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Aquarea-Kaskade oder lieber nicht?
Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 18.05.2020 22:01:18
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2963945
Liebe Forumsgemeinde,

mehr oder weniger zufällig haben wir vor kurzem festgestellt, dass das blaue Monster im Keller, dass sich laut schnaubend ein paar verflüssigte Saurier am Tag reinzieht wie diese eher schneller und ungeplanter aussterben wird. Anteil an der Abkehr vom „reparieren-bis-er-an-allen-Ecken-und-Ende-tropft-und-qualmt-Plan“ haben nicht zuletzt 45%-Förderung durch die BAFA und die verlockende Aussicht einen Schornstein für einen Kaminofen frei zu haben.

Ich habe mich durch viele Anlagenbeispiele und Threads geklickt und habe viel gelernt (Danke an die Enthusiasten!!!). Dadurch ist die Anzahl der zu klärenden Fragen dennoch eher größer als kleiner geworden. Manch Thread fing verlockend an, weil sich die Eckdaten der Häuser zunächst vergleichbar anhörten. Letztlich sind die Voraussetzungen aber doch sehr verschieden, sodass es mir nicht gelungen ist mir eine Meinung zu bilden, von der ich sicher bin, dass es so genau richtig wäre. Es wurde immer wieder vorgeschlagen einen eigenen Thread aufzumachen und die geplante Anlage vorzustellen. Nun denn, ich würde mich über rege Beteiligung und Hilfe freuen. Ich hoffe ich erschlage niemanden mit Text, aber das ist der Versuch alle vorhandenen Grundannahmen und -bedingungen aufzuzählen damit es ein Bild gibt.
Eckdaten zum Haus:

- allseitig freistehender Massivbau aus den 1930er-Jahren
- wenige Isolierglasfenster aus den 1970ern, die meisten von 2011 (2-fachverglast), im UG Dreifachverglasung.
- Wohnfläche 280m² aufgeteilt in drei Wohneinheiten (2 vermietet, eine selbst genutzt)
- Norm Aussentemeratur -12°C in Südwestdeutschland
- Heizölbedarf über 5 Jahre ca. 3000-3500 Liter (schwer zu quantifizieren, weil immer wieder Whg. zur Renovierung leer stand. Zwischenzeitlich das Dach gedämmt wurde. Bewohnerzahl variierte.)
- Max. Vorlauf nie über 45°C (nicht mitgeplottet, „gelegentliche beiläufige Inaugenscheinnahme“)
- Wärmeverteilung (ab jetzt wird’s schwierig): UG + EG Gliederheizkörper (Leistung noch unbekannt, eher groß dimensioniert), 1.OG soll Deckenheizung bekommen, im DG ist eine Heizung auf den Dachschrägen (16x2 Verbundrohr im Lehmbett) und FBH im Bad verbaut.
- Nicht besser wird’s beim Thema Dämmung: UG mittelprächtig Außenwand U-Wert 1,0; EG: keine Dämmung Außenwand U-Wert ungefähr 2; 1.OG wird vermutlich etwa Werte für Bestandsbauten ENEV 0,48 erfüllen und das DG ist komplett neu gemacht und erfüllt Neubaustandard.
- Heizlast laut Thermische Simulation Ubakus: 13,3KW (evtl. auch nur 11KW mit Dämmung Außenwände EG)

+ Pufferspeicher vermutlich selbst bei Kaskade mit drei 5KW-Blöcken nötig. Wie einbinden? Wegen Vermietung und unterschiedlichen Dämmstandards ist EER m.E: nicht zu vermeiden.

+ Pufferspeicher die zweite: Habe ich bislang nichts dazu gelesen. PV soll aufs Dach, Einspeisevergütung ist nicht mehr attraktiv. Was spricht dagegen die PV-Steuerung zu nutzen und tagsüber was immer aus der PV kommt in den Puffer zu laden, selbst wenn COP dann runtergeht. ‚Kost‘ ja nüscht‘?

+ Kaskaden werde im Forum immer mal wieder vorgeschlagen. Das Prinzip ist mir klar und klingt sinnvoll (z.B. Redundanz bei WW-Bereitung), jedoch habe ich noch nicht ganz verstanden, wie das einfach zu lösen ist. Grundsätzlich hätte ich auch kein Problem den Kaskadenregler PAW-A2W-CMH miteinzuplanen. Hat den schon jemand verbaut? Schwer zu programmieren?

