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Alle
Foren
RGK Neubau Großraum Paderborn
Verfasser:
TobiPB
Zeit: 01.06.2021 22:58:02
0
3157508
Hallo zusammen,
bevor ich mein Projekt schildere, möchte ich erstmal festhalten wie großartig dieses Forum ist. Danke dafür, dass hier so viele nützliche Infos, Anleitungen und Tipps zur Verfügung stehen. Ich hoffe ich kann nach der Umsetzung hier etwas zurückgeben und würde mich freuen wenn ich den ein oder anderen Tipp abstauben könnte. Ich habe meine erste Planung schon einmal in einem anderen Thread gepostet. Ich hoffe das ist kein Problem. Sonst bitte Bescheid sagen. Hier der alte Thread
Hier dann die gesamte Planung mit Ort im Titel.
Ich plane aktuell einen RGK im Großraum Paderborn.
Eine kleine Besonderheit zur „Geschichte“ unserer Heizung gibt es zu berichten. Wir haben zunächst eine Sondenbohrung geplant, die jedoch technisch nicht zu realisieren war. Grund dafür ist ein stark zerklüfteter Untergrund in dem der Bohrer nicht wieder zu entfernen war. Daher mussten wir relativ kurzfristig nach einer Alternative suchen und ich plane nun in kurzer Zeit den RGK. Aufgrund der Zugänglichkeit des Geländes mussten wir mit dem Bohrversuch warten bis das Gerüst abgebaut worden ist. Daher steht der Rohbau bereits.
Hier mein Projekt im Trenchplaner:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=3rXkLAgdSqZ6pfcwokjj

Das Gelände hat Richtung Nord-West eine Steigung von ca. 11%.
Die Bodenverhältnisse kenne ich nur anhand der Baugrube. Hier ein Foto
Foto Boden
Ich hoffe natürlich, dass der graue Lehm, der hier in 2m Tiefe zu sehen ist auch weiter hinten auf dem Grundstück zu finden ist. Ich habe bei Probegrabungen mit dem Spaten nach ca. 90cm Gestein vorgefunden und habe dann aufgehört. Kann gut sein, dass dann Schluss ist, oder es nur eine dünne Schicht ist. Der Untergrund ist meine größte Unbekannte in diesem Projekt. Das Grundstück ist an einem Hügel gelegen und grenzt hinten an einen Wald der recht steil bergauf geht. Verunsichert werde ich noch von den Daten von https://www.geothermie.nrw.de. Dort wird mein Grundstück als "zu flach" für Geothermie bezeichnet. Da es sich aber im Endeffekt um solare Wärme handelt sich ich anzapfe, ignoriere ich diese Aussagen. Begehe ich da einen Fehler?
1. Frage: Wäre eine dünne steinig Schicht in 1m Tiefe mit 2m Lehm darunter ein Problem, wenn ich die Steine vom Schlauch fern halte beim Verfüllen? (Also Aufbau wie auf den Bild)
2. Frage: Würde es noch Sinn ergeben einen Kollektor zu verlegen wenn in 1m Tiefe massives Gestein vorliegt?
3. Ich lese oft, dass der Schlauch in Sand eingebettet werden soll. Bei Erfahrungsberichten hier im Forum habe ich das noch nie gelesen. Ich würde also einfach mit dem Untergrund wieder verfüllen, der jetzt vorliegt. Eventuell Steine entfernen.
Da das Gelände eine Steigung hat wollen wir eine waagerechte Rasenfläche schaffen. Dafür benötigen wir natürlich eine Mauer. Hinter der Fläche geht es dann mit einer weiteren Mauer und einer Steigung weiter. Klar die Höhen der Mauer kann man noch anpassen.
Hier ein Bild zum besseren Verständnis, Maße in mm:
Bild Gelände
4. In Bereichen unter den Mauern ist der Schlauch nicht mehr so tief vergraben. Ist das ein Problem?


