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Alternativen zum RGK gesucht dank Wasserschutzbehörde
Verfasser:
guyde
Zeit: 06.06.2020 13:40:04
0
2972284
Guten Tag zusammen,

eigentlich wollten wir unser neues Zweifamilienhaus (300qm, laut Heizlastberechnung 10kw) mit 56m senkrechten Ringgrabenkollektoren ausstatten. Bereits im letzten Sommer hat der ausführende Betrieb telefonisch das OK bei der Wasserschutzbehörde eingeholt, der Architekt zu Beginn des Jahres zur Sicherheit noch einmal (das Grundstück mit 700qm liegt in einer Wasserschutzzone 3b im Südwesten Deutschlands).

Laut waempepumpe.de beträgt die Norm-Außentemperatur ca -10,8°.

Auf dem Süd/Südost Dach wird eine 22kw PV Anlage ihren Platz finden. EIne 11.000 Liter Zisterne ist ebenfalls geplant.


Nun kam die schriftliche Ablehnung des Behörde, die neue sachbearbeitende Person teilt die Auffassung der/ des Vorgängers/ Vorgängerin nicht. Der mögliche HHW-Stand sei zu hoch, der Kollektor würde beim höchsten Hochwasserstand gut einen halben Meter reinragen. EIne Abdichtung unter dem Kollektor würde dann nichts mehr bringen. Paradoxerweise wären bei dem Wasserstand sämtliche Keller der Gegend vollgelaufen, woran sich selbst die älteren Semester nicht erinnern können.

Soweit so ungut, jetzt geht das Spiel mit der Wärmequelle von vorne los.


- Erdsondenbohrung wäre nur möglich, wenn die Sonde mit destilliertem Wasser betrieben wird. Bekannte von uns sind diesen Weg vor drei Jahren gegangen und haben für 13kw drei Sonden je 130m in die Tiefe bohren lassen. Damals lag es preislich bei ca 25k € netto für die Bohrung. Ja wir wohnen nicht weit weg von Staufen, gerade bei den Nachbarn gibt es massive Vorbehalte. Ich überlege, die Vorbehalte aus dem Weg zu räumen und die preisliche Kröte schlucken zu müssen.

- Die Ringgrabenkollektoren mit destillertem Wasser zu betreiben scheint wohl unmöglich. Gibt es Erfahrungswerte ala "um wieviel muss der Kollektor überdimensioniert sein, dass er ohne Frostschutz betrieben werden kann?" Eine Versickerung über den Kollektoren wäre möglich - scheint mir aber zu riskant, sich darauf im Ernstfall verlassen zu müssen.

- Es gab ja schon hier im Forum Versuche, über eine Zisterne zu heizen. Dass 11.000 Liter im Winter nicht reichen werden (ohne Regeneration), scheint plausibel. Gibt es erprobte Ansätze, gerne auch mehr Wasservolumen in Zisternen zu regenerieren?

- Eine Luftwärmepumpe kommt eigentlich wegen der potentiellen Lärmentwicklung nicht in Frage. In einem benachbarten Neubaugebiet kann man sich die Kästen draußen anhören, in der Form wäre das auf keinen Fall etwas für uns. Schall per se ist ein subjektives Empfinden.
Gibt es mittlerweile dennoch Möglichkeiten, die Luft-WPs im Schallschutz zu verbessern? (Ich überlege ernsthaft, ob es helfen würde, unter den Carport eine Fertiggarage setzen zu lassen und die LWWP oder das Außengerät dort zu verstecken.)

- Fertige Eisspeicher eines gewissen Herstellers scheinen wohl die wenigsten verbaut zu haben, oder gibt es mittlerweile Erfahrungswerte, die ich überlesen habe?

- Gas, Pellet, Holz scheiden komplett aus ;)

Ja, ich bin ziemlich frustriert und maximal ratlos. Da freut man sich auf die RGKs und zack kommt der Hammer. Falls ihr gute Ideen oder Alternativen habt, wäre ich euch über Hinweise sehr dankbar.

Vielen Dank und beste Grüße
Guyde

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.06.2020 14:15:50
0
2972298
Das tut mir Leid.

Ein Ringgraben ohne Frostschutz ist m.M. leider keine realistische
Option.
Hier mal eine noch in der Tiefe aufgeblasene Version eines Vorschlags
den ich binga gemacht hatte:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=UJiTUs99A2E10PKMAeL2
Selbst damit wäre ein Betrieb ohne Frostschutz nicht möglich.
Erst ab ca. 5facher Überdimensionierung vielleicht eine Option...

