Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 29.03.2020 20:05:59
1
2939444
Ich spreche von Fortbildung in meinem Bereich. Regelmäßige Fortbildungen sind bei uns vorgeschrieben und wenn man aufsteigen will, müssen da auch wirklich ein paar drin stehen.

Da gibt es Veranstaltungen die selbst von Ministerium oder anderen öffentlichen Institutionen organisiert werden. Und dann gibt es Veranstaltungen von privaten Anbietern. Bei 100% dieser Veranstaltungen hatte sich bisher gezeigt, dass es sich dabei um reine Werbeveranstaltungen handelt. Ich werde vom Dienst für die Weiterbildung freigestellt, so dass die Arbeit entsprechend liegenbleibt oder von anderen Kollegen und Kolleginnen übernommen werden muss.
Ich habe kein schlechtes Gewissen deswegen, wenn ich solche Veranstaltungen ablehne und daran nicht teilnehme, obwohl mir dann der entsprechende Eintrag in der Personalakte fehlt. Mir ist mir meine Arbeit dazu einfach zu wichtig. Und das schulde ich auch dem Steuerzahler. Immerhin profitiere ich aktuell auch von dem Status immens.

Verfasser:
Musil
Zeit: 29.03.2020 20:31:56
0
2939461
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Ich spreche von Fortbildung in meinem Bereich. Regelmäßige Fortbildungen sind bei uns vorgeschrieben und wenn man aufsteigen will, müssen da auch wirklich ein paar drin stehen.

Da gibt es Veranstaltungen die selbst von Ministerium oder anderen öffentlichen Institutionen[...]


Liebe Nicole,

super wie Du Dich hier und dort ständig aufopferst...;-).

Schreib mir bitte mal eine PN, wenn dieses Thema dann mal endlich, endlich in trockenen Tüchern ist.

Dann brauch ich hier nicht ständig nachsehen danach (Seite 284 heute).

LG Musil

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.03.2020 21:00:30
3
2939478
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Schreib mir bitte mal eine PN, wenn dieses Thema dann mal endlich, endlich in trockenen Tüchern ist.

Hallo Musil,

kennst Du ein Beispiel, bei dem es um die Zukunft geht und das irgendwann mal "in trockenen Tüchern ist"?

Übrigens: Wenn Du eine PN benötigst, um mitzubekommen, wann ein Problem gelöst ist, dann sind Deine Recherchequalitäten nicht zukunftsfähig...:-)

Grüße
Stefan

P.S.: “Es scheint, dass wir die Grenzen dessen erreicht haben, was mit Computertechnologie möglich ist.”
John v. Neumann, Mathematiker, gilt als einer der Väter der Informatik, 1949

Verfasser:
Musil
Zeit: 29.03.2020 21:26:18
1
2939497
Hallo Pflanze,

es gibt kein wirkliche relevantes Thema der Zukunft, das heute wirklich seriös diskutiert werden kann. Oder durch eine Diskussion hier (in diesem "unwichtigen Forum") einer wirklichen Lösung näher kommt.

Was hier veranstaltet wird, ist der Austausch von Meinungen und schlimmer "Ideologien".

Macht doch einfach mal hier eine Zusammenfassung der 284 Seiten, wo 90% zustimmen und das ist es dann. Geht wohl leider nicht.

--> das zentrale Thema der Menschheit (vor Plastik, etc.) und nach (!) Corona, ist so nicht lösbar - sehr offensichtlich.

Die Kommunisten und Pseudo-Kommunisten (China, Russland auch heute) haben diese Problemlösung mit Hilfe von 5-Jahres-Plänen (und mehr als 5 Jahre) schon versucht zu lösen. Es scheitert, die Zukunft ist einfach nicht planbar.

Jeder 5 Jahresplan in China ist seit 4 Wochen Makulatur geworden.

Mir wäre es auch viel angenehmer, wenn man haltbare Szenarien für eine Zukunft entwickeln könnte, geht aber offensichtlich nicht.

Deshalb nehme ich es hier, und sonst, eben mit Humor. Auch wenn es nicht so gut bei allen ankommt.

Liebe Grüße

Musil

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.03.2020 21:32:01
2
2939502
Ein Beispiel für eine (wegen Corona verschobene) Veranstaltung eines Herstellers (in Zusammenarbeit mit anderen) mit Anerkennung als Fortbildung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. März 2020 laden die NEXT Partner WICONA, HD Wahl und Flachglas MarkenKreis Sie gemeinsam mit der Fachzeitschrift GLASWELT zum 5. Fachdialog Fassadenplanung im NEXT Studio in Frankfurt ein. Im Fokus stehen diesmal die jüngsten Entwicklungen aus dem Segment Fassade.

