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Foren
Warmwasser im EFH elektrisch?
Verfasser:
ErwinL
Zeit: 21.06.2022 18:58:27
0
3339755
Hallo,

bei der Erneuerung meiner Gasheizung für ein EFH möchte ich ein elektrisches WW-Konzept umsetzen, so dass mindestens im Sommer kein Gas mehr für WW benötigt wird.

Aber ich weiß noch nicht wie.

Es soll dabei primär gar nicht ums Geldsparen gehen, sondern es soll möglichst wenig fossile Energie verbraucht werden. Über Legionellen will ich auch nicht mehr nachdenken müssen.

Dazu wird dann gern zuerst eine BWWP in den Raum gestellt.
Aber:
* die größer 3000 Euro Investbedarf ergeben auf eine erwartete Lebensdauer von ca 10 Jahren und den geringen WW-Bedarf eines EFH m.E. keinen Sinn
* wegen der vergleichsweise hohen Zieltemperatur kommt eine BWWP im Mittel nur auf AZ 3
* eine BWWP braucht immer einen WW-Speicher
* ein WW-Speicher führt durch seine Bereitstellungsverluste minimal zum doppelten theoretischen Energiebedarf. Wenn es dumm läuft, verschwindet der gesamte Gewinn der WP in den Bereitstellungsverlusten
* ein WW-Speicher hat prinzipiell ein größeres Legionellenrisiko
* ein WW-Speicher braucht Platz
* eine BWWP braucht einen hinreichend großen Raum, dessen Luft sie runterkühlen kann
* der Verdampfer und ggf. zusätzliche Luftführungseinrichtungen wollen regelmäßig gereinigt werden
Zwischenfazit: eine separate BWWP ergibt im EFH eher keinen Sinn

WW-Speicher gilt es also wegen Bereitstellungsverlusten, Legionellenproblematik und Platzbedarf zu vermeiden.

Nächste Idee: ein elektrischer Durchlauferhitzer (DLE)
* kein WW-Speicher
* billig
* klein
* minimale Bereitstellungsverluste
* kein zusätzliches Legionellenrisiko (auch Kaltwasserleitungen haben ein Legionellenrisiko)
* aber sehr großer elektrischer Leistungsbedarf: um ca 10l/min Wasser um 30 Grad zu erwärmen (von 10 auf 40 Grad), sind 21KW erforderlich (0,6*30*1,16).
Meine Hauptverteilung kann aber nur 24KW insgesamt liefern (3*35A) und müsste erneuert oder überarbeitet werden, um 44KW liefern zu können (3*63A). Und dann gibt es Netze, in denen Verbraucher ab 12KW angemeldet werden müssen und der ein oder andere Netzbetreiber genehmigt dann offiziell keine DLE.

Nächste Idee: Pufferspeicher mit Friwa und 2 bis 3KW-Heizstab, optional Anbindung an Gas-Brennwerttherme
* kein Trinkwasserspeicher -> geringes Legionellenrisiko
* 2 bis 3KW können im Sommer aus PV kommen -> vermutlich größtes Einsparpotential an fossiler Energie
* im Winter kann Nachts elektrisch geladen werden oder der Pufferspeicher wird während der Heizperiode vom Heizungsbrenner geladen
* mit WP-tauglicher Friwa reichen ggf. 45Grad im Pufferspeicher -> geringere Bereitstellungsverluste
* gute Lösung falls man doch mal mit einer WP WW machen will
* bei Heizungsanbindung kann der Pufferspeicher ggf die Takthäufigkeit der Brennwerttherme reduzieren
* aber: das gibt es nicht von der Stange. Investbedarf kommt wahrscheinlich in die Nähe einer BWWP. Höherer Platzbedarf und höhere Komplexität des Gesamtsystems als DLE.

Also die DLE-Variante klingt am attraktivsten. Falls man mal dahin kommt, dass die eigene PV den eigenen Batteriespeicher lädt, dann führt auch diese Variante zu einer höheren Einsparung an fossiler Energie für die WW-Bereitung und außerdem muss das Netz nicht mehr so große Spitzenleistung liefern können.

Die dritte Variante klingt auch nicht ganz verkehrt. Aber man braucht halt einen Heizungsbauer, der das auch gescheit entwerfen und aufbauen kann und will.