Wie sieht es denn mit einer Wasser/Wasser-Wärmepumpe aus, die
kam bei Deinen Alternativen nicht vor?

Manchmal werden auch DV-Erdwärmepumpen wohl in Wasserschutz-
gebieten genehmigt.
Da gibt es Heliotherm Geräte mit Kältemittel Propan:
https://www.heliotherm.com/produkte/waermepumpen/natural-technology-waermepumpe/kategorie/natural-technology-waermepumpe/

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.06.2020 14:26:06
0
2972303
Verfasser:
guyde
Zeit: 06.06.2020 14:40:15
0
2972312
Vielen Dank Winni für Deine Rückmeldungen und die ehrliche Einschätzung. die fünffache Fläche kriegen wir nicht ansatzweise unter ;)

Ich wollte am Montag noch einen Versuch starten, der Behörde ein Frostschutzmittel auf Ethanolbasis anzubieten. Das hat wohl hier im Forum bei dem einen oder anderen funktioniert.

Die Wasser/Wasser Variante wurde uns im Sommer 2019 auch angeboten. 20.000 € für eine Probebohrung, weitere 25.000 € für Errichtung des Entnahme- und Schluckbrunnens und vor allem inklusive Behördenkommunikation (diesmal Bruttopreise). Das hat uns damals doch abgeschreckt, 20.000 € für die Probebohrung (mit ungewissem Ausgang) zu investieren...

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.06.2020 14:50:30
0
2972317
Gerne.

45000,-- ist der Wahnsinn oder liegen da besondere Erschwernisse
für den Brunnenbau vor??
Vielleicht mal noch ander Firmen anfragen?

Grüsse

winni

Verfasser:
lobau01
Zeit: 06.06.2020 15:18:35
0
2972322
Hallo,

nur das ich nichts falsch verstehe.
Eine WW WP
Würden die genehmigen?

Grüße

Verfasser:
guyde
Zeit: 06.06.2020 15:25:25
0
2972327
@ winni: Laut Haustechniker sind schon dickere Steine zu bohren: Es war bei einer "normalen Brunnenbohrung" - ca 400m Luftlinie entfernt - schwierig, zu bohren. Der Regelstein hatte eine Kantenlänge zwischen 80 cm und 100 cm. Der Preis hat uns so abgeschrocken, dass wir erst gar nicht über Vergleiche nachgedacht haben. Aber ein Versuch ist es allemal noch wert!

@ lobau01: So war es zumindest am Telefon im letzten Sommer (Nachtrag: Mit Zwischenwärmetauscher) :) Sehr guter Punkt, vielleicht sieht das die neue Sachbearbeitung plötzlich auch völlig anders...

Verfasser:
Ritzel
Zeit: 06.06.2020 15:37:02
0
2972331
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Gerne.

45000,-- ist der Wahnsinn oder liegen da besondere Erschwernisse
für den Brunnenbau vor??
Vielleicht mal noch ander Firmen anfragen?

Grüsse

winni


Ich wollte 2019 ursprünglich auch unsere Ölheizung durch eine Grundwasser-Wärmepumpe errichten. Das Angebot für die Bohrungen 10 m Entnahme- und 5 m Schluckbrunnen von einer Fachfirma betrug damals ca. 5500 €. Die erforderlichen Tiefbauarbeiten im Bestand (kein Neubau) bis zur Kelleraußenwand hätten ca. 7000 € und der Sachverständige für Gutachten und Abnahme ca. 1000 € gekostet. In Summe also für die Außenarbeiten 13500 €.

Das Projekt ist damals auch aufgrund des hohen Eisen- und Mangangehaltes des bei uns anstehenden Grundwassers nicht zur Ausführung kommen. Ich wollte lediglich die Kosten darstellen, damit Du einen Vergleich als Maßstab zur Abschätzung hast.

Gruß
Ritzel

PS: In Bayern ist die Rechtslage so, dass die Wasserrechtsbehörde eine Erlaubnis nach Art. 70 BayWG erteilt, wenn ein positives Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen für Wasserwirtschaft vorgelegt wird.

Verfasser:
lobau01
Zeit: 06.06.2020 15:40:28
0
2972333
Ich habe verstanden das die LWP aus Schall Gründen eher nicht in Frage kommt.
Allerdings,
als Alternative mit einer hübsch ausgeführten zus Schallschutz Haube?!?

