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Foren
Erneuerung der Ölheizung durch Wärmepumpe oder Hybridlösung?
Verfasser:
jaypee
Zeit: 25.07.2021 09:29:41
0
3175465
Hallo liebes Forum,
wir leben in einem Einfamilienhaus das aus zwei Teilen besteht. Einen Teil aus 1936 und einen Teil aus 1975. Das Dach wurde komplett erneuert und zwischensparrengedämmt. Die Fenster sind 10 Jahre alt und 2 Fach verglast. Die Kellerdecke ist gedämmt. Die Fassade nicht.
Momentan läuft eine Ölheizung mit einem jährlichen Verbrauch von 2000-2500l Heizöl für Warmwasser und Wärme. Nach der Schweizer Formel macht das eine Heizlast von 8,5KW. Außerdem ist eine 23kWp Anlage auf dem Dach mit einer durchschnittlichen jährlichen Leistung von 22MW. Die Vorlauftemperatur beträgt 55 °C und könnte mit ziemlicher Sicherheit mit dem ein oder anderem neuen Heizkörper auf 50 °C gesenkt werden.
Wir spielen nun mit dem Gedanken einer LWP. Grundwasser ist nicht erlaubt und für die Kollektoren fehlt der Platz.
Eine Idee wäre die Ölheizung mit im System zu lassen, um an kalten Tagen die Ölheizung anstatt der Wärmepumpe zu betreiben.
Alternativ die Ölheizung komplett entfernen.
Ich habe bei meiner Recherche herausgefunden, dass es sich bei der Wärmepumpe um eine Inverter Pumpe handeln sollte, da diese bestmöglich in Kombination mit der PV funktionieren.
Was wäre eure Empfehlung hierzu?
Außerdem habe ich noch eine weitere Überlegung. Ist es sinnvoll einen möglichst großen Pufferspeicher zu verbauen? Z.B. 1000l oder noch größer und diesen mit der Energie aus der PV und der damit arbeitenden WP zu heizen? Somit könnte ich auch ohne Batteriespeicher die Sonnenenergie über Nacht oder auch mal ein zwei Tage unter Umständen nutzen. Oder gibt es hier einen Denkfehler?
Heizstab macht grundsätzlich vermutlich keinen Sinn weil die Wärmepumpe effektiver arbeitet als ein Heizstab?
Zu guter Letzt gibt es auch noch die Überlegung zusätzlich zu der PV einige Solarkollektoren zu installieren und diese ebenfalls für die Erwärmung des Wasserspeichers zu nutzen.
Sehr viele Fragen:(
Ich freue mich über Meinungen
Vielen Dank
JAn

Verfasser:
OldBo
Zeit: 25.07.2021 09:52:35
1
3175472
Na, da bin ich einmal auf die kommenden Meinungen gespannt. Ich stehe schon seit einigen Jahren vor den gleichen Überlegungen. Und schiebe und schiebe und schiebe .... ;>))

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 25.07.2021 10:48:53
0
3175484
Die PV ist Klasse.
Damit könnte im Sommer die WP fürs WW in in der Übergangszeit auch teilweise tagsüber das heizen per WP abgedeckt werden.

ABER, die Vorlauftemperaturen für Luft WP sind eigentlich zu hoch.
Ein HB wird dir natürlich sagen, dass das kein Problem ist. (Klar den Stromverbrauch bezahlst du).
Wenn LUFT WP dann muss es einer der besten sein, hinsichtlich Effizienz, ansonsten macht nur SOLE WP Sinn (mit RGK, Bohrung, erdkörben).

Bei Erdwärme würde ich Mal bei erdwaerme-forum.de anfragen. Die haben Lösungen für den Bestand mit passendem Gerät und auch Expertise was die Amtshürden angeht.

Bei hohem Wärmebedarf wie hier, würde ich immer zu Erdwärme tendieren.


Bei den Luft WP würde ich höchstens empfehlen
Lambda
Wolf CHA
Weishaupt biblock


P.s. Solarkollektor mit WP passt nicht zusammen.
Die HB bekommen das auch nicht sinnvoll kombiniert und gesteuert - also bleiben lassen.
Wie alt ist die Ölheizung überhaupt?

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 25.07.2021 11:06:43
0
3175488
@OldBo Nicht Dein Ernst ?

