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Foren
1 Jahr PV und WP, halbmonatliche Zahlen
Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 15.05.2024 20:35:59
2
3708535
Hallo,

Zum Winter 22/23 habe ich eine WP von LG HM 143MR U34 (14 kW) in die bestehende Ölheizung integriert und erst mal beide Systeme parallel laufen lassen. Nachdem die WP – auch dank der Beratung hier im Forum – vernünftig lief habe ich den Öler im späten Frühjahr 23 ausgebaut. Anfang Mai habe ich dann noch einen separaten Stromzähler für das Haus eingebaut. Hatte mich von Anfang an geärgert, daß der Zweirichtungszähler der PV mir nicht sagt, wieviel im Haus verbraucht wird.

Gesamtanlage (alles DIY) ist im Laufe der Jahre gewachsen und sieht wie folgt aus:
Ca. 170 m² FBH aus 1980, nicht gasdicht, also Systemtrennung nötig, Haus gut gedämmt
Ca. 70 m² Werkstatt, mäßig gedämmt beheizt auf ca. 15°
Solaranlage 5 Kollektoren à ca. 2,5 m², leider gut 30 m zum Speicher
Kaminofen (Sturzbrand) wasserf. 15 kW Gesamtleistung, 10,5 kW wasserseitig
LG Wärmepumpe Monobloc mit 14 kW
PV-Anlage 30 kWh Ausrichtung S-W mit 27°
Batterie 12,8 kWh

Solar und WP arbeiten mit Sole über Wärmetauscher in 1.000 ltr. Puffer mit einer Schichtplatte
Kaminofen arbeitet direkt in den Puffer.

Seit Mitte Mai 23 habe ich halbmonatlich die Erzeugungs- und Verbrauchswerte notiert. Für die Heizperiode von Mitte Mai 23 bis Mitte Mai 24 ergeben sich folgende Zahlen:



Kaminholz ca. 15 m³
Heizölverbrauch bisher rund 1.500 ltr/Jahr
Heizverhalten unverändert.

Finanziell sieht das so aus:

Die nachfolgenden Zahlen sind gerundet:
Die PV-Anlage wurde gekauft Mitte 21, als es keine Zinsen gab, also jeder Invest mit mehr als 0 % gut war. Die Batterie hat seinerzeit 460,- € je kWh gekostet, würde ich zu dem Preis wohl jederzeit wieder machen.

Ertrag (Verkauf) aus der PV-Anlage 25.000 kWh x 7,15 ct = rund 1.800,-- €
Versicherung PV ca. 100,-- €, also 1.700,-- € Ertrag
Strompreis Zukauf 1.750 kWh x 35,3 ct/kWh plus Grundgebühr = rund 800,- €
ergibt dann knapp 45 ct/kWh
Gesamtverbrauch 6.200 kWh x ,0353 = 2.200,-- € Grundgeb. 165,-- €/Jahr = 2.350,-- €
ergäbe dann ca. 37,9 ct/kWh
Einsparung: 2.350 – 800 = 1.550,-- €
Einsparung Heizöl 1.500,-- €

Zukauf Strom für WP (ca. 2.2oo kWh à 35,3 ct/kWh) 800,-- € ergibt 700 € Einsparung. De facto ist die Einsparung höher durch den Anteil Strom aus PV. Taucht in der Zusammenfassung auch nicht auf, da im Gesamtverbrauch und Zukauf enthalten.

Zusammengefasst:
Verkauf Strom 1.700,-- €
Einsparung Stromkauf 1.550,-- €
Einsparung Heizöl 1.500,-- €
Zusammen 4.750,-- €

Gesamtinvest PV incl. Batterie 42.000,-- €
Invest Wärmepumpe (6.550 + Kleinkram) 8.000,-- €

Man könnte das natürlich noch weiter aufdröseln, da hab ich aber keine Lust dran. Kann ja auch nicht sagen wieviel die WP von der Batterie profitiert hat. Deshalb ist ihr Verbrauch in Einsparung Zukauf enthalten. Ich sehe das als Gesamtinvestition von 50.000,-- € und bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

Vielleicht helfen die halbmonatlichen Zahlen auch jemand weiter der glaubt, PV könne im Winter die WP betreiben :-)) Deshalb habe ich die Zahlen auch im WP-Forum veröffentlicht.

