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Foren
[Sanierung Altbau] Heizung - wie vorgehen?
Verfasser:
Lipa
Zeit: 20.09.2023 19:25:55
0
3589386
Hallo, ich habe heute dieses Forum bekommen empfohlen. Ich habe einen ziemlichen Knoten im Kopf, vielleicht habt ihr Tipps.

Hintergrund: Wir haben ein Altbauhaus gekauft, 100 Jahre alt, bis auf Fenster und eine Seite Einblassdämmung nicht gedämmt. Wir müssen nun innen renovieren um einzuziehen. In den kommenden Jahren werden wir sukzessive Dach, Fassade, evtl. Anbau, Solar angehen - sobald finanziell möglich. Kamin im WoZi vorhanden.

Herausforderung: der Gaskessel ist 23 Jahre alt und nicht zu retten (vom Verkäufer kürzlich repariert und schon wieder kaputt); außerdem kann er kein Warmwasser. Dieses wurde bisher mit drei Durchlauferhitzern erzeugt, die nun im Zuge der Badsanierung durch ein zentrales System ersetzt werden.

Gedanken, die ich nun im Kopf habe:

1) Zügig Gastherme bis Jahresende verbauen. Vorteil: Zeit gewinnen, dann in Ruhe weiter machen

2) Hybrid aus Wärmepumpe und Gas jetzt verbauen, Förderung mitnehmen sofern es sie noch gibt. Sprich: mitdenken für Wärmepumpe wenn Solar + Dämmung vorhanden. Nachteil: zwei Systeme (teuer). Nicht sicher, ob noch gefördert.

3) Nur Wärmepumpe (mit neuen HK) verbauen und akut Einblassdämmung alle Seiten und Decken zwischen die alten Dielen; erhöhte Stromkosten in Kauf nehmen. Ich habe hier erhebliche Zweifel, dass das funktioniert bzw. extrem teuer wird.

Wie würdet ihr grundsätzlich vorgehen? Energieberater und den abwarten? Wie sonst? Welche Gedanken kommen euch sonst in den Kopf?

Standort ist Hamburger Westen. Wenn wer speziell dafür Experten empfehlen kann - danke!

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 20.09.2023 19:53:44
0
3589394
Bau jetzt ein passendes Brennwertgerät ein, sowie einen "Wärmepumpengeeigneten WW-Boiler" damit hast Du um vernünftiges Geld einmal viel Zeit gewonnen!

Dann schaust Du über den Winter mit welcher VL Temperatur eine halbwegs angenehme Raumtemperatur möglich ist, eventuell um 150,-€ einen Wärmezähler mit installieren, damit hat man wesentlich bessere Daten wenns irgendwann um eine WP geht!

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 20.09.2023 20:05:31
2
3589400
Sehe ich ein bisschen anders.

Erstmal werden mehr Infos benötigt, u.a. Bewohner, Größe, bisheriger Verbrauch, optimalerweise Grundriss mit Angaben über die Heizkörper.

Dann schonmal eins: dezentrale (moderne!) Durchlauferhitzer sind eine der besten Möglichkeiten für Warmwasser. Würde ich nicht entfernen, wenn überhaupt dann ergänzen.

Und zweitens: es wurde noch eine weitere Option vergessen, das Heizen mit LLWP (Klimaanlagen). Ich würde es wahrscheinlich davon abhängig machen, welche Dinge sowieso angefasst werden. Wenn eh der Boden überall neu gemacht wird und du leicht eine FBH einbauen kannst, dann ist das wahrscheinlich die beste Lösung.

Verfasser:
Klebii
Zeit: 20.09.2023 21:05:59
1
3589425
Zitat von SayonaraZetsubo Beitrag anzeigen

Dann schonmal eins: dezentrale (moderne!) Durchlauferhitzer sind eine der besten Möglichkeiten für Warmwasser. Würde ich nicht entfernen, wenn überhaupt dann ergänzen.
[...]


Ja, wenn er Single ist und nur alle 2 Tage duscht.
Wenn der TE da mit einer Familie wohnt, ein ziemlich schlechter Tip.

DL Erhitzer rechnen sich erst, wenn die Bereitstellungsverluste den Verbrauch um den Faktor 2 übersteigen.

