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Teilsaniertes Fertighaus: von Gas auf WP mit PV
Verfasser:
Martin_T
Zeit: 23.05.2020 14:15:31
0
2965902
Hier die Skizze:

https://www.bilder-upload.eu/bild-048cbb-1590236074.jpg.html


Verfasser:
Martin_T
Zeit: 23.05.2020 14:13:01
0
2965900
Danke für die Auswertung und entschuldigt das Durcheinander bei den Einheiten. Schorni1 hat das schon richtig interpretiert.


Bzgl. 18kW hätten gereicht: die Heizung stammt ja aus der Zeit vor unseren Renovierungsmaßnahmen. Da hatten Außenwände und Dach noch 6cm dicke Mineralwolle aus den 70ern.

Zu den Geschoßen: UG, EG und DG. Ich versuche hier mal eine Skizze anzuhängen.
Die ELW belegt etwa die Hälfte des UGs sowie einen Anbau im UG, der mal als Garage gedacht war. Der Rest ist ein beheiztes Gästezimmer (alter Heizkörper, hängt zusammen mit den Heizkörpern im DG an einem WMZ) sowie unbeheizter Abstellraum, Heizraum und unbeh. Flur/Treppenhaus. Das ist von unten bis ganz oben offen.

Woher können unsere hohen Verbräuche kommen? Kann das UG so viel ausmachen? Vielleicht noch eine Info zum Lüftungsverhalten: wir schlafen alle nachts meist mit offenem oder gekipptem Fenster ohne Heizung. Außerdem mind. 2x tägl. stoßlüften, also alle Fenster auf. Das aber für mein Empfinden öfters mal zu lange (haben hier zu Hause unterschiedliche Ansichten dazu...).

Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.05.2020 12:27:59
0
2965836
Ich komme mit den Geschossen nicht 100%ig klar:

UG ELW, dann EG, dann OG, dann DG ?

Gesamt-Fenterflächen am Haus 52 m² ?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 23.05.2020 03:13:46
0
2965713
Das WW sind sicher m³/a.

93,5 m³/a bei delta 40K und WW-Nutzungsgrad 40% sind 10 900 kWh/a
101,5 m³/a ......................................................................... 11 800 kWh/a fürs WW

Abgezogen von den jeweiligen Jahres-Verbräuchen ergibt das jeweils

36 100 kWh/a bezogen auf die WMZ-Zahlen 27 MWh/a = 75% Nutzungsgrad
36 200 kWh/a ................................................ 26 MWh/a = 72% Nutzungsgrad

Die 24kW des jetzigen Kessels x 0,75 = 18kW hätten gereicht.
36 000kWh/a : 1800 Soll-Vollast-Brennerbetriebsstunden = 20kW

Der WW-Verbrauch mit durchschnittlich 38l/Pers/d ist an sich auch nicht soo viel.

Aber die 20kW bzw 36 000kWh/a sind einfach un glaub lich und ZU VIEL für DAS Haus!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 23.05.2020 01:24:06
0
2965705
Zitat von Martin_T Beitrag anzeigen
So, jetzt mal noch die weiteren Daten. Erst mal zu den Zählerständen:

Jahr 1:
WMZ FBH: 15,34
WMZ Haus: 1,0
WMZ ELW: 10,7
Warmwasser Haus: 56,9l
Warmwasser Wohnung: 36,9l
Verbrauch lt. Gasrechnung: ~47.000 kWh

Jahr 2:
WMZ FBH:[...]

Die WW-Mengen sehen spanisch aus. Sind Tageswerte, Durchschnittswerte, Maximalwerte?

Einheiten bei WMZ wären auch hilfreich. Vermutlich MWh!?

