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Neubau: Heizung mir Erdwärme über Erdsonden und Sole/Wasser-Wärmepumpen?
Verfasser:
rapunzel
Zeit: 19.12.2005 18:25:51
0
297270
Hallo erstmal,

wollte nur mal meinen Senf hinzugeben.

Ich habe eine Gebäudenutzfläche von 180,5 m2 und eine Wohnfläche von 143,56 m2 und heize mit Gas-Brennwert ( Viessmann Vitodens 222). Habe auch eine dezentrale Luftungsanlage von Viessmann Vitovent 200. Gründe für die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung waren Luftdichtheit heutiger Bauten, mögliche Schimmelbildung , Geräusche bei offenen Fenster, Spinnen ! etc. )

Im EG habe ich eine Fußbodenheizung von Cuprotherm und im OG Niedertemperaturheizkörper. Nur ein Heizkreis, eine Pumpe ( spart übrigens auch Strom so ein Einpumpendesign:) Habe eine Heizkurve von 0.6 ohne Parallelverschiebung, hatte vorher 0.8 mit +0.3 Parallelverschiebung.

Meine Jahreskosten für Erdgas sind: 660 Euro ( incl. Grundgebühr ), und ich wohne mit meiner Freundin 1 Jahr und 3 Monate in der Hütte. ( 20/21 Grad, konstant tagsüber, ab 22 Uhr bis 06 Uhr täglich Absenkung auf 14 Grad, normale Brauchwassernutzung für 2 Personen, baden auch gerne mal in unserer 280 L Wanne :) Tendenz der Erdgaskosten Richtung 580 Euro, da ich anfangs noch die hohe Heizkurve gefahren habe.

Was soll jetzt eine Wärmepumpe mit den horrenden Zusatzkosten hier eigentlich sparen ? Amortisiert sich niemals.

Bin bei genau 880 qm3 Gas/Jahr für Warmwasser und Heizung.

Weil der Viessmann einen Radialbrenner hat brauche ich nur alle 2 Jahre eine Wartung ( 75 Euro ) zu machen.

Die ganze Lüftungsaktion hat gerade mal 8000 Euro Mehrpreis gekostet, was auf die aufwändige Verlegung der Lüftungsanlage im Estrich / Rohrsysteme mit Schalldämpfer zurückzuführen ist.

Die gute ( serienmäßige ) Isolierung 43,5 cm Wandaufbau mit U-wert 0,17 und die (serienmäßige) gute Isolierung des Daches ( 220 mm WLG035 ) incl gutem Blower Door Test von 0,89 tragen natürlich zu den guten Energiewerten bei.

Mein Fazit: Investieren in Sachen, die man später schlecht nachbauen kann, also Gebäudedämmung, Qualität der Gebäudehülle durch Blower Door Test, eine kontrolierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Fußbodenheizung/Niedertemperaturheizkörper ist ein guter Start. Mit einer Luftwärmepumpe möchte ich es mal sehen, das meine 280Liter Whirlpoolwanne auch warm wird ! Das Takten des Vitodens kann mann übrigens auf 8 Min reduzieren, und der Brenner hält das auch aus, keine Panik das das Teil kaputtgeht.

Mein Bauträger heisst übrigens Mittelstädt und ich kann die Jungs nur weiterempfehlen.

Gruß aus Tangstedt

Kai

Verfasser:
helmutmg
Zeit: 20.12.2005 06:48:09
0
297541
@Rapunzel

Hallo Kai,
welche horrenden Mehrkosten bei der WP meinst Du?
Deine 145 m² bekommt eine Direktverdampfer WP für ca.
450€ warm.
Da brauchst Du noch nicht mal 8.000€ in eine Lüftungsanlage zu investieren!

Ich behaupte dass eine Direktverdampfer WP etwas weniger gekostet hätte als Deine beschriebene Anlage.
Das Einsparpotenzial kannst Du Dir jetzt selbst ausrechnen.
Was Fachleute von dem System HBH + NT HK halten ist im Forum nachzulesen.

