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Alle
Foren
Planung Fußbodenheizung mit Wärmepumpe
Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 11.02.2021 22:50:03
0
3108651
Guten Tag,

wir sanieren unser Haus aus den späten 80er Jahren.
Die alte Öl-Heizung mit Ein-Rohr-Heizkörper-System soll durch eine Wärmepumpe in Kombination mit Fußbodenheizung ersetzt werden.

Vom Heizungsinstallateur haben wir nun die Auslegungspläne (auf Basis einer Heizlastberechnung) erhalten. Da ich auf dem Gebiet Laiin bin, wollte ich bei den Experten hier im Forum mal nachfragen, was sie von der Planung halten. Die doch sehr ungleich verteilten Heizkreislängen bereiten mir etwas Sorgen (hier liest man häufig, wie wichtig, eine möglichst gleichverteilte Heizkreislänge ist). Insbesondere möchte ich natürlich vermeiden, dass das Badezimmer zu kalt wird, bzw. nur durch eine enorme Anhebung der Vorlauftemperatur zu angenehmen Temperaturen zu bringen ist.

Erdeschoss über unbeheiztem Keller (Betondecke)
Geplanter Fußbodenaufbau (16cm Fußbodenaufbau):
15mm Parkett
62mm Estrich (17mm Heizrohre mit 45mm Estrichüberdeckung)
2mm Matte zum antackern der Heizrohre
80mm PUR Dämmung WLG 023
__________
159mm

Ein offener Wohnbereich inkl. Küche: "Wohnen/Essen/Küche": 50m²
Windfang: 1,99m²
Flur: 21,61m²
Gäste WC: 1,88m²

Obergeschoss (Betondecke)
Geplanter Fußbodenaufbau (16cm Fußbodenaufbau):
15mm Fließen/Parkett
62mm Estrich (17mm Heizrohre mit 45mm Estrichüberdeckung)
30mm EPS Trittschalldämmung WLG045
__________
107mm

Schlafzimmer: 16m²
Kinderzimmer 1: 12m²
Kinderzimmer 2: 15,33m²
Bad: 8m²
Flur: 12m²

Dachboden (Holzbalkendecke)
Geplanter Fußbodenaufbau: Noch keiner, Holzbalkendecke würde keinen Estrich tragen. Was könnte man hier machen?
40m² (bewohnt)

Abkürzungen:
Kreislänge = KL, in m
Volumenstrom = VS, in l/h
Druckverlust = DV, mbar
Heizkreis = HK
Rohr = R
Ventileinstellung = V, l/min
Verlegeabstand = VA in cm

____________________KL____VS___DV R_____DV V____DV HK____V___VA

Erdgeschoss:_8_Heizkreise
Wohnen/Essen/Küche:_104.0__63.2___20.5____3.3____23.8____1.1____10
Wohnen/Essen/Küche:_104.0__63.2___20.5____3.3____23.8____1.1____10
Wohnen/Essen/Küche:_104.0__63.2___20.5____3.3____23.8____1.1____10
Wohnen/Essen/Küche:_102.0__61.9___19.7____4.1____23.8____1.0____10
Wohnen/Essen/Küche:__99.0__60.0___18.5____5.3____23.8____1.0____10
WC:_________________24.8__19.7____1.5____22.3___23.8____0.3___10
Windfang:____________14.9__18.3____0.8_____23.0___23.8____0.3____15
Flur:________________37.8__25.4____3.1___20.7______23.8____0.4____15
_______________________________

Obergeschoss:_8_Heizkreise
Schlafzimmer:________92.8__53.3___15.3______2.3______17.7____0.9____10
Schlafzimmer:________86.8__50.0___13.4______4.2______17.7____0.8____10
Kinderzimmer_1:______65.5__36.8____7.5_____10.2______17.7____0.6____10
Kinderzimmer_1:______60.5__34.0____6.4_____11.3______17.7____0.6____10
Kinderzimmer_2:______82.7__46.3___11.9______5.8______17.7____0.8____10
Kinderzimmer_2:______76.7__42.7___10.2______7.5______17.7____0.7____10
Bad:_______________76.6__42.9___10.2______7.5______17.7____0.7____10
Flur:_______________51.0__28.6____4.7_____13.0______17.7____0.5____15
_______________________________