Grüße Nika

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 22.05.2020 23:16:13
1
2965678
So, jetzt mal noch die weiteren Daten. Erst mal zu den Zählerständen:

Jahr 1:
WMZ FBH: 15,34
WMZ Haus: 1,0
WMZ ELW: 10,7
Warmwasser Haus: 56,9l
Warmwasser Wohnung: 36,9l
Verbrauch lt. Gasrechnung: ~47.000 kWh

Jahr 2:
WMZ FBH: 14,04
WMZ Haus: 3,03
WMZ ELW: 8,95
Warmwasser Haus: 63,4l
Warmwasser Wohnung: 38,1l
Verbrauch lt. Gasrechnung: ~48.000 kWh

Daten zur Heizung:
Junkers Suprastar KN 24, 2004, 24 kW, Erdgas, Brenner ohne Gebläse, Heizung mit Brauchwasser
Messung vom Schornsteinfeger: Wärmeträgertemperatur 70°C, Abgasverlust 6%

Zum Haus hatte ich ja schon ein bisschen was geschrieben. Ergänzend:
U-Wert Schrägdach: 0,20
U-Wert Gaubenwand: 0,17
U-Wert Flachdach auf Gaube: 0,20
U-Wert Wände EG: 0,26
U-Wert Keller: unbekannt (ungedämmtes Mauerwerk)
Zu den Baumassen hatte ich mal ausgerechnet:
BGF: 503,7 qm
BRI 1.145 cbm

Fensterflächen EG und DG: 39,5 qm
U-Werte der Fenster bei rd. 1,2, die große 3m Terrassentür hat 0.8
Die Fenster im UG werden jetzt erst getauscht. Bisher 70er Jahre, Holzrahmen mit 2-fach Verglasung. Fläche ca 11,5 qm

Was die Luftdichtigkeit anbelangt weiß ich, dass EG und DG relativ dicht sein müssten (nicht gemessen, aber sauber alle Stöße abgeklebt, Dampfbremse ordentlich angeschlossen, etc.), das UG aber wie ein Schweizer Käse ist. Wie gesagt sind da noch alte Fenster drin und der Heizraum hat z.B. eine direkte Öffnung nach außen. Da dort die Wand feucht ist, hat mich die Belüftung bisher nicht gestört. Fenster werden jetzt ja getauscht (bis auf zwei Terrassentüren, die aus 2007 sind.

Der UG Anteil unter der Erde ist ca. 40-50%

Verfasser:
schorni1
Zeit: 22.05.2020 15:09:12
0
2965493
Ja, die WW-Z Leitung muss man mal beobachten und angehen. Wenn echt keine Pumpe drin ist dann muss man die nachrüsten und entsprechend regeln, am besten und einfachsten mit Selbstlern-Effekt.

Ich habe aber WMZ für die Bereiche Einliegerwohnung (komplett), FBH Haus und Heizkörper Haus. Habe aber leider die Daten nur für 2 Jahre jeweils vom Jahresende, aber wahrscheinlich besser als nichts.


DAS wäre weltsuper, das hilft ungemein viel !

Verfasser:
HFrik
Zeit: 22.05.2020 12:05:44
1
2965430
Als mal ein paar Ideen von meiner Seite:
a) Häuser aus den 70'ern haben aus dem Herstellungsjahr keine Lufdichtheitsebene. Wenn da nicht sauber nachgearbeitet wurde könnte von dort die hohe Heizlast stammen. GGF. mit Ifrarotkammere suchen oder Blowerdoor für lägere Arbeitsrunde ausleihen.
b) bei der hohen Heizlast könnte man an 2 WP denen, z.B. eine CHA 7 oder 10 für das Kellergeschoss, weil die bei höherer Vorlauftemepratur noch sehr gute werte hat, aber das dann eben auch kostet, und Eine oder zwei Geishas für das übrige HAus - bei kleinem Temperaturhib nähern sich die Effizienzen der beiden WP an, die Geisha kostet aber deutlich weniger. Um das mal ins unreine zu denken.

c) die Zirkulationslitung arbeitet mit Schwerkraftumwälzung.

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 22.05.2020 09:40:19
1
2965373
Die Angaben kann ich euch wahrscheinlich erst nachher liefern, komme jetzt nicht an alle Daten ran.

