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Alle
Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 10.08.2020 11:40:59
1
2996808
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Und Du meinst solche Spielchen drehen die Tabelle?

Treibhausgase sollen Richtung 100% reduziert werden. Ob da jmd für 10% weniger Verbrauch eine Alibi STA baut oder weniger heizt, spielt eine geringe Rolle für dieses Ziel.


und Du meinst also, wir müssen nur alle ab sofort mit Strom heizen, egal wieviel man verbraucht, wie groß man baut, wieviel Wfl man pro Person bereitstellt, dann wird alles gut?
So wie der aktuelle Fall hier der irgendwo bei 8-9.000 kWh Strom für sein EFH aus 2010 mit WP verheizt?

Dann ist doch auch die Effizienz der WP völlig egal. Ob da jetzt ein Puffer 1/10 JAZ "kostet" ist dann doch völlig wurscht (halte ich pers. wirklich für überbewertet...ganz überwiegend entscheidend für bessere Effizienz ist die Heizkurve und die WW Temp und die kann nur der Nutzer auf sein Haus optimieren. Eine "zu hohe" Kurve oder WW Temp dem HB anzulasten halt ich für falsch, das ist nicht sein Job)

Ich sage: wer Heiz-Verbräuche (vor allem durch geringe Wfl/Person) senkt, zudem den dann hohen WW Anteil (>40%) zu großen Teilen über reg. Energie (ST) deckt, der soll (und wird) auch das Recht haben, eine günstige, einfache, stabile und tolerantere (Nutzerverhalten) Heizung auf Gas Basis zu verbauen, auch wenn das (noch) nicht CO2 neutral ist.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 10.08.2020 12:01:58
1
2996818
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


und Du meinst also, wir müssen nur alle ab sofort mit Strom heizen, egal wieviel man verbraucht, wie groß man baut, wieviel Wfl man pro Person bereitstellt, dann wird alles gut?
So wie der aktuelle Fall hier der irgendwo bei 8-9.000 kWh Strom für sein EFH aus 2010 mit WP[...]


Generelle Aussagen wie „alle“ sind Schwierig, Ich denke da auch an effiziente Fernwärmenetze, aber tendenziell ist genau das meine Auffassung, die sich mit der europäischen Kommission und mittlerweile wohl auch der der Bundesregierung deckt.

Wenn die exorbitante Belastung von Heizstrom im Vergleich zu Erdöl und Erdgas endlich mal abgestellt wird, ist das ganze auch wirtschaftlich viel besser Nachvollziehbar.

Keine Frage ist, dass wir dazu viel mehr erneuerbaren Strom Und einen weiteren Ausbau der Stromnetze. Aber das brauchen wir sowieso.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.08.2020 12:20:53
2
2996823
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Ich habe aus einer PM des BWP vom 09.06.2020 zitiert, die anlässlich der Veröffentlichung dieser Studie erschien

Chancen und Risiken für die deutsche Heizungsindustrie im globalen Wettbewerb


In dieser Studie wird u.a. der Deutschen Markt WP mit[...]


Ich weiß was du gemacht hast.

Nimm beide Pressemitteilung, druck sie aus, gehe auf die Straße, quatsch Leute an und sage sie sollen entscheiden, welche der Pressemitteilung mit der Überschrift Marktentwicklung 2020 überschrieben werden kann.

Ob ich dich darauf hinweise, dass das keine Pressemitteilung zur Marktentwicklung war, ob in der Studie (hast du die überhaupt gelesen???) nix von 2020 steht und auch in der Pressemitteilung das Jahr 2020 nicht erwähnt wird, spielt für dich doch sowieso keine Rolle.

Ich bin es leid, sowas mit Dir zu diskutieren, nur weil du völlig unfähig bist, mal einzugestehen, wenn du danebenliegst. Egal wie offensichtlich dein Irrtum ist.

^^

Verfasser:
MaJen
Zeit: 10.08.2020 12:24:39
2
2996824
Vor allem verweist er jahrelang auf das, was die Politik angeblich will und wenn sich der Wind dreht, schweigt er.

