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Zukunft der Energiewende
Verfasser:
MaJen
Zeit: 01.06.2020 14:05:42
1
2970562
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Ich hatte geschrieben

Bekannt ist im Moment nur, dass sich die lange erwartete Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) weiter verzögert.


Ohne gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für Neuanlagen verschwindet die EEG Umlage automatisch[...]


Ich bin ja froh, wenn Sie als Kontraindikatior Photovoltaik in Zukunft negativ sehen. Wenn Sie das sagen bzw selektiv entsprechende links verbreiten spricht das ja dafür, dass mit der PV in den nächsten Jahren richtig aufwärts geht!

In diesem Sinne: weiter so!

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 01.06.2020 14:39:15
1
2970571
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Ich hatte geschrieben

Bekannt ist im Moment nur, dass sich die lange erwartete Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) weiter verzögert.



Vielleicht begreift auch ein (laut Profil) Elektroingenieur aus Bayern, dass er beim zitieren etwas aufpassen sollte.

Ich hatte zuvor geschrieben:

Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen


Langfristig wird die EEG-Umlage auf Null sinken, während die CO2-Bepreisung zunimmt. Meine PVA deckt ~40% des Strombedarfes des Hauses ab. Diejenigen mit einer Gas+STA-Kombination sind also ggf. sogar von der Entwicklung "härter" betroffen, als diejenigen die eine PVA auf dem Dach haben.


Darauf wurde etwas über Verzögerung beim neuen EEG-Gesetz lamentiert. Und diese Ausführungen haben 0,garnix mit der Feststellung zu tun, dass langfristig die EEG-Umlage sinkt.

Du solltest einen Beitrag nicht zitieren, wenn sich deine nachfolgenden Ausführungen darauf nicht beziehen. Das tun sie in diesem Fall ganz offensichtlich nicht. Dies wurde von mir entsprechend moniert. Dann stelle deinen Fehler zukünftig richtig, anstatt deine Aussage zu wiederholen.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 01.06.2020 15:26:48
1
2970590
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von loli Beitrag anzeigen
[...]

Für den von D.L. versprochenen EE-Gas fehlt aber noch einiges. Das wird wohl noch 20 Jahre dauern bis es mal zu viel ist. Aber vielleicht hat D.L auch nur Unsinn geschrieben. Kannst ja ihn direkt fragen, wann es zu viel sein wird. Aktuell scheinen wir ja von zu viel noch sehr weit entfernt zu sein, da EE-Gase nur in homöopatischen Mengen produziert werden.


Ich verspreche nichts, ich verfolge lediglich ohne ideologische Scheuklappen sich abzeichnende weltweite Entwicklungen bei Wasserstoff als Energieträger. Diese aktuelle News dazu wurde nicht von Lobbyisten der fossilen Energiewirtschaft vorgestellt, sondern vom Informationsdienst eines Max Plank Instituts.

Bayern stellt Wasserstoffstrategie vor

Am 29.05.2020 präsentierten die Bündnispartner in der Nürnberger Messe nun die Bayerische Wasserstoffstrategie. “Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und wird die Arbeitsplätze der Zukunft generieren”, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei der Vorstellung. Er sei “bekennender Wasserstoff-Fan, seine Förderung liegt ihm mindestens so am Herzen wie die von Wirtshäusern”, schrieb die Süddeutsche Zeitung.

Unter anderem sollen laut Aiwanger 100 Wasserstofftankstellen entstehen, “für jeden Landkreis eine”. Noch 2020 soll zudem erstmals bayerische Brennstoffzellen-Technologie in einem Lkw auf die Straße kommen. “Made in Bavaria soll zum Wasserstoff-Gütesiegel werden”, sagt Aiwanger.