Ich zitiere gerne Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ...." :-))

MfG

Avenir-Energie
Helmut Golawsky
Bopparderstr.11
56281 Emmelshausen
Tel + Fax 06747-950762
info@golawsky.de

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 20.12.2005 07:54:56
0
297567
@ Rapumpzel

Ihr Senf ist leider nicht von der besseren Sorte, nicht gut bekömmlich!

Mein Altbau, Bj. 1979/80, 250 qm beheizbare Fläche,
brauchte im vergangenen Jahr mit einer Kombination aus Luft-Wasser-Wärmepumpe plus Ölkessel (Bivalenz-Anlage) folgende Energiemengen:

- 5550 kwh Tagstrom (Hochtarif)
- 2614 kwh Nachtstrom (Niedertarif)
- 480 Liter Öl (= 4860 kwh)

Alles zusammen gezählt ergibt das 13024 kwh Heizenergie; umgerechnet in Öl oder Gas: 1279 l Öl oder 1279 Kubikmeter Gas.

Ich habe ein paar Quadradmeter mehr zu beheizen als Sie.

Unser Warmwasser wird mit einer separaten Brauchwasser WP erzeugt. Tagesverbrauch ca. 4,8 kwh.


Gruß
ManfredK


Verfasser:
knork
Zeit: 20.12.2005 09:54:07
0
297630
hi rapunzel...
aus meiner sicht ist es immer eine ermessens- oder sympathiefrage.
stecke ich viel geld in eine isolierung?
stecke ich viel geld in eine heizungsanlage?

wenn ich bei den anschaffungs- und verbrauchskosten etwa gleich liege, dann zieht das argument höhere investitionskosten nicht mehr. deine heizung verbraucht so wenig, weil du offensichtlich ein passivhaus hast.

passivhaus will ich nicht. ich will zum lüften mein fenster öffnen, will im winter meinen holzkamin anfeuern, ohne dass ich die tür zum auslassen der wärme öffnen muss oder die entlüftung auf voller last die hitze rausschaufelt.

man sollte immer das gesamtkonstrukt aus herstellungs- und betriebskosten und der umweltverträglichkeit sehen und kann nicht einzelne komponenten ausklammern und diese gesondert bewerten. dann könnte man auch sagen - synthetische dämmstoffe sind nicht besonders umweltfreundlich und teuer.

viele grüße - jörg

Verfasser:
WP-Betreiber
Zeit: 20.12.2005 10:21:36
0
297647
Verfasser:
Verena Lindig Zeit:
19.12.2005 07:29:51 296846
Hallo,

vielen Dank zunächst mal für die umfangreichen Ratschläge und Hinweise. Es ist für uns gerade ineteressant, die verschiedenen Meinungen zu den verschiedenen WP zu hören. Dazu habe ich gleich noch ein paar Fragen:

1) zur Luft-Wärmepumpe:
Was uns bei dieser Art der Wärmegewinnung stört wäre vor allem die Tatsache, dass ab -5°C die WP nicht mehr genügend Wärme produziert. Ausserdem sollen die Geräte recht laut und auch deutlich wartungsintensiver sein (Stichwort: Kondenzwasser), oder sind das evtl. Fehlinformationen?

Hallo Verena,

also das mit den -5 °C stimmt zwar, aber wann gibt es die? In Limburg wahrscheinlich noch seltener wie im Bergischen Land. Meine Zusatzheizung war seit dem 28.02.05 insgesamt 60 Stunden in Betrieb. Die meiste Zeit deswegen, weil ich Dussel irgendwann wohl mal an die Steuerung gekommen bin ohne es zu merken und dadurch auf Notbetrieb gestellt wurde. Sonst hat sie nur nach dem 28.02. mitgeholfen, die Heizung wieder zu normalen Temperaturen zu verhelfen. Ich denke einmal, das die Mehrkosten nicht so dolle werden, bei mir auf 200 m Seehöhe.
Dann noch etwas zur Geräuchentwicklung. Ich habe eine Luft-Wasser WP zur Innenaufstellung mit zwei Luftschläuchen. Also im keller ist das Teil wesentlich leiser als meine alte Ölheizung. Man hört ein leises Summen vom Kompressor und hat ein paar Geräuche vom Luftstrom. Wenn die Türe zu ist, hört man gar nichts. Außen nur, wenn man ca. 3 Meter davor steht. Auf der anderen Straßenseite ist gar nichts zu bemerken. Also so ab 5 Meter Entfernung ist bei meiner nichts mehr zu hören.
Zum Kondenzwasser: Bei mir war es natürlich etwas schwieriger, das irgendwie in den Kanal zu bekommen, weil die alte Heizung woanders stand, so dass ich die ganze Raumbreite überbrücken musste. Beim Neubau ist das doch kein Problem, festlegen wo das Teil hin soll und da einen Abfluß hinbauen.

