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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 04.06.2020 23:24:03
0
2971803
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]



Auf eine Zukunft, in der eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung für PV - Strom wahrscheinlich nicht mehr existiert.


Und das ist auch gut so, denn dann beweisen sich PVA am "reinen Markt". Wann wird man das von STA und P2G sagen können...

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 05.06.2020 08:15:58
2
2971844
Wir brauchen auch langfristig eine Einspeisevergütung oder irgend eine andere Regelung zum diskriminierungsfreien Zugang zum Stromnetz.
So wie jeder das Recht hat Strom aus dem Netz zu beziehen muss auch jeder die Möglichkeit haben, EE-Strom ins Netz einzuspeisen. Und selbst erzeugten EE-Strom auch selbst zu nutzen.

Die Vergütung wird natürlich weiter sinken. Für die 30 kW PV, die gerade für mich gebaut wird und die noch im Juni ans Netz geht, werde ich eine Einspeisevergütung von 8,6 Cent bekommen. Damit bin ich zufrieden. Der Eigenverbrauch bekommt aber für die Wirtschaftlichkeit eine immer größere Bedeutung.

Grüße
Frank

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 05.06.2020 08:50:08
0
2971857
Bei mir kommen Juli/August 3,5qm STA + 5,7kWp + 8,3kWh Speicher. Was will man machen, wenn man mit Fördermitteln gezwungen wird?
11k€ invest abzüglich 5700€ Förderung.
Da ist die Einspeisevergütung dann recht egal ob das 7 oder 9cent sind. Amortisiert sich so oder so in weniger als 4 Jahren.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 05.06.2020 10:41:24
1
2971889
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Und das ist auch gut so, denn dann beweisen sich PVA am "reinen Markt". Wann wird man das von STA und P2G sagen können...


Einen "reinen Markt" hat es in D seit dem Stromeinspeisegesetz von 1936 nie gegeben, das Gesetz hatte das ausdrückliche Ziel, den Wettbewerb zu verhindern. Die Regulierungen wirkten fast unverändert bis Anfang 1990.

Die Bundesnetzagentur wird auch zukünftig den Zubau bei PV und Wind mit dem Netzausbau synchronisieren. Ob und wie sich das auf den Massenmarkt Anlagen für EFH auswirkt, wird erst analysierbar, wenn ein Referentenentwurf für ein EEG 2.0 vorliegt

Der Zubau bei ST Dachanlagen ist von solchen Regulierungen nicht betroffen. Das vom BMWi angekündigte Programm regenerative Wärme 2030 wird sehr wahrscheinlich die Rahmenbedingungen für ST verbessern.

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 05.06.2020 12:47:35
0
2971943
So wie ich das sehe ist ST stark subventionsgetrieben:

Vgl Bsp oben 3,5qm STA + 5,7kWp + 8,3kWh Speicher.
Diese Variante ist schon echter Unsinn:

3,5qm STA ... ist zu klein
5,7 kWp PV ... ist zu klein
8,3kWh Speicher ... finanziell OK, aber eigentlich unnötig.
Und dazu der Unterhalt für ST und PV und Speicher..

Nun, es ist wie es ist. Subventionsruinen muss man später sanieren.
Gruss delta97

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 05.06.2020 14:58:46
0
2971987
3,5qm deckt meinen WW Bedarf zu über 60% und steigert dadurch die JAZ der Wärmepumpe.
5,7kWp + 8,3kWh Speicher sorgen für 60% Eigenverbrauch und über 50% Autarkie inklusive Ersatzstromversorgung.

Ohne Förderung hätte ich zwar auch nur eine dicke PV installiert aber so halte ich mich an die Spielregeln und werde mit viel Geld belohnt.
Als Subventionsruine würde ich es nicht betiteln, da ich die PV nächstes Jahr erweitern darf.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 05.06.2020 17:39:55
0
2972043
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
So wie ich das sehe ist ST stark subventionsgetrieben:



Diese Feststellung ist in D seit Einführung des Marktanreizprogramms (MAP) für alle geförderten regenerativen Wärmetechnologien zutreffend.

Unterschiedlich waren in den vielen Jahren nur die Förderbedingungen

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 06.06.2020 08:13:49
0
2972175
Ich habe kein Problem mit 3,5qm STA + 5,7kWp + 8,3kWh Speicher. Ein potentieller Nachteil ist der 3-fache Unterhalt.

