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Foren
Neue Heizung - Gas oder WP
Verfasser:
Balistokrat
Zeit: 26.05.2022 19:03:07
0
3330714
Hallo an alle,

ich bin aktuell in der schwierigen Situation, wie viele andere. Ein Heizungstausch steht an und als Laie ist es absolut nicht einfach, da eine Entscheidung zu treffen. Ich habe viel zu dieser Thematik gelesen, bin aber völlig verunsichert. Ich hoffe, hier ein wenig Unterstützung zu bekommen.

Hier die Rahmenbedingungen:

- freistehendes Einfamilienhaus
- Bj. 1993
- Wohnfläche 155qm + kaum beheizter Keller
- Holzfenster Doppelverglasung
- Kellerdecke gedämmt

- aktuelle Gasheizung
- normale Heizkörper, keine Fußbodenheizung
- Warmwasser über Heizung
- 2 Erwachsene, 1 Kind
- Verbrauch: 28000KWh, wahrscheinlich wegen defekter Steuerung zu hoch

Für die neue Heizung habe ich 2 Heizungsbauer angefragt.

Heizungsbauer 1 empfiehlt entweder ein Gasbrennwert oder die Kombination mit Solarthermie für die WW Bereitung. Wärmepumpe hat er mir nicht empfohlen, da diese nicht wirtschaftlich sei.

Heizungsbauer 2 hat mehrere Optionen genannt. Entweder gasbrennwert, oder Kombination mit kleiner WP für die WW Bereitung, oder doch der komplette Umstieg auf WP, mit Austausch von ein paar Heizkörpern. Von den Gegebenheiten ist das aufstellen der WP neben dem Haus kein Problem.

Gerade in Bezug auf die WP bin ich sehr verunsichert. Einer rät ab, der andere empfiehlt eher dazu. Gasbrennwert für beide eine kostengünstige Option, dann lieber St oder WP für Warmwasser?

Danke für eure Hilfe!

Verfasser:
Frimo
Zeit: 26.05.2022 19:16:28
1
3330718
Fast 30.000 kWh für 155m2 aus 93... Da liegt richtig was im argen.
Viel zu viel.

Bei dem Baujahr müsstest du etwas mehr über das Gebäude erzählen, die pauschale Aussage, dass WP nicht passt, gründet wahrscheinlich auf dem Verbrauch.

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 26.05.2022 19:33:57
1
3330723
Aufgrund der Preiserhöhungen beim Gas habe ich vor 6 Monaten angefangen nach einer Lösung zu suchen. Gestern wurde die WP bestellt für ein Haus BJ 1965.

Ein Heizungsbauer hatte mir 2 Angebote vorgelegt: Kleinere WP + Gasbrennwert und dann eine WP die die Arbeit alleine schafft. Das erste Angebot war trotz zweier Geräte erstmal 3.000 Euro günstiger, die WP hatte aber deutlich schlechtere Werte beim COP so das der Verbrauch über die Jahre die Differenz reduziert hätte. Dazu kommen die Kosten für den Schornsteinfeger und die doppelte Wartung. Das Kombigerät war dann schnell raus.

Eine Glaskugel hat hier keiner, aber so lange der Strompreis grob 3x so teuer ist wie GAS kann sich das mit der WP rechnen unter der Annahme das du bei NAT mit maximal 55 Grad im Vorlauf hinkommst. Da müssen ggf. wirklich ein paar Heizkörper ausgetauscht werden. Ideal wäre es gewesen das mal im Winter mit der Heizkennlinie austesten zu können, aber das ging ggf. nicht wegen der defekten Steuerung.

Wenn beim freistehenden EFH noch eine PV-Anlage dazu kommt würde das für mich für die WP sprechen. Klar, 50% der Heizkosten fallen dann an wenn zu wenig PV-Ertrag vom Dach kommt aber im März/April bzw September/Oktober kann ja auch schon mal die Heizung laufen. Und da kommt tagsüber noch genug vom Dach.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 26.05.2022 20:45:07
0
3330743
Ja DER Verbrauch ist echt heftig. Vielleicht gibts Undichtigkeiten am Haus.

WAS für eine Art "Gasheizung und WW-Bereitung" namentlich faktisch ist das denn genau? Lies doch mal die bisherige Heizkurve aus, ist die schon optimiert?

Was für Heizkörpertypen sind bisher drin?