Zeit: 10.08.2020 12:48:34
0
2996838
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


und Du meinst also, wir müssen nur alle ab sofort mit Strom heizen, egal wieviel man verbraucht, wie groß man baut, wieviel Wfl man pro Person bereitstellt, dann wird alles gut?
So wie der aktuelle Fall hier der irgendwo bei 8-9.000 kWh Strom für sein EFH aus 2010 mit WP[...]

Ich bin da ganz bei Dir, dass eine vernünftige Fläche je Person, vernünftiges Heizverhalten und daraus folgend wenig Energieverbrauch wichtig sind. Riesen Stromverbräuche, für die dann selbst bei 100 % regenerativem Strom mehr Anlagen produziert und in Betrieb genommen werden müssen, sind da ebenso kontroproduktiv wie hohe Verbräuche von beliebigen anderen Energieträgern.

Ebenso kontraproduktiv ist es, wenn zukünftig viele mit leistungsstarken Elektro-SUVs mit 200 km/h und mehr über die Autobahn zu rasen versuchen, wenn man in einem Kleinwagen mit vorausschauender Fahrweise mit einem Viertel der eingesetzten Energie genauso gut durch den Berufsverkehr kommt.

Bei der eingesetzten Technologie beim Heizen ist halt die Frage, wie man die Klimaziele erreichen will und ob z. B. die Gasbranche ausreichende Fortschritte macht. Wenn jetzt selbst noch der Einbau von Ölheizungen erlaubt ist, wird es irgendwann mal die Betrieber dieser Ölheinzungen empfindlich treffen.

Anreize, Zwänge, Verbote sind neben dem Andrehen der Daumenschrauben über den Preis weitere Mittel. Bei Eigentümerwechsel gibt es ja jetzt schon einige Pflichten aus der EnEV, diese könnten für zukünftige Eigentümerwechsel oder größere Maßnahmen wie ein Heizungstausch noch weiter gehen. Wenn z. B. deine Mutter gar nicht die Heizleistung braucht, geht bei Tausch auch ein kleinerer Kessel als einer, der die ganze Haus-Fläche auf 23 °C warm kriegen würde.

Verfasser:
nochnix Dieser Benutzer hat eine gelb-rote Karte erhalten
Zeit: 10.08.2020 13:53:44
1
2996873
Jetzt gibt es bestimmt auch bald zuschuss für Klimageräte weil man wegen paar sommerlich schönen 33° weg stirbt :-)) Oder besser die Globale Verblödung nimmt fahrt auf.

https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88371254/klimakrise-gruenen-chef-habeck-fordert-hitzeplan-fuer-deutschland.html

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.08.2020 14:02:18
0
2996876
Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 10.08.2020 14:17:17
0
2996883
Zitat von SchaffeSchaffeHaeusleBaue Beitrag anzeigen
Wenn z. B. deine Mutter gar nicht die Heizleistung braucht, geht bei Tausch auch ein kleinerer Kessel als einer, der die ganze Haus-Fläche auf 23 °C warm kriegen würde.


der Witz an der Sache ist, dass der "kleinere neue Kessel" nicht signifikant effizienter ist als der Große neue.
Moderne Kessel modulieren ohnehin und ob der jetzt 2-10kW oder 3-20 kW moduliert, spielt für die Effizienz quasi keine Rolle.
Ich selber habe auch eine Gas-Heizung, die bis 19kW Leistung (1,9-19kW) bringen kann, obwohl ich nur eine Heizlast von 3,x kW bei -14° AT habe.
Brauche ich zum heizen also nieeee, dafür macht sie aber die gut 100l WW im oberen Drittel des bivalenten Speichers mit 17kW in Minuten und ich kann die WW Menge klein halten ohne Komforteinschränkungen.