Als Wärmepumpe war bis die Tecalor TTF 07 eingeplant. Das ist aber kein Muss. Wie ich hier Im Forum lesen konnte, ist es sinnvoll darauf zu achten eine modulierende WP zu verwenden. Im Datenblatt konnte ich nichts darüber finden ob sie modulierend ist. Mein Heizi klärt das momentan. Ich spiele mit dem Gedanken Im Sommer wieder Wärme an den Untergrund abzugeben.
5. Worauf sollte ich achten? Ich erwarte höchstens 2K Temperaturunterschied, brauche ich eine Taupunktüberwachung? Wäre leicht über mein KNX-System zu realisieren.
Zur Heizung:
FBH
WP: bis jetzt Tecalor TTF 07 (aus Planung mit Sondenbohrung)
WW-Speicher: Tecalor Warmwasserspeicher TSB 301 WP
Pufferspeicher: Tecalor Pufferspeicher TSP 200 plus
KWL: Tecalor Zentrales Lüftungsgerät TVZ 280
Ich weiß es gibt günstigere und effizientere Möglichkeiten ohne WW-Speicher und ERR etc.. Das Thema werde ich aber wohl nicht angehen und die Anlage wird wie beschrieben aufgestellt.

Ich würde mich über eure Meinungen, Tipps und Tricks freuen und danke euch schonmal Donnerstag treffe ich mich mit einem Tiefbauer um das Gelände zu besichtigen. Dann gebe ich euch ein Update.

Viele Grüße
Tobias

Verfasser:
winni 2
Zeit: 02.06.2021 12:35:10
0
3157616
Hallo Tobias,
es öffnet sich kein Bodenfoto?

Der Slinkykollektor sollte mindestens 1,2 Meter tief liegen, gerade Verbindungen
könnten auch mal ein paar Meter höher verlaufen.
Keinesfalls die Rohre einsanden, das verschlechtert den Wärmeübergang.

Ich denke, es wäre gut wenn der Teifbauer mal ein paar Pobelöcher baggern
könnte, damit man sieht was, evtl. mit Aufschüttungen, an Tiefen möglich wäre?

Ich bin mal davon ausgegangen, das die Baugrube überall min. 2 Meter Tiefe hat
und würde mal diese Alternative vorschlagen, um zu zeigen was auch möglich
wäre:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=3ocPV4gXXLiBLCs8iaX5

oder:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=PoptvYdEtLJKJUqNvIe4

Evtl. könnte man auch die Bereiche neben der Einfahrt noch nutzen, wenn der
Boden da besser ist.

Grüsse

winni

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 03.06.2021 11:44:26
0
3157847
Hi Winni,
Danke für deine Vorschläge und Tipps.
Auf der rechten Seite des Hauses werden Regenwassertanks vergraben und links kommt ein Fundament für den Hauseingang. Ich würde gerne darauf verzichten in dem Bereich die Rohre zu verlegen. Dadurch wird zwar die Fläche des Gemüsegarten nicht verwendet, aber wieso sollte ich die meiden? Oder werden Pflanzen über Kollektoren doch so stark beeinträchtigt?
Die Wand der Baugrube war ca. 4,5m hoch.

Die 1,2m Tiefe werde ich überall einhalten, das wird kein Problem.

Zum Boden:

Foto Boden
Hier der zweite Versuch.

Ich werde morgen mit einem Minibagger an den vier Ecken des Kollektors bis 2,4m tief graben und schaffen ob ich auf Gestein stoße.
Ich werde berichten.

Da ich die Bafa-Förderung beantragt habe, muss ich eine JAZ von 4,5 erreichen. Ist das mit der oben gezeigten Auslegung ohne weiteres möglich oder sollte ich da irgendwo besonderes Augenmerk auf etwas legen.
In der RGK-Datenbank findet man je viele gute JAZ kann da jemand seine Erfahrungen teilen?

Danke und Grüße
Tobias

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.06.2021 14:23:58
0
3157883
Der Charme der Baugrubennutzung ist, das das viel Aushub spart,
aber vielleicht ist die ja schon wieder zugeschüttet.

Der Kollekor schadet den Pflanzen nicht, allenfalls kommt es zu einer leichten
Verzögerung der Vegetationsphase.

Du musst im JAZ-Rechner die 4,5 erreichen, mehr ist da nicht gefordert.

Hier mal ein Kollektor mit 1,2 Meter Verlegetiefe im Gemüsegarten und Abstand zu
den Stützmauern:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=gtU82kxQ7n4d0l8husuW
Mit der niedrigsten Soletemperatur - 0,9 Grad ist auf jeden Fall die 4,5 erreichbar.

Ohnehin wird die erreichbare JAZ mehr von der Auslegung der Heizflächen auf
möglichst niedrige Heizwassertemperaturen und den richtigen Einstellungen
bestimmt, als vom Kollektor.

