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Foren
Kupferrohr mit Lötzange und Rohraufweiter
Verfasser:
Donnerknall
Zeit: 15.09.2022 16:34:10
0
3384195
Hallo zusammen,

ich wollte mal nach den Erfahrungen mit einer Lötzange fragen.
Ich möchte für ein paar Umbauten Kupferrohre von 22mm bis 42mm verlegen. An ein paar Stellen geht es etwas eng zu. Jetzt bin ich auf eine Lötzange gestoßen, mit ihren 2000W soll sie laut Hersteller für Rohre bis 54mm geeignet sein. Die Lötzange bekommt man gebraucht für 200€.
Hab mir überlegt, bevor ich jetzt mir einen Brenner besorge könnte ich auch alles mit der Zange löten. Ich selbst hab damit keinerlei Erfahrung (würde natürlich vorher üben ;) ).
Hab jetzt aber schon gelesen, bei größeren Durchmessern funktioniert's nicht mehr so gut. Angeblich soll es auch nicht so ideal sein, weil man das Fitting erhitzt und dadurch das Rohr nicht so heiß wird? Ist das eher theoretisch oder wirklich ein Problem?

Dann hab ich noch gesehen, dass es Rohraufweiter gibt. Das wäre geschickt, weil ich dann im Gegensatz zur Verwendung eines Fittings (Muffe) nur auf einer Seite löten müsste. Wie sind da die Erfahrungen? Wird das mit einem Rohraufweiter eine passgenaue Verbindung oder entsteht dadurch vielleicht ein zu großer Spalt?

Hat vielleicht jemand Erfahrungen und Tips dazu?

Verfasser:
Papalf
Zeit: 15.09.2022 16:47:53
2
3384200
Aufweiten geht einwandfrei, ich nutze das Dingens regelmäßig zum verlängern von Kälteleitung. Da gibt es keinen großen Spalt wenn man es richtig macht.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 16.09.2022 07:43:49
2
3384418
Hallo

sollte man unterscheiden zwischen weichen, halbharten und harten Rohren.
Aufweiten geht nur bei weichen oder ausgelühten Rohren. Und ausglühen hat Nachteile.
Auch sind die Muffen der händisch hergestellten Rohre meines Wissens eigentlich nur für Hartlötungen geeignet, da der Lötspalt nicht optimal für Weichlot ist.
Mit Lötzange kann man nur weichlöten.

ciao Peter

Verfasser:
Socko
Zeit: 16.09.2022 08:02:57
1
3384433
Zitat von Donnerknall Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

ich wollte mal nach den Erfahrungen mit einer Lötzange fragen.
Ich möchte für ein paar Umbauten Kupferrohre von 22mm bis [...]



Naja, stimmt schon, oberhalb von 22mm wird es wahrlich schwierig das Material gleichmäßig warm zu bekommen. Da wäre eine Flamme schon besser geeignet.

Verfasser:
derjoerg
Zeit: 16.09.2022 21:38:57
0
3384861
Hallo,
ich habe dieses Teil mal probiert für 28er CU.

https://rothenberger.com/de-de/elektro-weichloeten/weichloetgeraet-rotherm-2000-bis-54mm-230v-36700

Da ist schon Übung erforderlich, erst bekommt man es nicht richtig auf Temperatur und dann ist es schnell zu heiss... für mich eine Notlösung an Stellen wo eine Flamme tabu ist aus Brandschutzgründen, ansonsten eher ein Krampf wenn man es mit der Famme vergleicht.

Dann lieber sowas...ich habe es sogar einmal geschafft mit Propan hart zu löten, war aber auch nicht easy...weichlöten get perfekt mit Propan mit dem Teil!

https://www.rothenberger-industrial.com/produkte/produktansicht/turboloetset-2000-6-1/

Verfasser:
carmensita
Zeit: 16.09.2022 23:44:53
0
3384890
Mit der Loetzange könnte man abwechselnd Fitting und Rohr erwaermen.

Was noch nicht erwähnt wurde: Bei Heissluftpistolen ist oft ein Aufsatz mit halbrundem Blech dabei, der den Luftstrahl um das Rohr und Fitting leiten kann.

Perfekt waere dazu eine HL- Pistole mit stufenloser Temperaturwahl.

Gerade an Engstellen braucht man dann ebenfalls wenig Platz.

