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Alle
Foren
Lohnt sich eine LWP?
Verfasser:
Mauk
Zeit: 17.10.2020 18:29:30
0
3026120
Hallo,

wir bewohnen eine Doppelhaushälfte aus 1993. Derzeitig heizen wir mit einem NT-Gasbrenner aus 1993 mit Plattenheizkörpern. Im Frühjahr steht ein Tausch an.

Die VLT läuft bei ca 45 Grad (analoger Stellregler). Wir verbrauchten in den letzten Jahren im Mittel ca. 2000 m3 Heizgas welches wohl ca 19000 kWh entsprechen dürfte. Bei einer JAZ von 3 ergeben sich ca. gute 2000 Euro Stromkosten. Gas zahlen wir aber derzeitig fast nur die Hälfte.

Eine Glaskugel zu CO2 Besteuerung etc. haben wir alle nicht. Der Umweltfaktor ist mir aber auch nicht unwichtig.

Übersehe ich hier etwas?

Gruß mauk

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 17.10.2020 19:23:36
12
3026143
Ob sich eine Umrüstung auf Wärmepumpe in einem Altbau finanziell lohnt, läßt sich nicht einfach beantworten.
Wenn Du die Arbeit von einem Handwerksbetrieb erledigen läßt, dann benötigst Du Vergleichsangebote. Nur dann kannst Du die bei DIR anfallenden echten Kosten vergleichen. Der Umbau auf WP ist meistens teurer als der Ersatz eine Gasheizung aber auch nicht immer. Eine Umrüstung auf Wärmepumpe wird finanziell gefördert - ein Ersatz einer Gasheizung wird nicht gefördert.
Ich erreiche bei mir in einem circa 200 Jahre alten teilsanierten Haus mit einer LWP in der Praxis eine JAZ>4. Dazu war es notwendig und bei mir aber auch leicht umsetzbar 4 Heizkörper gegen größere auszutauschen, damit ich mit einer Vorlauftemperatur von weniger als 35 Grad auskomme - nur bei niedriger Vorlauftemperatur läuft die WP effizient.
Zur Orientierung: Früher wurden bei mir im Haus 20-24.000kWh Gas verbraucht - alte Gasheizung. Nach Tausch einiger Fenster und Gasbrennwerttherme 14-16.000kWh Gasverbrauch. Jetzt mit LWP 3000-3200kWh Stromverbrauch.
Meine LWP ist im Grunde genauso wartungsfrei wie mein Kühlschrank - das ist unterschiedlich je nach Hersteller. Bei mir sind die Servicekosten also weniger als die der Gasheizung - kann aber auch andersrum sein. Kein Schornsteinfeger. Kein Stromverbrauch der Gasheizung mehr (Pumpe, Gebläse usw) - waren bei mir auch mehr als 300kWh und das sind jetzt schon 10% des Stroms den ich für die WP benötige.

Wenn Du keine Zeit hast nachzudenken und Zeit zu investieren, dann würde ich Gas durch Gas ersetzen. Ist einfach und funktioniert ganz sicher.
Wenn Du ein wenig Motivation hast dich mit dem Thema zu beschäftigen, evt etwas Eigenarbeit oder Du findest einen guten Handwerksbetrieb, dann ist WP möglich bei Gleichstand oder leicht besserer TCO (total cost of ownership)

Verfasser:
tiber
Zeit: 17.10.2020 19:54:40
2
3026156
Ja wer hätte das gedacht, dass fossile Brennstoffe nochmal so günstig werden...

Und klar, da rechnet sich die Wp deutlich schwieriger, insbesondere auch, da der Strompreis wohl nicht mal richtig nachgeben wird.

