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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
SolarMB
Zeit: 30.06.2020 11:09:59
0
2981091
Frank,

bisher hatte ich noch keinen Tag gesehen, wo wir bei 100 % EE-Strom lagen - und das im Sommer mit viel Wind.

Und alle fossilen Brenner gehen WP austauschen wird Jahrzehnte dauern. Und nicht jedes Haus kann mittels WP beheizt werden, auch wenn dies die WP-Fraktion Mantraartig immer wieder behauptet.

Gruß
Rudi

Verfasser:
OttoB
Zeit: 30.06.2020 11:15:14
1
2981095
In jeder Diskussion hier ist immer nur die Rede von dem was eine Umstellung auf all-electric extra kosten wird, nie wird darüber gesprochen was dadurch frei wird und anders benutzt werden kann mit sogar bessere Wirkungsgraden wie z.B. das Verbrennen von Gas in einer Therme für reine Wärme vs. Strom und Fernwärme bei einem GuD so wie fdl immer wieder sagt
Ja die zusätzliche GuDs müssen dafür gebaut werden und ja die werden nicht so lange in Betrieb sein wenn der EE Ausbau endlich mal richtig im Schwung kommt und das muss er um die Klimaziele zu erreichen, aber das ist cost of doing business hier, entweder das oder HH, HB, SH, MV und Niedersachen erseufen.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 30.06.2020 11:18:01
1
2981097
Gerade haben wir 70 GW im Stromnetz, 40-50 GW PV und WKA, nur ca 15-17 GW stammen aus Atomstrom, Kohle und Gas.
5 GW kommen leider als Grundlast aus Biomasse.

Wir haben in D allein für Dachflächenanlegen ein Potenzial mind. des Dreifachen der derzeitigen PV-Installation insgesamt. WKA Repowering onshore hat enormes Potenzial, weiterhin offshore.

Wir müssen dringend dahin kommen, dass wir Biomasse nicht mehr in Grundlast verstromen, Tag-Nacht-Batterien einsetzen und letztlich in > 10 Jahren besonders zwischen März und Oktober mit planbarer EE-Produktion Elektrolysepotenzial nutzen. Technisch wäre das kein Problem und das kleinere Übel. Und es ist machbar, weil Stand der Technik. Wer dann noch mit EE-Methan heizen will kann das schon machen, aber das ist dann Kacke, äh, teuer.

Jedes Jahr importieren wir fossile Energieträger für deutlich mehr als 50 Mrd. EUR.

Wisst Ihr, wieviele GW PV und WKA man dafür jährlich zubauen kann, mit einem hohen Anteil an Wertschöpfung im Inland?

(Wertschöpfung im Inland: Das Geld bleibt hier und nicht bei Putin!)

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 30.06.2020 11:28:59
1
2981100
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Und alle fossilen Brenner gehen WP austauschen wird Jahrzehnte dauern.


Hat jemand behauptet, dass das von heute auf morgen passiert?
Es darf doch gerne 20 oder 30 Jahre dauern bis wir bei all electric angekommen sind aber das Ziel wohin man will muss klar sein.
Da sind uns die Chinesen klar voraus. Die stellen sich einen 30 Jahresplan auf und setzen ihn auch um. In Deutschland wird leider oftmals nur in einer Legislaturperiode gedacht.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.06.2020 12:51:05
1
2981117
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Gerade haben wir 70 GW im Stromnetz, 40-50 GW PV und WKA, nur ca 15-17 GW stammen aus Atomstrom, Kohle und Gas.
5 GW kommen leider als Grundlast aus Biomasse.

Wir haben in D allein für Dachflächenanlegen ein Potenzial mind. des Dreifachen der derzeitigen PV-Installation[...]

Ist doch einfach mit 1kW WKA etwas über 100€ und 1kW Solar mit Mix Dach / Industridach/ Freifläche unter 1000€ im Jahr sind das für 50 Mrd je jahr ganz efach 25 GW WKA + 25 GW pV je Jahr. Und in 8 Jahren ist man aus dem gröbsten raus....

