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Hydraulischer Abgleich der FBH mit BKA: Vorgehensweise
Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 08:31:41
0
3192875
Hallo an Alle,

ich möchte mich kommenden Herbst/Winter mit dem hydraulischen Abgleich befassen. Am besten würde mir gefallen, wenn ich mich nicht all zu lange damit befassen muss. Sprich, ich will nicht unnötig lange an den Ventilen herumdrehen, bis es endlich passt. Ich suche nach einer Vorgehensweise, wie ich das am schnellsten machen kann.

Vor der RGK Verlegung habe ich mir damals eine Heizlastberechnung inkl. Vorgaben für hydraulischen Abgleich machen lassen. Seitdem hat sich leider einiges verändert. Beispielsweise wurde das Rohr von 16x2 auf 17x2 geändert, die Dämmung ist seitdem ebenfalls leicht verbessert worden.

Aber egal. Wenn man all das ignoriert: wie berücksichtige ich da die BKA beim Abgleichen?

Mein Plan ist, die BKA läuft immer auf 100%, damit ich die Energie am Tag bestmöglich einspeichern kann. Ist dies der Fall, beansprucht sie in etwa 40% für sich, aber nur dann, wenn alle FBH Kreise ganz offen sind.
Beginne ich die FBH nun zu drosseln, würde der Durchfluss in der BKA automatisch steigen, weil es hier ~80-85m 20er Rohre sind, folglich weniger Druckverlust als in manchen Kreisen der FBH.

Habt ihr da irgendwelche Ideen oder vielleicht sogar eigene Erfahrungen, wie man es am besten macht? Vielleicht hat es ja jemand schon hinter sich und kann mir Tipps geben?
Ansonsten spiele ich von November bis März mit meiner Anlage :)

Danke euch im Voraus für eure Ideen und Anregungen.

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 15.09.2021 10:22:42
2
3192916
In der Regel ist die BKA deutlich weniger bis gar nicht *zoniert*.
Deine FBH (konventioneller Zementestrich 70 mm) hat ne Trägheit von ~ 16 h bis *Beharrung* eintritt. Heisst schon da erreichst nie einen wirklich stabilen Zustand.

Nachdem die Masse der BKA nochmals deutlich größer ist als die der Estrichplatte nimmt die Trägheit nochmals zu. Heisst Auswirkungen irgendwelcher Heizkurven- oder Volumenstromänderungen merkst nochmals erst deutlich später ....

Nachdem deine Heizkurve jedoch relativ (sehr) flach verläuft brauchst gar nicht wirklich so viel zu spielen. Hauptpunkt wird sein wie die Regelung der erforderlichen Heizkurve folgt (Rücklaufgesteuert gibt das ne Heizkurve von 0,05 bis 0,15 also fast konstant mit nem Fußpunkt bei 20-22 Grad) und wie genau das vorgeben kannst ---> ?.

Folglich werden auch Volumenstromverschiebungen nur geringe Auswirkungen haben.
Im Fußboden nimmst 50 oder 100 Watt raus dafür heizt deine Decke 25 bis 50 Watt über die gesamte Fläche mehr weil die mittlere Temperatur minimal zunimmt.
Nach ner Woche kannst dann mal nachsehen kommen ;-).

Stell dich drauf ein dass Änderungen erst nach 3 bis 5 Tagen wirklich Auswirkungen zeigen sofern sich das Wetter in der Zeit nicht wirklich ändert. *Schnelle* Änderungen sind bei dem Heizkonzept in nem anderen Gebäude aber nicht in deinem.
Folglich wird das Gebäude bei schnellen Aussentemperaturänderungen der Entwicklung immer hinterher hinken. Wenns gut triffst mit den Einstellungen geht das +- 0,5° Raumtemperatur ab. Jeglichen kurzfristigen Absenkbetrieb in Schlaf- oder Kinderzimmer kannste dir allerdings in die Haare schmieren ....