Damit geht das Löten auch bei Laien fast von alleine. Im Gegensatz zur offenen Flamme und wohl auch im Gegensatz zur Loetzange kann man wegen der Temperaturwahl mit der HL- Pistole z.B. Rohr oder Lot wohl kaum ueberhitzen.

D.h., die genaue Temperatur wird auch ohne jahrelange Erfahrung viel einfacher und sicherer erreicht.

Ausserdem sind HL- Pistolen viel billiger als Loetzangen - und lassen sich fuer viele andere Zwecke verwenden (Abloesen von Klebstoffen, Lacken, Desinfizieren, Verformen von Kunststoffen etc.).

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 17.09.2022 12:49:59
0
3385012
Also den möchte ich sehen der ein 28 oder 35 CU Rohr mit einem Heißluftföhn ordentlich gelötet bekommt, vom 54-er möcht ich gar nicht reden, ist aber sowieso keine Haushaltsgröße!

Ich habe eine elektrische Lötzange (eben für empfindliche Stellen), aber man muß schon viel Übung haben um die Lötstelle bei den größeren Dimensionen gleichmäßig warm zu bekommen, punktuelle Überhitzung passiert dabei ganz schnell!

Verfasser:
carmensita
Zeit: 17.09.2022 14:43:24
1
3385061
Warum sollte das bei etwas groesseren Durchmessern nicht funktionieren?

Gebraeuchliche Loetzangen fuer groessere Durchmesser haben - genau wie uebliche HL-Pistolen - ca. 2000W.

Wie angegeben, kann man mit stufenlos einstellbarer Lufttemperatur mit der Pistole nichts ueberhitzen, und die Temperaturverteilung durfte auch wesentlich gleichmaessiger sein als bei Loetzangen.
Die angestrebte Temperatur zu erreichen und zu halten, ist mit der Pistole und stufenloser Temperatureinstellung viel einfacher als mit der Zange, wo es keine praezise einstellbare Zieltemperatur gibt und die tatsaechliche Temperatur viel niedriger oder viel hoeher sein kann.

Wenn die Pistole z.B. 460°C heisse Luft abgibt, kann das Kupfer wohl an keiner Stelle heisser werden als 460°C.

Es wird sich gleichmaessig ueber die Breite des Luftstroms bzw. Loetaufsatzes dieser Temperatur annaehern.

Allerdings ist der Wirkungsgrad einer Loetzange eventuell höher. Trotzdem duerften auch groessere Durchmesser mit 2000W -Luftstrom loetbar sein.

Falls doch nicht, gaebe es noch die einfache Möglichkeit, 2 HL-Pistolen gleichzeitig einzusetzen, ev. mit Helfer - oder mit beiden Haenden.

Selbst 2 Pistolen duerften immer noch wesentlich billiger sein als eine Zange.

2 Loetzangen an einer Loetstelle sind wohl auch wesentlich problematischer (z.B. exakt identische Sekundaerspannungen/Phasenlagen an den Klemmen beim Einsatz nötig).

Verfasser:
thaistatos
Zeit: 17.09.2022 15:03:01
0
3385074
Problem könnte sein, dass Kupfer so schnell die Wärme ableitet, dass man damit größere Durchmesser nicht mehr auf Temperatur halten kann.
Merkt man beim Hartlöten, theoretisch sollte eine normaler Gasbrenner von der Flammentemperatur reichen, man braucht aber trotzdem einen Sauerstoffbrenner (je nach gewünschtem Temperaturniveau).

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 17.09.2022 15:04:53
0
3385076
Zitat von carmensita Beitrag anzeigen
Bei Heissluftpistolen ist oft ein Aufsatz mit halbrundem Blech dabei, der den Luftstrahl um das Rohr und Fitting leiten kann.
Nicht nur, wenn überhaupt, bei Heißluftpistolen.

So wird fachgerecht gelötet.




MfG. Schmitt

Verfasser:
carmensita
Zeit: 17.09.2022 15:09:16
0
3385081
Man kann 2 Pistolen natürlich auch temporaer mit Kabelbindern zusammenbinden, wenn man alleine mit nur einer Hand arbeiten muss.

Zusätzlich haette man sogar immer eine einfache Möglichkeit, die 4000W auf zwei verschiedene 16A- Stromkreise aufzuteilen.