Aber das Thema hatten wir schon gefühlte 100x. Immerhin kann ich jetzt nachvollziehen, wieso es so viele ST Anlagen gibt & Gruss delta97

OT: Alternative a.) 3,5 qm ST durch PV ersetzen ergibt ca
8 kWp + 8,3kWh Speicher. WW durch WP Boiler mit PV Strom machen.

Die Anlage wird einfacher und 90 % des WW sind durch PV gedeckt.
Und zukunftsorientiert: im Hinblick auf elektro PW

Alternative b.) PV gleich auf das Maximum ausbauen.

Verfasser:
delta97
Zeit: 06.06.2020 08:30:12
0
2972183
Es gibt Standard Kombinationen ST + PV. Sieht auch ganz gut aus:
https://www.energie-solaire.com/ ..Solardach
https://www.energie-solaire.com/ ..Bilder

Aber das macht einfach nur mit einem Schwimmbad Sinn, wenn überhaupt. Die Lösung verdient sicher einen angemessenen Platz im Museum & Gruss delta97

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 06.06.2020 11:02:03
0
2972225
Leider darf ich fürs erste nicht mehr kWp installieren und erst nächstes Jahr die PV erweitern. Förderbedingungen...

Verfasser:
delta97
Zeit: 06.06.2020 13:34:57
0
2972281
OT: Da hast sicher alles für nächstes Jahr vorbereitet. WR, Montage etc. Ich musste mich für 3000 CHF von einem "Profi" beraten lassen .. Förderbedingung in der CH. Bei PV muss man (fast) nichts überlegen sondern einfach das ganze Dach zubauen...

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 06.06.2020 14:15:29
0
2972297
Gerüst bekomme ich fürn Kasten Bier und Montage ist in Eigenleistung und Abnahme macht ein Kumpel. Von daher alles entspannt :)
Deswegen auch die STA. 3,5qm Vakuumröhre für <1k€ amortisiert sich schnell und ohne glykol gibt es da auch wenig Probleme mit Stagnation.

Verfasser:
delta97
Zeit: 06.06.2020 15:28:33
0
2972328
Thema ist ja hier ST .. OT zum Abschluss:
Ja, das ist bei dir OK und ich freue mich für dich!

Nur: Ich bezahle das Gerüst (12m) und Montage und Abnahme durch den Stromer. Man sollte jedes Dach in einem Anlauf zubauen. Jeder zusätzliche m2 kostet so ein Butterbrot.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 06.06.2020 16:01:15
1
2972342
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Einen "reinen Markt" hat es in D seit dem Stromeinspeisegesetz von 1936 nie gegeben, das Gesetz hatte das ausdrückliche Ziel, den Wettbewerb zu verhindern. Die Regulierungen wirkten fast unverändert bis Anfang 1990.

Die Bundesnetzagentur wird auch zukünftig den Zubau bei[...]


Du hast verstanden, warum ich "reiner Markt" in Anführungszeichen gesetzt habe. Gratulation.

Entscheidend ist, dass PVAs bald ohne defacto-Subventionierung rentabel sind. Bei STA (im EFH/MFH-Breich) und P2G ist das nicht erkennbar. Da es zu dieses Aussage, kein Einspruch gab, werte ich das als Zustimmung.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 06.06.2020 19:23:11
1
2972421
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Du hast verstanden, warum ich "reiner Markt" in Anführungszeichen gesetzt habe. Gratulation.

Entscheidend ist, dass PVAs bald ohne defacto-Subventionierung rentabel sind.
Bei STA (im EFH/MFH-Breich) und P2G ist das nicht erkennbar. Da es zu dieses Aussage, kein Einspruch gab, werte ich das als Zustimmung.


Das ist Deine Wertung !

Marktanalysten (EuPD Research) haben bei einem Wegfall der Einspeisevergütung PV
2020 einen Marktzusammenbruch bei neuen Dachanlagen um 80% prognostiziert.

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 06.06.2020 19:31:35
2
2972424
Sie haben doch hier vor einem guten Jahr als KontraIndikator ein Zusammenbruch des PV Marktes wegen des nicht wegfallenden PV Deckels orakelt und gepredigt als ob es kein Morgen gäbe.
Ihr Orakel hat wieder alles in den Schatten gestellt.

Übrigens waren es seitdem vor allem auch Pv-Dachanlagen als Wachstumstreiber, auch anders als von Ihnen vorhergesagt.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 06.06.2020 20:19:13
1
2972450
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Das ist Deine Wertung !