Mit Deinem Branchenwissen und praktischem Können sollte das doch ein Klacks sein ne Jeisha aus Bayern zu organisieren und diese am darauffolgenden Wochenende zu installieren ? Und Kumpels zum Helfen gibts sicher auch noch.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 25.07.2021 11:23:16
0
3175492
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
@OldBo Nicht Dein Ernst ?

Mit Deinem Branchenwissen und praktischem Können sollte das doch ein Klacks sein ne Jeisha aus Bayern zu organisieren und diese am darauffolgenden Wochenende zu installieren ? Und Kumpels zum Helfen gibts sicher auch noch.


Die Umsetzung ist hier wohl weniger das Thema.

Im "alter" gibt's da andere Überlegungen.
Wie lange hält die aktuelle Heizung noch etwa?
Einsparung ist da irgendwann weniger der Fokus einer neuen Heizung.
Hohe Vorlauftemperaturen bedingen eigentlich größeren Verrenkungen um die VL runterzubekommen.
Kosten/nutzen auch hier hinsichtlich des Alters ein Thema...


Ich kenne die Überlegungen von den Schwiegereltern.
Die sagen ganz klar.
Warum sollen wir 50t€ in eine neue Heizung investieren damit dies eine WP werden kann.?
Bei 1500liter Ölverbrauch - und das wird weiter sinken, die wenn neue fenster drin sind.
Was soll man da noch sparen können?
Ein paar Heizkörper neu, Brennwert Öl rein - fertig.
Mit "Öko" Öl kommt man sogar um den erneuerbaren Energien Anteil herum (Bawü)

Ein 30jähriger denkt da anders als ein ü60 jähriger.
Die Voraussetzungen sind eben anders - und das muss man akzeptieren.

Verfasser:
Frimo
Zeit: 25.07.2021 11:49:06
1
3175500
Evtl würde ich mir die Warmwasserbereitung vornehmen.
Die ist gerade außerhalb der Heizperiode häufig mit hohen Verlusten verbunden.
Da wäre das Kosten / Nutzen Verhältnis wohl am besten.

2000 - 2500 Liter ist eine ordentliche Spanne, aber wenn man da nochmal 20% reduziert bekommt, mit moderatem Aufwand, dann wird eine komplette Umstellung erstmal uninteressant.

Verfasser:
OldBo
Zeit: 25.07.2021 12:00:59
0
3175511
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
[...]


Die Umsetzung ist hier wohl weniger das Thema.

Im "alter" gibt's da andere Überlegungen.
Wie lange hält die aktuelle Heizung noch etwa?
Einsparung ist da irgendwann weniger der Fokus einer neuen Heizung.
Hohe Vorlauftemperaturen bedingen eigentlich[...]

Richtig. Mit knapp 76 denkt man anders. Aber in meinem Fall spielt eher die Gesundheit, und auch die Vielfalt der Möglichkeiten incl. Trinkwassererwärmung mit rein. Auch das Denken als alter Heizungs- und Lüftungsbauer spielt hier wohl auch eine Rolle.

Es ist eben einfacher, Ratschläge zu geben, anstatt diese selber umzusetzen ;>))

Verfasser:
jaypee
Zeit: 25.07.2021 13:54:26
0
3175549
wow, vielen Dank für die vielen Antworten!
Zu der Spanne des Heizölverbrauchs. Wir wohnen erst seit 3,5 Jahren in dem Haus. Ich tendiere eher zu 2500l.
Wenn ich die bisherigen Antworten resümiere ist der Großteil hier der Meinung, dass es keinen Sinn macht!?
Bisher hat sich niemand zur Hybridlösung geäußert. Macht das keinen Sinn?
Und für mich wäre tatsächlich auch eine Meinung zu einem sehr großen Wasserspeicher interessant...(in dem Zusammenhang eben auch die Solarkollektoren die diesen zusätzlich mit erhitzen sollen).
Vielen Dank auf jeden Fall für eure Ratschläge!!!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 25.07.2021 14:03:41
1
3175554
Hybridlösungen sind Preislich vermutlich sehr sehr teuer . Letzlich bezahlst du zwei Heizsysteme. Angeheizt durch die aktuellen BEG Förderung in DE sind die Preise im Heizungsumfeld eh völlig verrückt.