Grüsse

winni

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 05.06.2021 17:32:32
0
3158606
Hallo Winni,

danke für die Antwort. Ja die Baugrube ist schon lange wieder zugeschüttet.

Wenn ich dich richtig verstehe, geht es nur darum bei der Prognose eine JAZ von 4,5 zu erreichen. Es gibt also keine Kontrolle? Sprich sollte das Projekt nicht so effizient laufen und ich "nur" bei 4,0 landen, gibt es keine Forderungen seitens der BAFA? Erstattung der Förderung oder Aufforderung zur Nachbesserung?
Das werde ich nochmal recherchieren. Eventuell habe ich da etwas mit der KFW durcheinander gebracht.

Ich habe derweil mal Probegrabungen durchgeführt. In 2m Tiefe zeigt sich folgendes Bild. Unten sind die neuen Bilder.
Ordner Bodenbeschaffenheit

Der erste Meter ist wie in der Baugrube lehmig, dann kommt ein dünne Schicht Steine, gefolgt von grauer lehmiger Masse.
Ich kann leider nicht sagen was es ist, aber es ist ziemlich dicht. Könnte das sogar Ton sein? Die Frage ist jetzt, was ich im Trenchplaner angeben wollte als Bodenart. Aktuell fahre ich mir lehmigem Sand sehr konservativ.
Ich hoffe können beim Baggern sicherstellen, dass keine Steine in die unterste Schicht kommen.

Eine wichtige kurzfristige Frage habe ich noch zur WP. Wie geschrieben wird meine Heizung über einen WW-Speicher und einen Pufferspeicher verfügen. Daher würde eine fixed-speed-WP wahrscheinlich gut funktionieren. In mittelfristiger Zukunft würde ich gerne eine PV-Anlage nachrüsten. Sollte ich mit Blick auf die PV-Anlage jetzt eine modulierende WP wählen, damit die Lebensdauer bei Nutzung des Stroms aus der PV-Anlage nicht leidet, da die fixed-speed häufiger takten würde?

Gruß
Tobias

Verfasser:
Michael472
Zeit: 05.06.2021 17:45:19
1
3158611
In Hinblick auf PV unbedingt modulierende aber auch sonst Erdwärmepumpe im Neubau nur modulierend. Wenn irgendwie möglich, denn Pufferspeicher doch weglassen. Der frißt dir viel Effizienz.
Für die bafa Förderung muß es nur eine WP mit JAZ von mindestens 4,5 aus der BAFA Liste sein.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 05.06.2021 19:45:23
0
3158638
Ja, es gibt keine nachträgliche Kontrolle, ob die JAZ erreicht wird, aber
grundsätzlich ist das in Deinem Interesse.
4,5 sollten heute Mindeststandard sein.

Du könntest Dich mal daran versuchen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerprobe_(Boden)

Bei der Nutzung von PV-Strom mit einer modulierenden Wärmepumpe geht es
weniger um die Lebensdauer, sondern um die Effizienz.
Die Fix-Speed braucht immer vollen Input, der vielleicht gerade von der PV
in der Höhe nicht geliefert wird. Die modulierende läuft meistens mit viel
kleinerem Strombedarf, so das die anstehende PV-Ernte öfters reicht.

Grüsse

winni

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 05.06.2021 21:56:21
0
3158689
Michael danke für die Info. Ich werde meinen Heizi nochmal darauf ansprechen. Wenn man den Pufferspeicher weglässt, hat man die Mehrkosten für die modulierende WP zur Hälfte wieder drin.

Natürlich ein eine hohe JAZ in meinem Sinn. Mir geht es nur um die Betrachtung eines Worst-Case-Szenarios. Wenn der Kollektor aufgrund des Bodens nicht das liefert was der Trenchplaner sagt.

Fingerprobe sehe ich mir mal an.

Gruß
Tobias

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 07.06.2021 22:05:52
0
3159472
Kleines Update:

