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Fassadendämmung und Abgasrohr
Verfasser:
daSchizo
Zeit: 02.04.2020 18:36:20
0
2941636
Hallo Leute,

Ich hatte in 2007 einen größeren Umbau des Hauses vorgenommen bei dem die Kamine dem neuen Grundriss zum Opfer gefallen sind. Dafür wurde für die neue Brennwerttherme ein PVC Abgasrohr auf der Rückseite an der Außenwand angebracht.

Ich habe vor meine Fassade dämmen zu lassen. Bei den bisherigen Angeboten waren die potenziellen Auftragnehmer immer etwas überfragt was den Außenkamin angeht.

Eine Möglichkeit ist es das Abgasrohr vorzuverlegen so dass es immer noch sichtbar ist. Einer wollte das Rohr in die Dämmung integrieren so dass es nicht mehr zu sehen ist. Er meinte nur das der Bereich möglicherweise etwas hervorstehen könnte. Optisch würde mich das natürlich nicht stören. Schöner als das nackte Rohr.

Mein Heizungsbauer meinte das einpacken des Rohrs sollte kein Problem sein. Ich sollte aber auch mit dem Schornsteinfeger sprechen.

Also habe ich mit dem Schornsteinfeger gesprochen. Der meinte das geht überhaupt nicht, das Rohr müsste außen vor.

Hat jemand Erfahrung mit sowas und wie man das lösen kann / muss? Ich kann mir fast nicht vorstellen das es da nicht eine, hoffentlich bezahlbare, Lösung für gibt.

Zu heiß dürfte das doch nicht werden, oder?!

Danke schonmal im Voraus für eure Tipps und Informationen.

Gruß
Manfred

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 02.04.2020 19:23:20
1
2941681
Der Schornsteinfeger hat die Bezirkshoheit, also würde ich das so bauen wie er das haben will sonst reißt Du es hinterher wieder ab.

Gruss
Dom

Verfasser:
daSchizo
Zeit: 02.04.2020 19:32:40
1
2941692
Hallo Dom,

sorry, aber damit bin ich erstmal nicht so einverstanden. Der wollte auch nicht das ich das Abgasrohr dort hin mache weil Fenster zu nah wären, was nicht stimmte. Ich glaube das hatte ich sogar 2007 hier diskutiert.

Am Ende durfte ich das dann doch machen.

Daher genieße ich auch dessen Aussagen mit vorsicht. Ich möchte da lieber noch andere Quellen zur Information nutzen.

Bezirkshoheit heißt nicht das ich alles machen muß was er sagt, nur weil er es sagt. Wenn es Lösungen gibt die entsprechend für solche Zwecke zugelassen sind dann kann man die auch durchsetzen.

Danke jedenfalls erst mal für die Antwort.

Verfasser:
Georg W.
Zeit: 02.04.2020 19:41:02
1
2941699
Schon mal das Produkt Skobifix WDVS angesehen?

Verfasser:
Didi-MCR52
Zeit: 02.04.2020 19:49:12
1
2941709
Ich würde mal tippen, diese Abgasrohre sind dafür nicht zugelassen.

Ganz davon abgesehen:
- Brandschutztechnisch sicher nachteilig
- Du baust dir da dann eine Wärmebrücke ein, durchgehende Dämmung fehlt
- Wahrscheinlich brauchst du für den nächsten Heizungswechsel ein neues Abgasrohr. Wenn die jetzige Heizung schon 13 Jahre alt ist, wird das in ca. 10 Jahren der fall sein. Dann darfst du die realtiv neue Fassade aufreißen, um ein neues Abgasrohr zu verlegen. Glückwunsch.
- Die politische Richtung ist wegen Klimawandel "weg von fossil". Spätestens deine übernächste Heizung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Wärmepumpe sein, dann brauchst du das gar nicht mehr. Dann hast du wahlweise die Dämmlücke in der Wand, oder darfst es abreißen und das Loch in der Fassade schließen.

Mein Nachbar hat vor ca. 2 Jahren mit der neuen Gastherme so ein Außen-Abgasrohr installieren lassen. Vorausschauend gleich mit Abstand zur Wand, sodass man später dahinter eine Dämmung installieren kann.

Und optisch - ganz ehrlich, an der Rückseite vom Haus? Wie oft siehst du das? Wie oft sehen andere das?
Mach eine Standardlösung, bei der du nicht Wärmebrücken in die Dämmung einbaust und in 10 Jahren die Fassade aufreißen musst.

Und - ich hab keine Ahnung ob das nicht eh vorgeschrieben ist. Aber selbst wenn das LAS dafür zugelassen wäre, direkt durch eine Styropordämmung zu gehen - ich persönlich würde rund um die Durchtrittsstelle der Leitung durch die Wand unbedingt eine nicht brennbare Dämmung verwenden, z.B. Steinwolle oder Mineraldämmplatte (Multipor).

