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Kühlung mittels BKA - Entfeuchtung erforderlich?
Verfasser:
Alfred82
Zeit: 11.04.2021 23:45:59
0
3137383
Hallo zusammen,

Ich baue dieses Jahr ein eingeschossiges EFH in Südportugal (kein Ferienhaus). Es wird Massivbauweise mit Aussenwänden aus Beton und Fassadendämmung aus Kork. Die ganze Baukonstruktion ist vor allem auf hohe Sommertemperaturen ausgelegt.
Ein paar Eckdaten:
• 200m2 netto Wohnfläche
• Klima im Winter Tiefsttemperaturen -2ºC und im Sommer bis über 40ºC bei rund 40-50% rel. Luftfeuchtigkeit
• Heizlast des Gebäudes liegt bei ca. 11,2kW und die Kühllast liegt bei 12,5kW
Dadurch, dass wir - was Haustechnick angeht - in einer unterentwickelten Region sind und ich nicht auf 08/15 Lösungen wie Split-Klimageräte zurückgreifen möchte, habe ich mich entschlossen, die Sache selbst an die Hand zu nehmen. Ein wenig Vorkenntnisse bringe ich mit.
Konkret plane ich eine FBH, ergänzt mit einer BKA der Betondecke zur Kühlung. Betrieben werden soll das Ganze mit einer L/W WP; eventuell ebenfalls ergänzt mit einem Pellet-Feststoffkessel und einer PV-Anlage.
Die Ergänzung durch den Feststoffbrenner hängt damit zusammen, dass ich beruflich den Brennstoff zum Nulltarif bekomme und so die WP günstig ergänzen kann. Die PV Anlage könnte mit der WP gekoppelt vor allem im Sommer wirtschaftlich interessant sein, im Winter müsste der Großteil der Energie aus dem Netz kommen.
Als WP ist eine Daikin Altherma ECH2O Bivalent SB.HSXB16P50B/L14W mit integriertem Puffer mit 500l vorgesehen. Die Wahl dieses Fabrikates hat mit dem lokalen Kältetechniker zutun. Laut Daikin lässt sich mit dieser WP die von mir angestrebte Anlage verwirklichen. Der Feststoffkessel lässt sich an die Inneneinheit der WP anschließen und auch eine Solarthermie wäre integrierbar. Um die ganze Anlage nicht unnötig kompliziert zu machen würde ich aber darauf verzichten und lieber auf PV setzen, die auch zum Kühlen genutzt werden kann.
Die FBH plane ich mit 15cm VA, 16x2mm Rohr und 20 Heizkreisen zwischen 60 und knapp 100lfm. Bei einem DeltaK von 13 käme ich so auf 50W/m2 Heizleistung
Die BKA Decke habe ich ebenfalls mit 15cm VA geplant, komme da aber mit 16 Kreisen aus, was eine Kühlleistung von 35W/m2 bei 7 DeltaK ergibt. Dies reicht theoretisch nicht für die erforderliche maximale Kühlleistung, was bedeutet, dass in ausgeprägten Hitzeperioden auch die FBH zum Kühlen genutzt werden muss.
Das ganze System hat zum Ziel, einen angenehm temperierter Wohnraum zu schaffen, ohne auf Klimageräte mit den oft sehr störenden kalten Luftströmungen zurückzugreifen, möglichst energieeffiziente Vorlauftemperaturen zu nutzen und weitgehend erneuerbare Energien zu nutzen.
Jetzt zu meiner Frage, kann mir jemand eine Einschätzung geben, ob ich unter den oben genannten Umständen eine KWL mit einem Entfeuchter einplanen sollte, oder kann ich aufgrund der trockenen Hitze darauf verzichten? Bekanntermaßen ist es zumindest bei feuchter Hitze mit dieser Art von Flächenkühlung problematisch und unangenehm ohne Entfeuchtung.
Falls jemand zu den Ausführungen noch andere Anmerkungen hat, bin ich natürlich auch interessiert.

Besten Dank!

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 12.04.2021 08:29:10
1
3137420
Ich würd da auf alle Fälle eine Entfeuchtung vorsehen.
Nur Deckenkühlung alleine ist bei uns im Südöstlichen Österreich schon nicht mehr wirklich komfortabel.