Dachgeschoss:_4_Heizkreise
Wohnen:______________98.0__54.1___16.5_____29.0______45.4____0.9____10
Wohnen:______________94.0__51.9___15.1_____30.3______45.4____0.9____10
Wohnen:______________90.0__49.6___13.8_____31.6______45.4____0.8____10
Wohnen:_____________116.9__67.3___41.7______3.7______45.4____1.1____10
____________________________________________________________________________

Meiner laienhaften Meinung nach wäre eine einfache Möglichkeit, das Ziel "möglichst gleichverteilte Heizkreislängen" zu erreichen, sich an einem Heizkreis aus Kinderzimmer 1 zu orientieren, der 60,5m lang ist. Dadurch wäre vermutlich der Hydraulische Abgleich einfacher?
Mit dieser Heizkreislänge, würde ich es persönlich folgendermaßen vorschlagen:

Erdgeschoss: 10 Heizkreise
Für Windfang und Flur würde ich nicht jeweils separate Heizkreise vorsehen. Stattdessen die verbleibenden Meter Heizschleifen aus WC (ca. 35m) und Wohnen/Essen/Küche (ca. 30m) "nutzen"?
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
Wohnen/Essen/Küche: 60.5
WC/Windfang/Flur: 60.5
_______________________________

Obergeschoss: 10 Heizkreise
Für das Schlafzimmer aus 2 Heizkreisen mit 180m Gesamtlänge - 3 Heizkreise je 60,5m
Schlafzimmer: 60.5
Schlafzimmer: 60.5
Schlafzimmer: 60.5
Kinderzimmer 1: 65.5
Kinderzimmer 1: 60.5
Kinderzimmer 2: 60.5
Kinderzimmer 2: 60.5
Kinderzimmer 2: 60.5
Bad: 60.5
Bad: 60.5
_______________________________

Dachgeschoss: 4 Heizkreise
Wohnen: 100
Wohnen: 100
Wohnen: 100
Wohnen: 100

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 12.02.2021 06:13:56
1
3108723
Nicht nur die Länge der einzelnen Heizkreise ist relevant, auch die jeweiligen Raumheizlasten müssen leistungsmäßig abzudecken sein!

Bitte daher auf folgend verlinkter Seite querlesen!

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Wie_sollte_die_W%C3%A4rmeverteilung_im_Idealfall_aussehen%3F

Verfasser:
schorni1
Zeit: 12.02.2021 07:15:23
0
3108733
Die Planung ist ja nur ANGEFANGEN, aber noch gar nicht RICHTIG angepasst!!

Wie kann es sein, das es einen Raum mit höchster Flächen-Heizlast (Bad) gibt wo 10cm VA ist!! DER muss hier 5cm betragen, kleinstmöglichst um die niedrigstmöglichte VL-Temperatur zu erreichen!! Welche ist denn bisher vorgesehen? Nach Änderung des VA im Bad ergibt sich eine 1-2 K niedrigere VL ("Jedes Grad weniger verbessert die Effizienz um 2-3%") und DARAUF müssen eh ALLE Kreise nochmal NEU ausgelegt werde! Da gehen noch ein paar Meter mehr!

Merke:

Zu hohe VL kostet GELD - lebenslang!!

Ein Meter Rohr kostet Geld - aber nur EIN mal!

Es ist ja immer DEIN Geld, aber DIE sind so blöd und sorgen dafür dass DU es am Ende sinnlos verheizst! Und weil es DEIN Geld ist und DU die bezahlst, werden die DAS tun was DU ihnen sagst!

Lass Dich nicht verarschen von denen! Die werden teuer bezahlt, dann können die auch RICHTIG planen!

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 15.02.2021 08:45:53
0
3111043
Danke für Eure Rückmeldung.
Ich habe die verlinkte Seite gelesen, danke dafür!

Aktuell ist die geplante Vorlauftemperatur 35°C und die gemittelte Rücklauftemperatur beträgt 27,8°C, 27,7°C und 28°C.

D.h. ich sollte nachfragen ob es möglich ist, den Verlegeabstand in den Bädern auf 5cm anzupassen und die Auslegungsrechnung zu erneuern?