Verfasser:
Frimo
Zeit: 21.06.2022 19:01:45
0
3339756
Ausschlaggebend ist doch, wieviel Warmwasser benötigt wird.
Wieviele Personen, Wanne oder Dusche, lang oder kurz?

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 21.06.2022 19:30:47
0
3339770
3 Personen, 1 große Wanne, 2 Duschen.

Sparsamer WW-Verbrauch. Gesamt ca 80 Kubikmeter im Jahr. Der aktuelle 120l-Speicher reicht bei 55 Grad für eine Wanne.

Verfasser:
psy.35i
Zeit: 21.06.2022 19:41:48
0
3339775
Also ca. 2000kWh/a für WW, großzügig gerechnet
Ich würde woanders ansetzen:
Warum wieder eine Gasheizung?

Verfasser:
Okabe
Zeit: 21.06.2022 19:47:05
0
3339778
Erstmal Lob dafür, dass du erkannt hast, dass DLE ganz oft die bessere Lösung ist, auch wenn das irgendwie traurig ist. Aber: wenn dein Ziel die Reduzierung von Gasverbrauch ist, dann setzt du total falsch an. Der WW Verbrauch im Sommer ist doch im Vergleich zum gesamten Gasverbrauch ein Witz.

Nimm also lieber das Geld in die Hand und optimiere den Gesamtverbrauch durch Dichtung+Lüftung&Dämmung sowie Einsatz von Klimaanlage statt Gasheizung außer im Kernwinter. Damit sparst du nicht nur Geld sondern viel mehr Gas als durch die WW Lösung.

Aber falls du unbedingt WW willst, dann DLE. Warum?

1. Skaliert flexibel. Mehr Nachwuchs? Nachwuchs zieht aus? Große Party und viele übernachtungsgäste? 2 Wochen Urlaub und niemand ist zu Hause? Alles total easy und komfortabel mit DLE.
2. Hält am längsten
3. Kann man später immernoch leicht austauschen/ersetzen oder mit anderen Lösungen kombinieren.

Nachteil ist mMn. vor allem, dass ein DLE nicht gut mit PV Eigenverbrauch harmoniert.

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 21.06.2022 20:01:52
1
3339784
Wenn es wirklich primär um die Ökologie geht, kann man das durchaus auch "gesamt" betrachten. Nur weil du einen PV-Strom ja nicht per Heizwendel 1 zu 1 in den Speicher lädst, wird er ja trotzdem irgendwo im Netz gebraucht und reduziert somit den Einsatz von fossilen Brennstoffen für Kraftwerke.

Wenn man jetzt annimmt, dass die Energie aus Gaskraftwerken kommt und du wahrscheinlich einen höheren Wirkungsgrad mit deiner eigenen Gasheizung für die Warmwasserbereitung im Sommer hast, als das Gaskraftwerk welches den Strom für deinen Heizstab bereitstellt - so ist zumindest aus ökologischer Sicht es durchaus fragwürdig den Speicher direkt zu beheizen. (Ökonomisch macht es leider Sinn).


Wenn man aber insgesamt auf WP umstellen würde (also auch die Heizung), kann man das wieder anders sehen. Eine Heizungs-WP kann man auch durchaus mit einer Frischwasserstation kombinieren.

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 21.06.2022 21:37:48
0
3339837
Danke für die vielen Rückmeldungen.

Warum wieder eine Gasheizung? - das Haus ist eine hundert Jahre alte Stadtvilla mit Denkmalschutz an einem Ort mit NAT -12,5. Beheizt sind 2 Etagen a hundert qm mit Raumhöhen etwas über 3m. Der bisherige Gasverbrauch schwankt etwas um 40MWh/a. Vorlauftemperaturen sind meistens über 50 Grad erforderlich. Ohne energetische Sanierung wird das mit einer WP nichts und die derzeitige Brennwerttherme ist 25 Jahre alt und hat nur noch eine Gnadenfrist vom Schorni, weil die Brennkammer total undicht ist.