Für die Veranstaltung werden 5 Fortbildungspunkte der AK Hessen vergeben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Detaillierte Informationen über den geplanten Ablauf und die Vorträge entnehmen Sie bitte der Einladung.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme – bitte melden Sie sich verbindlich an unter:
www.next-studio.de

Programm (ca. 13 bis 19 Uhr plus Get Together):

Begrüßung und Vorstellung NEXT Studio
Martin Prösler / Prösler Kommunikation

Reduktion von NOx-Immissionen durch photokatalytisch aktive Oberflächen
Prof. Dr. Michael Bruse / Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Lehrstuhl für Geoinformatik, Environmental Modelling Group (EMG)

Architektur der Kommunikation und Innovation
Dipl.-Ing. (FH) Architekt Christoph Omlin / HENN Architektur

Økern Portal: Green Portal of Oslo
Tor-Christian Møglebust / DARK Arkitekter, Oslo

New York City: die härtesten Fassaden-Anforderungen der Welt!
Christoph Timm / SOM New York

Mehr Gestaltungsfreiheit in der Fassade durch 3D-gedruckte Aluminiumknoten
Martin Manegold / imagine computation



Ich habe schon relativ viel Geld für Kongresse, Summits, Lehrgänge etc. ausgegeben, bin aber immer wieder positiv angetan, was auch kostenlos angeboten wird. Im Januar war ich auf einer ähnlichen Veranstaltung im gleichen Gebäude (Organisation zusammen mit TU Darmstadt, ging auch um Fassaden) - mit Werbeveranstaltung hatte das nichts zu tun. Natürlich wird man in den Räumlichkeiten mit den Produkten "konfrontiert", aber bei den Vorträgen spielt das keine Rolle.

Vielleicht liegt der Unterschied auch darin, ob ein Veranstalter eine Fortbildung anbieten will, für die es Punkte gibt, oder ob er eine Fortbildungsveranstaltung zu neusten Entwicklungen anbieten will, für die es auch Punkte gibt, wenn sie denn jemand aus dem Publikum benötigt.

Grüße
Stefan

P.S.: Entscheidendes Kriterium für mich ist u.a. die Referentenliste. Es gibt fast keine Veranstaltung, bei der ich keine Frage stelle und die Gespräche im Anschluss zeigen oft - abseits aller Hochglanzwerbung - welche Herausforderungen bei der Einführung neuer Technologien bestehen.

Verfasser:
Musil
Zeit: 29.03.2020 21:53:58
0
2939516
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Ein Beispiel für eine (wegen Corona verschobene) Veranstaltung eines Herstellers (in Zusammenarbeit mit anderen) mit Anerkennung als Fortbildung.

[i]Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. März 2020 laden die NEXT Partner WICONA, HD Wahl und Flachglas MarkenKreis Sie[...]


Hallo Pflanze,

bin sofort dabei - 5 Fortbildungspunkte - ist ja ein absoluter Hammer.

Wo löse ich die dann denn ein - Lidl, Hofer/Aldi oder Amazon....?

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 29.03.2020 21:58:06
2
2939522
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Hallo Pflanze,

es gibt kein wirkliche relevantes Thema der Zukunft, das heute wirklich seriös diskutiert werden kann. Oder durch eine Diskussion hier (in diesem "unwichtigen Forum") einer wirklichen Lösung näher kommt.[...]

Hallo Musil,

da kann ich überhaupt nicht zustimmen. Warum soll man Zukunftsthemen nicht seriös diskutieren können? Warum soll man hier einer Lösung nicht näher kommen?

Ich hatte vor kurzer Zeit einen Thread gestartet:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/229517/Grundwasserwaermepumpe-ca-100kW-bivalenter-Betrieb-fuer-Gaertnerei-gesucht

Ohne dieses "unwichtige Forum" wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen. Ohne die unterschiedlichen Themen im Forum (auch in diesem Thread) wäre ich mir nicht sicher, dass es verantwortbar ist, einem guten Kollegen und Freund sowas vorzuschlagen. In diesem speziellen Fall ist das m.M.n. eine konkrete und zukunftsfähige Lösung, die im Zusammenhang mit der CO2-Bepreisung (und den erfolgten Fortschritten bei WP in den letzten Jahren) vermutlich zum richtigen Zeitpunkt für jemanden kommt, der das selbst nicht als Hobby oder Weltrettungsprogramm ansieht, sondern durchaus aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten heraus entscheiden wird.

Grüße
Stefan

P.S.: Die "eine Lösung für alles" wird es genauso wenig geben, wie den einen Humor, den jeder teilt (auch, wenn ich von Humor Deiner Meinung nach nichts verstehe und besser bei Studien bleiben soll)...:-)

P.P.S.: https://www.akh.de/mitglieder/berufsausuebung/pflichtfortbildung/fortbildungspunkte/

Verfasser:
Musil
Zeit: 29.03.2020 22:26:16
0
2939540
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Musil,

da kann ich überhaupt nicht zustimmen. Warum soll man Zukunftsthemen nicht seriös diskutieren können? Warum soll man hier einer Lösung nicht näher kommen?

Ich hatte vor kurzer Zeit einen Thread[...]


Hallo Stefan,

danke für Deine Antwort!

Natürlich kann man Zukunftsthemen (auch hier) seriös diskutieren. Und das achte ich auch hoch.

Aber die Zukunft rennt uns leider immer schneller weg, als sie diskutiert werden kann.

Du kommst einer Lösung zwar näher, aber das Problem ist dann halt schon wieder etwas weiter weg. Ist so ähnlich, wie das Igel / Fuchs Szenario.

Mich stören nur hier schon 284 Seiten - und ich hab Null Erkenntnisgewinn nach so vielen Seiten.