Habe für zwei Bodenarten die Fingerprobe gemacht. Die erste aus ca. 1m Tiefe, die zweite aus 2m Tiefe.
Die im Wikipedia-Artikel beschriebenen Eigenschaften waren relativ schwer zu deuten, daher habe ich mit ein Video gesucht, das die Böden etwas simpler beschrieben hat.
Video
Ich komme für beide Böden auf Lehm.
Der Boden aus 1m Tiefe zeigte beim Reiben zwischen den Fingern ein Knirschen, das graue Zeug aus 2m Tiefe machte keine Geräusche.
Ob das Knirschen nun laut oder leise ist, kann ich nicht sagen. Bei lautem Knirschen wäre es sandiger Lehm. Bei schwachem Knirschen und matter Oberfläche wäre es Lehmboden.
Also habe ich bis 1m: sandiger Lehm oder Lehm (je nachdem ob das Knirschen laut oder leise ist)
bis 2m: Lehmboden eventuell mit etwas höherem Tonanteil wegen der grauen Farbe.
Das wäre ja erstmal gute Nachrichten.
Meine Grabenlänge könnte damit verkürzt werden, was Kosten reduziert. Andererseits ist der Boden in der Tiefe vergleichsweise trocken.

So ist aktuell der Stand.
Mein Heizi bietet mir nun eine modulierende WP an. Pufferspeicher hält er aber weiterhin für sinnvoll.
Mein Wunsch wäre den Kollektor auch zum Kühlen zu verwenden. Laut Heizi müssen dafür die Rohrisolation zu den Verteilern aber mit diffusionsdichter Isolation isoliert werden. Da wir wie oben gesagt durch eine gescheiterte Bohrung auf den Kollektor umschwenken, liegen die Rohre leider schon mit nicht dichter Isolation. Die Gefahr von Kondensatbildung unterm Estrich steht im Raum.
Gibt es dazu Meinungen?

Gruß
Tobias

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.06.2021 22:12:51
1
3159479
Ja, Herr lass Hirn regnen.

Die Kollektorleitungen müssen grundsätzlich diffusionsdicht gedämmt werden,
das hat mit der Kühlung so rein garnichts zu tun, weil die sind auch beim
Heizen ziemlich kalt, kälter als bei passiver Kühlung mit dem Graben....

Grüsse

winni

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 08.06.2021 07:38:24
0
3159525
Nicht dass da etwas falsch verstanden wurde. Er sprach von den Leitungen im Haus von der WP zu den Verteilern der FBH. Also Vor- und Rücklauf. Dort liegen ja sonst Temperaturen von ca. 30 Grad an. Bei der Kühlung wären es halt weniger.

Tobias

Verfasser:
crink
Zeit: 08.06.2021 08:29:54
1
3159547
Hallo Tobias,

aktive oder passive Kühlung? Bei aktiver Kühlung (also mit laufendem Kompressor und umgekehrt arbeitendem Kältekreis) hat Dein Heizi recht, da kann es dem Estrich zu kalt werden. Mit passiver Kühlung und RGK wird es sehr schwer werden die Werte zu erreichen.

Hier ist eine Taupunkttabelle.
Die wird so gelesen: Bei 24 Grad (rechte Seite) und 70% Luftfeuchtigkeit (oben) im Haus hast Du den Taupunkt bei 18,2 Grad. Wenn das Heizwasser durch die WP unter diesen Wert gekühlt wird hast Du ein Problem bzw. Feuchtigkeit im Estrich.

Abhilfe: Thermometer und Hygrometer im Haus aufstellen und gerade bei schwülem Wetter dann anhand der Tabelle nachprüfen, dass die Kühlung nicht zu doll läuft.

Abhilfe2: Eine Klimaanlage einbauen, die kann das Haus perfekt entfeuchten. Ach ja, und kühlen kann die auch noch - die wurde sogar extra dafür konstruiert...

Bericht aus der Praxis: Die vorletzten Tage war es hier doch ziemlich warm und schwül bis 28 Grad, da war die passive Kühlung mal wieder aktiv. Und das direkt nach dem Heizbetrieb, der praktisch bis Ende Mai notwendig war, also beste Voraussetzungen für maximale Kühlleistung. Die Soletemperatur lag am Anfang noch bei 11 Grad - im Juli werden es dann eher 15 und im August 17 Grad. Mit den gleichen Einstellungen der Umwälzpumpen wie für den Heizbetrieb lag die minimale Heiz- bzw. Kühlwassertemperatur bei 19,x Grad bei optimalen Bedinungen für passive Kühlung wegen des noch kalten Bodens.

Viele Grüße
crink

Ps: Wenn Dein Heizi auf einen Heizwasser-Pufferspeicher besteht, dann weise ihn auf die Feldtests von Fraunhofer hin, die in der Praxis gezeigt haben, dass insbesondere parallel eingebundene Pufferspeicher bei sinnvoll geplanten Wärmepumpensystemen kontraproduktiv sind und nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Betrieb Geld kosten.

