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Alle
Foren
Zukunft der Energiewende
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.09.2020 18:33:57
1
3010382
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Weil es gerade so schön zur Definition von "schwierig" passt...:-)

https://de.wikipedia.org/wiki/Ingenieur#Der_Ingenieur_im_Bild_der_%C3%96ffentlichkeit

Das[...]


Der Standesorganisation der deutschen Ingenieure (VDI) sind die Schwierigkeiten beim Einsatz von Wärmepumpen im Gebäudebestand bekannt. Daher wurde ein mit der VDI 4645 ein spezieller Praxisleitfaden für Wärmepumpen erarbeitet.

VDI 4645: Praxisleitfaden für Wärmepumpen

Diese Hinweise illustrieren, warum der Einsatz im Gebäudebestand schwieriger ist, als hier oft von WP- Fans beschrieben wird:

Hohe Stromverbräuche bzw. schlechte Effizienzwerte können viele Ursachen haben.

Einen großen Einfluss hat neben dem Gebäude vor allem der Nutzer mit seinem Heizungs- und Lüftungsverhalten und dem Bedarf an warmem Trinkwasser.
Weitere Faktoren, die die Anlagenperformance beeinflussen, sind die Planung und die Ausführung der Anlagen.

So effizient die Technologie ist, so empfindlich ist sie auch gegenüber Fehlern.

Dazu kommt, dass die – im Vergleich zu Heizkesseln – relativ neue Technik in der Ausbildung äußerst knapp behandelt wird, obwohl sie gegenüber konventioneller Heiztechnik Besonderheiten aufweist. Um hier gegenzusteuern, haben Fachleute unter Führung der VDI-Gesellschaft Energie und Umwelt die VDI-Richtlinie 4645 erarbeitet.

Diese behandelt alle erforderlichen Schritte, die bei Planung, Errichtung und Betrieb von Heizungsanlagen mit Wärmepumpen zu beachten sind, u. a. hydraulische Schaltungen, Dimensionierung, Dokumentation, Inbetriebnahme und Kostenbetrachtung.



Dietmar Lange

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 16.09.2020 19:18:54
6
3010402
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Diese Hinweise illustrieren, warum der Einsatz im Gebäudebestand schwieriger ist, als hier oft von WP- Fans beschrieben wird:

Ich würde eher sagen, dass diese Hinweise zeigen, dass die Branche noch längst nicht auf dem gleichen Kenntnisstand angekommen ist, wie ein großer Teil der WP-Fans hier.

Oder, um es mit anderen Worten zu sagen: In der Regel wird im Forum zu WP besser beraten, als bei den SHK-Fachbetrieben. Du zitierst ja selbst:

Dazu kommt, dass die – im Vergleich zu Heizkesseln – relativ neue Technik in der Ausbildung äußerst knapp behandelt wird, obwohl sie gegenüber konventioneller Heiztechnik Besonderheiten aufweist.

Und weil das "alles so schwierig ist", baut man lieber Technologien, die dem Bildungsniveau der Branche besser entsprechen, ein - auch, wenn dadurch erhebliche Potentiale bei der Reduzierung de CO2-Emissionen nicht gehoben werden. In einem Land, das mal stolz auf sein berufliches Bildungssystem und auf seine Ingenieure war...:-(

Nochmal zur Erinnerung:

Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen


Ab jetzt müssen über 5-mal mehr Tonnen CO2 pro Jahr in Europa eingespart werden, als in den letzten 30 Jahren. DAS IST SCHWIERIG, eine WP im Bestand ist weitaus einfacher.

Grüße
Stefan

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 16.09.2020 19:51:10
2
3010413
Ganz ehrlich Dietmar, ich bin E Techniker in der Automobilindustrie und hab mich nur aus reinen Eigeninteresse ein wenig in diese Thematik eingearbeitet.
So schwer ist das nun wirklich nicht und wenn ein Handwerksmeister die einfachsten Basics in Rohrnetzberechnung, Hydraulik und Temperieren (über heizkurve und nicht mit ERR) hat, dann bekommt er auch problemlos eine Wärmepumpe installiert.

