Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Alle akzeptieren" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.
Ihre Cookie-Einstellungen
Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Privacy Icon
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Privacy Icon
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Datenschutzhinweise

Alle
Foren
Anlage aus 2009 - Reparatur oder Austausch?
Verfasser:
DaisyD
Zeit: 10.07.2024 10:30:34
0
3723719
Guten Morgen,

ich habe im Winter ein (ungedämmtes) Reihenmittelhaus mit Flachdach Baujahr 1928 gekauft.

Die Heizungsanlage wurde im Jahr 2009 von der damaligen Mieterin (!) angeschafft, die dort insgesamt über 40 Jahre gewohnt hat. Die Mieterin ist eine 80jährige Französin gewesen, die nach Belgien gezogen ist - daher aktuell keine Möglichkeit, einfach mal wegen irgendwas im Haus bei ihr nachzufragen. Verkäufer gibt sich komplett ahnungslos.

Es gab und gibt nach Aussage des Verkäufers keinerlei Unterlagen zu der Anlage, außer einem Angebot eines HB, das die Mieterin damals dem Eigentümer geschickt hatte zwecks Genehmigung des Einbaus (leider auch ohne den Namen des HB, nur die Aufstellung der Elemente und deren Preisen).

Hier die Bezeichnungen der Einzelteile aus diesem Angebot von 2009:

- PARADIGMA Gasbrenntwertkessel Modula II 4-20 kW mit Regelung SystaComfort und Heizungspumpe Grundfos UPS 25-40
- OPTIMA Speicher (550 Liter)
- Vakuum-Röhrenkollektoren CPC 21 Star azzurro (2 x 3,5 qm)
- Solarstation ST Aqua
- Solarregler SystaSolar Aqua
Hinweis: Das Haus hat wie die Nachhäuser ein (noch zu dämmendes) Flachdach.

Ich ging natürlich davon aus, dass die gesamte Anlage zwar älter, aber ansonsten intakt ist.

Kurz nach Übernahme des Hauses:
- Wasserschaden im OG bei den Nachbarn
- Schornsteinfeger aufs Dach (Glücksfall, dass der eh wegen eines anderen Nachbarn rauf musste)
- Schornsteinfeger hat fotografiert
- Fotos zeigen ziemlich verschmutzte Spiegelflächen in den Kollektoren und ein paar zerplatzte/ geborstene Röhren
- anschließend Dachdecker (wegen Angebot Dämmung des Dachs) + HB (u.a. Paradigma) zusammen aufs Dach
- zwischenzeitlich hatte ich erkannt, dass Makler oder Eigentümer vor Verkauf/ Winter die Anlage vom Strom getrennt haben müssen (war die einzige Sicherung, die nicht drin war am Tag der Übergabe)
- mir ist noch in Erinnerung, dass der Makler sagte, diese Solaranlagen würden "Frostschutzmittel" in den Röhren führen, das sei toll...
- AHA... ein Blick ins Internet und ich weiß, dass das nicht stimmt bei diesen Kollektoren
- HB erklärt beide Kollektoren für defekt (wie vermutet Diagnose "Frostschaden")
- HB macht Angebot für zwei komplette neue Kollektoren (zusammen mit Einbau und Kleinigkeiten etwa 7.000 EUR netto
- im Angebot spricht er dann plötzlich aber davon, dass "zumindest einer der Kollektoren durch Frostschaden zerstört sei"
- auf Nachfrage meint er, er müsse dann wegen des zweiten Kollektors wohl noch mal auf Dach und nachsehen, ob der auch kaputt sei, er plädiere aber für einen Kompletttausch der Kollektoren
- an dem Gaskessel hatte er so grundsätzlich nicht allzu viel auszusetzen, konnte ihn aber wegen der defekten Solarmodule (Fehlermeldung) nicht testen.

Das ist die Situation.

Nun meine Fragen:

Was tun? Ich habe nun drei HB mit Paradigma-Erfahrung und Expertise (laut ihrer Webseiten und der Paradigma-Monteursuche) da gehabt.

Nr. 1 - siehe oben: Röhrenkollektorentausch komplett und einige Einzelteile am Kessel bzw. zwischen Kessel und Wasserspeicher sollten getauscht werden.

Nr. 2 - sagt: Solaranlage kann man wieder in Ordnung bringen, nach den Fotos zu urteilen, nur Austausch einzelner zerstörter Röhren notwendig. Ansonsten ist die Anlage alt und sollte ausgetauscht werden gegen etwas Anderes, z.B. eine Wärmepumpe. testen könne man die Anlage jetzt gar nicht, da ja die Röhren kaputt seien und das Wasser dann auf dem Dach (wahrscheinlich) auslaufe - und überhaupt könne man ja gar nicht genug Druck auf die Anlage bringen, um sie zu testen, der Druck sei aktuell viel zu niedrig. Fazit: nicht genau hingeguckt, aber eine neue Anlage ist in jedem Fall besser. Würde mir auch gegen schriftliche Bestätigung (von was?) einen neuen Gasbrenntwertkessel von Paradigma einbauen, wenn ich das möchte.