Deshalb mein Beispiel mit den 5 Jahres Plänen. Wenn das so funktionieren würde, dann wäre ich schon Milliardär an der Börse.

Humor ist natürlich noch eine andere Seite...

LG Musil (wir kommen in diesem Leben sicher nicht mehr gemeinsam auf den grünen Zweig)

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 29.03.2020 22:52:57
4
2939552
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]

Mich stören nur hier schon 284 Seiten - und ich hab Null Erkenntnisgewinn nach so vielen Seiten.


Kannst du deshalb nachts nicht schlafen? Und musst deshalb immer deinen Sermon dazu geben in der Hoffnung, dass es dann weniger Seiten werden bzw. die Lösung unmittelbar bevorsteht?

Verfasser:
RoBIM
Zeit: 30.03.2020 01:09:10
1
2939588
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Aber die Zukunft rennt uns leider immer schneller weg, als sie diskutiert werden kann.


Schon morgen ist die Zukunft Gegenwart.

Gruss
Frank F.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.03.2020 03:08:19
2
2939593
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Wenn das Thema "Zukunft der Energiewende" durch Mantra-artige Wasserstofflinks aus Verbände- und BMWi-Sicht bestimmt werden soll, die Beiträge von "anonymen Forumsuser" abqualifiziert werden und eine Diskussion auf Zahlen- bzw. Kostenbasis nicht geführt werden soll, dann frage ich mich schon, ob das im Sinne des Forums ist.



Hallo Stefan,

hier wird ein Internet-Forensystem zum freien Gedankenaustausch zur Verfügung gestellt.

Wenn über ein Thema „Zukunft der Energiewende“ diskutiert wird, dann sollten Zukunftsthemen, wie z.B. Wasserstoff als Energieträger auch für den Hausbereich nicht ausgeklammert werden, weil Fachverbände und das BMWi darüber informieren.

Wenn „anonyme Forumsuser“ diesem Einsatz keine Zukunftschancen einräumen und dazu hier ihre Ansichten einstellen, dann ist das ok.

Dann sollte man aber auch tolerieren, wenn auf abweichende Positionen von Herstellern, die auch in 30 Jahren noch Wärmeerzeuger für Gebäude herstellen wollen, hingewiesen wird.

Die gleiche Feststellung ist auch für Energieversorgungsunternehmen zutreffend, die sich heute erkennbar intensiv auf eine Zukunft mit Wasserstoff vorbereiten.

Das sich darüber die Meldungen in den letzten zwei Jahren fast exponentiell häufen, erklärt die Gründe , warum ich bei diesem speziellen Thema öfters mal auf Sachverhalte hinweise, die auf zukünftige Entwicklungen und Trends hinweisen.

Jüngster Anlass.

Weltweit erster Flüssigwasserstofftanker

Das im Dezember auf den Namen “Suiso Frontier” getaufte weltweit erste Tankschiff für flüssigen Wasserstoff soll den “Aufbau einer internationalen Energieversorgungskette mit dem Ziel einer kohlenstofffreien Gesellschaft starten” – so verkündete Kawasaki Heavy Industries auf seiner Webseite vor kurzem die offizielle Taufe im Werk Kobe. Das Schiff wird verflüssigten Wasserstoff mit einem Achthundertstel des ursprünglichen Gas-Volumens, gekühlt auf -253° C, “sicher und in großen Mengen über lange Strecken auf dem Seeweg” transportieren.


Ich ziehe aus solchen Meldungen die Schlussfolgerung, dass sich auch Unternehmen darauf vorbereiten, mit dem Schiffstransport von Wasserstoff auch in der Zukunft Geld zu verdienen.

Wenn im gleichen Zusammenhang Bundesministerien immer wieder darauf hinweisen , dass in einem deutsches Wasserstoffkonzept auch darauf orientiert wird, per Schiffstransport aus Australien, Feuerland oder Nordafrika mit deutscher Technologie produzierten Wasserstoff zur Bedarfsdeckung einzusetzen, werden für mich damit mögliche zukünftige Trends skizziert.

Wenn diese einigen Schreiber(innen) nicht in das Weltbild passen, ist das nicht mein Problem.

Dem Informationsdienst des MPI war diese Meldung aber Anlass. seine Leser darüber zu informieren.

Da ich wirklich der Meinung bin, dass künftig Tankerflotten auch Wasserstoff in Deutschland anlanden könnten, habe ich trotz das Hinweises „ Mantra“ auch diese Meldung verlinkt.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 30.03.2020 06:12:46
1
2939595
Wasserstoff gewinnt an Popularität als wichtige Energiequelle der nächsten Generation zur Bekämpfung der globalen Erwärmung. Er emittiert während seines Einsatzes weder CO2 noch andere Treibhausgase, und zu den erwarteten Anwendungen gehören die Stromerzeugung und Brennstoffzellenfahrzeuge.

Verfasser:
crink
Zeit: 30.03.2020 08:48:53
3
2939623
Moin,

tja, der fett gedruckte Absatz unter dem Artikel zeigt das Dilemma: Das Schiff soll nicht etwa grünen Wasserstoff transportieren, sondern sozusagen "braunen" Wasserstoff aus Braunkohle, der im Verbund mit umweltschädlichem Braunkohletagebau und zweifelhaftem CCS gewonnen wird. In diesem Fall geht es nicht um den Klimaschutz, sondern den Erhalt der Australischen Kohleindustrie.