Noch eine Anmerkung zur Tabelle:
Zum Verlust sollte nur der Jahreswert betrachtet werden. Einzelne Werte können differieren weil Ablesung Zähler und Auswertung Portal nicht immer zeitgleich sind. Was aber deutlich wird:
Im Winter sind die Verluste höher. Ich vermute mal, es liegt an der Batterie, die dann eigentlich jeden Tag voll entladen wird über Nacht - sofern da was vom Himmel gekommen ist. Es gab Tage, da kam 1 kWh vom Dach!

Gruß
Heinz

Verfasser:
dreamy1
Zeit: 15.05.2024 21:04:36
1
3708543
Hallo Heinz,

danke für die Zahlen!

Ich bekomme übernächste Woche auch eine WP verbaut und die PV kommt auch die nächsten Monate.

Rein monetär betrachtet hast Du 50k investiert und sparst 5k pro Jahr, also liegt der ROI bei 10 Jahren. Ich gehe mal davon aus, dass die WP länger hält und die PV auch...vielleicht kommt der WR mal, aber viel mehr sollte hoffentlich nicht sein.

Ich habe auch lange überlegt, ob ich den Öler weiterlaufen lassen sollte...der ist zwar "erst" 13 Jahre alt, aber schon jetzt sind die Wartungs- und Ersatzteilpreise eine Frechheit (teilweise 3-facher Preis ggü. vor 3 Jahren) und das Ding wird ganz sicher keine 15 Jahre mehr ohne größere Reparaturen durchhalten. Durch die aktuelle Förderung kommen wir mit ca. 12k für die WP hin und die PV kommt auf ca. 9k (Eigenmontage), mit 16kWh-Speicher ca. 15k.
Für die Ölheizung und den WW-Speicher bekomme ich sogar noch gutes Geld, da habe ich nicht lange überlegt und habe hoffentlich für die nächsten 10-15 Jahre wieder Ruhe und eine Heizung auf aktuellem Stand - und ohne BSF und Ölgeruch.

VG
Stefan

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 15.05.2024 22:00:21
0
3708555
Hallo Stefan,

was machst Du mit 16 kWh-Speicher bei 9 kWp????
Bei mir sind 12,8 kWh bei 30 kWp mehr als ausreichend. Mach Dich auch anderswo mal schlau. Das rechnet sich m.E. beim besten Willen nicht

Gruß
Heinz

Verfasser:
dreamy1
Zeit: 15.05.2024 22:05:48
1
3708558
Hallo Heinz,

mit 9k meinte ich 9k€ Invest. Die PV hat 24,5kWp :-)

Zur PV-Speichergröße: da ich einen Hybrid-WR mit starkem Backupzweig (63A, da kann das komplette Haus drüber laufen) habe, wird der Speicher aufgrund der Entladeleistung etwas größer als zur reinen Pufferung technisch notwendig.

Verfasser:
Auszubildender
Zeit: 16.05.2024 07:29:45
1
3708608
Aktuelle Batteriepreise mit LiFePO4 liegen bei deutlich unter 200 €/kWh. Darüber bzw. wie bei Dir mit über dem doppelten rechnet sich der Speicher mehr schlecht als recht...
Ich habe ,,nur" einen 5,12 kWh Speicher der höchstens innerhalb von einem Jahr noch mal verdoppelt wird. Entsprechend passen bei mir die Vollladezyklen und der Speicher ist bei mir mit sehr pessimistischen Zahlen nach 7,7 Jahren abbezahlt. Die pessimistische Haltbarkeit wird ja überall auch nur mit 10 Jahren angegeben, auch wenn man natürlich deutlich über diesen Wert kommen dürfte.

Auf wie viele Volladezyklen bist Du in einem Jahr gekommen?

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 16.05.2024 08:10:41
0
3708620
Hallo,

Auf wie viele Volladezyklen bist Du in einem Jahr gekommen?

Keine Ahnung, wüßte auch nicht, wo ich das evtl. auslesen könnte und ehrlich gesagt, es interessiert mich auch nicht so sehr. Die Anlage läuft problemlos und erst wenn die Batterie ihren Geist aufgibt kann ich für diesen Teil eine Bewertung abgeben. Und das auch dann erst, wenn ich mal 1 Jahr ohne Batterie arbeite.

Noch als Ergänzung:
PV ist von einer Firma installiert worden. Da war ich wohl etwas übermütig als ich schrieb "alles DYU" :-( Da wirst Du heute sicher nicht bei 200 € je kWh liegen, oder?

