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Foren
Weishaupt Biblock 12 seit heute in Betrieb - Fragen...
Verfasser:
MoWatt
Zeit: 14.05.2024 21:32:05
0
3708227
Hallo zusammen, nach fast zwei Jahren seit der Bestellung ist heute unsere Biblock in Betrieb genommen worden. Weil es relativ warm ist, läuft sie gerade nicht, aber bei der Inbetriebnahme war die Lautstärke der Außeneinheit ok (hatte ich leiser von einem Referenzobjekt in Erinnerung) und das der Inneneinheit auch ok. Die Biblock steht im Keller und im EG hört man tatsächlich nichts.

KM-Leitungen deutlich unter 9 m, daher so wenig KM, dass keine jährliche Dichtheitsprüfung erfolgen muss.

Zum Objekt: Altbau von 1902 mit 220 qm, nur Heizkörper, keine Dämmung, aber dicke Mauern, Fenster 2-fach verglast. Die HK sind nach dem hydraulischen Abgleich eingestellt worden. WEM-Portal Anmeldung steht noch aus. Verbrach bisher 2 kwh.

Spontan habe ich folgende Fragen:

1. Die Anlage ist außentemperaturgesteuert. Man stellt ja aber die Raumsolltemperatur (z.B. Komfort 21 Grad) ein. Wie wird das berechnet? Raumtemperaturfühler sind offenbar kein Standard. Machen die trotzdem Sinn? Ermittelt die WP dann eine logische VL-Temperatur "gemittelt" aus Außen- und Raumtemperatur?

2. Verständnis hydraulischer Abgleich: Bei einem Altbau mit HK hört man (auch hier im Forum), dass es Sinn macht, die größeren 33er HK zu installieren, um die VL-Temperatur insgesamt zu senken. Jetzt wird aber ein hydraulischer Abgleich gemacht und die HK individuell eingestellt, d.h. durch viele HK fließt nun nicht mehr so viel Wasser, wie durchfließen könnte...Dann würden ja aber 33er HK doch wenig Sinn machen, wenn man die 22er HK schon "drosselt?

3. Ist die Einstellung (Begrenzung) durch das Ventil am HK für den hydraulischen Abgleich das Gleiche wie wenn ich den Durchfluss mittel Thermostat reduziere?

Vielen Dank!!

Verfasser:
RayKrebs
Zeit: 14.05.2024 22:50:33
0
3708246
zu 1.) Das Zauberwort heißt Heizkennlinie (Heizkurve). Ich denke das beste ist, wenn Du es noch nicht hast, lädst Du Dir die Installations- und Bedienungsanleitung von der Weishaupt Webseite runter.

Die Kennlinie ist einstellbar und stellt eine Vorlauftemperatur (VLT) in Abhängigkeit der Außentemperatur (AT) ein.

zu 2.) Wieso, die Raumheizlast ändert sich doch nicht wenn der Heizkörper getauscht wird. Das bedeutet wenn die Spreizung gleich bleibt, bleibt auch der Volumenstrom gleich. Das ganze kann mit dem größeren HK dann allerdings bei niedriger VLT erreicht werden.

Heizleistung [Wh] = Volumenstrom [l/h] * 1,16 * Spreizung [°]

zu 3.) Theoretisch ja, praktisch nein. Das Thermostat hat zwar ein Regelbereich, aber im Prinzip ist es auf oder zu. Die Voreinstellung lässt einen nahezu konstanten Volumenstrom fließen, zumindest wenn der Druck einigermaßen konstant bleibt.

Frage, welche VLT ist mit Deinen 22er im Winter erforderlich?

Bei einer WP bleiben eigentlich die Thermostate quasi voll auf, dafür wird ja der hydraulische Abgleich gemacht und gleichzeitig wird die VLT soweit abgesenkt, damit die Raumtemperatur erreicht wird.

Mit der VLT und der Heizkennline wird eigentlich die Raumtemperatur eingestellt.

Verfasser:
DF1AS
Zeit: 14.05.2024 23:08:56
0
3708253
Zitat von RayKrebs Beitrag anzeigen
Heizleistung [Wh]
Da stimmt was nicht ...