Verfasser:
rapunzel
Zeit: 20.12.2005 10:32:51
0
297658
Hi Leute,

ist ja richtig was passiert, eine Diskussion !

@helmutmg

DAs mag stimmen. Die Mehrkosten wären in meinem konkreten Fall 6000€ gewesen da ich wegen der Gesamtgewährleistung bei einem Bauträger hätte bleiben müssen. Es geht halt bei einem Neubauprojekt nicht immer nur um Einzelkomponenten.
Ich hätte natürlich bai den 600€ eine Sole bze. Erdwärmepumpe genommen, nur das macht aus energetischen Aspekten ja Sinn.
Ich finde Erdwärmepumpe auch optimal, aber mir war das im Vergleich zum Gasbrennwertsystem ( und da kennen sich auch kaum Leute so richtig mit aus ) noch kein Massenprodukt. In 15 Jahren schaue ich nochmal was es dann so gibt. Es forschen ja auch alle an der nächsten Generation der Gas-brennwerttechnik ( -25% Verbrauch ) und anderen vielversprechenden Sachen.

Für die 6000€ Mehrpreis habe ich mich dann doch eher für
- Sicherheit ( Pilzkopfsicherungen, Haustüranlage )
- Bad ( 2 Personenbadewannde )
- geklebtes Einzelstabparkett mir hohem Wärmedurchlasskoeffizent
- und elektrischen Rolläden ( Hitzestau im Sommer, Energieverbrauch im Winter, allg. Sicherheit )

entschieden.

Es geht halt nicht NUR um Energiesparen :)

@ManfredK

Menno ! Ist doch guter Hamburger Kühne Senf .)
Der Gesamtverbrauch inkl Brauchwasser ist ca. 9600 kwH, reine Heizung ca. die Hälfte. Das entscheidende ist doch heutzutage der Brauchwasserverbrauch. Gerade wenn mal Kinder kommen sollen. Ich kenne Leute mit Wärmepumpen und deren Stromrechnung mei nur einem Kind ...

Wie hoch ist denn Ihre Stromrechnung ?

@Knork

Umweltfreundlich, immer gerne bin Greenpeace Mitglied. Aber dann sollte die Primärenergiebilanz stimmen.

Und wenn mit Strom heizen, dann ideoliegiegerecht mit dem Strom der nicht aus Kernkraftwerken kommt :)

Gruß an alle die hier professionell mitdiskutieren !


Verfasser:
H. Frank
Zeit: 20.12.2005 10:52:58
0
297666
@Rapunzel


Nur mal so zu den "horrenden" Heizkosten einer WP

Deine Heizkosten: 660 Euro
Stromkosten/kWh (WP-Tarif): 0,11 Euro

entsprechend in elektr. Strom:
660 / 0,11/kWh = 6000 kWh Strom


Dein jährl. Wärmebedarf:
880m³ * 10kWh/m³ = 8800 kWh


erforderl. Arbeitszahl d. WP, um mit den Gaskosten gleichzuziehen:

8800/6000 = 1,5


Das heisst, die lausige Mindestarbeitszahl von 1,5 einer allerprimitivsten WP würde reichen, um die Heizkosten gegenüber deiner Gasheizung zu verringern.

Und bekanntlich sollen die Arbeitszahlen von WP höher sein als 1,5.