HenningReich hat es schon gut auf den Punkt gebracht, was zu beachten ist, damit eine Wp auch gut laufen kann. VLT unter 35 Grad und eine hydraulisch üppig dimensionierte Verrohrung, die mit niedriger Antriebsenergie der Uwp einen guten Volumenstrom zulässt, sind ganz wichtig. Und bitte keine überdimensionierte Kiste einbauen lassen. Die JAZ sollte schon >4 sein, besser Richtung 5. Bei den momentanen Öl- und Gaspreisen braucht man schon eine JAZ5. Die Frage eben, wie lange fossile Energieträger noch so günstig bleiben, und was die Co2 Abgaben dann auch machen...
Ich bin im Bj.96 Bestandsbau (teilw. auch Heizkörper) nun mit einer LuftWp "Geisha" nahe einer JAZ von 5,4. Vormals mit einigen energetischen Verbesserungen an der thermischen Hülle der Hütte per Gas auch 24.000kwh, heute ca. 3500 Kwh Strom und davon 30% direkt von der PV. Mein lieber Hausvorbesitzer hatte mal 60.000kwh Gas und 12.000 kwh Haushaltsstrom....

Die beste Heizenergie, ist die, die man gar nicht braucht. D.h. erstmal gut nachsehen, wo man mit leicht realisierbaren Maßnahmen die Heizlast und absoluten Wärmebedarf noch senken kann.

vg tiber

Verfasser:
Entropie
Zeit: 17.10.2020 20:07:01
1
3026167
Heizung ist ja was für +15J. Ich wage mal zu prognostizieren das in 10J der CO2 Preis bei über 100€ liegt. Fazit: für die Umwelt lohnt sich die WP auf jeden Fall.

Zeit: 17.10.2020 20:20:42
2
3026173
Was sich rechnet sehen wir in 15 Jahren ... wirklich vorhersagen welcher Energieträger wie viel kostet kann keiner.

Im Preisvergleich aber nicht vergessen dass eine Gasheizung nicht nur Gas sondern auch Strom braucht. Meine Gastherme, nur 1 Heizkreis, kein Warmwasser braucht z.B. gemessene 200-240kWh pro Jahr. Runde 140€ kostet bei uns etwa die Grundgebühr für den Gasanschluss. Rund 100€ die jährliche Wartung, nochmal pi mal Daumen ein Fuffi für den Schornsteinfeger. Ich brauch nur rund 5000kWh für rund 5ct/kWh macht etwa 250€ -> Strom der Therme, Gaszähler, Wartung und Schornsteinfeger sind bei mir als laufende Kosten höher als die Verbrauchskosten.

Dann die Frage ob du über Photovoltaik nachdenkst, sie erhöht die Rentabilität der WP über den Eigenverbrauch. Die Eigenverbrauchte kWh kostet halt nur entgangene Einspeisevergütung von 8,x ct statt 30ct aus dem Netz.

Am Ende aber schlicht auch eine Frage der konkreten Angebote und Fördermöglichkeiten was unterm Strich für eine Summe steht.

Bei den Stromkosten: Bei euch evtl. Wärmepumpentarif mit separatem Stromzähler möglich? Bei dem Verbrauch sollte sich die weitere Zählergrundgebühr gegen den günstigeren Strompreis lohnen und verschiebt die Zahlen zugunsten der WP.

Und noch die Frage: 45° am analogen Stellregler -> wie weit runter geht es mit optimierter Heizkurve bei einer Regelung? In der Übergangszeit vielleicht nur 35° und die Arbeitszahl liegt am Ende doch höher?

Der Rest ist ein munteres Schätzen wo welche Energiepreise hingehen.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 17.10.2020 23:09:33
0
3026214
Vielen Dank für die ersten Anregungen.

Da wir noch einen Kaminofen haben, können wir den Schornsteinfeger nicht einsparen, eventuell reduzieren sich die Kosten, da die Messung des Brenners entfällt.

Mit einem Wärmepumpenstromtarif wären wir fast im selben Bereich wie beim derzeitigen Gaskostenbereich.

Ein Tausch einiger Heizkörper auf 33er wäre kein Problem. Wie kann ich ermitteln, ob der Heizkreislauf geeignet ist? Ein hydraulischer Abgleich könnte nach Tausch der Heizkörper erfolgen.

Aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses würde ich zur Panasonic neigen. RJTec ist mir bereits bekannt. Leider gibt es in Norddeutschland keinen richtig kompetenten Partner.

Was muss ich als WP-Anfänger wissen, damit ich Angebote einholen kann?

Verfasser:
crink
Zeit: 17.10.2020 23:11:01
4
3026215
Moin,

ein NT-Gasbrenner klingt nach einem Wirkungsgrad von ca. 80%, also 16.000 kWh Wärmebedarf. Eine WP mit JAZ 4 braucht dafür 4.000 kWh Strom im Vergleich zu den 2.000 m3 Gas - schon sieht der Preisvergleich weniger ungerecht aus. Nun noch den Schorni und den Stromverbrauch der Gasheizung mit reinrechnen, dann könnte je nach Deinen lokalen Strom- und Gaspreisen die WP knapp vorne liegen.

Da Du erst im Frühjahr tauschen möchtest erst mal ein Lob, dass Du Dich schon jetzt informierst. Du hast nun genug Zeit, die Vorlauftemperaturen bei besonders kalten Tagen zu senken und herauszufinden, welche Räume dann zu kalt werden. Diese stattest Du dann mit neuen, größeren Heizkörpern aus. Evtl. geht auch ein Rundtausch, so dass nur ein oder zwei Heizkörper neu angeschafft werden müssen. Oder Wand-/Deckenheizung nachrüsten.

Die Senkung der Heizwassertemperaturen ist übrigens für fast jede Heiztechnologie vorteilhaft, beispielsweise auch wenn eine Gasbrennwertheizung oder eine Solarthermie mit Heizungsunterstützung eingebaut würde.

Falls in naher Zukunft noch Dämmmaßnahmen wie Fenster- oder Scheibentausch (ist wahrscheinlich sinnvoll bei Fenstern von 1993), Kellerdeckendämmung oder Dämmung der obersten Geschossdecke anstehen, würde wahrscheinlich die hier im Forum aufgrund des günstigen Anschaffungspreises und der guten COP-Werte beliebte Geisha passen.

Viele Grüße
crink

Ps: Für die CO2-Bepreisung von Gas brauchen wir keine Glaskugel, das ist von 2021 (25 EUR pro t CO2) bis 2025 (55 EUR) gesetzlich geregelt. Strom zahlt eh schon seit Jahren für das CO2, momentan auch um die 25 EUR.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 17.10.2020 23:47:32
0
3026226
Eine Geisha wäre 5 kW Mono? Ich hatte eher mit 9 kW gerechnet. Eine Heizlastberechnung lasse ich gerade machen. Bei der kleineren WP wäre eventuell noch ein Glas-Fenstertausch in einigen Räumen möglich.

Ich muss mal schauen, ob ich die VLT unter 40 Grad einstellen kann. Aus der Erinnerung geht das nicht. Der Drehschalter endet bei 40 Grad.

Der Dachboden ist komplett ausgebaut und gedämmt. Da gibt es also keine Einsparmöglichkeit.

Ich muss aber noch ergänzen, dass wir hauptsächlich den Wohn-Küchenbereich (offen) und das Badezimmer (Fußbodenheizung im Rücklauf des Heizkörpers) stark heizen. Die anderen Räume haben wir häufig nur auf ca 17 Grad eingestellt. Ist das ein Problem für die WP?