- als Mindesteste solltest du einen Enthalpietauscher verwenden, um zumindest die Feuchte draußen zu halten
- für die Entfeuchtung könnte dann ein kleines, zentrales Split-Klima-Gerät verwendet werden.
- oder stattdessen gleich ein KWL-Gerät mit integrierter Entfeuchtung (z.B. Utek DEH-V, oder RDZ UC 500, etc.)


BTW:
11kW Heizlast bei 200m² ?? wie kann das sein?? bei min. -2°C im Winter??
Da passt ja was nicht. Oder ist das mit offenen Fenstern gerechnet?

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 12.04.2021 15:23:19
0
3137654
Hallo Pedaa,
Besten Dank für deine Einschätzung!

Fangen wir von hinten an, nein ich habe nicht mit offenen Fenstern gerechnet. :-)) Allerdings komme ich mit 100mm Korkdämmung auf 200mm Beton und einem U-Wert von 0,44, großem Fensteranteil mit dreifach Glas 1,4W/m2K und Lüftungswärmeverlust auf knapp 10kW.
Mit einer KWL und Wärmetauscher komme ich mit knapp 8kW Heizlast aus, aber die Wärmepumpe kann ich trotzdem nicht kleiner wählen, wegen der Kühllast die etwas höher liegt. So zumindest meine Schlussfolgerung.
Mir ist klar, dass dieser Wert nicht mit hochgedämmten Häusern mithalten kann, aber wie bereits geschrieben, haben wir bei der Planung Hitzeschutz priorisiert.

Zurück zum Entfeuchter, was haben Sie im südöstlichen Österreich im Sommer für Luftfeuchtigkeiten? Bzw. welche Luftfeuchtigkeit erachten Sie bei Ihrer Deckenkühlung als komfortabel?
Zumindest gefühlt ist es hier im Sommer bei hohen Temperaturen knochentrocken.
Ich mache mich zu den vorgeschlagenen KWL-Geräten mal schlau.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.04.2021 15:40:03
4
3137663
Dreifach-Glas-Fenster gibt es ab U-Wert ca. 0,5 .
1,4 hat nicht mal ein aktuelles Doppelglas.

Mehr Dämmung gibt auch mehr Hitzeschutz.

Grüsse

winni

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 12.04.2021 15:45:12
0
3137669
Habe noch kurz nachgerechnet, Sie haben schon recht!
Beim Runterkühlen von 40ºC und 40% Feuchtigkeit auf 26ºC, steigt die rel. Feuchtigkeit ohne Entfeuchter auf über 80% und da bekomme ich langsam Probleme mit dem Taupunkt und der Flächenkühlung...
Werde wohl nicht drumrum kommen in Entfeuchtung zu investieren.

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 12.04.2021 15:47:58
0
3137671
Also wir haben hier im Sommer doch immer öfter Tage mit ca. 38°C und ca. 16-17,5g/m³ abs. Luftfeuchte, also ca. 35-38% rel. Luftfeuchte Außen.

Innen kühle ich per BKA-Decke und Sole-WP passiv auf ca. 23,5-24°C Raumtemp.
Mit 17g/m³ wären das bei 24°C Raumtemp -> 78% rel. Luftfeuchte.
Bei 23°C Raumtemp sogar schon 83% rel. Luftfeuchte.
Das ist nicht mehr angenehm.
Kommt aber zugegeben nur ein paar Tage/Wochen im Jahr vor. In Zukunft tendenziell aber immer öfter.

Daher entfeuchte ich dann mit aktiver KWL auf ca. 13,0-13,5g/m³, was ca. 60-65% rel. Luftfeuchte entspricht.
Und das ist dann wirklich sehr angenehm.
Vor allem weils ohne Luftzug oder Lärm, wie bei typischen Klima-Anlagen funktioniert.

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 12.04.2021 15:51:07
0
3137674
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
Werde wohl nicht drumrum kommen in Entfeuchtung zu investieren.


Zumindest in die Richtung Überlegen ist schon sehr sinnvoll.
Wobei es mit einem Enthalpietauscher auch nicht ganz so schlimm sein sollte.
Dann bleibt ja ein Teil der Feuchte draußen. (umgekehrte Funktion wie im Winter)

Ich habe diesen Winter auch auf Enthalpietauscher getauscht.
Bin schon auf den Sommer gespannt. Der sollte mir eigentlich einiges an Entfeuchter-Laufzeit einsparen.