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 11:13:28
0
3192938
Ich habe mal im Frühling Beobachtungen gemacht. Am Tag habe ich gut eingeheizt (PV Strom) und über Nacht, sobald die Sonne weg war, habe ich die Heizung komplett ausgeschaltet. Alles per Zeitprogramm.
Damals hat das Haus ~1°C (±0,2°) an Wärme verloren. Das Haus war aber damals noch unbewohnt und aussen unverputzt, ferner war es noch nicht zu 100% dicht und die Türen haben auch noch nicht wirklich 100% abgedichtet.
Ich meine, 1°C merkt man nicht so wirklich, ob 22 oder 23 Grad...

Wie wäre also deine Vorgehensweise, wenn du an meiner Stelle wärst, Karl?

Die BKA voll aufdrehen, dann gehen von geschätzten 15-20l/min ca. 50% des Wassers in die Decken (8 Kreise), bleiben also 8-10l/min für FBH (hier 18 Kreise).
Mein Planer hat die BKA so ausgelegt, dass sie quasi die Grundlast deckt. Die FBH soll dann die Räume auf die gewünschte Temperatur bringen.
Doch wie genau gehe ich da vor? Einfach rumprobieren?

Temperaturen absenken möchte ich nicht. Ich strebe konstante Temperaturen 24/7 an. Sprich Bad soll 24/7 etwas wärmer bleiben, Schlafzimmer immer etwas kühler usw.

ich glaube, das wird eine lange Geschichte, bis ich alles eingestellt habe... Wie beginne ich am besten, dass es schneller geht? Gibt es irgendwelche Tricks oder Pauschalwerte, mit denen man los legen kann?

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 15.09.2021 11:29:22
1
3192941
Als Ausgangsbasis ganz einfach die *berechneten* Werte nehmen.
Wenn die BKA 50% des Volumenstroms im Normalbetrieb haben soll - go for it.
Wenn die FBH zu sehr drosselst wirst das Problem kriegen dass die Durchflussmengen nicht mehr ordentlich ablesen bzw. bestimmen kannst.

Wenn sich bei der ganzen Einstellerei die Wassermenge um 10% zugunsten der BKA verschiebt wird das vermutlich nicht wirklich auffallen.

Der Dreh und Angelpunkt wird das Einstellen der Heizkurve sein. Hier kommts drauf an wie feinfühlig die Heizkurve justiert werden kann, damit sie *passt*. Wenn die richtige Einstellung gefunden hast (Startwert wieder mal die Auslegungsberechung) dann kannste die Überhöhung zur Leistungseintragung bei PV Ertrag einfach über die Tagestemperaturanhebung erschlagen.

Dafür sollte die Anlage aber im Normalbetrieb am unteren Wunschtemperaturband stabil laufen.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 11:53:58
0
3192955
Ja genau, die Heizkurve wird das nächste Problem sein. Ich sehe mich schon von November bis März alle paar Tage kopfkratzend vor der Schwedin stehend...
Am besten also zu Anfang eine sehr flache Heizkurve wählen, weil das System sehr träge ist?

Die Nibe erlaubt leider keine manuelle Erhöhung der Durchflussmengen. Sprich, man kann zwar die HK höher drehen, dann erhöht sie die Vorlauftemperatur, aber man kann ihr nicht befehlen, dass sie bspw. von 9 bis 15 Uhr den Durchfluss von 10 auf 20 Liter erhöht. Man wird hier vermutlich auf AUTO fahren müssen, wenn man in der Nacht trotzdem noch ein wenig zuheizen will. Bei reinem Tagbetrieb ist klar, Drehzahl manuell bspw. 70-80% und los geht's.
Sollte ich da falsch liegen, bitte ich um einen Hinweis, wie ich das im Zeitprogramm einstellen kann.

Die Durchflussmengen kann ich an meinen Durchflussanzeigern nur ab etwa 0,5l/min ablesen, darunter wird es schwierig.
Das sind meine HKV (2x 4er und 2x 9er):
https://images.app.goo.gl/VLSwjGPBHpRwp5vW7

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 15.09.2021 12:08:49
1
3192964
Die Nibe dürfte rücklauftemperaturgesteuert sein.