Verfasser:
tiber
Zeit: 18.10.2020 09:20:08
1
3026294
Dein Gaskessel hat wohl 40 Grad Sockeltemperatur. Das ist aber normal. Nach Aufheizen fällt er ab , durchschnittliche Heizwassertemperatur liegt dann niedriger.
War bei mir auch so. Die korrekt dimensionierte Wp hält die VLT ja nach eingestellter Heizkurve konstant. Ich komme so mit 35 Grad locker aus. Je niedriger die erforderliche RT, desto niedriger auch die notwendige VLT. Die Wp läuft dann besser. Allerdings 17 Grad im Wohnbereich... wäre mir doch was kalt.
Es laufen hier 2 Stk. der Geishas als Kaskade. Somit 10KW. Allerdings auch 340qm zu beheizen. Jahresbedarf nun 19 - 20.000kwh mit der Lwp.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.10.2020 09:32:31
0
3026299
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Eine Geisha wäre 5 kW Mono? Ich hatte eher mit 9 kW gerechnet. Eine Heizlastberechnung lasse ich gerade machen. Bei der kleineren WP wäre eventuell noch ein Glas-Fenstertausch in einigen Räumen möglich.

Ich muss mal schauen, ob ich die VLT unter 40 Grad einstellen kann ...
Beim von dir angegebenen Gasverbrauch wird eine WH-MDC05J3E5 sicherlich locker ausreichen.

In den meisten Fällen sinkt der Wärmebedarf pro Jahr, weil sukzessive Optimierungen an der thermischen Gebäudehülle durchgeführt werden und das Nutzerverhalten aufgrund der immer teurer werdenden Energie sensibilisiert wird.

Wenn Du von einem solchen vollmodulierenden Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock die thermische Energie in das Hausheizkreiswasser liefern lässt und die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen entsprechend optimal betrieben wirst, sowie die Raumlüftungsgewohnheiten angepasst werden, wirst sehr selten mal 40 Grad im Vorlauf benötigen.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 18.10.2020 09:37:29
0
3026304
Was bedeutet Raumlüftungsgewohnheitem anpassen? Wir lüften im Winter 2-3mal täglich quer. Alle Fenster sind dann für 5-10 Minuten komplett offen.

Im Wohnzimmer haben wir ca 21 Grad, keine 17.

Wie wäre die Jaz bei 40 Grad VLT. Kann man prozentual die Differenz zwischen 35 und 40 Grad VLT rechnen und dann den COP runterrechnen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.10.2020 10:07:57
2
3026320
Die Raumlüftung kann variabel gestaltet werden und abhängig von der Außentemperatur, wenn's draußen z.b. ein paar Tage hintereinander richtig eiskalt ist, auch mal ausgesetzt werden, wenn es drinnen bzgl. Sauerstoff und Gerüchen passt. Dadurch ist entsprechend weniger thermischer Energieeintrag erforderlich, als wenn stupide 3x am Tag bei -10°C Quergelüftet wird.

Noch optimaler wäre natürlich die Nachrüstung einer Wohnraumlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Siehe die Erklärung bei Schritt 1 auf folgend verlinkter Seite.

https://www.energie-lexikon.info/thermodynamisch_optimiertes_heizen.html



Die zu erwartende Arbeitszahlen kannst übrigens mit dem JAZ-Rechner ermitteln: https://www.waermepumpe.de/normen-technik/jazrechner/

Verfasser:
Mauk
Zeit: 18.10.2020 10:45:59
0
3026340
Danke für den Link zum Jaz-Rechner.

Sollte man bei Heizkörpern mit einer Spreizung von 5 K rechnen oder was wird hier empfohlen?

Wie weit darf das Außengerät vom Heizungskeller entfernt stehen? Wären 7-8 Meter noch okay?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.10.2020 11:56:08
1
3026383
Ja, nimm 5 Kelvin Temperaturdifferenz.

In unserem Heizkörperkreis, in dem auch 3 Fußbodenheizungskreise parallel eingebunden sind, ist real meist maximal 2 bis 3 Kelvin Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf gegeben.

Wieviele Meter vom wasserführenden Vor- und Rücklauf wären es bei dir zwischen Monoblock und Haus im Außenbereich?

Verfasser:
Mauk
Zeit: 18.10.2020 15:18:09
0
3026497
Der Abstand wird jca. 7-10 Meter sein. Ist das problematisch? Es wäre aber auch direkt am Mauereinlass eine Möglichkeit, wenn die WP nicht zu viel Lärm macht, insbesondere im Sommer. .