Eine anderes Thema ist die geplante Wärmepumpe (Wolf CHC-Monoblock/300-50 mit 7kw). Dort entnehme ich der technischen Broschüre einen Mindestvolumenstrom für Abtauuung von 22l/min.
In meinem ersten Beitrag war jeweils die vorletzte Zahl in den Tabellen der Durchfluss pro Minute.
Für Stockwerk 1 kommt man auf 6,3l/min, bei Stockwerk 2 auf 5,6l/min und bei Strockwerk 3 auf 3,7l/min. In Summe also 15,6l/min. Wäre hier nicht schon per Design vorprogrammiert, dass der Mindestvolumenstrom für die Abtauung nicht ausreicht und die Wärmepumpe daher zufriert? Wie könnte man dieses Problem denn sinnvoll lösen?
Löst der 50Liter Pufferspeicher das Problem?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.02.2021 09:25:43
0
3111072

D.h. ich sollte nachfragen ob es möglich ist, den Verlegeabstand in den Bädern auf 5cm anzupassen und die Auslegungsrechnung zu erneuern?


DU bist zu höflich und ICH zu hoffnungsvoll, aber da wird nicht ge-FRAGT, das wird denen ge-SAGT dass das SO zu machen ist. Widerspruch sollen sie in Schönschrift und zwie Durchschlägen bei MIR dann einreichen - ich hab en Feuerzeug!

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 15.02.2021 10:54:10
0
3111131
Alles klar, dann werde ich das so verlangen.
Gibt es Meinungen zum Mindestvolumenstrom-Problem?

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 02.05.2021 12:07:57
0
3146025
Ich habe nun darum gebeten, den Verlegeabstand im Badezimmer enger zu machen (5cm). Außerdem habe ich verlangt, dass die Länge der Heizkreise möglichst identisch sein sollen. Eine andere Bitte war, mit der Vorlauftemperatur soweit es geht nach unten zu gehen. Die neue Berechnung ist nun mit einer Vorlauftemperatur von 30°C mit einer gemittelten Spreizung von 5,0K und einer gemittelten Rücklauftemperatur von 25°C gerechnet.

Bzgl. der Heizkreislängen sieht das ganze schon besser aus. In allen Räumen ist der Verlegeabstand aufg 10cm, im Badezimmer und WC ist der Verlegeabstand auf 5cm. Und auch die Kreislängen scheinen nicht zu unterschiedlich zu sein. Im EG und OG kommen 17mm Rohre zum Einsatz. Im DG nur ein 14mm Rohr, da hier wegen Holzbalkendecke auf ein Trockenestrich System zurückgegriffen werden muss.

Wie dem Plan zu entnehmen ist, bekommen wir mit 30°C im Auslegungsfall (-13,4°) die Räume nicht auf die gewünschte Temperatur. Ich nehme an, das Problem lässt sich "einfach" lösen, wenn man die Vorlauftemperatur bei solchen Bedingungen entsprechend nach oben dreht.

Allerdings bereitet mir das Badezimmer trotzdem große Sorgen: Dort haben wir bei 30° gerade mal eine Deckung von 19%...
Das kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen, wir haben dort den geringsten Verlegeabstand und trotzdem mit Abstand die geringste Leistung. Allerdings im OG auch die längsten Heizkreise mit 71,6m und der Raum scheint planmäßig ganz schön eingedrosselt zu sein.
Ich überlege, im Badezimmer noch eine Wandheizung anzubringen. Hier stünden uns noch ca. 4m² Wandfläche zur Verfügung.

Ein anderes "Problem" ist noch, dass der Mindestvolumenstrom der Wärmepumpe (Wolf CHC-Monoblock/300-50 mit 7kw) nicht erreicht wird. Wenn ich auf dem Plan die Summe der Durchflussmengen bilde (l/min) komme ich auf einen Wert von 15,6l/min. Der technischen Broschüre entnimmt man einen Mindestvolumenstrom für Abtauuung von 22l/min. Ist das trotz der Reihenpufferspeicher-Variante (50l im Rücklauf) ein Problem? Lässt sich dieses Problem lössen, indem man, sagen wir, die Pumpe mit höherem Druck laufen lässt? Ist das sinnvoll?

Können wir die Fußbodenheizung so einbauen lassen, oder würdet Ihr an der Auslegung noch maßgebliche Änderungen vornehmen?

Ich habe die Planung hier hochgeladen: Auslegungsplan, Übersicht Heizlast, Deckung, EG, OG, DG

Verfasser:
WMenzel
Zeit: 02.05.2021 18:29:44
2
3146276
"im Badezimmer noch eine Wandheizung anzubringen"
Nicht überlegen, sondern beauftragen.
Aber ohne bei der Fußbodenheizung im Bad was zu verschlechtern!
Erfahrungsgemäß ist es im Bad immer zu kalt.
Da spielt auch die Erwartungshaltung eine große Rolle.

