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Sammelthread zum Thema Corona - von Distanz, Maske, Beatmungsgerät über Hausarzt und Intensivstation bis hin zu Politik, Wirtschaft und Auswirkungen auf den persönlichen Alltag
Verfasser:
delta97
Zeit: 20.05.2020 22:29:40
0
2964882
Nö, streiche "an", setze "mit" - dann passt es!

Das "Nö" empfinde ich als arrogant. Man kann auch gepflegter ausdrücken, dass man anderer Meinung ist & Gruss delta97

Verfasser:
Mat79
Zeit: 21.05.2020 02:13:15
2
2964937
Update für den 20.05.
Quelle: worldometers.info

neue gemeldete Erkrankungen: +704
neue überstandene Erkrankungen: +1200
neue Todesfälle: +77

In den letzten 14 Tagen gemeldete Erkrankungen: 10369
Erkrankungen mit schwerem Verlauf: 1045


Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.05.2020 09:11:38
3
2964977
Manchmal verstehe ich, wenn Leute nichte merh vn "den Wissenschaftlern" hören wollen: tagesschau.de: Wie groß ist die Gefahr für Kinder?
Liegt aber daran, was die "Journalisten" daraus machen, in diesem Fall halt ein völlig chaotisches Durcheinander.

Fängt schon damit an, dass nicht einmal wirklich differenziert wird zwischen "Wie groß ist die Gefahr für Kinder" und "wie groß ist die Gefahr durch Kinder angesteckt zu werden".

Es gibt da einfach ein paar Unterschiede:
Wie wahrscheinlich ist es, dass Kinder sich anstecken? - Manche kommen zu dem Ergebnis genauso wie bei Erwachsenen, andere glauben, sie stecken sich seltener an. Ausreichende Daten scheint es nicht zu geben.
Wie wahrscheinlich ist es, dass infizierte Kinder andere anstecken - da ist der Konsens wohl: genauso wie durch infizierte Erwachsene
Wie wahrscheinlich ist es, dass infizierte Kinder Symptome haben oder gar schwer erkranken - offernbar erheblich geringer als bei Erwachsenen.

Wenn man das zusammennimmt wird aber das Problem deutlich, dass Kinder eher eine sehr große Dunkelzimmer unerkannter Infektionen habe, aber diese durchaus schnell viele andere anstecken können und damit Kinder erheblich zum Ausbreitungsgeschehen beitragen können.

Aber dann kommen solche Sätze:
"Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind Kinder wohl keine bedeutsamen Treiber für Übertragungen." - was soll das heißen? Dass Kinder nicht mehr anstecken als Erwachsene? Dass durch Kinder kaum jemand angesteckt wird?

"Der Dresdner Kinderarzt Reinhard Berner berichtete, rund 80 Prozent seiner Kinderpatienten hätten sich bei Eltern oder Verwandten angesteckt."
Ein Kinderazrt berichtet über seine Patienten, damit sicher keine allzu große Stichprobe. Und woher weiß der genau, wo die sich angesteckt haben?
Bei uns wäre das übrigens auch so. Die Kinder haben derzeit praktisch keinen Kontakt zu anderen Kindern. Die Erwachsenen müssen teilweise arbeiten, gehen einkaufen etc. Damit ist rein logisch nicht zu erwarten, dass unsere Kinder sich bei Kindern anstecken, sondern wenn, dann bei den Eltern. Welchen Wert hat eine solche Aussage bzgl. Öffnung von Kitas und Schulen?

Grüße
Martin

Verfasser:
JanRi
Zeit: 21.05.2020 09:42:31
6
2964982
Zitat:

Welchen Wert hat eine solche Aussage bzgl. Öffnung von Kitas und Schulen?


Gar keinen.

Die im Artikel zitierte Ärztin sagt ja auch:

"Möglicherweise haben wir dort eine sehr hohe Dunkelziffer und haben einen sehr hohen prozentualen Anteil von positiven Kindern ohne Symptome, die für das Geschehen in der Bevölkerung, die Ausbreitung der Pandemie, eine ganz wichtige Rolle spielen."