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 18.10.2020 15:52:51
0
3026505
Hi,

im Sommer macht die WP keinen Lärm weil da wird ja nicht geheizt, höchstens mal ne Stunde WW gemacht.

Im WInter hört man sie schon mal, ich habe sie unterhalb des Schlafzimmer Fenster, man hört sie ist aber eigentlich nicht störend.

Viel mehr als 15tkwh im Jahr schafft die 5KW Geisha nicht. Wäre wohl bei euch etwas zu klein, die gößeren mit 9 und 7kw fallen mit ihrer Leistung bei starkem Frost ab, gerade dann wenn man es eigentlich braucht.

Ist vielleicht bei der aktuellen Generation besser.

Außerdem ist das Ergebnis bei euch verfälscht wenn ihr sehr wenig heizt und noch einen Ofen habt könnte die Heizlast eher Richtung 8kw gehen.

Da würde ich die 5kw Wärmepumpe nur in Betracht ziehen wenn noch weitere Maßnahmen in frage kommen

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.10.2020 15:55:48
0
3026506
Je weniger Rohrleitung von Vor- und Rücklauf außerhalb der thermischen Gebäudehülle benötigt werden, desto größer die Effizienz und desto geringer die Kosten des Gesamtsystems.

Wie oft erwartest Du im Sommer, dass der Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock laufen muss?

Unsere Panasonic WH-MDC05F3E5 ist übrigens durch einen kleinen Trick (Installation im Innenraum) draußen ganzjährig nicht mehr zu hören!

Verfasser:
Mauk
Zeit: 18.10.2020 17:24:40
0
3026541
Den Ofen verwenden wir nur sehr sporadisch, meistens sonntags im Winter.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 19.10.2020 13:14:31
3
3026904
Zitat von HenningReich Beitrag anzeigen
Eine Umrüstung auf Wärmepumpe wird finanziell gefördert - ein Ersatz einer Gasheizung wird nicht gefördert.


das stimmt so aber auch nicht. Im Bestand kann man über Hybrid oder Renewable Ready auch die Gasheizung fördern lassen.

Allg @ TE: Viele hier sind sehr WP affin und sehen das immer und überall als die richtige Lösung an. Nur um das einzuordnen

Wenn es um das Thema "lohnt sich eine LWWP" aus wirtschaftlicher Sicht geht, wird es meiner Meinung sehr schwer bis unmöglich, dass sich das bei Dir "lohnt".

1. Invest:

nur reale Angebote eines HB lassen einen wirklichen Vergleich zu. Das Thema G/H/Jeisha ist schwierig, weil es quasi keinen HB gibt, der das aus einer Hand anbietet.
Wenn Du selber bauen willst/kannst und jemand findest, der Dir nur die Verrohrung macht, ist das preislich interessant, aber halt mit den Problemen der Umsetzung, Gewährleistung, Wartung und Förderung.
Wenn alles über HB wie das 99% der Bauherren machen, dann liegen die Preise bei Austausch NT Gas gegen nur GBWT plus LAS bei ~7-10k€, gegen LWWP je nach Modell bei ~15-20k€ abzüglich Förderung, so Du denn ein nach Datenblatt entsprechend effizientes Gerät wählst.
Aber wie gesagt: nur Angebote von HB bringen Dich hier weiter, weil eben nicht alle HB alle Modelle verbauen und auch unterschiedliche Konzepte wählen (Stichwort WW Bereitung z.B.)

Nimmst Du bei Gas jetzt oder innerhalb 2a noch eine große ST dazu, wird es natürlich teurer, wieviel hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab, (ggf hast Du schon eine ST und kannst z.B. die Anschlüsse verwenden) wird aber gefördert.

Unterm Strich ist eine reine LWWP idR aber teurer, als der reine Tausch Gas gegen Gas.