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 15.05.2024 06:12:23
0
3708273
Das "Raumsoll" der Heizung ist erstmal nur ein Wert. Trenne dich am besten erstmal vom Gedanken das ein Raumsoll von 21°C auch wirklich 21°C im Wohnzimmer bedeutet.

Ich habe z.B. bei "Raumsoll" 26, Absenk 23 und bei der Heizkennlinie eine 0,6 eingestellt. Die Kombination aus dem Raumsoll und der Kennlinie sorgt dafür, das es bei milderen Temperatur trotzdem einen Vorlauf über 33 °C hat aber dann nicht ganz so schnell ansteigt wie bei einer Heizkennline von z.B. 1 was ich vorher mal mit der Gasheizung hatte.

Viel Spaß mit der Weishaupt:)

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 15.05.2024 09:16:03
0
3708322
Ok, danke schon mal. D.h. man muss viel ausprobieren und nachjustieren, bis alles optional passt. Ab 18 Grad AT sollte die WP anspringen, hat sie heute über Nacht aber nicht gemacht.

Werde aber mal ausprobieren, die Raumsolltemperatur zu erhöhen, damit auch jetzt bei 17-19 Grad mal die HK warm werden. Im Haus ist es ja noch etwas kühler als draußen (dicke Mauern).

Was ich aber noch immer noch nicht so ganz verstehe ist die Reduzierung der Durchflussmenge durch die Ventileinstellungen im Rahmen des hydraulischen Abgleichs. Ziel ist es doch so viel Wasser wie möglich über so große Flächen wie möglich zu schicken, damit die VL-Temperatur möglichst eingestellt werden kann. Sollte man daher nicht an allen HK die maximale Wassermenge durchschicken, die VL-Temperatur niedrig einstellen und nur da, wo zu heiß (z.B. Schlafzimmer) per Thermostat reduzieren?

Und macht ein Innenraumtemperatursteuerung ggfls. Sinn? Macht das jemand so?

Vielen Dank!

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 15.05.2024 09:38:04
0
3708334
Wirklich testen kannst du erst wenn es kälter wird :/

Die Vorlauftemperatur sollte über die Heizkennline so eingestellt werden, das in jedem Raum die Wunschtemperatur erreicht wird. Bleibt ein Raum trotz maximalen Durchfluss zu kalt ist entweder der Heizkörper zu klein oder die Vorlauftemperatur zu niedrig.

Wenn einzelne Räume zu warm werden, kannst du die ggf. etwas im Durchfluss drosseln.

Die Heizung hat auch eine "Dämpfung", nur weil die Temperatur mal 1 Stunde unter der Heizgrenze liegt verlässt sie trotzdem nicht den Sommerbetrieb. Wenn du also mit "Gewalt" testen willst, musst du die Heizgrenze hochdrehen, bei mit hat der Techniker da mal 25 Grad eingestellt.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 15.05.2024 10:24:34
1
3708347
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Was ich aber noch immer noch nicht so ganz verstehe ist die Reduzierung der Durchflussmenge durch die Ventileinstellungen im Rahmen des hydraulischen Abgleichs. Ziel ist es doch so viel Wasser wie möglich über so große Flächen wie möglich zu schicken, damit die VL-Temperatur möglichst eingestellt werden kann. Sollte man daher nicht an allen HK die maximale Wassermenge durchschicken, die VL-Temperatur niedrig einstellen und nur da, wo zu heiß (z.B. Schlafzimmer) per Thermostat reduzieren?[...]


Per Thermostat reduzieren schon mal gar nicht ,sondern über das Eckventil eingestellt => KEINE thermostatische Regelung!!!

Und überall so viel wie möglich Massenstrom wäre natürlich auch purer Unfug, da die Haushydraulik und die Umwälzpumpe nur begrenzt lieferfähig sind und der Volumenstrom explizit da hingehört, wo er gebraucht wird.

