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Wärmepumpendimensionierung EFH
Verfasser:
smiler51
Zeit: 22.05.2020 20:22:21
0
2965607
Hallo Alle Zusammen,

ich baue gerade ein neues Haus mit einer LWWP und evtl. PV auf dem Dach.

Ich benötige Hilfe bei der Dimensionierung und Auswahl der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe sollte auf jeden Fall auch kühlen können, um eine Klimanlage zu unterstützen (Split Unit).

Meine Hausdetails:

EFH Massiv
1 1/2 Geschosse plus Keller der zur Hälfte Wohnraum ist und im Hang liegt. Also halb offen und halb vom Boden verdeckt.

Dachneigung 30°
Bewohnt/beheizt werden ca. 240-250m².

Laut Energieausweis gilt folgendes:

Verwendete Norm: DIN 4108-6 / DIN V 4701
Klimastandort: Region 4 - Potsdam (EnEV Referenzklima)
Gradtagzahlfaktor: 69,6 kKh/a
Wärmebedarf Trinkwasser: 12,5 kWh/(m²a)
Heizperiodenlänge: 185 Tage
Verfahren: Monatsbilanz

Das Haus ist aber in 53343 Wachtberg.

Bruttovolumen Ve: 890,0 m³
Nettovolumen V: 676,4 m³
Nutzfläche AN: 284,8 m²
A/Ve-Verhältnis: 0,70 m–1
Thermische Hüllfläche: 627,2 m²

Endenergiebedarf: 19,5 kwh/(m²a)
Primärenergiebedarf: 35,1 kwh/(m²a)

Wärmebilanz - Heizung und Trinkwarmwasser
Endenergie Heizung gesamt 4.277,6 kWh/a
Endenergie Warmwasser gesamt 1.273,7 kWh/a


Gebäude: Gesamtergebnisse
Bezeichnung absoluter Wert [kWh/a] bezogener Wert [kWh/(m²a)]
Primärenergiebedarf 9.992 35,1
Endenergiebedarf gesamt 5.551 19,5
Endenergiebedarf Wärmeenergie 4.709 16,5
Endenergiebedarf Hilfsenergie 843 3,0

Anlagenaufwandzahl [-] 0,53
Jahres-Heizwärmebedarf [kWh/(m²a)] 53,9
Wärmebedarf Trinkwarmwasser [kWh/(m²a)] 12,5

Deckung des Wärmebedarfs für Heizung durch:
Heizung [kWh/(m²a)] 53,5
Trinkwassererwärmung [kWh/(m²a)] 0,5
Lüftung [kWh/(m²a)] 0,0
Norm-Heizlast nach DIN V 4108-6 [kW] 15,0

Da sind die Details aus dem Wärmeschutznachweis.

Laut der Heizlast mit dem Tool von @crink, komme ich auf einen Heizlastwert von 8588W.
22 Grad mittlere Temperatur.

Mein Heizungsbauer möchte mir eine Mitsubishi PUHZ-SHW112YAA EHSC-YM9C Pumpe installieren: (A-7/W35) 11,2 KW , weil für ihn Mitsubishi das beste auf dem Markt ist?

Is diese Pumpe nicht zu groß dimensioniert und würde nicht effizient laufen?

Ich selber hätte am liebsten eine Vaillant LWWP. Gerade auch weil sie sehr leise sind und ich Vaillant / Viessmann den meisten Leuten bekannt ist.

Ich werde auch probieren eine Bafa Förderung in Anspruch zu nehmen, muss mich damit aber noch genauer auseinandersetzen.

Wie groß ist in etwa die Dimensionierung für mein Haus für eine LWWP?
Welches Gerät würdet ihr empfehlen?

Danke & VG,

Smiler51

Verfasser:
smiler51
Zeit: 22.05.2020 20:39:28
0
2965613
Hatte noch ganz vergessen, es wird eine FBH geben :)

Danke!!!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.05.2020 21:17:00
0
2965627
Zitat von smiler51 Beitrag anzeigen
.. mit dem Tool von @crink, komme ich auf einen Heizlastwert von 8588W ... 22 Grad mittlere Temperatur ...
Bei den überschlägig ermittelten ~8,6 kW ist zu beachten, dass keinerlei Wärmegewinne berücksichtigt sind und die 22 Grad Celsius meiner Meinung nach zu viel sind!