Solarthermie mag von der Idee her interessant sein.
ABER man liest hier permanent von Problemen.
Der HB schraubt das Ding aufs Dach und will danach nichts mehr davon wissen.
Man muss das System so bauen, dass es nicht zu Heiss werden kann, keine Stagnation gibt, keine mikrozirkulation (d.h. und das kam hier auch schon mehrfach vor, dass man im heizbetrieb die Solarkollektoren mit beheizt hat).

Es scheitert leider sehr häufig an der Umsetzungsqualität der HBs

Wenn du dich damit selbst beschäftigen willst und dich ausreichend informierst und es selbst installierst, dann kann solarthermie Sinn und Spass machen.
Wenn nicht - dann ist man mit Photovoltaik besser bedient.

Wenn solarthermie kein Thema ist, kann man etwaige Pufferspeicher direkt wieder vergessen.
Bei WP Technik würde man immer direkt in die FBH/HK heizen. Ein kleiner Speicher kann nur fürs abtauen Sinn machen - im Rücklauf.

Verfasser:
jaypee
Zeit: 25.07.2021 14:13:36
0
3175555
okay.
Ich bin nicht vom Fach und deshalb sehr dankbar dafür fachkundige Meinungen darüber zu hören was von meinem Laienverstand Sinn macht und was nicht:) Ich möchte bevor ich mit den HB spreche erst einmal selber eine kleine Ahnung haben.
Zu der Hybridlösung:
Prinzipiell könnte die einfachste Version meiner Meinung nach einfach so aufgebaut sein, dass die WP direkt an den Rücklauf der Ölheizung angeschlossen wird. Oder funktioniert das nicht?
Was ich bisher mitgenommen habe:

- LWP macht bei 55°C Vorlauftemperatur wenig Sinn. Ab wie viel grad würde es eurer Meinung nach Sinn machen? Ich denke 50°C könnte ich ohne großen Aufwand fahren.

- großer Pufferspeicher macht nur mit zusätzlicher Thermie Sinn und ist in der Praxis sehr störungsanfällig.

- Hybridsystem zu teuer und kompliziert

--> Wir wollen noch lange in dem Haus wohnen. Was wäre eure Heizungsempfehlung?

Verfasser:
Frimo
Zeit: 25.07.2021 14:14:35
1
3175556
Du musst entscheiden, welches Verhältnis zwischen Ökonomie und Ökologie zu dir passt.

Ich glaube nicht, daß du in diesem Jahr noch etwas umsetzen kannst, außer dein Schwager ist zufällig Heizungsbauer.

Ich würde sehen, wie weit du mit den üblichen Maßnahmen kommst.
Heizung 24/7, nachtabsenkung raus, heizkurve anpassen und dann ggf sehen, was mit Tausch der Heizkörper noch geht.
Wobei, die zu vergrößern sollte immer sinnvoll sein, wenn eine FBH nicht zur Debatte steht.

Wenn man dann weiß, wie die Aktien stehen, kann man weiter überlegen.

Wäre schade, wenn man für viel Geld eine komplizierte Lösung baut, wenn es auch einfach gegangen wäre.

Verfasser:
jaypee
Zeit: 25.07.2021 14:19:22
0
3175559
hast du eine Empfehlung für besondere Heizkörper?

Verfasser:
Frimo
Zeit: 25.07.2021 14:29:18
2
3175562
Nö, aber wo es möglich ist die dicken 33er nachrüsten.

Aber ich würde erstmal sehen, was bei der VL möglich ist.

Du sagst selbst, 50 müsste gehen - warum fährst Du dann mit 55 😉

Ausserdem musst Du erstmal sehen, an wievielen Tagen Du die brauchst. Ist ja nur max.

Ich habe nen Altbau, energetisch schlechter als deiner und bin im Schnitt weit unter 50.
Durchfluss rauf, bis das Fließgeräusch störend wird.

Man wundert sich, was möglich ist, wenn man sich damit beschäftigt.

Ich würde auch mal versuchen herauszufinden, was du im verbleibenden Sommer an Öl brauchst.

Und wenn du dafür den Stand im Tank misst.

Erstaunlich, was da durchgeht.

Dann könnte man überlegen, ob man nicht da ansetzen kann.