Eine Gäste-WC von 2 m2 erhält daher nicht so viel wie geht (z.B. 100-200 l/h?) sondern nur so viel wie nötig = 10-40 L/h, da spezifisch nur 5-15 L je Stunde und Quadatmeter nötig sind.

Für Wohnräume, die aber kaum hydraulisch überversorgt werden können, gilt die Regel schon eher, so viel wie eben darstellbar, aber auch hier unter der Prämisse, das die Heizkörper auch regelrecht enthitzen können und rauschen soll es natürlich auch nicht! :-)

Es nützt daher nichts, riesige Massenströme über einen 10er Heizkörper zu jagen, wenn der Vorlauf dadurch quasi unenthitzt in den Rücklauf geht und somit die mittlere Heizflächentemperatur immer noch hoch ist, dann gilt es, per Ertüchtigung der Heizflächen (33er oder WP-Heizkörper) das Wasser auch maximal zu enthitzen.

Daher arbeite ich im ersten Schritt meiner Machbarkeitsstudien auch nur bedingt mit spezifischen Raumheizlasten ( die sind oftmals noch gar nicht ermittelt) sondern mit spezifischen Massenströmen und da braucht ein 50 m2 Wohnzimmer generell schon mal etwa 25 mal mehr Volumenstrom als ein Gäste-WC von 2 m2.

On top kommt der Raumtemperaturwunsch, ein Bad erhält tendenziell 30-50 % mehr Massenstrom als Wohnräume, ein Schlafzimmer 20-60 % weniger Massenstrom als ein Wohnraum.

Den hydraulischen Grob-Abgleich kann man daher pauschal schon mal außerhalb der Heizsaison vornehmen (Meßtechnik vorausgesetzt, der Kompressor der WP bleibt natürlich aus ) , der Feinabgleich = hydraulisch-thermisch kann aber erst im Winter erfolgen, je kälter draussen, umso besser. Dabei gilt die Regel, so viel drosseln wie nötig, so wenig wie möglich!

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 15.05.2024 10:34:23
0
3708354
Ja, ich befürchte auch, dass ich erst in 5 Monaten loslegen kann mit den Einstellungen.

@Torsten 74: Bist Du zufrieden mit der Biblock? Auf welche JAZ kommst Du denn?

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 15.05.2024 10:49:22
0
3708360
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Was ich aber noch immer noch nicht so ganz verstehe ist die Reduzierung der Durchflussmenge durch die Ventileinstellungen im Rahmen des hydraulischen Abgleichs. Ziel ist es doch so viel Wasser wie möglich über so große Flächen wie möglich zu schicken, damit die VL-Temperatur möglichst eingestellt werden kann. Sollte man daher nicht an allen HK die maximale Wassermenge durchschicken, die VL-Temperatur niedrig einstellen und nur da, wo zu heiß (z.B. Schlafzimmer) per Thermostat reduzieren?[...]

Das ist das Thema Hydaulischer Abgleich. Dazu mußt Du wissen daß Thermostat-Köpfe an Heizkörpern einen Regelbereich haben. Der funktioniert aus fachlicher Sicht nur, wenn die "Ventilautorität" paßt.

Fachwissen hydraulischer Abgleich - Die Ventilautorität

Damit man die Heizkörper (einigermaßen) unabhängig voneinander auf- und zudrehen kann, muss jeder Heizkörper (mindestens) einen bestimmten Druckabfall "erzeugen".

Ja, das steht genau dem Thema "maximaler Durchfluß" entgegen. Für Wärmepumpen plädiere ich dafür, bei der Berechnung die theroretische Untergrenze der Ventilautorität von 0,3 einzusetzen. Das ergibt als Kompromiß "den meisten Durchfluß".

Verfasser:
PeterAlles
Zeit: 15.05.2024 10:56:01
0
3708362
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
2. Verständnis hydraulischer Abgleich: Bei einem Altbau mit HK hört man (auch hier im Forum), dass es Sinn macht, die größeren 33er HK zu installieren, um die VL-Temperatur insgesamt zu senken. [...]

Radio Eriwan: "im Prinzip ja, aber..."