Ich denke, dass meine aktuelle WW-Installation enorm viel Gas gefressen hat. Die Therme sprang etwa jede Stunde an, um den WW-Speicher nachzuheizen, der seine Wärme in die per Schwerkraft arbeitende Zirkulation geschickt hat. Auch ohne, dass da jemand überhaupt WW gebraucht hätte, standen da jeden Tag ca 30KWh auf dem Zähler. Die Zirkulationsleitung habe ich jetzt schon mal rausgeschnitten. Damit sinkt der WW-Bedarf auf 10KWh pro Tag allein für Bereitstellungsverluste.

Wegen Ökologie: Ein Gaskraftwerk hat leicht einen elektrischen Wirkungsgrad von 50%. https://de.wikipedia.org/wiki/Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk
Eine Gastherme, die im Sommer einen WW-Speicher in der Größe von 100 bis 200l für ein EFH lädt, wird mindestens die 3fache Energiemenge benötigen, die für die Wassererwärmung theoretisch notwendig ist. Realistisch wird eher die 5- bis 10-fache Menge sein.
Macht die Gastherme WW im Durchlauf, dann könnte sie minimal besser abschneiden als das Gaskraftwerk.
Aber: wir haben ca. 30 Prozent regenerative Energie im Stromnetz. Das verbessert meine Ökobilanz, wenn ich mit Strom WW mache.

Der elektrische DLE nutzt zwar PV direkt schlechter, aber sobald ein Batteriespeicher ins Spiel kommt, geht auch damit mehr PV ins WW. Ok, ein 20KW Wechselrichter ist derzeit in heimischen Batteriespeichern noch eher selten. Im E-Auto gibt's leicht einen 100KW Wechselrichter.

Mit ist schon klar, dass die Elektrifizierung der WW-Bereitung kein ökologisches Wunder ist. Andererseits ist die WW-Bereitung mit WP fürs EFH auch nicht gerade die naheliegende Lösung. Erstens quälen sich die WP sehr, wenn sie 50 oder mehr Grad liefern sollen. Dabei kommen sie vielleicht auf AZ3 und die gewonnene Energie frisst dann gleich wieder der erforderliche Speicher in Form von Bereitstellungsverlusten. Es macht m.E. also durchaus Sinn, sich ein paar grundsätzlche Gedanken über die Elektrifizierung der WW-Bereitung im EFH zu machen. Es macht perspektivisch vermutlich mehr Sinn die vergleichsweise kleine Energiemenge für WW im EFH elektrisch statt thermisch zu speichern.

Verfasser:
Allesgenauwissenwollender
Zeit: 21.06.2022 23:09:02
0
3339869
Bevor du weiter planst frag erstmal deinen Energieversorger was er von einem DLE hält und ob dein Hausanschluss das problemlos noch hergibt.

Puffer- oder WW-Speicher haben aus eigener Erfahrung viel Potential zum Energiesparen: Pack da ein Eigenleistung nochmal ordentlich Dämmung um den Speicher, offenliegende Rohre nachdämmen, gerade auch im Bereich von Armaturen/Bögen. Ist "nur" viel Arbeit, kostet aber nicht viel Material und bringt einiges.

Hab meinen WW-Speicher mit Resten von 14cm Mineralwolle eingepackt, hat die Bereitschaftsverluste von fast 2kWh pro Tag auf 0,5kWh pro Tag gesenkt. Hab eine OSB-Kiste um den Speicher gebaut und rundrum aufgefüllt. Wenn der auf dem Boden steht auch die Füße nicht vergessen, z.B. gedämmtes Podest drunter.

Da mein aktueller Speicher leider undicht ist habe ich jetzt Puffer plus FriWa bestellt - Lieferzeiten au weia. Ist für mich die Lösung die die meisten Optionen für die Zukunft bereithält. In den Puffer passen Heizstäbe, da kann man eine externe BWWP anschließen, "richtige" Wärmepumpe, ggf. wasserführenden Kamin oder was einem auch immer einfällt. Man hält kein WW vor was hygienisch ist.

Achte bei FriWa drauf dass die bei den technischen Daten mit wenig Temperaturunterschied auskommt. Firstar 3WP, Oventrop X45, von Wolf (Typ fällt mir grad nicht ein) gibt's auch eine die ganz gut ist. Gerade falls man auf WP setzt spart jedes Grad weniger dass man im Puffer benötigt Energie.