H. Frank




Verfasser:
DK
Zeit: 20.12.2005 10:59:13
0
297670
Hallo Frau Lindig,

wie schon vorher angekündigt, werden Sie in diesem Forum neben fachlichen korrekten Argumenten auch viel Blödsinn und Vorurteile zu hören bekommen. Letzteres fast ausschliesslich von Leuten die keine WP haben und z.B. 2-Personenbadewannen eine höhere Priorität einräumen. Hinter vielen Beiträgen stecken aber auch Verkäufer, die eine best. WP-Typ oder Marke verkaufen wollen und deshalb andere Typen und Marken unberechtigt negativ darstellen.
Ich habe mir von HB eine Referenzanlage nennen lassen, die ich am Wochenende besichtigt habe. Es handelte sich um eine Luft-Wasser-WP mit Spliteinheit. Das Aussengerät stand auf der Garage und war, obwohl es lief, absolut nicht zu hören. Das hat auch mich überrascht. Im Keller eigendlich nur Kühlschrankänliche Geräusche. Der Besitzer war sehr zufrieden mit der Anlage. Der Hersteller ist baut schon über 25 Jahre Wärmepumpen.
Besuchen Sie Referenzanlagen und fragen Sie die Benutzer - ich denke das ist der beste Weg

Gruss
DK

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 20.12.2005 11:02:05
0
297673
Guten Morgen rapunzel,

meine Brauchwasser-Wärmpumpe verbraucht pro Tag ca. 4,8 kwh (5 Erwachsne) mal 365 Tage sind 1752 kwh

Stromverbrauch pro Tag 0,53 €

Stromverbauch im Jahr 193,45 € [Mix aus Tag- und Nachtstrom.


Gruß
ManfredK


Verfasser:
helmutmg
Zeit: 20.12.2005 11:04:30
0
297675
@Rapunzel
Wenn nach einem Heizsystem gefragt wird geht es meiner Meinung nach nur um folgende Punkte:

1. Anschaffungskosten
2. Folgekosten
3. Bedienerfreundlichkeit

Und ich behaupte es geht gerade heute nur um Energiesparen.
Desweiteren sind Wärmepumpen aller Art heute Massenprodukte.
Es kommt aber auch hier auf die Effizienz an.
Das heißt, die Geräte sollten eine hohe JAZ haben.
Die Wärme sollte OHNE Heizstab gewonnen werden.

MfG

Avenir-Energie
Helmut Golawsky
Bopparderstr.11
56281 Emmelshausen
Tel + Fax 06747-950762
info@golawsky.de

Verfasser:
knork
Zeit: 20.12.2005 11:45:50
0
297697
@rapunzel
okay ist zwar sehr offtopic aber nochmal zu sauberem strom. ich werde nicht mit grünem strom heizen. der grund ist ganz einfach - ich kann es mir nicht leisten! eine weitergehende politische diskussion darüber, warum grüner strom teuer ist, erspare ich mir. gehört nicht hier hin.
aber nochmal zu dämmstoffen:
welche hast du benutzt? auf erdölbasis? bohren ist umweltschädlich ... verschiffen ist umweltschädlich (manchmal läufts ja ins meer) ... die herstellung ist umweltschädlich. auch hier wird gesündigt.

wenn umweltgerecht dämmen, dann auf planzlicher basis - alles andere ist nur dazu da um heizenergie zu sparen und sein gewissen zu beruhigen - und da muss ich sagen - koste es, was es wolle.
dämme ich mein dach in 160 statt 100er pur, dann zahle ich 7000€ statt 5000€ und die dachdämmung bringt mir eine heizkostenersparnis (wp) von 50€ im jahr. es rechnet sich einfach nicht.

mein motto ist - vernünftig dämmen aber nicht übertreiben. was nutzt es mir, wenn ich mein holzfeuer nicht mehr anmachen kann, weil sich das haus überhitzt?

nur mal so am rande, niemand wird ersthaft behaupten können, eine saubere grüne weste tragen zu können.

grüße - jörg

Verfasser:
DietmarKollmeier
Zeit: 20.12.2005 12:12:12
0
297719
@all
bin hier recht neu und hab nicht so die Ahnung von Heizsystemen. Bei mir kommen die gleichen Probleme auf, wie Verena am Anfang beschrieben hat. Vorallem die höhere Temperatur im Bad und die Legionellen.
Bei den Legionelle ist es eigentlich wurst, ob es die jetzt nun im EFH gibt oder nicht - ich / meine Frau will halt einfach ein gutes und sicheres Gefühl bei der Heizung/Warmwasseranlage haben und das zählt. Ist es (zumindest behaupten das Bartl und Ochsner auf deren HP) wiklich möglich (hat das einer ausprobiert gemessen) ohne Heizstab das Brauchwasser zwischen 60 und 65 Grad zu halten?

