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Heisha im Anbau
Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 25.11.2019 06:16:18
0
2862361
Hallo allerseits,

ich möchte hier mein Umbauprojekt zur Heisha zur Diskussion stellen, dieser Thread soll die Basis sein für einige weitere Threads:

Ausgangszustand:

Grundstück: Langer Schlauch, alle Optionen für RGK sind geprüft, keine Chance, es stehen effektiv nur 100 qm Fläche zur Verfügung, kein Platz für Aushub, Boden ist sandig. Grundwasser hat zu viel Mangan, Leitfähigkeit zu hoch, damit auch keine Option eine Grundwasser Wärmepumpe zu nutzen.

Haus: EFH mit 170 qm Wohnfläche, Südhessen (Lampertheim, NAT -12°C), OG bewohnt 20°C, EG wird auf ca. 15°C temperiert, Dachboden kalt, schlecht gedämmt und unbewohnt, Keller kalt, ungedämmt und unbewohnt. Keine Aussendämmung, keine Kellerdeckendämmung, oberste Geschossdecke 8 cm Styropor, wird gerade auf 30 cm Zellulose geändert, PV kommt 1/2020. Beheiztes Gebäudevolumen 535 m^3, beheizte Aussenhülle ca. 250 m^2, Wände Ziegel und Bimshohlblocksteine 24 cm, nehme ich optimistisch mit 1,3 W/m^2K an. Fenster im Durchschnitt Ug 1,3 W/m^2K. Abgeschätzt mit Ubakus Wärmebedarfsrechner sind wir bei 19 kW Heizlast für das ganze Haus im aktuellen Zustand.

Heizung: Öl Niedertemperatur 25 kW, in obiger Konfiguration letztes Jahr 3000 l Heizöl (ohne Optimierungen, nur OG richtig beheizt). Warmwasser wird seit diesem Jahr mit Luftwärmepumpe (Ariston Nuos) im Keller gemacht zur Kellertrocknung. Heizkörper des ganzen Hauses liefern bei 40°C VL rechnerisch 5,3 kW. Einen WMZ einbauen gestaltet sich schwierig, die Rohrquerschnitte sind riesig im Heizkeller, dafür bekomme ich aber auch locker 1300 l/h durch das System (laut Umwälzpumpe). Aktuell sind im OG alle Heizkörperventile offen und Thermostate abgeschraubt, läuft sehr stabil bei 20°C nach Optimierung Heizkurve.

Geplante Maßnahmen (grob chronologisch, Heizlast in Klammern abgeschätzt mit Ubakus):
- oberste Geschossdecke > 30 cm Zellulose (19 kW => 17 kW)
- Deckenheizung im EG (60 qm Trockenbau abgehängte Decke)
- Heizkörperlüfter
- zentrale KWL mit WRG (17 kW => 15 kW)
- Dämmung der Kellerdecke von unten und oben (Kappendecke, niedrige Deckenhöhe im Keller, daher nicht so trivial) (15 kW => 13 kW)
- Einbau Heisha im angebauten Schuppen (bivalent)
- Irgendwann mal Fassadendämmung (13 kW => 5 kW)

Fragen:

- Ich muss zum geplanten Aufstellort im Anbau ca. 14 m bis zum Heizkreisverteiler bzw. Anbindung an bestehende Heizung überbrücken, 10 m davon sind innerhalb der thermischen Hülle. Hatte dafür an MSVR 32 mm gedacht, im Innenraum ungedämmt unter der Decke verlegt. PE-Rohr wird zwar in den Geisha-Fäden vorgeschlagen, aber das ist doch dann nicht diffusionsdicht, oder? Reicht bei dieser Distanz 32 mm? Wenn ich 40 mm nehme geht es nur noch als Stangenmaterial, da weiß ich aber nicht ob ich es ins Haus kriege.

- Kondensatableitung über schräge Kernbohrung durch die Aussenwand ins Erdreich, hat jemand sowas schonmal gemacht? Erfahrungen? Wie am besten Versickerung unter gepflasterter Terasse sicherstellen?

Viele Grüße,

Solarnudel

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 24.05.2020 01:03:27
0
2966130
Hallo miteinander,

da ich auf meine Einführung zum Projekt erstmal garkeine Rückmeldung bekommen habe ging es jetzt erstmal solo weiter. Folgende Fragen konnte ich selbst beantworten:

- Panzerflexe sind nicht diffusionsdicht, PE-Rohr auch nicht, es wird bei mir also definitiv entweder Kupfer oder MSVR

- Bei MSVR gibt es das Problem, daß ich zwei Möglihckeiten habe: Entweder 32x3 als Rollenware oder 40x3,5 als Stangen mit insgesamt 6 Kupplungen zusätzlich. Klingt trivial, dann rechnet man eben über die Zetawerte aus, welche Option geringeren Druckverlust hat. Nur blöd, daß ich für die favorisierten Rohrsysteme Alpex L oder Pipetec keine Zetawerte beikriege. Hat jemand eine Idee?