Verfasser:
Balistokrat
Zeit: 26.05.2022 21:24:34
0
3330756
Der zu hohe Verbrauch kommt wohl durch die defekte Steuerung. Hier wird viel zu oft ein Brennerstart abgerufen und es kann nichts eingestellt werden. Hatte hier auch schon Themen dazu erstellt. Heizkurve etc. ist da nicht wirklich. Die Heizung wird rein über ein Raumthermostat gesteuert. Und zwischendurch kommt immer wieder die Anforderung vom WW Speicher. Daher der enorme Verbrauch. Brenner ist ein Vaillant VKS mit VIH 160/3 Speicher. Heizkörper sind Typ 22, außer 5qm Gästebad Typ 11 und Bad ein Handtuchheizkörper.

Heizungsbauer 1 hat das glaub ich nicht wirklich an meinem Haus festgemacht. Er hält grundsätzlich nichts von WP im nicht komplett neu gedämmten Haus ohne Fußbodenheizung. Er hat gesagt, dass es Kollegen gibt, die das machen, er wolle das aber nicht. Es werde nicht richtig warm und die Kostendifferenz würde sich niemals auszahlen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 27.05.2022 00:24:38
2
3330789
Also FRIEREN wird doch wohl kein Mensch freiwillig bzw wenns "nicht richtig warm" wird, dann stimmt die Einstellung oder der hydraulische Abgleich nicht oder man will halt überall 25 Grad und quengelt aus unerfüllter Verwöhnung...

Wenn Du noch keine 33er hast heißt das auch dass da noch was geht. Ein 22er hat mit brennwert-geeigneten 55/45 VL/RL dieselbe Leistung wie ein maßgleicher 33er mit fast-günstigen 46/39. Meist ist da aber auch sonst noch Potential drin...

Verfasser:
Balistokrat
Zeit: 27.05.2022 07:19:04
1
3330798
Das klingt ja erst schon einmal gut und nimmt mir ein wenig die Angst. Ich war einfach durch die Aussage verunsichert. Das ist ja schon ein große Investition und das für viele Jahre. Das will man nicht schon gleich im nächsten Winter bereuen. Heizungsbauer 2 ist aber jeden Raum abgegangen und hat sich alles angeschaut und gefragt, wo tendenziell mehr geheizt wird. Dort hat er dann einen Tausch notiert.
Ich glaube an dem Punkt der Wirtschaftlichkeit ist dann schon eher was dran. Ohne PV Anlage wird es wahrscheinlich schwierig, die Mehrkosten der WP rauszuholen über die Jahre. Dafür wäre aber klar der Vorteil, dass man unabhängig von der Gasversorgung sein wird. So wie ich das hier rauslese, wird eher die WP befürwortet, oder? Und was ist von eine Kombivariante zu halten? Für mich ist das irgemdwie halbgar. Mein Bauchgefühl sagt irgendwie hopp oder topp. Entweder sehr günstig rein Brennwert oder komplett WP...

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 27.05.2022 09:26:11
0
3330830
Ein fast 30 Jahre altes Haus ist halt ein Altbau, und in ein altes Haus eine Wärmepumpe als Heizung einbauen zu wollen, macht nur Sinn, wenn niedrige Vorlauftemperaturen die Hütte hinreichend warm bekommen.

Fußbodenheizungen sind für eine zufrieden stellende WP-Anlage nicht notwendig, wenn größtmögliche Flachheizkörper (33er) oder Wandheizungen vorhanden sind.

Eine halbwegs ordentliche Hausisolierung sollte natürlich auch gegeben sein. Die Kellerdecke ist schon gedämmt, das ist gut. Wenn dann noch die oberste Geschoßdecke isoliert wird ( ist in Eigenleistung leicht möglich), die Fenster gegen Wärmeschutzglas getauscht und sämtliche Rolladenkästen mit PUR-Platten rauminnenseitig gedämmt werden, bist du auf der sicheren Seite.

Mit niedrigen Vorlauf wird dann dein Haus garantiert warm.

Gruß
Manfred

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 27.05.2022 10:01:06
1
3330843
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Wenn Du noch keine 33er hast heißt das auch dass da noch was geht. Ein 22er hat mit brennwert-geeigneten 55/45 VL/RL dieselbe Leistung wie ein maßgleicher 33er mit fast-günstigen 46/39. Meist ist da aber auch sonst noch Potential drin...[...]

Also so langsam muss ich mir eine Schorni-Zitate-Sammlung anlegen. Ich lasse hier 11 Heizkörper tauschen, dann ist alles einheitlich und neu. Mit so Faustformeln kann ich die genauer Planung dann besser einschätzen.