Fußbodenheizungsrohre größtmöglicher Innendurchmesser.
Zuleitungen mit sehr großzügigem Querschnitt.
Was nützt eine Energiespar-Umwälzpumpe, wenn die gegen einen unnötigen Widerstand ankämpfen muss.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 02.05.2021 18:37:04
0
3146283
Ich nehme an, das Problem lässt sich "einfach" lösen, wenn man die Vorlauftemperatur bei solchen Bedingungen entsprechend nach oben dreht.

Ja, aber nur EINFACH für den Planer oder heizer - aber LEBENSLANG auf DEINE Heiz-Kosten!!

"Jedes Grad macht bei einer WP 2-3% Effizienz aus!!"

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 02.05.2021 19:10:00
0
3146304
Wandheizung wird beauftragt, sonst bekommen wir das Bad auf keinen Fall warm.

Ich habe mir für das OG nochmal Gedanken gemacht:
Würde es nicht helfen, die Kreislänge im Bad zu reduzieren, also statt 2 Kreise mit 71,3m, lieber 3 Kreise mit 50m, dann müsste man das Ventil nicht auf 0,3l/min drosseln, oder?
Ich finde es erstaunlich, dass im Badezimmer pro Kreis aktuell nur eine Leistungsabgabe von 97 Watt erreicht wird. Wohingegen z.B. im Raum "Kind 1" jeder Heizkreis eine Leistung von 181 Watt erreicht. Wie kann das sein?
Im Bad bräuchten wir ca. 600 Watt - selbst mit Wandheizung wird es wahrscheinlich schwierig den Wert zu erreichen oder?

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 02.05.2021 20:25:02
1
3146356
Moin,

zwei Fragen:

1. Warum sind den alle Flure nicht beheizt? Sicherlich habe die als reine Innenräume keine Heizlast, aber sehrwohl Heizfläche...

2. Habe ihr im OG noch 1-2cm Raumhöhe "übrig"? Wenn ja dann evtl auf die Betondecke ein paar Kreise mit 20-25cm Abstand legen und mit der billgsten Vergussmaße vergiessen. Damit wird die Betondecke beheizt und im EG ergibt sich eine Deckenheizung die zumindest dort die Unterdeckung ausgleichen sollte... Such mal etwas nach "Betonkernaktiverung" fpr das Prinzip... hier nur für die Sanierung angepasst...

Grüße

Verfasser:
jogi54
Zeit: 07.05.2021 00:51:00
1
3148286
Zitat von Stefanie1989 Beitrag anzeigen
Wandheizung wird beauftragt, sonst bekommen wir das Bad auf keinen Fall warm.
[...]

Hallo Stefanie,
ich bin bei Bädern generell gegen Wand- und dafür für Deckenheizung

Wieso:
1. mit einer Deckenheizung verdoppelst du die Heizfläche
2. mit einer Deckenheizung hast du fast nie das Problem, dass jemand die Wandheizung anbohrt, weil da noch was angebracht werden soll
3. Wandheizungen beheizen den Nachbarraum mit... das führt dann zu sehr merkwürdigen Einstellungen. Durch die Schrittschalldämmung von Böden ist die Iso zu darüber liegenden Räumen deutlich besser.

aber egal, die Forumsmehrheit hat das noch nicht begriffen...

Bist du dir im klaren, was 24°C Flächenheizung bedeutet??? Das ist schon wirklich sehr warm, die meisten rufen da schon nach ner kühlenden Klimaanlage...

Bist du dir im Klaren, dass bei einem dT zwischen 2 Räumen von >2K der wärmere Raum den kälteren Raum mit beheizt - bei einem dT von 4K ist das ziemlich heftig - deine Flure werden die 15 K nie erreichen, sondern immer deutlich drüber sein und von den wärmeren Räumen mit beheizt werden.