Also gibts ne Heizkurve die bei 18-19°C an der Heizgrenztemperatur startet und bei 23-24°C bei Auslegungstemperatur endet wenn ich die Auslegungsparameter noch ansatzweise im Kopf habe.

Die Pumpenleistung lässt sich auch parametrieren, also muss man sich mal das Leistungsdiagramm zu Gemüte führen und mit den Planungsergebnissen vergleichen.

Ausgehend von der Werkseinstellung kann man sich dann bei der Pumpenleistung in die gewünschte Richtung vortasten.

Es empfiehlt sich alle Änderungen mit Datum und Uhrzeit zu dokumentieren
(ausgehend von meiner eigenen Vergesslichkeit bzw. der Tatsache dass manche Dinge die man *ganz sicher weiss* schon nach 2 Tagen Alltagstrubel ganz einfach vergessen sind).

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 12:55:21
0
3192992
Das Problem ist, die BKA wurde damals in der Berechnung gar nicht berücksichtigt. Der hydraulische Abgleich, den ich hier habe, kann man also nicht 1:1 übernehmen.

Verfasser:
MissT
Zeit: 15.09.2021 13:04:09
1
3192997
Zur BKA kann ich Dir nichts sagen. Betreffend FBH: Entweder lässt Du neu berechnen oder Du machst den hydraulischen Abgleich über die RL-Temperaturen jedes einzelnen Kreises. Meiner Meinung nach ist das Ergebnis sehr genau - genauer als Berechnungen, in den ev. einzelne Faktoren trotz größter Sorgfalt vielleicht nicht stimmen - aber es ist auch einigermaßen aufwändig. Wie man da vorgeht, habe ich u. a. in dem aktuellen Heizkreis-Längen-Thread beschrieben, den Du ja eh kennst. Hilfreich ist es, wenn man auf die Messstellen am RL-Rohr ein Stück schwarzes Klebeband aufklebt.

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 13:24:48
0
3193012
Die Frage ist allerdings, ob ich jemals die RLT der BKA an FBH angleichen kann?
Die BKA schluckt Energie nur so, das habe ich mittlerweile selbst anhand eigener Anlage erlebt. Also wird vermutlich die RLT der BKA immer niedriger sein als die der FBH.

Muss man überhaupt unbedingt die gleiche RLT anstreben?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 15.09.2021 13:24:50
2
3193013
Bei einem Thermischen Abgleich gilt die Solltemperatur des Raumes.... Kein Soll Rücklauftemperatur.... keine SollDurchsatz.... Nur die Raumtemp gilt...

Und genauso kannst du es machen:

BKA auf Solldurchfluss.... FBH passend einstellen bis die RT erreicht wird...

Ob du mit deinen alten Werten startest ... oder alles auf 1l/min drehst... das bleibt dir überlassen...

macht da keine Raketenkunst raus...

Und wehe du gehts täglich an die WP dran drehen... Einstellen .. 1 Woche laufen lassen...

Überall zu warm --> Heizkruve runter
Überall zu kalt --> Heizkurve hoch

Mix---> Ran an den Abgleich.... Und notieren... Die Zimmer 1 GRad zu kalt also von 1L/min auf 1,5L/min ... Die Zimmer zu warm also von 1L/min auf 0,75L/min....

1 Woche warten

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 15.09.2021 13:35:51
1
3193020
Schnell geht schon mal gar nicht.

Und wenn die modulierende Wärmepumpe jede Nacht weiterhin ausgemacht wird, wird's vermutlich nie was.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 15.09.2021 13:51:55
1
3193029
Moin,

Ich halte den Durchfluss der BKA konstant und stelle nur an den übrigen Heizflächen ein… BKA hat also immer den gleichen Durchfluss.

Grüße

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 13:55:58
0
3193033
Ich habe nur, wie gesagt, gehofft, dass es vielleicht irgendwelche Erfahrungen speziell mit BKA gibt.