Verfasser:
crink
Zeit: 30.06.2020 12:57:00
0
2981122
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
bisher hatte ich noch keinen Tag gesehen, wo wir bei 100 % EE-Strom lagen - und das im Sommer mit viel Wind.

Hallo Rudi,

die höchsten EE-Anteile gibts meistens im dunklen Halbjahr:
2020: 22.2. bei 78,5%
2019: 8.6. bei 77,2%
2018: 8.12. bei 74,7%
2017: 24.12. bei 74,1%
2016: 26.12. bei 68,3%
2015: 26.12. bei 61,5%

Allerdings sind das die Anteile an der Nettostromerzeugung. Wenn Du den Export rausrechnest, dann landest Du an diesen Tagen ab 2017 ungefähr bei EE-Vollversorgung.
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Und alle fossilen Brenner gehen WP austauschen wird Jahrzehnte dauern.

Der Austausch wird dauern, das hast Du richtig erkannt. Die Sanierungsquote ist zu niedrig, es gibt zu wenig Heizungsbauer und deren (Fort-)Bildungsstand bzgl. energieeffizientem Heizen mit WP ist noch verbesserungsbedürftig. Sehr viele WP-Bauvorhaben werden nicht nach "keep it simple"-Maßstäben geplant und erzeugt zu viel Aufwand.
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Und nicht jedes Haus kann mittels WP beheizt werden, auch wenn dies die WP-Fraktion Mantraartig immer wieder behauptet.

Was kann oder nicht kann entscheiden verschiedene Kriterien. Die wichtigsten sind im Normalfall Geld, Geld, Geld und außerdem Geld. Sorgt die Regierung dafür, dass der klimafreundlichste Weg auch der kostengünstigste ist, dann wird der Anteil von Altbauten, die mit WP beheizt werden "können", stark ansteigen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 30.06.2020 12:59:03
0
2981123
Ja, super!!

Dann stellt euch doch einfach die Frage, warum nur so wenige auf dieses "attraktive Angebot" zugreifen?

Was nützt euch das dreifache Potential, wenn der Investor, sprich Hausbesitzer kein Geld für derartige Dinge hat bzw. ausgeben will?

Liegt es evtl. daran das die goldenen Zeiten auch für PV längst vorbei sind?

Verfasser:
OttoB
Zeit: 30.06.2020 13:13:22
0
2981131
50Ct/kWh ist nicht besser als 9Ct/kWh wenn der Invest erst mal mindestens ein Faktor 5 war und weniger Ertrag pro m2 hat...

Du glaubst nur an große Zahlen Rudi aber Kleinvieh macht auch Mist! Mehr als man denkt...

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 30.06.2020 13:27:11
0
2981142
Oh, da unterschätzt du aber die damalige üppige EEG-Vergütung. Und vor allem: Seinerzeit speisten WR mit max. 110% ins Netz ein = 5,046 kW.

Pro Jahr spült mir die PV ca. 3000 € netto in meine Kasse zzgl. der ca. 400 € die von der STA an Brennstoffersparnis etc. dazu kommen.

PV & ST sind längst bezahlt, diese Rendite würde mir keine heutige PV&WP bringen.

Setze ich noch meine ca. 1000 € Stromkosten p.a. dagegen liege ich immer noch bei ca. 2000 € im Plus. Ach-ja, Heizkosten anteilig: 200 € p.a.

Das sind die Winner-Points für damalige Früheinsteiger.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 30.06.2020 13:30:03
0
2981144
Und jetzt rechne doch mal real was die Paradigma gekostet hätte und die PV gekostet hat dagegen. Da wird kein großer Unterschied sein.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 30.06.2020 13:34:47
0
2981148
Kosten der PV seinerzeit: ca. 25.000 €, Paradigma ca. 15.000 €. Hätte es den damaligen VS-Fall nicht gegeben würde die alte STA heute noch vor sich hinwerkeln.

So what?

Btw: Heizöl z. Zt. < 50 Ct!

Verfasser:
MaJen
Zeit: 30.06.2020 13:53:32
0
2981156
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Und nicht jedes Haus kann mittels WP beheizt werden, auch wenn dies die WP-Fraktion Mantraartig immer wieder behauptet.[...]