In DE wurde und wird ja nur beim Auftreten von Symptomen wirklich getestet. Dass Kinder sehr oft symptomlos sind, ist ja unbestritten. Also werden sie weniger getestet. Damit sind unter den positiv getesteten weniger Kinder. Auch das ist vollkommen logisch, liegt aber an der Auswahl der Testpersonen.

Wenn man bedenkt, wie viele Kinder/Jugendliche in der französischen Schule infiziert waren (in der Zeit ohne Abstand und Masken), dann sollte man das schon untersuchen, ehe man fordert, Schulen ohne Abstand und Masken zu öffnen.

Wie gestern schon gesagt, habe ich ja Hoffnungen, dass diese Schule in Münster neue Erkenntnisse liefert. Glücklicherweise testen sie da ja wirklich konsequent alle Schüler. Hoffen wir mal, dass die Ergebnisse auch veröffentlicht werden.

Da es bislang vier Schüler und zwei Lehrer getroffen hat, hat wohl in jedem Fall einer Weitergabe des Virus stattgefunden.

Zitat:

Fängt schon damit an, dass nicht einmal wirklich differenziert wird zwischen "Wie groß ist die Gefahr für Kinder" und "wie groß ist die Gefahr durch Kinder angesteckt zu werden".


Ganz genau. Dass die Gefahr für die Kinder selbst eher gering ist, würde ich fast als Konsenz ansehen. Selbst die Anzahl der Kawasaki-ähnlichen Fälle ist nicht wirklich hoch, wenn man sie mit der Gesamtzahl vergleicht.

Dummerweise endet in vielen Darstellungen an der Stelle das Nachdenken und es wird laut mit dem Kinderwohl argumentiert. Dass das Kinderwohl durch schwer erkrankte, gestorbene oder zum Pflegefall gewordene Eltern sehr viel mehr gefährdet wird als durch ein paar Wochen Schulausfall, wird dabei vollkommen ignoriert.

Daneben ist dann noch die Gefahr einer weitgehend unsichtbaren Verbreitung, die man auch nicht unterschätzen sollte.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 21.05.2020 20:05:25
3
2965196
Neues aus Schweden:

https://www.tagesspiegel.de/wissen/coronavirus-studie-in-schweden-nur-7-3-prozent-der-stockholmer-hatten-antikoerper-im-blut/25849542.html

Interessant ist, dass manche anderen Quellen gleich in der Überschrift was von "20% in Stockholm sind immum" schreiben, obwohl das in Wahrheit nur die Vermutung des Obervirulogen ist:

"Man liege zwar etwas niedriger als erwartet, sagte Tegnell, aber: „Es sind jetzt keine sieben Prozent. Wir liegen irgendwo bei 20 Prozent plus in Stockholm.""

...und diese Vermutung wird dann gleich als Fakt präsentiert. Es waren Ende April 7,3% in Stockholm. Auch wenn man die Zeit, die es dauert, bis Antikörper nachweisbar sind, beachtet, ist es schon mutig, mal eben fast den Faktor 3 herbeizuvermuten.

Was auch seltsam ist:

"Die Studie zeigte weiter, dass besonders Menschen zwischen 20 und 64 Jahren Antikörper gebildet haben (6,7 Prozent), bei den über 65-Jährigen waren es 2,7 Prozent. Bei den jungen Menschen zwischen null und 19 Jahren hatten 4,7 Prozent Antikörper. "

Welchen Schluss zieht man daraus? "Tegnell, der die Regierung berät, sieht darin die Annahme der Wissenschaftler bestätigt, dass es in dieser Altersgruppe [0-19] keine so große Verbreitung des Virus gibt, so dass die Covid-19 ausgelöst werden kann." -> da wäre ich bei den Zahlen eher nicht drauf gekommen. Die Zahlen legen eher nahe, dass es bei alten Menschen keine Rolle spielt, aber diese Folgerung ist ja offensichtlich falsch, weil gerade in Schweden seh viele alte Menschen in den Heimen verstorben sind. Vermutlich waren die Älteren einfach vorsichtiger - so würde ich diese 2,7% erklären.

