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Grundsätzliche Fragen zur KWL und Einregulierung
Verfasser:
smue79
Zeit: 18.05.2020 22:23:55
0
2963956
Generell es geht um einen Neubau KFW 55 mit KWL samt WRG.

Meinem Verständnis nach geht's es ja um:

Feuchteschutz weil die natürliche Infiltration nicht ausreicht und die Bude sonst schimmelt?

Und zum anderen um den Hygienisch mindest Luftwechsel um den Menschlichen-Muff aus der Bude zu bekommen.

Wir wollen bei uns ne Kombination aus beiden also Fenster per se auf und das nicht gerade wenig oder selten. Und natürlich den Vorteil der WRG, kein Lärm oder Dreck bei offenen Fenster.

Verstehe ich das so richtig

Für den Feuchteschutz interessiert mich: Hauptsächlich die Abluft, weil darüber die Feuchten Luft raus kommt.

Für Hygienischen Luftwechsel also die Zukunft/Frischluft die ich ins Haus bringe?

Ist das so richtig?

Bezüglich der Einregulierung Einstellungen der Anlage:

Ich habe Tellerventile für Zukunft und Abluft in der Decke die ich auf oder zudrehen kann, und am Lüftungsgerät kann ich für 4 Stufen die m3/h einstellen.

Wenn ich jetzt einfach nur sicherstellen will das über die KWL der Feuchteschutz und Schimmelschutz gewahrt wird wollte ich die Anlage jetzt 24/7 auf Hand stellen nur welchen Luftstrom stelle ich ein?

Laut Berechnung gibt's nen
Nenn-Volumenstrom mit 190 m3/h
Reduzierte Lüftung mit 133 m3/h
Lüftung zum Feuchteschutz 55 m3/h

Also würde ich die Anlage auf 55 m3/h einstellen bzw auf ein Mittelding zwischen 55 und 133 m3/h?

Und die Lüftungsventile an der Decke drehe ich so lange auf oder zu bis es bei keinem davon zu irgendwelchen Pfeifftönen kommt? Weil die Luftmengen Einstellung anhand von Spaltmaßen von 5-8 mm finde ich jetzt nicht unbedingt zielführend bzw nicht sonderlich genau?

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 18.05.2020 23:26:10
0
2963982
Irgendwie hast Du die Philosophie einer KWL überhaupt nicht verinnerlicht.

1. Tellerventile werden grundsätzlich nie verstellt, da diese bei der Erstinbetriebnahme für den projektierten Luftstom im jeweiligen Raum eingemessen werden. Danach werden die nicht mehr verstellt.

2. "Kombination aus ... Fenster per se auf und ... natürlich den Vorteil der WRG"
Völlig daneben. Wenn Du eine KWL hast wirst du keine Fensterlüftung mehr durchführen, da nicht notwendig. (Auch wenn Du es Dir jetzt nicht vorstellen kannst.) Zudem verschlechtert das Öffnen der Fenster die Energiebilanz. Egal ob es um die Minimierung der Wärmeverluste im Winterhalbjahr geht oder darum im Sommerhalbjahr keine Wärme hinein zu lassen.

3. Die Lüftung läuft grundsätzlich (jahrein, jahraus) auf Nennleistung / Stufe 2. Da muss man nicht dran fummeln! Nur wenn man in Urlaub fährt, dann stellt man die auf Minimal / Feuchteschutz / Stufe 0.

4. "Feuchteschutz ... Abluft, ... Hygienischen Luftwechsel ... Zuluft / Frischluft"
Das kann nicht getrennt betrachtet werden. Zuluftmenge = Abluftmenge! Kurz: Es geht um Luftaustausch.

5. "irgendwelchen Pfeifftöne": Lach ... wie soll das zustande kommen?

Verfasser:
Do Mestos
Zeit: 19.05.2020 11:55:22
0
2964148
Eine KWL ersetzt doch quasi die Fensterlüftung.

Du darfst natürlich noch die Fenster aufmachen...aber Du musst es nicht mehr.

Prinzipiell hast Du 4 Lüftungsklassen

1. Feuchteschutz
2. Mindestlüftung
3. Nennlüftung
4. Intensivlüftung

1 und 2 müssen ohne eingreifen des Betreibers erfolgen, bei 3 und 4 darfst Du mit Fensterlüftung nachhelfen. Also kannst Du dein Gerät auf Mindestluftwechsel einstellen und den Rest über die Fenster zulüften... nur wozu der ganze Zauber, wenn Du eh per Fenster lüftest?

Unser Gerät läuft tagsüber auf Nennlast, Nachts auf Mindestlast... und es ist einfach herrlich.