Ich habe aber WMZ für die Bereiche Einliegerwohnung (komplett), FBH Haus und Heizkörper Haus. Habe aber leider die Daten nur für 2 Jahre jeweils vom Jahresende, aber wahrscheinlich besser als nichts.

Das Haus ist frei stehend, Grundfläche 10x12 m, das UG ist etwas größer. UG ist Mauerwerk und nicht gedämmt. Wir haben damals außen nichts gemacht sondern nur innen (Wände von innen geöffnet und gedämmt), Grund war der spezielle Wandaufbau des Fertighauses (später gern mehr Details dazu). UG bekommt jetzt erst neue Fenster, EG und DG sind 2015 getauscht worden.

Das Dach hat keinen Drempel, 30° Neigung und mittig eine große beidseitige Gaube mit 10x7,5m.

Wohnfläche ELW ca. 73qm.

Wir haben offenbar eine Zirkulationsleitung aber keine Zirkulationspumpe??? Sieht für mich komisch aus, aber ich sehe keine. War bisher der Meinung, dass wir eine hätten. Die Pumpe für die Heizkreise wurde 2015 in eine Hocheffizienzpumpe gewechselt. Die FBH hat einen eigenen Mischer.

Skizzen und Daten zu den U-Werten kann ich erst später liefern.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 22.05.2020 07:19:50
0
2965331
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
JAHRES-Nutzungsgrad eher bei 70-80%. Dieser kann über den WMZ ermittelt werden.

Zusätzlich hilft der WMZ die tatsächliche Heizlast an kalten Tagen zu ermitteln. Dann kann man den neuen Wärmeerzeuger auch sinnvoll dimensionieren. Ansonsten muss man es recht grob anhand des Gesamtverbrauchs schätzen und kann (vor allem bei 7 Personen) recht weit daneben liegen.

Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen

MIR kommt der Gasverbrauch mit 45 000kWh/a bei 290m² und DEN Dämm-Maßnahmen irgendwie recht hoch vor. Würde gern raustüfteln obs am Haus, den Umfeldbedingunegn oder der Heizungsanlage liegt. [...]

Die 45MWh/a kommen mir auch unrealistisch vor. Wahrscheinlich ist es Kombination verschiedener Gründe, die zu diesem Wert führt. Deshalb wäre ein WMZ guuuut.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 22.05.2020 07:11:58
2
2965329
Zitat von Martin_T Beitrag anzeigen
@gnika7[...]
P.S. warum hast du Akku und WP?...]

Den Akku gab es halt vom Steuerzahler geschenkt und 4000€ noch obendrauf. Da konnte ich nicht ablehnen 🙈

Grüße Nika

Verfasser:
schorni1
Zeit: 22.05.2020 01:02:43
1
2965317
Auch recht gut: also KEIN "Kälteloch" wo der Tag im Winter erst um 10Uhr beginnt und die Sonne ab 15 wieder weg ist, mit langen und kalten Nächten. Auch wenn die UG-ELW tendenziell ja etwas früher im Herbst Heizbedarf hat, ist das nicht weiters schlimm, denn je mehr Übergangs- statt Frost-Heizerei, desto effizienter und kostengünstiger ist die WP.

Ein WMZ zeigt zumindest den (netto)-Wert an Energie an, der TATSÄCHLICH ins Haus eingetragen/benötigt wird. Der Gaszähler misst ja die aufgenommene (brutto) Energie, das beinhaltet also die Geräteverluste mit. Hier suggerieren ja Schornsteinfegermessung und Werbeprospekte gern "über 90% Wirkungsgrad", in der Praxis liegt oft der JAHRES-Nutzungsgrad eher bei 70-80%. Dieser kann über den WMZ ermittelt werden.

Was ist denn das bisher für eine Gasheizung? Am besten eine Schornsteinfeger-Messbescheinigung einstellen, da steht alles drauf. https://www.bilder-upload.eu/

MIR kommt der Gasverbrauch mit 45 000kWh/a bei 290m² und DEN Dämm-Maßnahmen irgendwie recht hoch vor. Würde gern raustüfteln obs am Haus, den Umfeldbedingunegn oder der Heizungsanlage liegt. SO läge die aus dem Verbrauch ermittelte Heizlast um die 17-20kW - das ist MIR für "voll gedämmt und vielleicht WP" einfach zu viel. ICH stell mir da eher knallhart vor "10-12kW und 30 000kWh"!