+Eine 3x5KW Kaskade würde unter den aufgeständerten Wintergarten passen (Vorteil: pustet dann auf 20m Wiese dann Hecke, Himmelsrichtung: gen Osten =nicht Hautwindrichtung). Einmal 5KW für Teillast und einmal 9KW für erhöhten Wärmebedarf und Trinkwasser wäre auch vorstellbar. Die T-CAP mit dem größeren Gehäuse wäre schwieriger unterzubringen.

+ Generelle Frage: Wenn 9KW dann T-CAP oder „normaler“ Monoblock. Wie weit können die 9KW Geräte modulieren? Lohnt sich überhaupt der Aufwand für ein Kaskade oder gleich 12KW (16KW?) T-CAP an die Wand nageln und fertig (weil quasi schon eine Kaskade in einem Gerät und mit dementsprechender Regelung?).

+ Warmwasserbereitung für 10 Personen? Spricht das auch für oder gerade gegen die Kaskade? Bei Bedarf 15 KW für die Erwärmung zur Verfügung? Auch hier die Frage nach T-CAP: effizienter bei 60°C WW? Muss denke ich sein. Vermietung und Legionellenproblematik und ein unbekanntes Netz an toten aber druckbeaufschlagten Leitungen (eine jetzt abgeklemmt. führte ohne Nutzung vom Keller bis ins DG. Was da herauslief sah nicht so sehr nach Trinkwasser aus… Roch auch nicht so!).

+ Das Thema Lärm. Rechtlich bekomme ich nach dem Simulationstool kein Problem. Ob es mich selbst stört ist dann die andere Frage. Die „normalen“ 9 KW Blöcke kommen meiner Wahrnehmung diesbezüglich nicht so gut davon, wie sieht es mit den T-CAP aus? Spricht das auch für die 3x5 Kaskade, weil dann eher drei Apparate im Halbschlaf laufen als einer mit Volldampf?

+ Schlussendlich: Die kleinen Monoblöcke gibt es schon als Generation J. Lohnt der Umstieg oder ist der Fortschritt zur H marginal?

Soweit ersteinmal für heute – ist ja schon mal eine ganze Menge Text und nicht wenige Fragen. Besten Dank im Voraus für Antworten!

Guten Abend allerseits
Bruchbude

Verfasser:
Entropie
Zeit: 18.05.2020 22:58:07
0
2963970
Sehe kein Problem drei zu installieren. WW 60°C geht aber nur mit Elektrozusatzheizung. Hier vielleicht über eine Friwa mit Puffer nachdenken ggf zusätzlich in jedem Stockwerk noch einen Solaetauglichen DLE zum boosten. Gibt es Zirkulationsleitungen für WW? Würde aber auf jeden Fall nur Monoblock nehmen. Puffer wegen EER ist natürlich nix aber wenn es nicht anders geht....dann aber lieber in Stichanbindung.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 18.05.2020 23:03:26
3
2963972
Die Frage ist:

Wieso keine 3 geishas für 3 Stockwerke mit 3 Heizkurven ???

Wozu soll eine Kaskade und ERR bei 3 unterschiedlichen Bedürfnissen laufen wenn man 3 Heizkurven abbilden kann ??

Und zum Thema PV und Puffern.... rechne und fühle nicht ??

Gefühlt spart doch ein Smart auch Benzin bei Brötchen holen ??? Wieso hat dann nicht jeder ein Drittauto und spart fleißig Samstag / Sonntag beim Brötchenholen ???

Weils Quatsch ist .. .Also rechne mit PV.. da gibts nix mit "Kostet nischt also verheize ich das"

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.05.2020 07:00:15
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2964036
Zitat von Bruchbude Beitrag anzeigen
... allseitig freistehender Massivbau aus den 1930er-Jahren
- wenige Isolierglasfenster aus den 1970ern, die meisten von 2011 (2-fachverglast), im UG Dreifachverglasung.
- Wohnfläche 280m² aufgeteilt in drei Wohneinheiten (2 vermietet, eine selbst genutzt)
- Norm Aussentemeratur -12°C in Südwestdeutschland ...
Für mich wäre ohne wenn und aber klar, dass pro Wohneinheit eine vollmodulierende Panasonic WH-MDC05H3E5 zum Einsatz kommen würde, wenn wirklich definitiv keine Erdwärmepumpenanlage mit vollmodulierenden Sole-Wasser-Maschinen möglich ist!

Verfasser:
stumi75
Zeit: 19.05.2020 10:06:06
0
2964102
Wenn man bei drei Wohneinheiten, von denen 2 vermietet sind, jeweils eine Geisha vorsieht, dann macht das die Abrechnung einfach.