Falls er der Meinung ist, dass die Hydraulik nicht funktioniert ohne Pufferspeicher, dann überlege mit ihm gemeinsam, ob er bereit ist, stattdessen ein Überströmventil einzubauen (das kostet viel weniger und Du kannst es, nachdem er das Haus verlassen hat, zudrehen). Oder, am besten, einfach mindestens die Hälfte der Heizkreise in den wärmsten Räumen dauerhaft offen lassen ohne ERR, dann funktioniert das mit modulierender WP wunderbar ohne Puffer.

Die anderen üblichen Regeln für eine sinnvolle Wärmepumpenhydraulik bitte auch beachten (ungefähr gleichlange Heizkreise zwischen 60 und 100 m, mindestens 16er Rohr, angrenzende Räume ungefähr gleich temperieren, Bad im Zweifelsfall mit zusätzlicher Wandheizung und nicht mit Handtuchheizkörper ausrüsten). Im Anfänger-Thread sind weiter unten noch ein paar Punkte zum Thema aufgezählt.

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 10.06.2021 22:25:45
0
3160679
Hi Crink,

vielen Dank für deinen Input.
Den Anfänger-Thread hatte ich früher bereits gelesen, super Arbeit. Wandheizung im Bad wird sich nicht mehr umsetzen lassen. Beim Thema Pufferspeicher sagt er ganz klar, dass das seiner Meinung nach sinnvoll ist, um Zyklen zu verlängern und hydraulisch ie beste Lösung ist. Ich stecke da zu wenig in den Details um da auf höherem Niveau zu diskutieren. Die Diskusion über ERR und Pufferspeicher habe ich hier gelesen. Ich muss aber gestehen, dass mir an der Stelle wahrscheinlich der Mut fehlt, das durchzuziehen. ERR raus, Puffer raus, Temperaturen in Räumen über hydraulischen Abgleich regeln, bei der Auswahl meines Heizis waren diesen Punkte noch kein Thema. Wandheizung im Bad ist leider nicht mehr möglich.
Mir fehlt auch etwas das Verständnis für das Gesamtsystem WP, bzw. welche Randbedingungen zum Ein- bzw. Ausschalten führen.

Der WP wird eine Vorlauftemperatur vorgeben die sie bei einer definierten Außentemperatur erreichen soll. Diese Temperatur wird erzeugt. Im Falle einen Puffer für die Heizung ist das ja wahrscheinlich die Temperatur im Speicher. Die Umwälzpumpe läuft wahrscheinlich kontinuierlich. Solange die Räume Wärme abnehmen, wird der Rücklauf kälter sein als der Vorlauf. Irgendwann sind alle Räume warm und die Ventile der ERR schließen. Die Wärmepumpe schaltet aus. Das bleibt so lange der Fall, bis eine bestimmte Raumtemperatur erreicht ist. Ventil öffnet und die Wp springt an. Hier sehe ich theoretisch das Argument, dass der Puffer die Häufigkeit des Taktens verringert.
Lasse ich den Puffer weg, soll ein Überströmventil her her und oder die ERR soll wegfallen. Ein Überströmventil öffnet, wenn der Druckunterschied zwischen vor und Rücklauf zu groß wird, also wenn keine Wärme abgenommen wird.
Frage: Wieso schaltet die WP dann nicht einfach aus? Es wird ja keine Wärme benötigt. Das verstehe ich noch nicht.


Zur Kühlung:
Ich dachte in meinem Fall an eine passive Kühlung. Bei

Wir sind jetzt so verblieben, dass er mir eine Modulierende WP anbietet und den Tausch der Isolation. Dann schauen wir. Ich tendiere dazu die Kühlung nicht umzusetzen. Da der nutzen vergleichsweise klein sein wird. EIn weiteres Argument ist der KFW55 Standard (Klinker zur 18cm Dämmung). Auf dem Dach 6cm Holzweichfaserplatten und dann 20cm Zwischensparrendämmung. Ich denke damit fahren wir auch im Sommer sehr gut. Der Nutzen wird den finanziellen Aufwand nicht widerspiegeln.