Daher würde ich gern das Haus "nachbauen", bräuchte dazu ein paar Angaben:
freistehend oder Reihenhaus, Grundmaße Länge/Breite, DG Drempelhöhe und Dachneigung, wenn möglich Gesamt-Fensterfläche, evtl U-Werte von Fenster und gedämmter Wand oder Dämmstärke, UG-Whg Anteil "unter Erde" im Mittel, Wohnfläche UG-ELW. Das UG bekam auch die guten Fenster und wie wurde da die Außenwanddämmung durchgeführt? Gibt es eine WW-Zirkulationspumpe? Weißt Du wie diese zeitgesteuert wird, über eigene Steckdosen-Schaltuhr oder über den Kessel?

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 22.05.2020 00:20:41
0
2965312
Schorni1: haben keinen Schatten am Grundstück. Sind allerdings in Waldnähe, wovon man abends schon mal ein laues/kühles Lüftchen merkt. Das aber eher in der wärmeren Jahreszeit.

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 22.05.2020 00:17:20
0
2965311
@gnika7: entschuldigt bitte die fehlende Formatierung. Habe den Text am Smartphone geschrieben und ordentlich Absätze, Leerzeichen, etc. eingefügt. Warum der dann so wiedergegeben wurde, kann ich nicht sagen. Editieren geht jetzt leider nicht mehr.

Inhaltlich hast du prinzipiell Recht. Habe mich auch schon geärgert, dass ich nicht letzten Winter schon die VLT reduziert habe. Was würde ich denn über die WMZ herausfinden? Wie die Last verteilt ist?
Praktisch hängt dein Plan an einer Sache: wir werden die Maßnahmen finanzieren und da die WP in einem Topf mit weiteren Maßnahmen (u.a. Außenanlagen, Dach neu decken, Fassadenarbeiten) steckt, müsste das Geld jetzt beantragt werden. Kredite unter 50.000 machen die Banken nicht oder nur mit unrentablen Aufschlägen. Daher wollen wir jetzt ein größeres Paket machen und dann ist Ruhe. Das war jedenfalls der Plan.

P.S. warum hast du Akku und WP?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 22.05.2020 00:09:10
0
2965309
ok, NAT ist -10,7°C = "gerundet -10" ;-) schonmal "nicht schlecht"!

DAS ist zumindest mal so "die Norm". Wie siehts den so mit dem "Kleinklima" am Haus aus, ist das eher ne besonders KALTE Ecke (Flußniederung etc) oder eher etwas wärmer oder sonniger als ein paar Kilometer weiter?

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 21.05.2020 23:58:23
0
2965306
@schorni1: PLZ ist 61381. Danke für deinen Denkansatz :-) Die Situation hast du ziemlich gut erfasst.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.05.2020 23:36:23
3
2965298
Zitat von Martin_T Beitrag anzeigen
Hallo Forum,

habe hier schon einiges gelesen, [...]

Umherrgottswillenwersolldaslesen?

So wie ich die Beiträge anderer hier interpretiere, die was das Lesen angeht offensichtlich masochistischer veranlagt sind, bin ich in Bezug auf eine LWP recht skeptisch. Dabei wird mir immer unterstellt, dass ich auch bei nachteiligen Fällen versuche eine WP durchzudrücken.

Wenn du es mit der WP ernst meinst, dann solltest du das in Ruhe angehen und eine n Schritt nach dem anderen machen:
1. WMZ installieren. Am besten solche die Daten automatisch loggen oder zumindest selber mit Raspi loggen. Wenn möglich getrennte WMZ für die verschiedene Bereiche.
2. In der kommenden Heizsaison die Heizkurve/Hydraulik optimieren um auf möglichst niedrige VLT zu kommen. ERR am besten dabei demontieren.