Lass Deinen Heizungsbauer unbedingt zu den verschiedenen Punkten auf folgend verlinkter Seite querlesen!

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Verfasser:
SebDob
Zeit: 22.05.2020 21:23:43
0
2965631
7kw werden wohl reichen. Vollmodulierend am besten... Immer etwas weniger, den Rest macht im Notfall der heizstab. Richtig eingestellt benötigst du noch weniger.

Wichtig, die Fussbodenheizung auf geringst mögliche Temperatur auslegen. Meine war auf 35 Grad ausgelegt im Rücklauf. Wird jetzt mit max 32 Grad Vorlauf gefeuert.

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 23.05.2020 15:22:56
0
2965938
Zitat von smiler51 Beitrag anzeigen
Ich selber hätte am liebsten eine Vaillant LWWP.




Der Hersteller bietet mehrere Arten (fixed Speed, Inverter) von Luftwärmepumpen an, also uffpasse, was da dann letztendlich am Haus stehen soll.
Ansonsten gibt's auch noch andere Hersteller.

Verfasser:
Entropie
Zeit: 23.05.2020 15:28:19
0
2965943
SHW80YAA würde bestimmt auch reichen und ist günstiger aber was ist mit einer Wolf CHA10? Ist einfach zeitgemäßer.

Verfasser:
smiler51
Zeit: 23.05.2020 20:30:18
0
2966058
Vielen Dank schon mal für die Tipps.

Falls ich mit 7-8KW auskomme wäre ich auf jeden Fall glücklicher. Da gibt es mehr Auswahl und die Preise sind auch besser.

Das Bruttovolumen scheint sich nur auf die Wohnfläche zu beziehen. Insgesamt haben wir etwas über 1000m³ laut Bauantrag welche aber zum Teil Keller sind.

Also die Mitsubishi LWWP ist nicht das non-plus ultra wie mein Heizungsbauer es probiert mir zu sagen?

Ich hätte gerne eine Vaillant aroTHERM Split VWL75/5 oder Split plus VWL 75/6 die ja jetzt neu rauskommen soll.

Was ist denn hier im Forum die gängigste Pumpe mit gutem Preis/Leistungsverhältnis?

Wolf hatte ich mir noch gar nicht angeschaut.

Könnt ihr einen guten Energieberater empfehlen, der eine vernünftige Heizlastberechnung erstellen kann und mich bzgl. Förderungen berät?

Danke,

Smiler51

Verfasser:
Fahim
Zeit: 23.05.2020 22:49:44
0
2966110
Mitsubishi baut seit Ewigkeiten Wärmepumpen, würde ich einer Vaillant oder Viessmann immer vorziehen.

Hier im Forum stehen alle auf Panasonic, weil dort die Preis/Leistung unschlagbar ist.

Verfasser:
crink
Zeit: 23.05.2020 22:57:44
1
2966112
Moin,

die 8,6 kW Heizlast klingen ziemlich hoch, welche Eingabeparameter hast Du für die Heizlastabschätzung verwendet? Keine KWL geplant? Neue Norm-Außentemperatur berücksichtigt?

Viele Grüße
crink

Verfasser:
SebDob
Zeit: 24.05.2020 08:20:09
0
2966160
Er könnte ja auch 2 Panasonic zusammen verbauen. Bei den Preisen die ich gesehen habe, braucht man fast keine Förderung mehr...
Mit 2 hat er mehr Heizleistung gesamt und kommt moduliert auf weniger als eine seiner Wahl...

Stromaufnahme tagsüber so locker von der PV abdeckbar.