Danke!

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 27.05.2022 10:11:02
0
3330846
Zitat von Balistokrat Beitrag anzeigen
So wie ich das hier rauslese, wird eher die WP befürwortet, oder? Und was ist von eine Kombivariante zu halten?



Zur Kombivariante kommen häufiger Fragen. Als ich im Januar das Forum "durchgearbeitet" habe war die Meinung eher ablehnend wegen der von mir oben genannten Gründe.

PV ist für die WP aus meiner Sicht kein muss, grade von Frühjahr bis Herbst ergänzt es sich aber sehr gut durch den höheren Eigenverbrauch. Auch wenn man es nicht so im laufenden Monat merkt, der selbstgenutzte PV-Strom "kostet" ja auch was in Form von entgangener Einspeisevergütung und der MwSt. die man in den ersten 5+ Jahren auf den Eigenverbrauch zahlt wenn man den Vorsteuerabzug nutzt. Für die Betriebskosten der WP setzte ich daher den PV Strom mit ca. 12 Cent an. Echte Ausgaben sind dann nur die 5-6 Cent/kWh die ans Finanzamt gehen.

Verfasser:
Balistokrat
Zeit: 27.05.2022 11:53:51
2
3330872
Ich habe das Haus 2016 gekauft. Die Dämmung der Kellerdecke war bereits durchgeführt. Im Obergeschoss habe ich die Schrägen mit Gipskartonplatten neu verkleidet und dabei gerade neu gedämmt. Die Decke ist obendrauf auf dem Dachboden mit Dämmwolle ausgelegt.

Neue Fenster sind halt eine relativ große Investition. Gerade wenn es auf eine WP rausläuft, muss erst geschaut werden, wann das realisierbar ist. Deswegen bin ich mit der WP einfach so verunsichert. Gasbrennwert wäre ein einfacher Tausch ohne weitere Änderungen. Aber da habe ich ein wenig Bauchweh wegen der längerfristigen Gasversorgung. Im Moment ist es nicht wirklich ein guter Zeitpunkt, aber ich kann den Tausch nicht noch weiter rauszögern...

Verfasser:
schorni1
Zeit: 27.05.2022 13:16:59
0
3330899
Zitat von Torsten74 Beitrag anzeigen
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
[...]

Also so langsam muss ich mir eine Schorni-Zitate-Sammlung anlegen. Ich lasse hier 11 Heizkörper tauschen, dann ist alles einheitlich und neu. Mit so Faustformeln kann ich die genauer Planung dann besser einschätzen.

Danke!


Suuuper, irgendwann lande ich noch im Museum... :-))

Aber ACHTUNG, das war nur ein grobes Beispiel zur Veranschaulichung was 22er zu 33er AN SICH bringt. Also WENN der bisherige 22er seine Raum-Heizlast mit der hohen VL/RL-Auslegung deckt. Meist sind aber schon die 22er etwas groß und DAS ist das Mehr-Potential wiederum bzgl VL/RL-Verringerung mit 33er.
Wobei man das immer im Gesamten betrachten muss, denn einzelne supergute Heizkörper nützen ja nichts: der Raum der platzmäßig oder optisch die geringste HK-Vergrößerung zulässt BESTIMMT dann letztendes die VL/RL-Auslegung und DIESE dann die HK-Dimensionierung.
Eine pauschale Komplett-Aufrüstung auf 33er kostet idR unnötig Geld und Zeit!

Mach bitte mal ne Liste oder Excel (was auch immer DAS sei) mit dem Namen jedes Raumes mit Soll-Raumtemperatur und Raum-Volumen sowie Heizkörper mit Typ-Höhe mm/Länge mm zB 22-600/1000 .

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.05.2022 14:05:07
0
3330916
Bei Baujahr 1993 sind eventuell noch Scheiben mit U-Wert 2,6 drin. Die kann man für kleineres Geld (und auch selbst) gegen Scheiben mit U-Wert 1,0 tauschen, und die bestehenden Rahmen behalten. Dann noch Dichtungen prüfen/tauschen, gut einstellen, Rolladenkästen nachdämmen, und das Haus ist ein bisschen besser.

Verfasser:
Balistokrat
Zeit: 27.05.2022 14:52:58
2
3330931
Vielen Dank schon mal für die vielen Antworten bis hier hin.

