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Beatmungsgerät selber bauen
Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 13.03.2020 18:03:29
0
2930097
Hallo,

wenn man von einer Anzahl 28.000 Intensivbetten an Deutschland ausgeht, könnte die Notbeatmung knapp werden.

Hat schon mal einer daran gedacht den häuslichen Kompressor aufzurüsten?

MfG
uwe

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 18:26:50
2
2930102
Nützt nichts.
Im ersten Moment als ich an sowas dachte, dachte ich an den Beatmungsbeutel, den ich seit langem im Auto spazierenfahre (und auch schonmal erfolgreich benutzt habe).
Das hilft aber nur bei Leuten, die nicht mehr selbstständig atmen können.
Das ist bei Corona-Patienten aber gar nicht der Fall. Bei denen ist das Problem, dass sie zwar atmen können, die Lunge den Sauerstoff aber nicht ins Blut transportieren kann. Da hilft es leider gar nichts, denen Luft in die Lungen zu pressen.
Das einzige was dann hilft, ist Sauerstoff.
Eine 10l Flasche Sauerstoff kann dabei leider auch nicht helfen, die ist viel zu schnell leer.
Ein Sauerstoff-Konzentrator könnte das Mittel der Wahl sein.

Ich hoffe allerdings auch, dass die Leute in den Krankenhäusern eine gewisse Kreativität entwickeln. Denn man braucht in den meisten Fällen eben gar kein vollwertiges Beatmungsgerät, sondern eine Sauerstoffmaske mit Sauerstoffversorgung reicht. Wie groß die Kapazität der Sauerstoffversorgung in Krankenhäusern ist, weiß ich allerdings nicht,

Grüße
Martin

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.03.2020 19:07:01
14
2930118
Den Leiten mach zu urteilen stirbt man eher an fehlenden Toilettenpapier

Verfasser:
wpibex
Zeit: 13.03.2020 19:12:54
4
2930119
vor Jahren wurden im GEZ-Funk Leute interviewt und nach ihrem Langlebensrezept befragt.
Ein Bauunternehmer ging in sein Gaslager, drehte die Sauerstofflasche auf und nahm ein paar Atemzüge. ;-)

Verfasser:
geiz3
Zeit: 13.03.2020 19:30:12
1
2930123
Was kostet dann in einer Autowerkstatt das Schnüffeln an der Sauerstoffflasche?

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 13.03.2020 19:57:47
11
2930142
Auf was für Gedanken die Leute dank Facebook und Co kommen ist schon verwunderlich.

Wenn ich mir so vorstelle wie der TE sich mit dem "Heimwerkerkompressor" selbst aufbläst, da kann man sich trotz des ernsten Hintergrundes das Lachen kaum verbeissen!!

Zu tode gefürchtet ist leider auch gestorben!!

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 20:05:24
2
2930149
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Den Leiten mach zu urteilen stirbt man eher an fehlenden Toilettenpapier

Dabei kann man sich das zur Not auch selbst ausdrucken.

Ich gehe davon aus, dass in 6-8 Wochen praktisch jeder in Deutschland infiziert ist oder war. Wenn jetzt tatsächlich ein paar unbequeme Maßnahmen ergriffen werden, vielleicht auch etwas später. Um mich, meine Frau und meine Kinder mache ich mir dabei wenig Sorgen. Dafür umso mehr um meine Mutter, die mit ihren über 80 Jahren und diversen Vorerkrankungen relativ schlechte Karten hat und bei einer Überlastung des Gesundheitssystems auch zu den ersten gehört, die zum Sterben nach Hause geschickt werden.

Und da macht man sich dann schon Gedanken, wie man die kritische Zeit, in der Beatmung nötig ist, vielleicht mit "Hausmitteln" überbrücken kann. Ich habe sogar schon ausgerechnet, wieviel Strom man braucht, um per Elektrolyse ausreichende Mengen Sauerstoff zu produzieren ...

Grüße
Martin

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 13.03.2020 20:15:36
4
2930154
Als Alternative denke ich an die Möglichkeit mich kurzfristig mit dem Virus anstecken zu lassen.

Gehe davon aus, dass ich maximal so erkranke als hätte ich Grippe.