<> *Schimpfwort* 45.000.- teurer WWWP.

Grüße

Verfasser:
lobau01
Zeit: 06.06.2020 15:43:25
0
2972336
@Ritzel
Die Werte klingen plausibel.

Wundern muss ich mich über die Experten.
10m Entnahme, 5m Schluckbrunnen 8-)
Umgekehrt o.k. aber so ist es für mich verkehrt.

Grüße

Verfasser:
guyde
Zeit: 06.06.2020 16:13:09
0
2972347
Habt vielen Dank für die Vergleichspreise. Gut, dass es nur bei dem einen unverbindlichen Gespräch bei diesem Haustechniker geblieben ist...

Ich kenne nur wenige LWWPs von der Straße aus (meist Außengeräte, auch welche im Keller) und mich würde solch ein Geräusch auf dem Grundstück schon stören. Daher die Idee, einen separaten "Keller" unter den Carport zu setzen das Ding dort reinzustellen und mit Trial and Error die Zu- und Abluftleitung so zu verlegen, dass man nichts mehr hört.

Ein Außengerät finden wir aus optischen Gründen (ja sehr subjektiv) nicht passend. Die Fassade im Rhombusprofil, Holzbau und dann der Kasten davor... Naja Geschmackssache ;) Im Garten kommt es auf keinen Fall in Frage und hinter dem Carport grenzt auch recht früh (ca 5 Meter) das Nachbarhaus seitlich an....

Der bayrische Weg über einen Gutachter ist meines Wissens nach in BW nicht möglich, zumindest habe ich keine passende Passage mit dem Schlagwort "sachverständ*" gefunden (wie im bayrischen Gesetz).

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 06.06.2020 16:15:08
0
2972348
Zitat von guyde;2972284[break
- Es gab ja schon hier im Forum Versuche, über eine Zisterne zu heizen. Dass 11.000 Liter im Winter nicht reichen werden (ohne Regeneration), scheint plausibel. Gibt es erprobte Ansätze, gerne auch mehr Wasservolumen in Zisternen zu regenerieren?
[...]


Habt ihr grundsätzlich hohen Grundwasserstand?
Kennst du den normalen jahreszeitlichen Verlauf?
Eventuell eine Wasser/Wasser möglich mittels Schluckbrunnen.
Der zuständigen Person darlegen wie der RGK ausgeführt, dicht mit Alkohol/Wasser Gemsich (Ethanol) und in einem Stück durch den Garten verläuft. Außerdem ein Überwachungssystem die Dichtheit dauerhaft überwacht.

Anderer Ansatz falls dies untersagt wird, die Zisterne wird eventuell als dicht angesehen.
Nach meiner Kenntnis gibt es Schachtringe mit Böden bis 2,5m Innendurchmesser.
Hier einige "Zisternen" in den Garten zusammen schließen mit entsprechenden Abstand. Der Abstand sollte schon 3-4 Meter betragen um Erdreich zu erschließen, im inneren werden die Sole Leitungen eingelegt. Habe aber von einer solchen Variante noch nicht gelesen, vom Prinzip her müsste das funktionieren. Es wäre hier vorteilhaft wenn außen Wasser anliegt. Innen wird dauerhaft ein gewisses Niveau aufrecht erhalten, düfte immer noch günstiger als eine Bohrung bei euch sein.
Welcher Boden ist vorhanden?
Drei Betonzisternen mit 2,5m Innendurchmesser, 3m Höhe haben ein Maxvolumen von 44m³, wenn man 1m Randzone unter dem Boden sowie Seite hier annimmt, erschließt man ca. 190m³ Volumen. Dies wird aber noch nicht reichen wenn kein Wasser hier dauerhaft anliegt. Es geht hier nur um den Ansatz wie man dies eventuell umgehen könnte.
DV natürlich auch anfragen


Wolfgang

Verfasser:
Ritzel
Zeit: 06.06.2020 16:45:00
0
2972359
Zitat von lobau01 Beitrag anzeigen
@Ritzel
Die Werte klingen plausibel.

Wundern muss ich mich über die Experten.
10m Entnahme, 5m Schluckbrunnen 8-)
Umgekehrt o.k. aber so ist es für mich verkehrt.