Verfasser:
daSchizo
Zeit: 02.04.2020 20:15:41
1
2941732
Zitat von Georg W. Beitrag anzeigen
Schon mal das Produkt Skobifix WDVS angesehen?


Ich habe mal schnell recherchiert. Sieht interessant aus. Da muß ich mich mal im Detail informieren.

Wer baut das eigentlich dann an? Der Heizungsbauer oder der Maler der die Fassade macht?

@Didi-MCR52

da zusätzlich eine Solarthermieanlage geplant ist käme wohl das neue Abgasrohr gleichzeitig da mein Brennwertkessel dafür wohl ungeeignet ist, wie ich hier erfahren durfte.

Immer wenn ich meine Zeit im Garten verbringe gucke ich auf dieses Rohr. Mich störts. Wenn es technisch nicht geht oder zu teuer ist dann lebe ich damit aber ansonsten hätte ich es schon gerne weg.

Über Wärmepumpe hatte ich in dieser Zeit auch nachgedacht. Ich wollte meine Heizkosten, und die meiner Mieter, gerne senken und nicht erhöhen. Bei den Heizstrom- und Gaspreisen zahle ich für eine Investition von mindestens 22.000€ auch noch mehr für Energie - auch wenn die Dämmung das teilweise auffängt. Für mich ist Wärmepumpe momentan eher eine Verarsche. Aus Umweltsicht vielleicht nicht aber aus finanzieller Sicht ein totales desaster.

Trotzdem kann ich deiner Argumentation, vor allem wenn man in die Zukunft schaut, folgen.

Vielleicht ist dieses Skobifix, welches Georg W. erwähnte, aber eine Lösung dafür. Auch wenn dann eine Wärmepumpe irgendwann käme dann bleibt das Rohr mit der Dämmung "Tot" in der Dämmung. Ob das System noch eine Wärmebrücke darstellt muß ich mich noch informieren. Habe es bisher nur eben überflogen.

Auch dir Danke für deine Mühe.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 03.04.2020 02:37:36
1
2941865
Wo Probläm??

Das Skobifix in der Fassade ist doch gang und Gäbe. Also ist das auch abnahmefähig, da zugelassenes System. Es soll dämmäßig sich auch nicht auswirken, da ja in der Heizperiode das Abgasrohr Wärme abgibt....na ja.

Und selbst WENN man das normale LAS in die Dämmung nagelt, WAS soll dann sei? Richtig: "Abgasanlagen sollen demontierbar sein". Aber: Das ist doch dann das Problem des Eigentümers! Und hat mit der Betriebs- und Brandsicherheit NICHTS zu tun. Denn der Brandschutzabstand ist NULL. Und wenn da Benzin dran vorbeifließt: es ist NULL Gefährdung.

Verfasser:
daSchizo
Zeit: 03.04.2020 19:41:52
0
2942267
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Wo Probläm??

Das Skobifix in der Fassade ist doch gang und Gäbe. Also ist das auch abnahmefähig, da zugelassenes System.

"Abgasanlagen sollen demontierbar sein"




Ich hab mich da noch mehr eingelesen. Soweit ich das verstehe ist das Abgasrohr demontier- bzw. austauschbar.

Also eigentlich genau das richtige. Allerdings scheint das niemand hier im Umkreis von den Handwerkern zu kennen.

Da muß ich mal schauen.

Auch dir danke für deinen Beitrag.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 04.04.2020 01:52:34
0
2942386
ja, das innere Abgasrohr im Skobifix ist reversibel.

Das konzentrische LAS (innen Kunststoff,außen Blech) in der Fassade dann nicht, auch nicht in Einzelteilen.

Verfasser:
daSchizo
Zeit: 04.04.2020 13:10:06
0
2942515
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
ja, das innere Abgasrohr im Skobifix ist reversibel.

Das konzentrische LAS (innen Kunststoff,außen Blech) in der Fassade dann nicht, auch nicht in Einzelteilen.


Wichtig ist am Ende nur ob der Schornsteinfeger, bei richtiger Ausführung, die Abnahme verweigern kann.

Wenn er das nicht kann, dann ist das wohl die Lösung die ich bevorzugen würde. Muß ich nur den ausführenden Handwerkern mal einen Flyer davon unter die Nase halten.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 04.04.2020 17:59:30
0
2942622
Andersrum: der Schornsteinfeger MUSS das Skobifix abnehmen, weil 100% regelkonform.

Das eingemauerte LAS KÖNNTE er versuchen zu verweigern. Na und, dann gibt ers ans Baurechtsamt, die stellen "keine Gefährdung von Leib und Leben" fest und es wird abgehakt. fertig is.

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