2. Verbrauch:

das ist natürlich ein Stück weit Glaskugel, wie sich der Endverbrauchergas-und Strom preis entwickelt. Die CO2 Abgabe ist natürlich ein Faktor, aber ob das 1zu1 beim Kunden "ankommt" ist offen. Ich persönlich habe z.B. gerade den Versorger wieder gewechselt für 2021 und zahle auch mit CO2 Abgabe (= dann 25€/to = rechnerisch ~50€/a) weniger bzw. quasi das gleiche wie heuer, einfach weil die Gaspreise nochmal gesunken sind. ~4 Cent/kWh inkl. GG bei 10.000kWh (heißt, bei mehr Verbrauch wird es sogar günstiger pro kWh), sogar als Klimagas also mit CO2 Ausgleichsmassnahme.
Mit einer modernen GBWT sollte die Effizienz auch noch etwas steigen, grob 10-15%, also nur noch 17-18t kWh/a
Dazu kommt Schorni ~20€/a (bei modernen Thermen kommt der nur alle 3 Jahre) und Strom (bei modernen Thermen ~100kWh oder rund 30€ bei aktuellem Strompreis), also eher überschaubar.

Deine thermische Hülle, die Heizflächen (HK) und Dein Heizverhalten sind auch nicht gerade optimal für die WP.
Auch wenn der JAZ Rechner hier noch eine förderfähige JAZ ausgeben sollte, wird das in der Realität idR niedriger sein.
Zudem ist JAZ nicht alles, gerade bei Dir wo Du viele Räume nicht bzw. auf 17° "erwärmst".
WP braucht a) viel Durchsatz also Umlaufvolumen das Du mit den aktuellen Heizflächen in den beheizten Räumen nicht/schwer erreichen wirst. Alles zu beheizen, erhöht zwar den Volumenstrom für die WP und senkt auch die nötige VL Temp, erhöht aber auch den Bedarf, weil einfach mehr geheizt wird. Sprich: bessere JAZ, aber auch mehr Wärmebedarf als vorher. Was dann finanziell besser oder schlechter ist, ist schwer vorher zu sagen.

Über das aktuelle und zukünftige Verhältnis von Gas- zu Strompreis kann man nur spekulieren. Aktuell sind wir bei ~1:6,5, je nach Region etwas mehr oder weniger. Bei Dir lohnt sich auch kein WP Tarif, dazu hast Du wieder zu wenig Verbrauch für den extra Zähler etc.
Selbst mit den Nebenkosten für Schorni und Strom, müsste die WP eine JAZ von ~ 5,5 - 6 liefern, dass das in etwa preisgleich wird.
Mit Deiner Annahme von JAZ 3 bist Du mMn eher unten bei dem was gehen sollte, aber viel mehr als 3,5 würde ich auch nicht erwarten bei den üblichen WP, ohne sich beim Komfort einzuschränken (WW, RaumTemp etc.).

Dazu sehe ich die Punkte:

- Lautstärke einer LWWP. Je nach Dichte der Bebauung (Du bist ja in einer DHH) kann das zum Problem für Dich selber und/oder die Nachbarn werden. Auch wenn die WP neu noch rel. leise sein mag, Geräusche durch Verdichter und Lüfter (Lager) werden im Laufe der Zeit lauter.
- Lebensdauer: bei einer LWWP sehe ich die Lebensdauer geringer als bei einer rein innenaufgestellten GBWT. Ich pers. würde da ~ 10a Unterschied sehen. Und wenn bei einer WP ausserhalb der Garantie/Gewährleistung ein Verdichterschaden auftritt, ist das idR das wirtschaftliche Ende der WP, eine GBWT kann man rel lange rel günstig am Leben halten.