Die Aufstellung der Räume und der HK werden ich dann mal machen. Grundsätzlich bin ich schon mal ein bisschen erleichtert, dass eine WP entgegen der Aussagen des einen Heizungsbauers nicht per se ausgeschlossen ist. Der andere, der die WP anbieten will, ist auch durch alle Räume gegangen und hat sich HK inkl Ventilen angeschaut und vermessen. Dazu hat er auch nach den Bauplänen des Hauses gefragt. Daher gehe ich einfach mal davon aus, dass er weiß, was er da macht und sich das auch genauer anschaut. Hinsichtlich Dämmung etc. muss ich einfach schauen, was flott und günstig direkt umsetzbar ist und die Sache somit nochmal wirtschaftlicher macht.

Von dem Stand, dass ich die WP einfach mal als machbar ansehe, würde ich gerne nochmal einen Schritt zurück zu der Auswahl und den Vergleich mit Gas gehen. Letztes Jahr stand hier das Thema der neuen Heizung bereits im Raum. Da mein eigtl. Heizungsbauer letztes Jahr allerdings keine Kapazitäten hatte, hat sich das ganze in dieses Jahr gezogen. Im letzten Jahr war ich mir sicher bei Gas (mit evtl. einem Anteil ST) zu bleiben. Erst die aktuelle Situation mit Russland bringt so viel Unsicherheit mit. Natürlich hat auch niemand eine Glaskugel, aber sollte Gas nun strikt gemieden werden, oder wäre es immer noch eine kostengünstige Möglichkeit. Das gesparte Geld könnte in andere Maßnahmen (Dämmung, Fenster) gesteckt werden und eine WP in 20 Jahren dann als nächste Heizung Einzug nehmen?

Verfasser:
HFrik
Zeit: 27.05.2022 15:15:00
0
3330936
Nun, allein wegen Klimakatastrophe dürfte von politischer Seite in etwa 15 Jahren Ende Gelände für Gasheizungen sein. Und wer als letzter Gasheizungsbenutzer die ganzen Infrastrukturkosten der Umgebung aufgebrummt bekommt, weil sonst keiner mit zahlt, wird auch kein spassiges Leben haben.
Rechne mal mit 10 Jahren, das passt dann eventuell besser.

Ansonsten überlege Dir was Du ggf. selbst hin bekommst. Typ22 gegen Typ 33 Heizkörper austauschen ist keine große Sache (blos schwer sind die Dinger...), und eine Monoblock-WP aufstellen ist auch kein Hexenwerk (Nur sie zu bekommen ist gerade eins).
Wer ein wenig zupacken kann, bekommt gerade die Wärmpumpe + drumrum Anpassungen für kleineres Geld als die Gasheizung vom Heizungsbauer. Mittelfristig dann PV aufs Dach/an den Balkon / an den Zaun etc. als partielle Absicherung gegen zu hohe Strompreise.

Verfasser:
Frimo
Zeit: 27.05.2022 15:26:44
0
3330937
Stimmt schon, wenn es irgendwie geht - weg von Gas.

Förderung gibt es auch noch, und ich gehe davon aus, daß für Bestandsbauten da auch noch mehr kommt, so wie die Politik sich derzeit äußert.

Verfasser:
belzig
Zeit: 27.05.2022 18:16:45
5
3330991
Ich hab letztes Jahr von Öl auf Gas umgestellt.
Das war im nach hinein so ziemlich die dümmste Entscheidung meines Lebens.

Wenn deine Gasheizung noch einen Winter durchhält, könntest Du eine WP-Simulation versuchen und deine Vorlauftemperatur auf 40°C abzusenken.

Ggf. noch ein paar Lüfter an die Heizkörper montieren.

In meinem 30er Jahre Haus, kam ich diesen Winter mit einer VLT von 40° und Lüftern sehr gut zurecht, musste nicht mal durchheizen.

Also hätte sogar in meiner alten Burg mit 22er HK eine WP funktioniert.

Ein kluger Mensch lernt aus den Fehlern anderer!

Verfasser:
Solarnudel
Zeit: 28.05.2022 08:44:11
2
3331113
Ich kann auch nur ermutigen es mit Heizkörpern zu wagen. Bei mir läuft es im Altbau, nur obere Geschossdecke gedämmt, mit den Bestands-Heizkörpern (vorallem 22er) mit einer Jahresarbeitszahl von 4 mit einer Jeisha und einer Klimaanlage zur Unterstützung.