letzte Frage zum Boden:
Ich habe nun soweit herausgefunden, dann in 2m Tiefe der Boden irgendwo zwischen Lehm und Ton liegt. Darüber ist Lehm oder sandiger Lehm. Kaut Trenchplaner ist das ja gut. Wir sieht das mit der Dichtigkeit des Boden aus? Beim säubern des Baggers der Probegrabungen habe ich gemerkt wie klebrig das ganze Zeug wird. Habt ihr da Zweifel was das Einsickern von Regen etc. betrifft. So wird ja ein Großteil der Wärme in den Boden gebracht. Momentan ist der Boden erwartungsgemäß ziemlich trocken in 2m Tiefe. Grundwasser ist weit entfernt.
Vielleicht mache ich mir auch zu viele Gedanken? Zwei Bekannte haben sich den Kollektor einfach ohne große Zweifel eingebaut und sind zufrieden.
Habt ihr Zweifel an der Wärmequelle?
Hier nochmal der Link mit neuem Untergrund
Planung mit Lehm
Mit Lehm als Boden wahrscheinlich krass überdimensioniert, dort könnte ich noch Grabenlänge einsparen.

Danke für euer Feedback.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.06.2021 22:58:01
1
3160695
Ja, Du machst Dir zuviel Gedanken und meine Entwürfe sind nicht
zufällig mit Abstand zu Stützmauern.

Keine Probleme mehr mit einer Steinschicht, die nicht wegzubaggern wäre?

Eine richtig eingestellte Anlage hat keine schließenden ERRs, ausser vielleicht
wenn die Sonne reinscheint.
Der Wärmepumpe soll kein Volumenstrom durch schließende ERRs abgegraben
werden, weil die dann die Leistung nicht mehr los wird und da ändert ein
Pufferspeicher sehr wenig. Die Wärmepumpe soll über richtige Einstellung
der Heizkurve und dem Feed-back der Temperaturen im Heizkreis an und
ausschalten, nicht über abgewürgten Transport vvon Heizwasser im Heizkreis...

Grüsse

winni

Verfasser:
Michael472
Zeit: 11.06.2021 09:49:39
1
3160789
zur Kühlung
der KfW55 Standard verhindert auch nicht, dass dein Haus sich im Sommer aufheizen wird. Vielleicht ein wenig langsamer. Die passive Kühlung ist bei einer Erdwärmepumpe ideal. Korrekt, der Effekt ist bei FBH nicht so groß, aber immerhin gibt es hier im Forum genügend, die ihr Haus damit 2-3 Grad runterkühlen können. Und dann ist es angenehm bis erträglich im Haus. Und bedenke bitte, die Sommer/Hitzeperioden werden in Zukunft noch wärmer werden.

Zum Speicher und ERR
Lass den Speicher weg, der kostet Dich nur Effizienz. Für das Geld kauf Dir dann lieber die passive Kühlung. Korrekt, wenn die WP die Wärme nicht los wird, dann schaltet sie ab. Das nennt man dann takten und kostet Lebensdauer für die WP, sofern das regelmäßig der Fall ist. Die beste (modulierende) WP läuft in der Kälteperiode einfach durch (Tage/Wochen). Wenn Du eine gute ausgelegte FBH mit möglichst geringer VL-Temperatur bei NAT hast (darauf unbedingt achten, da gerne 08/15 ausgelegt wird auf 35/30 VL/RL, zu kleine Rohrdurchmesser etc), dann brauchst du keine ERR (die kennen nur an oder aus/1 oder 0, keine Regelung dazwischen) oder nur dort ERR, wo nicht regelmäßig die Räume genutzt werden. Dann machst Du nach dem hydraulischen Abgleich einen thermischen Abgleich und kommst so in den Selbstregeleffekt. Dann hast du ein sehr komfortables und effektives System.

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 12.06.2021 21:26:13
0
3161366
Hallo zusammen,

die Steinschichten in Boden sind leicht zu durchbrechen. Ich gehe davon aus, dass ich Montag as material bestellen werde bei Muggenhumer. Paket 2 Muggenhumer

Ich bin absolut gespannt wie gut die Anlage schlussendlich laufen wird.

Zum Pufferspeicher und ERR:
Den Speicher werde ich wohl weglassen. Wir dann als Ersatz ein Wärmeübertrager eingebaut oder wie wird die Übertragung der Wärme in der Realität umgesetzt?