Ein Haus braucht pro Raum "genau" den passenden Heizkörper.
Ist er zu klein, wird es nicht warm genug.
Ist er zu groß, muss er gedrosselt werden = Durchfluß wird reduziert.

Also einfach blind überall "die größtmöglichen Heizkörper" verbauen, ist Blödsinn, und auch Geldverschwendung. Wenn zufällig herauskommt daß - gemäß einer raumweisen Heizlastberechnung - überall 33er Heizkörper passen würden, ist das schön. Muss aber nicht so sein.

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 15.05.2024 12:49:12
0
3708407
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Ja, ich befürchte auch, dass ich erst in 5 Monaten loslegen kann mit den Einstellungen.

@Torsten 74: Bist Du zufrieden mit der Biblock? Auf welche JAZ kommst Du denn?

Damit man nicht zu sehr durcheinander kommt hier der Link zu meinem ersten Winter mit der BiBlock :) Ggf. findest du auch da noch ein paar Tipps.

Die Arbeitszahl liegt bei knapp 3,9. Ich bin damit wirklich zufrieden.


https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/3706971

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 15.05.2024 13:22:04
0
3708423
Vielen Dank! Zwischendurch war ich mir kaum sicher, ob wir noch über Heizkörper sprechen :-) mit der Gasheizung hab ich alle Jahre mal die HK entlüftet. Aber hier kann jede Anpassung im Zweifel auf Dauer Geld sparen. Im November gibts dann einen längeren Erfahrungsbericht und sicher auch wieder weitere Fragen.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 16.05.2024 10:26:19
0
3708669
Der schwächstversorgte Raum gehört als erster ertüchtigt (Vergrößerung Massenstrom und/oder Heizflächen) denn das führt zu einer geringeren nötigen Heizkurve.

Und so weiter rückwärts optimieren, dann weiter mit dem zweitschwächstversorgten Raum, bis man mit der Heizkkurve und der Arbeitszahl zufrieden ist ( denn besser geht immer....).


Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 16.05.2024 14:04:37
0
3708742
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
1. Die Anlage ist außentemperaturgesteuert. Man stellt ja aber die Raumsolltemperatur (z.B. Komfort 21 Grad) ein. Wie wird das berechnet? Raumtemperaturfühler sind offenbar kein Standard. Machen die trotzdem Sinn? Ermittelt die WP dann eine logische VL-Temperatur "gemittelt" aus Außen- und Raumtemperatur?[...]


Hallo MoWatt,

Deine Frage nach dem Raumtemp.fühler schwebt derzeit noch im Raum...

...also: ich habe bei miener Wp die ersten 8 Wochen ohne Fühler geheizt und ab Ende Jan.dann "mit".

Noch zu "Gaszeiten" hatte ich den hier beschriebenen hydr. Abgleich (= alle HK bekommen soviel Wasser wie sie brauchen und das, obwohl sie durch lange dünne oder kurze dicke Heizungsrohre versorgt werden(!)) und dann den therm. Abgleich gemacht: alle HK voll auf und VLT soweit runter, bis es im ersten dauerhauft bewohnten Raum nach 24 - 48 h nicht mehr behaglich ist.

Mit dieser so ermittelten Heizkurve, die über den Parameter "Steilheit" - also die schon genannten "0,6" oder "1" - und die Raumsolltemperatur bestimmt ist, haben wir dann die WP gestartet. Und wir merkten, dass man "dranbleiben" muss mit der Anpassung der Parameter, bis es über den gesamten AT-Bereich buchstäblich "passt". Das dauert und erfordert Geduld der Lieben. Funktioniert aber!

Was macht nun der Raumtemp.fühler?

Er mißt die RT in dem Raum, wo er installiert ist und teilt sie dem WP-Regler mit. Und im Regler ist einstellbar, um wieviel Grad VLT der Regler von seiner Heizkurve nach oben / unten abweichen darf, um den Raum bei Sonne nicht zu überhitzen bzw. bei starkem Wind nicht zu kalt werden zu lassen. Das spart die letzten 90% Optimierung der Kurve. Und so befeuert die WP die gesamte Hütte.