Verfasser:
heizerhermann
Zeit: 28.05.2022 10:34:31
2
3331144
Hallo Balistokrat,
...die ganzen Mutmaßungen "geht-geht nicht" sind solange "wischi-waschi", wie nicht systematisch vorgegangen wird:
1. Heizlast raumweise ermitteln
2. Heizkörperleistung ermitteln und bei allen Räumen mit jeweiliger Heizlast bei reduzierten Vorlauftemperaturen und 8-10 K Spreizung vergleichen bis Heizlast = Heizkörperleistung
3. beim /bei den ungünstigsten Räumen einen Tausch, oder Booster oder Zusatzheizkörper als Elektrodirektheizung(infrarot-Platte) planen und mit JAZ-Ergebnissen solange vergleichen bis man zu akzeptablen Werten(besser als 3,0) kommt!!
WP-Stromkosten = kWh WP-Strom (32ct/kWh) / JAZ(3,0) = 10ct/kWh,
Erdgas kostet derzeit ca 13-16 ct/kWh!
Mehrkosten gegenüber Erdgasheizung kann man gegenrechnen!
BAFA-Förderung WP 35% +5% ISFP-Bonus einplanen- dadurch werden Mehrkosten evt. kompensiert! Energieberater einbeziehen!
Je besser das Haus gedämmt ist, umso niedriger ist die Gebäudeheizlast(= Summe aller Raumheizlasten) und damit die erforderliche Heizleistung der WP!
MfG heizerhermann

Verfasser:
gerd65
Zeit: 30.05.2022 12:27:12
1
3331832
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
Ich hab letztes Jahr von Öl auf Gas umgestellt.
Das war im nach hinein so ziemlich die dümmste Entscheidung meines Lebens.
]


War es definitiv NICHT, weil zu dem Zeitpunkt der Entscheidung die Umstellung Öl auf Gas sinnvoll war! Dass JETZT die Situation eine ganz andere ist, konnte niemand ahnen.
Ich selbst habe letztes Jahr lange gegrübelt und diese Entscheidung getroffen. Mit Altbau ist nunmal nicht Alles möglich! Da muss man Kompromisse machen (können).

Schon mal an eine Hybridlösung gedacht? Für die kältesten Tage läuft die Gastherme und die restliche Zeit eine kleine LWWP. Wenn PV schon vorhanden ist, dann ist das m.M. nach eine durchaus sinnvolle Lösung, gerade im Altbestand. Voraussetzung natürlich, dass es mit VL bis 50° warm wird. Aber das sollte in der Übergangszeit durchaus auch mit 22er HK möglich sein.
Auf Gedeih und Verderb nur auf WP setzen ist nicht zielführend.
Schau mal nach den Fenstern, da ist mehr Potenzial vorhanden. Gummidichtungen erneuern und neu einstellen bringt schon was. Und natürlich noch all die anderen "Kleinigkeiten". Mit Aussendämmung beschäftige ich mich erst nach dem Heizungstausch. Aber WDVS (Styropor oder PUR) kommt mir definitiv NICHT auf die Fassade. Das Forum ist voll damit, was das für Auswirkungen auf die Bausubstanz haben kann. Ewig hält das Zeug auch nicht! Nach 30 Jahren oder früher kannste dann den "Dreck" teuer "recyceln" :-(

Verfasser:
HenningReich
Zeit: 30.05.2022 12:55:56
1
3331840
Wie man hier im Forum nachlesen konnte, haben bereits seit Jahren SEHR viele vernünftige Menschen gewußt, daß es sinnvoll ist die Heizung umzustellen weg vom Islamistenöl und Putingas zu der guten und umweltfreundlichen deutschen Heimatenergie. Und sie haben es in die Tat umgesetzt, obwohl so Experten wie Gerhard Schröder das Putingas massiv gefördert haben.

Ich habe ein Haus Baujahr 18xx was bei ein wenig Eigenarbeit für sehr wenig Geld von Gasheizung vor einigen Jahren auf Wärmepumpe umgestellt wurde. War finanziell betrachtet und vom Wohnkomfort her eine sehr gute Entscheidung.

PS:
Mein Haus hat eine mehr als 30 Jahre altes WDVS was so gut und neuwertig ist wie am ersten Tag. Und das wird ganz sicher nochmal 30-50 Jahre halten. Oder auch 100 Jahre - ich sehe keinen Grund warum nicht.
Fakten statt Glauben.
Kompetenz in moderner Technik statt sinnloses Festhalten an veralteter Murkstechnik.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 30.05.2022 13:10:22
2
3331850
Zitat von gerd65 Beitrag anzeigen
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
[...]