Folgt man angegebenen Quellen weiter, findet man in einem Positionspapier der mitwirkenden Unternehmen zum Wasserstoffeinsatz im Gebäudebereich

POSITIONSPAPIER DES WASSERSTOFFBÜNDNIS BAYERN ZUR BAYERISCHEN WASSERSTOFFWIRTSCHAFT


Neben der Bereitstellung von Wärme für industrielle Zwecke, kann Wasserstoff auch zur Defossilisierung von Wärmeenergie im Haushaltsbereich eingesetzt werden.

Ein sehr direkter Ansatz ist die anteilige Beimischung von Wasserstoff in das bestehende Gasnetz. Dadurch reduzieren sich die Treibhausgasemissionen direkt ohne Investitionen in die Haustechnik.

Eine weitere Methode zum Einsatz von Wasserstoff im Haushaltsbereich, die noch höhere Gesamtwirkungsgrade verspricht, sind Brennstoffzellenheizungen mit etwa 1-2 kW Leistung, die neben Wärme zusätzlich Strom bereitstellen.

Diese Heizungen werden bereits in großen Stückzahlen in Japan (Stand 2019: Über 300.000 BZ-Heizungen [23]) aber auch in Deutschland verbaut. Heutige Systeme nutzen als Brennstoff vorwiegend Erdgas, Propan oder Butan, die je nach eingesetzter Brennstoffzellentechnologie entweder direkt in der Zelle verstromt oder zuerst in einem Reformer in Kohlendioxid und Wasserstoff zerlegt werden. Zukünftig könnten diese Systeme ohne großen Aufwand auf reinen Wasserstoff umgerüstet werden. Neben den Brennstoffzellenheizungen im 1-2 kW Bereich, gibt es stationären Systeme im 10 kW Bereich. Durch die Vernetzung einzelner Einheiten lassen sich je nach Bedarf dezentrale, virtuelle und hocheffiziente Strom- und Wärmelieferanten bis in den 2-stelligen MW Bereich hinein betreiben.


Wenn Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) als bekennender Wasserstoff-Fan seine Strategie so am Herzen liegt wie die Förderung von Wirtshäuser, dann werden im Freistaat Bayern EE-Gase sehr bald nicht nur in homöopathischen Mengen produziert.


Ich bin da für Fragen der falsche Ansprechpartner

:-)))

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 01.06.2020 15:58:38
1
2970603
Macht nichts, für Fragen bin sowieso ich der richtige Ansprechpartner :-))) Hier z. Bsp.:
www.solarify.eu/..-datteln-4-am-netz-co2-ausstoss-steigt/
Wann war jetzt schon wieder der Pariser Klimagipfel ?

www.bmu.de/../pariser-abkommen/ Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris Geschichte geschrieben: ... Nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen haben sich damit alle Staaten dazu verpflichtet, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern. ..

Wie jeder weiss: Auch Märchen gehören in die Kategorie Geschichten. Gruss delta97

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 01.06.2020 15:59:20
0
2970604
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Wenn Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) als bekennender Wasserstoff-Fan seine Strategie so am Herzen liegt wie die Förderung von Wirtshäuser, dann werden im Freistaat Bayern EE-Gase sehr bald nicht nur in homöopathischen Mengen produziert.


Ich bin da für Fragen der falsche Ansprechpartner

Hallo Dietmar,

die Überschrift des solarify Links zeigt einen durchaus humorvollen Umgang der Max Planck Leute mit Meldungen von Politikern:

Bayern stellt Wasserstoffstrategie vor

Posted on1. Juni 2020 Author ho

Weltmarktführer für 50 Millionen


:-)

Zum Glück wurde das Wort Technologieoffenheit nicht genutzt...

Grüße
Stefan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 01.06.2020 18:04:47
1
2970649
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]



Zum Glück wurde das Wort Technologieoffenheit nicht genutzt...




Das im Positionspapier vorgestellte Konzept Wasserstoff Bayern ist aber technologieoffen und mit den Vorstellungen einiger Schreiber(innen) garantiert nicht kompatibel

Ich bin daran unschuldig

:-)))

Dietmar Lange

Verfasser:
JAcjm
Zeit: 01.06.2020 21:40:24
2
2970724
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von loli Beitrag anzeigen
[...]