Verfasser:
smiler51
Zeit: 24.05.2020 12:32:09
0
2966293
@crink , meine Eingabedaten im Rechner lauten:

Ort: -10 Grad Bad Godesberg (das ist definitiv sehr selten die Temperatur. Vielleicht 3 Tage im Jahr bei uns)
HT: 0,331 W/(m²/K)
mittlere Temperatur: 22 Grad
A (Hüllfläche): 627m²
Ve (beheiztes Bruttovolumen): 700m³
Lüftung: Fensterlüftung
Personen: 5

Ergebnis:
Transmissionslast: 6641W
Lüftungslast: 1447W
Warmwasserlast: 500W
Gesamte Heizlast: 8588W

Für die Dimensionierung des Warmwassertanks, sind 200L oder 300L besser?

Schon mal vielen Dank an alle für die Tips!!!!

Panasonic wäre auf jeden Fall eine Option, weil die bei Klimaanlagen viel know-how haben und haltbare Geräte bauen.

Ich wollte mir ja auch 1-2 separate Klimaanlagen Split Units holen. Bei der Panasonic steht, dass man sie darüber betrieben könnten?

Danke, Smiler51

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.05.2020 13:09:22
2
2966315
Aktuelle Normaussentemperatur ist - 8,3 Grad.
https://www.waermepumpe.de/normen-technik/klimakarte/

H,t 0.331 ist ein ziemlich schlechter Wert.
Welcher Wärmebrückenzuschlag wurde da berechnet?
Ein zeitgemässer H,t Wert liegt m.M. bei maximal 0.25 und damit
würde die Heizlast einiges sinken.

Bei 5 Bewohnern sind 200 Liter Warmwasser knapp.
Kommt darauf an, wie sich die Nutzung über den Tag verteilt und
welche Warmwasserverschwendungstechnik :-) eingesetzt wird.

Grüsse

winni

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 18:14:29
0
2966456
Warum eine LWWP?
Musst sowieso buddeln, dann kannst ja auch
Solerohre verlegen.
Photovoltaik bei 12/13 cent würde ich mir überlegen.
Lieber den Stromanbieter öfters wechseln ;-)

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 18:49:21
1
2966479
Photovoltaik macht man ja auch nicht ausschließlich um damit Geld zu verdienen, sondern weil man damit und WP einen Beitrag zur Energie- und Wärmewende leistet. Das macht dann besonders Sinn, wenn man Kinder hat. Bei der NAT würd ich schauen auf maximal 5kW zu kommen. Geisha hingestellt und fertig oder die Wolf CHA07. Ist aber wieder ne Preisfrage. Auf jeden Fall KWL machen!

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 19:02:04
0
2966486
Und was kostet das mit Speicher und Installation?
KWL geht das mit der Wäärmepumpe?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.05.2020 19:07:35
1
2966489
Sorry, ist ja nicht direkt Bad Godesberg, wie ich gerade lese,
daher Normtemperatur - 9.2 Grad.

Das mit den 12/13 Cent verstehe ich nicht?
Als Gestehungskosten des eigenen PV-Stroms?

Grüsse

winni

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 19:12:16
1
2966491
5kW Geisha mit Speicher, Friwa und Krimskrams maximal 5k€ für DIY'er. KWL sorgt für gleichmäßigen, adäquaten Luftaustausch und Feuchtekontrolle. Außerdem wird durch die WRG die Heizlast deutlich gesenkt.

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 19:14:41
0
2966495
@Winni,
Ja Entstehungskosten.
Das ist die Einspeisung(meines Wissens).
Nachts gibt es kein Strom folglich muss ich ihn
speichern und der Speicher ist teuer, oder liege ich total falsch.
Also meiner Ansicht nach ist das billigste Haus ein Passivhaus.
Wenn ich mir überlege, daß es noch Häulebauer gibt die ein Kamin
15-20k€(bitte korrigieren wenn falsch) Heizung das selbe und mehr
mit Verrohrung. Dann ist es doch fast schon am Günstigsten
den Rest an Energie direkt mit Strom zu nutzen.
Vielleicht nicht in D aber in A!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.05.2020 19:23:49
3
2966502
Speicher lohnt allgemein nicht, der Netz ist eine Art Speicher.