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 22.06.2022 00:56:47
0
3339894
Ja, beim DLE wird die Elektrik die Herausforderung. Hausanschluss ist kein Problem, da sowohl der Anschluss als auch das Kabel in der Straße vor 3 Jahren erneuert wurde. D.h. aber noch lange nicht, dass der Versorger auch DLE genehmigt.
Und die Hauptverteilung muss dann auf jeden Fall auf 63A hochgerüstet oder erneuert werden, da allein der DLE mit 35A abgesichert werden will.

Pufferspeicher+Friwa hat das Problem nicht.

Welchen Pufferspeicher hast du dir ausgesucht und wie planst du den aufzuladen?

Wenn man ihn ganzjährig über einen elektrischen Heizstab lädt, gestaltet sich die Ausführung wahrscheinlich einfach. Und ja, bei der Beheizung mit Strom macht es Sinn, sehr genau auf die Bereitstellungsverluste zu schauen.

Wenn man den Pufferspeicher während der Heizperiode von der Brennwerttherme aufladen lassen will und er außer der Trinkwassererwärmung auch noch als Pufferspeicher zur Reduzierung der Takthäufigkeit dienen soll, dann ist mir noch nicht klar, wie er dafür gebaut sein muss und wie man das hydraulisch am geschicktesten macht.

Aufladen mit WP ist nochmal eine Herausforderung. WP machen so einen horrenden Durchsatz bei vielleicht 5 Grad Spreizung, dass man leicht jede Schichtung im Puffer vergessen kann, wenn die WP anspringt.

Verfasser:
MitohneHeizung
Zeit: 22.06.2022 02:26:26
0
3339902
Wenn du den DLE nicht genehmigt bekommst nim einfach einen normalen Elektroboiler in der richtigen Größe.

Dieser harmoniert auch besser mit PV und Batterie und kann in der Mittagssonne mit Überschuss Strom beheizt werden.

Diese Warmwasserboiler sind nicht messbar schlechter als DLE wenn du die noch zusätzlich mit 20cm Dämmung einpackst und einen Thermo Syphon verbaust.

Auf keinen Fall würde ich eine BWWP nehmen. Diese haben oft eine kurze Lebensdauer und Hohe Kosten.

Selbst Verbrauchermagazine warnen schon vor BWWP als Kostenfalle.

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 22.06.2022 07:27:28
0
3339920
Hm, ja der Standard-WW-Elektro-Boiler fehlt in meiner Auflistung obwohl er sicher eine bewährte und günstige elektrische WW-Lösung darstellt.

Aber er erfüllt nicht so ganz meine Anforderung an geringe Legionellenproblematik weil er eben Trinkwasser speichert.

Und wenn man dann auf die Idee kommt, den nur zu PV-Zeiten zu laden, dann dümpelt er auch immer längere Zeiten in legionellenfreundlichen Temperaturbereichen.

Aber mir ist bekannt, dass größere E-Boiler zu den Zeiten von Nachtstromtarifen nur Nachts geladen wurden. Allerdings hat man zu den Zeiten auch noch nicht viel über Legionellen nachgedacht. Vorschriftsmäßig (DVGW Arbeitsblatt W551?) wäre so eine Lösung heute nicht mehr. Oder?

Verfasser:
MartinRLPWWW
Zeit: 22.06.2022 15:12:28
0
3340138
Hallo ich beschäftige mich auch gerade mit Elektrischer Warmwasseraufbereitung um Gas zu vermeiden/reduzieren im Sommer und bei Weltuntergang kein gas mehr von den Russen trotzdem wenigstens warm duschen zu können.

Dazu habe ich einen Warmwasserboiler gefunden der sich elektrisch mit PV Modulen Erwärmt (max 80L) zusätzlich kann auch noch von Batterie oder Netz über ein Netzteil geheizt werden.

In Betrieb habe ich eine Gastherme mit Pufferspecher für Warmwasser.

Nachdem der 80l Boiler grundsätzlich für meinen 4 Pers Haushalt knapp bzw zu kein ist.