Verfasser:
Exergie
Zeit: 12.04.2021 19:16:44
0
3137777
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
Mit einer KWL und Wärmetauscher komme ich mit knapp 8kW Heizlast aus, aber die Wärmepumpe kann ich trotzdem nicht kleiner wählen, wegen der Kühllast die etwas höher liegt.
Ich baue dieses Jahr ein eingeschossiges EFH in Südportugal


@Alfred82,

wie schaut denn die Kühllastberechnung für das Haus mit 200 m² aus ? Außenverschattung der Fenster ist geplant ?
Die Kühllast ist in Wohngebäuden deutlich kleiner als die Heizlast, das ergibt sich alleine durch das geringere dT der Temperaturen.
Beispiel:
Sommertemp. AT 35°C - RT 25°C = 10 K , Wintertemp. AT -2°C - RT 22°C = 24 K

Die minimale VL-Temp. liegt ca. bei 18°C. Auch mit einer Taupkt.-Überwachung nicht deutlich kälter. Dadurch ist die Kühlleistung weiter begrenzt.
Beispiel:
Daraus ergibt sich dann die Kühlleistung Q. = m. * 1,163 Wh/ (kg *K) * dT = 1000 kg/h * 1,163 Wh/ (kg *K) * 3 K = 3,5 kW

Die Leistungsauslegung der LWWP kann nach der Heizlast erfolgen, für die Kühllast des Hauses ist diese immer überdimensioniert.

Grüsse

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 13.04.2021 22:20:14
0
3138340
Guten Abend,
@winni 2: das stimmt natürlich, wobei man ja auch noch den Rahmen einrechnen muss, der einen schlechteren U-Wert hat. Zugegebenermassen habe ich da eher pessimistische Zahlen angenommen.

@Pedaaa: nochmal Danke für die Ausführungen. Die von dir angegebenen Temperaturen entsprechen so ziemlich einem durchschnittlichen Sommertag bei uns. Mit der BKA wollten wir eben genau auch den Luftzug und den Lärm der hier sonst üblichen Klimaanlagen verhindern, allerdings verkompliziert die Entfeuchtung das ganze Vorhaben ziemlich. Zugegebenermassen war eine KWL garnicht vorgesehen, das dies hier im Privatwohnberech komplett ungewöhnlich ist, noch exotischer als eine BKA. Und dann noch mit Entfeuchtung - da hab ich dann noch einen Brocken vor mir.
Darf ich noch fragen: Hast du dir das ganze Fachwissen dazu angelesen oder hast du die Konzeptionierung deiner Anlage von einem Planungsbüro erstellen lassen?

@Exergie: eine richtige Kühllastberechnung habe ich leider nicht bzw. noch nicht. habe nur die üblichen Internetseiten bisher genutzt, die eine ungefähre Richtung angeben, wobei dort oft von weitaus tieferen Aussentemperaturen (32ºC) ausgegangen wird, als wir hier in der Realität im Sommer verzeichnen.
Sämtliche Fenster in Richtung Süden und Westen sind über die Sommermonaten komplett verschattet.
Das dT der Temperaturen im Sommer vs. Winter unterscheidet sich bei uns weniger als angenommen, hier ein Beispiel:
- Sommertemp. AT 40ºC - RT 25ºC = 15 K, kommt noch die Innere Kühllast hinzu
- Winterntem. AT 2ºC - RT22ºC = 20K
Weil die Kühlleistung bei der BKA begrenzt ist, müsste man eventuell bei extrem hohen Aussentemperaturen die FBH zusätzlich zum Kühlen einsetzen.

Grüsse

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 15.04.2021 07:42:38
0
3138806
Ich bin zu der Lösung gekommen, weil meine Frau aufgrund der Optik keine Klima-Außen- und Innengeräte haben wollte.
Daher bin ich nach etwas Überlegung zur Lösung mit BKA-Kühlung + KWL-Entfeuchtung gekommen.