Nächstes Jahr wissen wir dann zumindest, ob eine WP überhaupt Sinn macht. Bis dahin hast du auch viel Zeit dir einen guten Plan zu überlegen, was du machst, falls eine WP stand alone ein Groschengrab wäre. Gas wäre das einfachste aber sicherlich nicht ökologisch. Pellets wären wahrscheinlich nicht ökonomisch. Wenn WP Stand alone schlecht geht, dann wäre bivalent (z B. mit Geisha) zumindest für mich eine Option.

Ach ja, das mit Akku ist um auf gut deutsch zu sagen bei aktuellen Strom- und Speicherpreisen ziemlich hirnrissig. Ich kenne hier niemanden, der glaubt, ein Akku ist wirtschaftlich. Insbesonders in Kombination mit einer WP. Und ich habe einen Akku und eine LWP ;-)

Grüße Nika

Verfasser:
schorni1
Zeit: 21.05.2020 23:09:17
1
2965292
Eben. Genau so: "Das Machbare machen"!

Wenn ich mir das richtig zerlege, dann haben wir bei DIR im EG FB und im OG HK, die wenig benutzt werden und auch keine so hohen Komfortansprüche bzgl Vollbeheizung haben? Auch die relativ hohe Heizkurve und "beim Aufdrehen recht heiße Heizkörper" lassen noch nutzbares Ohnehin-Potential erkennen. somit wäre ja DAS an sich wohlwollend WP-geeignet....

Und die ELW hat ja eh etwas günstigere Bedingungen bzgl Abkühl-Außenflächen wenn diese viel im Erdreich liegt. Auch DAS sieht mir nach tendenziell günstigen WP-Bedingungen aus. Daher mal DA die HK auf WP-Tauglichkeit prüfen, ggf austauschen. DIE Kosten wären dann ja auch in der Förderung mit drin - und als "schöne neue Heizkörper" vieleicht doch durchaus ein gut verkaufbares Schmankerl für die Bewohner.

Welche PLZ ist denn das Objekt - wegen der Ermittlung der niedrigsten Außentemperatur

PS: ich bin grundsätzlich KEIN Freund davon "WP um jeden Preis und auf jeden Fall"!

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 21.05.2020 22:00:10
2
2965261
Es liegt nicht daran, kein Interesse am Umbau zu haben sondern an einer vermieteten Situation, die nun mal gewisse Zwänge mit sich bringt. Dass man im Nachhinein schlauer ist und es technisch besser gewesen wäre, schon damals Flächenheizungen verbaut zu haben, ist klar. Neben der damals noch nicht vorhandenen Idee einer Wärmepumpe samt dem Wissen um niedrige Vorlauftenperaturen war allerdings obendrein schlicht kein einziger Euro mehr für diese Maßnahmen übrig. Insofern muss ich nun mal mit der Situation leben, wie sie ist, und möchte nichts "deichseln" weil ich nen Zug verpennt habe.

Wenn es so ist, dass ein Umrüsten auf eine WP keinen Sinn macht - dann ist es so und ich kann damit leben. Wenn es aber trotzdem alternative Wege wie den von Ritzel angesprochenen gibt, dann wäre ich für weitere Hinweise wie diesen sehr dankbar. Womöglich gibt es ja auch Möglichkeiten eines Umbaus, der ohne allzu große Einschränkungen abläuft? Bin gerne für Tipps dankbar. Wollte bloß nicht Fußboden raus reißen, Wände aufmachen, etc. Ich hoffe, das versteht ihr.

Verfasser:
Ritzel
Zeit: 21.05.2020 21:14:19
3
2965234
Ich bin hier keiner der Experten, aber ich habe unlängst eine bivalente Heizung mit Gastherme + Luftwärmepumpe realisiert. Zudem hatte ich schon entsprechend PV auf dem Dach.