Aber es gibt nix ohne "aber":

Das klappt nur, wenn man ein eher offenes Haus mit so wenig (angelehnten/geschlossenen) Türen wie möglich hat und es auch gut gedämmt ist. Ansonsten sind die VLT-Bedarfe wegen der durch (fast) verschlossene Türen gekapselten Einzelräme mit ihren unterschiedlichen Himmelsausrichtungen so unterschiedlich hoch, dass es eben nicht klappt.

Bei uns waren die Voraussetzungen ideal:

im OG1 eine einzige große Fläche aus Wohn- und Arbeitsbereich mit bis zu 5 m Höhe (Satteldach ohne Spitzboden) und nur durch eine langen Schrank davon sicht-separiertem Schlafbereich. Nur das Bad ist "betürt". Große Fensterflächen nach Südwest. RT oben knapp unter 20°. EG ebenfalls incl. Diele mit offener Tredppe nach oben durchgehend offen und nur das Gästebad ist "betürt".Ebenfalls große Fensterfläche nach Südwest. RT 20°.

Funktioniert also bei uns mit Raumtemp.fühler perfekt. ERR von den HK sind alle ab - bis auf 2 im Wohnkeller, wo es 2 beheizte Räume (Gästezimmer und Gästebad) gibt, die wir "ohne Gäste" auf 17° halten. Unten ansonsten Schiebetüren. Nur zum Heizkeller und "Versorgungsraum" Stahltüren mit Innendämmung.

Gruß Eddi

PS: ich hab michin letzter Zeit mit 6 Heizungsbauern bzw. Klimatechniker unterhalten über das Thema ERR demontieren und Abgleich: alle 6 haben das gemacht. Deren Ventilköpfe lagern alle im Keller!

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 16.05.2024 14:28:29
1
3708751
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Ab 18 Grad AT sollte die WP anspringen, hat sie heute über Nacht aber nicht gemacht.

Werde aber mal ausprobieren, die Raumsolltemperatur zu erhöhen, damit auch jetzt bei 17-19 Grad mal die HK warm werden. Im Haus ist es ja noch etwas kühler als draußen (dicke Mauern).[...]



....also:

die meisten WP arbeiten heute mit einem Mittelwert für die Außentemperatur, den sie aus den gemessenen AT über einen meist in der Länge einstellbaren zeitraum berechnen. (bei mit sind das 12h, 24 h oder 48 h). Das macht viel Sinn: Je nach Dämmstandard und Wandmasse / Fensterfläche ändert sich die RT in den Innenräumen eher schnell oder sehr langsam auf veränderte AT. Unsere WP darf ab mittlerer AT von unter 13° bei 48 h Mittelung starten.

Bei Dir mit vielen dicken Wänden sind lange Mittelwertzeiten d.h. große Trägheit angesagt: Das wirst Du auch kennen und im Sommer schätzen: im Sommer bleibts innen lange kühl, im Winter kann man abends gut drosseln und es ist immer noch angenehm am nächsten Morgen - wenn man zuvor gut geheizt hat. Weniger magst Du: Ist es aber erst einmal kalt im Raum, braucht man ewig, bis es wieder behaglich ist.

In solchen Häusern ist möglichst wenig "Gefummel" an den HK-Thermostaten angesagt - die ja eigentlich sowieso ganz ab gehören (das waren unisono die letzter Beiträge hier!). Devise ist: laufen lassen und auch die Nachtabsenkung allenfalls nur gering mit 1 - 2° einstellen. Dein Haus ist wärmetechnisch nämlich träge wie ein Tanker - und auf einem Tanker braucht es keinen Kapitän, der auf jede seiner Beobachtungen hin sofort hektisch am Steuerrad und an der Maschinenkraft rumstellt.