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 20.09.2023 22:53:27
1
3589470
Zitat von Klebii Beitrag anzeigen
Zitat von SayonaraZetsubo Beitrag anzeigen
[...]


Ja, wenn er Single ist und nur alle 2 Tage duscht.
Wenn der TE da mit einer Familie wohnt, ein ziemlich schlechter Tip.


Nein. DLE sind bis 2 oder 3 Personen die günstigste und beste Lösung, je nach Verhalten. Erst recht dezentrale DLEs.

Aber auch bei mehr Personen sind DLE sinnvoll, gerade in Kombination der Warmwasserbereitung mit Wärmepumpen.

Verfasser:
Lipa
Zeit: 20.09.2023 23:21:02
0
3589481
Danke euch für die zügigen Antworten. Ich versuche mich mal:

Doppelhaus. Wohnfläche 100 qm + 50qm Nutzfläche. Ein Anbau in der Zukunft wären ca. 20 qm. Eine der drei Aussenwände ist gedämmt mit Einblasdämmung.

Bewohner: derzeit 2 Erwachsene; zukünftig noch 1-2 Kinder. Wir duschen täglich, bei Kindern ist es auf Dauer ähnlich, hoffe ich doch ;). Schreit für mich eher nach zentraler WW-Versorgung.

Grundriss EG & OG:



Der Keller sind zwei Räume zum Lagern und für die Heizung; kein Wohnraum

Boden: OG alte Holzdielen (bis auf Bad); EG alte Holzdielen und Terrazzo (bis auf Küche). Alles 100 Jahre und bleibt für den Charme. Einblassdämmung des Holzbodens denkbar.
Fussbodenheizung machbar daher nur im zukünftigen Anbau, Küche EG und Bad OG, wobei hier auch ein Handtuchheizkörper gewünscht ist.

Heizkörper: klassische Flachheizkörper, etliche Jahre bzw. Jahrzehnte alt. Ich bin bereit (jetzt) alle HKs zu tauschen, wenn wir jetzt alle Wände für Bäder und Elektrik aufstemmen. Lieber einmal gründlich. Heisst auch: theoretisch könnte man HKs nehmen, die langfristig auch die niedrigen Vorläufe mitmachen.

Details pro Raum (Maße / Volumen mit Deckenhöhe und Bilder aller Räume mit Heizkörpern) kann ich ggf. teilen.

Bisherigen Verbrauch habe ich beim Verkäufer angefragt.

Energieausweis: Endenergie 179 kWh (F), Primärenergie 210 kwh (F/G)

Verfasser:
Tmboe
Zeit: 20.09.2023 23:32:08
0
3589482
Gas Verbrauch bisher pro Jahr?

Heizkörper auflisten und Heizleistung bei 50/45 ausrechnen.

Verfasser:
sonnenfreund2021
Zeit: 21.09.2023 01:03:23
0
3589490
Hallo Lipa
Wen Du Lust hast, fängst mit der Theorie und Berechnung Deiner Anlage mit EasyPlan (Download kostenfrei) an. Für weitere Infos nach der Berechnung der Heizlast solltest Du die Infos anschauen, So kombinieren Sie Gas und Wärmepumpe. Das Warmwasser könnte mit Pufferspeicher mit Frischwasserstation ergänzt werden.
1 Planen, Berechnen
2 Hydraulik der Anlage
3 achten auf Module Bauweise (Spart kosten kann nach Bedarf gekauft werden)
MfG.

Verfasser:
TimoB
Zeit: 21.09.2023 06:04:38
1
3589496
Also ICH würde versuchen ein Gas-Brennwertgerät einzubauen. Voraussetzung, dass man das noch bekommt.

Soweit ich weiß, geht das auch nach 01.2024 noch. Ließ dich mal schlau.

Den Tipp mit dem wp-tauglichen Warmwasserspeicher berücksichtigen.

DLE mit bald 4 Personen würde ich nicht machen, bei 2 Personen schon. GGf. eine BWWP.

Der Vorteil von Gas ist hier, dass eine Überdimensionierung nicht so schlimm ist wie bei einer WP, außerdem habe ich Hoffnung, dass die WP-Preise sich noch mal wieder "realisieren".
Dann hast du Zeit dein Haus kennenzulernen und zu sanieren. Fasse Flächenheizungen (zB Wand) ins Auge und informiere dich über Innendämmung. Gerade mit Einblasdämmung lässt sich das gut kombinieren.