Gruß
Heinz

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.05.2024 08:57:56
0
3708637
Zitat von Auszubildender Beitrag anzeigen

Auf wie viele Volladezyklen bist Du in einem Jahr gekommen?
[...]

Habe einen 6kWh (brutto) Speicher und eine 22kWp PV. Ich komme auf ca. 280 Vollladezyklen. Bei der Entladung ist es natürlicherweise aufgrund der Verluste weniger. Das ist aber nicht vergleichbar, da es von der Effizienz des Speichers abhängt. Bei deiner Speichergröße solltest du auch auf ca. 260-300 Vollladezyklen kommen. Hängt halt stark von der Größe und Ausrichtung der PV, sonstigen Verbrauchern (BEV, WP, KWL, etc), Grundlast sowie der Anwesenheit am Tag an. Je nach Konstellation bist du dann bei 300 oder bei 260. Ich denke, mit 280 wirst du gut deine Realität treffen.

Grüße Nika

Verfasser:
dreamy1
Zeit: 16.05.2024 11:17:56
1
3708679
Zitat von Auszubildender Beitrag anzeigen
Aktuelle Batteriepreise mit LiFePO4 liegen bei deutlich unter 200 €/kWh. [...]


10kWh für <2000€? Irgendein Noname vielleicht, würde ich niemals einbauen.

Sungrow und BYD liegen beispielsweise eher bei 350-450€/kWh. Am Ende muss der Speicher ja auch vom Hersteller des Hybrid-WR freigegeben sein...da bleibt nicht soviel Auswahl.

Verfasser:
erbes
Zeit: 17.05.2024 07:08:17
0
3708930
Also Speicher von LG findet man mittlerweile für 2800euro bei 9,6kWh oder 4400euro bei 16kWh.
Ich könnte heulen, mache es aber nicht. hab damals (vor zwei Jahren noch viel mehr bezahlt).

Verfasser:
Frank_Pantry
Zeit: 17.05.2024 11:43:46
1
3709007
Es bleiben Tagesspeicher, wo man den Tagesüberschuss mit in die Nacht nimmt, mehr nicht!!
Und im Kern-Winter wird eh nichts eingespeichert, also kann auch nichts ausgespeichert werden.

200 €/KWh und 10 KWh ist noch ein nachvollziehbares Geschäft (kann sich lohnen, muss aber nicht) , für alles deutlich drüber verdient nur der Verkäufer.


Gruß
Dipl.-Ing. Anlagentechnik
Frank-Rolf Roth
www.waermepumpendoktor.com
(Planung, Baubegleitung, Anlagen-Optimierung, Betreiberschulung)
Referenz-Wärmepumpenanlage der Energieagentur-NRW

Verfasser:
dreamy1
Zeit: 17.05.2024 11:56:40
1
3709015
Ich denke, das hängt auch von der Größe der PV ab, von der Grundlast des Hauses sowie vom Heizbedarf bei WP. Wenn bei "großer" PV auch bei schlechteren Lichtverhältnissen tagsüber soviel eingespeichert werden kann, dass dies zumindest für die Grundlast über Nacht (ohne WP) reicht, kommt da schon einiges übers Jahr zusammen. Bei wenig Heizbedarf und demzufolge niedrig modulierter WP über Nacht natürlich noch mehr.

Laut SMA Rechner wäre ich mit Speicher auch in <7a in der Gewinnzone, ohne Speicher bei <4a (DIY wohlgemerkt).

Ist aber schon beeindruckend oben in der Aufstellung, dass über 6 Monate quasi 100% Autarkie da ist. Den Anteil des Speichers daran sieht man leider nicht.

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 17.05.2024 18:53:36
0
3709131
Hier mal eine Grafik, wo man den Speicher-Anteil separat ausgefasst hat.


9,5 Kwp mit 18 kWh Speicher (netto).
Verbraucher sind Haushalt, WP u. BEV m. 15.000 km/a.
Nach 6 Monaten sollte sich der Autarkie-Grad bei 50% einpendeln, was grob für ein ganzes Jahr gilt.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 17.05.2024 19:37:16
2
3709137
Hallo,

Ist aber schon beeindruckend oben in der Aufstellung, dass über 6 Monate quasi 100% Autarkie da ist. Den Anteil des Speichers daran sieht man leider nicht.