Wird es schlimmer, bekomme ich derzeit noch einen gut ausgerüstetes Krankenhausbett.

Also, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist eh zu erkranken, dann doch bitte jetzt.

Ich habe sogar schon ausgerechnet, wieviel Strom man braucht, um per Elektrolyse ausreichende Mengen Sauerstoff zu produzieren ...

Und, was ist dabei raus gekommen?

MfG
uwe

Verfasser:
HelplessFlo
Zeit: 13.03.2020 20:16:08
2
2930157
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
[...]

Dabei kann man sich das zur Not auch selbst ausdrucken.

Ich gehe davon aus, dass in 6-8 Wochen praktisch jeder in Deutschland infiziert ist oder war. Wenn jetzt tatsächlich ein paar unbequeme Maßnahmen ergriffen werden, vielleicht auch etwas später. Um mich, meine Frau und meine[...]


Was sagt deine Mutter denn zu den Plänen?

Also ich für meinen Teil wäre in dem Alter froh, wenn man mich dann einfach auch Mal sterben lässt. Aber da ist jeder sicherlich anders gestrickt.

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 13.03.2020 20:16:21
1
2930158
Das mit der Elektrolyse ist die einzig mögliche Lösung, alles andere wird schnellstens ausverkauft sein... .
Allerdings benötigt man dazu auch das richtige Netzteil, die richtigen Elektroden und die richtige "Laborausrüstung" die man allerdings auch improvisieren kann.

Grüße Löti

Verfasser:
micha_el
Zeit: 13.03.2020 20:20:51
1
2930160
In den inzwischen geparkten Flugzeugen der LH gäbe es genügend Sauerstoff Atemmasken.
Die O² Flaschen in den Flugzeugen sind aber glaube ich nur für ein paar Minuten ausgelegt :-(

Verfasser:
JanRi
Zeit: 13.03.2020 20:31:37
1
2930166
Zitat:

Ich habe sogar schon ausgerechnet, wieviel Strom man braucht, um per Elektrolyse ausreichende Mengen Sauerstoff zu produzieren ...

Und, was ist dabei raus gekommen?


Würde mich auch (ernsthaft!) interessieren!

Welchen benötigten Volumenstrom O2 nimmst du dabei an?

Zitat:

Allerdings benötigt man dazu auch das richtige Netzteil


Tagsüber tut es ein String einer PV-Anlage... aber vermutlich wäre es für Elektrolysezwecke sinnvoller, deutlich weniger Spannung, aber wesentlich mehr Strom zu haben. 42 Module parallel dürften bei ordentlich Sonne schon beängstigende Stromstärken schaffen (an die 400A).

Netzteil wäre aber in der Tat sinnvoller.

Zitat:

die richtigen Elektroden


Die falschen verschleissen sehr schnell, aber das ist in diesen Anwendungsfall vermutlich weitgehend egal. Muss man halt regelmäßig nachlegen.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 20:31:41
1
2930167
Zitat von kreitmayr Beitrag anzeigen
Als Alternative denke ich an die Möglichkeit mich kurzfristig mit dem Virus anstecken zu lassen.
Gehe davon aus, dass ich maximal so erkranke als hätte ich Grippe.
Wird es schlimmer, bekomme ich derzeit noch einen gut ausgerüstetes Krankenhausbett.


Da ist tatsächlich etwas dran. Insgesamt ist es absolut sinnvoll, die Ausbreitungsrate zu verringern, damit nicht so viele Menschen gleichzeitig intensivmedizinische Betreuung brauchen, sondern sich das über einen längeren Zeitraum verteilt.
Für den Einzelnen wäre es aber u.U. tatsächlich besser, das möglichst schnell zu "erledigen", solange noch Kapazitäten frei sind. Funktioniert aber nicht, wenn das alle oder viele machen ...

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 20:35:20
3
2930169
Zitat von HelplessFlo Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Was sagt deine Mutter denn zu den Plänen?
Also ich für meinen Teil wäre in dem Alter froh, wenn man mich dann einfach auch Mal sterben lässt. Aber da ist jeder sicherlich anders gestrickt.


Meine Mutter ist zwar über 80, hat ein paar Vorerkrankungen führt aber nach wie vor ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben.
Die hat absolut keine Lust jetzt schon den Löffel abzugeben, wenn sich das irgendwie vermeiden lässt.