Diskutier das mit D.L. Für den Unsinn ist mir meine Zeit zu schade .

Ich weiß nicht was ihr alle gegen die sinnvolle Nutzung von EE habt?
Heute bei sehr sonnigem und windigem Wetter standen bestimmt 10 3MW WKA zwischen Darfeld und Holtwick.
Wir hatten mal wieder negativen Strompreis.
[img]
[/img]
Das die AKW`s und die Kohle Anlagen noch weiter laufen ist ein anderes Thema.
Wisst ihr eigentlich was den Windparkbetreibern da entgeht?
Wer von euch hat eine WKA oder ist beteiligt an einem Windpark?
Auch wenn die WKA sich drehen und der Strompreis negativ ist, bekommt der Betreiber nur die EEG Umlagen. Soviel ich weiß bekommt er für den Strom kein Geld.

Ihr wisst doch dass der Betreiber Geld verdienen muss und dass bei sinkendem Erlös kein Interesse an neuen Anlagen besteht.
Geschweigen den die die dem nächst alle aus der Förderung fallen.
Da werden viele dabei sein die die Anlagen abbauen werden und die für ein Repowering keine Genehmigung bekommen werden.

Aus meiner Sicht wird es aller höchste Zeit, dass wir uns um eine sinnvolle Speicherung des überschüssigen EE Stroms Gedanken machen und endlich damit anfangen.
Das Interesse an EE-Strom wird sonst immer weiter runter gehen.

Warum nicht H2, bevor die Anlagen still stehen. Habt ihr eine bessere Idee?
Ich glaube nicht das Strom auf Dauer billiger wird.
Es hat auch keiner gesagt, dass die Energiewende kein zusätzliches Geld kostet.
Es ist nur wieder so, dass die Schwächeren darunter leiden müssen. Und das geht mir eigentlich gegen den Strich.

Nur mal so.
Gruß Johannes

Verfasser:
crink
Zeit: 01.06.2020 21:59:05
2
2970733
Moin Johannes,

mittel- bis langfristig macht EE-H2 viel Sinn für Sektoren, die einen Energieträger mit hoher Energiedichte benötigen. Kurzfristig macht es auch für Forschungs- und Skalierungserfahrungen Sinn.

Weniger Sinn macht es allerdings, das EE-H2 als Heilsbringer für klimaneutrale Gasheizungen anzupreisen, da Preise, Mengen und fehlende EE-Überschüsse für eine heute neu eingebaute Gasheizung nicht mehr als ein Feigenblatt hergeben. Die Klimaschutzziele werden nicht ausschließlich mit H2-Beimischung erreicht werden können.

Viele Grüße
crink

Ps: Das Abregeln von 6 TWh ist wesentlich preisgünstiger als für genau diese 6 TWh die notwendige Infrastruktur zur EE-Gaserzeugung bereit zu stellen, die dann nur relativ wenige Stunden im Jahr läuft. Denn aus Kohlestrom willst Du kein H2 herstellen, oder?

Verfasser:
delta97
Zeit: 01.06.2020 22:05:50
3
2970736
2x 6h negative Strompreise an der Börse an Pfingsten ist kein Grund die H2 Produktion hochzufahren. Und wieso gingen die 7 GW Strom aus Gas nicht vom Netz ?

Eine saftige CO2 Steuer auf die Fossilen packen und der Rest ergibt sich von selbst.
Gruss delta97

www.agora/../conventional_power_generation/29.05. -01.06.2020/

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 01.06.2020 22:09:22
0
2970737
Zitat von JAcjm Beitrag anzeigen
Warum nicht H2, bevor die Anlagen still stehen. Habt ihr eine bessere Idee?
Ich glaube nicht das Strom auf Dauer billiger wird.
Es hat auch keiner gesagt, dass die Energiewende kein zusätzliches Geld kostet.
Es ist nur wieder so, dass die Schwächeren darunter leiden müssen. Und das geht mir eigentlich gegen den Strich.