=>>> Berechnungen nach Norm sind leider physikalisch nicht richtig und führen regelmäßig zu Frust. Bei dir ist der Frust für mich schon von weitem "vorprogrammiert", 15°C/20°C/24°C RT wird in der Praxis nicht funktionieren (oder nur mit arg überhöhter VL und gleichzeitig arg gedrosselten Heizkreisen - was dann die WP in Probleme bringt). Sinnvoll realisierbar wäre bei dir z.B. 18°C/20°C/22°C mit beheizten Fluren
(Bei mir sind es seit 7 Jahren 20 - 22,5°C +/-0,5K thermisch abgeglichen. Der Versuch, einen "benachbarten Raum" = mein Kellerbüro auf 18°C abzusenken hatte heftige Folgen, im darüber liegenden WoZi ist die Temperatur um >1K abgefallen - ich habe das nach 3 Tagen aufgegeben und zurückgestellt => Kellerbüro 20°C).

LG in die Schweiz (?) jogi

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 10.05.2021 22:29:34
0
3149730
Danke für eure Hinweise und Vorschläge, wir werden nun auch für die Flure Heizkreise einbauen.
Raumhöhe haben wir leider überhaupt keine mehr übrig. Eine Deckenheizung oder die vorgeschlagene Betornkernaktivierung ist daher leider auch nicht möglich.

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 10.05.2021 22:46:25
0
3149737
Das Bad hat eine Fläche von knapp 8m².
Dort soll nun am Boden mit einem Verlegeabstand von 5cm gearbeitet werden.

Frage 1: Wie viel Watt mehr pro m² bringen 5cm Verlegeabstand im Vergleich zu 10cm Verlegeabstand? Der Boden ist gefliest. Am Boden arbeiten wir wie beschrieben mit 17mm Heizrohren.

Als für die Wandheizung belegbare Fläche stehen uns 6m² zur Verfügung. Dort kämen 14mm oder 16mm Rohre zum Einsatz.

Frage(n) 2: Wenn man bei 17mm Rohr bei einer Heizkreislänge von 65m und Durchfluss von 0,6l/min einen Druckverlust von 8mbar hat, wie lang wäre dann das 14mm Rohr, um auf den gleichen Druckverlust zu kommen? Wie lang wäre im Vergleich dazu ein 16mm Rohr um auf den gleichen Druckverlust zu kommen?

Frage 3: Ein anderes "Problem" ist noch, dass der Mindestvolumenstrom der Wärmepumpe (Wolf CHC-Monoblock/300-50 mit 7kw) nicht erreicht wird. Wenn ich auf dem Plan die Summe der Durchflussmengen bilde (l/min) komme ich auf einen Wert von 15,6l/min. Der technischen Broschüre entnimmt man einen Mindestvolumenstrom für Abtauuung von 22l/min. Ist das trotz der Reihenpufferspeicher-Variante (50l im Rücklauf) ein Problem? Lässt sich dieses Problem lössen, indem man, sagen wir, die Pumpe mit höherem Druck laufen lässt? Ist das sinnvoll?

Aktuell ist der größte Durchfluss bei 0,9l/min. Könnte man den nicht höher einstellen und dadurch eine höhere Leistung erzielen?

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.05.2021 23:44:42
1
3149744
Zitat von Stefanie1989 Beitrag anzeigen
Das Bad hat eine Fläche von knapp 8m².
Dort soll nun am Boden mit einem Verlegeabstand von 5cm gearbeitet werden.

Frage 1: Wie viel Watt mehr pro m² bringen 5cm Verlegeabstand im Vergleich zu 10cm Verlegeabstand? Der Boden ist gefliest. Am Boden arbeiten wir wie beschrieben mit[...]

Hallo Stefanie,
du scheinst pfiffig zu sein - zumindest deine Überlegungen deuten drauf hin.

Druckverluste von so einfachen Fragestellungen kannst du im Netz sehr einfach und kostenfrei selber berechnen: Druckverlust Online-Rechner - Druckverlust.de

Du kannst den Rechner auch für absolut angemessenes Geld kaufen und viel komplexeres berechnen. Hatte ich, bevor ich Rentner wurde, immer wieder genutzt.

LG jogi

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 12.05.2021 08:29:26
0
3150106
Danke für den Link!
Ich habe mich mal daran versucht. Allerdings scheint mir meine Angabe noch nicht ganz korrekt zu sein.
Bei einem 17mm Rohr ist der "wirkliche" Durchmesser 13mm (17-2-2), richtig?
Bei einem 14mm Rohr wären es entsprechend 10mm, so nehme ich an (14-2-2)

Bei dem 17mm Rohr komme ich bei einer Rohrlänge von 75m auf einen Druckverlust von 6464,11 bar. Das erscheint mir sehr unrealistisch.
Bei welcher Eingabe habe ich einen Fehler gemacht?