Und das sage ich als jemand, der Sterbehilfe grundsätzlich befürwortet und der bei seinem Vater für die Einstellung der sterbensverlängernden Maßnahmen gesorgt hat.

Grüße
Martin

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 13.03.2020 20:38:40
1
2930172
"Die falschen verschleissen sehr schnell, aber das ist in diesen Anwendungsfall vermutlich weitgehend egal."

So einfach ist die Elektrochemie dann leider doch nicht. Du brauchst die genau richtigen Elektroden sonst ist Deine Ausbeute katastrophal... .

Verfasser:
HelplessFlo
Zeit: 13.03.2020 20:39:01
1
2930173
Martin, das war ja auch keineswegs böse gemeint oder so. Ich habe nur schon Kinder gesehen, die Ihre Eltern so dermaßen "lange" am Leben halten wo man sich echt fragt ob das Not tut. Aber da waren die Personen auch in einem deutlich schlechteren Zustand ;)

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 13.03.2020 20:39:06
1
2930174
Zitat von loeti-new Beitrag anzeigen
Das mit der Elektrolyse ist die einzig mögliche Lösung, alles andere wird schnellstens ausverkauft sein... .
Allerdings benötigt man dazu auch das richtige Netzteil, die richtigen Elektroden und die richtige "Laborausrüstung" die man allerdings auch improvisieren kann.

Grüße Löti


Ich kann mich erinnern, dass ich nach dem Naturkundeunterricht mal versucht habe mit dem Gleichstromanschluss vom Eisenbahntrafo Knallgas zu erzeugen. Kann mich nicht mehr erinnern was das Ergebniss war.

Den Trafo habe ich noch.

MfG
uwe

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 20:42:15
1
2930175
Zitat von kreitmayr Beitrag anzeigen
Und, was ist dabei raus gekommen?

Ich habe so um die 3,5KW Leistung und damit über 2000A herausbekommen. Bei optimalen Bedingungen. Dann habe ich die Idee wieder ganz unten in der Schublade versteckt.

Annahme waren 6l Sauerstoff pro Minute, das ist das Maximum, was käufliche Sauerstoffkonzentratoren für den Einzelgebrauch erreichen und passt zu angenommenen 6-8l/min Atemvolumen.

Die Sauerstoff-Masken sind übrigens nicht das Problem, die kann man problemlos billig kaufen. Die Versorgung mit Sauerstoff ist das Problem. Eine 10l-Gasflasche mit 200 bar hält bei 6l/min ja keine 6h durch. Vermutlich auch ein Grund, warum medizinischer Sauerstoff häufig in flüssiger Form daherkommt.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 20:47:18
5
2930179
Jetzt aber auch mal der Warnhinweis:
Mit reinem Sauerstoff oder gar flüssigem Sauerstoff kann eine ganze Menge Unheil passieren (man kann damit dei Butter auf dem Brot zur Selbstentzündung bringen ...).
Knallgas in größeren Mengen ist noch unangehmer.
Also wenn hier jemand wirklich damit anfängt, bitte lieber zweimal drüber nachdenken, was man da macht.

Die thermische Desinfektion ganzer Häuser ist nicht zu empfehlen.

Grüße
Martin

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 13.03.2020 20:57:05
1
2930188
"Annahme waren 6l Sauerstoff pro Minute"

Das ist zu viel, Du musst ja nur den vom Patienten verbrauchten Sauerstoff nachliefern um Deine therapeutische Sauerstoffkonzentration im Sauerstoffzelt/(Beatmungsgerät) aufrecht zu erhalten zu können.
Zusätzlich musst Du auch noch, mit den richtigen Chemikalien, das überschüssige CO^2 aus der Zelt-Luft waschen um eine CO^2 Vergiftung zu vermeiden.
Trocknen mußt Du die Atemluft übrigens auch... .
Ein auf die Schnelle selbstgebautes Beatmungsgerät ist daher für mich auch unrealistisch, Das mit dem Zelt könnte machbar sein.