War es definitiv NICHT, weil zu dem Zeitpunkt der Entscheidung die Umstellung Öl auf Gas sinnvoll war! Dass JETZT die Situation eine ganz andere ist, konnte niemand ahnen.
Ich selbst habe letztes Jahr lange gegrübelt und diese Entscheidung getroffen. Mit Altbau ist nunmal[...]

Das ist nun Stammtischniveau. Es gibt - abgesehen von Mangelhafter Installation von Anfang an - keine Hinweise darauf dass ein WDVS nicht 100+ Jahre hält. man kann auch zeigen, dass eine Mauer samt WDVS länger hält als eine Mauer ohne.
und dass das mit der Gasheizung nicht klug war hat Belzig bereits direkt nach der Montage, nach lesen und rechnen hier im Forum erkannt - noch vor den letzten Preissteigerungen. Denn Gasheizung installieren war schon vor einem Jahr eine blöde Idee. Nur heute ist es halt so offensichtlich dass es mehr Leuten auffällt.

Verfasser:
belzig
Zeit: 30.05.2022 16:45:17
1
3331962
Zitat von gerd65 Beitrag anzeigen
Zitat von belzig Beitrag anzeigen
[...]


War es definitiv NICHT, weil zu dem Zeitpunkt der Entscheidung die Umstellung Öl auf Gas sinnvoll war! Dass JETZT die Situation eine ganz andere ist, konnte niemand ahnen.
Ich selbst habe letztes Jahr lange gegrübelt und diese Entscheidung getroffen. Mit Altbau ist nunmal[...]


Im nach hinein ist man immer klüger, da hast du wohl recht.
Ich werde mir sobald sich der WP Hype etwas beruhigt hat noch eine 5 oder 7 kW LWWP einbauen lassen.

Wie gesagt ich bin den ganzen Winter mit 40 ° VLT ausgekommen.
WP ist im ungedämmten Altbau möglich.

Es geht mir aber darum, daß andere nicht den gleichen Fehler wie ich machen.
Wer sich heute noch eine GBWT einbauen lässt, macht definitiv einen Fehler.

Verfasser:
gerd65
Zeit: 31.05.2022 06:05:37
1
3332111
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von gerd65 Beitrag anzeigen
[...]

Das ist nun Stammtischniveau. .. [...]

Ok, dann war der Beitrag im ZDF auf Stammtischniveau. Darin ging es um Energiesparen, dämmen etc. Ein Hausverwalter einer großen WoBauG hat berichtet, dass der Buntspecht mit Begeisterung in das WDVS seine Löcher hämmert.
(Ironie an) Lösung des Problems, wir rotten alle Buntspechte aus! (Ironie aus).
Algenbewuchs od. grünlicher/schwarzer Belag macht sich z.T. auch breit und kann nur mit Chemie beseitigt werden.
(Ironie an) Grundwasserbelastung? Egal, wir kaufen das Wasser beim Discounter in PET-Flaschen (Ironie aus)

Diese Kosten legt man dann halt einfach auf die Mieter um, no problem.
Ich als Eigenheimerdepp leg dann diese Kosten auf mich selbst um oder wie? :-D

Keine Ahnung, was bei der WoBauG alles falsch gemacht wurde oder falsch läuft, waren aber durchaus valide Punkte.
Egal, wenn's bei dir/euch passt, dann ist es doch hervorragend und freut euch.

Die Herstellung und der damit verbundene CO2-Abdruck von Glas-/Mineralwolle?
Ich setze auf nachwachsende Rohstoffe (Hanf, Holzfaser etc.) Klar, in der Dämmwirkung etwas schlechter und auch teurer, aber mal ehrlich, was soll der Unfug mit dem U-Wert aufs Hunderstel nach dem Komma?
Weitere Diskussion an anderer Stelle, passt hier nicht zum Thema.
VG Gerd

Verfasser:
ManfredK
Zeit: 31.05.2022 17:04:56
0
3332350
@ belzig

„Wärmepumpe ist im ungedämmten Altbau möglich.“

VORSICHT, VORSICHT!!

Dieser Satz ist nur mit erheblichen Einschränkungen richtig, d. h. er gilt nur für Häuser, die nach der 1., 2. und 3. Wärmeschutzverordnung, also ab Baujahr 1979, errichtet worden sind.

Alle vor dieser Zeit errichteten Gebäude sind nicht wirtschaftlich, d. h. mit der Note AUSREICHEND (vier minus), mit einer Wärmepumpe warm zu bekommen.

Gruß
Manfred

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