Marktanalysten (EuPD Research) haben bei einem Wegfall der Einspeisevergütung PV
2020 einen Marktzusammenbruch bei neuen Dachanlagen um 80% prognostiziert.

Dietmar Lange


Ich spreche von einer langfristigen Entwicklungen und kommst mit einer Prognose aus und für das Jahr 2020 um die Ecke. ^^

Zeig mir mal lieber die Prognose die zum Ergebnis kommt, dass in 5, 10, 15 Jahren PVA nicht wettbewerbsfähig mit den Fossilen sind (mit / ohne CO2-Bepreisung). Das wäre dann zur Abwechslung was zum Thema.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 07.06.2020 01:23:55
1
2972510
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Ich spreche von einer langfristigen Entwicklungen und kommst mit einer Prognose aus und für das Jahr 2020 um die Ecke. ^^

Zeig mir mal lieber die Prognose die zum Ergebnis kommt, dass in 5, 10, 15 Jahren PVA nicht wettbewerbsfähig mit den Fossilen sind (mit / ohne[...]



Das Thema lautet hier

Markt-Zukunft der Solarthermie

In den nächsten 5, 10, 15 Jahren werden in D die Rahmenbedingungen im Wärmemarkt durch die europäische Gebäuderichtlinie bestimmt, die bis heute aus bekannten Gründen noch immer nicht in deutsches Recht umgesetzt ist. Über das GEG wird jetzt fast vier Jahre kontrovers diskutiert.

Sicher ist gegenwärtig nur. dass 2020 mit dem GEG durch die Zusammenführung von EEWärmeG und EnEV die Karten für den Wärmemarkt neu gemischt werden, eine deutsche Wasserstoffstrategie vorgelegt und noch ein Programm regenerative Wärme erscheinen wird.

Für regenerativen Strom wird weiterhin gelten, dass der Zubau bei PV und Wind mit dem Netzausbau synchronisiert wird. Das angekündigte EEG 2.0 kennt noch niemand. Sicher ist gegenwärtig nur, dass die Bundesnetzagentur durch Ausschreibungen gr0ßer Leistungen weiter steuernd eingreifen wird und bei Dachanlagen der Mechanismus des atmenden Deckels vorerst weiter wirken kann.

Deswegen beschränken sich wirkliche Kenner des deutschen PV - Markts gegenwärtig nur auf Prognosen für 2020 bis 2021, siehe

EuPD Research 4. Juni 2020

Berechnungen von EUPD Research zeigen einen dramatischen Einbruch der Photovoltaik-Neuinstallationen bei Erreichen des 52 Gigawatt Solardeckels. Der Wegfall der Einspeisevergütungen verhindert den wirtschaftlichen Betrieb für neu installierte Photovoltaikanlagen. Allein für 2021 ergibt sich ein Investitionsausfall von gut 3 Milliarden Euro.

Dietmar Lange

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 07.06.2020 02:15:20
3
2972515
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Bundesnetzagentur wird auch zukünftig den Zubau bei PV und Wind mit dem Netzausbau synchronisieren. Ob und wie sich das auf den Massenmarkt Anlagen für EFH auswirkt, wird erst analysierbar, wenn ein Referentenentwurf für ein EEG 2.0 vorliegt

Der Zubau bei ST Dachanlagen ist von solchen Regulierungen nicht betroffen. Das vom BMWi angekündigte Programm regenerative Wärme 2030 wird sehr wahrscheinlich die Rahmenbedingungen für ST verbessern.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Das ist Deine Wertung !

Marktanalysten (EuPD Research) haben bei einem Wegfall der Einspeisevergütung PV
2020 einen Marktzusammenbruch bei neuen Dachanlagen um 80% prognostiziert.

Dietmar Lange

Hallo Dietmar,

als ständiger Beobachter der Szene wirst Du Dir sicher Deine Gedanken gemacht haben, was ein Wegfall der EEG-Vergütung von PV-Strom zur Folge haben wird.

Gehst Du davon aus, dass eine anteilige EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch einer neu errichteten PV-Anlage nach einem Ende der garantierten Einspeisevergütungen wahrscheinlich bzw. rechtlich darstellbar ist?

Gehst Du davon aus, dass die Installation von Eigenverbrauchs-PV verboten wird, wenn der Netzausbau nicht nachkommt?

Das mögliche Ende der garantierten EEG-Vergütung muss - wenn man nicht nur die nächsten Monate betrachtet - nicht bedeuten, dass "PV-Dachanlagen" weniger attraktiv werden als ST-Anlagen. Der Preis/kWh und was die ersetzte kWh kostet, ist entscheidend.