Wir (ich und mein Planer) haben uns schon damals, bei der Planung der FBH, Gedanken darüber gemacht, welcher Raum wie genutzt werden soll und was da für Temperaturen herrschen sollen, eher warm oder kalt...
Wir haben diese Faktoren bei der Auslegung der FBH bereits berücksichtigt und die Heizkreise dementsprechend passend dimensioniert, verschiedene VA, leicht abweichende Längen usw. Im Idealfall, wenn von uns alles richtig geplant war, brauche ich nur alle Ventile ganz aufzumachen und habe überall den gleichen Durchfluss und passende Temepraturen. Im Idealfall!

Dies habe ich bereits kontrolliert und es ist in der Tat so, dass ich in der FBH nur minimale Abweichungen habe, fast alle Kreise haben ~gleichen Durchfluss, max. ±0,2l Abweichung.
Die Raumtemperatur ergibt sich so zu sagen aus VA und etwas abweichender HKL.

Die größte Frage für mich ist: wie kombiniere ich es am besten mit einer BKA?
Meine Vorgehensweise wäre wie die von Peter_Kle: BKA komplett öffnen und dann einfach je Raum die RT beobachten und dann am Verteiler ± nachjustieren.

Wie war das nochmal? Man beginnt mit dem wärmsten Raum, oder? Weil ja alles andere nicht wirklich zielführend ist...? Wenn man hier zudreht, teilt sich der Volumenstrom auf andere Kreise auf -> automatisch mehr Energiezufuhr.
Und dann das Ganze so lange Raum für Raum justieren, bis alle Räume passen und wenn dann im ganzen Haus zu warm/kalt ist, die Heizkurve korrigieren.

Ist meine Denkweise korrekt?

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 15.09.2021 14:35:08
1
3193052
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Wie war das nochmal? Man beginnt mit dem wärmsten Raum, oder? Weil ja alles andere nicht wirklich zielführend ist...? Wenn man hier zudreht, teilt sich der Volumenstrom auf andere Kreise auf -> automatisch mehr Energiezufuhr.
Und dann das Ganze so lange Raum für Raum justieren, bis alle Räume passen und wenn dann im ganzen Haus zu warm/kalt ist, die Heizkurve korrigieren.



GEnau andersherum.... Erst Heizkurve... so dass es zu warme und zu kalte Räume gibt...

Dann Durchflüsse anpassen....

Dann Heizkurve feinjustieren

Und mit dem "Wenn ich hier was dran drehe dann beeinflusse"... Nein bei passender Zuleitungsgröße und passender Pumpeneinstellung gibt es da kein "Ich drehe hier einen Kreis ab und schwups ist es im gegenüberliegenden Raum 4 Grad heißer..."

Mythos.... daher dein "wie machre ich dann und dann und so viel zu machen".... Mythos...

Ich habe einen Verteiler von 1984... ohne Schaugläser.... 4x war ich dran... Dann noch 1x 6 Monate später

Ohne Vorberechnung... Ohne Rückmeldung von Durchflussmessern...

Verfasser:
Karl Napf
Zeit: 15.09.2021 14:44:45
1
3193056
Zitat von HausBauen2020 Beitrag anzeigen
Das Problem ist, die BKA wurde damals in der Berechnung gar nicht berücksichtigt. Der hydraulische Abgleich, den ich hier habe, kann man also nicht 1:1 übernehmen.


Der BKA zieht dir sicher über weite Bereiche die Rücklauftemperatur *glatt*.
Geht die Hälfte der Wassermenge drüber und du kriegst da von mir aus 20,5°C Rücklauftemperatur und von der FBH 21,5 Grad so kommt an der WP 21°C an.
Heisst je nach Wassermengenverhältnis BKA zu FBH kriegst +- 1°C andere RLT.

Das Hauptthema bei solch flachen Kennlinien ist die Feinheit mit der du das in der Regelung einstellen kannst. Wenn die Regelung nur eine Einstellung Steilheit von 0,1 oder 0,2 Schritten zulässt und du 0,15 brauchst wirds theoretisch dann schon etwas blöde.