Mein HB baut die WPs quasi wie hier im forum empfohlen ein, allerdings mit ERR und dafür am letzten HKV ein ÜV um den Mindestvolumenstrom auch bei Nutzung der ERR sicherstellen zu können.
Soll umgeht man ewige Diskussion mit Bauherren warum sie in einigen Räumen keine ERR haben und bekommt dennoch eine halbwegs effiziente Heizung. Heizkurve optimieren und thermischer Abgleich müssten natürlich später die Hausbesitzer durchführen, was selten gemacht wird.
Aber selbst so einfach aufgebaute Anlagen schaffen heute schon eine JAZ >4.

Das manche SHKler da eine Wissenschaft mit Puffer, Trennspeicher, ÜV,... Machen ist selbst gemachtes leid. Es ist einfach nicht nötig. Die HBler verkomplizieren was einfaches.

Verfasser:
crink
Zeit: 16.09.2020 20:31:23
7
3010428
Moin,

Prof. Graham Weale von der Ruhr-Uni Bochum schreibt zu den Auswirkungen verschiedener Emissionsziele der EU:

Wenn der durchschnittliche Aufwand der Vergangenheit fortgesetzt würde und man zugleich einen längerfristig reduzierten Brennstoffbedarf wegen anhaltender Coronaeffekte rund zehn Prozent einbezieht, wäre bis 2030 nur eine Reduzierung um 37 Prozent anstelle des Ziels von 40 Prozent erreicht. Weitere 20 Prozent Anstrengungen auf breiter Front wären erforderlich, um das derzeit noch gültige Ziel zu erreichen. Der Green Deal und ein CO2-Minderungsziel von 55 Prozent erfordern sogar eine Verdoppelung des bisherigen Aufwands bis zum Jahr 2030.

Zu EE-H2 hat er eine klare Meinung:

Ob die neue Wasserstoffstrategie dazu einen merklichen Beitrag leisten kann, darf eher angezweifelt werden. Wasserstoff wird notwendig sein, um den Industriesektor zu dekarbonisieren. Es ist aber schwer zu verstehen, warum Wasserstoff auch für die anderen Sektoren so stark in den Vordergrund gerückt wird. Grüner Wasserstoff stammt aus erneuerbaren Energien und in dieser Hinsicht ist es wichtig, die Merit-Order für die Anwendung inkrementeller Einheiten dieser verfügbaren Energie festzustellen: Ihre Verwendung für Elektroautos, für Wärmepumpen oder als Ersatz für Kohlekraftwerke spart fast dreimal so viel CO2 wie bei der Erzeugung von Wasserstoff für industrielle Anwendungen. Angesichts der oben genannten Einschränkungen bei der Erzeugung zusätzlicher erneuerbarer Energie scheint die derzeitige politische Begeisterung für Wasserstoff weit von der Realität entfernt zu sein.

Tja, um es mit den Worten von Fridays-for-Future zu sagen: Hört auf die Wissenschaft!

Viele Grüße
crink

Verfasser:
MaJen
Zeit: 16.09.2020 20:58:19
3
3010443
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Ich empfehle , mal den guten alten Duden zur Hand zu nehmen und nachzulesen, welche Bedeutung dort für „schwierig“ definiert wird.[...]



Bitte nicht von sich auf andere schließen. Die meisten hier im Forum kennen die Bedeutung des Wortes "schwierig" und sind auch sonst in der Lage Texte sinnentnehmend zu verstehen. Einige lesen sogar das was sie vorher einstellen und ersparen sich damit die Blamage, dass sie im[...]


Ich hätte da noch einen Erklärungsansatz. Zum Beispiel war es für Solarthermie in den letzten 10 Jahren „schwierig“ und wird es zukünftig umso mehr sein. :-)))

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 16.09.2020 21:48:58
1
3010457
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Ich würde eher sagen, dass diese Hinweise zeigen, dass die Branche noch längst nicht auf dem gleichen Kenntnisstand angekommen ist, wie ein großer Teil der WP-Fans hier.