- betrachtet man "lohnen" rein aus Umweltgesichtspunkten, sehe ich die WP für die Zukunft besser aufgestellt als die GBWT, einfach weil Strom anteilig vermutlich schneller grün wird bzw. schon ist, als dass Gas von fossil auf EE Gas (PtG) umgestellt wird. Hast Du aber z.B. rel. hohen WW Bedarf, kann auch eine ST hier einen wesentlichen Beitrag liefern, auch wenn ich rein finanziell heute eher eine PV verbauen würde, weil hier ein schnellerer RoI zu erwarten ist bei den aktuellen Preisen. Hier steht aber aktuell im Raum, dass eine PV nach den 20a Förderung nicht mehr wirtschaftlich weiterbetrieben (auch nicht mit nur Eigenbedarf ohne Einspeisung) werden kann, ein ST hingegen schon.

Alles nicht einfach, aber hart wirtschaftlich, sehe ich für die LWWP nur eine Chance, wenn man a) selber eine günstige verbaut und damit deutlich unter den Gasinvest kommt b) die Heizflächen und das Nutzerverhalten auf die WP optimiert c) keine Wartungskosten bei der WP aber bei Gas ansetzt, d) die Lebensdauer sich nicht unterscheidet und e) das Verhältnis Strom zu Gaspreis innerhalb der Lebensdauer der Heizung im Mittel bei 1:4,5 liegt.

Neben dem wirtschaftlichen Fazit das ich für mich ziehe, sind bei mir v.a. die Platzverhältnisse aussen und das Lärmthema ausschlaggegbend dass ich auch im Neubau (4 Reihenhäuser) auf Gas setzte, aber das ist nicht repräsentativ sondern eben mein spezieller Fall.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 19.10.2020 14:45:23
1
3026928
Vielen Dank Hopfengold für Deine Anregungen.

Wir haben leider eine Gaube auf dem Dach der Südseite, daher kam bisher Solar in welcher Form auch immer nicht in Betracht. Ich werde vorerst versuchen, einen HB zu finden, der die Pana verbaut, das wird wohl schon schwer genug werden.

Es sind bisher nur erste Gedanken und es steht noch nichts fest.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 19.10.2020 15:11:31
0
3026944
Viel Glück bei der Suche, meine ich Ernst.
Schau und vor allem höre sie Dir aber auch wenn möglich mal in live an

Hier gibts ein paar Videos dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=fn900BNLZ_o

ich finde das grenzwertig in dichter Besiedelung, vor allem den Start des Abtauens.
Viele versuchen auch innerhalb der WP noch zusätzlich zu dämmen.

Verfasser:
Mauk
Zeit: 19.10.2020 15:25:40
0
3026952
Das werde ich mir mal in Ruhe ansehen/-hören.

Die Lebensdauer ist natürlich auch ein Thema. Unsere NT-Anlage von Wolf ist aus 1993 und arbeitet bisher ohne schwerwiegende Probleme. Die WW.Erwärmung erfolgt getrennt über einen Kessel von Wikora. Der macht mir eigentlich am meisten sorgen. Bisher ist alles trocken, aber auch das kann sich ganz schnell ändern. Nachhaltigkeit zeigt sich auch in einer langen Standzeit.

Mein HB, der auch die Anlage 1993 eingebaut hat, ist von Brennwert nicht gänzlich überzeugt. Er sagte mir, wenn es eine Fehlermeldung gibt, dann steigen die Geräte sofort aus und man hat den Service im Haus. Da sind die 10 oder mit Glück 15% Ersparnis bei unseren bisherigen Kosten schon aufgebraucht.

Die Bebauung ist bei uns nicht so eng. Im hinteren Bereich des Gartens würde es eigentlich niemanden stören. In einem Wochenendhaus haben wir eine LLWP von Panasonic. Der Geräuschpegel des Außengerätes ist sehr niedrig.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.10.2020 16:22:35
4
3026996
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Das werde ich mir mal in Ruhe ansehen/-hören.

Die Lebensdauer ist natürlich auch ein Thema. Unsere NT-Anlage von Wolf ist aus 1993 und arbeitet bisher ohne schwerwiegende Probleme. Die WW.Erwärmung erfolgt getrennt über einen Kessel von Wikora. Der macht mir eigentlich am meisten[...]