Wie gesagt sehe ich PV und Batterie als ein Paket so wie ich es auch gekauft habe. Andere sind da evtl. messtechnisch besser aufgestellt und könnten das besser aufzeigen. Nur als grober Anhalt: Derzeit sind am Morgen noch 70% in der Batterie, wenn die WP läuft meist 8 % (= min), zumindest in November bis Mitte Februar

Meine Intention war ja eher aufzuzeigen, wie sich der PV-Ertrag im Laufe des Jahres verteilt hat. So kann man doch eher Schlüsse ziehen, welchen Anteil PV am Verbrauch einer WP haben könnte. Wenn's dem ein oder anderen hilft bei der Planung - um so besser.

Gruß
Heinz

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 18.05.2024 15:36:00
1
3709335
Zitat von Karker Rabau Beitrag anzeigen
Hallo,

Zum Winter 22/23 habe ich eine WP von LG HM 143MR U34 (14 kW) in die bestehende Ölheizung integriert und erst mal beide Systeme parallel laufen lassen. Nachdem die WP – auch dank der Beratung hier im Forum – vernünftig lief habe ich den Öler im späten Frühjahr 23 ausgebaut.[...]


ich finde das klasse, dass Du diese Zahlen teilst!!!

Verständnisfrage:
"Eltako" ist der Eltako-Zähler der nachgerüstete Eigenbedarfszähler für Haushaltstrom? Und die WP hat keinen eigenen Zählerstromkreis, sondern wird über den Haushaltsstromzähler mitversorgt?

Dann eigentlich nur folgende Frage:
Ist die Spalte "davon WP" also der gemessene Strombedarf der WP?

Falls ja, kan man schnell den Deckungsanteil des Strombedarfs der WP mit Eigenstrom ausrechnen und als "%" des Strombedarfs abbilden. ich hab das mal gemacht, weil ich neugierig war:



Habe ich beim Verständnis Deiner Zahlenreihen einen groben Dreher? Es ist bei mir ein kleiner Tippfehler von 9 kWh in der Summe beim Zukauf drin; war zu faul, den zu suchen....

Falls nein:
Demzufolge wären es etwa 30%. Was ich angesichts der Tatsache, dass man ausgerechnet in den sonnenarmen Monaten viel WP-Strom braucht, gar nicht so schlecht ist. Allerdings muss herausgestrichen werden, dass Deine PV-Anlage mit 30 kWpeak keinesfalls Normalfall, sondern schon ein echter Brummer ist!! Bei kleineren Anlagen bleibt damit, wie Du schon schreibst, (fast) nix für die stromintensive Phase der WP übrig.

Fazit: PV hilft mir super, wenn ich Eigenbedarf decken will und die Anlage sollte aus Wirtschaftlichkeitsgründen auch eher groß dimensioniert werden, um in Q4/Q1 einerseits noch gute Deckungsgrade zu erzielen, andereseits nennswerte Gewinne durch Verkauf des Überschußstroms gerade in Q2-Q3 zu erzielen.

Gruß Eddi

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 18.05.2024 19:18:28
0
3709385
Hallo Eddi,

danke für das Kompliment :-))

Es sind zwei Eltako-Drehstromzähler installiert: Einer mißt den gesamten Stromverbrauch im Haus incl. WP und der zweite ist nur für die WP incl. der darin verbauten Umwälzpumpe. Deshalb diese Reihe auch kursiv.

Für mich ist eigentlich nur der Gesamt-Deckungsgrad durch PV incl. Batterie interessant. Der liegt bei über 70 %. Wie Du den Anteil für die WP herausliest erschließt sich mir nicht. Steh ich da auf dem Schlauch?

Gruß
Heinz

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 19.05.2024 08:40:58
0
3709433
Hallo Heinz.

Sehr lehrreiche Messreihe. Vielen Dank dafür!

Ich betrachte mal die finstere Periode 2/Nov. bis 2/Jan.
Da verkaufst Du lt. Netzzähler 592 kWh und kaufst 1462 kWh.
Ist irgendwie ärgerlich, die 592 kWh ins Netz zu schieben und kurz darauf für den fünffachen Preis wieder zurückzukaufen, oder?

Lässt sich das regelungstechnisch nicht zumindest teilweise verhindern?
Etwa indem Du während der hellen Tagstunden die WP mit höherer Temperatur (also länger) laufen lässt und dafür nachts und am frühen Morgen niedriger / kürzer?
Bei der Luftpumpe ist das ja sowieso besser, weil Du die während der hellen Tagstunden wegen der höheren AT auch mit besserem COP fahren kannst.

