oder habt ihr da Ideen?

Gruß

Shifty

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 28.02.2020 10:37:58
1
2922392
Das geht schon. Dann ist die Dämmung bei der gemeinsamen Wand halt in der Garage.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.02.2020 10:45:31
2
2922399
Oder man baut an der Stelle dann monolitisch.

An der Stelle werden die Wärmeverluste eh geringer gerechnet,
weil gegen unbeheizten Raum.

Grüsse

winni

Verfasser:
Ralph.K
Zeit: 28.02.2020 12:26:14
0
2922477
Hallo Shifty,

sind gerade auch am Haus bauen und standen vor kurzen vor den selben Entscheidungen. Gestartet mit Kfw55 und rausgekommen bei Kfw40+.

Fangen wir mal von oben an.

Dach: Zwischensparren 24cm + Untersparren 8cm mit WLG032 = Uwert ca. 0,13, haben nur im Treppenhaus ca. 18m², sonst würde ich da eher Aufsparrendämmung nehmen.

Falchdach: PUR WLG024 und 028 ca.24cm Uwert 0,10

Ziegel: Leipfinger Bader W07 Silvacor, erst 42,5cm ungefüllt dann doch den mit Holzwolle verfüllten. Vorteile neben besserer Dämmwerte, besserer Schall- und Hitzeschutz. Uwert 0,16

Bodenplatte: 2 x 8cm XPS mit PUR im Bodenaufbau dann Uwert 0,12

Fenster: 0,8 ist ok, darf auf keinen Fall schlechter werden. Fenster machen in der Berechnung mehr aus als man meint.

Haustür: 0,8 ist sportlich aber machbar. Gibt auch Passivhaustüren mit unter 0,7 aber die kosten natürlich auch ne mehr und fallen weniger ins Gewicht.

Dachfenster: 1,0 oder wenns das Zünglein an der Waage ist auch 0,8 machbar. Roto.

Habe damals den Energieberater einige Varianten durchrechnen lassen aber ohne den 42,5er Ziegel wären wir nie auf die geforderten Werte gekommen. Zumal wir noch recht viel Fensterfläche haben.
Flächenbezogen macht die Aussenwand und die Dachdämmung am meisten aus. Die Bodenplatte fällt bei der Berechnung nicht so stark ins Gewicht, wird bei uns mit Keller, auch nur mit 0,4 gewertet. Wie ist das ohen Keller?

Wie du siehst musst du überall noch ein paar cm mehr Dämmen und wohl einen stärkeren Ziegel nehmen. Bin auch kein Fan von WDVS, dann lieber gleich Holzständerbauweise.

Grüße,
Ralph

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.02.2020 13:41:52
0
2922510
Dachfenster gibt es sogar für Schw...geld mit U-Wert 0,51. :-)
Fünffach-Glas!!!
https://www.velux.de/produkte/dachfenster/passivhaus-dachfenster

Grüsse

winni

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 28.02.2020 13:42:45
0
2922511
Allen schon mal vielen Dank für die rege Beteiligung und den hilfreichen Input. Die 36,5er Wände stehen bei uns definitiv. Alle Pläne wurden danach ausgerichtet und ich möchte nicht alles komplett wieder über den Haufen werfen. Ich werde mich heute Abend bei Zeit mal an den Rechner setzen und versuchen ein paar Wandaufbauten zu berechnen mit denen ich KfW 40 förderungsfähig wäre. Da bin ich dann auch kompromissbereit und würde ggf. auf Poroton verzichten.

Ob es bei uns wirklich KfW 40 Plus sein muss - ich weiß nicht. Der Unterschied wären der PV-Speicher und die Visualisierung PV oder? Bei punktuell mehr Dämmung um KfW 40 zu erreichen bin ich gerne dabei aber da würden sich die Mehrkosten vermutlich auch einigermaßen im Rahmen halten oder bin ich da auf dem Holzweg? Meint ihr die 6.000 Euro Tilgungszuschuss reichen für Verbesserung der Bodenplattendämmung und Dachdämmung? Fenster und Türen wollte ich ohnehin mit gutem U-Wert nehmen - die oben angegebenen Zahlen dürften ja nur die Mindestanforderungen der Energieberaterin (und schlussendlich auch der KfW) sein.

Gruß

Shifty

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 28.02.2020 21:36:06
1
2922729
Nach schier endloser, weiterer Recherche kann ich feststellen, dass irgendwie jeder Wandaufbau seine Daseinsberechtigung hat. Ich muss ehrlich gestehen - mit WDVS werde ich einfach nicht warm. Dass ich einen besser dämmenden Stein als den T8 nehmen sollte sehe ich ein. Ich wäre momentan beim MZ65 ThermoPlan Ziegel (U-Wert 0,17 bei 36,5 cm). Diesen werde ich in Verbindung mit den vorgeschlagenen Verbesserungen (PUR) bei der Bodenplatte und der Dachdämmung sowie der Optimierung der Dämmung des Flachdachs mal rechnen lassen und hoffen, dass es für KfW 40 reicht.

Gruß

Shifty

Verfasser:
Ralph.K
Zeit: 29.02.2020 09:29:57
1
2922835
Wow wusste nicht dass es so gute 36,5er Ziegel gibt. Damit könntest du es wirklich auf kfw40 schaffen. Mit den 6k solltest du da auch hinkommen. Würde das aber auch bissl langfristiger betrachten. Du hast durch die bessere Dämmung natürlich über die nächsten 50 Jahre auch weniger Heizkosten...

