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Büroanbau und Umbau. FBH/Wärmepumpe/Klimatisierung/Kühlung
Verfasser:
Voltus
Zeit: 27.05.2020 14:22:12
0
2967875
Guten Tag miteinander,

ich lese hier schon einige Zeit mit und bin selbst Experte für Gebäudeautomation (KNX).

Da wir gerade unsere Firma erweitern, benötige ich nun fachlichen Rat in Sachen Wärmepumpe und allen anderen Bereichen im Bereich Heizen/Lüften.

Es geht um unser Bürogebäude. Wir haben dieses 2012 gebaut und bezogen. Es ist sehr Energieeffizient, leider aber mit Gasheizung und Radiatoren gebaut.

Im Anbau wollte ich nun auf Sole Wärmepumpe mit FBH setzen. Weil die BAFA den Umbau auf Wärmepumpe auch mit 35% bezuschusst, reißen wir den Estrich im Bestand raus und bauen eine FBH ein.

Es wurde ein "Geothermal response Test" gemacht und das Ergebnis ist, dass wir einen Boden mit einer hervorragenden Wärmeleitfähigkeit und eine Sole Temperatur von 10,1 Grad haben.

Weiterhin haben wir bereits eine 150kWp PV Anlage und es kommen ca. 60kWp PVhinzu.

Bedarfsdaten:
Gebäude Heizlast: 45,0 kW | Jahres Heizwärmebedarf: 90 MWh/a
Gebäude Kühllast: 74,4 kW | Jahres Kühlenergiebedarf: 59,5 MWh/a

Hinzu kommen noch 10kW Kühllast für den Serverraum.

Ich habe versucht mir einiges anzulesen und habe 3 verschiedene Wärmepunmpen simulieren lassen. Ergebnis: Ich möchte eine ecoforest ecoGeo 25-100.

Nun brauchen wir aber auch auch Lüftung und Klimatisierung (mit optimaler Luftbefeuchtung).

Die Lüftungsanlage brauch laut Planer einer sehr hohe Vorlauftemperatur. Nach langen Diskussionen hat unser Planer nun mit Wolf Heizung eine "Sonderkonstruktion" erdacht, die ermöglicht, dass die Lüftung "nur" eine Vorlauftemperatur von 35 Grad benötigt. Das macht mich aber etwas nachdenklich. Sind wir der einzige Betrieb, der solch eine Lösung benötigt? Dachte das kommt in Deutschland häufiger vor.

Wie würde ihr geschätzte Experten solch ein System aufbauen, wenn ihr auf der grünen Wiese planen könnt? Was ist am effizientesten?

Danke vielmals für jede Idee!

Verfasser:
Reggae
Zeit: 27.05.2020 15:48:02
0
2967908
Ich würde es nicht als FBH machen, sondern über die Decke.
Mit einer WP die auch kühlen kann bist du da besser unterwegs.

Hier ein Beispiel

Gruß Arne

Verfasser:
Voltus
Zeit: 29.05.2020 13:45:04
0
2968631
Danke Arne!

Hat sonst noch Jemand Ideen? Bin für jeden Input dankbar.

Verfasser:
derGerät
Zeit: 30.05.2020 00:49:06
1
2968819
Verstehe nicht warum du eine hohe Vorlauftemperatur brauchst ?
Du heizt doch nicht mit der Lüftung dachte ich.
Habe ähnliches System von Aerex mit 2000 cbm .
ecoforest ist übrigends super !

Verfasser:
Oeko2020
Zeit: 31.05.2020 10:56:10
1
2970155
Heizlastlast 45 kW und Kühllast 74 kW ? Wie wurden diese Werte ermittelt.
Wie hoch sind die erforderlichen Leistungen der Lüftungsanlage. Bei Kühllastleistungsermittlungen kommt es sehr oft zu starken Überdimensionierungen.
Sobald Flächentemperierungen eingesetzt werden sollte eher mit Tagesbilanzleistungen gerechnet werden.
Zusätzlich sollten die erforderlichen Betriebstemperaturen betrachtet werden, da die erforderlichen Systemerzeugungstemperaturen auch optimierbar wären.
Bei vergleichbaren Anlagen hat sich eine Aufteilung auf mehrere Einzelgeräte als sinnvoll erwiesen.
Falls eine Leistungsreduktion bei der Kühlleistung möglich ist, könnten auch die Ecoforest Kompaktwärmepumpen eco GEO 5-22 B4 eingesetzt werden, da hier einfachst eine aktive und passive Kühlung erzielbar ist. Die erforderliche Regelung wird mit den standardmäßigen Regelungseinheiten möglich sein.