Wenn Kinder und Jugendliche wirklich keine Rolle bei der Verbreitung spielen würden, dann würde ich hier eine viel niedrigere Zahl als 4,7% erwarten. Das sind immerhin 70% des entsprechenden Anteils der 20-64 jährigen.

Eins muss man den Schweden aber zu Gute halten: Sie testen das wenigstens. Ich hoffe, dass bei uns auch bald repräsentative Antikörperstudien veröffentlicht werden - in Arbeit sind ja anscheinend mehrere.

Verfasser:
loli
Zeit: 21.05.2020 21:12:50
3
2965232
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Neues aus[...]

Danke für den Link!

Ich frage mich allerdings, ob Du ihn wirklich gelesen hast.

Es ist doch genau beschrieben, wie die Zahlen zustande kommen:
Die Tests sind vor drei Wochen gemacht worden!
Wenn man berücksichtigt, dass es einige Wochen braucht, bis sich Antikörper gebildet haben, weiß man dass Anfang April etwa 7% infiziert waren.
Hier wurde häufiger von Exponentialfunktionen bei der Virusausbreitung geschrieben - demnach ist es völlig nachvollziehbar, dass derzeit bereits etwa 20% immun sind.

Die niedrigere Zahl bei den Ü65-Jährigen, die wohl auf dem (leider unzureichenden) Schutz der Älteren zurückzuführen ist, ist deutlich zu erkennen.

Und auch die vergleichsweise niedrigere Gefahr für Kinder ist nicht zu übersehen - denn anders als bei uns, wurde dort so gut wie nichts unternommen, sie besonders zu schützen - zurecht!

Insgesammt kann man die Schweden wirklich nur bemitleiden, dass sie trotz so viel Weitsicht, ebenfalls die harten wirtschaftlichen Auswirkungen spüren werden - aber so ist es im vereinten Europa, wenn man sich von Dumpfbacken umgibt, muss man halt unverschuldet leiden.

Wie heißt es so schön: Mitgefangen, mitgehangen.

Ansonsten ist auch hier der Kommentarbereich äusserst interessant - eine große Anzahl User bringen es genau auf den Punkt - weitere Ausführungen spare ich mir daher.

Gruß

Verfasser:
JanRi
Zeit: 21.05.2020 22:14:55
0
2965266
Zitat:

Ich frage mich allerdings, ob Du ihn wirklich gelesen hast.


Bitte verzichte auf persönliche Angriffe.

Zitat:

Wenn man berücksichtigt, dass es einige Wochen braucht, bis sich Antikörper gebildet haben, weiß man dass Anfang April etwa 7% infiziert waren.
Hier wurde häufiger von Exponentialfunktionen bei der Virusausbreitung geschrieben - demnach ist es völlig nachvollziehbar, dass derzeit bereits etwa 20% immun sind.


Der R-Wert liegt im fraglichen Zeitraum auch in Schweden um 1 oder niedriger. Exponentielle Ausbreitung gibt es nur bei R>1. Wenn man sich die Diagramme bei Worldometer anschaut, dann liegt Schweden seit Anfang April im Mittel bei konstanten täglichen Neuinfektionen. Da ist nichts exponentiell.

Von daher bleibe ich dabei: Aus 7,3% Ende April mehr als 20% für jetzt zu prognostizieren, halte ich für gewagt. Mehr als 7,3 wird es sicher sein, das ist klar.

Wenn es exponentiell wäre, würde ich deiner Argumentation zustimmen.

Zitat:

Die niedrigere Zahl bei den Ü65-Jährigen, die wohl auf dem (leider unzureichenden) Schutz der Älteren zurückzuführen ist, ist deutlich zu erkennen.


Dem kann ich nicht folgen. Warum soll aus unzureichendem Schutz eine NIEDRIGE Zahl der Personen mit Antikörpern folgen? Weil sie alle gestorben sind? So hoch ist die Sterberate selbst in dieser Altersgruppe nicht.

Ich würde darum eher annehmen, dass in der Altersgruppe potentiell weniger Infektionen stattgefunden haben, weil den Leuten ja bewusst war, dass sie zu einer Risikogruppe gehören und sie entsprechend vorsichtiger waren (zumindest die, die es konnten - in Heimen hängt das ja auch von anderen ab).