Was Du nicht selber nutzen kannst, bekommst Du in D
bei einer neuen Anlage z.Z. mit rund einem Drittel der Kosten
vergütet, die Du für eine kWh an den Versorger bezahlst.
Also, speisst Du z.B. 9000 kWh ein, kannst Du für die
Vergütung rund 3000 kWh fremdbezogenen Strom bezahlen.

Die Kosten des eigenen Strom durch die Investitionen sollten
z.Z. unter 10 Cent/kWh liegen.

Ein Passivhaus würde ich auch empfehlen, aber nicht direkt-
elektrisch beheizt, selbst wenn sich das rechnen sollte...
Und da gibt es auch den Warmwasserverbrauch, der in einem
Passivhaus nicht anders als in irgendeiner Hütte ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 19:27:36
0
2966508
Zitat von Entropie Beitrag anzeigen
5kW Geisha mit Speicher, Friwa und Krimskrams maximal 5k€ für DIY'er. KWL sorgt für gleichmäßigen, adäquaten Luftaustausch und Feuchtekontrolle. Außerdem wird durch die WRG die Heizlast deutlich gesenkt.

Die Rechnung könnte für den TE aufgehen.
Aber bei uns im Allgäu hat es dann schon mal 2-3 Wochen
Jan/Feb +-20° !

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 19:31:17
0
2966512
@Winni, den Warmwasser verbrauch würde ich über eine
Brauchwasserwärmepumpe mit der KWL verbinden.
Was ich interessanter finde Strom zu erzeugen ist Wind.
Ist mir dieses Jahr extrem aufgefallen und der weht auch nachts.

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 19:33:19
1
2966515
Allgäu ist ja auch kein LWWP Gebiet und nicht mit dem Rheinland zu vergleichen. Im Allgäu sollte SWWP die adäquate Lösung sein. Alle momentan für Privatleute erhältlichen vernünftigen Windräder sind recht teuer.

Verfasser:
SebDob
Zeit: 24.05.2020 19:35:40
1
2966518
Frischwasser 300L.

KWL auf jeden Fall!

PV liegst du falsch. Keinen Speicher. Der ist etwa 4x so teuer wie er sein dürfte. Dazu zu kurze Lebensdauer.

Haus nachmittags etwas überheizen, nachts etwas senken um die Last zu verringern. Clever geschalten zieht die WP dann ab dem ausreichenden Stromertrag wieder deine höhere Kennlinie. Damit heizt du nachts minimal aus dem Netz.

Meine Rechnung ist einfach. 4700kwh Stromverbrauch im Jahr, inkl Heizung. Gerundet 30ct. Meine Produktion 9ct... Heist ich versuche das 3 fache meines Verbrauches zu produzieren. Die "clevere" Energiewende funktioniert ja in der Praxis nicht. Um 6 Uhr um Winter wenn die Betriebe ihre Verbraucher einschalten fängt nicht der Wind an zu wehen und auch die Sonne scheint nicht. Das Problem hast du auch mit der Heizung. Nachts und im Winter zu wenig. Tags und Sommer zuviel. Also im Sommer alles rausholen was du im Winter brauchst.

Ich habe alles selbst geplant. Minimum 10kwp erreiche ich locker. Alles voll, inkl. Norden,+ 8 Platten auf den Carport aufgeständert im Norden. Schon sind 20kwp drin. Macht über den Daumen 15500kwh im jahr.

Verfasser:
Allgaeuharry
Zeit: 24.05.2020 19:38:35
0
2966520
@Entropie
Sehe ich auch so ;-)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 24.05.2020 19:40:08
1
2966522
Die Wärme, die Du aus dem Abluftstrom entnimmst, steht dem
Passivhaus nicht mehr zu Erwärmung der Frischluft zur
Verfügung und muss dann im Prinzip anders eingebracht
werden.

Und wenn Du eh eine Wärmepumpe einbaust, kannst Du auch eine
nehmen, die auch Heizen kann.

Aber es gibt allgemein schon ein Problem im Passivhaus zwischen dem
kleinem Heizbedarf und der Höhe der Investitionskosten für effiziente
Heiztechnik.

Grüsse

winni

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