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Deckenheizung
Verfasser:
bapou
Zeit: 18.02.2020 22:39:08
0
2916769
Zum Thema Klimatop, Heizleistung, Deckenmaterialien:

Ich habe mir von Klimatop eine Deckenheizung auslegen lassen und verstehe das Ergebnis nicht.
Eigentlich versuche ich die Auslegung selber mit HFrik’s tollem Tool aber wollte die automatische Auslegung zum Vergleich
und um die Heizleistungsdaten des Deckenheizungstyp als Eingabe für HFrik’s Tabelle zu ermitteln.



Zum Verständnis versuche ich aus dem Klimatop Auslegung die Heizleistung zu
ermitteln in dem ich den Wärmefluss durch das TemperaturDelta teile (lila eingekreiste Spalten).

In der ersten Zeile komme ich hier z.B. auf 32.29/11.7 = 2.75W/(K*m^2) bei 200mm VA;
in der 7ten Zeile (rot markiert) komme ich auf 20.6/9.6 = 2.14W/(K*m^2) bei 200mm VA;
Im Heizleistungsdiagramm (mit Gipskarton 10mm, die Auslegung ist Gipsfaser 10mm) komme ich auf 4W/(K*m^2) bei 200VA obwohl
Gipskarton schlechter als Gipsfaser leitet.


Warum weichen die drei Heizleistungen so stark voneinander ab und was soll ich als Input für HFrik’s Tabelle nehmen?

Klimatop schreibt auf meine Nachfrage:
"Die Heizleistung in der hydraulischen Auslegung ergibt sich durch die von Ihnen gegeben Daten (Raumgröße, Wärmebedarf pro Raum).
Unsere Tabelle weist den tatsächlich benötigten Bedarf aus, nicht den maximal möglichen Wert wie in dem Leistungsdiagramm.”

Aber ist durch ein Verlegeabstand, ein DeltaT und das Deckmaterial die Heizleistung nicht gegeben?
Vielleicht kann jemand die meine Verwirrung auflösen.

Verfasser:
bapou
Zeit: 19.02.2020 17:57:55
1
2917224
Ein Update nach einem langen Telefonat.

1.) Deren Auslegungstool scheint die VA's immer in 50mm oder 25mm Schritten abzurunden; z.B. richtige VA wäre 240mm, dann wird VA von 200mm angegeben. Ich nehme an (aber es gab keine klare Auskunft) dass die Heizleistung dann trotzdem die vom 'richtigen' Abstand, also von 240mm ist.
Die Überauslegung die dabei entsteht wird nicht angegeben (da sie ja 'gut' für den Benutzer ist)

2.) Das Leistungsdiagramm war veraltet; das neue hat bei Stahl weniger Leistung
(4.37W/(m^2*K)) bei 125mm VA.

Trotz allem bekomme ich die Zahlen leider noch nicht ganz zusammen.

Es scheint als ob die Leistungsdiagramme erstmal eher optimistisch sind... und der Fakt dass später die Flächen nicht voll ausgenutzt werden etc. dann wieder über eine pessimistische (rundende) Auslegung kompensiert wird; aber dies ist nur meine Vermutung.

Zwischen Gipsfaser und Gipskarton wird wenn ich es richtig verstanden habe auch nicht mehr unterschieden da nicht so viele Materialien geprüft wurden. Es gibt zwei Leistungsdiagramme lambda >0.3 (z.B. Thermoboard Plus) und lambda <0.3 (z.B. Gipskarton) die sich nur um 6% unterscheiden.

Verfasser:
mihu
Zeit: 21.02.2020 22:22:56
0
2918881
Hast du vielleicht einen Link zum Klimatop Aluprofil bzw. zu den Leistungsdaten? Hat das Aluprofil schon wer verbaut und kann darüber berichten? Für die Stahlprofile habe ich inzwischen ein Angebot erhalten aber die Nachfrage zum Aluprofil wurde noch nicht beantwortet.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 21.02.2020 23:56:07
0
2918919
Stahl Düfte schlechtere Wärmeleitfähigkeit haben, dafür aber günstiger und stabiler.

Wir haben Alu, einfach zu verbauen, teilweise sogar alleine möglich.wenn du den ganzen Tag die Profile an die Decke machst, spürst du sicher den Gewichtsunterschied.

Verfasser:
mihu
Zeit: 29.04.2020 22:09:50
0
2954818
Ich hänge meine aktuellen Überlegungen zum Thema Deckenheizung mal hier in diesem Thread an und würde mich über eine Diskussion zu Vor- und Nachteilen freuen.

Ich möchte die Deckenheizung zumindest im Erdgeschoß abhängen weil ich mir dadurch eine Verbesserung der Trittschalldämmung vom OG ins EG erwarte. Beim Klimatop System gefällt mir sehr gut, dass es auf einem Standard Trockenbausystem aufsetzt und keine Rohrverbinder zwischen einzelnen Elementen braucht - zumindest so lange man die Rohre nicht mit den Trockenbauschrauben trifft. Bei den Wakatherm Platten (Heraklithplatte mit eingefrästen Kanälen für 16x2 Verbundrohr und Lehmputz) kann das nicht passieren, aber jedes Element hat einen Rohrverbinder zum nächsten Element. Das macht bei mir ~200 Verbinder als potentielle Fehlerquellen in der Decke.