Hallo Johannes,

das Problem besteht nicht darin, dass der Strom, den die stillgelegten Anlagen liefern könnten, nicht sinnvoll verwendet werden kann. Das Problem besteht darin, dass das EEG so gestaltet ist, dass er nicht "sinnvoll verwendet werden darf".

Ein - nicht unbedeutender Aspekt - der "Reallabore der Energiewende" ist, dass man herausfinden will, welche gesetzlichen Maßnahmen notwendig sind, um z.B. die richtigen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass normalerweise abgeregelter Strom einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden kann.

Stand heute ist es illegal, dass ein Netzbetreiber "diesen Strom speichert". Ebenso ist es nicht möglich, mit diesem Strom "für einen symbolischen Cent pro kWh" eine Gas-kWh in einem Nah-/Fernwärmenetz zu ersetzen. Auch der Betrieb einer Elektrolyse-Anlage zur Herstellung von Wasserstoff ist in dieser Konstellation "nicht legal" - das müssten andere mit "Normalbezug" und den entsprechenden Kosten für EEG-Umlage etc. machen. Der Netzbetreiber darf es - außerhalb von genehmigten (und geförderten) Forschungsprojekten - nicht.

Auch bei ausgeschriebenen PV-Projekten ist es strikt verboten, dass nicht abgenommener Strom (!) auf anderem Wege einer sinnvollen Verwendung zugeführt wird.

Das ist eines der Probleme, die vom BMWi gelöst werden müssten - und es ist nicht so, dass da der "schwarze Peter" immer nur auf der Seite der "großen Vier" oder der Netzbetreiber zu suchen ist, weil die durch ihre Lobbyarbeit "verhindern wollen".

Grüße
Stefan

Verfasser:
crink
Zeit: 01.06.2020 22:16:27
3
2970739
Moin Stefan,

der schwarze Peter sitzt doch im BMWi und kommt immer wieder auf Ideen wie der Klimaschutz verhindert werden kann.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 01.06.2020 22:48:16
2
2970749
Hallo crink,

ich würde ihm nicht mal vorwerfen, dass er den Klimaschutz verhindern will. Er bekommt es "nur" nicht hin, die Energiewende so zu gestalten, dass sowohl sinnvolle Geschäftsmodelle als auch die Klimaziele in Einklang gebracht werden.

Grüße
Stefan

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 02.06.2020 20:36:02
5
2971034
Ich habe mir heute die letzten Entwicklungen der Akkutechnologie angeschaut.
Ich war ja basierend auf der Erfahrung der letzten 20 Jahre schon immer optimistisch was Lithiumakkus angeht, aber das übertrifft meine kühnsten Erwartungen.

In China wird jetzt die LFMP Fertigung hochgerampt bei 2 der 5 weltweit größten Batteriehersteller. Die Kosten gehen locker auf 40€/kWh runter, da dort keinerlei teure Materialien wie Kobalt enthalten sind. BASF ist meines Wissens nach jetzt bereit für neue Kathodenmaterialien und Elektrolyte die die Spannung auf 4,8Volt pro Zelle hochziehen werden. Usw usw.
Was bedeutet das in allgemein verständlichen Worten?
Autoakkus werden 1 Million Kilometer halten inklusive Garantie (ist ja auch bereits von Toyota angekündigt).
Reichweite von 500km bei Preisgleichheit zum Verbrenner mit Automatik.
Aufladen des Akkus in 30 Minuten.
Und das ist nicht das Ende der Entwicklung, sondern nur ein Zwischenschritt in 2022.

H2 ist tot außer für die chemische Nutzung. Wer Geld zum Bau von H2 Tankstellen ausgibt, kann es auch gleich anzünden oder lieber eine Party davon feiern, da hat man mehr davon...