Und jeder ist für seine Einsparungen selbst verantwortlich...

Bzgl. Lüfterlärm: Lieber drei Lüfter auf low als einen auf Vollgas....

Verfasser:
stumi75
Zeit: 19.05.2020 10:10:10
0
2964106
Die Einspeisevergütung ist sehr wohl noch attraktiv. Sie bezahlt die komplette Anlage und erwirtschaftet eine Rendite von ca. 6% über 20 Jahre - bei einer gut geplanten Anlage mit guten Vorraussetzungen.

Da sind halt doch immer noch Lügengeschichten unterwegs, wie man sieht...

Verfasser:
Entropie
Zeit: 19.05.2020 12:52:25
0
2964161
Ganz guter Rechner:

http://www.umweltinstitut.org/themen/energie-und-klima/wirtschaftlichkeitsberechnungen.html

Gruß

Entropie

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2020 13:43:00
0
2964180
Schliesse mich an: wenn es Leitungsmässig geht würde ich 3 Geishas für 3 Wohnungen nehmen.

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 19.05.2020 21:23:05
0
2964367
allen schon mal danke für den Input!

Wenn ich anfange mit dem Bagger den Garten umzuwühlen würden die Wühlmäuse schlagartig Minderwertigkeitskomplexe ob ihres dagegen minimalen Zerstörungspotentials bekommen und auswandern. Das wäre ein Anreiz. Ansonsten hatte ich gehofft um den Kollektor herumzukommen. Aus Kosten- wie aus Zeitgründen. Aber ich werde das Grabentool mal genauer zu Rate ziehen. Die Aquarea erschien so verlockend einfach und kostengünstig, dass ich auch auf das letzte Quentchen Effizienz verzichtet hätte.

@Entropie: Ja leider. Es gibt irgendwas vermutlich zirkulationsartiges. Jedenfalls gehen zwei WW-Leitungen im Heizraum parallel ab. Was aber danach damit geschieht, weiß nur derjenige, der sie damals verschweißt hat. Eine Zirkulationspumpe gibt es nicht (Schwerkraft?). Die Trinkwasserinstallationen muss ich erhalten und zentral im Keller einspeisen. Zuviel Aufwand jetzt alle Bäder neu zu fliesen.
Ich dachte den Puffer als Wärmespeicher und Taktverhinderer, aber das bringts offenbar nicht.

@ Peter_Kle, Lowenergy und HFrik: die Nebenkostenabrechnung würde mit je einer WP pro Wohnung seeeehr viel einfacher. Ich könnte die Abrechnungsfirma sparen. Ein Traum! Aber, wie mache ich dann WW. Die BWWP, die ich angeschaut habe brauchen so lange um 200l Wasser aufzuwärmen. Daher war der Gedanke einen zentralen Speicher im Keller mit den 3x5KW aufzuwärmen. Für jede Wohnung ein eigener Vor- und Rücklauf würde auch schwierig werden (keine stockwerksweise Verteilung, sondern vier Steigstränge). Aber ich durchdenke das noch mal. Zudem muss ich mal den Wärmebedarf für das EG berechnen, ob da 5 KW überhaupt reichen.
Mein Gedanke war, dass mit Kaskade die Nachteile des heterogenen Bestandes ausgeglichen werden könnten und ich somit rein statistisch immer genug Kreise/Heizkörper offen habe, damit das mit dem Volumenstrom hinhaut und keine Störung bringt (aus gleichem Grund auch der Puffer). Gleichzeitig wollte ich das mal von Motzi geschilderte Problem umgehen, dass zwar die theoretische Heizleistung über Tag im Prinzip ausreicht, in der Praxis dann nicht, wenn z.B. sich öffnende kalte Heizkreise das System abkühlen. Dann würde sich einfach ein Apparat mehr einschalten und das Problem wäre ausgeglichen.

@Stumi75 und Entropie: Was die PV angeht habe ich mich noch nicht wirklich eingelesen. War aber mein Eindruck, dass sich Einspeisung nicht mehr unbedingt lohnt. Den Rechner probiere ich aber in auf jeden Fall mal genauer aus. So etwas hatte ich bislang vergeblich gesucht. Wenn jetzt noch das Angebot vom PV-Mensch kommt, dann habe ich realistische Zahlen.