In wie weit ist es den ohne ERR möglich Räume unterschiedlich zu beheizen. Über den hydraulischen Abgleich stelle ich ja im Endeffekt den Druckverlust der einzelnen Stränge und damit den Volumenstrom des Wärmeträgers ein. Sprich im Bad (22/23°C) würde ein größerer Volumenstrom anliegen als zum Beispiel im Schlafzimmer (19°C). Im Bad habe ich wie beschrieben noch die Möglichkeit über einen elektrischen Handtuchhalter zu heizen. Die bevorzugte Lösung ist eine Wandheizung. Diese ist aber leider nicht mehr ohne großen Aufwand umsetzbar. Ist es realistisch einen solchen Unterschied zu erzeugen?
Oder muss man dann damit leben im ganzen Haus die selbe Temperatur zu haben?

Danke für eure Hilfe
Tobias

Verfasser:
Michael472
Zeit: 12.06.2021 21:46:00
0
3161375
Kein weiterer wärmeüberträger erforderlich. Die WP arbeitet dann direkt in die FBH, das ist ideal.
Es kommt aber auch noch darauf an, welche Verlegeabstände in den einzelnen Räumen sind, die dann entsprechende Fläche für die wärmeabgabe aktivieren. Hierfür unbedingt eine raumweise heizlastberechnung erstellen (lassen) und damit die FBH optimal für die WP auslegen. Kannst du auch selbst mit dem excelTool von HFrik aus dem Forum. Das gibt dann auch gleich die Angaben für den hydraulischen Abgleich mit und die verlegeabstände für die FBH.
Große Temperaturunterschiede sind in einem gut gedämmten Haus aber nicht möglich. Vielleicht noch 2-3 grad. Das hat aber nichts mit ERR oder so zu tun, sondern ist einfach Physik.

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 13.06.2021 11:41:09
0
3161489
Danke für die Infos.
Die Tabelle schaue ich mir definitiv an.
2-3 Unterschied zwischen den Räumen wäre ja absolut ausreichend.
Dann lege ich das ganze Mal dem Heizi vor.
Danke euch.

Gruß
Tobias

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 13.06.2021 20:46:33
0
3161668
Ich finde hier in alten Threads unterschiedliche Versionen. Gibt es eine Möglichkeit die aktuellste Version zu bekommen?
HFrik per PM anschreiben?

Tobias

Verfasser:
Michael472
Zeit: 13.06.2021 21:00:04
0
3161673
Hier findest du die aktuellste Version. Aber nicht abschrecken lassen, da braucht man ein wenig um sich zurechtzufinden. Das lohnt sich aber. Für alle Räume die raumweise heizlastberechnung machen und dann auf der Tabelle die FBH-Auslegung. Fang mal mit einer Auslegung auf 30 VL und 26 RL an.
Heizlastberechnung nach HFrik

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 13.06.2021 21:10:48
0
3161677
Ist wirklich umfangreich. Leider habe ich noch keine raumweise Heizlastberechnung. Ich gehe davon aus ich muss alle Wände im Raum angeben und mit U-Wert versehen. das wird ganz schön Arbeit. Na dann mal los.

Danke für den Link

Tobias

Verfasser:
Michael472
Zeit: 13.06.2021 21:25:39
0
3161681
Ja alle Wände, Fenster, decken und Böden. Fensterflächen werden bei den Wänden wieder abgezogen und dann als separates Bauteil eingegeben. Wände an gleichwarme angrenzende Räume brauchst du nicht eintragen, weil kommt Heizlast = 0 raus. Nur wenn es Temperaturunterschiede gibt. Die u-werte solltest du ja haben. Ist bisschen Fleißarbeit, aber man lernt auch die Zusammenhänge besser verstehen und man bekommt eine so hohe Qualität für die Heizlastberechnung, die du so am Markt fast nie bekommst.

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 15.06.2021 21:11:01
0
3162356
Hallo wollte heute bei Santherr bestellen.
Spricht etwas dagegen 30L von dem Zeug hier mit 300L normalem Leitungswasser zu mischen?
Konzentrat

Tobias

Verfasser:
TobiPB
Zeit: 15.06.2021 21:33:20
0
3162361
Sehe gerade laut Datenblatt WP soll die Konzentration Ethylenglykol Erdreichkollektor bei 33 Vol.-% liegen. Sprich 110L von dem Zeug auf 220L Wasser?
Also die Frage ist, kann ich normales Trinkwasser verwenden?

Tobias

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 16.06.2021 07:43:14
0
3162412
Du kannst theoretisch ein normales Leitungswasser auch verwenden. Ich persönlich würde trotzdem ein aufbereitetes oder am besten noch destilliertes einfüllen. Sicher ist sicher.

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