Verfasser:
gnika7
Zeit: 02.06.2020 20:53:29
0
2971040
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Ich habe mir heute die letzten Entwicklungen der Akkutechnologie angeschaut.
Ich war ja basierend auf der Erfahrung der letzten 20 Jahre schon immer optimistisch was Lithiumakkus angeht, aber das übertrifft meine kühnsten Erwartungen.[...]

Bin ehrlich gesagt auch ein wenig erstaunt. Mein Akku wurde Mai 2017 installiert. Jetzt würde ich diesen 30% günstiger bekommen. Und das obwohl es noch die "alte" Technologie ist. Die modernen Technologien sind noch kostengünstiger, wie von dir auch geschrieben.

Wenn es so weiter geht, dann ist es bald wirtschaftlicher zu speichern statt einzuspeise. Und das trotz der Einspeisevergütung.

Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
H2 ist tot außer für die chemische Nutzung. [...]

Bei Langzeitspeicherung sehe ich aktuell keine Alternativen zu H2.

Grüße Nika

Verfasser:
delta97
Zeit: 02.06.2020 21:32:55
0
2971048
Die Alternative zu Langzeitspeicherung ist .. KEINE Langzeitspeicherung.

Die braucht es gar nicht & Gruss delta97

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 03.06.2020 00:12:47
1
2971100
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
In China wird jetzt die LFMP Fertigung hochgerampt bei 2 der 5 weltweit größten Batteriehersteller. Die Kosten gehen locker auf 40€/kWh runter, da dort keinerlei teure Materialien wie Kobalt enthalten sind. BASF ist meines Wissens nach jetzt bereit für neue Kathodenmaterialien und Elektrolyte die die Spannung auf 4,8Volt pro Zelle hochziehen werden. Usw usw.
Was bedeutet das in allgemein verständlichen Worten?
Autoakkus werden 1 Million Kilometer halten inklusive Garantie (ist ja auch bereits von Toyota angekündigt).

Das bedeutet noch viel mehr.

Im Prinzip ermöglicht das eine völlig neue Bewertung von Leistung und Arbeit (vor allem bei) Windkraft und PV) und ist ein riesiger Schritt in Richtung all electric. Themen wie der Gleichzeitigkeitsfaktor und Regelenergie werden im Stromnetz stark an Bedeutung verlieren, ESV und Notstrom können für viele Endanwender zum bezahlbaren Standard werden.

In dieser Preislage haben es sogar thermische Speicher schwer, mitzuhalten.

Grüße
Stefan

Verfasser:
gnika7
Zeit: 03.06.2020 08:13:24
1
2971148
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Die Alternative zu Langzeitspeicherung ist .. KEINE Langzeitspeicherung.

Die braucht es gar nicht & Gruss delta97

Das ist nicht mehr als eine unüberlegte Behauptung. Die Kosten des entsprechenden Netzausbaus sind im Vergleich zu Langzeitspeicherung um einiges höher, insbesondere wenn man bedenkt, dass H2-Produktion für andere Anwendungen eh benötigt wird.

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 03.06.2020 08:36:07
1
2971163
Sehe ich auch so. Einen bestimmten Rest werden wir mit Reservestromanlagen herstellen müssen. Das ist sinnvoller und wirtschaftlicher als eine Lösung ohne Langzeitspeicher nur auf Netzausbau basierend.

Man braucht den Reservestrom aber nicht vollständig auf H2 auszulegen. Wir haben ja andere speicherbare Energieträger, die man dafür auch gut einsetzen kann. Biogas, trockene Biomasse, Ethanol, Altfette, Müll können sinnvoll dafür eingesetzt werden.

Grüße
Frank

Verfasser:
jogi54
Zeit: 03.06.2020 11:54:11
0
2971242
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Man braucht den Reservestrom aber nicht vollständig auf H2 auszulegen. Wir haben ja andere speicherbare Energieträger, die man dafür auch gut einsetzen kann. Biogas, trockene Biomasse, Ethanol, Altfette, Müll können sinnvoll dafür eingesetzt werden.
[...]