Verfasser:
jaypee
Zeit: 25.07.2021 14:34:06
0
3175565
vielen Dank für deine sehr pragmatischen Ansätze! Das mag ich sehr!!!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.07.2021 15:08:13
1
3175583
Zitat von jaypee Beitrag anzeigen
... bin nicht vom Fach und deshalb sehr dankbar dafür fachkundige Meinungen darüber zu hören was von meinem Laienverstand Sinn macht und was nicht:) Ich möchte bevor ich mit den HB spreche erst einmal selber eine kleine Ahnung haben ...
Du wirst erstmal viel Lesen und das Gelesenen möglichst verstehen müssen!

Hier im Forum gibt's massig Material zu studieren und zudem findest z.b. auf folgend verlinkter Seite einiges zum querlesen.

http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Ich habe übrigens im Oktober 2014 als absoluter Laie selbst bei uns einen Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock installiert und die Inbetriebnahme der Machine in Eigenleistung durchgeführt. Das Gerät läuft seitdem zur vollsten Zufriedenheit mit akkurater Arbeitszahl im bivalent parallelen Betrieb.

Das ist insgesamt kein Hexenwerk. Man muss nur konsequent am Ball bleiben und zudem kapieren wollen, dass Wärmepumpentechnik definitiv anders als die Verbrennungswärmeerzeuger in der Betriebweise genutzt werden muss, um diese effizient und materialschonend funktionieren zu lassen! 😉👍🍀

Verfasser:
Geisha2021
Zeit: 26.07.2021 20:09:04
4
3175980
Hier mein Weg zur Wärmepumpe:

Ich habe gerade eine Geisha J 7 kW installiert die ich zusammen mit meiner Ölheizung betreiben werde (Ölheizung nur für Brauchwasser im Winter und wenn es extrem kalt werden sollte). Mein Ölverbrauch war ca 1200 -1300L pro Jahr. Fertighaus von 1968 mit 160m²; nur Heizkörper Typ 22.
Eine Heizperiode habe ich die Ölheizung wie die Wärmepumpe betrieben. Max. Vorlauftemperatur 45°C bei -10°C Außentemperatur und Heizbetrieb 24H/7Tage. Ergebnis: Komfort war wesentlich besser und am Ölverbrauch hat sich praktisch nichts geändert.
Seit 19 Jahren habe ich auch eine Solarthermie-Anlage mit 6,6m² für das Brauchwasser.
5,4 kW PV habe ich auch seit 13 Jahren aber der Staat erlaubt für Altanlagen keinen Eigenverbrauch. Gesamtkosten mit zusätzlichem 200L Speicher plus Friwa ca. 8000 EUR. Alles natürlich selbst installiert.

An deiner Stelle würde ich zunächst mein Heizverhalten ändern um zu ermitteln was die Heizlast tatsächlich ist. Wie gesagt, habe ich mehr als 20 Jahre falsch geheizt (Heizung nachts ganz abgeschaltet). Damit spart man nichts.

Ach ja ich habe noch vergessen meinen Kaminofen zu erwähnen. Das ist aber mehr Hobby wegen der Gemütlichkeit aber damit kann man auch extrem kalte Tage gut überbrücken.

Also nur Mut und zuerst die erforderlichen Daten ermitteln damit man keine falschen Entscheidungen macht.

Übrigens nahezu alle Heizungsbauer verbauen zu große Wärmepumpen mit riesigen Speichern sogar in Neubauten die supergedämmt sind. Die Förderung tut ein übrigens das astronomische Preise für eine komplette Heizung herauskommen.
Für die günstigen Panasonic Monoblock Pumpen wirst du kaum einen Installateur finden da hier nichts verdient ist, leider.
Gruß Uli

Verfasser:
Geisha2021
Zeit: 26.07.2021 20:13:24
0
3175982
Sieh auch im Forum meinen Beitrag "Wärmepumpe im 53 Jahre alten Fertighaus mit Plattenheizkörpern".

Verfasser:
MichaelKo
Zeit: 26.07.2021 20:50:30
0
3175990
Ich würde auch sagen einfach eine Jeisha 9kW dazu stellen. Die kann man bei der PV Größe locker ganzjährig das WW übernehmen, im Sommer kühlen und in der Übergangszeit heizen. Im kernwinter wirst du dann wahrscheinlich die Ölheizung benötigen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 27.07.2021 00:59:06
0
3176044
hast du eine Empfehlung für besondere Heizkörper?