Grüße


Ich habe das zwar nur aus dem Gedächtnis so geschrieben, aber jetzt extra nochmal nachgeschaut. Der Sachverständige hatte vorgegeben 10 m Entnahme und 5 m Schluckbrunnen. GW steht bei uns ca. 1,5 m unter Gelände an. 10 m Entnahme ist für mich aber auch plausibel, eher hätte ich Probleme zu akzeptieren, dass der Schluckbrunnen 10 m tief sein muss, wenn das GW schon nach 1,5 m ansteht.

Gruß
Ritzel

Verfasser:
lobau01
Zeit: 06.06.2020 16:52:37
0
2972361
Hallo,
ja ich hab nicht zum ersten Mal Auffassungsunterschiede mit anderen ;-)
Ich bin kein SV oder Brunnenbauer.
Bei GW 1,5 m , würde ich in 2m entnehmen.
Und mein Schluckbrunnen wäre bei 4-8m.
Ich entnehme in 2m, leite das durch die WPwo ich eine Abkühlung zw 1und 5K habe, dieses abgekühlte Wasser gebe ich in mind. 2m tiefer als Entnahme wieder zurück.
Lt Physik steigt das Kalte Wasser nicht auf und das Warme wird nicht absinken.
Und der Saugheber funktioniert pipifein.

Obwohl ich kein Brunnenbauer bin,
baue ich meine Brunnen UND WPs selber.
Ja, sie funktionieren trotzdem :)

Grüße

Verfasser:
guyde
Zeit: 06.06.2020 16:57:11
0
2972363
Danke erstmal, dass Ihr euch alle die Mühen macht! Das tut auch im Kopf gerade gut, dass man nicht alleine dasteht...

Leider ist die Person nächste Woche im Urlaub, aber den Anlauf werden wir noch starten:
- Ethanol als Sole (Verweis auf https://www.arbeits-umweltschutz.tu-berlin.de/menue/umweltschutz/grundwasser_und_grundwasserschutz/wassergefaehrdende_stoffe)
- Druckwächter

Die Darstellung eines Leckagefalls durch senkrechte Kollektoren (9L Gemisch kämen raus) hat die Person nicht überzeugt.

Bezüglich Grundwasserstand wird eine Mess-Stelle in ca 700m Entfernung zugrunde gelegt (Neubaugebiet, jedoch in Zone 3a). Dort wird der zu erwartende - nicht der gemessene - Höchsthochwasserstand gutachterlich geschätzt, ca 2,5m. Wiederrum 200m weiter steht die zweite Mess-Stelle mit gutachterlichen 4,5m HHW.

Real vorkommendes Grundwasser hat keine der Nachbarn jemals bemerkt, der Bodengutachter bei unserem Grundstück hat bei den Bohrungen auch nichts erwischt. Da wird es leider nichts mit den drei Zisternen, die im Grundwasser stehen. Vielleicht hilft es irgendwem anders mal als Denkanstoß weiter ;)

"Der Grundwasserspiegel wurde nicht durchstoßen. Der Bemessungswasserspiegel
des Grundwassers liegt in nicht bauwerksrelevanter Tiefe.
"

Zum Thema Boden: Kies GU 3, stark sandig, stark steinig, schwach schluffig, mitteldichte Lagerung, graubraun, Bodengruppe GU. Ab 3,30 m kein Bohrfortschritt. So sieht er aus, sieht für mich als Laie nicht so schlimm aus wie im Gutachten zu lesen

Baugrube 1

Baugrube 2

Verfasser:
winni 2
Zeit: 06.06.2020 18:09:34
0
2972387
Das Heliozhermteil könntest Du auch in einen abgeteilten Bereich
ebenerdig innen aufstellen, wenn dieser Bereich gut mit Aussenluft
belüftet würde. (Sicherheitsmassnahme wegen dem Kältemittel
Propan)

Das ist auch von der Effizienz ein absolutes Stateoftheart-Gerät...
Bei dem es auch keine Prüfpflicht für das Kältemittel geben wird,
weil praktisch nicht klimarelevant.

Grüsse

winni

Verfasser:
Entropie
Zeit: 07.06.2020 13:39:19
0
2972657
Ganz ehrlich, bei NAT -10°C ist LWWP doch eine super Sache und leise sind die neuen Geräte allemal (z.B. Wolf CHA). Eine Holzumbauung des Gerätes lässt sich sicherlich auch kostengünstig erledigen, dann in 2m Entfernung noch ein Busch davor wenn es geht und fertig.