Aktuell kostet bei Anlagen über 10kW (vereinfacht dargestellt) jede selbst verbrauchte kWh 2,7Cent anteilige EEG-Umlage. Bei Nutzung der Überschüsse für P2Heat ist das ein nicht unerheblicher Kostenfaktor - Gas verbrennen und Einspeisevergütung kassieren ist aktuell attraktiver als ein Heizstab.

Würde ich zu ST beraten, würde ich zumindest ein Szenario ansprechen, in dem die ST keinen Vorteil dadurch hat, dass PV-Eigenverbrauch bei >10kW "bestraft" wird. Gerade bei Großanlagen - in letzter Zeit häufig als Zukunftsmarkt für die ST genannt - könnte ein Wegfall des EEG für neue Anlagen zum Nachteil für ST werden.

Inbetriebnahme: Ab 01.04.2020
Dachanlagen bis 10 kWp (Ct/kWh): 9,44
Dachanlagen bis 40 kWp (Ct/kWh): 9,18
Dachanlagen bis 100 kWp (Ct/kWh): 7,21
Anlagen auf Nichtwohngebäuden im Außenbereich, Dachanlagen und Anlagen auf Freiflächen bis 100 kWp (Ct/kWh): 6,50

https://www.photovoltaik4all.de/aktuelle-eeg-verguetungssaetze-fuer-photovoltaikanlagen-2017

"Lohnt" der Verkauf von PV-Strom nicht, ist die Wärmeanwendung mit Heizstab naheliegend (WP-Auslegung auf die Verwendung von PV-Überschussstrom ist nicht sinnvoll).

Die Rahmenbedingungen für ST verbessern sich nur dann, wenn ST die genutzte kWh Wärme dauerhaft preiswerter liefern kann als eine Alternativlösung.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 07.06.2020 12:11:05
1
2972607
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Dietmar,

als ständiger Beobachter der Szene wirst Du Dir sicher Deine Gedanken gemacht haben, was ein Wegfall der EEG-Vergütung von PV-Strom zur Folge haben wird.

Gehst Du davon aus, dass eine anteilige EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch einer neu errichteten PV-Anlage nach einem Ende der garantierten Einspeisevergütungen wahrscheinlich bzw. rechtlich darstellbar ist?

Gehst Du davon aus, dass die Installation von Eigenverbrauchs-PV verboten wird, wenn der Netzausbau nicht nachkommt?

Das mögliche Ende der garantierten EEG-Vergütung muss - wenn man nicht nur die nächsten Monate betrachtet - nicht bedeuten, dass "PV-Dachanlagen" weniger attraktiv werden als ST-Anlagen. Der Preis/kWh und was die ersetzte kWh kostet, ist entscheidend.


Hallo Stefan

Zur ersten Frage.

Das eigentliche rechtliche Problem ist eine ganz andere Frage.
Bleibt in einer zukünftigen Energiegesetzgebung eine Abnahme – und Vergütungspflicht bestehen? Diese Frage wird schon länger kontrovers diskutiert. Eingeführt wurden diese Verpflichtungen erst mit dem Stromeinspeisegesetz von 1991.

Sicheren Bestand hat wahrscheinlich nur eine garantierte Duldung der Durchleitung von EE- Strom vom Erzeuger zu einem Abnehmer auf der Basis von Liefervereinbarungen.

Zur zweiten Frage.

Eine reine Eigenverbrauchsanlage kann als Inselsystem nicht verboten werden. Die Beachtung der Aufnahmefähigkeit und der technische Zustand der Netze ist keine rechtliche, sondern eine elektrotechnische Frage. Hier wird es auch zukünftig Regulierungen geben.

Bei zukünftigen Regelungen ist es vorstellbar, dass an Stelle von bundesweiten Regelungen vor Ort geprüft und entschieden werden kann, wieviel Strom privater Anbieter regional durchgeleitet werden kann. Nach diesem Regionalprinzip wurde jetzt gerade versucht, den Dauerkonflikt Abstand von WKA zu lösen.

Zur dritten Frage.

Entscheidend ist eine andere Frage.