Beide Systeme sind noch ziemlich rar und in der Branche wenig bekannt.
KWL-Geräte mit fertiger, integrierter Entfeuchtung gibts aktuell eigentlich auch nur in Italien zu kaufen.
Wenn du sowas haben willst, musst du dir das wohl eher alles selbst ausarbeiten und besorgen.

Ansonsten wäre es wohl eher doch ratsam in Richtung Split-Klima zu gehen.
Da gibts in Portugal sicher genug Know-How und Leute die das einbauen können ;)

KWL wäre trotzdem ratsam.
Ansonsten gibts aber auch Klima-Geräte mit Frischluft-Zufuhr. siehe z.B. Daikin Ururu Sarara oder ähnliche.
Oder wenns optisch unauffällig sein soll, gäbe es ja auch Klima-Kanalgeräte.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 17.04.2021 10:32:53
0
3139849
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
Das dT der Temperaturen im Sommer vs. Winter unterscheidet sich bei uns weniger als angenommen, hier ein Beispiel:
- Sommertemp. AT 40ºC - RT 25ºC = 15 K, kommt noch die Innere Kühllast hinzu
- Winterntem. AT 2ºC - RT22ºC = 20K
Weil die Kühlleistung bei der BKA begrenzt ist, müsste man eventuell bei extrem hohen Aussentemperaturen die FBH zusätzlich zum Kühlen einsetzen.[...]


Hallo Alfred,
nur ein Hinweis:
- im Winter helfen die inneren Gewinne beim Heizen
- im Sommer muss man die inneren Gewinne beim Kühlen zusätzlich wegkühlen
=> innere Gewinne = 100W/Person + elektrischer Verbrauch

und eine Erkenntnis aus der Geschichte:
=> in den heißen Ländern wurde das Dach/die Geschossdecke häufig 2-3m über das Gebäude hinaus gezogen (oft als "Wandelgänge") und so eine automatische Verschattung erreicht

und noch eine uralte Idee:
=> sieh dir mal das Thema Luftbrunnen, Wikipedia:Luftbrunnen und besonders Der richtige Luftbrunnen an. Luft wird durch Verdunstungskälte abgekühlt und gleichzeitig getrocknet - kalte Luft kann viel weniger Wasser mitnehmen, als warme Luft...

nur mal so
LG jogi

Verfasser:
Exergie
Zeit: 24.04.2021 12:57:20
0
3142669
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
Konkret plane ich eine FBH, ergänzt mit einer BKA der Betondecke zur Kühlung. Betrieben werden soll das Ganze mit einer L/W WP; eventuell ebenfalls ergänzt mit einem Pellet-Feststoffkessel.
Was Haustechnik angeht - in einer unterentwickelten Region sind.


@Alfred82,

hast Du bei Deiner Vorstellung der Haustechnik schon eine realistische Budgetplanung gemacht?
200m² FBH + 200m² BKA + KWL mit Entfeuchtung + LWWP + WW-Speicher + Pellet-Feststoffkessel + PV-Anlage + umfangreicher Regelungstechnik + Planungskosten + Bauüberwachung + Handwerker = großer 5 stelliger Betrag, im oberen mittleren Bereich.
Dazu kommen noch die Kosten für Wasserltg./Abwasser + Bäder u. Küche + Elektroinstallation.

Südportugal ? - In der Nähe von Lissabon am Atlantik, sind die Temp. aber deutlich milder. Schau Dir die Klimadaten dieser Region genauer an.

Sommertemp. AT 40ºC, Winterntemp. AT -2ºC
Mit solchen Spitzentemp. wird aber keine Heiz-/Kühllast gerechnet. Das führt zu einer Überdimensionierung (kW) der LWWP und des Pelletkessels.

Eine teure KWL-Anlage m. Entfeuchtung, solltest Du nicht einbauen.

Hier bist nicht auf dem aktuellen techn. Stand der Klimageräte.
Die aktuellen Marken Klimasplitgeräte sind sehr leise und hocheffizient (SEER) beim Kühlen u. Entfeuchten.
Dagegen ist die Kühlung mit einer BKA nicht effizient.

Ohne einen Profi für die haustechnische Planung, ist so ein Vorhaben zum Scheitern verurteilt.
Die Risiken liegen auch in einer mangelhaften technischen Installation und der komplexen Regelungstechnik.