Auf den Verbrauch hat die höhere mögliche Leistung quasi keinen Einfluß und selbst wenn das stärkere Takten die Technik stärker beansprucht, sind die Auswirkungen bei der Flamme dadurch viel geringer als bei WP. Eine Zündelektrode kostet ein paar € falls die früher verschleißt, ist bei der WP der Verdichter hinüber, kann man idR die Kiste auf den Müll legen.
Bei den alten, schweren Kesseln war Takten noch ineffizienter, weil durch die jeweils aufzuheizende hohe Masse größerer Verluste an den Aufstellraum gingen, aber bei den aktuellen ist das quasi nicht mehr relevant.

Aber konkret zu meiner Mama, weil es ein gutes Bsp für den Gebäudebestand ist, der aktuell "das Problem" für die Energiewende ist.
Was sollen wir hier tun....ich überlege wirklich was da in den nächsten Jahren passiert.

Also: Nachkriegshaus, energetisch nicht wesentlich verbessert, nur nach und nach neue Fenster wenn kaputt, aber selbst die nicht überall.
Heizung: Öl mit HK und hohen VL Temp, ca. 35 Jahre alt, läuft aber ohne Problem, knapp 2000l/a, nur wenig Räume durchgehend, ein paar bei Bedarf zusätzlich, geheizt. Aufstellraum im Keller gefühlt 27° durch die rel. hohen Verluste des Kessels, aber da wird halt die Wäsche getrocknet statt einen Trockner zu haben und das Nähzimmer daneben wird so auch mitgeheizt. Dazu gibt es seit ~35 Jahren eine kleine ST (2 Platten) die aber seit kurzem nicht mehr vernünftig läuft. Mama 82 Jahre, kleine Rente, kein nennswertes Vermögen, noch relativ fit, aber in dem Alter weiß man nicht was passiert, kann aber (hoffentlich) noch 10a da wohnen. Meine Tante starb vor kurzem mit 93 und hat bis zum Schluss auch in so einem Haus gewohnt, meine Oma wurde fast 100, und war nur die letzten Jahre im Heim.

Das Haus genügt in keiner Beziehung aktuellen Ansprüchen (auch nicht im Grundriss etc.) und weder ich noch mein Bruder noch sonst wer wird da aller Voraussicht nach jemals einziehen, wenn meine Mama da nicht mehr wohnt.

Also: was soll meine Mama (bzw. wir) da jetzt tun?

Das Haus energetisch und die Heizflächen sanieren dass es WP tauglich wird?
LWWP ohne weitere Maßnahme reinhängen?
Umstellen auf Gas das seit kurzem in der Straße liegt?
alles so lassen wie es ist und warten bis 2025?

Es wird darauf rauslaufen, dass die aktuelle Heizung noch ein paar Jahre hält bzw repariert werden kann wenn Störung, und/oder (vor 2025) eine neue Ölheizung reinkommt, wenn auch völlig sinnlos falls die alte noch läuft.

Zeit: 10.08.2020 14:20:28
1
2996885
Naja, hierzulande stirbt man bei 30° schon den Hitzetod, die Mittelmeeranrainer würden sich da über die erfrischend kühle Luft freuen. Der aktuelle Sommer ist hierzulande ja noch nicht mal ein wirklich heißer. Von Hitzerekorden sind wir deutlich weg. Andererseits hieß es bei mir vor 25 Jahren im Zivildienst bei dem Wetter schon "Ah, da werden wieder ein paar Zimmer im Altenheim frei". Was waren wir damals politisch unkorrekt. Ist ja jetzt nichts Neues.

Dass es durch immer mehr Vorgärten die zu Kieswüsten werden, immer mehr PKW-Stellplätze, weniger Bäume in den Städten lokal zu sehr unangehmem Klima kommen kann steht darüber hinaus ja noch auf einem anderen Blatt.