Oder, um es mit anderen Worten zu sagen: In der Regel wird im Forum zu WP besser beraten, als bei den[...]
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Grüße
Stefan


Über die Beratung unter Wärmepumpen lese ich dort zu selten, um mir ein Urteil zu erlauben.

Was ich in diesem Thread und unter Solarthermie lese, erinnert mich gelegentlich an Bekehrungsversuche von Sektenpredigern und weniger an technische Beratung,

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 16.09.2020 22:04:02
6
3010462
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Was ich in diesem Thread und unter Solarthermie lese, erinnert mich gelegentlich an Bekehrungsversuche von Sektenpredigern und weniger an technische Beratung,

Dietmar Lange


Absolute Zustimmung. Völlig irrationale Wunschvorstellung von kostengünstigem H2 und dazu das fanatischen Festhalten am status quo. Schlimm was da so mancher Berater (oder Neudeutsch: Consultant) abliefert.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 16.09.2020 22:04:52
4
3010463
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Über die Beratung unter Wärmepumpen lese ich dort zu selten, um mir ein Urteil zu erlauben.

Was ich in diesem Thread und unter Solarthermie lese, erinnert mich gelegentlich an Bekehrungsversuche von Sektenpredigern und weniger an technische Beratung[...]


Soweit ich das sehe, ist es genau andersrum. Technische und physikalische Zusammenhänge, die Ihnen vorgehalten werden, werden von Ihnen ignoriert, verschwurbelt, sinnentstellt oder mit Unwahrheiten begegnet.

Verfasser:
delta97
Zeit: 16.09.2020 22:19:14
2
3010476
Ein Strompreis von 19 ct / kWh .. an der Börse.

So langsam ist die Zeit reif für Batteriespeicher im GWh Bereich. Damit man den PV Überschuss in die Abendstunden retten kann & Gruss delta97

www.agora-energiewende.de/..power_generation_price/13.09.2020/16.09.2020/

Verfasser:
jogi54
Zeit: 16.09.2020 22:50:15
1
3010482
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Ein Strompreis von 19 ct / kWh .. an der Börse.

So langsam ist die Zeit reif für Batteriespeicher im GWh Bereich. Damit man den PV Überschuss in die Abendstunden retten kann & Gruss[...]


Wenn du deinen PV Überschuss in den Abend retten willst, brauchst du einen sehr viel kleineren Batteriespeicher... und entlastest das Netz.

lg jogi

Verfasser:
DirFa
Zeit: 16.09.2020 22:53:28
1
3010484
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
Ein Strompreis von 19 ct / kWh .. an der Börse.

So langsam ist die Zeit reif für Batteriespeicher im GWh Bereich. Damit man den PV Überschuss in die Abendstunden retten kann & Gruss[...]


...mal davon abgesehen, dass das die übelste EE-Lobby-Seite ist = EE-EIKE - da steht nix von "Zeit ist reif für Annalena-Speicher"...geh mal rüber ins PV-Forum - jeder der bissel was von Batterie-Speichern versteht winkt ab - Warum? Weil 1kwh dort gezapft gleich mal 50 €cent kostet - so in 100 Jahren könnte es preiswerter werden - eine oder mehrere Revolutionen in der derzeit grottigen Batteriespeichertechnik vorausgesetzt...
DirFa.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.09.2020 23:11:28
2
3010485
Auch davon hast Du wenig Ahnung DirFa.

Es gibt da mittlerweile weltweit sehr große Akku-Speicheranlagen von
gewerblichen Stromanbietern.

Im privaten Bereich auch m.M. noch nicht sinnvoll.

Grüsse

winni

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 16.09.2020 23:14:15
7
3010486
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Über die Beratung unter Wärmepumpen lese ich dort zu selten, um mir ein Urteil zu erlauben.