Cheers,

Solarnudel

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 09:18:45
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2966184
Pipetec wird z.B. bei Heima24 als Hausmarke verkauft, da gibt es eine Broschüre mit allem drin. Aber auch wenn man nach Pipetec bei Goigle sucht wird man fündig. MVR ist zwar leicht zu verarbeiten aber die Fittinge haben recht hohe Druckverluste. Ich persönlich würde eher auf Kupfer (weichgelötet) gehen aber das geht nur wenn man es kann. Das 32er Rohr lässt sich erstaunlich gut verarbeiten allerdings sollte man zu zweit sein.

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 24.05.2020 10:06:53
0
2966200
Hi,

mit dem Kupferrohr hast du Recht, war zuerst mein Favorit, aber leider hat uns der Altbau einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich müsste in einer Zwischendecke mit sehr viel Holz auf engstem Raum löten, das kriege ich nicht hin (ohne die Bude abzufackeln 😁) Da wir unserer BWWP erfolgreich mit Kupferrohr eingebunden haben ist das löten selbst kein Problem, aber der Montageort.

Leider sind bei Heima24 wie auch bei Sanpro (verkauft auch Pipetec unter eigenem Label) die gleichen unvollständigen Daten im Handbuch, ist direkt von Pipetec kopiert. Es gibt zwar Zetawerte für Reduzierungen und T-Stücke (auch alles unvollständig), aber für die einfache Kupplung gibt es nichts.

Potentielle Vorteile von 32x3,5 MSVR gegenüber 40x4: Viele Bögen und Winkel hoffe ich biegen zu können, statt Fitting. Billiger und einfacher (in meinem Fall) zu verlegen wahrscheinlich auch. Aber um diese Abschätzung zu machen braucht man die Zetawerte.

Ist schon erstaunlich dass einige Hersteller sogar mit Zetawerte werben, sie aber nirgendwo nachzulesen sind.

Warum der Zinnober und keine schwarze Mamba oder Rotstrahl oder so: Alte Stahlheizkörper und C-Stahlrohre im System. Daher möchte ich diffusionsdicht sein.

Cheers, Solarnudel

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 11:07:43
0
2966233
Wenn es nur um die Verbinder geht ist es eher kaum ein Thema. Schau mal bei Comisa (Bauhaus) nach, die sind sehr gut dokumentiert und haben auch eine richtig gute Qualität. Bei den Messingfittingen dürfte das sowieso kaum eine Rolle spielen, die nehmen sich gegenseitig eher wenig.

Verfasser:
Entropie
Zeit: 24.05.2020 11:18:38
0
2966242
Hier mal der Link, Comisa gibt das netterweise schon als equivalente Rohrlänge an:
Link

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 02.06.2020 05:17:05
2
2970778
Hi,

das war extrem hilfreich, danke! Ich habe auch nochmal mit diesem Rechner rumgespielt:

https://www.schweizer-fn.de/berechnung/stroemung/strang/strang_main.php

Wenn man dort dann mal für meine Konfiguration mit 26 mm Innendurchmesser, 40 m Gesamtrohrlänge und ein paar weiträumigen Bögen rechnet, kommt man auf gerade mal 8 W, die die Pumpe zieht (incl. Wirkungsgrad) bei 1,2 m²/h. Das sollte dann beim Gesamtwirkungsgrad keine Rolle mehr spielen. Es wird also demnach ein 32x3 MSVR von der Rolle.

Cheers, Solarnudel

Verfasser:
ET76
Zeit: 02.06.2020 10:02:55
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2970834
Ich hab neben Weichlöten mit Flamme auch mit Heißluftpistole mit dementsprechendem Aufsatz gelötet, dies bis 28mm ohne Probleme gemacht.
Siehe z. B. Dieses Video.
Ich hab aber mit Lötpaste und 650°C, laut Display der Pistole, gearbeitet. Soweit möglich hin und her gedreht, zur besseren Wärmeverteilung.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 02.06.2020 10:57:47
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2970848
Warum nicht mit passendem Presswerkzeug?

Bei uns zieht gerade eine Heisha ein.
Mein HB baut mir die bestehende Kupferverrohrung gerade mit dem Fittingsystem von Viega um.
Kupferfitting/Bögen.....

Das Werkzeug dazu ist ein Akku-Presswerkzeug mit passender Backe...

Sieht von der Arbeit her, sehr einfach zu verarbeiten aus...

So ne Akkupresse kann man sicher auch ausleihen (vielleicht sogar online)....

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