Auf der anderen Seite gibt das so elend lange Aufheizzeiten das die Einstellung fast schon wieder egal ist wenn tagsüber einlagerst und nachts die Kiste aus bleibt und du von der Speichermasse lebst ... das kann zu ganz anderen Einstellungen führen.
Je nach Speichermassen und Gebäudebauweise kanns dann passieren du brauchst tagsüber ne Kennlinie 0,4 oder 0,5 zum *aufladen* .... und bis das merkst ist die WP schon lange wieder entweder aus oder im Frostschutz- oder Absenkbetrieb.

Am bequemsten kriegst das mit Loging der Raumtemperaturen auf den Punkt.
Dem Rest reicht ein Thermometer pro Raum .... und ein Zettel oder ein Einregulierungs"block" ;-)

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 14:53:27
0
3193063
Zuerst Heizkurve ist klar, mit irgendwas muss man ja anfangen. Aber dann irgendeine, die nach Bauchgefühl passen könnte, oder? Dann TA machen, dann Heizkurve anpassen. Genau so habe ich es gemeint.

Also hat mich der HA gar nicht zu interessieren oder wie? RT ist entscheidend?

Verfasser:
MissT
Zeit: 15.09.2021 16:18:25
0
3193105
Vorsorglich noch einmal: Ich beziehe mich hier nicht auf die BKA, sondern auf die FBH: : Der HYDRAULISCHE Abgleich hat das Ziel, dass die Heizung so effizient wie möglich läuft - das bedeutet:

1. Die VL-Temperatur ist so niedrig wie möglich.
2. Die UWP läuft so, dass die Spreizung in gewünschter Form ausfällt.
3. Die Kreise sind so wenig eingedrosselt wie möglich - Ausgangspunkt = alle Kreise voll geöffnet.
4. Die WP läuft möglichst lange durch anstatt sich oft ein- und auszuschalten.

Erst danach kommt der thermische Abgleich, um Raumtemperaturen im Bedarfsfall anzupassen:
1. Wenn es zu warme und zu kalte Räume gibt: In den zu warmen Räumen die Kreise eindrosseln, um die Wärme auf in die kalten Räume umzuschichten.
2. Wenn es keine zu warmen Räume, sondern nur passende und zu kalte gibt: VL etwas anheben und dann wie unter Punkt 1 umschichten.


Wenn ich einige der obigen Antworten lese, dann muss ich in aller Deutlichkeit dazu sagen, dass einige offensichtlich keine Ahnung haben vom hydraulischen Abgleich und diesen mit dem thermischen Abgleich verwechseln bzw. vermischen.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 15.09.2021 16:29:34
0
3193111
Moin,

@MissT:

Glaubst du, dass das Ergebnis eines TA ohne vorherigen HA in irgendeiner Form anders ausfällt, wenn man mind einen Kreis ungedrosselt lässt?

Der HA ist das Einstellen des rechnerisch ermittelten Durchflusses damit die rechnerische RT erreicht wird… also nur ein guter Startpunkt (wenn denn vernünftig gerechnet wurde)…

Grüße

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 19:11:57
0
3193172
Ich frage mich dann wirklich, für was man den hydraulischen Abgleich überhaupt machen soll...?
Einfach alle Kreise voll öffnen, beobachten, HK anpassen und sobald es irgendwo zu kalt wird, HK wieder eine Stufe höher, wenn andere Räume dann überhitzen, diese etwas drosseln.

Oder...?

Verfasser:
MissT
Zeit: 15.09.2021 20:01:51
0
3193200
@Donpepe23:
Wenn Du von einer Berechnung ausgehst, dann enthält diese sowohl den hydraulischen als auch den thermischen Abgleich - sie berücksichtigt ja auch die gewünschte Raumtemperatur. Fläche, Außenwände, Fenster, Ausrichtung, Bodenbelag etc. sind auch enthalten. Problematisch ist aber, dass die Berechnungsformeln auf einem nicht mehr zeitgemäßen energetischen Baustandard beruhen.