Von absolut jedem Haus spricht hier keiner, aber von dem weit überwiegenden Gebäudebestand:
Das behaupten auch kluge und insb. unabhängige Wissenschaftler:

Fraunhofer IEE: Grünen Wasserstoff nicht verheizen (2020):


Selbst in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland besteht ein ausreichendes Potenzial von Windkraft und PV, um die hohen Nachfragepotenziale einer direkten Stromnutzung in den Bereichen Elektromobilität, Industrieprozesswärme und Gebäudewärme zu versorgen. Für die Wärmepumpentechnologie bestehen mittlerweile umfassende Lösungen, um den für einen schnellen Markthochlauf teilweise notwendigen Einsatz in unsanierten Bestandsgebäuden generell und
auch für Luft-WP effizient zu ermöglichen. Dabei kann die Versorgungssicherheit in einem wetterabhängigen Energiesystem in der kalten Dunkelflaute trotz sehr hoher Anteile direktelektrischer Nachfrage mit moderaten zusätzlichen Leistungen von Gasturbinen zu geringen Mehrkosten gewährleistet werden. Auch wenn in einem zukünftigen Energiesystem mit hohen absoluten Kostensteigerungen beim Netzausbau insbesondere für Verteilnetze zu rechnen ist, zeigt sich, dass Wärmepumpe keine Herausforderung für den Netzausbau sind und in Zukunft auch nicht werden. Kostentreiber sind der EE-Ausbau zu Erreichung der Klimaziele generell und die Elektromobilität. Der Kostenanteil für WP ist geringer und auch bezogen auf die Investitionskosten von Wärmepumpen gering.


In Bestandsgebäuden werden allerdings oft höhere Temperaturen genutzt, als für die
Beheizung notwendig wäre. Ist der Heizkreis hydraulisch nicht abgeglichen, kommt es zu Kurzschlussströmungen und in der Folge zu einer Anhebung der Rücklauftemperatur. Zur Vermeidung von ungleichmäßiger Wärmeverteilung wurde die Heizungswasser-Umwälzpumpen größer dimensioniert und/oder die Vorlauftemperatur höher eingestellt, als eigentlich nötig. Darüber hinaus ist oftmals die Heizkurve so eingestellt, dass auch in der Übergangszeit noch ausreichend Heizleistung zur Verfügung steht (z.B. für das Aufheizen des Gebäudes nach einer Nachtabsenkung). Dabei wurde die Rücklauftemperatur oftmals nicht auf die Auslegungstemperatur bezogen, sondern erhöht.
Zudem liegen gegenüber dem Auslegungsfall des Gebäudes in der Regel bereits Verbesserungen der Bausubstanz vor (z.B. zweifach verglaste Fenster), was nachträglich zu überdimensionierten Heizflächen führt. Des Weiteren wird wegen der Vermeidung des Taupunktes von Öl-Niedertemperaturkessel eine höhere Temperatur angestrebt. Entsprechend dieser verallgemeinerten Situationsbeschreibung besteht ein hohes Potenzial die benötigten Heizvor- und Rücklauftemperaturen zu optimieren - durch neue Umwälzpumpen, Einstellen der Heizkurve und hydraulischen Abgleich [7] – und Bestandsgebäude für den Einsatz von Wärmepumpen nutzbar zu machen. Speziell die Hydraulik in Bestandsgebäuden ist durch den Einsatz von Invertergeräten (Luft-WP) oder gut dimensionierten FixSpeed-Wärmepumpen mit Pufferspeichern (Erd-WP) einfach zu beherrschen [51].
Auch im Bereich Trinkwarmwasser kann über die Nutzung der Kellerluft oder in Mehrfamilienhäusern durch die Vermeidung der Legionellenproblematik mittels Etagenwärmetauschern bzw. Frischwasserstationen die Temperaturanforderung reduziert werden.
Speziell für Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser, egal welchen Alters, können Konzepte der seriellen Sanierung (z. B. Energiesprong aus den Niederlanden) eingesetzt werden, um eine große Anzahl relativ gleichartiger Gebäudeveränderungen zu standardisieren und dann sowohl schneller als auch günstiger umzusetzen.