Gibt es die Möglichkeit, dass man z.B. in einem seperaten Heizkreislauf eine Heizleiter im Bad mit ca. 55 Grad zu Betreiben?
Hat das jemand im Einsatz?

Über Infos wäre ich Euch sehr dankbar.



Verfasser:
rapunzel
Zeit: 20.12.2005 19:11:38
0
298067
Nochmal Hi an alle,

jetzt wird es ja richtig interessant !

@VerenaLindig

Lassen Sie sich nicht verunsichern, ne Wärmepumpe ist schon in Ordnung, nur lassen Sie sich mehrere Referenzobjekte des installierenden Betriebes zeigen und sprechen Sie unbedingt 'Offline' mit den Leuten die die Stromrechnung zahlen.

Ich habe mich nämlich auch nach Referenzen umgeschaut und komischerweise sehr wenige Leute gefunden die Ihre Stromrechnung ( und nur die zählt ! ) mir mal über die Jahre gezeigt haben. Und glaube Sie mir Verkaufen wollen alle was, besanders was teures, aber ob die Betriebe Ihre ach so einfache Technik im Griff haben, zeigt sich erst bei Referenzen !

@HFrank

Zu meinem Entscheidungstermin hatte EON Hanse den WP Tarif noch nicht, kannste Dir denken warum ich das AUCH blöd fand. Ansonsten korrekt, glaube nur die Warmwasserleistung nicht, erst wenn ich ne Anlage sehe.

Und alle Rechnungen können nur ein grober Anhalt sein.
Ich bleibe bei den Referenzen, s.o. Der gemeine Heizungsinstallateur weiss auch nicht unbedingt alles um den Brennwertvorteil einer Gastherme umzusetzten.

@DK

Jep, stimme zu zu 100%. Korrekte Ansage zu den Referenzen ! Das war mein Grund KEINE WP zu nehmen.

Bin ansonsten Privatmann der jedoch SEHR kritisch gegenüber Werbeversprechen ist ( "2L Haus, Sie sparen 80% gegenüber einer Gasheizung" )

@ManfedK

Du hast es gut, Deine Brauchwasserleistung ist ok, die Anlage funktioniert. Halte Dir den Installateur warm, der kann es.

Ich habe mal versucht Referenzen zu diesem Thema, also ehrliche Ansagen zu Verbrauch etc. bei Viebrock zu finden, die bauen hier im Norden pro Jahr 800 Häuser und davon ca. 50% mit WP.
Bisher habe ich nur einen Kunden mit Luft WP hierzu gefunden ( Kosten +30% höher als ich ), ansonsten Fehlanzeige. Inzwischen ist seltsamerweise Viebrock auch von der Luftwärmepumpe weg und auf Sole-Wasser umgeschwenkt, zu gringfügigem Aufpreis.

Nochmal etwas zum Primärenergieverbrauch, der ist bei Dir natürlich durch die ungünstige Strombewertung ( x3) viel höher.

@Helmutmg

Zum Thema Fußbodenheizung und NiedertemperaturHK:
Wer's kann, der kann. Mein Meisterbetrieb hat das in über 200 Bauten schon realisiert, und es funktioniert einfach, und spart wegen der einen Pumpe noch Strom ! Habe mir die Heizungsauslegung/Wärmebedarfsrechnung senden lassen, ist alles korrekt dimensioniert. Übrigens wohne ich schon 2 Jahre damit, keine Klagen ! Und vorher habe ich natürlich andere gefragt. Referenzen waren mir auch hierbei wichtig.
Wers nicht kann, macht auf 55 Grad Vorlauf mit Mischer, verschenkt den 10% Brennwertgewinn und verkauft dem Kunden eine kompliziertere und teurere Installation.