Grüße Löti

Verfasser:
kreitmayr
Zeit: 13.03.2020 21:56:18
0
2930218
Hallo,

ich dachte eher an so was wie ein CPAP für den schlimmsten Fall.

MfG
uwe

Verfasser:
Martin24
Zeit: 13.03.2020 22:00:22
1
2930224
Zitat von loeti-new Beitrag anzeigen
"Annahme waren 6l Sauerstoff pro Minute"
Das ist zu viel, Du musst ja nur den vom Patienten verbrauchten Sauerstoff nachliefern um Deine therapeutische Sauerstoffkonzentration im Sauerstoffzelt/(Beatmungsgerät) aufrecht zu erhalten zu können.


Ich ging von Beatmung mit Maske aus.
Dann atmet der Patient im Extremfall reinen Sauerstoff ein und atmet fast reinen Sauerstoff wieder aus, der dann die Maske verlässt. Das ist natürlich ineffizient.

Wenn man ein Sauerstoffzelt baut, reicht wahrscheinlich wirklich grob um den Faktor 20 weniger, dafür muss das CO2 entfernt werden, was mit Hausmitteln auch nicht so doll ist.Und es macht die Sache nicht unbedingt sicherer, mit großen Sauerstoffmengen, umzugehen.

Grüße
Martin

Verfasser:
JanRi
Zeit: 13.03.2020 22:19:16
2
2930232
Sollten sich kleine, dezentrale Power2Gas-Systeme jemals durchsetzen (um nicht gut lagerbaren Strom in besser lagerbaren Wasserstoff zu verwandeln), dann wäre das ja eigentlich ein gutes und vielleicht auch vermarktbares Nebenprodukt.

Die Anlage elektrolysiert Wasser mit "Überschussstrom" aus EE-Quellen. Den dabei entstehenden Wasserstoff speichert sie oder speist ihn in ein Wasserstoffnetz ein. Die dabei entstehende Wärme hilft beim WW-Machen oder der Hausheizung und das (bezogen auf den P2G-Prozess) Abfallprodukt Sauerstoff kann direkt entnommen werden.

Das Ding kann man dann stromgeführt fahren (Überschüsse verballern), wärmegeführt (vermutlich sinnlos, weil WP viel effizienter) oder eben O2-geführt bei Beatmungsbedarf.

Die von Martin24 genannten Leistungen sind da nicht abwegig... ein lokaler Energiespeicher macht unterhalb dieser "Einspeicherleistungen" nicht viel Sinn.

Verfasser:
loeti-new
Zeit: 13.03.2020 22:22:27
1
2930235
Das kommt für Covid-19 aber mit Sicherheit zu spät... .

"...wie ein CPAP..."

Braut's nicht, die Patienten können im allgemeinen ausreichend atmen nur die Sauerstoffaufnahme ist wegen der Entzündung zu gering.

Grüße Löti

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.03.2020 00:29:34
0
2930288
Also mal eine Anmerkung zu Covid 19 und den aktuellen AMssnahmen: Ohne etwas zu tun hat das Virus wohl einen ausbreitungsfaktor von etwa 3 je Generation - d. h je Generation - ca. 5 Tage wird aus einem Infizierten bei normalen Kontakten 3 Infizierte.
D.h wenn man die kontakte zu anderen MEnshcen um Faktor 3 oder mehr reduziert, wächst die Zahl der erkrankten nicht mehr bzw. schrumpft. Das scheint in China auch gelungen zu sein, wobei ich die Zahlen noch einige Tage und Wochen mit vorsicht geniessen werde.
Wenn ich ansehe wie viele Kontakte bei mir mit den angeordneten und empfohlenen Massnahmen entfallen, dann liegen wir mit Ausnahme meiner Frau (Ärztin) weit über Faktor 3. Kann also funktionieren das Virus so im Lande zu eliminieren, geprüft ob man aus einem Land mit Gelbfieber kommt, ob geimpft wurde und wird ggf getestet... wenn alle mitziehen. Weltweit wird man das vermutlich nicht mehr schaffen, aber dann muss eben bei Herkunft aus bestimmten Ländern an der Grenze getestet werden. Wer in Arika einreisen will wird auch immer geprüft ob man aus einem Land mit Gelbfieber kommt, ob man geimpft ist und wird ggf. getestet.

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