Was ich in diesem Thread und unter Solarthermie lese, erinnert mich gelegentlich an Bekehrungsversuche von Sektenpredigern und weniger an technische[...]

Meine Meinung dazu habe ich eben gemeldet:

"Was ich in diesem Thread und unter Solarthermie lese, erinnert mich gelegentlich an Bekehrungsversuche von Sektenpredigern und weniger an technische Beratung,"

In Anbetracht dessen, dass Dietmar Lange sich hier als unabhängiger und objektiver Marktbeobachter und Experte - mit intimen Kenntnissen der SHK-Branche und einem Hintergrund als Ingenieur - "vermarktet", aber jeder sachlichen und zahlenbasierten Diskussion aus dem Weg geht, empfinde ich diese Aussage als Unverschämtheit!

Er weiß genau, was ein fdl1409, crink, dyarne und viele andere hier an Grundlagenarbeit in Bezug auf WP (RGK, auch "Forumskollektor" genannt) geleistet haben. Das mag sich in den Statistiken zum deutschen Heizungsmarkt nicht zeigen, aber es verhilft dem HTD sicherlich zu Aufmerksamkeit bei potentiellen WP-Nutzern, die nach Infos im Netz suchen. Nicht zu vergessen sind die Geisha-, Heisha-, Jeisha- Threads und die dort engagierten User, die bei sonst weitgehend durch das Fachhandwerk "unbehelligt" gebliebenen Interessenten dafür sorgen, dass sie "im HTD gelandet sind".

In diesem Zusammenhang fällt durchaus das in letzter Zeit sehr regelmäßige Engagement von Panasonic in den Branchennews auf - sicher nicht zum Schaden des HTD und eventuell auch ein Erfolg diverser Threads, die den Interessen dieser Firma zumindest nicht zuwiderlaufen sollten...:-)

Ich werde das eins zu eins auch als Beitrag einstellen - nicht, weil ich das als persönliche Auseinandersetzung sehe, oder weil ich gegen Regeln meckern will, sondern schlicht und ergreifend, weil es mich ungemein stört, wenn mein Beitrag, in dem ich m.M.n. sachlich argumentiert habe, zitiert wird, und dann Bezug zu Bekehrungsversuchen von Sektenpredigern hergestellt wird.

Grüße
Stefan

Verfasser:
crink
Zeit: 16.09.2020 23:27:38
3
3010487
Moin DirFa,

Dir ist bewusst, dass Personen, die mit roter Karte aus dem Forum geflogen sind, sich hier nicht wieder unter anderem Namen anmelden dürfen? Deine Wortwahl, Dein Umgangston und Deine Positionen zur Zukunft der Energiewende ähneln verdächtig stark denen von Rote-Karten-Inhaber kabo63.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 16.09.2020 23:37:25
3
3010488
Hallo crink,

wie kommst Du denn auf diese Idee?
kabo63 war bis 16.12.2019 hier aktiv, DirFa hat sich erst am 01.01.2020 angemeldet.

Nach gut zwei Wochen Abstinenz wird doch keiner mehr rückfällig...:-)

Grüße
Stefan

Verfasser:
delta97
Zeit: 16.09.2020 23:39:01
0
3010489
Dann rechnen wir doch mal: Heute so um 30 GWp PV Strom im Netz. Verdoppeln wir die PV Leistung rechne ich Pi xDaumen mit 100 GWh Speicher Bedarf 2030. Die kann man dann um 19oo wieder dem Netz zuführen.

Natürlich ein Speicher im Netz. Ab 100 MWh. Mit 500 Zyklen pa. Kosten sind harmlos. Das PV Forum rechnet mit 100 Zyklen pa, nehme ich an & Gruss delta97

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 17.09.2020 00:56:19
2
3010497
Man lernt ja nie aus, auch nicht in Bezug auf die Gründe, die Windkraftanlagen verhindern...