Würde nur heute im 1.OG auch FBZ nehmen wegen Stellfläche !

Zum Thema WP:

Du hast 100% Recht zum Thema die Wärme sollte ohne Heizstab gewonnen werden. Bitte auch das Brauchwasser. Ich würde es einfach so machen:

An den Heizstab einen Stromzähler dranbauen, und alle anlaufenden Stromkosten dem installierenden Betrieb in Rechnung stellen. Den Kaufvertrag schon mit diesem Passus ausstatten.

Wollte bei mir nur keiner machen...


@knork

Nichts über Politik.

Aber in diesem Land musst Dein Bauträger einen Neubau halt nach einer Regel dämmen (ENEV). Wie er das macht ist Geschmackssache.

Aber wenn er nach Vorschrift baut, dann wird deine Hütte echt warm im Sommer auf der Südseite. Oder wenn Du den Kamin anmachst. Das ist einfach so, schon bei der aktuellen Vorschrift. Deshalb rate ich Dir mal Leute die neu gebaut haben nach den Temperaturen im Sommer zu fragen und was sie von Rolläden/Markisen als Verschattung halten.

Überigens muss Dein Bauträger die Hütte nach ENEV auch Luftdicht bauen. Nicht ganz dicht aber schon ziemlich dicht. Wenn Du dann nicht permanent korrekt lüftest, schimmelt Dir das ganze langsam an. Und Schimmel ist SEHR schlecht. Und wenn Du dafür den ganzen Tag die Fenster auf Kipp stellst, wirst Du definitiv nicht die schönen Verbrauchswerte bekommen UND trotzdem Schimmelbildung haben.

Das ist ein anderes Thema und hat nichts mit der Leistungsfähigkeit von WP zu tun, aber mit Energieeffizienz des Gesamtsystems und Gesundheit.

Gruß an alle hier

P.S. Mein aktuelles Hausprojekt ist ne Enthärtungsanlage. Wir haben hier 20 Grad hartes Wasser und wenn ich nicht bald was mache wird mein Energieverbrauch zum Warmwasserbereiten immer höher ( bis +15% ). Schon mal an sowas gedacht ? Hilft besonders bei Solarer Warmwasserbereitung aber auch bei GAS/ÖL/WP. Ist aber auch ansonsten ganz praktisch weiches Wasser zu haben :)


Verfasser:
Hendrik42
Zeit: 20.12.2005 19:39:51
0
298081
rapunzel,

nur ganz kurz: hier im Forum läuft einer rum, der hat nen Viebrock Haus mit Luft WP (wie ich von Nibe) und ist zufrieden. Suche verwenden.

und meine Luft WP macht WW ohne Heizstab. Auch im Winter. Da wird ja nun auch nicht wirklich viel Leistung gebraucht. Heizstab brauche ich allerdings wenns fix kalt ist für die Heizungsunterstützung.

Immernoch billiger als Gas.

Ansonsten haste recht: Referenzen, Referenzen, Referenzen und immer nochmal kritisch nachfragen.

Gruß, Hendrik

Verfasser:
rapunzel
Zeit: 20.12.2005 20:44:02
0
298133
@Hendrik

Am Beispiel Viebrok 3L Haus waren es lächerliche 13795 Euro Mehrpreis ( für dezentrale Lüftung, Luft-WP und bessere Isolierung )

Wenn Du bei Viebrock die bessere Isolierung des 3L Hauses nimmst (3500 Euro ) bist Du mit Gas immer noch 10295 Euro günstiger.

Selbst wenn dann die WP die hälfte ! an Kosten produziert hast Du die Anschaffungskosten erst nach 30 Jahren wieder raus.

Zumindest bei Viebrock ist durch deren Paketierung Gas deutlich günstiger als WP.

Im Vergleich zu Viebrock habe ich deren Isolierung des 2L Hauses und eine bessere, zentrale Lüftung und zu deren Preismodell knapp 5800 Euro gespart.

Auch hier Kosten erst nach 15 Jahren wieder raus.

