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Solarthermie Warmwasservorwärmung für DLE
Verfasser:
Danlou
Zeit: 26.05.2020 11:07:54
0
2967303
Hallo zusammen,

aktuell wird unser Warmwasser im EFH(3 Personen) nur über 2 DLE erhitzt. (1x 24KW für das Bad und 1x 13KW für die Küche.)
Nun planen wir evtl. eine Solarthermieanlage zu installieren, welche das WW für die Durchlauferhitzer vorwärmt. Somit sollten die DLE nur noch eine Differenz, bzw. im Sommer garnicht heizen müssen.
Da wir auch mit Strom heizen, gibt es keinen weiteren Energieträger.

Für die Solarthermie ist ein Vakuumröhrenkollektor (wenig Platz) angedacht und ein 300l Warmwasserspeicher.
Hier kommen dann schon die ersten Fragen:

Kann so ein System wirtschaftlich betrieben werden?
Da wir unser WW akteulle mit Strom erwärmen, sind die Kosten für die WW Erzeugung aktuell relativ hoch.

Wenn der 300l Speicher nur von der Solartthermie erwärmt wird, wie sieht es hier mit dem Thema Legionellen aus? Eine Stagnation kann ich wohl ausschliesen. Aber gearde im Winter, wird im Speicher durch die Solarthermie wohl nicht viel an Temperatur zu erwarten sein. evtl. 20-25°C ?

Thema Zirkulation. die längste Rohrstrecke beträgt ca.5-6 Meter sollte hier eine Zirkulation eingeplant werden, damit der DLE nicht am Anfang der Entnahme wieder mit voller Leistung arbeiten muss?

Hat jemand hier mit dem Verbund DLE und Solarthermie Erfahrungen und kann diese schildern? Wie sind die Langzeiterfahrungen?

Vielen Dank und beste Grüße,

Danlou

Verfasser:
Rainer4x4
Zeit: 26.05.2020 12:35:17
0
2967359
Habe zwar keine DLE, sondern einen 200L WW Boiler der von einer Heizung betrieben wird.
Zusätzlich zur Heizung habe ich einen 800L Solarpuffer der von zwei Stück 5m2 Vacuumröhrenkollektoren (60 Röhren insgesamt) gespeist wird.
Im Sommer werden die 800L bis auf 90 Grad erhitzt, im Winter reicht schon etwas Helligkeit um problemlos auf 30 Grad zu kommen.
Bei Puffertemperaturen unter 65 Grad wird das Wasser in den Rücklauf zur Heizung eingespeist. Über 65 Grad wird der WW Boiler ausschliesslich aus dem Solarpuffer gespeist. So stelle ich sicher das das WW immer bis auf mind. 60 Grad aufgeheizt wird.
Die Rücklaufanhebung dient sowohl der WW Erwärmung als auch der Gebäudeheizung.
Für mich hat sich der Aufbau der Solarthermie gelohnt. Allerdings habe ich alles selbst geplant und aufgebaut. Gekostet hat es in 2013 ca. 2000€ für die Kollektoren, den 800L Puffer, die Regelung und die Pumpenstation samt MAG. Der Einsparung beläuft sich jährlich auf etwa 200 - 400L Heizöl.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 26.05.2020 12:46:24
1
2967367
Und warum nicht einfach Photovoltaik aufs Dach statt Solarthermie?

Und Warmwasser dann mit einer Brauchwasserwärmepumpe?

Die Strecke von 5-6m führt zu einem Bad oder welcher Art Zapfstelle? Je nachdem finde ich So 5L Kleinboiler ganz praktisch in der Küche:
1. Direkt warmes Wasser
2. Keine Verluste für die Leitungslänge (natürlich aber etwas vor Ort, die Dinger haben schon etwas Abwärme)
3. Man kann die Temperatur unabhängig vom Hauptspeicher regeln. Z.B. möchte man oft in der Küche relativ heißes Wasser, während zum Duschen ca 40 Grad ausreichen.

Bzw. da ich gerade lese, dass es für die Küche einen DLH gibt:
Würde es so lassen und dieses nur mit Kaltwasser speisen (wenn das die lange Leitung ist) Die Zapfmenge in der Küche ist relativ gering und man benötigt auch direkt warmes Wasser (kurz die Hände waschen, abspülen etc. - Da ist Dusche oder Baden ein ganz anderes Kaliber)

Verfasser:
Danlou
Zeit: 26.05.2020 14:01:50
0
2967409
Vielen Dank schon mal für die Infos.

@Rainer4x4 ja bei deinem System hätte ich auch keine Bedenken, da ich aber mein Waser nicht zusätzlich erwärmen kann, währe ich dann immer auf das Angewiesen, was die Solaranlage her giebt. Sommer wie Winter. Daher meine Bedenken auch wegen der Legionellen.

@ThomasSchmitt
Das Dach ist schon voll mit einer 9,9Kwp PV Anlage.
Die Solarthermie würde nicht auf das dach kommen.

Genau, die Strecke von 5-6 Metern währe dann vom Keller bis ins Bad zum DLE (24KW).
Die Leitung in die Küche sind keine 4 Meter.
In der Küche hatten wir mal einen 5L Boiler, das war jedoch sehr unkomfortabel, da die 5L zwar zum Hände waschen reichen, jedoch nicht um mal schnell 2 Töpfe von Hand zu spülen.Daher ist hier nun ein 11/13KW DLE.

Verfasser:
Rainer4x4
Zeit: 26.05.2020 14:48:25
1
2967444
Zitat von Danlou Beitrag anzeigen

@Rainer4x4 ja bei deinem System hätte ich auch keine Bedenken, da ich aber mein Waser nicht zusätzlich erwärmen kann, währe ich dann immer auf das Angewiesen, was die Solaranlage her giebt. Sommer wie Winter. Daher meine Bedenken auch wegen der[...]

Wenn ich das richtig verstanden hab, dann könntest Du einen Solar betriebenen 300L Puffer aufbauen. An den würde ich zwei Plattenwärmetauscher anschliessen und damit die beiden DLE im Zulauf betreiben. So gibt es kein Legionellenproblem und die DLE brauchen nur die Differenztemperatur erwärmen.
Ob sich das rechnet? Keine Ahnung.
Alternativ wäre ein 300L WW Boiler der elektrisch (Heizstab) und per Solarthermie oder PV (zweiter Heizstab) erwärmt wird. Der Boiler müsste allerdings auf mind. 58 Grad gehalten werden.
Das rechnet sich vermutlich weniger wegen der elektrischen Dauerbeheizung. Aber Möglichkeiten gibt es viele.

Verfasser:
Danlou
Zeit: 26.05.2020 20:38:17
0
2967563
Ja ein permanentes erhitzen auf 58°C wird sich nicht rechnen.
Aber die Idee mit den Wärmetauschern finde ich gut. ist ja im Prinzip dann eine Frischwasserstation oder?

Verfasser:
Rainer4x4
Zeit: 27.05.2020 12:34:32
0
2967833
Im Prinzip schon, ich bin mir da aber nicht sicher ob die Teile bei zu geringer Solarwärme auch zuheizen können.

Verfasser:
Danlou
Zeit: 27.05.2020 20:58:18
0
2968020
Danke für die Info.

Wie steht ihr zu dem Thema Zirkulation bei dem von mit beschriebenen Vorhaben?
Unnötig? Oder gängige Praxis im Sinne des Komforts?

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