Und in der Übergangszeit wie jetzt, wo es draussen 22 ° hat und die Heizperiode keine 2 Wochen her ist gilt: auslassen. Bei Sonne Vorhänge wegziehen und sobald die Luft 1° mehr als die RT hat: Fenster auf und Durchzug! Lass die natürliche Wärme in Dein Haus! Abends Fenster zu - auch nachts...ich weiß: in manchen Ehen wäre das ein Thema mit der Flagge "Scheidungsgrund". Wobei Männer genauso kaltlufthungrig ("Fenster bleibt auf - ich ersticke sonst!!") sein können wie Frauen. Ich hab Glück: wir sind beide keine "Draußenschläfer" ;-) ...ich schweife ab. Daher:

Gruß - Eddi

Verfasser:
WG_Jena
Zeit: 16.05.2024 14:29:53
0
3708752
Zitat von Frank_Pantry Beitrag anzeigen
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
[...]


Per Thermostat reduzieren schon mal gar nicht ,sondern über das Eckventil eingestellt => KEINE thermostatische Regelung!!!

Und überall so viel wie möglich Massenstrom wäre natürlich auch purer Unfug, da die Haushydraulik und die Umwälzpumpe nur begrenzt lieferfähig sind[...]


Gibt es dafür spezielle Armaturen? Oder reicht es, in meinem Beispiel, am roten Verstellring mit den Zahlen von 1 bis 7 den richtigen Wert einzustellen und den Thermostat auf 5. Ich habe schon vergeblich nach den empfohlenen Blindstopfen in der gewünschten Farbe Weiß gesucht.

Verfasser:
RayKrebs
Zeit: 16.05.2024 14:39:08
0
3708756
Ja, genau. Du kannst doch den Thermostatkopf (voll auf) dranlassen, dann brauchst Du auch keinen Blindstopfen.

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 16.05.2024 14:42:10
2
3708760
Man braucht gar keinen "Blindstopfen" wenn einen der Anblick des Eckventils nicht stört.

Alternativ ein Handsteller drauf:



damit lässt sich der hydr.-thermische Abgleich noch ein wenig variieren, um nicht jedesmal am Eckventil herumfummeln zu müssen.

Oder doch den Thermostaten aufschrauben auf 5. :-)

Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 17.05.2024 15:45:30
0
3709081
Ich freu mich schon fast auf den Winter, um die WP ordentlich einzustellen.

Sicherlich nicht besonders aussagekräftig, aber nach knapp 3 Tagen hat die Biblock aus 12 kwh Strom 43 kwh Wärme gemacht. Bei den lauen Temperaturen gar nicht mal so gut, oder? Wäre ja eine JAZ von 3,58. VL war bei max. 35 Grad, was wohl auch als Mindestvorlauftemperatur eingestellt ist.

Strom hab ich am separaten WP-Stromzähler abgelesen, die Wärmeerzeugung an der WP selbst.

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 17.05.2024 16:24:20
0
3709093
Ich freu mich schon fast auf den Winter, um die WP ordentlich einzustellen.Sicherlich nicht besonders aussagekräftig, aber nach knapp 3 Tagen hat die Biblock aus 12 kwh 43 kwh gemacht. Bei den lauen Temperaturen gar nocht nal so gut, oder? Wäre ja eine JAZ

Verfasser:
Torsten74
Zeit: 17.05.2024 16:57:34
0
3709103
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Ich freu mich schon fast auf den Winter, um die WP ordentlich einzustellen.

Sicherlich nicht besonders aussagekräftig, aber nach knapp 3 Tagen hat die Biblock aus 12 kwh Strom 43 kwh Wärme gemacht. Bei den lauen Temperaturen gar nicht mal so gut, oder? Wäre ja eine JAZ von 3,58. VL war[...]

Das ist aus meiner Sicht ok da du wie ich einen externen Stromzähler hast. Meine BiBlock inkl. FriWa hat schon mal 15/16 Watt Standby. Wenn es draußen um 20 Grad warm ist, springt die Heizung für den Ölsumpf oder so an. Dann hat du rund 60 Watt im Standby bis es was kühler wird.

Meine BiBlock steht für heute bei einer AZ von 3,1 und die wird durch den Standby noch leicht fallen.