Man darf annehmen, dass sich damit jedes 35mm Cu-Rohr einfach, sicher und technisch einwandfrei weichloeten laesst.

Verfasser:
Donnerknall
Zeit: 19.09.2022 17:20:19
1
3386361
Vielen Dank für eure Erfahrungen!

Das mit der Heißluftpistole ist auf jeden Fall mal einen Versuch wert. Mein Bruder hat eine. Werd mir mal ein 28er Rohr besorgen und einen Versuch starten.

Die Erfahrungen zur Zange sind ja etwas gemischt. Das hatte ich mir einfacher vorgestellt. Aber gut, vielleicht erledigt ja der Fön alles ;)

Verfasser:
sweetsweethome
Zeit: 19.09.2022 17:28:07
2
3386367
Probier es einfach mal mit der Flamme.
Das ist ganz einfach, und geht ruckzuck.
Mit dem Fön hältst Du da ewig drauf bis es warm ist.
Wenn die Lötpaste von grau zu Silber wechselt einen Tropfen Lot drauf und alles ist schön.
Dann das ganze ein paar Sekunden nicht bewegen, bis das Lot hart ist.
Hinterher mit nassem Lappen sauberputzen nicht vergessen.

Verfasser:
HNT19
Zeit: 24.01.2023 22:34:00
0
3470147
Und wie ist es ausgegangen?
Hat die HL Pistole doch ins Schwarze getroffen?

Gruss und Danke,
HNT

Verfasser:
Martin24
Zeit: 25.01.2023 10:08:47
0
3470342
Zitat von carmensita Beitrag anzeigen
Die angestrebte Temperatur zu erreichen und zu halten, ist mit der Pistole und stufenloser Temperatureinstellung viel einfacher als mit der Zange, wo es keine praezise einstellbare Zieltemperatur gibt und die tatsaechliche Temperatur viel niedriger oder viel hoeher sein kann.

Auch einstellbare Heißluftpistolen haben im allgemeinen eine Leistungseinstellung und keine geregelte Temperatureinstellung. Welche Temperatur dann herauskommt hängt vom Luftstrom ab.

Zitat von carmensita Beitrag anzeigen

Allerdings ist der Wirkungsgrad einer Loetzange eventuell höher. Trotzdem duerften auch groessere Durchmesser mit 2000W -Luftstrom loetbar sein.

Sag mal, kann es sein, dass Du keinerlei praktische Erfahrung damit hast und hier nur rein theoretische Tipps verteilst?

Zitat von carmensita Beitrag anzeigen
2 Loetzangen an einer Loetstelle sind wohl auch wesentlich problematischer (z.B. exakt identische Sekundaerspannungen/Phasenlagen an den Klemmen beim Einsatz nötig).

Auch das ist Quatsch. Die elektrischen Lötzangen haben eine galvanische Trennung. Wie soll das auch sonst gehen bei u.U. geerdeten Rohren. Vom Sicherheitsaspekt mal ganz abgesehen. Zwei direkt nebeneinander beeinflussen sich daher elektrisch nicht.

Grüße
Martin

Verfasser:
muscheid
Zeit: 25.01.2023 10:23:14
0
3470360
Eine vernünftige Weichlötung wir bei Rohren oberhalb 35 mm schwer durchführbar. Vor allem mit einer Lötzange, denn die bekommt zwar kleinere Rohre noch gut gleichmäßig warm, aber bei größeren funktioniert das nicht mehr.
Hartlöten geht gar nicht damit.

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 25.01.2023 10:51:21
0
3470381
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
aber bei größeren funktioniert das nicht mehr. Hartlöten geht gar nicht damit.
Warum soll das nicht gehen?

MfG. Schmitt

Verfasser:
muscheid
Zeit: 25.01.2023 11:07:10
1
3470392
Versuch mal, die Lötzange entsprechend lang auf das Rohr zu drücken, ohne daß eine lokale überhitzung stattfindet und dabei noch zu vermeiden, daß durch den hohen Strom Teile der Zangenisolierung anfangen zu schmelzen.
Ich hab so ein Gerät. Zum Weichlöten kleiner Rohre, gerade beengt in Wänden, ist das wirklich gut. Aber bei 35er Rohr ist mir die Presse dann lieber.