Aktuelles Urteil zu einem Vorhaben aus meinem Landkreis:

https://www.juris.de/jportal/portal/page/homerl.psml?nid=jnachr-JUNA200903238&cmsuri=%2Fjuris%2Fde%2Fnachrichten%2Fzeigenachricht.jsp

...................

Das VG Gießen hat entschieden, dass in unmittelbarer Nähe der denkmalgeschützten Burg Münzenberg keine vier Windenergieanlagen errichtet werden dürfen.

Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte keine immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb von vier Windenergieanlagen in der Gemarkung Wölfersheim-Wohnbach. Es vertrat die Auffassung, dass die Errichtung der Anlagen in einer Entfernung von 3 bis 4 km zu der als Einzelkulturdenkmal geschützten Burg Münzenberg (Münzenburg) eine erhebliche Beeinträchtigung der Münzenburg zur Folge hätte und somit gegen das Hessische Denkmalschutzgesetz verstoßen würde.
Die Klägerin machte in ihrer Klage geltend, dass erneuerbare Energien unter dem Aspekt des Klimaschutzes gefördert werden müssten und daher die denkmalschutzrechtlichen und artenschutzrechtlichen Belange zurückzustellen seien.

Das VG Gießen hat die Klage abgewiesen.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts würde die Errichtung der Anlagen gegen das Hessische Denkmalschutzgesetz verstoßen. Die über 200 m hohen Windenergieanlagen seien von verschiedenen Sichtpunkten der Münzenburg zu sehen und würden die Bedeutung dieser Burg als Denkmal erheblich beeinträchtigen.

Ob einer Genehmigung darüber hinaus auch artenschutzrechtliche Bestimmungen wegen eines signifikant erhöhten Tötungsrisiko für das lokale Vorkommen des Rotmilans und regionalplanerische Festsetzungen des Teilregionalplanes "Erneuerbare Energien 2019/Südhessen" entgegenstehen, war für das VG Gießen nicht (mehr) entscheidend.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können dagegen binnen eines Monats nach Zustellung der schriftlichen Entscheidungsgründe die Zulassung der Berufung beim VGH Kassel beantragen.

Quelle: Pressemitteilung des VG Gießen v. 16.09.2020

.....................



https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_M%C3%BCnzenberg

In Hessen gibt es übrigens 60.000 Kulturdenkmäler - sicherlich nicht alle relevant für Windkraft, aber vielleicht können ein paar davon ja PV-Anlagen verhindern...:-(

Grüße
Stefan

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 17.09.2020 02:16:09
1
3010500
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Man lernt ja nie aus, auch nicht in Bezug auf die Gründe, die Windkraftanlagen verhindern...

Aktuelles Urteil zu einem Vorhaben aus meinem[...]


Das grundsätzliche rechtliche Problem ist schon sehr lange bekannt.

Die rechtlichen Grundlagen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Hier eine schon etwas ältere Information aus Bayern zu dem Thema

Denkmalschutz und Klimaschutz sind gleichberechtigt

Vor kurzem hat das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD) eine neue Beratungsrichtlinie (01/2012) für Erneuerbare Energien – Solarthermie, Photovoltaik, Windkraft, Geothermie und Energie aus Biomasse in denkmalgeschützten Bereichen herausgegeben. Die Ausführungen sind eine verbindliche Richtlinie für die Beratungstätigkeit der Mitarbeiter des BLfD. Darüber hinaus kann diese Beratungsrichtlinie als denkmalfachliche Empfehlung an Denkmaleigentümer, Planer und Behörden weitergegeben werden.

1. Denkmalschutz und Klimaschutz sind gleichberechtigte Belange. Die Denkmalpflege hat keine grundsätzlichen Vorbehalte gegenüber der Gewinnung und Nutzung erneuerbarer Energien.