Berücksichtige dabei aber, dass Gaspreise auch steigen werden.

Verfasser:
Lipa
Zeit: 21.09.2023 08:38:07
0
3589527
Guten Morgen, vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge. Das weiss ich wirklich SEHR zu schätzen.

Sonnenfreund2021, danke für den strukturierten Ablauf und die Links - auf die freue ich mich schon direkt nach Feierabend. TimoB, auch dein Hinweis fliesst da ebenso mit ein. Umso mehr ich lese tendiere ich zu zwei Optionen: Hybrid oder jetzt nur Gas und Haus erstmal kennenlernen. Keine vorschnellen Entscheidungen.

Eine konkrete Frage noch: Heizkörper. Was würdet ihr tun? Diese zunächst auch lassen oder lieber jetzt wechseln, wo wir Lärm und Dreck im ganzen Haus machen? Wenn ja, in welche Richtung sollte ich schauen?

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 21.09.2023 09:03:43
0
3589538
Mal abgesehen vom Warmwasser (bei dem einige irgendwie wohl nicht gelesen haben, dass die DLEs schon da sind) kommt es bei der Heizung in Zukunft eben hauptsächlich auf die Vorlauftemperaturen an. Und auch der Kauf einer neuen Gasheizung verschiebt das Problem ja nur.

Ich würde daher so wie auch schon von Lipa geschrieben die Prioritäten insbesondere danach setzen, was sowieso gemacht wird.

Heizkörper beispielsweise lassen sich auch noch lange Zeit später austauschen.

An Wände/Boden/Decke geht man wahrscheinlich nicht mehr ran. Daher wäre das jetzt eine Gelegenheit. Wenn Boden wegen der Dielen nicht in Frage kommt, dann bleiben ja immer noch Wände und Decke.

Falls die Entscheidung auf eine Gasheizung fällt, dann rate ich dazu, unbedingt eine Klimaanlage zu installieren. Nach dem Grundriss dann mit einem Innengerät im EG Zimmer 2 (Wohnzimmer nehme ich an) und im OG Flur 3 oder Zimmer 4.

Damit spart man sich jährlich die Hälfte bis 2/3 des Gasverbrauchs ein und spart somit nicht nur viel Geld, sondern kann auch bei steigenden Gaspreisen viel entspannter sein. Gerade bei einem 100 Jahre alten Haus mit wahrscheinlich eher hohem Verbrauch mit ~200kWh/qm.

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 21.09.2023 09:08:54
0
3589543
Achja, im Übrigen halte ich den Grundriss für eher mäßig geeignet für eine ausschließliche Beheizung mit Klimaanlagen.

Verfasser:
Lipa
Zeit: 21.09.2023 09:58:45
0
3589564
Hallo SayonaraZetsubo, danke für deine Antwort.

Eins muss ich kurz klarstellen: die aktuellen DLH sind Jahrzehnte alt und fliegen raus. Neue wären ja bezahlbar, dennoch sei es gesagt.

Heizkörper später tauschen geht problemlos, klar. Wichtig ist aber ja mitzudenken, ob diese in Zukunft größer werden oder dass ich ggf. Steckdosen setze, sofern es HKs mit Ventilatoren werden. Daher die Frage. Ansonsten hast du natürlich recht, ein HK ist schnell gewechselt.

Nochmals zwei Fragen:

Ja, die alten Dielen bleiben - aber Einblasdämmung im Dielenboden wäre ja möglich. Habt ihr Erfahrungen damit?

Das Thema Klimaanlage habe ich von euch hier zum ersten Mal geraten bekommen. Gibt es gutes Material zum Einlesen bzw. könnt ihr ggf. kurz einorden? Ad hoc finde ich bei Google Ergebnisse zu: WP als Klima nutzen, also heizen und ggf. auch damit kühlen. Lieg ich damit richtig? Was ist der Grund, warum das besser funktionieren könnte als z.B. Gas mit HKs?

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 21.09.2023 12:12:06
1
3589636
Zitat von Lipa Beitrag anzeigen
Hallo SayonaraZetsubo, danke für deine Antwort.