Wäre es darum nicht auch im vorliegenden Fall möglich in folgende Richtung nachzudenken: PV auf das Dach soviel wie geht, Heizkörper gegen Niedertemperatur-Heizkörper tauschen mit dem Ziel Vorlauftemp. auf unter 45 besser 40 Grad zu drücken und zusätzlich zur Gasheizung eine Luftwärmepumpe einzubauen. Tausch der Heizkörper und Einbau der Luftwärmepumpe werden von der Bafa mit 35 % gefördert.

Gruß
Ritzel

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 21.05.2020 20:45:58
3
2965215
55 Grad... Und du träumst von Puffern.

Sorry... ohne Fleiß keinen Preis: Kauf Gas und laß die Bude wie sie ist, oder rüste Stück für Stück auf Niedertemperatur um.

Erst alles sanieren und am Ende feststellen, dass es anders gegangen wäre ist schade, bringt aber nichts.

Daher: Zug verpennt, kein wirkliches Interesse am "Umbau"... Soll ja alles bleiben wie es ist

Bleibt bei Gas ( nicht böse gemeint ) als mit riesigem Aufwand was zu "deichseln".

mach dir eine PV oben drauf für deinen Haushaltsstrom... Gastherme an die Wand, ggf eine Warmwasserwärmepumpe, die im Sommer das Haus kühlt.

Dann bei der nächsten renovierung eben WP auf die Flagge schreiben und Heizkörper für 35 Grad Vorlauf einbauen / Wandheizung oder FBH vorsehen.

Ist ja kein Drama

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 21.05.2020 20:36:05
1
2965208
Danke für eure Hinweise. Ich habe natürlich noch nicht alles hier gelesen/verstanden und oftmals ist es auch schwer, die Empfehlungen bei anderen Bauvorhaben richtig auf die eigene Situation umzulegen.

Unsere Wärmeverteilflächen sind mit Sicherheit alles andere als optimal. Im Gartengeschoss wie gesagt noch (alte) Heizkörper und auch Rohre. Da haben wir gar nichts umgebaut. Die FBH im EG ist neu, ebenso die im DG im Bad sowie die Heizkörper im DG. Aber für eine optimale Auslegung für einen Wärmepumpenbetrieb waren die damals nicht gebaut worden. Ich würde gern von größeren Umbauten im Innenraum absehen wollen. Vor allem in der vermieteten Einliegerwohnung, die letztes Jahr aufgrund eines Wasserschadens 3 Monate nicht bewohnbar war und die Mieter noch danach lange in einer Baustelle leben mussten. Dort würde ich max. die Heizkörper gegen neuere austauschen aber nicht mehr. Verstehe aber natürlich, dass eine Flächenheizung deutlich besser wäre.

Bei den Heizkörpern haben wir aktuell eine Vorlauftemp. von ca 62°. Wir müssten auf 50-55 reduzieren um bei der LWP auf die JAZ für die Förderung zu kommen. Das sollte kein Problem sein, da uns die Heizkörper ohnehin schon zu heiß vorgekommen sind. Ist aber nicht berechnet (also ob die Temperatur zum heizen reicht) sondern nur mein Eindruck.

Wir werden also kaum optimale Bedingungen für eine WP schaffen können. Trotzdem würde ich gern herausfinden, was man aus der aktuellen Situation machen kann.

Wäre eine SWP dann trotzdem noch sinnvoll? Geht diese Vorlauftemp. mit einer SWP? Mit der LWP wäre das scheinbar machbar. Reicht unsere Fläche überhaupt für einen Ringgrabenkollektor? Welche Leistung bräuchte die WP?
Und außerdem: wie würde am besten Warmwasser produziert werden?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.05.2020 18:45:44
0
2965167
Zitat von Martin_T Beitrag anzeigen
... habe hier schon einiges gelesen ...

... WP soll tagsüber zwei Pufferspeicher voll machen und abends/nachts nach Möglichkeit kaum noch laufen ...
Das passt nicht zusammen!

Entweder hast Du in einem anderen Forum gelesen, oder von dem hier im HtD erlesenem nichts verstanden!

Korrekt gebaute Wärmepumpentechnikanlagen laufen komplett ohne Pufferwasserspeicher am effizientesten!

Sind die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen bei euch überhaupt für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen tauglich?