2. Auch unter gänzlicher Vernachlässigung der Belange des Denkmalschutzes wäre der rechnerische Beitrag der Baudenkmäler zur Gewinnung erneuerbarer Energien außerordentlich gering: Bezogen auf den bayerischen Gesamtgebäudebestand mit rund 8,1 Millionen baulichen Anlagen gibt es weniger als 1,5 Prozent Einzelbaudenkmäler. Nur etwa 2,5 Prozent aller baulichen Anlagen sind vom Ensembleschutz erfasst. Der Anteil der denkmalgeschützten Kirchenbauten am Gesamtgebäudebestand beträgt weniger als 0,1 Prozent.


In der Solarbranche (ST und PV) ist das rechtliche Problem seit Jahrzehnten bekannt.
Die Anzahl der verhinderter Solaranlagen ist vernachlässigbar.

Eine Diskussion über Verhinderungspolitik lohnt nicht wirklich

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 17.09.2020 03:00:03
3
3010501
In der Solarbranche (ST und PV) ist das rechtliche Problem seit Jahrzehnten bekannt.
Die Anzahl der verhinderter Solaranlagen ist vernachlässigbar.


Das verhindern von pv Anlagen schafft unsere Regierung ganz alleine ,dafür brauchen die keine Gerichte ,

@ pflanze

Das forum lebt durch clicks und verdient durch Werbung Geld , deshalb werden auch die Regeln bei manchen sehr großzügig ausgelegt .also bitte nicht ärgern!!!

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 17.09.2020 08:05:20
5
3010525
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]


Der Standesorganisation der deutschen Ingenieure (VDI) sind die Schwierigkeiten beim Einsatz von Wärmepumpen im Gebäudebestand bekannt. So effizient die Technologie ist, so empfindlich ist sie auch gegenüber Fehlern.
Dazu kommt, dass die – im Vergleich zu Heizkesseln – relativ neue Technik in der Ausbildung äußerst knapp behandelt wird,[...]


Fake News 1960:
"Der Standesorganisation der deutschen Ingenieure (VDI) sind die Schwierigkeiten beim Einsatz von Gasheizungen im Gebäudebestand bekannt. So effizient die Technologie ist, so empfindlich ist sie auch gegenüber Fehlern. Es kommt relativ häufig zu Explosionen von kompletten Gebäuden, weil die relativ neue Technik in der Ausbildung äußerst knapp behandelt wird"
Ist die Technik ein Problem?
Imho ist es nicht wirklich schwer zu lernen eine WP sinnvoll zu installieren. Ich war ein komplett Unwissender ohne Vorkenntnisse im Heizungsbau. Ich habe es mit Hilfe dieses Forum in einigen Tagen gelernt und erfolgreich in einem historisch vermurksten Altbau umgesetzt.
Cetererum censeo:
Die Investition in die Ausbildung von Handwerkern wäre imho gut angelegtes Geld. Bitte ergebnisorientiert - z.B. die ersten 3 nachweislich erfolgreich abgeschlossenen WP- Umrüstungsprojekte mit 80% der Arbeitskosten subventionieren.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.09.2020 08:40:08
4
3010540
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Man lernt ja nie aus, auch nicht in Bezug auf die Gründe, die Windkraftanlagen verhindern...

Aktuelles Urteil zu einem Vorhaben aus meinem[...]

Hmm, von der Burg aus sieht man massen von neuen Häusern, Strassen, Sportplätzen etc. Die müsste man ja dann alle als nicht genehmigbar wegreissen, wenn gleiches Recht für alle gelten würde, oder?

Zeit: 17.09.2020 09:16:19
2
3010553
Wenn man mal ein Blick über die Dächer der Städte und Dörfer schweifen lässt, sieht man, wie wenig sich in Sachen PV bisher getan hat. Einige steuerlich geförderte religiöse Gemeinschaften, die jede Menge Kapital haben und für viele Menschen Vorbild sind, haben viele Gebäude mit mehreren hundert Quadratmetern weitestgehend unbeschattete Dachflächen in Süd-Richtung. PV auf dem Kölner Dom wäre mal ein Statement!