Verfasser:
Paule 5019
Zeit: 25.01.2023 11:11:46
0
3470398
Für die geplante Löt-Aufgabe sollte vorher erst eine Lötprobe vorgenommen werden. Denn die Kohle Übertragung Elektroden haben dort so Ihre gewissen Tücken insbesondere, wenn diese keinem richtigen Metall Kontakt haben.




Die beste (und sichere Lösung) ist immer noch beim Weichlöten das, mit der Hilfe des Propan Gasbrenner sowie die richtig für diese Löt-Aufgabe abgestimmte Lötmittel, bei der primären Lötflächen Vorbereitung.



Verfasser:
carmensita
Zeit: 26.01.2023 08:37:02
1
3471074
Zitat:
<<
Auch einstellbare Heißluftpistolen haben im allgemeinen eine Leistungseinstellung und keine geregelte Temperatureinstellung. Welche Temperatur dann herauskommt hängt vom Luftstrom ab.
>>

Selbstverständlich haengt die Temperatur vom Luftstrom ab. Dieser ist aber sehr wenig abhaengig von Schwankungen der Netzspannung, u.a wegen der Verwendung von Niedervoltgleichstrommotoren mit günstiger Kennlinie und hohem Vorwiderstand, der Teil der Heizleitung ist.

Ein Foen arbeitet nach demselben Prinzip - auch hier sind keine grossen Temperaturschwankungen waehrend des Betriebs bekannt, solange die Netzspannung nicht zu stark schwankt.

Auch der Hauptheizdraht bietet ein günstiges Verhalten - bei kleiner Erhoehung der Netzspannung steigt der Widerstand des Heizdrahtes ebenfalls an. Diese Heizdraehte haben also ein PTC- Verhalten.

Dadurch wird die Leistung nicht so stark erhoeht, wie es bei U^2/R mit konstantem R der Fall waere, wenn die Netzspannung steigt.

Deshalb werden viele hitzeerzeugende Geraete auch heute noch trotz billiger Elektronik "ungeregelt" betrieben, z.B. Foene, IR-Quarz-Heizstrahler, einfache Loetkolben, einfache Kaffeemaschinen, etc.

Ungeregelt in Anführungszeichen, da eben ein heisser Draht bereits ein guenstiges "Regelverhalten" bei diesen Anwendungen bzgl. kleiner Netzspannungsschwankungen zeigt.

Andererseits waere der Luftmassenstrom ein Problem, wenn man im Laderaum eines Flugzeugs Cu-Rohre mit Heat Gun loetete, das gerade im schnellen Steig- oder Sinkflug ist. Durch den schnellen Luftdruckwechsel wuerde sich auch der Luftmassenstrom schnell aendern, und dadurch auch die Temperatur.

Dieser Anwendungsfall duerfte aber bei Laien, die Cu- Rohre im Eigenheim loeten wollen, relativ selten vorkommen, denn es gibt nur wenige Bastler, die ein altes Frachtflugzeug unterwegs waehrend ihrer Flugreisen zum Wohnflugmobil aus- oder umbauen - und ausgerechnet waehrend des Sink- oder Steigflugs loeten.


Zitat
<<
Sag mal, kann es sein, dass Du keinerlei praktische Erfahrung damit hast und hier nur rein theoretische Tipps verteilst?
>>

Nicht nur hier, sondern auch weltweit gibt es viele Erfahrungen, Fotos, Videos und Hinweise zum Weichloeten von Cu-Rohren mit HL-Pistolen.
Z.B. findet man mit dem Suchstring "pipe soldering heat gun" sofort Texte wie diesen:
<<
As well as all kinds of other DIY jobs, a heat gun is very handy for soldering copper pipes . It's most suitable for working with soft solder with a melting point below 400°C.
>>

Allerdings findet sich auf die Schnelle kein Hinweis im Netz darauf, bei groesserem Durchmesser einfach zwei oder mehr Heat Guns zu nehmen.

Es sei aber hier nochmals beim Barte des Propheten und unter Eid versichert, dass auch die Loetmethode mit 2 Heat Guns einwandfrei funktioniert und Heat Gun- Loetungen an Wasserleitungen auch nach 15 Jahren dicht sind, inkl. Drucktest mit 7bar.