Eins muss ich kurz klarstellen: die aktuellen DLH sind Jahrzehnte alt und fliegen raus. Neue wären ja bezahlbar, dennoch sei es gesagt.


Wenn du neue einbaust (teuer sind die ja nicht wirklich, wenn nur ausgetauscht wird), dann achte darauf, dass die neuen "solarfähig" sind. Das ist wichtig, denn nur dann lassen sie sich optimal mit zentralem Warmwasser kombinieren.

Der Vorteil ist hier, dass man das zentrale Warmwasser dann wesentlich wirtschaftlicher dimensionieren kann. Gerade bei Wärmepumpen hat man immer einen Zielkonflikt: man will 1) das Wasser möglichst wenig erhitzen (denn höhere Temperatur bedeutet bei der WP immer überproportional hohen Verbrauch) bzw. so wenig Wasser wie möglich speichern (sonst hat man hohe Bereitstellungsverluste und großen Platzverbrauch) aber gleichzeitig will 2) man natürlich auch immer genügend Warmwasser haben und dieses soll ggf. auch heiß genug sein wenn man mal baden will o.ä.

Man erzeugt also jeden Tag mehr oder heißeres Warmwasser als eigentlich nötig für die wenigen Tage im Jahr wo der Verbrauch sonst so hoch wäre, dass es nicht reicht.

Solarfähige DLEs werden so eingestellt, dass sie nur in zwei Fällen das Wasser erhitzen: nämlich erstens ganz am Anfang, sodass man sofort warmes Wasser hat, ohne erst darauf zu warten, dass das warme Wasser aus der zentralen Versorgung bis zur Entnahmestelle gekommen ist. Und zweitens, falls die zentrale Versorgung nicht mehr liefern kann (bzw. nicht mehr heiß genug liefern kann). Die DLEs machen dann "den Rest", heben also die Temperatur z.B. von 35 Grad auf 40 Grad an.

Man hat somit optimalen Komfort, optimale Sicherheit gegen Legionellen und optimale laufende Kosten. Allerdings sind natürlich die Investitionskosten höher, weil man DLE und zentrales WW einbauen muss.

Zitat:
Das Thema Klimaanlage habe ich von euch hier zum ersten Mal geraten bekommen. Gibt es gutes Material zum Einlesen bzw. könnt ihr ggf. kurz einorden? Ad hoc finde ich bei Google Ergebnisse zu: WP als Klima nutzen, also heizen und ggf. auch damit kühlen. Lieg ich damit richtig? Was ist der Grund, warum das besser funktionieren könnte als z.B. Gas mit HKs?


Nicht besser funktionieren, sondern zusätzlich.

Klimaanlagen sind genau wie andere Wärmepumpen, mit zwei wesentlichen Unterschieden:

1.) Ihre Effizienz ist immer maximal hoch. Also so hoch wie bei einer gleichartigen und perfekt eingestellten Heizungswasser-erhitzenden Wärmepumpe. Schlicht und einfach, weil die Wärme direkt an die Luft abgegeben wird und es keine Probleme mit zu hoher Vorlauftemperatur und schlechter Hydraulik geben kann (bzw. nur vernachlässigbare Probleme im Vergleich). Die Komplexität ist einfach viel geringer.

2.) Dieser Vorteil ist gleichzeitig auch ein Nachteil: weil es kein wärmeverteilendes Heizungswasser gibt wird natürlich nur ein Raum direkt erwärmt (und andere Räume nur indirekt).

Wenn man Klimaanlage und Gasheizung kombiniert, dann erzeugt man den Großteil der Wärme günstig durch die Klimaanlagen und die Gasheizung sorgt "nur" für die gleichmäßige Wärmeverteilung, sodass auch entlegende Räume warm werden; und sie ist auch Backup für extrem kalte Temperaturen.

Es ist somit eine extrem effiziente aber vor allem auch günstige Hybridheizung, denn der Einbau von einer Klimaanlage mit 2 Innengeräten kostet ein paar tausend Euro. Eine "echte" Hybridheizung kostet hingegen eher ein paar zehntausend Euro und lohnt sich daher in deinem Fall aufgrund der Investitionskosten nicht.