Um das wirklich genauer zu beurteilen, müsste man wissen, wie viele Personen mit Antikörpern in dieser Altersgruppe auf einen Toten kommen.

Zitat:

Und auch die vergleichsweise niedrigere Gefahr für Kinder ist nicht zu übersehen


Hier interpretieren wir unterschiedlich, aber ich greife dich deswegen selbstverständlich nicht an.

4,7% sind 70% von 6,7%. Das ist natürlich niedriger, aber einen signifikanten Unterschied sehe ich da nicht. So bedeutet das: Von 1000 Personen zwischen 20 und 64 haben sich 67 angesteckt und von 1000 Personen bis 19 haben sich 47 angesteckt. Um hier von einer signifikant niedrigeren Rate zu sprechen, hätte ich <10 erwartet.

Wenn man sich dagegen anschaut, wie niedrig der Anteil der bekannt Infizierten in DE in dieser Altersgruppe im Vergleich zu anderen Altersgruppen ist (was in Schweden vermutlich nicht anders ist), dann bedeutet diese Untersuchung, dass wir hier eine gigantische Dunkelziffer haben, die vermutlich aus symptomlosen Fällen besteht. In welchem Ausmaß symptomlos Infizierte das Virus weitergeben, ist ja nach wie vor unbekannt.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.05.2020 22:16:52
1
2965267
Zitat von loli Beitrag anzeigen
Die Tests sind vor drei Wochen gemacht worden!
Wenn man berücksichtigt, dass es einige Wochen braucht, bis sich Antikörper gebildet haben, weiß man dass Anfang April etwa 7% infiziert waren.
Hier wurde häufiger von Exponentialfunktionen bei der Virusausbreitung geschrieben - demnach ist es völlig nachvollziehbar, dass derzeit bereits etwa 20% immun sind.

Auch Schweden war - aufgrund der auch in Schweden getroffenen Maßnahmen - Anfang April aus dem ungehinderten exponentiellen Wachstum raus.
Deine "Argumentation" funktioniert nicht.

Zwischen Ende April und heute sind die bekannten Infektionen etwa um den Faktor 1,5 gestiegen. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Anzahl der unbekannten Infektionen stärker gestiegen ist (eher geringer, weil mehr getestet wurde und damit die Dunkelziffer kleiner wurde). Damit kann man abschätzen, dass jetzt etwa 10% Antikörper haben. Wenn man jetzt noch annimmt, dass zwischen Infektion und erstem Antikörpernachweis etwa 2 Wochen vergehen, dann kann man mit den 7% tatsächlich abschätzen, dass heute etwa 20% infiziert sind oder waren (weil sich die Gesamtzahl der bekannten Infektionen zwischen Mitte und Ende April verdoppelt hat).

Kann man so abschätzen. Sollte dann aber überdeutlich machen, dass es sich um eine grobe Schätzung mit vielen Unbekannten handelt.

Grüße
Martin

Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.05.2020 22:21:16
2
2965270
Und man kann weiterhin abschätzen, dass Schweden mit der derzeitigen Strategie bei weit über 50.000 Toten ankommen wird. Was auf die deutsche Einwohnerzahl hochgerechnet etwa eine halbe Million Tote bedeuten würde.

Grüße
Martin

Verfasser:
delta97
Zeit: 21.05.2020 22:39:21
1
2965276
Solange es keine vernünftige Behandlungsmethode gibt ist der Ansatz Herdenimmunität grenzwertig. Es gibt Leute, die lange auf ein Spenderorgan gewartet haben. Und jetzt gut damit leben. Und wegen ein paar Idioten ohne Maske war der ganze Aufwand umsonst.

Ein Ziel ist, die covid Behandlung zu verbessern. Einen Durchbruch sehe ich noch nicht. Und solange das nicht der Fall ist, gibt es nur Hygienemasken. Damit möglichst wenige infiziert werden.