Verfasser:
guyde
Zeit: 07.06.2020 19:03:16
0
2972814
Wenn wir die LWWP - mi vertetbarem Aufwand - meiden könnten, dann werden wir das tun. Unser Sanitärler verbaut den Weishaupt Biblock, der wohl in Sachen Schallschutz weit vorne mitspielt (und auch von den Daten was taugt). Da müssten wir auf jeden Fall bei voller Lautstärke vorher "probehören"...


Heute durfte ich EInsicht in Dokumentation für zwei Tiefenbohrungen ca 80m entfernt nehmen (Jah 2017). Grundwasserzutritte wurden bei ca 28m festestellt... Noch habe ich Hoffnung ;)

Einen anderen Tipp für BaWü bezüglich geothermischen Informationen habe ich heute noch erhalten (Danke Andi).

LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU Vielleicht gibt es hier noch fundierte Informationen über die Tiefen und einzelnen Schichten...

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 08.06.2020 08:22:36
0
2972960
Stell doch nochmal wichtig klar dass du keinen Flächenkollektor mit Verteiler baust sondern der Verteiler für 2 bis 3 Kreise ins Haus kommt.

Somit gibt es keine anfällige Verbindung auserhalb des Hauses

Verfasser:
guyde
Zeit: 28.06.2020 21:16:43
0
2980579
Ein Update, wie die Sache bei uns ausgegangen ist:

Die Wasserschutzbehörde schlägt eine Einrichtung einer temporären Grundwassermessstelle und eine Stellungnahme eines Sachverständigen vor. Die Methodik und Dauer wird nicht festgelegt, genau darin sehe ich das Problem - nicht dass es später heißt "Ne akzeptieren wir nicht weil xy uns nicht passt."
Leider gibt es keine konkreten Grenzen, ab welchem Stand genehmigt werden würde und wann nicht. Zusätzlich müsse der Netzbetreiber des Trinkwasserbrunnens befragt werden.

Es geht der sachbearbeitenden Person ausschließlich darum, dass das Grundwasser zu keiner Zeit mit den Kollektoren in Berührung käme. Warum das so schädlich wäre, konnte mir nicht gesagt werden.

Man könnte jetzt argumentieren, dass es ein geringer Risiko sei, die Messstelle einzurichten, wenn 70 Meter weiter erst bei knapp 30 Metern Grundwasser angetroffen wurde. Die schwammigen Aussagen, wie es nach der Messung weitergeht, lässt uns gerade in Richtung Tiefenbohrung (2x150m) schielen.

8 Zisternen mit je 12.500 Liter als Eisspeicher hätten auch ihren Reiz, aber dafür kenne ich mich zuwenig in der Simulation der Speicher aus. Die Fertiglösung von Viessmann setzt wohl eine Wärmepumpe von denen aus, so dass die nicht in Frage kommt.


Dennoch vielen Dank für für die ganzen Anregungen!

Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.06.2020 22:20:57
0
2980606
Mein Beileid, da macht sich einer richtig wichtig, denke ich...:-(

Grüsse

winni

Verfasser:
HFrik
Zeit: 29.06.2020 22:19:41
0
2980963
8 Zisternen mit je 1500l, die man von innen beginnend nach aussen durchgefriert haben eine latente Wärme von 10000kWh "gespeichert". Wenn dei Haus gut gedämmt ist reicht das sicher, und über den Sommer taut das auch immer wieder auf, genauso wie ein FLächenkollektor. Wäre ja am Ende auch das gleiche, nur eben "doppelwandig", mit 100.000l Wasser zwischen den beiden Wandungen. Das Wasser zum Giessen würde im Sommer dann auch ganz sicher nicht ausgehen.
Ansonsten - bei denLWWp liegen zwischen einer "durchschnittlichen" LWWP von vor 10 Jahren und einer guten neuen etwa 20dB, also Schalleistung Faktor 100, da hat sich einiges getan.
Aber ein Fertigkeller (Fertiggarage würde vom Erddruck zusammengerdückt) als Hobbyraum und Aufstellort für eine LWWP, auf der einen Seite per Lichtschacht ansaugen, auf der anderen Seite an anderem Lichtschacht ausblasen, und Zweitnutzung als Hobbyraum, würde auch gehen. Ebenso wie die LWWP draussen in einem Häuschen mit Rhombusleistenverkleidung.
Alternativ Graswurzelkollektor + LWWP das würde aber teurer.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.06.2020 07:31:26
2
2981017
Hi,

vielleicht wäre https://www.naturspeicher.de/de/naturwaermespeicher.php
eine Option. Nachteil: Nutzererfahrungen sind rar.

