Ein MAG sollte mit einer Absperrverschraubung installiert sein. Das ist ein Doppelventil und kostet so ca. 6 €, mit dem man das MAG abschrauben kann und dann macht das eine Ventil automatisch den Heizkreis zu und das andere das MAG.
Unter Abschrauben ist zu verstehen, daß es vom Heizwasser getrennt wird und nicht daß seine Befestigungschrauben gelöst werden.
Wenn jetzt unter das MAG ein Eimer gestellt wird, kann das
Wasser aus dem MAG durch Drücken des Ventiles geleert werden.
Jetzt wird mit Spezialmittel der
Vordruck auf den richtigen Wert (anlagenspezifischer Druck, im EFH meist 1,2 bar) gebracht (Spez.Mittel = Stickstoff oder mit
Korrosionsschutz z.B. von Komschröder oder zur Not trockene Preßluft).
Vor dem Wiederanschrauben des MAG sollte die Heizungsanlage einen geringeren Druck als den MAG-Vordruck haben.
MAG anschrauben...
Das MAG ist unter den vorg. Bedingungen leer.
Jetzt die Heizungsanlage langsam auf den Betriebsdruck auffüllen.
Irgendwann hört man,daß sich Wasser ins MAG ergießt und dann (siehe Wasseruhr) noch 10 Liter laufen lassen. Das Hören kann mit einem
Schraubenzieher verbessert werden (Griff ans Ohr, Klinge ans MAG statt ins Ohr zu stoßen); ein Arzt nimmt dafür ein Stethoskop, aber so etwas hat kein Heizungsbauer.
Insgesamt ist das vorg. Verfahren eine Behelfslösung, aber besser als ein MAG, das nur optisch etwas vortäuscht.
Etwas professioneller geht es folgendermaßen:
- das abgeschraubte, leere MAG mit Präzisionsbarometer (besser als 0,1 bar ablesbar) auf den erforderlichen Druck bringen.
- das MAG über die Absperrverschraubung mit einer spez. Druckpumpe mit der
Wasservorlage füllen (Korr.-Schutz kann beigemischt werden; meist 1/2% = 50ml auf 10l).
- die Heizungsanlage auf den richtigen Druck bringen...
- MAG wieder anschrauben... wenn es dann beim Öffnen der Ventile zischt, wurde irgendetwas falsch gemacht, weil ein Druckausgleich erfolgt, der nicht erfolgen sollte.
Erfahrung aus der Praxis mit "Altanlagen" und meist auch neuen Anlagen:
Der rote Ballon hängt irgendwie an der Sicherheitsgruppe, nix mit Absperrverschraubung und mit Glück kommt man an das Autoventil.
Von drucklos bis 3 bar Druck (dann tropft das Si-Ventil) ist alles möglich.
Als erstes klopfe ich ans MAG und höre, ob es hohl oder wassergefüllt klingt; hohl ist gut, wassergefüllt ist schlecht.
Als zweites drücke ich aufs Autoventil und wenn dann Wasser kommt, ist die Membran auch kaputt; nur wenn kein Wasser kommt, messe ich den Druck und es geht weiter mit dem Service....
Meist müssen wir erst einmal eine Absperrverschraubung einbauen; eine Position, die mit ca. 20€ extra berechnet wird.
Aufgrund unserer erhöhten
Wartungskosten, haben wir häufig Neukunden wieder verloren, aber nach zwei bis drei Jahren kamen einige wieder zu uns, weil zwischenzeitlich doch vermehrt Störungen auftraten ...
Der Service am MAG sollte zur Wartung gehören und wenn es einmal sorgfältig installiert wurde und kein Billig-Produkt (z.B. von Firma CIMM) ist, dann hat es eine voraussichtliche Lebensdauer von über 20 Jahren und muß jährlich nur kurz geprüft werden.
Einige MAG-Hersteller (z.B. reflex, otto xxx, flamco) haben für Heizungsbauer sehr gute Unterlagen, auch per download. In diesen ist über zig Seiten alles genau dargestellt und besser als ich es hier im Forum machen kann.
MfG Udo
Rostek