Und bei der Impfung stehen wieder mal einige Startups vor dem Durchbruch. Business as usual. Gruss delta97

www.vfa.de//therapeutische-medikamente-gegen.. covid-19

www.vfa.de/ ../impfstoffe-zum-schutz-vor-coronavirus-2019
Ein sehr guter Artikel !

Verfasser:
loli
Zeit: 21.05.2020 23:05:00
2
2965290
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Bitte verzichte auf persönliche Angriffe.

Sorry!
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen

Der R-Wert liegt im fraglichen Zeitraum auch in Schweden um 1 oder niedriger. Exponentielle Ausbreitung gibt es nur bei R>1. Wenn man sich die Diagramme bei Worldometer anschaut, dann liegt Schweden seit Anfang April im Mittel bei konstanten täglichen Neuinfektionen.

Die Diagramme bei Worldometer können nur die Zahlen abbilden, mit denen man sie füttert... Wenn man sich das Verhältnis zwischen den Gestorbenen zu den bestätigten Infizierten anschaut (was auch im Artikel steht), dann wird schnell klar, dass die Schweden gar nicht so viel getestet haben können - muss man auch nicht, wenn man der Natur ihren Lauf lässt. Von einer konstanten Zahl im besagten Zeitraum (von Anfang April an) kann man also nicht ausgehen. Eher von einer konstanten Testkapazität...

Mittlerweile kann man allerdings schon davon ausgehen, dass der Spuck bald zu Ende ist, weil die Krankenhäuser auch bei den Schweden leerer werden. Zeit also, weitere Lockerungen anzugehen - möglicherweise Konzerte o.Ä.

Gruß

Verfasser:
JanRi
Zeit: 21.05.2020 23:20:38
1
2965294
Zitat:

Von einer konstanten Zahl im besagten Zeitraum (von Anfang April an) kann man also nicht ausgehen.


Dann hätten aber die Todesfälle mit einem Versatz von etwa zwei Wochen entsprechend ansteigen müssen. Taten sie aber nicht.

Verfasser:
loli
Zeit: 21.05.2020 23:39:23
2
2965300
Wenn man sich die Zahlen anschaut ist besonders vom Ende März/Anfang April bis etwa Ende April eine exponentielle Steigerung bei der Zahl der gemeldeten Todesfällen zu erkennen.

Aber auch da kann man sich fragen, wie genau getestet wird/wurde - warum sollen die z.B. die Todesopfer genauer erfasst haben, als die Neuinfektionen...

Ich gehe fest davon aus, dass man auch bei uns mit der Zeit anfangen wird, weniger zu testen - was der Bauer nicht weiß...


Gruß

Verfasser:
nochnix
Zeit: 21.05.2020 23:48:32
4
2965303
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Solange es keine vernünftige Behandlungsmethode gibt ist der Ansatz Herdenimmunität grenzwertig. Es gibt Leute, die lange auf ein Spenderorgan gewartet haben. Und jetzt gut damit leben. Und wegen ein paar Idioten ohne Maske war der ganze Aufwand umsonst.

Ein Ziel ist, die covid[...]


Ja super Werbung für die Pharmaindustrie, Ist das wirklich so schlimm in der Schweiz mit den Idioten ohne Maske ?

Verfasser:
Mat79
Zeit: 22.05.2020 02:15:06
2
2965319
Update für den 21.05.
Quelle: worldometers.info

neue gemeldete Erkrankungen: +490
neue überstandene Erkrankungen: +1100
neue Todesfälle: +39

In den letzten 14 Tagen gemeldete Erkrankungen: 9591
Erkrankungen mit schwerem Verlauf: 1016


Verfasser:
JanRi
Zeit: 22.05.2020 16:58:14
3
2965529
https://www.spiegel.de/politik/ausland/coronavirus-breitet-sich-in-afrika-langsamer-aus-a-579f0c44-a031-40d1-8d9a-c8ad25b6241e

"Was sie nicht wussten: Hunderte der Kinder waren bereits infiziert. Sie verbreiteten das Virus."

Passt nicht so ganz zu der bei uns von vielen vertretenen Ansicht, dass Kinder das Virus kaum oder nicht verbreiten.