Mein Ansatz wäre jetzt CD Profile mit Schwingabhängern an die Decke montieren und darauf Herklith Platten mit eingefästen Nuten schrauben, Rohr einlegen (klemmt leicht) und dann (wie bei den Wakatherm Platten) mit Lehm verputzen.



So könnte das in etwas aussehen. Der VA ist 100mm und die omegaförmigen Köpfe haben einen Radius von 80mm. Die Form der Köpfe muss ich noch ändern (eine Gerade zwischen den beiden Biegeradien statt direktem, tangentialen Übergang) und den Randabstand erhöhen damit die Platte nicht ausbricht. Die Übergangsstellen zu den Nachbarplatten sind etwas erweitert um Toleranzen von Platten und Verlegung auszugleichen. Da ich die Platten selbst fräse kann ich auch recht flexibel Anbindeleitungen unterbringen oder die Geometrie wenn nötig ändern. Die Plattenstärke ist 25mm und die Aufbauhöhe damit praktisch gleich wie beim Klimatop System.

Die Heizleistung habe ich über das Modell "Inhomogene Platte" abgeschätzt und dabei angenommen dass die Lehmschicht das Rohr 180° umschlingt und als Wärmeleitlamelle wirkt.



Die Werte auf die ich komme sind ähnlich den Wakatherm Angaben, sollten also realistisch sein. Bei 100mm Verlegeabstand ist die spezifische Heizleistung laut dem Rechenmodell ähnlich wie bei Alu Wärmeleitlamellen und Gipskartonplatte, bei größerem VA sinkt sie aber schneller ab.

Und jetzt meine Frage an euch: Ist das so plausibel? Was habe ich noch übersehen?

Danke!
Michael

Verfasser:
Grolsch30
Zeit: 30.04.2020 16:20:37
8
2955162
Hallo,

wir haben unser Altbau fast komplett jetzt umgebaut auf Klimatop Deckenheizung.
Im Erdgeschoss alle Räume außer Bad (wird umgebaut und Saniert dann mit 16er Rohr & Alu Klimatop Profile), mit Stahl Profile und 14er Rohr (16er Rohr hatte Klimatop damals nicht im Programm)

Im Obergeschoss haben wir alles mit Aluprofile mit überwiegend 16er Rohr verbaut (liegt daran das wir nicht alles auf einmal bestellt hatten und irgendwann hatten sie auf 16er Rohr umgestellt und statt Rigips auf Fermacell.

Im Flür haben wir dann die Reste verbaut die wir einfach ans Heizsystem anschliessen.

Frage im Badezimmer siehe Bild werden wir Fermacell 10mm verbauen, mit welchen Putz sollten wir das am Besten verputzen?

Meine Frau war erst skeptisch "die wärme steigt ja nach oben!" aber mittlerweile ist sie auch überzeugt :)

Hier mal einige Bilder:






























https://imageshack.com/i/pndYfbBbj














Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.04.2020 17:15:01
0
2955184
Sieht prima aus :-)

Verfasser:
Hoeckel
Zeit: 08.05.2020 10:28:57
0
2958726
@HFrik

Ich frage mich ob man nicht schon eine signifikante Heizleistung erreichen kann, wenn man die Aluverbundrohre auf die abgehängte Decke auf die Rigips/Fermacellplatten oben auflegt. Auf die Platten sollte zum Schalltschutz sowieso eine Dämmung verlegt werden.
Würde sich die Heizleistung durch eine zwischen Decke und Rohr verlegte Aluplatte steigern lassen ?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 08.05.2020 13:09:45
0
2958801
1) ja, wenn auch die sich einstellenden Abstände die Leistung begrenzen. Mit Mörtel auf der Platte in den die Rohre gedrückt werden beim montieren der Platte wäre leistungsstärker
2) ja, ein Alublech sollte die Leistung erhöhen.

Verfasser:
mihu
Zeit: 09.05.2020 14:09:12
0
2959196
@HFrik
Hast du vielleicht auch Hinweise zu meiner Heraklith (HWL) / Lehmputz Variante?

Verfasser:
guyde
Zeit: 01.06.2020 20:53:24
3
2970706
Guten Abend zusammen,

falls jemand auf die Idee kommen sollte, Nuten mit der Oberfräse in 22mm schwere Lehmbauplatten zu ziehen: Am Ende klappt es nicht, die Lehmplatte wird durch eine 16er Nut zu instabil.