Zusätzlich können, um niedrigere Vorlauftemperaturen in Bestandsgebäuden zu erreichen, Gliederradiatoren (Guss, Stahl oder Stahlrohr) durch Flächenheizungen (Fußboden, Wandheizung, Randleistenheizung) oder Niedertemperaturheizkörper ersetzt werden.
Bei Heizkörpern bestehen die Optionen große flache Oberflächen (mit viel Strahlungswärme), oder tiefere Konvektoren mit natürlichem Auftrieb oder sogar mit Gebläse zu nutzen [7]. In vielen Fällen reicht es bereits aus, nur einzelne Räume z.B. dem Badezimmer, den Heizkörper zu tauschen [51]. Ist in einem Bestandsgebäude weder eine Verbesserung der Gebäudedämmung noch ein Austausch von Heizkörpern möglich, können Hochtemperaturwärmepumpen für Vorlauftemperaturen bis 70 °C eingesetzt werden.
Alternativen sind hybride oder bivalente Systeme, bei den in Fällen, in denen eine Maximallast benötigt wird, ein Heizstab oder ein konventionell gefeuerter Spitzenlastkessel (Gas, Öl, Pellet) unterstützend hinzugeschaltet wird. In einem Sanierungsfahrplan für ein Gebäude kann hier bereits frühzeitig eine Wärmepumpe eingebaut werden und nach späterer Senkung des Wärmebedarfs durch Sanierung kann der konventionelle Kessel stillgelegt werden. In denkmalgeschützten Gebäuden /Fachwerk sowie Mehrfamilienhäusern die auch später nicht vollsaniert werden, können auch dauerhaft Hybrid-Kompaktanlagen installiert werden [7].

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 30.06.2020 13:57:22
0
2981160
Zitat von SolarMB Beitrag anzeigen
Kosten der PV seinerzeit: ca. 25.000 €, Paradigma ca. 15.000 €. Hätte es den damaligen VS-Fall nicht gegeben würde die alte STA heute noch vor sich hinwerkeln.

So what?

Btw: Heizöl z. Zt. < 50 Ct!


40k€ Invest und 3,4k€/Jahr Ersparnis/Einnahme -> ROI 11,8 Jahre
Eine heute errichtete PV schafft einen ROI unter 10 Jahre. Wo ist jetzt das Problem?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.06.2020 14:02:00
0
2981165
Zitat von MichaelKo Beitrag anzeigen

40k€ Invest und 3,4k€/Jahr Ersparnis/Einnahme -> ROI 11,8 Jahre
Eine heute errichtete PV schafft einen ROI unter 10 Jahre. Wo ist jetzt das Problem?

Naja... Bei deiner Rechnung subventioniert die PV die ST. Kann man machen. Muss man aber nicht...

Verfasser:
OttoB
Zeit: 30.06.2020 14:11:37
0
2981172
Für 25T bekomme ich im Moment eine 30kWpeak Anlage ohne Eigenleistung, bei Ost-West liefert die mir so 80% von dem Maximum von einer Südanlage mit 1000kWh/kWp also sag mal so 24MWh, die 70% Abregelung wird nicht oft greifen weil die Anlage weich abgeregelt wird und bei Ost-West sowieso nicht so problematisch ist als bei einer reine Südanlage. Die 24MWh speise ich ein und bekomme dafür 2160 Euro Vergütung. Ich kann sie aber nicht alle einspeissen weil ich ja eigenverbrauch habe, volleinspeisen ist jetzt doof. Bei nur 40% Eigenverbrauch, (ich habe 7500kWh Verbrauch im Jahr) müsste ich 3000kWh abziehen von dem 24MWh und dann bleiben nur 1890 Euro übrig aber ich muss für 3000 kWh keine 30Ct/kWh zahlen, reduzierte EEG Umlage noch ab und habe dann 3000*27,3Ct = 819 Euro Vorteil, insgesamt dann 1890 + 819 =2709 Euro Profit. So weit ist die 2700 nicht von deiner 3000 ab. Versteuern muss ich das noch aber da stehen die 1250 Euro Abschreibung, Zinsen, Messstellenbetrieb, wasauchimmer noch steuerlich geltend zu machen

Gerechnet wurde mit 9Ct Vergütung, vielleicht solte man das reduzieren auf 8 aber dann gehen 11% vom Ertrag ab also so 2350 Euro oder so.