Berichte wie dieser zeigen dabei deutlich, dass man das eben nicht weiss und einiges für das Gegenteil spricht.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 22.05.2020 17:08:31
1
2965536
Mehr aus der Forschungsrichtung, die wir neulich schon hatten:

https://www.focus.de/gesundheit/news/forscher-finden-schluessel-zu-schwerem-covid-19-verlauf-das-koennte-therapie-aendern_id_12019491.html

Wenn man jetzt noch einen Weg findet, diese Entzündungskaskaden einzudämmen...

Verfasser:
JanRi
Zeit: 22.05.2020 23:24:37
2
2965680
https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/coronavirus-50-menschen-in-quarantaene-nach-ausbruch-in-niedersaechsischem-restaurant-a-aca463ed-16d9-4fa5-85c6-5aa8ec836fc4

"Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga reagierte bestürzt auf den Fall. Durch das Hygiene- und Abstandskonzept, das der Verband erarbeitet habe, seien Neuinfektionen in Restaurants eigentlich nicht möglich, zitierte der NDR eine Sprecherin."

Diese Ansicht finde ich ganz schön naiv, zumal sämtliche Hygienekonzepte bislang auf Annahmen und Vermutungen basieren. Wie lange sich das Virus beim Sprechen (ich glaube nicht, dass die Leute da nur schweigend ihr Essen in sich reinschaufeln) in der Luft hält und wie weit es dabei kommt, wurde ja erst jüngst untersucht. Diese Ergebnisse wurden meiner Ansicht nach in keinem Hygienekonzept berücksichtigt.

Verfasser:
Mat79
Zeit: 23.05.2020 02:23:42
2
2965710
Update für den 22.05.
Quelle: worldometers.info

neue gemeldete Erkrankungen: +692
neue überstandene Erkrankungen: +1000
neue Todesfälle: +43

In den letzten 14 Tagen gemeldete Erkrankungen: 9125
Erkrankungen mit schwerem Verlauf: 965


Verfasser:
Martin24
Zeit: 23.05.2020 08:50:40
3
2965747
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Diese Ansicht finde ich ganz schön naiv, zumal sämtliche Hygienekonzepte bislang auf Annahmen und Vermutungen basieren.


Allerdings.
Und dann liest man in dem Artikel noch: "Wie der NDR berichtete, war noch unklar, ob sich die Besucher oder das Personal nicht an die Regeln gehalten hätten. "

Haben die wirklich nicht begriffen, dass das Virus sich nicht an "die Regeln" hält?
Dass das was wir da machen können, die Übertragungswahrscheinlichkeiten senkt aber ganz sicher nicht auf Null?

Man kann die Wahrscheinlichkeit doch konsequente Kontaktvermeidung recht niedrig bekommen. Aber ganz sicher nicht unter den Bedingungen in einem Restaurant, auch wenn da die nun sehr weichen Regeln eingehalten werden. Ich dachte, das sei inzwischen jedem klar. Wieder zu viel erwartet.

Grüße
Martin

Verfasser:
nochnix
Zeit: 23.05.2020 10:54:14
4
2965789
Insgesamt sieht es sehr gut aus und die Lage entspannt sich sichtlich.

https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_87823462/null-aktive-coronavirus-faelle-diese-landkreise-sind-nahezu-corona-frei-.html

Verfasser:
JanRi
Zeit: 23.05.2020 12:26:36
4
2965833
Zitat:

Insgesamt sieht es sehr gut aus und die Lage entspannt sich sichtlich.


Für den fraglichen Landkreis, wo das mit dem Lokal passiert ist, sieht es eher nicht mehr gut aus:

https://www.spiegel.de/panorama/coronavirus-in-leer-ausbruch-in-lokal-fuehrt-zu-vielen-quarantaene-faellen-a-494ca254-42f5-4e5c-af4f-9347471ccb63

"Im Landkreis Leer war zuvor offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Woche lang überhaupt keine bestätigte Neuinfektion gemeldet worden."

Es sah gut aus in dem Landkreis... die eine Aktion hat das zunichte gemacht. Dunkelfälle und Einschleppung können jeden Erfolg ganz schnell zerschlagen.