Es ist für andere vielleicht auch mal gut zu lesen, was nicht funktionert ;)

Gruß
Guyde

Verfasser:
Sicherheit123
Zeit: 05.06.2020 11:47:55
0
2971915
Hallo zusammen,
ich habe mir nun den kompletten Verlauf durchgelesen. Vielen Dank für die sehr interessanten Informationen.
Wenn ich die ganzen Informationen richtig interpretiere gehen die meisten nun in Richtung fertiger (Stahl-?)Profile, wo die Aluverbundrohre reingelegt werden in Verbindung mit Fermacellplatten. Von den anfänglich berichteten Mörtel auf Gipskarton und dann mit Hubwagen an die Decke kann ich die letzten Seiten dann nichts mehr lesen.
Was ist denn die minimal mögliche Aufbauhöhe? Ist denn 10mm Fermacell besser oder schlechter als 6,5mm Gipskarton von der Wärmeleitfähigkeit?
Wir haben 2,5m hohe Räume und da würde ich ungern viel Platz verlieren. Es ist Rauputz an der Decke verarbeitet, eigentlich sehr gerade. Das Wohnzimmer hat ca. 32m2 Fläche.
Viele Grüße

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 05.06.2020 12:05:35
0
2971924
Zitat von Sicherheit123 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
ich habe mir nun den kompletten Verlauf durchgelesen. Vielen Dank für die sehr interessanten Informationen.
Wenn ich die ganzen Informationen richtig interpretiere gehen die meisten nun in Richtung fertiger (Stahl-?)Profile, wo die Aluverbundrohre reingelegt werden in[...]



Naja Alu- oder Stahlprofile, Aluprofile sind teurer, aber bessere Wärmeleitfähigkeit und leicht zu verarbeiten (die wiegen halt echt nix...)

Du kannst die Aluprofile direkt an die Decke schrauben, gerader wird es dadurch natürlich nicht, aber von der Logik her möglich.


Gipskarton 6,5mm vs. 10mm Fermacell? - Also den Unterschied im Aufbau wirst du von der Höhe her nicht merken. Würde das Fermacell an deiner Stelle nehmen.

Verfasser:
Sicherheit123
Zeit: 05.06.2020 12:49:05
0
2971945
Hallo Thomas,

vielen Dank.
Und Fermacell ohne "wärmeleitende" Schicht (Fliesenkleber / Mörtel) verschrauben? Ich hatte halt mal was gelesen, dass die Profile sich verbiegen und dann nicht vollfächig anliegen?
Dass der Luftraum zwischen den Profilen ist (kommt auf den VA an) nicht gedämmt ist, sollte kein Problem sein oder?

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 05.06.2020 14:25:42
1
2971978
Zitat von Sicherheit123 Beitrag anzeigen
Hallo Thomas,

vielen Dank.
Und Fermacell ohne "wärmeleitende" Schicht (Fliesenkleber / Mörtel) verschrauben? Ich hatte halt mal was gelesen, dass die Profile sich verbiegen und dann nicht vollfächig anliegen?
Dass der Luftraum zwischen den Profilen ist (kommt auf den VA[...]



Bei Klimatop wird da nix geklebt, aber man benutzt eben ein paar mehr Schrauben als normalerweise (glaube ca Faktor 3). Der Grund ist allein, dass es eng genug angepresst ist, keine Stabilitätsgründe - das hält mit der normalen Anzahl.

Verfasser:
fonzo
Zeit: 12.06.2020 12:52:47
0
2974454
Moin,

ich hänge mich hier einfach auch mal dran :-)

Mich würde mal interessieren welches System Preis/Leistungstechnisch am besten ist.
Ich würde es mir gerne in einem Raum installieren um zu sehen ob ich damit meinem Raum beheizt bekomme. Ziel ist es irgendwann die Ölheizung abzulösen und mit niedrigeren Vorläufen auszukommen. Im Moment hängen überall Heizkörper. Der Deckenaufbau ist zZ:

Betondecken
Lattung
(evtl. Konterlattung)
Rigips

Ob Nass oder Trocken ist mir eigentlich egal. Am liebsten das was günstig aber trotzdem auch effektiv ist :-)

Danke
Gruß
Fonzo

Verfasser:
Hoeckel
Zeit: 02.07.2020 08:38:50
0
2981919
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
1) ja, wenn auch die sich einstellenden Abstände die Leistung begrenzen. Mit Mörtel auf der Platte in den die Rohre gedrückt werden beim montieren der Platte wäre leistungsstärker
2) ja, ein Alublech sollte die Leistung erhöhen.


Hast du oder jemand anderes eine Einschätzung mit welcher Heizleistung man rechnen könnte?
Ich habe für die aufgelegte Deckenheizung zunächst einmal in der Auslegungstgabelle eine FBH mit Teppich mit der Fläche angesetzt.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 02.07.2020 08:43:41
0
2981921
Das hängt davon ab was da an die Decke gehängt wird. NAss eingeputzt sollten die Werte für Wandheizung passen. Ansonsten - bei Trockensystem könnte FBH mit Teppichboden passen, oder aber sein eigenes System it seinen Werten in die Datetabelle einfügen, wo die Rechentabelle die Werte herholt.

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