Kannst ja mal Low fragen (der die Videos gemacht hat) ob seine LWWP laut ist. Der hatte damals die Empfindlichkeit des Mikros auf Maximum gedreht damit man was hört. Entsprechend brüllen die entfernt zirpenden Vögel in dem Video vor sich hin.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.10.2020 20:11:46
1
3027142
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
... vor allem höre sie Dir aber auch wenn möglich mal in live an

Hier gibts ein paar Videos dazu:
https://www.youtube.com/watch?v=fn900BNLZ_o

ich finde das grenzwertig in dichter Besiedelung, vor allem den Start des Abtauens ...
😂😂😂😂

Nimms offene Wort nicht übel @Hopfengold, aber das im von mir gedrehtem Videoclip zu erahnende Geräusch der Maschine ist real nicht ansatzweise gegeben. Das Mikrofon war leider fest in der billigen damals 10 Jahre alten Kamera integriert und diese nichteinmal 1 Meter von der Kiste entfernt platziert. Sämtliche Nebengeräusche waren so gut wie ausgeblendet.

Verfasser:
Hopfengold
Zeit: 19.10.2020 21:41:54
0
3027204
Zitat von Mauk Beitrag anzeigen
Mein HB, der auch die Anlage 1993 eingebaut hat, ist von Brennwert nicht gänzlich überzeugt. Er sagte mir, wenn es eine Fehlermeldung gibt, dann steigen die Geräte sofort aus und man hat den Service im Haus. Da sind die 10 oder mit Glück 15% Ersparnis bei unseren bisherigen Kosten schon aufgebraucht.


ich denke die Wahrheit liegt in der Mitte. Die alten NT Gaskessel sind schon sehr robuste weil einfache Kisten die ewig und 3 Tage halten können. Tendenziell sind die neuern GBWT nicht mehr ganz so unverwüstbar und etwas filigraner und komplexer, dafür idR auch weniger Aufheizverluste, weniger Stromverbrauch, bessere/umfangreichere Regelung was alles zu mehr Effizienz führt.

Laufzeit würde ich idR trotzdem mit über 20a ansetzten.

Zumindest meine aktuelle GBWT aus 2012, läuft bis heute absolut problemlos. Genau einmal hatte ich eine Störung, dass die Flamme ausging (ich vermute durch den Wind weil da Sturm war). Störung quittiert und weiter gings. Wartung hatte ich am Anfang nach 2 Jahren mal, heuer wird es die zweite geben. Mal wieder durchputzen...

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von Hopfengold Beitrag anzeigen
[...]
😂😂😂😂

Nimms offene Wort nicht übel @Hopfengold, aber das im von mir gedrehtem Videoclip zu erahnende Geräusch der Maschine ist real nicht ansatzweise gegeben. Das Mikrofon war leider fest in der billigen damals 10 Jahre alten Kamera integriert und diese nichteinmal 1 Meter von der[...]


ne, nehm ich nicht übel, auch wenns doch mehr 1m war wenn Du ehrlich bist. Die Wahrnehmung von Geräuschen ist sehr individuell.
Dass das in Realität sogar weniger wahrgenommen wird wie in dem Video glaub ich Dir sogar. Trotzdem kann man die Lautstärke einer LWWP einfach nicht leugnen. Ich gehe aktuell jeden Tag mit meiner Kleinen zur Schule und komme dabei an einer Dimplex LWWP eines EFH vorbei, die neben der Haustüre Richtung Straße steht, ca. 4 Jahre alt. Die höre ich aus 15m Entfernung und noch nicht mal die Lüfter sondern den Verdichter.
Und da würde ich jetzt viele Wetten eingehen, dass ich das Abtaugeräusch bei Dir in Außenaufstellung auch in 10m Entfernung ohne Problem höre (inzw. ist sie ja nach innen gewandert bei Dir).
Aber TE hat je genug Platz, dass das eher kein Problem darstellen würde.

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