Zitat:
<<
""2 Loetzangen an einer Loetstelle sind wohl auch wesentlich problematischer (z.B. exakt identische Sekundaerspannungen/Phasenlagen an den Klemmen beim Einsatz nötig)."

Auch das ist Quatsch. Die elektrischen Lötzangen haben eine galvanische Trennung. Wie soll das auch sonst gehen bei u.U. geerdeten Rohren. Vom Sicherheitsaspekt mal ganz abgesehen. Zwei direkt nebeneinander beeinflussen sich daher elektrisch nicht.
>>

Hier kann es gefährlich werden, denn natürlich koennen hohe Ausgleichsstroeme fliessen, wenn man die Sekundaerspannungen zweier Spannungsquellen einfach parallel schliesst.

Wenn die Zangen dicht nebeneinander angeklemmt sind, entspricht das in etwa einer Parallelschaltung.

Wenn die 2 Spannungen nicht exakt gleich sind, und zwar auch unter Beruecksichtigung der momentanen Last, der 4 Übergangswiderstände der Kontaktzonen etc., wird viel Strom von der einen Zange über das sehr kurze Rohrstueck zum Klemmstueck jeweils auf der gleichen Rohrseite fliessen. Statt den langen Weg ueber den Rohrumfang auf die andere Rohrseite zu nehmen.

Deshalb sollte man Sekundaerwicklungen aus 2 baugleichen Transformatoren an derselben Netzspannung nicht einfach parallelschalten, denn durch auch nur geringe Spannungsdifferenzen durch Fertigungstoleranzen koennen grosse Ausgleichsstroeme fliessen, auch ohne aeussere Belastung.

Dazu kommt bei Loetzangen noch das Risiko, dass die Phasen selbst bei baugleichem Modell nicht uebereinstimmen muessen, z.B. wenn das Netzkabel intern nicht bei allen Produktionschargen identisch angeschlossen wurde.

Dass eine galvanische Trennung vom Netz vorliegt, ist irrelevant.

Deshalb muss man hier explizit warnen:

Keinesfalls mehr als eine Loetzange parallel nutzen!

Bzgl. "Quatsch" muss man leider feststellen, dass der Poster anscheinend ein Abonnement auf diesen Spruch bestellt hat:

"Die groessten Kritiker der Elche.... sind selber welche."

Denn das war beileibe nicht das erste Mal, wo dieser Poster doch tatsächlich sich selbst meint, wenn er scheinbar andere grobschlächtig kritisiert.

Andererseits muss man aus neutraler Sicht sagen, dass sich durchaus auch viele hilfreiche Beitraege unter seinen Posts finden.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 26.01.2023 09:48:33
0
3471125
Zitat von carmensita Beitrag anzeigen
Nicht nur hier, sondern auch weltweit gibt es viele Erfahrungen, Fotos, Videos und Hinweise zum Weichloeten von Cu-Rohren mit HL-Pistolen.

Du hättest auf meine Frage nach der praktischen Erfahrung auch einfach sagen können, dass diese nicht existiert, bzw. darin besteht, Videos von anderen beim Löten angesehen zu haben.

Zitat von carmensita Beitrag anzeigen

Hier kann es gefährlich werden, denn natürlich koennen hohe Ausgleichsstroeme fliessen, wenn man die Sekundaerspannungen zweier Spannungsquellen einfach parallel schliesst.

Wenn die Zangen dicht nebeneinander angeklemmt sind, entspricht das in etwa einer Parallelschaltung.

[...]

Dass eine galvanische Trennung vom Netz vorliegt, ist irrelevant.


Du hast nicht verstanden, wie diese Lötzangen funktionieren. Der Übergangswiderstand von einer zur anderen ist immer größer als der "Nutzwiderstand".
Du redest von einer idealen Parallelschaltung und vernachlässigst dabei dass die Widerstandsverhältnisse bei dieser Anwendung "ungewöhnlich" sind.
Damit ist eine "Parallelschaltung" unkritisch, solange keine enormen Spannungsunterschiede bestehen - was aber wiederum technisch gar nicht möglich ist. Die fließenden Ausgleichsströme heizen einfach zusätzlich das kurze Stück Rohr dazwischen.
Im Übrigen ist davon auszugehen, dass die Stromquellen von Lötzangen kurzschlussfest sind ...