Und ja, mit den Klimaanlagen kann man dann natürlich auch Kühlen und vor allem Entfeuchten. Zwar nicht jeden Raum einzeln auf unterschiedliche Wunschtemperaturen, sondern eben nur das ganze Haus im allgemeinen - aber das reicht in Deutschland auch eigentlich locker aus.

Verfasser:
totto
Zeit: 21.09.2023 13:35:19
0
3589670
Gibt schon viele gute Tips hier :-)

Bzgl. HK würde ich nicht pauschal urteilen. Ob das jetzt oder später Sinn macht, hängt davon ab, ob man die aktuellen Anschlüsse benutzen kann oder nicht.

In der Regel werden die neuen ja größer (v.a. breiter und tiefer) sein und es hängt dann von den Platzverhältnissen vor Ort ab, ob man die später ohne Änderungen an der Verrohrung tauschen kann. Wenn ja - dann gehts auch später. Wenn man Wände aufkloppen muss, kann man überlegen, a) ob man den Dreck später noch haben will und b) ob man nicht gleich die Rohre in der Wand tauscht und dabei dämmt (sind bisher ja wahrscheinlich ungedämmt).

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 21.09.2023 14:51:07
2
3589715
Würde, hätte, könnte....

So und nicht anders wird ein Schuh draus:



Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW

Verfasser:
Tmboe
Zeit: 21.09.2023 15:14:42
0
3589721
Wenn die Heizung kaputt ist: Baut man ne kleine 9er Jeisha ein und verbessert hinterher was geht. Überströmventil und Rücklaufpuffer nicht vergessen. Von dem Geld was für die Planung drauf gehen würde und die Zeit in der man elektrisch Heizen muss, hat man ja schon fast die Geisha finanziert.

Verfasser:
SayonaraZetsubo
Zeit: 21.09.2023 15:18:29
0
3589723
Vorausgesetzt man traut es sich zu das alles im DIY zu machen... ;-)

Verfasser:
Tmboe
Zeit: 21.09.2023 15:28:39
1
3589726
Zitat von SayonaraZetsubo Beitrag anzeigen
Vorausgesetzt man traut es sich zu das alles im DIY zu machen... ;-)

Hab meine YouTube SHK Ausbildung im Abendstudium gemacht 😛

Verfasser:
totto
Zeit: 21.09.2023 15:31:25
0
3589728
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
So und nicht anders wird ein Schuh draus:[...]
Er will aber keinen Schuh sondern eine Gebäudeheizung ;-)

Verfasser:
Lipa
Zeit: 21.09.2023 21:06:20
0
3589854
Danke euch für die vielen Antworten.

Mein Vorredner hat recht. Ich bin nicht unbegabt, diverse Dinge mache ich sicherlich selbst - beispielsweise jetzt bei der Sanierung Abbruch, die Böden, Schlitze etc.

Heizung, Gas, Wasser ist jedoch bisher nicht mein Gebiet. Heizkörper wechseln und ähnliches habe ich kein Thema mit, aber das große Ganze überlasse ich den Profis.

Verfasser:
Tmboe
Zeit: 21.09.2023 22:31:58
1
3589876
DIY ohne WW ist jetzt nicht so schwer.

Wenn die Gasheizung den Heizkreis direkt beschickt:

Gasheizung raus, an die Anschlüsse die Monoblock mit Edelstahlflex(sauerstoffdicht) oder Wellrohr (40mm) anbinden.

Ansonsten Heizkreis suchen und da die Monoblock andocken. Den Rest abstöpseln.

Dann alle Ventile auf 5 und einen thermischen Abgleich machen.


Elektro kann ja der Elektriker machen.

Mehr gibt es im Aquarea Club:

Installation einer Geisha

Verfasser:
stefha
Zeit: 22.09.2023 06:41:27
2
3589911
Durchlauferhitzer, mein Denkansatz: Mein Haus ist von 1662, bei allem erlaubten Isolieren (nicht viel "dank" Denkmalschutz) und Nutzungskonzept verbleiben trotzdem einige unbeheizte Bereiche des Hauses (Flure, Treppenhaus, seitlich angrenzender Dachboden), durch die ich WW-Leitungen führen müsste, mit Verlusten ist also zu rechnen.
Noch dazu Stromkosten, um das WW im Zirkularsystem im Kreis herumzupumpen, um an den Zapfstellen sofort verfügbar zu sein.
Alternativ baue ich daher direkt überall dort, wo ich Warmwasser brauche, elektrische Durchlauferhitzer hin und erzeuge das WW genau dort, wo ich es brauche mit max. 50cm Leitung bis zum Wasserhahn.
Erscheint mir als die preisgünstigste Lösung. Habe ich mir bei meinem Elternhaus abgeschaut.