Eine Gelddruckmaschine ist ne WP halt nicht, mann sollte auf Werbung und konkrete Preismodelle achten !

Mir hat bei WP nicht der vermeitliche Preisvorteil gereizt ( kann ja im Einzelfall auch sein ) sondern die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Auf der anderen Seite ist das ja wieder ein Trend.

Gruß

Verfasser:
Little L.A.
Zeit: 22.12.2005 17:37:46
0
299666
Hallo

Zum Thema Wärmepumpenhersteller:
Mann sollte das Servicenetz auch als Kriterium betrachten
Heliotherm hat meiner Meinung nach einen ziemlich mieserablen Support.
Ich selbst besitze zwei Wärmepumpen des Herstellers.
Durch den Verlust des Kühlmittels am Gerät steht meine Brauchwasser-Wärmepumpe mittlerweile 4 Wochen.
Kein Rückruf, 250 Euro Anreise usw...
mfg
Alex

Verfasser:
MM
Zeit: 23.12.2005 18:19:35
0
300450
Hallo Verena,

wir haben 2004 ein kfw40-Haus (133 qm) gebaut und mittlerweile über ein Jahr Erfahrung mit einer Luftwärmepumpe der Fa. ACALOR. Es handelt sich um ein System mit Direktkondensation, d. h. kein Wechsel des Heizmediums. Das erhitzte Propangas gibt seine Energie direkt an den Fußboden, bzw. Wasserspeicher ab. Wir sind sehr zufrieden. Das Raumklima ist sehr angenehm. Es entsteht der Eindruck, das gar keine Heizung existiert, da insbesondere der Fußboden nicht heiß wird, sondern der gesamte Raum einfach warm ist.


Die Kosten sind ein sehr schlagendes Argument. Unser Stromversorger hat seit Jahren den WP-Tarif von 7,4 Cent (brutto)/KWh. Der wird jetzt allerdings auf 10,3 Cent (brutto)/KWh erhöht. Unsere Heizkosten lagen im vergangenen Jahr bei 390 Euro inkl. Warmwasser. Unter den neuen Konditionen werden wir wohl mit über 500 Euro rechnen müssen. Da die Anlage wartungsfrei ist, entstehen übrigens keine weiteren Kosten und bei dem Bau konnten wir auf den Gasanschluss verzichten (Einsparung 1.500 Euro). Schornsteinfeger und sonstiges "Wartungspersonal" fallen völlig weg. Kosten der Anlage inkl. 180L Wasserspeicher, Estricherhöhung im 2. OG und Aufbau des Wärmetauschers 25 m vom Haus entfernt im Garten (2003) ca. 13.000 Euro (brutto). Das sind echte Zahlen, keine aus dem Rechner oder Werbeprospekt.

Die Heizung hat übrigens bei uns auch bei zweistelligen Minusgraden im vergangenen Winter ohne Probleme funktioniert.

Es lohnt sich zur Meinungsbildung einfach mal einen Hauseigentümer zu besuchen. Das ist vermutlich der beste Weg zu fühlen wie die Anlage wirkt.

Schöne Grüße
Mario

Verfasser:
Rüdiger Frank
Zeit: 29.12.2005 13:01:55
0
303113
Hallo Verena,

wir sind auch gerade bei unserer HLS-Planung und kommen nicht so richtig weiter.

Referenzen haben wir zwischenzeitlich auch schon einige abgeklappert. Anfänglich dachten wir Pellets ist die Zukunft unserer Heizanlage bei genauerem Preisvergleich und der künftigen Ungewissheit der Preosentwicklung u.a. kamen wir jedoch auf die Idee mit den Erdkollektoren. Auch wir haben ausreichend Grundstück und von einem HB mit genannten Referenzen wurde uns die Wärmepumpe von Bartl, Ulm empfohlen. Jedoch wird langsam die ganze Problematik immer komplizierter und jeder neue Heizungsbauer wieder eine neue Meinung....

Wir werden uns daher nun einen Fachplaner für HLS suchen, der auch schon einschlägige Erfahrungen in diesem Bereich hat und dann werden wir weiter sehn.

Grüssle vom Bodensee
Rüdiger Frank

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