Die größeren Geräte v.a. die T-CAP mag hier keiner, oder? Wahrscheinlich ist die Annahme zu naiv, die einfach vors Haus zu stellen und zu hoffen, dass es nicht allzu laut und allzu teuer wird. €/KW soll auf keinen Fall einziger Entscheidungsgrund sein, aber preislich sind die in der Hinsicht ziemlich attraktiv.

Grüße!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.05.2020 19:19:52
0
2964780
Zitat von Bruchbude Beitrag anzeigen
... wie mache ich dann WW ...
Natürlich ebenfalls mit der jeweiligen WP separat pro Wohnung!

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Warmwasserbereitung

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 20.05.2020 19:36:09
0
2964788
WW wohnungsweise klappt leider nicht :(. Dann müsste ich alle Bäder und Küchen aufhacken. WW muss ich zentral im Keller machen und in die alten Leitungen einspeisen

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.05.2020 20:12:11
0
2964809
Sind Küche und Bad in den einzelnen Wohnungen sehr weit voneinander entfernt?

Einen passenden Stellplatz für einen Trinkwasserspeicher gibt's doch sicherlich in jeder Wohnung.
Neue Leitungen müssen ja nicht zwangsläufig unter Putz in der Wand verlegt werden.
Gedämmte neue Leitungen einfach mit Gipskartonkoffer einpacken und fertig bist.

Eventuell kommst einfacher als Du denkst an die Warmwasserzuleitung der jeweiligen Wohnung und kannst die simpel trennen, so das für jede Wohneinheit eine getrennte Warmwasserverteilung zu realisieren ist.

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 20.05.2020 20:44:01
0
2964825
nein, sogar Wand an Wand. Die Steigleitung liegt leider in der Wand hinter der Dusche. Aufputz schreckt mich was VL und RL angeht in den Zimmern nicht.
Im Bad dagegen müsste ich die Fliesen aufhacken. Das Bad im EG ist erst vor drei Jahren neu gemacht worden. Speicher werden dort auch schwierig. Bäder und Küchen sind eher klein. Vielleicht ginge irgendwas wandhängendes mit ~ 100 Liter Volumen oder ich nehme doch eine zentrale BWWP mit Solareingang und hänge da eine Heisha mit dran. Das würde die Bereitung auch etwas beschleunigen. Dem Keller wiederum täte Entfeuchtung auch nicht schlecht.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.05.2020 08:43:20
0
2964970
Ich kenne die Gegebenheiten vor Ort bei dir im Haus nicht, aber eventuell gibt's dort ähnliche Möglichkeiten wie bei uns.

Hier waren die Anschlüsse für Warmwasser von Duscharmatur sowie Waschtischeckventil beider Bäder bei Neubau des Hauses glücklicherweise in Innenwänden integriert und konnten von mir daher simpel von der Rückseite freigelegt werden, ohne die Fliesen in den Bädern zu beschädigen. Nach dem Abtrennen bzw. Entfernen der Anschlüsse sind die neuen Leitungen (in unten beigefügter Skizze gelb dargestellt) in den unsichtbaren Bereichen (z.b. im Sockel bzw. hinter der Sockelabdeckung der Küchenschränke) sogar nur einfach in dicker Dämmung verlegt worden.

Die Abkopplung der ehemaligen Warmwasserzirkulationsleitung und der nicht mehr benötigten hausinternen Warmwasserverteilleitungen ist relativ unproblematisch gewesen.

Die Trennstellen (violette Doppelstriche in beigefügter Skizze) wären alle sehr gut zugänglich und sind im Bad vom Dachgeschoss unter der Duschtasse, sowie hinter der Badewanne bzw. in der Küche im Erdgeschoss im Spülenunterschrank "versteckt".

Link zur Bildquelle: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Anlage_lowEnergy#Warmwasserbereitung

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 21.05.2020 09:05:08
0
2964974
guten morgen!

ich war gerade als dein Post einging schon am schreiben und wollte berichten
gestern noch meine Hausaufgaben gemacht zu haben.
Aber dann zuerst zur WW-Verteilung:
Das dumme ist, dass ich nur vermuten kann wo die Leitungen liegen. Im EG könnte ich es evtl. von unten durch Kellerdecke schaffen und für das UG durch die Innenwand zum Muffelkeller. Da hätte ich auch Platz für Speicher.
OG und DG mal sehen. DG ist komplett neu gemacht. Der hier vielzitierte WAF-Faktor lyncht mich wenn ich da noch mal irgendwie anfange (zumal dieser im Nov. noch durch einen weiteren WÄÄÄH-Faktor erweitert wird).