Grüsse

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 25.04.2021 10:40:16
0
3142959
Zitat von Pedaaa Beitrag anzeigen
Ich bin zu der Lösung gekommen, weil meine Frau aufgrund der Optik keine Klima-Außen- und Innengeräte haben wollte.
Daher bin ich nach etwas Überlegung zur Lösung mit BKA-Kühlung + KWL-Entfeuchtung gekommen.

Beide Systeme sind noch ziemlich rar und in der Branche wenig[...]


Danke für deine Empfehlung!
Auch wenn die Split-Klima sicherlich die einfachere Lösung wäre, sehe ich nach wie vor Vorteile in der BKA. Ich bleibe da mal noch dran, das größte Contra ist effektiv die zusätzlich erforderliche Entfeuchtung, die man sich bei der Split-Klima schenken kann.

Gruß, Alfred

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 25.04.2021 10:41:23
0
3142960
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
[...]


Hallo Alfred,
nur ein Hinweis:
- im Winter helfen die inneren Gewinne beim Heizen
- im Sommer muss man die inneren Gewinne beim Kühlen zusätzlich wegkühlen
=> innere Gewinne = 100W/Person + elektrischer Verbrauch

und eine Erkenntnis aus der[...]


Hallo Jogi,

genau das meinte ich mit innerer Kühllast, weshalb bei gleichem K beim Heizen und Kühlen, die Kühllast grösser als die Heizlast ist.

Wie eingangs erwähnt, sind sämtliche Fenster Richtung Süden und Westen so positioniert, dass in den Sommermonaten eine komplette Verschattung gegeben ist.

Die Luftbrunnen hatte mir mein Architekt auch schon nahegelegt, allerdings ohne eine konkrete Berechnung der Wirkung vorlegen zu können, weshalb ich mich dagegen entschieden habe, da ich mich da nicht aufs Glatteis begeben wollte und am Ende zu wenig oder im Extremfall keine Kühlwirkung habe.

Grüße, Alfred

Verfasser:
Alfred82
Zeit: 25.04.2021 10:43:57
0
3142963
Zitat von Exergie Beitrag anzeigen
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
[...]


@Alfred82,

hast Du bei Deiner Vorstellung der Haustechnik schon eine realistische Budgetplanung gemacht?
200m² FBH + 200m² BKA + KWL mit Entfeuchtung + LWWP + WW-Speicher + Pellet-Feststoffkessel + PV-Anlage + umfangreicher Regelungstechnik + Planungskosten +[...]


Hallo Exergie,

Danke für deinen klaren Worte! 😊

Ja, eine Budgetplanung habe ich und aktualisiere sie auch regelmäßig. Dazu muss ich noch sagen, dass im Endeffekt sowohl der Pelletofen wie auch die PV-Anlage nicht zwingend von Anfang an umgesetzt werden, da die Haustechnik auch ohne beides funktioniert. Aber zumindest in der Planung möchte ich die beiden Elemente vorsehen, um eine Nachrüstung einfach umsetzen zu können.


Klima; Südportugal stimmt natürlich, hatte ich ja auch geschrieben, aber von Atlantiknähe kann man nicht sprechen. 150km von der Küste entfernt und 200müM ist der Atlantikeinfluss zumindest was die Temperaturen angeht eher gering, bzw. sind 10ºC Temperaturdifferenz nach oben im Sommer und unten im Winter im Vergleich zur Küstennähe durchaus normal. Ich lebe seit 20 Jahren hier und habe daher durchaus eine realistische Vorstellung.


Bezüglich Effizienzvergleich Klimageräte und BKA, würde ich bei gleichen Voraussetzungen seitens Außeneinheit rein physikalisch davon ausgehen, dass eine BKA effizienter ist, da diese zum Kühlen mit einer höheren VL Temperatur gefahren werden kann als die Klimageräte mit der gleichen Leistungsabgabe.

Eine beliebige Daikin LWWP hat z.B. bei einer VL-Temp. von 18ºC (Flächenkühlung) einen EER von 3,01 und bei 7ºC VL-Temp. (Gebläsekonvektor) einen EER von 2,51.