Wenn ich so in meiner Ecke gucke verschwinden Bäume, Rasen, bepflanzte Flächen im privaten wie öffentlichen Raum zunehmend. Kann man schön sehen wenn man Luftbilder über die Jahre vergleicht. (geodatenatlas)

Verfasser:
gnika7
Zeit: 10.08.2020 15:08:19
3
2996902
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Der Begriff „Wärmepumpenlücke“ wurde dort geprägt, wo das Szenario all electric erdacht wurde, siehe dazu

AGORA WARNT VOR "WÄRMEPUMPENLÜCKE“

Dietmar Lange

Schön, dass Sie wissen woher der Begriff kommt. Es wäre auch nicht schlecht, wenn Sie sich nicht nur mit Geschichte sondern auch mit aktuellen Situation beschäftigen würden.
Ein guter neutraler Marktbeobachter wüsste auch, dass diese Lücke von verschiedenen Wissenschaftlern in verschiedenen Szenarien gesehen wird. Die Lücke ist in jedem sinnvollen Szenario vorhanden, auch in den aktuellen Hochrechnungen für das optimistischsre H2-Szenaruo. Nur die Größe der Lücke unterscheidet sich. Aber hier gibt es anscheinend keine Marktbeobachter mit ausreichend Kompetenz um dies zu erkennen. Dazu müsste man halt nicht nur die Mitteilungen der Lieblingsverbände lesen und verstehen.

Verfasser:
carmensita
Zeit: 10.08.2020 15:16:55
0
2996903
Zitat von SchaffeSchaffeHaeusleBaue Beitrag anzeigen
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
[...]

Ich bin da ganz bei Dir, dass eine vernünftige Fläche je Person, vernünftiges Heizverhalten und daraus folgend wenig Energieverbrauch wichtig sind. [...]


Ein Einspruch bzgl. der generellen Forderung nach angemessenem Flaechen-Personenverhaeltnis als wichtige Energiesparmassnahme sei hier dann doch gestattet.

Denn wie in diesem Forum schon mehrfach ausgefuehrt, ist beim Wechsel zu personenbezogenen Heizsystemen - statt raumbezogener - der Flaechenverbrauch nicht wichtig, genau wie die Isolierung oder der Freistand des Gebaeudes.

Ein Schlossherr kann also mit elektrischen Heizauflagen, Warmluftduschen und IR-LED-Spotlights seinen Komfortbereich immer "mitnehmen" an seinen Aufenthaltsort, ohne staendig alle benutzten Raeume zu heizen.

Die Lueftung muss zwar angepasst werden (Feuchtesteuerung, Dunkellueftung o.ae.), aber deren Energieverbrauch ist so gut wie irrelevant.

Statt Forderungen nach Beschraenkungen der Wohnflaeche waere ein Vorzeichenwechsel beim Kindergeld ab dem n-ten Kind (Karnickelsteuer) viel wichtiger und sinnvoller, um Energie zu sparen und die Umwelt zu schuetzen.

Zeit: 10.08.2020 15:34:25
0
2996909
@hopfengold: Dein Tauschgedanke Öl gegen Öl solange noch erlaubt und nicht direkt im Verbrauch viel zu teuer ist finanziell betrachtet natürlich nachvollziehbar.

Ist halt die Frage, wie man den Bestand saniert bekommt. Um energieneutral zu werden wird man sich nur sehr wenige Heizungen die fossile Energien verbrennen leisten können.

Sei es EFH oder MFH, es wird immer arme und reiche Besitzer geben. Gibt auch Besitzer eines normalen EFH und mehrerer Mietshäuser auf Stand 1980, die sich mit 70 locker einen Neuwagen für 100.000 € kaufen können. Das ist was anderes als die Frau mit der kleinen Witwenrente. Die müssten so einen auf mittel- bis langfristig nicht rentablen Tausch Öl gegen Öl nicht machen.