Hallo Frank,

den Müll kannst du da kaum aufnehmen. Du hast wahrscheinlich keine Vorstellung, wieviel allein eine Müllverbrennungslinie, 16t/h an einem Tag so verbrennt. In einem üblichen Ballenlager sind das grob ca. 1000m³/Tag. Daraus entstehen 16MW bzw 384MWh/Tag.
Abgesehen davon kann man Müll nicht so einfach dauerhaft lagern. Der gärt, je nach Temperatur, so vor sich hin und produziert auch CH4.

Nur mal so

LG jogi

Verfasser:
delta97
Zeit: 03.06.2020 12:05:24
0
2971245
Es braucht keine Langzeitspeicher in Europa, FALLS :
a.) es ein europäisches EE Stromabkommen gibt
b.) PV gezielt in Europa ausgebaut wird

Zu a.) Deutschland will aus politischen Gründen kein Stromabkommen mit der CH.
Zu b.) Von einem gezielten PV Ausbau ist nichts zu sehen.

Also erübrigt sich die Diskussion bezgl Langzeitspeicher.
Der Strom kommt aus den Gas KW & Gruss delta97

10 GW Strom aus Gas:
www.agora-energiewende.de/../conventional_power_generation/31.05.2020/03.06.2020/

Zum Stromabkommen :
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2805187
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2789078
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2750358
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2051868

Zum Stromausbau :
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2960341
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2930370
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2930327

Verfasser:
jogi54
Zeit: 03.06.2020 13:14:31
2
2971272
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Es braucht keine Langzeitspeicher in Europa, FALLS :
a.) es ein europäisches EE Stromabkommen gibt
b.) PV gezielt in Europa ausgebaut wird

Zu a.) Deutschland will aus politischen Gründen kein Stromabkommen mit der CH.
Zu b.) Von einem gezielten PV Ausbau ist nichts[...]


@delta,

dann solltest du und alle anderen mal die VGB-Windstudie Teil1 und VGB-Windstudie Teil2 lesen.

Leider sehr ernüchternd.

Zu dumm, dass weder Wind noch Sonne sich an irgendwelche Verträge hält. Und zu dumm, dass Flauten in Europa mehr oder minder ziemlich gleichzeitig in allen Ländern auftritt.

nur mal so
LG jogi

Verfasser:
delta97
Zeit: 03.06.2020 16:27:44
1
2971332
Ich habe mich absichtlich auf a.) und b.) fokussiert.

Grundvoraussetzung für eine EE Konzept ohne Langzeitspeicher ist ein europäisches Stromabkommen mit EE Vorrang.

Wir haben ein politisches Problem & Gruss delta97

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 03.06.2020 19:35:00
0
2971380
Indien baut bis 2022 auf 100 Gigawatt PV aus.
Zubau um 67 Gigawatt in den nächsten 2 Jahren.

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 03.06.2020 19:48:12
1
2971387
Und hier ist der Grund warum viele Länder auf der Welt jetzt richtig Gas geben beim Ausbau der Erneuerbaren Energien - Kohle und andere fossile Energien zu verbrauchen ist Geldverschwendung für die Volkswirtschaft.

Verfasser:
delta97
Zeit: 03.06.2020 19:54:24
0
2971392
Und noch mal zu den politischen Strompreis Versagern:
www.agora-energiewende.de/ ../power_price_emission/31.05.2020/03.06.2020/

Damit ergibt sich folgende Situation :
Strom aus Gas drückt den Strompreis auf 2 €ct / kWh..
.. und treibt damit die Endkundenstrompreise in die Höhe.

So wird langfristig der Gasabsatz sichergestellt:
a.) durch Gas Verstromung, siehe Agora
b.) durch Gas Brennwert Büchsen. siehe Dietmar.

Die ganze europäische EE und nicht EE Stromindustrie wird vorsätzlich an die Wand gefahren. Gruss delta97

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