Denke ich mir müsste es ja klappen dein Solarboiler einfach in Serie vor den Pufferspeicher anzuschließen.
Dan kommt "meistens" Warmwasser in den Speicher und wenn nicht springt wieder die Gasheizung bei.
Bei Teilweisem Gas Ende kann ich den Boiler immer noch zusätzlich übers netz heizen wenn gewollt.

Könnte sowas klappen ?

MFG
Martin

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 22.06.2022 17:23:25
0
3340187
Zitat von MartinRLPWWW Beitrag anzeigen
Hallo ich beschäftige mich auch gerade mit Elektrischer Warmwasseraufbereitung um Gas zu vermeiden/reduzieren im Sommer und bei Weltuntergang kein gas mehr von den Russen trotzdem wenigstens warm duschen zu können.

Dazu habe ich einen Warmwasserboiler gefunden der sich elektrisch mit[...]


Einen 80l-Elektroboiler in Serie vor den gasbeheizten WW-Speicher schalten klingt nicht wirklich nach einem guten Plan.

Den Elektroboiler willst du während der Heizperiode vermutlich nicht heizen und da können sich dann schön Legionellen vermehren.

TW-Speicher und PV vertragen sich nicht, weil man zu häufig und zu lange unter 50 Grad liegt.

Gebrauchte große Elektroboiler scheint es reichlich zu geben.
Hat schon mal wer einen gebrauchten TW-E-Boiler als Pufferspeicher für eine Friwa verwendet? Oder will man das nicht, weil man die Ablagerungen aus dem TW-Betrieb nicht wegbekommt und die auf keinen Fall in den WT der Friwa kommen dürfen?

@Allesgenauwissenwollender - magst du sagen, welchen Pufferspeicher du dir ausgesucht hast und warum?

Verfasser:
Effizient
Zeit: 23.06.2022 08:03:37
0
3340416
Zitat von ErwinL Beitrag anzeigen
Zitat von MartinRLPWWW Beitrag anzeigen
[...]


Einen 80l-Elektroboiler in Serie vor den gasbeheizten WW-Speicher schalten klingt nicht wirklich nach einem guten Plan.

Den Elektroboiler willst du während der Heizperiode vermutlich nicht heizen und da können sich dann schön Legionellen[...]


Wieso sollten sich in einem kalten E-Boiler die Legionellen stärker vermehren, als in einem vermehren als in einem kalten Rohr?

Die Brauchwarmwasserwärmepumpe ist der Warmwasserbereiter mit der höchsten Deckungsgleiche zu PV-Anlagen, da elektrisch kleiner als 1kW, geht eigentlich immer was mit PV.
Wieso ist bei selbsterzeugten Strom ein COP von 3 schlecht, das ist mega geil den selbsterzeugten Strom damit zum Warmwasser zu machen!
Da zum Kaufpreis der Anlage die zu erwartenden kWh bezogen auf die Lebensdauer den besten Strompreis ever erzeugen, min. Faktor 3 aktuell gegenüber gekauftem Strom mit 40ct.

E-Boiler und PC passt nicht zusammen, da COP=1, dafür ist PV Strom zu schade!
Da muss eigentlich die Wärmepumpe dazwischen.

Hier liegt der hohe Verlust in der Kombi: Gas, Speicher alt, evtl. hydraulische Verluste im Stillstand über Eigenzirkulation, eventuell mit dem Kessel auch und noch dazu die Trinkwasser-Zirkulationsleitung im Haus (verkappte Wandheizung, auch im Sommer!)

Diese Lastspitzen von elektrischen DLE werden sicher bei stark strapazierten Netzen noch weiter reglementiert, da sind elektrische Kleinlasten wie Brauchwasserwärmepumpe kleiner 1kW die für mich beste technische Lösung.

Übrigens 120L mit 55°C das ist eigentlich ein DLE mit Gas....

Grüsse

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 23.06.2022 08:16:41
0
3340419
Moin,
interessante Fragestellung des TE.