@HausBauen2020:
Du übersiehst den wichtigen Aspekt der Spreizung und das Ziel, dass die WP möglichst wenige Schaltzyklen zusammenbringen soll, weil das den Energieverbrauch erhöht und die Lebensdauer reduziert, und dass unnötiges Drosseln den Verbrauch der Umwälzpumpe erhöht.

Wozu den hydraulischen Abgleich machen? Wenn Du verschieden lange Heizkreise hast, dann werden die kürzeren Kreise schneller und mit höherem Volumen durchflossen, als die längeren. Dadurch bekommen diese Räume dann mehr Wärme ab und die RL-Temperatur dieser Kreise ist höher. Je größer die Längenunterschiede, desto (meines Wissens sogar überproportional) größer diese beiden Effekte. Der HA gleicht genau das aus. Hier gibt es aber Grenzen und problematische Nebeneffekte: Kleinstmengen lassen sich nicht gut einstellen, lange Kreise bilden mehr „Widerstand“ und bekommen ggf. einfach nicht genug Volumen ab, das Eindrosseln erhöht ebenfalls den „Widerstand“/die Druckverluste.

Wenn Du deutliche Längenunterschiede hast und keinen HA machst, dann läuft das auf folgendes hinaus:
1. Die kürzeren Kreise sorgen dafür, dass die Temperatur des gesamten RL angehoben wird und die WP weiter hinunter moduliert oder sogar stoppt - bis hin zum Takten -, obwohl manche Räume noch nicht warm genug sind.
2. Damit die WP effizient heizt und keine unnötigen Schaltzyklen hat, sollte die Spreizung zwischen 3 und 5K betragen. Bei Anlagen, die nicht gut geplant wurden, kann es notwendig sein davon abzuweichen. Das eine Verfälschung der Spreizung durch einzelne Kreise problematisch ist, erklärt sich von selbst.
3. Jedes zusätzliche Grad bei der VL-Temperatur erhöht den Energiebedarf und reduziert entsprechend die Effizienz. Ich glaube mich zu erinnern, dass es sich um ca. 5% (?) pro Grad VL-Temperatur handelt. Über die Jahre gerechnet summiert sich das ganz schön.


Ich möchte bei dieser Gelegenheit mal auf den nachfolgenden, überaus lesenswerten Thread von @dyarne verweisen, der das Thema „Hydraulischer Abgleich“ sehr umfassend und verständlich erklärt hat. Ich selber kann nur wiedergeben, was ich durch die Beschäftigung mit der Materie aufgrund meiner verkorksten Heizung und insbesondere Dank der hilfreichen Erklärungen von dyarne gelernt habe:

https://www.energiesparhaus.at/forum-hydraulischer-abgleich-grundlagen/39756

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 15.09.2021 21:07:40
0
3193246
Da sind wir wieder beim Thema „zu krasse Unterschiede bei den Heizkreislängen“. Das ist aber bei mir nicht der Fall, habe ich doch schon mal weiter vorne geschrieben. Mein kürzester Kreis ist 64m und der längste 96m, hier max. 0,2l/min Unterschied.

Ich meine, warum soll man einen HA machen, wenn eh schon alle Kreise gleich durchflossen werden? Dann kann man gleich alles aufmachen und mit dem TA beginnen, oder?

Verfasser:
MissT
Zeit: 15.09.2021 21:43:39
0
3193258
64m und 96m - also 50% länger. Das ist zwar kein Idealzustand, aber noch im Rahmen. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Volumen, das sich einstellt, wenn Du alle Kreise voll geöffnet hast und die UWP eine „normale“ Menge liefert um lediglich 0,2L/min differiert.

Ich möchte an dieser Stelle festhalten: Ich habe nicht das Bedürfnis, Dich von irgendwas zu überzeugen, und zugleich den Eindruck, dass Du die Erklärungen entweder nicht liest oder Dich gar nicht so weit mit der Materie auseinander setzen willst, um die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn Du keinen HA machen willst, dann lass es - Du musst ja nicht. Alles, was zum Thema HA bei FBH zu sagen ist, ist aus meiner Sicht gesagt sowie verlinkt. Ich bin hier raus.