Berechnungsausgabe
Fördermedium: Wasser 30 °C / flüssig
Volumenstrom: 63 m³/h
Dichte: 998,206 kg/m³
Dynamische Viskosität: 1001,61 10-6 kg/ms

Rohrleitungselement: Kreisrohr
Elementabmessungen: Rohrdurchmesser D: 13 mm
Rohrlänge L: 75 m


Strömungsgeschwindigkeit: 131,84 m/s
Reynolds-Zahl: 1708151
Strömungsgeschw.2: -
Reynolds-Zahl 2: -
Strömungsform: turbulent
Rohrrauhigkeit: 0,0013 mm
Rohrreibungszahl: 0,01
Zeta-Wert: 74,51
Zeta-Wert abzw.Rohr: -
Druckv. abzw.Rohr: -
Druckverlust: 6464110,8 mbar
6464,11 bar

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 12.05.2021 09:40:18
0
3150132
Zitat von Stefanie1989 Beitrag anzeigen
Danke für den Link!
Ich habe mich mal daran versucht. Allerdings scheint mir meine Angabe noch nicht ganz korrekt zu sein.
Bei einem 17mm Rohr ist der "wirkliche" Durchmesser 13mm (17-2-2), richtig?
Bei einem 14mm Rohr wären es entsprechend 10mm, so nehme ich an[...]


63m3/h sind ca 1000l/min... Evtl etwas viel... denke mal es sollte eher 63l/h sein...

Grüße

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 12.05.2021 10:27:00
0
3150137
Achso, vielen Dank, jetzt habe ich die richtige Einstellung gefunden. Ich stelle es einfach auf Massenstrom ein.

Folgende Herausforderung:
Für die Fußbodenheizung werden 17mm Rohre verwendet (d.h. der relevante Durchmesser ist 17-2-2, also 13mm, richtig?). Wenn wir für die 17mm Rohre 65m lange Heizkreise wählen...

...dann wäre der äquivalente Druckverlust für 14mm Rohre (also 14-2-2, 10mm Rohre) bei ca. bei einer Länge von nur 23m? Dann bräuchten wir ja bei 6m² Wandfläche und 10cm Verlegeabstand ca. 60m Rohr + ca. 5m Zuleitung zum Heizkreisverteiler.
Dann wäre eine Heizkreislänge von 25m für die 14mm Rohre sinnvoll oder? 20m je Rohr "an der Wand", 5m je Rohr zum Heizkreisverteiler?

_______________________________________________
Fördermedium: Wasser 35 °C / flüssig
Massenstrom: 50 kg/h
Dichte: 998,206 kg/m³
Dynamische Viskosität: 1001,61 10-6 kg/ms

Rohrleitungselement: Kreisrohr
Elementabmessungen: Rohrdurchmesser D: 13 mm
Rohrlänge L: 65 m

Strömungsgeschwindigkeit: 0,1 m/s
Reynolds-Zahl: 1358
Strömungsgeschw.2: -
Reynolds-Zahl 2: -
Strömungsform: laminar
Rohrrauhigkeit: 0,0013 mm
Rohrreibungszahl: 0,05
Zeta-Wert: 235,62
Zeta-Wert abzw.Rohr: -
Druckv. abzw.Rohr: -
Druckverlust: 12,92 mbar
0,01 bar

________________________________________________
Fördermedium: Wasser 35 °C / flüssig
Massenstrom: 50 kg/h
Dichte: 998,206 kg/m³
Dynamische Viskosität: 1001,61 10-6 kg/ms

Rohrleitungselement: Kreisrohr
Elementabmessungen: Rohrdurchmesser D: 10 mm
Rohrlänge L: 23 m

Strömungsgeschwindigkeit: 0,18 m/s
Reynolds-Zahl: 1766
Strömungsgeschw.2: -
Reynolds-Zahl 2: -
Strömungsform: laminar
Rohrrauhigkeit: 0,0013 mm
Rohrreibungszahl: 0,04
Zeta-Wert: 83,37
Zeta-Wert abzw.Rohr: -
Druckv. abzw.Rohr: -
Druckverlust: 13,06 mbar
0,01 bar

Verfasser:
jogi54
Zeit: 12.05.2021 22:54:01
2
3150383
Zitat von Stefanie1989 Beitrag anzeigen
Achso, vielen Dank, jetzt habe ich die richtige Einstellung gefunden. Ich stelle es einfach auf Massenstrom ein.