Ja klar: IMMER Kermi X2 weil sie nicht nur psycho-LOGISCH sind

Verfasser:
Adlermaf
Zeit: 27.07.2021 15:58:49
1
3176256
Hallo Jan,
deine Überlegungen gehen in alle Richtungen, und das ist sehr gut, so ist es auch bei mir.
Meine Ölheizung ist jetzt 43 Jahre in Betrieb läuft bis jetzt immer ordentlich, aber jetzt ist die Zeit gekommen um dem Ganzen ein Ende zu machen ...Förderung vom Staat.
Mein Haus hat 100 qm Wohnfläche, alles ebenerdig, kein Dachgeschoß , 3-fach verglaste Fenster, einen Wintergarten 30qm zum Wohnzimmer, im Wohnzimmer 30 qm, einen Pellets-Ofen und wir sind zu zweit.
Der Jährliche Ölverbrauch liegt so bei 700 Ltr.
Auch ich habe mich lange mit der LW-WP beschäftigt und mich jetzt für eine solche entschieden .
Da ich schon vor langer Zeit mich von der Solar-Thermie begeistert habe ( erste Versuche vor 45 Jahren) ist natürlich eine langjährige Erfahrung von Vorteil. Ich schreibe seit 1978 jeden Tag meine Speichertemperaturen auf…eine lange Liste/Blätter.
Meine Solarthermie Anlage besteht aus 2 Röhrenkollektoren a 4 qm am Dach, 60 °SO/SW aufgeständert, für Brauchwasser in einen 300ltr. Boiler, die Restwärme geht in einen 500 Ltr. Boiler.
Sollte der 500 Ltr. Boiler dann doch zu warm werden (über 70 °) habe ich eine Steuerung (man. oder autom.) die einen Rollo runterfährt. Habe ich am Samstag sehr gebraucht, Golfbälle als Hagel.. da geht dir der A…. auf Grundeis.
So nun zur 2. Abteilung. Im Garten stehen 3 Kollektoren a 4 qm 60° aufgeständert nach Süden.
Diese speisen einen 800 Ltr. Boiler, der als Zusatzheizung in der Übergangszeit mich vom Öl entlastet.
Auch das WW wird vom 500 Ltr. Boiler durch den 800 Ltr Boiler geführt und wird auch so vorgewärmt. Und natürlich gibt es auch eine Rollo-Schaltung, der die drei Kollektoren verschattet und schützt.
Im Sommer 2020 habe ich angefangen die alten Heizkörper gegen HK Typ 22 und 2 HK Typ 33 auszutauschen. ( man bedenke die alten HK waren 43 Jahre alt..und auf hohe VL-Temperaturen ausgelegt.)
Bei den HK im Esszimmer Typ 33 sind dazu noch je 8 Lüfter verbaut, damit die Wärme schneller abgegeben wird. Mit 50° Vl-Temperatur komme gut über die Runden.
Das ist die Grundausstattung was der Bestand ist. So nun kommt die WP ins Spiel. Neu wird ein 800Ltr.Boiler für das Heizwasser, der von der WP geladen wird. So habe ich immer einen Vorrat an Heizwasser . Das Heizwasser wird am Tage aufgewärmt und als WP-Strom-Unterstützung ist noch eine 4 KWP PV-Anlage am Dach, die aber keine Ideale Sonnenausrichtung hat (W/N), aber alles kann man nicht haben…..
Dann stehen vier Boiler im Heizungsraum, da wird mancher denken, ich heize für die ganze Nachbarschaft, aber Wärme braucht Platz…………
Auch die Steuerung mit der UVR16X2 ist eine tolle Sache, alle Eingänge, Ausgänge Solarsteuerungen, Und, Oder Bedingungen, Schaltuhr usw. sind mit dieser Steuerung bestens zu realisieren.
Mit meinem Umbau Von Öl zur WP habe ich schon begonnen. Mache alles selber, Press-Klemm- Lötfittinge, alles wird verbaut. Habe auch schon mein Kampfgewicht reduziert..Nebenerscheinung ohne Trimmpfad…
Die WP wird von einem Kälte/Klima-Fachgeschäft geliefert, kein HB.
Sollte das Ganze nicht rechtzeitig zum Herbst fertig sein, habe ich ein Hintertürchen offen, die Öl-Heizung kann immer noch mit zwei Rohrverschraubungen-Wechseln wieder in Betr. gehen.
Vielleicht sind im meinem Bericht ein paar Gedanken dabei, die dir wieder ein neues Türchen zur WP öffnet ?
Gruß
Anton

Verfasser:
Mav76
Zeit: 27.07.2021 18:19:47
1
3176310
Hallo Jan,
auch wir haben lang gesucht eine Alternative für unser Haus gesucht und sind bei einer Hybridlösung gelandet.
Wir heizen mit einer Wärmepumpe und Pelletheizung, 300 Liter WW und demnächtst kommen noch PV Module aufs Dach.
Die Steuerung funktioniert hervorragend, wenn es zu kalt wird geht der Pelletofen an.
Wir sind froh vom Öl weg zu sein.
Falls Du Fragen hast kenn ich Dir gern die Firma nennen.