Verfasser:
Voltus
Zeit: 31.05.2020 11:15:31
0
2970167
Danke für eure Beiträge.

Das Thema Lüftungsanlage und hohe Vorlauftemperatur habe ich in einem Gespräch mit dem ecoforest Vertrieb wohl klären können. Die sagten, dass man für die Vorwärmung der Luft eine eigene Erdsonde vorsieht.

@oeko202: Der Fachplaner hat eine Berechnung der Kühllast mit der Software Linear Building gemacht. Jeder einzelne Raum, Rechner und Personen wurden einbezogen.

Ich frage mich, wie ich einen echten Fachmann finde, der da mal über die Planung schaut.

Mir liegen scheinbar alle Berechnungen vor, außer die für die Lüftungsanlage. Werde ich direkt mal anfordern.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 31.05.2020 11:24:11
0
2970169
Und was ich oft erlebe:

es gibt keine Übergangszeit.

Da wird geplant , dass der Serverraum im Winter sich selbst kühlt und im Sommer läuft ja der 50kW Kaltwassersatz.

Dass dann im Herbst und Frühling Heizbedarf besteht und der Kaltwassersatz aus ist und der Serverraum weil die Außentemperaturen tagsüber doch ansteigen überhitzt...

Hui da wurde was übersehen... Kaltwassersatz aktivieren WG 2 Konvektoren.... Uihhh Taktgewitter

Tja und das habe ich 2x erlebt, obwohl von TGA Buden geplant


.....

Ach ja und Kühllast... Würde auch 1x vorgesehen für das unverschatte Gebäude.

1. War die Verschaltung in der Haussteuerung steuerbar
2. War die gesamte Kühllast über die Decke gar nicht abrufbar ohne Taupunkt Unterschreitung
3. Ist es total angenehm am Rücken voll beschrieben zu werden mit der Info "von er Decke kommt kalte Luft... Im Schnitt bleibt der Raum auf 23 Grad"

Also totaler Kappes.... Die Leite wollten Beschattung und daher auch hier.. Kühllast viel zu hoch

Verfasser:
Zuviel Zeit
Zeit: 02.06.2020 20:04:33
1
2971021
Zitat von Voltus Beitrag anzeigen


Der Fachplaner hat eine Berechnung der Kühllast mit der Software Linear Building gemacht. Jeder einzelne Raum, Rechner und Personen wurden einbezogen.



Moin, nur weil eine gute Software verwendet wird, kommt trotzdem das falsche Ergebnis raus, wenn man die falschen Eingaben macht.
Der Fachplaner schätzt die Sonneneinstrahlung, er schätzt die Last durch die Personen, er schätzt die Last durch Rechner, Beleuchtung und Co... und die Summe dieser Schätzwerte ist dann die Grundlage der Kühllastberechnung...

Je nach Engagement wird dabei noch das ein oder andere Gramm Gehirnschmalz aufgewendet um die Werte zu hinterfragen... aber meist wird sich gesagt...Hauptsache kalt.
Ist im Grunde nicht anders wie früher bei Heizungsauslegungen...als "Hauptsache warm", das vorherrschende Kriterium war.

In der übergebenen Berechnung also alle Eingabedaten ganz genau hinterfragen...diese werden meist viel zu hoch angesetzt.

Dazu kommt, dass Fachplaner gerne mit Kaltwasser planen... dabei sind Anlagen mit Kältemittel bis zu den Innengeräten deutlich effizienter... außer man kann wirklich mit freier Kühlung in der überwiegenden Jahreszeit fahren...

Wie hoch ist die Kühlleistung pro m² am Ende?

Gruß

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