Im Falle des Häuschens der relativ armen Rentner muss es dann der neue Besitzer (Erbe oder Käufer) richten, wenn die Leute in eine altengerechte Wohnung oder ein Altenwohnheim umziehen müssen. Hoffentlich erreicht man damit die Sanierungsquote von alleine ohne Zwänge. Aber falls es gar nicht anders gehen sollte, könnte es auch Härtefälle geben.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 10.08.2020 19:27:04
1
2996991
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Schön, dass Sie wissen woher der Begriff kommt. Es wäre auch nicht schlecht, wenn Sie sich nicht nur mit Geschichte sondern auch mit aktuellen Situation beschäftigen würden.
Ein guter neutraler Marktbeobachter wüsste auch, dass diese Lücke von verschiedenen Wissenschaftlern in verschiedenen Szenarien gesehen wird.


Ich habe keine Lieblingsverbände, sondern eine Favoritenleiste, in der in alphabetischer Reihenfolge die Verbände angeordnet wurden, deren Mitteilungen und Positionen für den deutschen Markt relevant sind. Nach der gleichen Systematik sind Fachministerien , Fachprotale etc. sortiert.

Wissenschaftliche Aussagen über den Handlungsbedarf in der Klimapolitik und speziell zum Wärmemarkt sind unterschiedlich, ich zitiere dazu mal den Klimaforscher Hans von Storch

Panik ist ein miserabler Ratgeber

Von Storch:

Wir müssen darüber nachdenken, wie wir mit der Problematik Klimawandel umgehen. Die Frage ist: Welche Möglichkeiten haben wir überhaupt? Das ist keine Frage an die Klimaforschung: Wir sind so eine Art Physiker. Wir verstehen nicht mehr von Gesellschaft oder Technik als jeder andere.

Wenn sie gut sind, dann sind Wissenschaftler Fachidioten, wir müssen die Debatte breit gesellschaftlich anlegen.

Ein Beispiel: Ist es der wichtigste Punkt, dass wir die Klimasteuer einführen oder brauchen wir eine Technologieoffensive? Bei der Steuer ist es so, dass Menschen, die gut betucht sind, sagen wir ein Radiologe mit Tesla, die Steuer vermeiden und sich gut fühlen können. Aber die Hebamme mit dem Diesel muss die Steuer zahlen, hat aber selber gar nicht viel Geld. Das kann doch nicht richtig sein.


Die Forderung nach einer breit angelegten gesellschaftlichen Debatte gilt auch für die energetische Gebäudemodernisierung. Eine Verengung auf das Thema Wärmepumpe ist nach der überwiegenden Auffassung von Energiewirtschaft, Heizungsindustrie, Gebäudebranche und SHK Fachhandwerk nicht zielführend.

Dietmar Lange

Verfasser:
OttoB
Zeit: 10.08.2020 20:02:42
2
2997011
Gut dann bekommst du von mir eine "jeder der mehr als 50T oder welche Grenze denn auch im Jahr Bruto verdient bekommt keine Förderung", mal sehen wie lange es dann dauert bis sich irgendetwas in Deutschland ändert... Ich vermute dass "When hell freezes over" eher wahr wird... Man braucht die Förderung und die höhere Einkommen um ausreichend Stückzahlen zu verkaufen wodurch die Preise senken können und auch jemand mit geringerem Einkommen die Artikel kaufen kann. Leider geht das nicht von Heute auf Morgen!

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 10.08.2020 20:57:16
5
2997035
Jetzt geht es aber los.... Wärmepumpe ist quasi nur was für den reichen....ja, vom Fachhandwerker der vom gleichen Hersteller auch verbrenner vertreibt und auch ein Stück von der Förderung ab haben will vielleicht.

Diese Weltanschauung können nur Mieter haben....

@Hopfengold
Bitte nicht persönlich nehmen aber wenn deine Mutter seit 35 Jahren kein Geld in das Haus investiert hat, dann nennt sich das Investitionsstau. Dies hätte man vor 20 Jahren schon verhindern können...

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.08.2020 21:11:28
2
2997045
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Die Forderung nach einer breit angelegten gesellschaftlichen Debatte gilt auch für die energetische Gebäudemodernisierung. Eine Verengung auf das Thema Wärmepumpe ist nach der überwiegenden Auffassung von Energiewirtschaft, Heizungsindustrie, Gebäudebranche und SHK Fachhandwerk nicht zielführend.