Grüße
Bernd

Verfasser:
thaistatos
Zeit: 19.05.2024 09:32:20
0
3709443
Das muss kein Problem der Steuerung sein, sondern kann einfach der ungleichmässigen PV Erzeugung geschuldet sein.
Eine 30 kWp Anlage kann an wenigen Sonnentagen soviel Überschuss erzeugen, dass man davon auch mit Speicher nichts in die nächsten Tage / Wochen retten kann.

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 19.05.2024 11:40:55
0
3709479
Hallo,

genauso ist es. Das wäre nur mit einer noch wesentlich größeren Batterie - völlig unwirtschaftlich - zu lösen.

In der Übergangszeit mach ich das schon so: die WP läuft 2 Stunden vor dem Aufstehen ca. 3 Stunden und dann am Nachmittag, falls der Kaminofen nicht genug geliefert hat nochmal 3 Stunden.

Gruß
Heinz

Verfasser:
Bernd_K
Zeit: 19.05.2024 16:32:29
0
3709510
Hallo Heinz.

die WP läuft 2 Stunden vor dem Aufstehen ca. 3 Stunden und dann am Nachmittag, falls der Kaminofen nicht genug geliefert hat nochmal 3 Stunden.


Damit blockst Du aber den Stromverbrauch durch die WP in der Zeit, in der die PV oft am meisten liefert. Und zum Teil auch in der Zeit, in der die AT am höchsten ist.

Du hast doch FBH und damit eine ziemlich große Speichermasse, neben dem 1000L Puffer. Und es dauert sicher auch recht lange, bis die in die FBH geschobene Energie in der Raumluft ankommt.
Hast Du mal versucht, die WP grundsätzlich zwischen - sagen wir - 9 und 16 Uhr so lange wie möglich laufen zu lassen, dabei das Haus ggfs. um 1-2°C zu überheizen und dann - falls notwendig - den Kaminofen abends anzuwerfen?
Durch die Überheizung des Hauses verlierst Du kaum COP, da die höhere AT tagsüber das kompensieren wird.

Grüße
Bernd

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 19.05.2024 18:38:47
0
3709553
Hallo Bernd,

Du vergißt meinen Kaminofen, der fast jeden Tag in der Heizperiode läuft.
Den Strom verkauf ich dann doch lieber :-) wobei - erst wird ja die Batterie geladen und die reicht an vielen Tagen um die WP am Morgen anzutreiben.

Und mit dem Estrich als Puffer hab ich es nicht so. Wir wünschen gleichmäßige Temperaturen im Wohnbereich.

Gruß
Heinz

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 20.05.2024 12:33:12
0
3709677
Zitat von Karker Rabau Beitrag anzeigen
Für mich ist eigentlich nur der Gesamt-Deckungsgrad durch PV incl. Batterie interessant. Der liegt bei über 70 %. Wie Du den Anteil für die WP herausliest erschließt sich mir nicht. Steh ich da auf dem Schlauch?[...]


Hallo Heinz,

die Konfiguration der 2 Eltako-Zählker ist jetzt klar: Deine Tabellenspalte mit der Überschrift "Strom Haus" ist Haus incl. Wp und die Spalte "davon WP" ist nur die WP - richtig?

Dann hab ich einfach mal unterstellt, dass
- die Deckung des Haushaltstrombedarfs aus der PV Prio1 hat
- der noch übrige PV-Strom dann in Prio 2 der WP gegeben wird (das reichte nicht immer)
- bevor der dann evtl. noch übrige PV-Strom als Prio 3 eingespeist wird.

Ich hab dank Deiner Nachfrage einen Rechenfehler entdeckt, den ausgebaut, mal alle Spalten eingeblendet und ein paar Überschriften verständlicher gemacht - mit Deinen Spaltenangaben habe ich jetzt folgendermaßen gerechnet:

meine berechnete Spalte PV eigen = PV erz. - Verk.

meine berechnete Spalte Strom Haus abzgl. WP = Strom Haus - davon WP

meine berechnete Spalte PV übrig = PV eigen - Strom Haus abzgl. WP - Zuk.
Erklärung: den nötigen Zukauf habe ich hier in Anrechnung gebracht, weil der PV-Strom nicht immer für den Bedarf der WP reichte. Neg. Ergebnisse sind ausgenullt..