Wenn ich Fehler gemacht habe bei der Berechnung bitte korrigiere mich.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 30.06.2020 15:01:13
0
2981194
Wobei man bei Rudi seiner Anlage die dafür weniger belegte Dachfläche gegen halten muss (30kWp bekomme ich z.B. nicht auf mein Dach drauf) und er hat noch zusätzlich die STA dafür installieren können.
Von daher würde ich schon sagen er hat damals alles richtig gemacht.
Aber man kann seine Werte eben nicht auf Heute übertragen. Und es geht ja um die Zukunft und nicht was einmal war.

Verfasser:
OttoB
Zeit: 30.06.2020 15:21:01
0
2981203
Ja es stimmt schon dass man nur so 200W/m2 bekommt, bei 30kWp sind das dann 150m2., das ist schon ein grosses EFH oder ein MFH. Ich bekomme die 30kWp auch nicht auf meinem Dach, das sage ich ehrlich, letzter Schätzung war so 18 kWp. Dieses Beispiel ist auch eigentlich nur dafür da Rudi zu zeigen dass dieses Kleinvieh verdammt viel Mist produziert, fast so viel wie seine Anlage.

Meine 40% aus eigene Produktion ist möglicherweise noch zu klein, ich kann es nicht richtig einschätzen wie dad Profil im Winter sein wird und wie viel von dem Verbrauch tagsüber liegen wird und wie viel Ertrag dann da ist.

Ich habs aber öfter gesagt und wiederhole mich gerne. ja Rudi hat alles richtig gemacht aber er kann nicht behaupten dass früher alles besser war als jetzt.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.06.2020 15:35:30
2
2981214
Zitat von OttoB Beitrag anzeigen
Jja Rudi hat alles richtig gemacht aber er kann nicht behaupten dass früher alles besser war als jetzt. [...]

Doch, kann er behaupten. Aus seiner Sicht ist es tatsächlich so. Früher hatte er aufgrund des unbelegten Daches keine Einschränkungen. Aufgrund seiner damaligen Entscheidungen sind seine wirtschaftlichen Optionen heute reduziert. Da hatte er es früher definitiv besser... Heißt aber nicht, dass sein Investitionspfad über das gesamte Zeitfenster nicht optimal war/ist. Müßte man halt die verschiedenen Pfade inklusive Opportunitätskosten durchrechnen.

Verfasser:
OttoB
Zeit: 30.06.2020 15:37:36
1
2981217
Gut wenn er nur für sich argumentieren würde ja dann war früher alles besser, leider schreibt er in ein öffentliches Forum ziemlich allgemeine Sätze dazu und dann kommen Leser die ihn nicht kennen mit der falsche Schlussfolge aus dieser Diskussion.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 30.06.2020 15:55:41
0
2981225
Was hat sich denn in Sachen PV alles verschlechtert:

- 70% Regelung

- wenn ich nicht irre, > 10 kWp Sonnensteuer

- schlechtere EEG-Vergütung

- bereitstellen von Netzdiensten

Unter heutigen Bedingungen würde ich evtl. keine PVA installieren wollen, oder zumindest weit unterhalb 10 kWp.

Zumindest habe ich mir aufgrund meiner sehr frühen Festlegung in Sachen ST und PV mir keine zukünftige Optionen verbaut, bin auch nicht Getriebener in Sachen Kesseltausch etc.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.06.2020 16:21:52
0
2981235
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Die Kombination Gas und Solar ist im Vergleich zu Wärmepumpe und Fotovoltaik beim Thema CO2 Ausstoß ganz hinten.

Da PV als Erfüllungsoption zur regenerativen Baupflicht im GEG nunmehr fest verankert ist, dürfte das der Markt-Zukunft der ST wohl den Rest geben.


Da empfehle ich, zunächst mal den § 36 GEG zur Kenntnis zu nehmen.