Folgende Herausforderung:
Für die Fußbodenheizung werden 17mm Rohre verwendet (d.h. der relevante Durchmesser ist 17-2-2, also 13mm, richtig?). Wenn wir für die 17mm[...]

Hallo Stefanie,

soooo einfach ist das jetzt auch nicht. Hast du alle Bögen mit eingegeben - samt Radius - dann sieht das gleich schon etwas anders aus?

Nebenbei, wenn du mehr Kreise beim dünneren Rohr verlegst, brauchst du auch mehr Anschlüsse am Verteiler - die nicht umsonst sind - und da dann auch mehr Platz dafür.

Aber egal, es ist müßig bis unsinnig, am Rohrdurchmesser zu sparen. Einerseits sind die Mehrkosten für das dicker Rohr marginal, andererseits zahlst du beim dünneren Rohr dein Leben lang für den höheren Strombedarf auf Grund des Druckverlustes.

Außerdem bestimmt letztendlich die Wärmepumpe und dein Wärmebedarf bei NAT den Durchfluss bei einer gegeben VL und Spreizung. Dabei gibt die WP einen Mindestdurchfluss und einen Maximaldurchfluss durch die eingebaute Pumpe vor.

Somit zäumst du das Pferd vom Schwanz auf - das funktioniert eher nicht.

LG jogi

Verfasser:
Stefanie1989
Zeit: 13.05.2021 12:03:12
0
3150516
Ok, sehr schwierig so eine Heizungsplanung.
Fakt ist, im Badezimmer führt kein Weg daran vorbei, für die 6m² Fläche an der Wand 14mm Rohre zu verwenden, da dort nur eine Trockenbaulösung möglich ist.
Am Boden (8m²) wird ein 17mm Rohr zum Einsatz kommen.

Alle 17mm-Kreise sind so zwischen 55m und 70m lang. Kann man ausgehend hiervon nicht sagen, die 14mm Kreise sollten einen Wert X nicht überschreiten, weil sonst alle 17mm -Rohrkreise extrem eingedrosselt werden müssen um die gleichen Druckverluste herzustellen?

Verfasser:
WalterMB
Zeit: 13.05.2021 12:32:06
1
3150522
Zitat von Stefanie1989 Beitrag anzeigen
Achso, vielen Dank, jetzt habe ich die richtige Einstellung gefunden. Ich stelle es einfach auf Massenstrom ein.

Folgende Herausforderung:
Für die Fußbodenheizung werden 17mm Rohre verwendet (d.h. der relevante Durchmesser ist 17-2-2, also 13mm, richtig?). Wenn wir für die 17mm[...]


Hallo Stefanie,

meine Fussboden Heizung habe ich 1978 mit meinem Bruder (TGA Ingenieur) für 270 qm FBH selber verlegt. Die SWWP läuft seit 2008 problemlos. Schlauchmaterial war 20x2 HDPE hoch stabilisiert. Die Schlauchlängen waren zwischen 70-90 m, HKV mit 70 mm Durchmesser Edelstahl. Zuleitungen zu den HKV alle 3/4“ Cu. Verlegeabstand 15cm in allen Räumen, im Bad 10 cm. Dank systematischer Isolation der Gebäudehülle einschliesslich KWL mit WRG ist unsere VL Temperatur im tiefsten Winter max 30-31 Grad.
So, das Bad wäre auch mit diesem Verlegeabstand und der thermischen Hülle immer ein Diskussionspunkt mit meiner Frau geworden. Wir haben deswegen Zusatzradiatoren eingeplant in den Bad und WC Bereichen. Sie werden gefüttert über WT aus dem WW Vorrat eingestellt auf 45 Grad. Mit dieser Bad Zusatzheizung mit Thermostat Ventilen wird die Badtemperatur optimal eingestellt.
Thermischer Abgleich und oder hydraulischer Abgleich ist bei diesen Rohrdurchmessern und Schlauchlängen problemlos zu machen.

Resümee: vermeide zu geringe Durchmesser des Schlauchsystems und der Zuleitungen. Eine Wandzusatzheizung ist sinnvoll auch bei 10 cm Verlegeabstand.
Grüsse WalterMB

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