Das EG hat momentan eine Heizlast von fast 7KW! Da komme ich mit einer Heisha nicht hin. Das hatte ich in etwa so vermutet. Daher die Kaskadenidee.

Einen Grabenkollektor bekäme ich wohl irgendwie hin. Gibt es denn irgendwo einen guten Rechner/Faustregel um zu ermitteln, wann sich die Mehrausgaben gegenüber Luftpumpe lohnen? Ich habe nur einen mit vorgegeb. Fantasiewerten gefunden.
Was gäbe es außer der hier oft empfohlenen Nibe F1255 noch für modulierende Geräte? Daikins Atherma ist mir noch begegnet.

erholsamen Feiertag allerseits!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.05.2020 16:48:29
0
2965132
Es gäbe beispielsweise auch die ...

WZSV 62H3M von Alpha Innotec (Herstellerangabe = ca. 3 - 6kW)

Vitocal 333-G von Viessmann (die kleinere der beiden soll laut Hersteller 1,7 bis 8,6 kW können!)

ThermoTerra BF von Roth (1,25 bis 5,95 kW)

Verfasser:
passra
Zeit: 21.05.2020 17:19:48
0
2965147
Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 22.05.2020 10:38:24
0
2965398
Oh, gibt doch mehr als ich dachte. Danke dafür! Jetzt wirds wahrscheinlich prinzipiell. Auf den ersten Blick dürfte die SolePumpe mit RGK ungefähr das doppelte kosten wie drei Heishas in Kaskade.
Nimmt man den JAZ-Rechner des BAFA, dann spare ich pro Jahr eher 200 als 300€ Stromkosten. Wie zuverlässig ist dieser als Entscheidungshilfe? Halbwegs reale Werte oder Fantasiewerte der Hersteller um gut auf der Liste dazustehen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.05.2020 12:53:19
0
2965440
Die Werte vom JAZ-Rechner sind meiner Meinung nach schon realistisch.

Ich würde bei der vorsichtigen Vergleichsbetrachtung für Erdwärmepumpe JAZ 4,8 und bei Luft-Wasser-Wärmepumpe JAZ 3,5 annehmen.

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 22.05.2020 19:14:37
0
2965574
das spiegelt in etwa ja auch die Verbrauchsdatenbank wieder. Ich bin nur verwundert, weil der JAZ-Rechner mir 4,45 für ne Heisha ausspuckt, für die Splitversion Gen.J sogar 4,89 aber dagegen für die Nibe F1255 auch nur 4,88!
Das erscheint mir irgendwie merkwürdig ich erwartete doch irgendwie einen Systemvorteil. Deshalb die Frage nach der Vetlässlichkeit. So kann die Erdpumpe nie ihre Mehrkosten wieder reinpumpen!?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.05.2020 19:50:30
0
2965594
Habe auch mal mit dem JAZ Rechner für Heizgrenztemperatur 15°C (Altbau) ... Betriebsweise monovalent ... Vorlauftemperatur +45°C ... Rücklauftemperatur +40°C ... Norm-Außentemperatur -12°C ... Warmwasseranteil 18% des Gesamtwärmebedarfs per Heizungswärmepumpe mit Speichertemperatur +55°C (Speichertyp WÜ innen) gerechnet.

Hersteller Panasonic ... Wärmequelle Luft ... AQUAREA LT Monoblock H-Gen. MDC 5 kW (WH-MDC05H3E5):

Heizbetrieb: 4,19
Warmwasserbereitung: 3,18
Gesamt: 3,96

Hersteller: Nibe ... Wärmequelle: Erdreichkollektor ... F1255 - 6

Quellentemperatur: +1°C

Leistung Quellenpumpe: 35W

Heizbetrieb: 4,84
Warmwasserbereitung: 3,31
Gesamt: 4,47

... das ist bei ~10.000 kWh Wärmebedarf pro Jahr mit einer WH-MDC05H3E5 etwa 2.525 kWh Strom und bei der F1255-6 für 9.500 kWh thermische Energie rund 2.125 kWh Strom.

Wären demnach pro Jahr etwa 400 kWh (in 10 Jahren circa 4.000 kWh) elektrische Energie bei der Panasonic mehr.

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 22.05.2020 22:06:02
0
2965658
ok, da warst du weniger optimistisch als ich. Ich habe mit 35 Grad Vorlauf gerechnet. Unter den Vorbedingungen sieht es für die Solarpumpe wieder besser aus.