Was die Stellungnahme des Sachverständigen angeht. Ich schätze, die Person hat selbst keine Cochones um eine Entscheidung zu treffen und will einfach das Risiko "auslagern" um im Falle des Falles die Schuld auf jemand anderen zu schieben.

Ansonsten, wenn ich darüber nachdenke, was all die Autos in den Wasserschutzgebieten an verschiedenen Stoffen verlieren und dazu die extrem unwahrscheinliche 9l Ethanolgemisch in Relation setze, dann weiß ich, in Dtl. ist das Auto heilig.

Grüße Nika

Verfasser:
lobau01
Zeit: 30.06.2020 08:24:51
1
2981030
Ich bin mir nivhtmal sicher, of der/diejenige weiß von was er spricht.
MMn müßte es richtig heißen:
- Oberflächennahes Wasser
- Grundwasser, das ist dann das 'echte' GW das in 10-30m Tiefe.

Bei uns sagt jeder, fälschlicherweise, GW zum oberflächennahen Wasser. Allerdings ist eine Sperrechicht in 10-12m Tiefe und erst darunter ist das GW.

Aba, Behörde hat halt 'immer' Recht :-(

Grüße

Verfasser:
guyde
Zeit: 30.06.2020 20:41:57
0
2981342
Guten Abend zusammen,

"die Behörde hat immer Recht" trifft es ganz gut. Erster Fall der neuen sachbearbeitenden Person, die mündliche Zusage des Vorgängers interessiert nicht, der Vorgesetzte kann sich auch nicht daran erinnern ;)

Paradoxerweise werden im Neubaugebiet 600m Luftlinie entfernt Tiefgaragen von Bauträgern teils ohne weiße Wanne oder Bentonit Abdichtung gebaut - aber das steht ja in keinem Leitfaden und ist ja nicht so kritisch *hust*.

Achja, als Auflage kam (entgegen der Leitlinie), dass nur Frostschutzmittel ohne Inhibitoren verwendet werden dürften. Von Coracon gäbe es tatsächlich etwas (eko lt f-15). Leider meldet sich die Firma, die den RGK senkrecht verbauen wollte, nicht mehr, ob die Befüllung mit dem Mittel für sie in Frage käme. Falls jemand noch einen gewerblichen Anbieter für RGK in BaWü kennt, freue ich mich natürlich über einen Hinweis.


- Luftwärmepumpe stand sogar ernsthaft im Raum mit der Lösung "verkleidetes Häuschen" bzw. Hecke. Der Heliotherm-Installateur meldet sich nicht auf die Anfragen, selbst Heliotherm entschuldigt sich dafür. Unser Sanitärler verbaut primär Weishaupt, die haben sogar eine Niederlassung in Malterdingen - dort kann man jedoch auch nicht probehören...

- Die Eisspeicher-Geschichte habe ich tatsächlich angefragt. 100cbm Speicher aus Beton verschlingen knapp 40k netto. Der Hersteller hat wohl auch mit der Produktion der Speicher bei den Fertigsystemen zu tun - es sei wohl peinlich genau darauf zu achten, dass ein Speicher von innen gefriert und der Eisblock nicht zu nah an die Wände kommt, da es sonst wohl auch zu Rissen in der Zisterne kommen kann.

- Die Idee mit acht einzelnen Zisternen ist auf jeden Fall günstiger - die Frage ist nur, wie man es so gescheit regelt, dass man nicht eine der Zisternen zum bersten bringt. Reihenschaltung scheidet aus, würde es nach Tichelmann vielleicht auch ohne Regelung funktionieren?

- Bei Fercher Abwasser-Wärmerückgewinnung habe ich mich auch erkundigt. Herr Fercher antwortet schnell und ist sehr behilflich, vielleicht wäre das eine mögliche Regenerationsquelle bei 6-7 Bewohnern im Haus.

Laut ENEV haben wir einen Heizwärmebedarf von 16.000 kwh bei 1400cbm beheiztem Volumen, ht Wert 0,248 ("dank" beheiztem Keller) und eine Heizlast von 10kw.

Gruß
Guyde

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