"Dem Bericht zufolge ist noch unklar, ob bei dem Ausbruch in Leer die Besucher oder das Personal Regeln missachtet hätten."

Das wird wohl auch nie rauszubekommen sein. Ich vermute eher, dass das Problem darin liegt, dass die Regeln in Innenräumen einfach nicht ausreichen - dazu gibt es ja schon genug Studien. Im Artikel schreiben sie:

"Gegen diesen Infektionsweg schütze draußen der Luftzug, sagte Podbielski. In Innenräumen von Restaurants oder Cafés werde es allerdings problematischer. Selbst bei ausreichendem Luftaustausch alle sechs bis zehn Minuten gebe es keine hundertprozentige Garantie."

Das gilt gleichermaßen für alle Räume, also auch für Schulen, Kinos, Theater, Hörsäle usw.

Ein Luftaustausch alle 6-10 Minuten bedeutet extreme Volumenströme - in Wohngebäuden geht man ja eher von 0,5 Luftwechsel pro Stunde aus.

Nehmen wir einen Klassenraum von 7x7m und 3m Höhe. Das sind 147 Kubikmeter. Um das alle 6-10 Minuten auszutauschen, braucht man 882-1470 m^3/h für diesen einen Raum.

Wenn man bedenkt, dass übliche Lüftungsanlagen für EFH etwa 250-400 m^3/h bringen, dann zeigt das die Größenordnung der Lüftung, die für nötig erachtet wird (für einen Raum!). Selbst das gibt keine 100%ige Sicherheit.

Kennt jemand die Lüftungsregeln für die Gastronomie? Muss da wirklich alle 6-10 Minuten die komplette Luft ausgetauscht werden?

Für Schulen sagt die NRW-Regel: "Ausreichend" lüften, mindestens alle 20 Minuten. Wieviel Luftwechsel wird man damit wohl schaffen?

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 23.05.2020 12:57:27
2
2965855
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Für Schulen sagt die NRW-Regel: "Ausreichend" lüften, mindestens alle 20 Minuten. Wieviel Luftwechsel wird man damit wohl schaffen?

Bei Fensterlüftung und Windstille (wobei die Fenster sowieso meist nur in eine Richtung zeigen) und ähnlichen Temperaturverhältnissen innen/außen geht das auch mal gegen null.

Verfasser:
nochnix
Zeit: 23.05.2020 13:44:22
3
2965880
Zitat von JanRi Beitrag anzeigen
Zitat:
[...]


Für den fraglichen Landkreis, wo das mit dem Lokal passiert ist, sieht es eher nicht mehr gut[...]


Das positive überwiegt nun mal den negativen und das es nicht von heute auf morgen von alleine weggeht braucht man ja nicht erwähnen. Warum dir das nicht so recht passt kann ich zwar nicht nachvollziehen aber man kann nur froh sein das man nicht auf die Bedenkenträger merkt sonst wäre Deutschland schon lange platt wie eine Flunder.

Verfasser:
JanRi
Zeit: 23.05.2020 13:52:20
4
2965887
Zitat:

aber man kann nur froh sein das man nicht auf die Bedenkenträger merkt sonst wäre Deutschland schon lange platt wie eine Flunder.


Das Gegenteil wäre der Fall.

Wenn man auf die Bedenkenträger gehört hätte, hätte man erst bei <100 (oder so) täglichen Neuinfektionen mit den Lockerungen begonnen und nicht schon bei ca. 1000. Diesen Punkt hätten wir jetzt schon lange erreicht und könnten es wirklich wagen, richtig zu lockern, statt uns in einem Wirrwarr aus Kleinklein zu ergehen.

Aktuell bewegen wir uns zwischen 400 und 800 und das mit der Nachvollziehbarkeit ist schwierig bis unmöglich.

Viele aktuelle "Lockerungen" nutzen der Wirtschaft rein gar nichts und richten weiter großen Schaden an. Dann lieber richtig: Etwas länger sperren und dann richtig freigeben. Haben alle mehr von und es gibt weniger Todesopfer. Aber der Zug ist leider abgefahren und das Wirrwarr wird weitergehen.

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