Das bunte Farbenspielchen:
- Grauer Wasserstoff: Klimaschädlich aus Erdgas hergestellt
- Grüner Wasserstoff: Aus EE-Strom absehbar nur in geringen Dosen erhältlich
- Blauer Wasserstoff: Aus Erdgas mit hohem GWP durch CCS angeblich CO2-frei
- Türkiser Wasserstoff: H2 aus Methan mit Kohlenstoff als Rest
- Brauner Wasserstoff: Aus landschaftszerstörender Braunkohle durch CCS angeblich CO2-frei

Viele Grüße
crink

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 30.03.2020 10:38:35
5
2939672
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Das im Dezember auf den Namen “Suiso Frontier” getaufte weltweit erste Tankschiff für flüssigen Wasserstoff soll den “Aufbau einer internationalen Energieversorgungskette mit dem Ziel einer kohlenstofffreien Gesellschaft starten” – so verkündete Kawasaki Heavy Industries auf seiner Webseite vor kurzem die offizielle Taufe im Werk Kobe. Das Schiff wird verflüssigten Wasserstoff mit einem Achthundertstel des ursprünglichen Gas-Volumens, gekühlt auf -253° C, “sicher und in großen Mengen über lange Strecken auf dem Seeweg” transportieren.

Ich ziehe aus solchen Meldungen die Schlussfolgerung, dass sich auch Unternehmen darauf vorbereiten, mit dem Schiffstransport von Wasserstoff auch in der Zukunft Geld zu verdienen.

Hallo Dietmar,

ich ziehe den Schluss daraus, dass das Thema Schiffstransport von flüssigem H2 noch ganz am Anfang steht und weit noch ganz weit vom industriellen Maßstab entfernt ist.

Flüssiger Wasserstoff hat eine Energiedichte von 2.360kWh/m³
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoff#Energiedichten_im_Vergleich

Das Schiff kann 1.250m³ flüssigen Wasserstoff transportieren.

=> Ohne Transportverluste (-253°C) können 2,95 GWh transportiert werden.



Rohöl hat eine Energiedichte von ungefähr 11,6 MWh/t

Der erste maschinengetriebene Öltanker hatte 1886 eine Tragfähigkeit von 3.000t

https://de.wikipedia.org/wiki/Tanker#%C3%96ltanker

=> 1886 konnten bereits 34,8 GWh mit dem ersten maschinengetriebenen Öltanker transportiert werden.

=> Das ist mehr als Faktor 11 über dem weltweit ersten Tanker für flüssigen Wasserstoff, der 134 Jahre später gebaut wird.

Heutige Öltanker transportieren ungefähr 300.000t, also ca. 3.480 GWh bzw. 3,48 TWh. Das entspricht einem Faktor von 1.100...

LNG Tanker (-161°C, also 92K "wärmer" als bei flüssigem H2) liegen bei ca. 125.000m³, also um den Faktor 100 höher als der erste Flüssig-H2-Tanker. Und um den Faktor 10 niedriger als Öltanker.

Das nur, um mal ein Gefühl für die Größenordnungen zu bekommen.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.03.2020 11:32:09
0
2939698
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Dietmar,

ich ziehe den Schluss daraus, dass das Thema Schiffstransport von flüssigem H2 noch ganz am Anfang steht und weit noch ganz weit vom industriellen Maßstab entfernt ist.



Hallo Stefan,

jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Mit der Massenproduktion von speziellen Schiffen bei dringendem Bedarf gibt es historisch Erfahrungen

Stückgut-Frachter Liberty-Schiff

Das erste Schiff dieser Klasse, die Ocean Vanguard, lief am 16. August 1941 von Stapel.

Ende WK2 1945:

Der von den Werften Henry J. Kaisers in Amerika vervollkommnete Liberty-Schiffstyp half die ‘Schlacht im Atlantik’ zu entscheiden.
Dieser vorgefertigte 10.000-Tonnen-Frachter konnte in weniger als 5 Tagen zusammengebaut werden. 2.710 Einheiten wurden von 18 amerikanischen Werften gebaut


Vergleiche mögen ja bekanntlich hinken. Soviel Wasserstoff -Tanker werden aber bestimmt nicht benötigt. Der historische Vergleich zeigt aber, was eine auf Massenfertigung eingerichtete Werftindustrie bei dringendem Bedarf leisten kann.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 30.03.2020 11:41:11
8
2939702
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Dietmar,

ich ziehe den Schluss daraus, dass das Thema Schiffstransport von flüssigem H2 noch ganz am Anfang steht und weit noch ganz weit vom industriellen Maßstab entfernt ist.

Flüssiger Wasserstoff hat eine Energiedichte von[...]


Diese Diskussion ist erstens überfflüssig und geht zweitens in die falsche Richtung. Es bestehen beim aktuellen Stand der Technik keinerlei Zweifel daran, dass einige Energieverbräuche nur durch P2G/P2L nachhaltig durch EE gedeckt werden können. Wir werden zur Deckung des Verbrauchs unseres Flug-, Schwerlast- und Schiffsverkehrs voraussichtlich auch große Mengen P2G/P2L importieren müssen.