Die Anforderung nach § 10 Absatz 2 Nummer 3 ist erfüllt, wenn durch die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien nach Maßgabe des § 23 Absatz 1 der Wärme-und Kälteenergiebedarf zu mindestens 15 Prozent gedeckt wird. Wird bei Wohngebäuden Strom aus solarer Strahlungsenergie genutzt, gilt die Anforderung bezüglich des Mindestanteils nach Satz 1 als erfüllt, wenn Anlagen zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie mit einer Nennleistung von mindestens 0,02 Kilowatt je Quadratmeter Gebäudenutzfläche installiert und betrieben werden.

Bei einer für D typischen Gebäudenutzfläche bis ca. 150m² für ein EFHH sind das PV Anlagen bis 3kWp

Nach einer aktuellen Einschätzung der Wirtschaftlichkeit für diese Anlagengrößen durch die Verbraucherzentrale NRW sind Anlagen dieser Leistungsklasse in Auswertung einer Untersuchung der HTW Berlin unter den Bedingungen 2020 unattraktiv geworden.

Preisindex: Sinkende Solarförderung bedroht Wirtschaftlichkeit kleiner Photovoltaik-Anlagen

Trotz der klaren Preisrückgänge sinkt die Wirtschaftlichkeit auch der größeren Anlagen“, sagt Thomas Wennmacher, Experte für Finanzierungsmodelle in der Energiewende bei der Verbraucherzentrale NRW.

Neue Anlagen bis 4 Kilowatt Leistung seien bereits nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.


Die Wirtschaftlichkeit von Solarwärmeanlagen steigt dagegen durch die Einführung der CO2 Bepreisung auf die Energieträger Gas und Öl im Zeitbereich bis 2025 absolut sicher an.

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 30.06.2020 16:49:05
1
2981243
Die Wirtschaftlichkeit von Wärmepumpen steigt dagegen durch die Einführung der CO2 Bepreisung auf die Energieträger Gas und Öl im Zeitbereich bis 2025 absolut sicher an.

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 30.06.2020 16:52:06
1
2981244
Und was ist mit der STA im GEG? Mindestens 15% des Energiebedarfs müssen durch die STA gedeckt werden. Gehen wir von 10.000kWh im Jahr aus sind das gerade mal 1500kWh.
Die STA spart mit jeder kWh Wärme aber nur 6cent Gas ein also in diesem Beispiel gerade mal 90€/Jahr (!!!) und der Grundbedarf für den Hausstrom verringert sich nicht.

Wenn ich mit WP heize und 3kWp annehme, dann erzeuge ich ca 3000kWh/Jahr, davon lassen sich etwa 70% Eigenverbrauchen (Haus und Heizen), was meine Nebenkosten um 630€/Jahr verringert.

Wie viel kostet eine 0815 Alibi STA für die 1500kWh? 2000€? ROI =22 Jahre und ich habe jedes Jahr immernoch meinen Hausstrom.

Was kosten 3kWp? 1500€/kWp? ROI = 7 Jahre und ich habe deutlich reduzierte Nebenkosten.

Das ist doch wieder ein klares Signal gegen STA und pro WP+PV!
Das GEG wird das Ende der STA im Neubau noch schneller besiegeln...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 30.06.2020 17:20:18
0
2981250
Zitat von MichaelKo Beitrag anzeigen
Und was ist mit der STA im GEG? Mindestens 15% des Energiebedarfs müssen durch die STA gedeckt werden. [...]


Ausgelegt wird nach

§ 35 Nutzung solarthermischer Anlagen

Die Anforderung bezüglich des Mindestanteils nach Absatz 1 gilt als erfüllt, wenn
1.
bei Wohngebäuden mit höchstens zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,04 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche installiert und betrieben werden und
2.
bei Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen solarthermische Anlagen mit einer Fläche von mindestens 0,03 Quadratmetern Aperturfläche je Quadratmeter Nutzfläche installiert und betrieben werden.


D.h. EFH bis 150 m² bis 6 m² Aperturfläche

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 30.06.2020 17:32:08
0
2981255
D.h. EFH bis 150 m² bis 6 m² Aperturfläche


rechnet sich dann ab 6 Personen, oder?

Bitte mal verrechnen.

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