In zahlreichen Studien wird darauf verwiesen, dass nur nur mit einem deutlichen Mehr an Wärmepumpen die Energiewende gelingen kann. Das ist die Lücke von der Gnika sprach. Das hat nix mit einer Verengung zu tun.

Insofern ist dein Beitrag mal wieder reines Palaver.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 10.08.2020 22:22:57
1
2997076
Schlauer Mann der gute von Storch.

@Michael: Nein, das stimmt so nicht. Mein Vater hat 5 Häuser (für Brüder und Schwestern) inkl seinem eigenen mit eigenen Händen gebaut und alle 5 sein Leben lang instand gehalten dass da Familien aufwachsen können. Es war nie ein Handwerker im Haus, für nichts. Alles selber gemacht, (auch am Auto oder sonstigen). Energetisch sanieren war nie drin, genauso wenig wie ohne Not eine funktionierende Heizung zu ersetzen.

Es gibt schon noch ein bisschen was im Leben neben Energiesparen...genau wie von Storch sagt. Mit welchem Recht fordern die reichen FFF Kids, dass in Afrika Kohlektaftwerke abgeschaltet werden wo es dort zu wenig Strom gibt, wo ihr eigener Wohlstand genau darauf basiert?

Es braucht mehr als diese stumpfen Plattitüden

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 10.08.2020 22:45:26
2
2997083
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
@Michael: Nein, das stimmt so nicht. Mein Vater hat 5 Häuser (für Brüder und Schwestern) inkl seinem eigenen mit eigenen Händen gebaut und alle 5 sein Leben lang instand gehalten dass da Familien aufwachsen können. Es war nie ein Handwerker im Haus, für nichts. Alles selber gemacht, (auch am Auto oder sonstigen). Energetisch sanieren war nie drin, genauso wenig wie ohne Not eine funktionierende Heizung zu ersetzen.


Respekt vor der Leistung deines Vaters. Aber dennoch hätten auch die anderen mal was machen können und nicht nur "machen lassen" und nutzen.
Wenn man sieht wie oft es Häuser aus den 60er Jahren gibt, welche in den 60 Jahren Nutzung kaum bis keine energetische Sanierung erlebt haben, dann muss man einfach mal sagen "60 Jahre gespart, jetzt muss man mal investieren".
Meine Eltern haben Ende der 80er ein Haus gebaut und haben seitdem fortlaufend immer wieder investiert.
Dach mit PV und Heizung stehen als nächstes auf dem Plan. Dann ist das Haus relativ fit für das Rentenalter ohne das man Angst vor der Zukunft haben muss.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 10.08.2020 22:56:30
2
2997086
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Eine Verengung auf das Thema Wärmepumpe ist nach der überwiegenden Auffassung von Energiewirtschaft, Heizungsindustrie, Gebäudebranche und SHK Fachhandwerk nicht zielführend.[...]


Energiewirtschaft = Gasversorger
Heizungsindustrie = Schöne alte und Gasbüchsentechnologie verchecken
Gebäudebranche = schon schwerer gezielt Vorlauftemperaturen für mehr Effizienz zu senken statt mit 70 Grad in nen Heizkörper zu ballern
SHK Handwerk = jahrelange Fehllenkung der Ausbildung, Gasbüchse rein und feddich ist einfacher als sich ein paar Grundregeln für effizienten WP Betrieb reinzuziehen.

Noch wer?

Verfasser:
MaJen
Zeit: 10.08.2020 23:06:15
3
2997089
Diese Branchen werden zum Umdenken durch die Politik gezwungen:

Green Deal: Kommission legt Strategien für das Energiesystem der Zukunft und sauberen Wasserstoff vor

zit:
„Die EU-Strategie zur Integration des Energiesystems bildet den Rahmen für die Energiewende. Mit dem derzeitigen Modell, bei dem der Energieverbrauch im Verkehr, in der Industrie, im Gas- und im Gebäudesektor in „Silos“ mit jeweils getrennten Wertschöpfungsketten, Vorschriften, Infrastruktur, Planung und Betrieb erfolgt, kann Klimaneutralität bis 2050 nicht auf kosteneffiziente Weise erreicht werden.