Die einzelnen Lüftströme werden bei Inbetriebnahme eingemessen und eingestellt... und das isses dann.

Du wirst es lieben.

Gruss
Dom

Verfasser:
smue79
Zeit: 19.05.2020 12:21:57
0
2964153
Okay danke für die Erklärung...

Der ganze Zauber ist der das ich den Feuchteschutz und Mindestluftwechsel per KWL sicherstellen will.

Den Rest per Fensterlüftung.

Dir Nennlüftung wollen wir nicht über die KWL realisieren wegen der Geräusche (die Anlage oder die Geräusche an den Zuluft und Abluft-Ventilen waren uns da zu laut) wir sind da sehr empfindlich was Frequenzen, Surren oder Brummen betrifft, selbst wenn man es eigentlich kaum wahrnimmt.

Die Anlage ist für den Normal-User sicherlich richtig einreguliert so das da kein Mangel besteht.

Wir sind halt nur etwas empfindlicher wie andere, was das betrifft. Im Zuge der kurzen Einweisungen bei der Inbetriebnahme und nicht vorhandener Türen, Möblierung usw. ist uns das Thema mit der Geräuschbildung erst nach dem finalen Einzug bewusst geworden.

Bzw. müsste ich die Anlage jetzt auf unsere Bedürfnisse Einregulieren und versuchen, den Nennvolumstrom einstellen aber die Ventile so einzustellen das wir keine Geräusche wahrnehmen.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 19.05.2020 13:36:14
0
2964176
Das eigentliche Thema sollte nicht sein:
"Wie gehe ich mit der gegebenen Situation um?"

Sondern:
Welche Mängel hat Deine Anlage (Geräusche - pfeifen, surren, brummen) und wo sind die Ursachen.

Denn noch, da Neubau, kannst Du bei nicht fachgerechter Planung / Ausführung Nachbesserung fordern. Im günstigsten Fall sogar noch eine Zahlung zurückhalten.

Doch dazu müsste man schon präziser werden. - Wenn möglich über Bauleitung, Qualitätssicherung oder wenn es nicht anders geht, mit Forumsunterstützung.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.05.2020 14:10:53
0
2964192
Zitat von smue79 Beitrag anzeigen

Dir Nennlüftung wollen wir nicht über die KWL realisieren wegen der Geräusche (die Anlage oder die Geräusche an den Zuluft und Abluft-Ventilen waren uns da zu laut) wir sind da sehr empfindlich was Frequenzen, Surren oder Brummen betrifft, selbst wenn man es eigentlich kaum wahrnimmt.
[...]

Bei richtiger Planung/Ausführung hörst du nix. Im Grunde kannst du das Ganze so überdimensionieren, dass bei Nennlüfung an Ventilen die gleichen Luftmengen durchgehen, wie bei Feuchteschutz. Ist halt überteuert und nicht nötig.

Grüße Nika

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 19.05.2020 16:12:54
0
2964243
Zitat von smue79 Beitrag anzeigen
Wir wollen bei uns ne Kombination aus beiden also Fenster per se auf und das nicht gerade wenig oder selten. Und natürlich den Vorteil der WRG, kein Lärm oder Dreck bei offenen Fenster.


Wie bitte soll das gehen?!? WRG, Lärmreduktion und Luftfilterung gehen nur mit geschlossenen Fenstern. Umgekehrt, wer eh dauernd die Fenster auf lässt, braucht keine KWL, hat dafür aber sowohl Lärm als auch Dreck im Haus. Wer mal nach einiger Zeit den Außenluftfilter angesehen hat, will das wirklich nicht mehr drinnen haben!

Und wenn die Anlage schon drin und teuer bezahlt ist, wie verrückt ist es dann, sie nicht zu nutzen? Feintuning ist angesagt! Man kriegt das akustisch schon hin, wenn nicht zu sehr gepfuscht wurde. Und im Notfall eben nachts aus (oder soweit runterregeln, dass man nichts hört). Besser als Fenster auf ist das allemal!

Verfasser:
VMCDFA
Zeit: 19.05.2020 22:04:29
0
2964384
Zitat von smue79 Beitrag anzeigen
Der ganze Zauber ist der das ich den Feuchteschutz und Mindestluftwechsel per KWL sicherstellen will.
Den Rest per Fensterlüftung.

Guten Abend,

Ein guter Rat: Installieren Sie keine KWL ... sonst haben Sie schlechte Träume!

Verfasser:
smue79
Zeit: 19.05.2020 23:40:45
0
2964432
Okay also wird nach justiert in Sachen Luftmenge auf Nennvolumstrom einstellen und dann die Tellerventile nachjustieren

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