Muss ich also schauen wo ich ansetzen kann. Heizlast runter und/oder VL runter. Heute war der Klempnator meines Vertrauens da und fand die Idee die nach Einbau der Deckenheizung im OG freiwerdenden Gliederheizkörper im EG dazuzuhängen nicht so schlecht. Das wäre ein erster Schritt. Vielleicht reichts da dann auch irgendwann mal für eine Heizdecke...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 23.05.2020 09:02:10
0
2965751
Zitat von Bruchbude Beitrag anzeigen
... da warst du weniger optimistisch als ich ...
Ich rechne generell bei allem zurückhaltend ...
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
... selbst vor Anschaffung unserer Panasonic WH-MDC05F3E5 davon ausgegangen, dass der Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock in unserer Anlage bei bivalent paralleler Betriebsweise mit einer durchschnittlichen Arbeitszahl ~3,5 laufen wird und wäre damit wirklich absolut zufrieden gewesen.

Dass nun unterm Strich eine um gut 1,0 Punkte bessere Arbeitszahl resultiert, hätte ich von vornherein natürlich niemals erwartet und bin entsprechend positiv überrascht, dass der Return of Gesamtinvest (rund 3.700 Euro) wesentlich schneller als gedacht war ...
... die Freude über das optimalere Ergebnis ist es wert! 😉


Mit dem Thema "Heizdecke" beschäftige ich mich übrigens aktuell in gewisser Weise auch, nur möchte ich diese wasserführenden Wärmeaustauschflächen vorrangig zum Kühlen nutzen.

Auf folgend verlinkter Seite notiere ich derzeit erste Gedanken zum Projekt ...

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wasserf%C3%BChrende_W%C3%A4rmeaustauschfl%C3%A4che_oberste_Geschossdecke

Verfasser:
Bruchbude
Zeit: 23.05.2020 10:16:19
0
2965769
"Schön, dass wir mal drüber gesprochen habn, du!" - eine andere Betrachtungsweise ist immer gut. Jetzt wird mir auch so langsam klarer warum es so wichtig ist den VL möglixst weit runter zu bekommen. genau, besser freuen als ärgern.

Bei uns ist es andersherum. Die Kühlfunktion war nach mehreren Sommern mit tags an die 40 Grad und nachts immer noch über 30 Grad das Ei aus dem jetzt unerwartet eine neue Heizung schlüpft. Es war eher so gedacht, vorbereitet sein. Dass es vielleicht irgendwann mal möglich sein würde WP dranzuhängen wenn der Sauriertrinker im Keller explodiert ist und wir müssen.

520mm Dämmung ist mal nen Wort! brauchst du da überhaupt noch Heizung/Kühlung? Wie löst du das Tauwasserproblem. Mein Stand: nimm Lehm oder Kalk, VL nicht unter 18 Grad.
Ich war von Eigenkonstruktionen abgekommen. Das Nasssystem im Lehmbett auf den Dachschrägen war eine Schweinerei. Jetzt habe ich eins im Blick. Dämmplatte mit Rohren drin und Lehm schon drüber. Die 11,6mm Rohre erscheinen mir noch etwas dünn.
Nimmst du irgendwelche Schienen um das Rohr vor dem Spachteln zu fixieren? Mal durchdenken, aber deine Idee könnte den Vorteil haben, dass es sich an meine hängenden Decken anpassen ließe.

Zu den 11er Röhrchen. Ist u.U. auch Wurscht. Ich muss wahrsch. eh was an der Pumpe machen. Hab ichs richtig verstanden pumpt die Heisha eher ungern auf 12m Höhe.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 23.05.2020 16:02:16
0
2965956
Zitat von Bruchbude Beitrag anzeigen
Nimmst du irgendwelche Schienen um das Rohr vor dem Spachteln zu fixieren?
Nein, hatte ich nicht vor.

Ich wollte mir diverse "Formteile" aus 20 mm dicken Gipsplatten herstellen und diese auf der OSB-Plattenlage so verschrauben, dass eine akkurate 16 mm breite Fuge entsteht, in welche das Rohr knirsch einzudrücken sein soll. Die Fugen sollen samt eingelegtem Rohr komplett mit Spachtelmasse verschlossen werden und darüber eine Lage 9,5er GK verschraubt werden.

Bei Bedarf könnte während des Spachtelns z.b. einfach mit zwischen Rohr und quer über der Fuge verschraubten TB-Profilstücken geschobene ~4mm dicke Abhängedrahtabschnitte gesichert werden, die vor dem Beplanken wieder demontiert werden.

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