Vor der Einführung des EEG und des Stromeinspeisegesetzes bestand ein allgemeiner energiepolitischer Konsens, dass die „Edelenergie Strom“ nicht für Wärmeanwendungen in Haushalten eingesetzt werden soll, da sie dafür zu wertvoll wäre. Nach der Einführung des EEG wurde aus gleicher Motivation die unter Kohl eingeführte Förderung von WP im MAP gestoppt. Nach der Einführung der EnEV erfolgte aus gleichen Denkansätzen ein Verbot von Nachspeicherheizungen.

Bei dem gigantischen Strombedarf einer 100% CO2 neutralen Industrie ist es sehr wahrscheinlich, dass die alten Wertungen der „Edelenergie Strom“ wiederbelebt werden.

Solarwärme hat den physikalischen Vorteil, dass sie entweder stromlos oder mit Minimaleinsatz von Strom in Gebäude eingetragen werden kann. Man kann, wenn man will, hier gigantische Verhältniszahlen analog zum COP oder zur JAZ definieren

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 07.06.2020 12:12:44
0
2972609
ST hat ein Defizit: Ich kann nicht einfach das ganze Dach mit ST eindecken. Damit läuft es auf ein Kombidach ST + PV hinaus, was kompliziert wird.

In der Schweiz ist ST klinisch tot. Mit Ausnahme von subventionsgetriebenen Anlagen. ST ist wie eine Dampflok. Schön, aber nicht effizient & Gruss delta97

https://www.soltop.ch/referenzen/

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 07.06.2020 12:45:31
1
2972626
Hallo Stefan

Würde ich zu ST beraten, würde ich zumindest ein Szenario ansprechen, in dem die ST keinen Vorteil dadurch hat, dass PV-Eigenverbrauch bei >10kW "bestraft" wird. Gerade bei Großanlagen - in letzter Zeit häufig als Zukunftsmarkt für die ST genannt - könnte ein Wegfall des EEG für neue Anlagen zum Nachteil für ST werden.

Die „Bestrafung“ des PV-Eigenverbrauch bei >10kW war bisher im Marktsegment EFH aus zwei Gründen kein wirkliches Problem.

Es galt eine Ausnahmeregelung für Leistungen < 10kWp, die nutzbaren Dachflächen der Masse deutscher EFH ermöglichte nur in seltenen Fällen die Montage von Leistungen > 10kWp.

Ein Wegfall der verpflichtenden Einspeisevergütung für Neuanlagen bedeutet, dass als Auslegungskriterium nicht mehr die nutzbare Dachfläche, sondern der tatsächliche tägliche Eigenbedarf des Hauses zur Anwendung kommt.

Das bedeutet weiter, dass bei PV der Einsatz von Speichern genau wie bei ST zur Normalität wird, da das Netz nicht mehr als gigantischer virtueller Speicher kostenlos zur Verfügung steht.

Die „Strafsteuer auf Sonnenstrom“ war bekanntlich die Idee eines Bundesfinanzministers, der damit einen geldwerten Vorteil für PV Anlagenbetreiber beseitigen wollte,

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 07.06.2020 14:32:29
0
2972689
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
ST hat ein Defizit: Ich kann nicht einfach das ganze Dach mit ST eindecken. Damit läuft es auf ein Kombidach ST + PV hinaus, was kompliziert wird.
[...]

Warum das ganze Dach mit ST eindecken? Letztlich geht es doch nur darum seinen fossilen Energieverbrauch durch ST-EE zu decken bzw. senken.

Warum soll ein Parallelbetrieb mit ST + PV kompliziert sein? Es sind doch völlig unabhängige Systeme.

Betreibe beide Systeme seit 2005. So what?

Mittlerweile bläst der PV seitens EVU und Politik mächtig Gegenwind entgegen. Oder warum sonst ist das Problem 52 GW-Deckel in D immer noch nicht geklärt?

Sofern der PV die Vorrangigkeit ins Stromnetz einspeisen zu können genommen wird, dürften zumindest Neu-Betreibern der Mut zur Investition in diese Technik zu investieren genommen werden.

Verfasser:
delta97
Zeit: 07.06.2020 14:57:30
1
2972698
Es geht hier um die Zukunft, nicht um 2005.
Also rechne mit 100 m2 Dachfläche - Varianten

a.) 80 m2 PV + 20 m2 ST
b.) 100 m2 PV.

Der 52 GW Deckel ist nicht das Problem.
Sondern die fehlende CO2 Abgabe & Gruss delta97

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 07.06.2020 15:02:49
0
2972702
Nun, die kommende CO2-Abgabe dürfte bei > 10 Mio fossiler Heizungen in die Hand spielen, da nützt dir auch keine PV.

Gruß
Rudi

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