Siehe: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_sollte_die_W%C3%A4rmeverteilung_im_Idealfall_aussehen%3F

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 21.05.2020 18:17:24
2
2965159
Lass dir für 10000 Eur 10kwp aufs dach legen und von den gesparten 15000 Eur eine SWP mit Ringgrabenkollektor.


Deinen ganzen Pufferkram lässt du bei Seite und fertig.
Und sorgst dafür dass überal statt Heizkörper Wandheizung an die Wand kommt

So ist das eine Runde Sache fertig.

Den Rest deines Plans entspringt der Vermutubg du könntest in winter mit 10kwp bei 15kw Heizlast was reißen.

Da muss ich dich enttäuschen. Tagsüber wird die 10kwp den gesamten Strom im Haus los.

Wilkst du also nachts günstig heizen nimmst du eine Solewärmepumpe als zu meinen da wäre was zu puffern und dann "wäre die Wärmepumpe die halbe nacht aus"

Verfasser:
Martin_T
Zeit: 21.05.2020 18:01:55
0
2965155
Hallo Forum,habe hier schon einiges gelesen, wende mich jetzt mit meinem Anliegen aber direkt an euch. Wir haben ein Fertighaus aus den 70ern, das wir vor ein paar Jahren saniert haben. Neue Fenster (3-fach verglast), Dach gedämmt, Außenwände gedämmt (Dämmung zwischen Holzständern vergrößert), Fußbodenheizung im kompletten EG und im Bad im DG. Die Schlafräume im DG haben normale Heizkörper, sind aber selten an und wenn dann nur wenig. Im Gartengeschoß (Hanglage) ist noch eine Einliegerwohnung, die auch Heizkörper hat. Wohnfläche insgesamt rd. 290qm, 7 Personen. Unser Gasverbrauch für Heizung und WW der letzten Jahre lag immer bei rd. 45.000 kWh lt. Versorgerrechnung.Da wir gerade einige andere Maßnahmen planen bzw. bald beginnen werden, überlege ich noch weitere sinnvolle Investitionen. Zwei davon sind eine PV aufs Dach (wir können ca 9,7 kWp erreichen) und eine WP statt der Gasheiung.Für die PV liegen mir schon Angebote vor. Mit Stromspeicher um die 25.000 Euro.Bei der WP habe ich noch nicht viel. Wichtig ist mir allerdings eine möglichst gute Kommunikation zwischen PV und WP, damit die WP im Winter nicht um 18:30 plötzlich voll anläuft, wenn das bisschen Sonne vielleicht weg ist.Empfohlen wurde mir jetzt das System E-Smart mit eine EQTherm Luft-Wärmepumpe (14-23 kW) und einem Fronius Wechselrichter. Die WP soll tagsüber zwei Pufferspeicher voll machen und abends/nachts nach Möglichkeit kaum noch laufen. Stromspeicher wäre dann nicht nötig bzw. nur optional für Haushaltstrom.Liest sich prinzipiell nicht schlecht - oder?Ich überlege nun, ob eine LWP das richtige für uns ist oder ich mich mehr mit der SWP und einem Ringgravenkollektor befassen sollte. Wir haben leider nicht so viel Platz, graben aber ohnehin unseren Garten komplett um, da der neu angelegt wird. Fläche wäre max (U-förmig): 3x11m + 4,5x18m + 6x5m. Davon wir etwa die Hälfte Garten, der Rest gepflastert bzw. Wegfläche. Die Arbeiten gehen allerdings in Kürze schon los.Meine Überlegungen/Fragen sind jetzt:Macht es Sinn, sich mit Grabenkollekor und SWP zu befassen oder ohnehin zu wenig Platz?Wäre eine SWP günstiger als eine LWP?Kennt jemand E-Smart und EQTherm und kann was dazu sagen? Welche Alternativen gibt es an WP, die intelligent mit der PV zusammenarbeiten?Ist prinzipiell meine Überlegung zu PV und WP die richtige?Würde mich über Ideen und Anregungen sehr freuen :-)

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