Die 30 kWh tgl. Verbrauch am WW Speicher kenne ich auch, von unserer Situation her.
300 l Trinkwasserspeicher mit Fernwärme betrieben, Zirkulation mit Anforderungs-gesteuerter Pumpe, aber ohne Rückschlagventil (Bausünde aus den 90ern).
Da geht die Energie flöten!
Mit Schwerkraft ist zwar schnell WW an den meisten Zapfstellen, diesen kleinen Komfort-Vorteil erkauft man sich aber mit erheblichem Mehrverbrauch.
Eine "intelligente" Zirkulationspumpe mit RSV wäre eine Abhilfe ohne großen Komfortverlust.
Inzwischen haben wir PV (9,5 kWp) und einen Heizstab mit SG-Ready Steuerung.
Obwohl der Lapsus mit dem fehlenden RSV noch nicht gerichtet ist, läuft das seit Ende März fast ausschließlich ohne Einsatz der Fernwärme.
Der Speicher wird auf 75°C aufgeheizt, Legionellen ade ;-) .
Über eine WWWP habe ich auch nachgedacht, zumal Frauchen gern einen kühlen Keller hätte.
Im Winter geht die Rechnung aber vermutlich nicht auf, weil die Außen-Kellerwände zum größten Teil gedämmt sind.
Man würde also Wärme aus dem Gebäude (EG) "absaugen".
Über den Kellerräumen liegt zwar eine FBH, gut isoliert, aber wo soll die Energie (tgl. 10 kWh?) herkommen?
Geplant ist noch eine WP als Ersatz für die Fernheizung.
Die würde auch die WW-Bereitung während der "dunklen" Tage übernehmen.

Das soll jetzt keine Empfehlung sein, bestenfalls Anregung.
Mit PV kann man heute heizungstechnisch ein Stück weit unterstützen, und hat die bekannten Vorzüge beim Haushaltsstrom u. Laden vom PKW.
Wenn das aus diversen Gründen nicht möglich ist, bliebe noch die Unterstützung per Solarthermie.
WW rein elektrisch erzeugen birgt die Gefahr der steigenden Stromkosten, und da kommt man am einfachsten mit Solar-Unterstützung raus.

Verfasser:
MartinRLPWWW
Zeit: 23.06.2022 08:52:19
0
3340429
@Allesgenauwissenwollender - magst du sagen, welchen Pufferspeicher du dir ausgesucht hast und warum?

Hallo ich hab den hier gefunden

Fothermo 80l Photovoltaik-Warmwasserbereiter

einfach googeln dan findet man verschiedene Anbieter.

Es klingt verlockend und die Installation bis auf die "Eingliederung" ins bestehende Sytsem kann ich selber machen weil recht einfach insgesamt.
Das ist für mich das Hauptargument.
Ziel ist wie gesagt eine Warmwasserversorgung auch ohne gas und ein "zuheizen" des WW mit der Anlage.
Theoretisch würde wie eingangs erwähnt die Gas WW Aufbereitung unterstützt werden können bzw. nicht anspringen.
Ich will keineswegs das bestehende System komplett ersetzen aber eben ein wenig gas sparen und quasi ein Notprogramm haben bei gas Ausfall oder Super Verteuerung.
Zum heizen hab ich noch einen Holzofen im extremfall der reicht.
Davon gehe ich aber nicht aus.

Die Sache mit den Legionellen sehe ich jetzt nicht so dramatisch das Wasser würde sich ja mindestens 1-2 X täglich umwälzen weil jegliches Warmwasser das abgelassen wird durch den Boiler geht.

Deshalb auch die Idee mit dem "einschleifen" ins bestehende System das es quasi autark zu heizt und die Gas WW Aufbereitung im wesentlichen unterstützt .

Über das jahr würde ich mir eine Ersparniss von ca 15 -20% erwarten das wärs dan schon weniger ist manchmal mehr da wie gesagt im Extremfall einfach was da ist um Warmwasser zu machen. (das war der Ausgangspunkt)

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 23.06.2022 09:46:19
0
3340457
Vergiss den PV-Boiler. Da werden 2 Dinge so zusammengebracht, dass am Ende nichts richtig taugt.

Wer nicht gerade auf einer Insel sitzt, sollte PV mit einem Wechselrichter in sein Hausnetz integrieren.