Grüße
Martin

Verfasser:
carmensita
Zeit: 28.01.2023 06:54:38
0
3472565
Leider hat der Poster Martin24 hier eine Phase, wo er keine hilfreichen Posts absendet, sondern sogar mehrfach Informationen verbreitet, die die Gefahren von parallel genutzten Loetzangen ignorieren.

Deshalb nochmals die Warnung, Loetzangen nie parallel zu betreiben.

Denn natürlich kann es zu Ueberlastung einer LZ kommen, wenn hier keine exakte Symmetrie - unter allen moeglichen Belastungsfaellen - vorliegt. Auch, wenn sie kurzschlussfest ist. Denn es fliesst ja ein zusaetzlicher Strom durch die Sekundaerwicklung, verursacht von der anderen, staerkeren LZ.

Aus demselben Grund ist es ebenfalls sehr problematisch, Transformatoren einfach parallel zu schliessen.

Nicht ganz so problematisch ist das Parallelschalten von (Auto-) Batterien nur deshalb, weil sich die unterschiedlichen Ladezustaende nach einem anfangs hohem Ausgleichsstrom, was einem kurzen Ladevorgang entspricht, angeglichen haben. Die staerke Batterie laedt also die schwaechere bis zum Gleichgewichtspunkt auf - der Ladestrom ist ein Zusatzstrom zum eigentlichen Belastungsstrom durch den Verbraucher.

Bei Transformatoren bzw. LZ, die meist einfache Transformatoren sind, kann aber diese Aufladung nicht stattfinden, es fliesst staendig ein hoher Ausgleichsstrom.
Verhindern koennte man das nur durch Gleichrichtung, wobei aber durch die hohen Stroeme viel Verluste an den Dioden abfielen.

Die Asymmerien koennen selbst durch unterschiedliche Produktionschargen desselben Typs verursacht
werden. Z.B. andere Primaerwicklungen, anderes Kernmaterial, andere Drahtqualitaeten etc.

Dazu kommt noch die Wahrscheinlichkeit, dass die Zangen mit gegensaetzlichen Phasen angeschlossen werden, was z.B. schon durch Verdrehen eines Steckers moeglich ist.

Vielleicht huelfe auch, ein Schaltbild zu zeichnen. Dort kann man leicht sehen, dass bei Asymmetrie der Strom der staerkeren Zange (es genuegen schon unterschiedliche Innenwiderstaende) zum Teil in die nahen Kontaktbereiche der schwaecheren LZ fliesst und sich dort erneut aufteilt.

Man erkennt am Schaltbild:
Aus der Sicht der einen LZ bildet die jeweils andere Zange einen Parallelwiderstand aus dem zu erhitzenden Rohrstueck als dem ersten Widerstand und der Sekundaerwicklung dieser anderen Zange als zweitem Widerstand. Wenn sich die Zangen beruehren, entfaellt sogar der kleine Widerstand, den das Rohr zwischen den Kontaktzonen bildet.

Die galvanische Trennung vom Netz verhindert diese Problematik natürlich nicht.

Fazit:

Bei 2 parallel geschalteten Loetzangen erhaelt man nur bei exakter Symmetrie die Summe der Leistungen zum Erhitzen der Rohrverbindung.
Diese Symmetrie ist in der Praxis nie zu erreichen. Deshalb kann ein Teil der Leistung der "staerkeren" LZ (genauer: entsprechend der (Innen-) Widerstaende, Leerlaufspannungen und Kurzschlussstroeme und Kennlinien zwischen diesen beiden Punkten) die Sekundaerwicklung der anderen LZ be- und ueberlasten.

Dazu kommt noch die Gefahr unterschiedlicher Phasen, wo Brandgefahr besteht und beide LZ zerstoert werden können - vgl. das antiparallele Zusammenschalten zweier Batterien (nicht nachmachen!).

Bei Heißluftpistolen besteht diese Gefahr bei parallel genutzten Geraeten dagegen nicht.

Deshalb nochmals der Warnhinweis, keinesfalls mehr als eine Loetzange gleichzeitig an derselben Loetstelle zu nutzen.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 28.01.2023 10:07:20
0
3472646
Zitat von carmensita Beitrag anzeigen
Leider hat der Poster Martin24 hier eine Phase, wo er keine hilfreichen Posts absendet, sondern sogar mehrfach Informationen verbreitet, die die Gefahren von parallel genutzten Loetzangen ignorieren.