Eltern hatten Reihenhaus "aus dem Bauträger-Katalog", es wurde 1972 erstellt, aufgrund Nähe Waldrand musste damals alles elektrisch sein. Arbeitskollege von Papa hatte dasselbe Haus mitten drin in der Siedlung mit Ölheizung. Papa und Kollege hatten sich später anhand von aufgezeichneten Verbräuchen die Köpfe wundgerechnet, wessen Haus jetzt sparsamer sei.
Ergebnis war, dass in der Gesamtbetrachtung aller zugehörigen Kosten (auch Service, Kaminkehrer, Tankprüfung und -reinigung etc, alles halt) unsere dezentralen elektrischen Durchlauferhitzer billiger waren.
Nochdazu lassen sich Elektrokabel einfacher und billiger quer durchs Haus verlegen als Wasserleitungen.

Diese Info nur als Denkansatz zum grübeln...

Verfasser:
Guber
Zeit: 22.09.2023 08:46:07
0
3589948
Also Schorni#s Daumenrgel ist zwar nicht exakt, aber auch zum Nachgrübeln geeignet: Wenn DLE 1kWh liefern muss, braucht man bei zentralem Speicher 2kWh und mit zentralem Speicher+Zirkulation 3kWh. Mit dem Wirkungsgrad der WP sind die 2 oder 3kWh natürlich mit weniger Stromaufwand bereitstellbar, aber die Dfferenz zwischen DLE und WP bei der Warmwasserbereitstellung ist in der Praxis kleiner als man denkt.

Wen man einen HK tausche kann, kann man eigentlich auch eine Monoblock WP aufstellen. So viel komplizierter ist das nicht, kommen noch ein paar Kabel dazu.
Man ist es nur nicht gewohnt von den Gasheizungen dass man die Heizung auch selbst hinstellen kann.

Jetzt noch Gas einbauen wäre eigentlich ein großer Blödsinn, der mit steigenden Gaspreisen schnell zum teuren Hobby werden kann.

Eine Splitklima zum Kühlen und Entfeuchten im Sommer ist super (Der Monoblock kann kühlen aber nicht entfeuchten mit Heizkörpern) und bietet die Sicherheit zur Not noch 2,4kW Heizleistung drauflegen zu können wenn es mal sein muss.

Wenn es das Budget her gibt würde ich Heizkörper jetzt vergrößern.

Verfasser:
Klebii
Zeit: 22.09.2023 09:28:27
0
3589967
DLE kann man ja recht easy rechnen.

Hier mal ein Beispiel.

Der deutsche Durchschnittsstinker benötigt pro Tag ca. 40l warmes Wasser.

Um 40l von 10°C auf 40°C zu erwärmen werden 1,4KWh benötigt.

Ein 200l Speicher hat typischerweise 50W Verlust. (Steht im Datenblatt). Durch schlechte Dämmung an den Anschlüssen nehmen wir großzügig noch mal 50W.
Das sind dann 2,4KWh/d. (Bei geringeren Temperaturen als 60°C natürlich exponentiell weniger)

Strompreis 30Cent. Gas 10Cent ohne Zirkulation.

1Person ohne Zirkulation:
DLE 42Cent/d
Gas und WP mit AZ3 38Cent/d

3Personen:
DLE 1,26€/d
Gas/WP 0,66€/d

4Personen:
DLE 1,68€/d
Gas/WP 0,80€/d

Als Invest rechne ich nur Speicher vs. DLE. Der Wärmeerzeuger ist ja eh da.
Demnach spricht alles über einer Person für die Nutzung des Wärmeerzeugers. Wobei die baulichen Verhältnisse die Entscheidung sehr individuell beeinflussen können. Zirkulation kann alles zerstören wenn man nicht aufpasst.

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