Die Diskussion mit dem Gaslobbyisten D.L. drehte sich bisher nur um die Nutzung von P2G/P2L für Heizzwecke u.ä.. Hier ist P2G/P2L völlig kontraproduktiv, ineffizient, teuer und umweltschädlich. Und solange noch fossile Energie für Flug-, Schwerlast- und Schiffsverkehr genutzt wird, wäre das Verbrennen von P2G/P2L in Heizungsanlagen absurd und an Dummheit kaum noch zu überbieten.

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 30.03.2020 13:14:22
4
2939776
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Der von den Werften Henry J. Kaisers in Amerika vervollkommnete Liberty-Schiffstyp half die ‘Schlacht im Atlantik’ zu entscheiden.
Dieser vorgefertigte 10.000-Tonnen-Frachter konnte in weniger als 5 Tagen zusammengebaut werden. 2.710 Einheiten wurden von 18 amerikanischen Werften gebaut

Vergleiche mögen ja bekanntlich hinken. Soviel Wasserstoff -Tanker werden aber bestimmt nicht benötigt. Der historische Vergleich zeigt aber, was eine auf Massenfertigung eingerichtete Werftindustrie bei dringendem Bedarf leisten kann.

Hallo Dietmar,

ich verstehe nicht, warum Du denkst, dass der Bedarf niedriger werden soll.



2016 wurden gut 7.250 PJ Erdöl und Erdgas importiert. In TWh entspricht das gut 2.000 TWh bzw. 2 Mio. GWh.

Ich hatte geschrieben:
Heutige Öltanker transportieren ungefähr 300.000t, also ca. 3.480 GWh bzw. 3,48 TWh. 300.000t sind 30mal soviel wie 10.000t.

Aktuell würden 600 Öltankerladungen benötigt werden, um den Jahresimport von 2.000 TWh zu gewährleisten.

Oder 6.000 LNG-Tankerladungen!

Bei kompletter Umstellung der Energieimporte auf Wasserstoff (Kohle fällt weg, ich gehe also bereits von ungefähr 7.250 PJ statt von ca. 10.500 PJ inklusive Kohleimport und Braunkohle aus D aus) wird - nach den Plänen von Teilen der aktuellen Bundesregierung für H2 in 2050 - sehr viel H2 bewegt werden müssen.

Feuerland - einer der Favoriten für den H2-Import liegt Luftlinie ungefähr 14.000km entfernt von Hamburg, per Schiff sind das vermutlich 15.000km. Bei Australien dann deutlich über 20.000km.

Die Geschwindigkeit liegt bei Tankern im Bereich bis 30km/h, für Hin- und Rückweg muss man mindestens um die 1.000h rechnen, bei Australien ca 1.500h.

=> 1 Tanker wird zwischen 5 und 8 Transporte pro Jahr bewältigen können.

Da der Transport von -253°C kaltem H2 im Vergleich zu Flüssigkeiten bei Umgebungstemperatur extrem teuer ist, wird ja auch der Weg über Ammoniak angestrebt. Bedeutet allerdings wieder, dass die 5-fache Menge an Strom-kWh im Vergleich zu den in Deutschland ankommenden H2-kWh produziert werden muss. Du hattest da selbst was zu verlinkt. Der Transport von Ammoniak bedeutet ebenfalls eine deutliche Zunahme des benötigten Kapazitäten, da die doppelte Menge (halber Heizwert gegenüber Öl) bewegt werden muss.

Pi mal Daumen:
Öl - 600 Tankerladungen
Ammoniak - 1.200 Tankerladungen
LNG (-161°C) - 6.000 Tankerladungen (reduziert sich eventuell durch größere Schiffe auf 3.000)
Flüssiges H2 (-253°C) - Im Vergleich zu LNG ungefähr 2,5-facher Bedarf an Transportvolumen

Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Diese Diskussion ist erstens überfflüssig und geht zweitens in die falsche Richtung. Es bestehen beim aktuellen Stand der Technik keinerlei Zweifel daran, dass einige Energieverbräuche nur durch P2G/P2L nachhaltig durch EE gedeckt werden können. Wir werden zur Deckung des Verbrauchs[...]

Ich finde das in keiner Weise überflüssig, weil das unabhängig vom Verwendungszweck veranschaulicht, was eine Umstellung auf H2 "volumenmäßig" bedeutet.

Außerdem lassen sich so auch Rückschlüsse ziehen, ob ein Importszenario mit vergleichsweise wenig EE-Produktion in Deutschland tatsächlich erstrebenswert erscheint - oder ob man wegen der Kostenseite doch nicht vielleicht die Windräder in der Nachbarschaft auf einmal schön und majestätisch findet...:-)

Grüße
Stefan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.03.2020 15:13:57
0
2939836
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Dietmar,

ich verstehe nicht, warum Du denkst, dass der Bedarf niedriger werden soll.





Hallo Stefan,

Ich habe von keinem niedrigeren Bedarf von Gas oder Öl geschrieben.
Ich habe darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung bei Wasserstoff perspektivisch auf Importe aus Regionen setzt, bei denen geeignete Tanker eine unbedingte Voraussetzung sind

Der erste ist jetzt offensichtlich im Bau.