...

Diese Strategie ruht auf folgenden drei Säulen:

Erstens einem stärker „kreislauforientierten“ Energiesystem, dessen zentrales Bestandteil die Energieeffizienz ist. In der Strategie werden konkrete Maßnahmen zur praktischen Anwendung des Grundsatzes „Energieeffizienz an erster Stelle“ und zur wirksameren Nutzung lokaler Energiequellen in unseren Gebäuden oder Gemeinschaften aufgezeigt.

...
Zweitens einer stärkeren direkten Elektrifizierung der Endverbrauchssektoren. Da der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor am höchsten ist, sollten wir nach Möglichkeit zunehmend Strom nutzen, beispielsweise für Wärmepumpen in Gebäuden...“

Efficiency First und Elictricity First!

Ein beratender Ingenieur sollte seine Unternehmenskunden auf diesen unumkehrbaren, politischen Paradigmenwechsel und die deshalb zu erwartenden rechtlichen und subventionserheblichen Rahmenbedingungen hinweisen!!

Verfasser:
wildbarren
Zeit: 10.08.2020 23:33:42
2
2997098
Hopfengold,

ich hab auch das Haus meiner Eltern (die öfters gebaut und umgebaut haben).
Mir war aber immer wichtig das Haus energetisch soweit machbar zu ertüchtigen.
Das Haus >200 m2 wird von Anfang November bis Mitte März durchgehend auf >20°geheizt, vor und nach dieser Zeit nach Bedarf, Verbrauch Heizsaison 19/20 2817 kWh mit WP ohne sonstige Heizung so 80 km Südöstlich von Dir.

WB

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.08.2020 00:33:52
4
2997110
Das Papier zur EU Strategie Energie-Systemintegration liest sich wie ein Auszug aus diesem Thread:

Applying the energy-efficiency-first principle across sectoral policies is at the core of system integration. Energy efficiency reduces the overall investments needs and costs associated with energy production, infrastructure and use. It also reduces the related land and material resources use, and associated pollution and biodiversity losses. At the same time, system integration can help the EU achieve greater energy efficiency, through a more circular use of available resources and by switching to more efficient energy technologies. For instance, electric vehicles show much higher energy efficiency than combustion engines; and replacing a fossil-fuel based boiler with a heat pump using renewable electricity saves two thirds of primary energy .
...
In buildings, electrification is expected to play a central role, in particular through the roll-out of heat pumps for space heating and cooling. In the residential sector, the share of electricity in heating demand should grow to 40% by 2030 and to 50-70% by 2050; in the services sector, these shares are expected to be around 65% by 2030 and 80% by 2050 heat pumps will play a relevant role in district heating and cooling. The most important barrier is the relatively higher level of taxes and levies applied to the electricity, and the lower levels of taxation for fossil fuels (oil, gas and coal) used in the heating sector, leading to lack of level playing field. Progress is also hampered by a number of other barriers, including unfit infrastructure planning, building codes and products standards, lack of skilled workforce for installation and maintenance, lack of public and private financing instruments, and lack of internalisation of CO2 costs in heating fuels. This translates into low replacement rates of the EU fossil heating stocks, low development and modernisation of district heating/cooling networks, and low building refurbishment rates. With the Renovation Wave initiative, the Commission will ensure a higher penetration of renewables in buildings. It will also support training programmes under the Updated Skills Agenda.