Du hast Deine "Löterfahrung" nach eigenen Aussagen von Youtube u.ä. aber willst anderen Tipps geben wie man richtig lötet.
Du hast offensichtlich wenig Ahnung von Elektrotechnik aber willst anderen die Welt erklären.
Deine Kritikfähigkeit ist ...

Ein Schaltbild zu zeichen ist eine sehr gute Idee. Aber bitte mit allen Innenwiderständen, Leitungswiderständen, Kontaktwiderständen und Übergangswiderständen.
Ich gebe ja zu, dass das nicht ganz intuitiv ist, weil die Ströme und Widerstände, die hier auftreten anders sind als man das gewöhnt ist.

Deine ganzen Beispiele mit Batterien, normalen Trafos oder gar Dioden bei Lötzangen zeigen eben sehr deutlich, dass Du das nicht verstanden hast.

Ich bleibe dabei:
Gleichartige Trafo-Lötzangen parallel zu betreiben sollte kein Problem sein.
Vorsichtig wäre ich bei welchen mit elektronischen Trafos, ist mir aber noch keine begegnet.

Allerdings wüsste ich nicht, warum man das überhaupt tun sollte. So eine REMS contact 2000 ist für Kupferrohr bis 54mm vorgesehen. Wofür braucht man da bei kleineren Leitungen eine zweite?

Wenn man "nur" die REMS HotDog nimmt, könnte man leistungsmäßig oberhalb 28mm eine zweite gebrauchen das klappt dann aber wegen der vorgeformten Kontaktflächen nicht.
Parallelbenutzung wäre hier aber völlig unktitisch, weil das einfach Widerstandelemente ohne Stromfluss durchs Werkstück sind.

Grüße
Martin

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 28.01.2023 10:46:09
1
3472695
Ich kann Martin hier nur zustimmen, leider scheint @carmensita ein sogenannter "youtube oder wie klopf ich einen Nagel in die Wand" Praktiker zu sein, denn seine ganzen Ausführungen zeigen von teilweise völliger Ahnungslosigkeit!

Dass man zwei elektrische Lötzangen nicht gleichzeitig am gleichen Rohr verwenden kann/soll wegen Spannungsverschleppung kostet mich nur einen Lacher.

Ich habe zwei E-Lötzangen, abgesehen davon dass man z.B. in einer Wohnung kaum 2 unabhängige 16A Steckdosenkreise findet um die beiden Geräte zu betreiben wird es mit 2 Zangen an einem Lötpunkt schon sehr eng, denn wo verwendet man derartige Geräte, dort wo es eng ist und man nicht mit Flamme arbeiten will/kann!

Wie schon weiter oben geschrieben, kann man mit etwas Erfahrung (und gut sitzenden nicht ausgeglühten Elektroden) bis 35 mm WEICHLÖTEN allerdings muß man sehr darauf achten dass man die Lötstelle nicht punktuell überhitzt, was meiner Erfahrung nach das größte Problem darstellt.

Verfasser:
salü
Zeit: 28.01.2023 11:00:50
0
3472707
ich würde die Lötzange nicht benützen, es fehlt Dir der Umgang damit.
So ein Teil für wenige Lötstellen warum auch?
Bei nur einigen Lötstellen, welche eng an der Wand liegen ? kann man z.B. eine Blechdose aufschneiden und dieses Blech hinter die Lötstelle bringen. Dahinter, ein paar nasse alte Lumpen. Es gibt auch feuerfeste Tücher.
Das wichtigste beim Löten, immer sauber an der Lötstelle arbeiten, Rohr sauber abziehen, gleich mit Lötfett bestreichen, nie mit den Finger berühren.
Lötflamme und gut ist es.

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t__a schrieb: Guten Tag zusammen, hoffe es gibt hier jemand der mir die Daten technisch erklären kann, da meine Installationsfirma dazu leider nicht im Stande ist und ich schon ewig nach einer Erklärung suche, jedoch...
Benn1904 schrieb: Hallo, vor ca. zwei Jahren zeigte mir ein sehr guter Bekannte seine Angebote für ein schlüsselfertiges EFH. Alle Angebote natürlich mit LWWP. Mit meinem gesammelten Forumswissen tat ich dann den lockeren...
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