Wenn eine Klima-Split effizienter als eine Flächenkühlung ist, kann das nur an den Geräten liegen, oder habe ich da etwas übersehen?

Ein weiterer Effizienzvorteil der BKA wäre, dass man aufgrund der Speichermasse die WP entweder vorrangig nachts bei tieferen AT laufen lasen kann und so den EER weiter verbessern oder wenn eine PV-Anlage vorhanden ist, die Laufzeiten der WP dem Überschuss der PV anpassen.
Wie gesagt, diese Theorie ist hinfällig, wenn die Split-Klima einen signifikant besseren EER hätten.

Grüße aus dem Süden

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 25.04.2021 10:57:08
0
3142970
passive Kühlung per Sole-WP mit BKA hat sicher einen signifikanten Effizenzvorteil.
Bei aktiver Kühlung per LWP und dann noch extra Entfeuchtung, gibts wohl keinen (Kosten) Vorteil der BKA Lösung.
Vorteil wäre dann die Trägheit und Optik des Systems.

Verfasser:
Exergie
Zeit: 26.04.2021 18:06:41
0
3143578
Zitat von Alfred82 Beitrag anzeigen
Wenn eine Klima-Split effizienter als eine Flächenkühlung ist, kann das nur an den Geräten liegen, oder habe ich da etwas übersehen?
Wie gesagt, diese Theorie ist hinfällig, wenn die Split-Klima einen signifikant besseren EER hätten.


@Alfred82,
Bezüglich Effizienzvergleich Klimageräte und BKA, würde ich bei gleichen Voraussetzungen seitens Außeneinheit rein physikalisch davon ausgehen, dass
eine BKA effizienter ist, da diese zum Kühlen mit einer höheren VL Temperatur gefahren werden kann als die Klimageräte mit der gleichen Leistungsabgabe.


Da muß ich Dir widersprechen.
Bei einer LWWP+ BKA hast Du zwei WT und das wirkt sich negativ auf die Effizienz der Wärmeübertragung aus. Die BKA überträgt die Energie nur als zusätzlicher WT. Dazu kommen noch hohe Energieverluste der Decke. Ich schätze, das nur 50 % der Energie für die Raumkühlung genutzt werden und die Kälteleistung der BKA ist auch begrenzt.

Splitklimanlagen (LLWP) sind dagegen sehr effizient, diese können aus 1 elektr. kWh bis zu 7,2 kWh Kälteenergie erzeugen.
Das können diese Geräte deshalb, da sie mit Kältemittel arbeiten und es Direktverdampfer sind.

Als Hinweis:
Die Stiftung Warentest hat in der Juni 2020 Ausgabe, sehr aufwendig Klimasplit-Geräte getestet. SEER Werte bis 7,2 !
Daikin SEER 7,2 / Toshiba 6,8 / Mitsubishi 6,1 / LG 6,0 / Panasonic 5,6
Wenn Du ein effizientes Gerät haben möchte, solltes Du Dir diesen Test besorgen.

Grüsse

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 27.04.2021 11:01:17
0
3143822
Ich habe letztens irgendwo eine Diplomarbeit gesehen, da ging es um Vergleich zwischen Kühlung mit BKA und Klimageräten.
Alles wurde aufwendig behandelt, simuliert und das Ergebnis war, die Kühlung mit BKA ist angenehmer, deutlich kosten- und energieeffizienter und deswegen der Kühlung mit Klimaanlagen vorzuziehen.

Verfasser:
Pedaaa
Zeit: 27.04.2021 11:28:37
0
3143845
hast du noch einen Link oder irgendwas wie man zu der Arbeit kommt?
würd mich sehr interessieren...
Danke!

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 27.04.2021 11:55:24
0
3143856
Puuhh.... müsste ich wohl ewig suchen.
Ich habe einfach nach "Betonkernaktivierung" oder so gegoogelt und dann alles mögliche angeklickt und mir angeschaut. Da war diese eine Diplomarbeit unter den Suchergebnissen.

Ich meine, das war diese da: https://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:3S2njqE1Oc8J:https://opus.ba-glauchau.de/files/1631/110816_Diplomarbeit2.pdf+&cd=2&hl=de&ct=clnk&gl=de
Leider nur im Cache verfügbar, offizieller Link geht momentan nicht.

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