meine berechnete Spalte PV v WP verbr. = PV übrig(wenn PV übrig < davon WP) bzw. = davon WP (wenn PV übrig > davon WP)

meine berechnete Spalte % Eigenstrom f. WP = PV v WP verbr / davon WP * 100

hier die vielleicht jetzt besser verständliche Tabelle:



in der 3. Spalte:
Grün ist 100% PV-Deckung,
gelb = anteilige PV Deckung,
rot = 100% Netzstrom

Gruß - Eddi

Verfasser:
Karker Rabau
Zeit: 20.05.2024 14:41:25
0
3709707
Hallo Eddi,

jetzt bin ich vom Schlauch gestiegen :-)

Wenn es ganz genau sein soll mußt Du auch noch die Verluste mit einrechnen, ergibt aber wohl nur Stellen weit hinter dem Komma.

Was Deine Aufdröselung meiner Tabelle aber noch deutlicher zeigt: von Mitte November bis Mitte Februar bleibt trotz der großen PV-Anlage nichts für die WP übrig. Indirekt kann man das auch aus meiner Tabelle ablesen: Zukauf und Verbrauch WP halten sich in der Zeit ungefähr die Waage. Bei taggenauer Betrachtung sieht das teilweise extrem aus. Wir hatten Tage im Winter, da kam gerade mal 1 kWh vom Dach, der 5. Febr. brachte dagegen 83,5 kWh.....

Gruß
Heinz

Verfasser:
Eddi Lang
Zeit: 20.05.2024 18:37:47
0
3709754
Zitat von Karker Rabau Beitrag anzeigen
Hallo Eddi,

jetzt bin ich vom Schlauch gestiegen :-)

Wenn es ganz genau sein soll mußt Du auch noch die Verluste mit einrechnen, ergibt aber wohl nur Stellen weit hinter dem Komma.

Was Deine Aufdröselung meiner Tabelle aber noch deutlicher zeigt: von Mitte[...]


... :-)

Ich fands auch ernüchternd, dass trotz der immensen PV-Kapazität in der Zeit,wo die WP den meisten Strom braucht, so gar nix über ist für das schuftende Ding. Ich glaube gern, dass das auf Tagesbasis viel krasser ist!

Gruß Eddi

Verfasser:
Daddy57
Zeit: 21.05.2024 01:12:10
4
3709810
Naja, so gar nichts stimmt ja dann auch nicht.
Im Januar hatte ich 16% solare Unterstützung.
Die PV ist nicht sehr groß und ein BEV wurde auch noch versorgt.
Und die WP war sehr hungrig, weil die Damen gern 23° in der Bude haben wollten.
Dafür ist die Übergangszeit fast autark.
Im April 59% und im Mai bislang 92%.
Warmwasser für viele Monate dazu fast gratis ;-) .

Verfasser:
DMS20
Zeit: 21.05.2024 15:49:29
0
3709945
Zitat von Daddy57 Beitrag anzeigen
Naja, so gar nichts stimmt ja dann auch nicht.
Im Januar hatte ich 16% solare Unterstützung.
Die PV ist nicht sehr groß und ein BEV wurde auch noch versorgt.
Und die WP war sehr hungrig, weil die Damen gern 23° in der Bude haben wollten.
Dafür ist die Übergangszeit fast[...]
16% wovon?
Du schreibst, dass Du WP (23° RT), BEV und eine eher kleine PV betreibst.

WP im Januar, also kalt draußen, sehr milde geschätzter Heizwärmebedarf 1200kWh, mCOP3
=> 400kWh für die WP
BEV 1000km, 20kWh/100km
=> 200kWh für das BEV
Haushaltsstrom 2400kWh/12
=> 200kWh Monatsbedarf für den Haushalt

Summe: 800kWh für den Januar, davon 16% => 128kWh

Das käme für eine kleine PV im Januar ganz gut hin.

Hier geht es aber um den Deckungsbeitrag für die WP, der ja immer wieder gerne als Argument für die WP angeführt wird.
Da im Haushalt ja schon ~200kWh verbraucht werden, bleibt für die WP eigentlich gar nichts übrig, außer vielleicht an einzelnen Tagen mit Sonne pur.
Und da zeigen die Tabellen von KarkerRabau und EddiLang das gleiche Ergebnis: In den kalten Monaten trägt die PV ehrlicherweise praktisch nichts zur Heizung bei.

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