Grüße Mav

Verfasser:
jaypee
Zeit: 28.07.2021 12:38:09
0
3176573
vielen vielen Dank für eure tollen Beiträge!

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 28.07.2021 12:46:51
1
3176575
Zitat von Mav76 Beitrag anzeigen
Hallo Jan,
auch wir haben lang gesucht eine Alternative für unser Haus gesucht und sind bei einer Hybridlösung gelandet.
Wir heizen mit einer Wärmepumpe und Pelletheizung, 300 Liter WW und demnächtst kommen noch PV Module aufs Dach.
Die Steuerung funktioniert hervorragend, wenn es[...]



Was mich an den Hybridlösungen (mit Pellet/ÖL/GAS) aber leider weiterhin stört, sind die Kosten für Schornsteinfeger + Wartungskosten.... Auch der invest muss ja höher sein, als ne reine WP Lösung.
Aber schön wenn es steuerungstechnisch funktioniert, und wenn man damit zufrieden ist.

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 28.07.2021 13:05:49
1
3176584
Wenn Du vom Öl wegkommen willst, was ja grundsätzlich sehr lobenswert ist, dann solltest Du erst einmal berechnen wie hoch Deine wirkliche VL-Temperatur bei NAT (Normaußentemperatur) und kontinuirlichem Durchheizen wirklich ist.

Also keine Schätzungen, denn meist geht es mit einigen °C weniger bei kontinuierlicher Heizung, dann einmal auf einer Linie auftragen unten die Außentemperatur und links senkrecht die VL-Temperatur, da wird eventuell mit einer Radiatorenheizung rauskommen Startpunkt bei sagen wir +17°C AT VL 24°C und bei -14°C AT dann 55°C.

Wenn Du dann diese Linien etwas interpolierst, dann liegt der Bivalenzpunkt mit einer halbwegs guten Luft/Wasser WP warscheinlich bei ca -5°C und etwa 45 bis 48°C VL

Das schafft eine gute WP leicht mit vernünftigem Wirkungsgrad und für die 20 Tage darunter ein preiswerter halbautomatischer Pelletkessel mit sog. Wochenbehälter.
Natürlich ist das Bestreben der Heizis, dir einen superduper vollautomatischen Pelleter mit Lagerbunker und Austragung hinzustellen größer als den billigen zu Verhökern (der Gewinn ist immer eine %-Marge).

Aber man sollte sich auch immer die alte Bauernregel vor Augen halten, dass alles wo sich viel dreht auch immer was kaputt wird, und es ist meiner Meinung nach nicht zuviel verlangt dass man für die 2 bis 3 Wochen der Heizperiode halt einmal pro Woche den Kessel aufmacht und mit der Bürste durchfährt.

Betreffend der Einbindung, aus dem Pelleter geht man auf eine Mischergruppe, und nach der Mischergruppe sitzt ein RS-Ventil und danach kommt der VL der WP rein, ebenfalls über ein RS-Ventil fertig, detto für die Boilerheizung.

Entweder kann die Regelung der WP oder des Pelleters die Bivalenzumschaltung oder man investiert halt eine UVR610 um 350,-€ dann kann man noch viel mehr!

Bitte immer im Erdgeschoß nachdenken nicht in der 3.Etage, dann kommt was gscheites heraus MfG Hannes / ESBG

Verfasser:
Mav76
Zeit: 03.08.2021 08:53:40
0
3178754
Unser Pelleter ist von NBE mit Wochensilo, laut einigen Kommentaren ist er nicht so Wartungsintensiv und verbaut, falls mal was ausfallen sollte ist erst einmal Garantie drauf und später sind die Preise der Komponenten auch nicht sooo hoch.
Steuerung ist von TA, die alle Geräte einbindet.

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