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 15.09.2021 22:44:59
0
3193273
Moin,

@MissT: Auch wenn du weg bist... man kann es so nicht stehen lassen.

dyarne hat vollkomemn recht und nennt einen entscheiden Punkt:

"...dazu werden im zuge der auslegung die sollvolumenströme für jeden kreis individuell berechnet."


Das ist der entscheiden Punkt beim HA: Die Kreise wurden grundsätzlich ausgelegt.

Beim HA und TA gibt es eine gemeinsame Stellgröße: der Druchfluss. Nur der wird angefasst, beim TA in jedem Fall auch die Heizkurve.

Du machst jetzt eine HA nach der Berechnung und da die naturgem. nicht passt macht man einen TA um alles so einstellen, dass es optimal ist. Nachdem TA sind im Zweifel alle Volumenströme anders... Also was hat der HA jetzt genau bewirkt:

Nur eins: Ein halbwegs passende Auslegung...

Was soll Hausbau den nun tun? Seine Einstellungen des alten HA einstellen um dann festzustellen, dass es nicht passt und dann den TA zu starten...

@Hausbau:

Mein Vorschlag:

- BKA voll auf
- Heizkreise voll auf
- Dann Heizkurve oder Drosseln (wie schon oben beschrieben)
- BKA als letztes anfassen, wenn die z.B. deutlich zu viel Wassser nimmt und bei der FBH nichts mehr durch geht..
- Auch wenn die BKA voll auf ist, einen FBH Kreis ungedrosselt lassen... Man bekommt schnell raus, welcher das sein wird...

Dabei immer mal wieder den Gesamtdruchfluss kontrollieren, und ggf mal die Pumpe etwas runtersetzen und schauen ob sich de rVolumenstrom überhaupt merklich ändert. Bei 5kW WP sind so 800-1200l/h eigentlich ausreichend...

Zwischen einzeln Schritten etwas Geduld (mind 24h) gerade die BKA ist unglaublich träge und ich habe selbst schon mit Pippi in den Augen die Heizkurve gesenkt um zwei Tage später zu erkennen, dass mit die BKA einen Strich gespielt hat...

Grüße

Verfasser:
Oetzi_Oetztaler
Zeit: 16.09.2021 06:30:03
0
3193294
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Bei einem Thermischen Abgleich gilt die Solltemperatur des Raumes.... Kein Soll Rücklauftemperatur.... keine SollDurchsatz.... Nur die Raumtemp gilt...



Das ist richtig, bis auf Räume mit recht kurzen Kreisen, wie ich einige habe. Wandheizung zb. Da gilt es, einen thermischen Kurzschluss zu unterbinden.


Und bei mehreren Kreisen in einem Raum kann man auch die Rücklauftemp der Kreise für diesen Raum in etwa abzugleichen.

Ansonsten geb ich dir recht, die gewünschte Raumtemperatur ist die entscheidende Größe

Verfasser:
HausBauen2020
Zeit: 16.09.2021 07:20:20
0
3193299
So in etwa habe ich mir das vorgestellt, Don.
Hydraulisch dürfte bei mir durch die Planung alles relativ gut stimmen. Zumindest sehen die Werte an den Durchflussanzeigern alle fast gleich aus, wie gesagt +-0,2l/min Unterschied.
Dieser eine längste Kreis 1 im Schlafzimmer mit VA15. Hier ist es so gewollt, dass hier weniger Energie ankommen soll. Dieser und der zweite 86m Kreis im SZ werden höchstwahrscheinlich noch weiter abgewürgt. Im Schlafzimmer soll es kühler bleiben, maximal. 22 Grad im Winter (in anderen Wohnräumen wären hingegen 23 Grad das Ziel).

Was ich allerdings nicht verstehe.
Was bringt mir das, wenn ich monatelang mit einem IR Thermometer vor den HKV hocke, dass ich ja überall gleiche RLT habe, um später dann festzustellen, dass ich mit dem TA möglicherweise eh wieder alles durcheinander bringe, weil hier zu warm, dort zu kalt…
Habe ich irgendwo eine Wissenslücke? 🤔

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