Diese Headline ist nicht von mir!

"Die Zukunft gehört allein dem grünen Wasserstoff"

Das Doppel-Interview mit Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Max-Planck-Institutsdirektor Robert Schlögl ist am 6. Februar 2020 im Handelsblatt erschienen. Die Fragen stellten Barbara Gillmann und Klaus Stratmann.


Der Entwurf der Nationalen Wasserstoffstrategie aus dem Bundeswirtschaftsministerium schließt blauen Wasserstoff als Option ausdrücklich mit ein. Wie stehen Sie dazu?

Karliczek: Bei der Nationalen Wasserstoffstrategie sollten wir grün, global und groß denken. Wir dürfen uns nicht mit blauem Wasserstoff verzetteln und sollten uns stattdessen auf die Frage konzentrieren, wie wir dem grünen Wasserstoff zum Erfolg verhelfen und wo wir den grünen Wasserstoff herbekommen können. Denn den größten Teil werden wir von Partnern aus dem Ausland importieren müssen.

Und dann sind die Öltanker von heute die Wasserstofftanker von morgen?

Schlögl: Genau. Fossiles Öl und Gas werden grünes Gas, und wir nutzen im Prinzip dieselbe Infrastruktur: Schiffe und Pipelines. Zwei Drittel unseres hervorragenden Gasleitungsnetzes können schon heute mit Wasserstoff befüllt werden.


Ich gehe davon aus, dass alle im Interview gestellten Fragen für die Zukunft der Energiewende relevant sind.

Ich gehe weiter davon aus, dass sich die Befragten in ihrem Job und in ihrer amtsbedingten Verantwortung intensiv mit diesen Problemen auseinandersetzen.

Die Führung eines Nachweises, dass hier Hirngespinsten nachgejagt wird, ist nicht meine Aufgabe.

Deshalb werde ich hier keine eingestellten Berechnungen dieser Art kommentieren.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 30.03.2020 17:36:44
8
2939913
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Ich habe von keinem niedrigeren Bedarf von Gas oder Öl geschrieben.
Ich habe darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung bei Wasserstoff perspektivisch auf Importe aus Regionen setzt, bei denen geeignete Tanker eine unbedingte Voraussetzung sind

Hallo Dietmar,

bitte lege mir nichts in dem Mund, was ich nicht geschrieben habe!

Ich habe ganz klar Bezug auf
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Der von den Werften Henry J. Kaisers in Amerika vervollkommnete Liberty-Schiffstyp half die ‘Schlacht im Atlantik’ zu entscheiden.
Dieser vorgefertigte 10.000-Tonnen-Frachter konnte in weniger als 5 Tagen zusammengebaut werden. 2.710 Einheiten wurden von 18 amerikanischen Werften gebaut


Vergleiche mögen ja bekanntlich hinken. Soviel Wasserstoff -Tanker werden aber bestimmt nicht benötigt. Der historische Vergleich zeigt aber, was eine auf Massenfertigung eingerichtete Werftindustrie bei dringendem Bedarf leisten kann.

genommen. Ausgehend von einem nicht sinkenden Bedarf an importierter Energie habe ich nachgerechnet und festgestellt, dass der Bedarf an Tankern deutlich höher als heute sein wird. 2.710 mal 10.000-Tonnen-Frachter für Amerika klingt nach sehr viel, aber 10.000t sind halt auch sehr klein und Amerika ziemlich groß.

Man benötigt bei 2.000TWh Import per Schiff und 6 Fahrten pro Jahr im Szenario
Ammoniak: 200 Schiffe mit 300.000t (30 mal so groß wie der Liberty-Schiffstyp)
Flüssiger Wasserstoff: 2.500 Schiffe mit 125.000m³ oder 1.250 Schiffe mit 250.000m³
Das erste, im Dezember 2019 fertiggestellte, Schiff für den Transport von flüssigem Wasserstoff hat eine Kapazität von 1.250m³ - Faktor 100 bis 200 unter denen, die aktuell bzw. zukünftig für LNG genutzt werden.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass alle im Interview gestellten Fragen für die Zukunft der Energiewende relevant sind.

Auch ich gehe davon aus, dass die Fragen relevant sind. Deshalb rechne ich ja auch überschlagsmäßig selbst und gebe nachvollziehbare Quellen an. Damit andere mich auf Fehler in den Rechnungen aufmerksam machen können.
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Ich gehe weiter davon aus, dass sich die Befragten in ihrem Job und in ihrer amtsbedingten Verantwortung intensiv mit diesen Problemen auseinandersetzen.

Auch ich gehe davon aus, dass sich die Befragten intensiv mit den Problemen auseinandersetzen:

Soll es für Flugbenzin eine Beimischungsquote von synthetischen Kraftstoffen geben, die mit Wasserstoff hergestellt werden? So könnte man den Abschied vom Kerosin unterstützen.

Karliczek: Das müssen wir uns überlegen. Im Zweifel gibt es aber in dem Zusammenhang viel größere CO2-Einsparpotenziale in der Industrie als im Verkehr.