...
In an integrated energy system, trustworthy and efficient markets should guide customers towards the most energy-efficient and cheapest decarbonisation option, on the basis of prices that properly reflect all the costs of the energy carrier used.
Ensuring non-energy price components contribute to decarbonisation across energy carriers
In many EU Member States, taxes and levies on electricity are higher than for coal, gas or heating oil, both in absolute value and as a share of total price and levies on electricity, such as those financing renewable support schemes, have continued to increase. At the same time, the energy component of the final (retail) electricity price has reduced both in absolute and relative terms. This has widened the asymmetry in non-energy costs between electricity and gas: for retail household electricity prices, for instance, taxes and levies now add up to 40% of the final price, compared to 26% of gas or 32% for heating oil Some other energy- or carbon-intensive sectors such as international aviation and maritime transport, as well as agriculture, can be subject to low or no VAT, and, under the current Energy Taxation Directive, to low energy excise duties
Also, carbon costs are only partially internalised, or not internalised at all, in some sectors (e.g. road and maritime transport or space heating) ...“


Offensichtlich soll es durch eine Richtlinie auch der Ungleichbehandlung von Abgabenlasten auf Strom zu denen auf Erdgas und Heizöl an den Kragen gehen.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 11.08.2020 00:41:42
0
2997111
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Diese Branchen werden zum Umdenken durch die Politik gezwungen:

Green Deal: Kommission legt Strategien für das Energiesystem der Zukunft und sauberen Wasserstoff vor

zit:
„Die EU-Strategie zur Integration des Energiesystems bildet den Rahmen für die Energiewende. Mit dem derzeitigen Modell, bei dem der Energieverbrauch im Verkehr, in der Industrie, im Gas- und im Gebäudesektor in „Silos“ mit jeweils getrennten Wertschöpfungsketten, Vorschriften, Infrastruktur, Planung und Betrieb erfolgt, kann Klimaneutralität bis 2050 nicht auf kosteneffiziente Weise erreicht werden.


Die deutschen Gasversorgungsunternehmen kommentieren die europäische Wasserstoffstrategie so:

Europäische Wasserstoffstrategie: Ähnlicher Impuls wie die Montanunion vor siebzig Jahren

Die EU hat heute die Weichen für eine europaweite Nutzung von Wasserstoff gestellt. Dies kann der Gemeinschaft einen ähnlichen Impuls geben wie die Montanunion vor 70 Jahren. Mit Erdgas und der Gasinfrastruktur können wir klimaschonend und bezahlbar in die Wasserstoffzukunft einsteigen.

Green Deal - EU-Kommission legt richtungsweisende Wasserstoff-Strategie vor

„Europa hat erkannt: Elektrifizierung allein wird nicht ausreichen, um die Klimaneutralität zu erreichen.

Wasserstoff wird zur zweiten Säule der zukünftigen Energiestrategie und zum festen Bestandteil des europäischen Energiemixes


Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 11.08.2020 00:48:07
8
2997112
... nur eben nicht bevorzugt für Gebäudewärme.

Und: Preise für Erdgas und Heizöl rauf, für Heizstrom runter. Das ist die Message für den Gebäudenereich. Das werden bindende Richtlinienvorgaben für den deutschen Gesetzgeber. Dann werden die Karten für die Zukunft von Gasbüchsen und ihrem natürlichen Partner Solarthermie neu gemischt. Letzteres findet man im Green Deal Papier soweit ich das quer gelesen habe nicht.

Wie gingen doch gleich Ihre dä......n smileys, so?

:-)))

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.08.2020 07:39:16
0
2997137
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


Die deutschen Gasversorgungsunternehmen kommentieren die europäische Wasserstoffstrategie so:

[i]Europäische Wasserstoffstrategie: Ähnlicher Impuls wie die Montanunion vor siebzig Jahren

Die EU hat heute die Weichen für eine europaweite Nutzung von[...]


Die deutschen Gasversorgungsunternehmen verprügeln vor allem einen Strohmann. Wer hat denn je behauptet, dass Elektrifizierung allein zur Klimaneutralität reichen wird?

Und ich finde es immer gut, dass wenn man etwas zitiert, auch eine vernünftige Quellenangabe macht.

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