Dein Energieberater wird dir immer nur die geforderten Mindestwerte errechnen. Besser als kfw40 ist meiner Meinung nach auch nicht wirklich rentabel. Is ja eh schon Irre wie gut das 40er Haus gedämmt ist. Und wenns nicht klappen sollte kannst du auch im 55er Haus ein entspanntes Leben führen ;)

Über den Schritt zum 40+ lässt sich streiten, da der Akku wohl schon die weiteren 6k auffressen wird. Trotz Verluste beim Akku Laden und Entladen hat er doch einen gewissen Mehrwert. Zum Beispiel kannst du selbst mit dem kleinsten geforderten Akku Nachts die Grundlast des Hauses abdecken. Also wenn Akku, dann nur den kleinsten nach der Mindestanforderung, für mehr sind die Dinger einfach zu teuer. Wenn PV eh gesetzt ist dann kannst auch gleich auf das + mit kleinem Akku gehen. Visu ist eh Standard. Das sieht erstmal nach viel Geld aus aber du wirst später nicht mehr die Chance haben, dass dir der Staat so viel Förderung gibt.

Grüße,
Ralph

Verfasser:
Shifty89
Zeit: 03.03.2020 14:51:41
0
2924587
Hallo zusammen,rund um den Bau treiben mich immer mehr Fragen umher. Ich hoffe natürlich, dass ihr diese beantworten könnt. Auch bin ich mir unsicher ob ich mehrere Threads in den verschiedenen Unterforen erstellen soll da meine Fragen ja schon sehr breit gefächtert sind oder ob ich diesen Thread hier durch "fließen" lasse. Ich möchte ja niemanden verärgern weil ich das Unterforum Dämmung nutze und dann irgendwann Fragen zu Wärmepumpen stelle.Kurzes Update:Die Anfrage KfW 40 mit euren Verbesserungsvorschlägen (0,17er Thermoziegel, PUR-Dämmung, zusätzliche Untersparrendämmung) habe ich mit der Bitte um Berechnung an die Energieberaterin geschickt. Mit einem Bekannten der auf dem Bau arbeitet habe ich auch nochmal gesprochen. Er hatte mich gefragt warum ich keinen Bisotherm nutze. Hier blieb mir nur das was ich im Netz gelesen hatte: Geringe Rohdichte, schlechter Schallschutz. Ins Grübeln brachte mich die Frage trotzdem...36,5er Stein und monolithischer Wandaufbau steht fest. Hat jemand Erfahrung mit Bisotherm?Mein Architekt ist leider nicht der Gesprächigste daher weiß ich leider auch nicht was bei den Innenwänden geplant ist. Die tragenden Wände macht man aus dem selben Material wie die Außenwände, nur dünner? Und den Rest per Trockenbaueleement? Oder sind Mischungen auch üblich? Ich würde jetzt am ehesten zu KS tendieren wenn ich ans Schleuderprogramm der WaMa denke.Im EG würde ich gerne zu 90 % Spots in der Decke verbauen. Das sollte ja beim Neubau ohne Abhängen der Decke funktionieren)? Könnte es da Probleme wegen der FBH und der BKA im OG geben? Lichte Deckenhöhe ist mit 2,59 m geplant.Und dann hab ich noch was zur PV: Sollte ich es tatsächlich auf KfW 40 schaffen, wäre das Mehr zu 40+ ja "nur" der Speicher. Einen kleinen Speicher bekommt man doch sicher inzwischen für 6000 Euro oder? Dann wäre ich ja blöd wenn ich auf 40 bleibe. Oder habe ich da einen Denkfehler? Überall heißt es ich solle am Besten das ganze Dach mit PV voll legen. Lohnt sich das Einspeisen überhaupt noch? Bis ich nächstes Jahr mit dem Bau fertig bin ist die Vergütung vermutlich nur noch bei 8ct/KWh oder so. Danke schon mal!GrußShifty

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 03.03.2020 15:30:07
0
2924614
BYD B-Box H5.1 gibt es für 3,3k€ und ist ein guter Kompromiss aus sinnvoller Größe und Kosten. Zudem ist BYD ein renomierter Hersteller für Batterien und verwendet eigensichere LiFePos.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.03.2020 16:32:11
0
2924657
Es ist ganz normal in einem Bau verschiedene Steine für verschiedene
Anforderungen zu verbauen.

Es gibt da was von Bisotherm, aber der Download klappt bei mir nicht:
https://www.bisotherm.de/know-how-service/biso-schallschutz-guide.html

Spots in der Betondecke finde ich ziemlich aufwändig und in Zeiten von
LEDs gibt es so viele Möglichkeiten bei der Beleuchtung.
Sicher in Verbindung mit BKA eine weitere Komplizierung, auch für den
Staiker?

Ich bin da in der Förderung nicht so drin, aber grundsätzlich finde ich
Stromspeicher in Häusern noch nicht sinnvoll, solange der Strom
irgendwo anders eine sinnvoll Verwendung findet.
Was PV-Vergütung angeht, schaun wir mal, aktuell scheint auch dieses
Problem politisch verschlafen zu werden. 52 GW-Deckel.
Dann könnte ein Stromspeicher zumindest wirtschaflich interessanter
werden.

Der Strombedarf der EFH-Haushalte könnte mit der E-Mobilität
deutlich zunehmen ud so eigener PV-Strom noch interessanter.

Grüsse

winni

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