Die Worte Wärme und Gebäude kommen in dem Interview übrigens nicht vor - es geht "nur" um die Industrie...

Die amtsbedingte Verantwortung eines Wissenschaftlers liegt übrigens nicht in der kosteneffizienten Energieversorgung Deutschlands, sondern in der Schaffung von Wissen und auch in der Einwerbung von finanziellen Mitteln für sein Institut. Das gilt auch für andere Forschungseinrichtungen, die zu komplett anderen Ergebnissen als Schlögl kommen und eher einen all electric-Ansatz verfolgen. Ich hoffe, dass Du bei denen auch davon ausgehst, dass sie sich "in ihrem Job und in ihrer amtsbedingten Verantwortung intensiv mit diesen Problemen auseinandersetzen"...
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Führung eines Nachweises, dass hier Hirngespinsten nachgejagt wird, ist nicht meine Aufgabe.

Ich führe keinen Nachweis, dass hier Hirngespinsten nachgejagt wird, sondern versuche abzuschätzen, was die Verfolgung dieses Szenarios bedeutet. Ich komme zu einem anderen Schluss als die Interviewten, gehe aber dennoch davon aus, dass der Import von grünem H2 in Zukunft eine Rolle spielen wird.
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Deshalb werde ich hier keine eingestellten Berechnungen dieser Art kommentieren.

Das dachte ich mir. Ich bin mir aber sicher, dass dafür weiterhin jede Menge Links zu Wasserstoff kommen werden - mit Hinweisen, die dann so aussehen:
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Wenn diese einigen Schreiber(innen) nicht in das Weltbild passen, ist das nicht mein Problem.

Dem Informationsdienst des MPI war diese Meldung aber Anlass. seine Leser darüber zu informieren.

Dem MPI waren am gleichen Tag, an dem Dein Link erschien, übrigens auch folgende Meldungen Anlass zu informieren:
https://www.solarify.eu/2020/03/28/114-never-waste-a-good-crisis/
https://www.solarify.eu/2020/03/28/115-sind-wir-noch-zu-retten-der-klima-appell-des-dalai-lama-an-die-welt/
https://www.solarify.eu/2020/03/28/117-china-profitiert-von-strengeren-umweltnormen/
Und einen Tag vorher kam diese Meldung:
https://www.solarify.eu/2020/03/27/109-elektroautos-doch-besser-fuers-klima-in-95-der-welt/
Florian Knobloch vom Fachbereich Umweltwissenschaften der Universität Nijmwegen (Niederlande), der Hauptautor der Studie: “Mit anderen Worten: Die Idee, dass Elektrofahrzeuge oder elektrische Wärmepumpen die Emissionen erhöhen könnten, ist im Grunde ein Mythos. Wir haben in letzter Zeit viele Diskussionen darüber gesehen, wobei viel Desinformation im Umlauf ist. Hier gibt es jetzt eine definitive Studie, die diese Mythen zerstreuen kann. Wir haben die Zahlen für die ganze Welt durchlaufen und dabei eine ganze Reihe von Autos und Heizsystemen untersucht. Selbst in unserem schlimmsten Fall würde es in fast allen Fällen zu einer Verringerung der Emissionen kommen. Diese Erkenntnis dürfte für die politischen Entscheidungsträger sehr nützlich sein.”

Ich stelle jedenfalls fest, dass sich trotz des Abgesangs auf all electric die Meldungen häufen, in denen Wasserstoff hauptsächlich (nicht ausschließlich) in industriellen Anwendungen gesehen wird und der direkte Einsatz für Strom im Verkehr (außer Flug- und Schiffsverkehr) und in der Gebäudewärme (in Kombination mit WP) als effizientere Lösung angesehen wird. Das ist nicht meine Aussage, sondern beruht auf Aussagen namentlich bekannter Wissenschaftler, Politiker und Experten aus Unternehmen, die in den betreffenden Sektoren tätig sind.

Das nur, damit nicht der Eindruck entsteht, dass der Anteil von Wasserstoff-Links an Deinen Beiträgen repräsentativ für die aktuellen Diskussionen über die Zukunft der Energiewende wäre.

Grüße
Stefan

Verfasser:
querolino
Zeit: 30.03.2020 18:01:09
1
2939925
In diesem Zusammenhang ein Interview, mit den Chefs von ENBW, Daimler und dem Ministerpräsident Kretschmann, welches die Zeit online zu der Frage: Wie gelingt die Elektrowende? veröffentlichte. (Leider hinter einer Paywall)
Daher hier mal das vielleicht interessanteste Statement von Daimler-Chef Ola Källenius:
ZEIT: Herr Källenius, bislang verkaufen Sie kaum Elektroautos. Beschäftigen Sie diese Fragen denn überhaupt schon?

Källenius: Ja. Die Autoindustrie muss die Autos liefern, das ist unser Tagesgeschäft. Wir brauchen aber zugleich die Infrastruktur. Alles, was diesen Prozess beschleunigt, hilft uns. Wir müssen die Technologie umstellen, vorwiegend auf Elektromobilität bei Pkw, vielleicht bei größeren Fahrzeugen dann auch auf die Brennstoffzelle. Diese Technologien kosten zunächst mehr als heutige Verbrenner. Damit wird Mobilität temporär teurer. Die Frage ist, ob die Kunden das mitmachen. Wir müssen den ganzen Markt drehen.