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 17.05.2024 17:06:34
0
3709105
Zitat von MoWatt Beitrag anzeigen
Ich freu mich schon fast auf den Winter, um die WP ordentlich einzustellen.

Sicherlich nicht besonders aussagekräftig, aber nach knapp 3 Tagen hat die Biblock aus 12 kwh Strom 43 kwh Wärme gemacht. Bei den lauen Temperaturen gar nicht mal so gut, oder? Wäre ja eine JAZ von 3,58. VL war[...]


Hallo MoWatt,

der Wert ist gut. Warum?

Bei den AT draussen nudelt Deine WP an der unteren Modulationsgrenze rum und geht bei Dir sicher immer wieder aus, um nach vielleicht 30 - 60 Min wieder anzugehen ("taktet").

Der COP an der unt. und auch der oberen Modulationsgrenze ist bei alle WP niedriger als der in den Prospekten genannte Wert und die Kurve, die Viessmann mal für ihre 10 kW WP veröffentlicht hat, sieht ungefähr so aus (Frequenz des Drehfelds steht für "% der Maximalleistung"):



Takten macht den COP nochmal schlechter, weil die WP vom Start bis zu dem Zeitpunkt, wo sich stabile Verhältnisse einstellen, mehr Strom für dieselbe Wärmemenge braucht. Deswegen sind zu groß asugelegte WPs immer ein Problem für den Besitzer, weil er neben des höheren Kaufpreises auch noch mehr Strom bezahlen muss. Ist bei foss. Heizungen auch so. Da Gas aber billig ist und schon gar keiner die Gasuhr täglich abliest geschwiege denn die Gasheizung die erzeugte Wärme und die dafür verbrauchte Gasmenge dem Benutzer verrät, merkts keiner (was nicht ok ist). WPs tun das aber aund alle merken es, was ja ok ist.

Gruß Eddi

PS: Was Du mal ausprobieren kannst - wenn die WP denn unbedingt laufen soll (manchmal hilft ein Blick auf das unabhängig im WZ aufgestellte Thermometer, das einem beim Reinkommen aus dem schönen 23° Frühlingswetter und einem "gefühlt kühl hier drin" dann sagt: Du hast 21,5 ° im Raum!!! Uns jedenfalls geht das so...):

WP nachts aus oder auf Absenkbetrieb. Morgens den Fußpunkt der VLT-Kurve um 2 - 3 ° über normalem Einstellwert anheben. Damit zwingst Du die WP ein wenig weg von ihrer unteren Modulationsgrenze und wegen der abgekühlten Räume hat sie dann auch ein wenig zu tun und sollte nicht nach 1 h schon wieder ausgehen. Irgendwann vielleicht gegen Mittag wird die WP das erste Mal ausgehen, weil sie die Wärme nicht los wird. Hier ist der Punkt, die WP auszuschalten. Die AZ müßte dann besser werden. Muss man aber Zeit für haben oder man baut sich dafür ein "Vormittags"-Zeitprogramm fürs Heizen.

Verfasser:
Neoplan
Zeit: 17.05.2024 18:44:51
0
3709129
Die Weishaupt mag niedrige Zimmertemperaturen nicht.
Minimal auf 18° und Raum Soll nicht unter 21°, sonst geht sie nur On/Off

Verfasser:
MoWatt
Zeit: 17.05.2024 20:29:18
0
3709145
Hallo zusammen und eine kurze Frage zum Wochenende: ich habe gerade nochmal die HK entlüftet, da ich für einige HK noch einen speziellen Schlüssel für enge Stelle brauchte. Beim Nachfüllen über die Entsalzungsanlage ging der Druck an der Anzeige der Biblock von 1,4 auf 1,9 bar (wo er auch vorher war) und der Druck am Nanometer an der Entsalzungsanlage stieg schneller und zwar von 1,4 auf 3 bar..??? wie kann das sein? Muss ich jetzt irgendwo Wasser rauslassen wegen einem möglichen Überdruck? Danke und viele Grüße

Verfasser:
Neoplan
Zeit: 17.05.2024 22:14:28
0
3709169

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