Die elektrische WW-Lösung will ich bewusst separat denken. Wenn wir von fossilen Energieträgern wegwollen, müssen wir m.E. potentiell alle Prozesse, die Energie brauchen, auf Strom umstellen. Da die WW-Bereitung in EFH mit Gas und Öl außerhalb der Heizperiode mindestens die 3-fache und im Mittel wohl eher die 5-fache theoretische Energiemenge benötigt, wäre die Umstellung der WW-Bereitung auf Strom m.E. überfällig.

Ich gehe davon aus, dass die Preise für fossile Energieträger stärker steigen werden als für Elektroenergie. Vermutlich müsste man auf fossile Energieträger neben Klimasteuern auch Friedenssteuern erheben. Über Einfuhrzölle passiert das ggf. sogar demnächst.

BWWP und ST sind m.E. viel zu aufwändige Systeme, um die paar KWh, die ein EFH typischerweise für WW braucht, zu erzeugen.

Fernwärmenetze, die im Sommer hauptsächlich WW-Speicher laden sollen, sind wohl eher als energetische Katastrophe zu bezeichnen. Die brauchen vermutlich schon mehr elektrische Pumpenenergie, als tatsächlich für WW benötigt wird.

Verfasser:
MartinRLPWWW
Zeit: 23.06.2022 10:09:15
0
3340467
Hallo danke soweit für die Antworten. ich bin noch nicht ganz dabei aber es wird langsam.

@ Erwin eventuell hab ich anfangs unklar begonnen.
Ich habe die Komplette Gasheizung bereits die lauft seit keine Ahnung 15 oder 20 Jahren hab das Haus so gekauft.
Und ich habe auch keine bestehende PV Anlage und möchte auch keine 15 bis 20T Euro investieren.

der PV Boiler klang eben als Plan B Lösung interessant wegen möglichem selbst Einbau
frei nach dem Motto ein bisschen was geht immer und natürlich stört es nicht die Umwelt auch zu entlasten.

Klar klappt es im Winter nicht im Sommer müsste die Leistung aber fast reichen da würde ja auch ein schwarzer Gartenschaluch auf dem Rasen genug warmwasser erzeugen.
Und sollten die wirklich das Gas teilweise abdrehen ist guter rat teuer und es wird keinen einzigen E Boiler mehr geben im Baumarkt ;-).
Ich bin aber sicher das sich die Gasversorgung in 1-2 Jahren wieder regelt.
Deshalb möchte ich jetzt die Gasheizung nicht rausreissen bzw. noch auf neuere Technologien warten, will auch nicht das ganze Haus umbauen wegen wand und Bodenheizung für Wärmepumpen die Bude ist aus den 70ern zwar gut isoliert aber eben auf Heizkörper ausgelegt.

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 23.06.2022 10:14:20
0
3340470
Zitat:
>Fernwärmenetze, die im Sommer hauptsächlich WW-Speicher laden sollen, sind wohl eher als energetische Katastrophe zu bezeichnen. Die brauchen vermutlich schon mehr elektrische Pumpenenergie, als tatsächlich für WW benötigt wird.<

Kommt darauf an.
Wir haben hier Wärme-Kraft Koppelung.
Es wird primär Strom erzeugt (Gas / Kohle / Öl), die Verlustwärme wird ins Netz eingespeist (was bei vielen Kraftwerken über Kühltürme verpufft).
Früher wurde die FW günstig als Abfallprodukt eingepreist, jetzt lehnt man sich am Ölpreis an.

Verfasser:
ErwinL
Zeit: 23.06.2022 10:28:37
1
3340477
@MartinRLPWWW google mal den Begriff Balkonkraftwerk. Das ist zwar auch nur Spielzeug aber da hast du mehr davon als von dem unausgegorenen PV-Boiler. Ja bei PV ist der Markt total überhitzt, da macht man besser mal vorsichtig. Mit so einem Balkonkraftwerk, bekommt man schon mal ein Gefühl für die Materie.

@Daddy57 ja, so etwas hat meine Kleinstadt auch. Gas kommt sogar aus einer großen Biogasanlage. Aber wenn ich dann die riesigen Pumpen sehe, die man braucht, um das Wasser durch die Stadt zu pumpen nur um ein paar WW-Speicher zu laden, dann beschleicht mich so eine Ahnung, dass man im Sommer vielleicht mehr Pumpenstrom braucht, als überhaupt der Energiebedarf für WW ist.

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