Direkt daneben die Sparkasse, die vor Ort alles und jeden sponsort und auch einiges an lohenenswerter Dachfläche hat. Und ein Stückchen weiter noch das Rathaus, selbstverständlich ebenfalls ohne PV...

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 17.09.2020 09:48:42
2
3010560
Wer hat sein der Hand ?

Unsere Regierung!

Wer macht nichts ?

Unsere Regierung!

Pv Eigenbedarf freistellen für jeden und in voller Höhe, das würde mächtig helfen .

Das gleiche für Mieter .
Pv auf jedes Mietshaus , montagekosten auf die Miete umlegen ( Gesamtkosten / 20a/ 12 Monate / Anzahl der Mieter )

Eigengenutzten Strom dafür umsonst .

Co2 Abgabe erhöhen , damit sich Energiesparmaßnahmen rechnen .

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 17.09.2020 10:29:04
3
3010573
@ SchaffeSchaffeHaeuseleBaue

Was erwartest du bei der *Regierungspolitik* ?

Letztens gabs irgendwo ne Zusammenfassung wie Gewerbebetriebe gekniffen werden, wenn sie z.B. den PV Ertrag erst im nächsten Gebäude verwerten könnten, was passiert wenn ein gewerblicher Automatenaufsteller *kostenlos* den Betriebsstrom für seinen Kaffee, Tee- und Suppenautomaten gestellt kriegt um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das ist lauter Bockmist den die Welt nicht braucht.
Für weitere Details such einfach mal nach *Sonnensteuer*.

Das selbe mit den PV-Anlagenbesitzern deren Anlagen jetzt nach 20 Jahren aus der Förderung gehen. Nach 19,5 Jahren war immer noch unklar was mit den Anlagen passieren soll, dann wurde ganz schnell mit heisser Nadel was gestrickt.
Nein, nicht einfach der Weiterbetrieb der Anlage wie bisher verlängert und ne Einspeisevergütung festgelegt ... jetzt darfst dafür erst noch nen neuen teuren Hightechzähler und Krimskrams installieren lassen .... und für die kleinen Anlagen bedeutet das einschl. der "Vermarkungsgebühren" oftmals einfach den wirtschaftlichen Totalschaden.

Wer braucht solche Mätzchen ?
Geht man so mit Leuten um von denen man im Grunde *was will* ?
Solange es gute eingeübte Praxis zu sein scheint allen Early Adopters der PV Technologie zum Abschied aus der Förderung nochmal in den Hintern zu treten wird sich an den Dächern nicht wirklich viel ändern !

Clever geht m.M einfach anders ....

Verfasser:
MaJen
Zeit: 17.09.2020 11:00:03
2
3010580
Der diesjährige große Nachschlag am grünen Tisch für die E-Auto-Förderung hat übrigens auch viele early adopter in den Hintern gekniffen, weil die Gebrauchtwagenpreise für E-Autos dadurch mächtig unter Druck geraten sind (teuer gekauft, billig verkauft). Grund: Panik der Regierung, die versprochene Mio E-Autos deutlich zu verfehlen.

Wärmepumpe im Neubau vor 10 Jahren keine Förderung, jetzt 4500, early adopter gekniffen, 10 Jahre viel zu hohe Strompreise gezahlt. Erst jetzt merkt man, dass die Kosten der Energiewende nicht nur auf dem Stromsektor hängen bleiben dürfen und im Vergleich zu Gas und Öl viiiiel zu hoch sind. Wer nix macht und bei Gas bleibt ist kostentechnisch meist immer noch besser dran. Und stellt Euch vor: Im letzten Jahr wurde beschlossen, dass die CO2 Abgabe ab dem nächsten Jahr sagenhafte knapp 1 ct pro kwh Gas beträgt!! Gemacht wird bis auf Symbolpolitik nix von den Volksvertretern. Da kann einem schon der Kamm schwellen.
Oder sich ernsthaft die Frage stellen: Ist die Energiewende ein gesamtgesellschaftliches Projekt? Schaut nicht so aus.

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