ZEIT: Was wünschen Sie sich von der Politik?

Källenius: Fossile Kraftstoffe müssen über eine CO₂-Bepreisung graduell teurer werden. Mit den zusätzlichen Einnahmen sollte dann beispielsweise der Bau von Ladesäulen beschleunigt werden. In jedem Fall brauchen wir eine klare Koordination, am besten, für uns als global agierendes Unternehmen, weltweit. Da dies derzeit nicht realistisch ist, sollte sich zumindest die EU für einen gemeinsamen Weg entscheiden und sollten die drei großen Wirtschaftsregionen ihre Regulierungen in Einklang bringen, dann wäre das das Allerbeste. Wobei man sagen muss, dass sich alle in die gleiche Richtung bewegen. Gemeinsam zu agieren kreiert eine höhere Wirtschaftsleistung, von der alle profitieren können.


Gruß Stephan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.03.2020 18:15:17
0
2939932
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Die amtsbedingte Verantwortung eines Wissenschaftlers liegt übrigens nicht in der kosteneffizienten Energieversorgung Deutschlands, sondern in der Schaffung von Wissen und auch in der Einwerbung von finanziellen Mitteln für sein Institut. Das gilt auch für andere Forschungseinrichtungen, die zu komplett anderen Ergebnissen als Schlögl kommen und eher einen all electric-Ansatz verfolgen.

Ich hoffe, dass Du bei denen auch davon ausgehst, dass sie sich "in ihrem Job und in ihrer amtsbedingten Verantwortung intensiv mit diesen Problemen auseinandersetzen"...



Hallo Stefan,

Du kannst davon ausgehen dass ich auch solche Positionen verfolge und beachte,
So z.B. AGORA Energiewende zu all- electric und Wärmepumpen.

Entscheidend ist aber für die nähere Zukunft der Energiewende in D, welche wissenschaftlichen Positionen finden in der Politik welche Beachtung.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Musil
Zeit: 30.03.2020 18:20:09
1
2939937
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Moin,

tja, der fett gedruckte Absatz unter dem Artikel zeigt das Dilemma: Das Schiff soll nicht etwa grünen Wasserstoff transportieren, sondern sozusagen "braunen" Wasserstoff aus Braunkohle, der im Verbund mit umweltschädlichem Braunkohletagebau und zweifelhaftem CCS gewonnen wird. In[...]


Und bei E-Autos, die heute auch dreckigen Kohlestrom / oder Kernkraftstrom verwenden, bzw. benötigen zur Produktion (auch der Batterien), trifft das so nicht zu...?

Man kann die Argumente immer so verwenden, wie es einem immer perfekt in die eigene Blickrichtung paßt - oder?

So etwas "stört" mich hier immer ein wenig...

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 30.03.2020 18:55:54
2
2939953
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Zitat von crink Beitrag anzeigen
[...]


Und bei E-Autos, die heute auch dreckigen Kohlestrom / oder Kernkraftstrom verwenden, bzw. benötigen zur Produktion (auch der Batterien), trifft das so nicht zu...?


Logischerweise nicht, denn E-Autos ersetzen Verbrennerautos, die noch sehr viel mehr dreckigen Kohlestrom / oder Kernkraftstrom verwenden, bzw. benötigen zur Produktion und zum Betrieb.

Wir ersetzen also etwas inhärent Dreckiges durch etwas, was schon heute sehr viel weniger dreckig ist, aber das den Dreck nicht inhärent bedingt, sondern das bei Herstellung und Betrieb immer weniger Dreck verursacht. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 30.03.2020 19:05:56
3
2939956
Zitat von Musil Beitrag anzeigen
Zitat von crink Beitrag anzeigen
[...]


Und bei E-Autos, die heute auch dreckigen Kohlestrom / oder Kernkraftstrom verwenden, bzw. benötigen zur Produktion (auch der Batterien), trifft das so nicht zu...?

Man kann die Argumente immer so verwenden, wie es einem immer perfekt in die eigene Blickrichtung paßt -[...]

Hast Du meinen Link nicht gelesen, in dem genau dieses Thema behandelt wurde?

https://www.solarify.eu/2020/03/27/109-elektroautos-doch-besser-fuers-klima-in-95-der-welt/

Ich denke wirklich, dass Du es nicht merkst, wenn ein Problem gelöst ist...:-)

Grüße
Stefan

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 30.03.2020 19:12:17
0
2939959
siehe auch hier und hier (nur 2 Beispiele)

Aktuelle Forenbeiträge
Lupo1 schrieb: Hallo, habe diese schon seit vielen Jahren getankt und bisher sehr zufrieden. Mit den beschichteten Pellets "Pelprotec" hat man weniger Staub im Pelletslager, ob es sich rechnet konnte ich nicht feststellen....
jantosh schrieb: Danke für die Tipps lowenergy, ich habe mich jetzt für eine komplett vorinstallierte Station mit Pufferspeicher und Frischwasserstation inkl. der neuen Übergabestation entschieden. Das ist dann alles...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
 
Website-Statistik