Nr. 3 - sagt: einen neuen Kessel könne er mir nicht einbauen, ein solcher eins-zu-eins-Tausch sei nicht mehr zulässig bzw. nicht sinnvoll. Gecheckt: Er scheint leider recht zu haben nach Durchsicht aller Regelungen im GEG hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Regelungen (für Interessierte siehe unten**).

Allerdings sagt Nr. 3 auch, dass , sollte sich herausstellen, dass die Kollektoren einfach durch neue Röhren wieder instand gesetzt werden können und dann die gesamte Anlage an anderer Stelle nicht funktionieren sollte, man die Anlage ohne Weiteres noch einige Jahre mit Ersatzteilen am Leben halten und problemlos mit dieser heizen kann. Zudem könne er mir im Grunde alle Komponenten innen drin erneueren/ersetzen und dann hätte ich quasi eine innen drin komplett neue Technik, außen aber eben noch die alte Modula II Hülle... und eine Wärmepumpe würde er erst anschaffen, wenn klar sei, dass genug Strom da sein in den nächsten 20 Jahren und die Stadt nicht mit ihrem Wärmeplan bestimmen würde, dass ich ans Fernwärmenetz angeschlossen werden soll. Dann wäre die WP nämlich auch rausgeschmissenes Geld. Er rät daher zu Reparatur.

Das klingt wie eine Umgehung der gesetzlichen Vorschriften, und zugleich leider auch sehr sinnvoll, wenn es denn technisch wirklich so unproblematisch ist ;-) Zumal ich in einem RMH nicht so sicher bin, dass eine Wärmepumpe aktuell so funktionieren würde. Die Abstände muss man ja nicht mehr einhalten, aber doch wohl die Lautstärkebegrenzungen und so eine Pumpe ist ja nicht gerade leise. Und aufs Dach, wo sie niemanden stört, kann man sie vermutlich nicht stellen... Der Garten ist vorne und hinten recht klein, so dass man sie zudem bei entsprechender Entfernung vom eigenen und von den Nachbarhäusern zumindest optisch als Störfaktor ausmachen würde?

Kann mir jemand ganz unduselig und gefühllos bitte sagen, was der beste Weg ist?

Vielen, vielen Dank an diejenigen, die es bis hier unten geschafft haben und willens sind, Ihr immenses Wissen mit mir zu teilen und vielleicht zufällig auch noch Erfahrungen mit der Modula II und den anderen Komponenten haben...!!!

Herzliche Grüße
Daisy



** § 71 Absatz 9 GEG: "Der Betreiber einer mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff beschickten Heizungsanlage, die nach Ablauf des 31. Dezember 2023 und vor Ablauf des 30. Juni 2026 oder vor Ablauf von einem Monat nach der Bekanntgabe der Entscheidung nach Absatz 8 Satz 3 eingebaut wird und die nicht die Anforderungen des Absatzes 1 erfüllt, hat sicherzustellen, dass ab dem 1. Januar 2029 mindestens 15 Prozent, ab dem 1. Januar 2035 mindestens 30 Prozent und ab dem 1. Januar 2040 mindestens 60 Prozent der mit der Anlage bereitgestellten Wärme aus Biomasse oder grünem oder blauem Wasserstoff einschließlich daraus hergestellter Derivate erzeugt wird. Wollte ich die Ausnahme aus §71h GEG (Solarthermie-Hybridheizung) ziehen, müsste die Anlage einen Anteil von mindestens 60 Prozent der aus der Biomasse-, Gas- oder Flüssigbrennstofffeuerung bereitgestellten Wärme aus Biomasse oder grünem oder blauem Wasserstoff einschließlich daraus hergestellter Derivate erzeugen. Das wird also nichts, wenn ich über den 1.01.2029 hinaus mit meiner Heizung leben will im bisherigen Setup. Ich verschiebe bei Neueinbau einer aktuellen Modula also mögliche Investitionen lediglich ins Jahr 2028... Das ist keine langfristige Lösung.

Verfasser:
Carsten Kurz
Zeit: 10.07.2024 10:50:53
0
3723728
Lebst Du da alleine oder mit Kindern? Bei zwei Kollektoren dürfte die Anlage lediglich zur Warmwasserbereitung laufen, oder jedenfalls zum Heizen kaum beitragen. Damit ist eine Reparatur zu den genannten Preisen unwirtschaftlich. Es könnte zwar theoretisch aus taktischen Gründen sinnvoll sein, sie im Hinblick auf einen zukünftig zu erbringenden nicht-fossilen Anteil weiter zu erhalten. Aber nicht für 7000€.

Du bräuchtest mal einen Heizungsbauer, der sich anschaut, wie die Funktion der Solarthermieanlage eingebunden ist. Dass die Heizung mit den geborstenen Röhrenkollektoren nicht in Betrieb zu nehmen ist, dürfte Unfug sein, die muss so installiert sein, dass man die aus dem Heizbetrieb rausnehmen kann, also den Solarthermiekreislauf absperren.

Röhrenkollektoren sind teuer und etwas aus der Mode gekommen, weil sie relativ anfällig sind.. Für wenig Geld sollte man sie gegen einfachere Flachkollektoren austauschen können. Wieviel Platz ist denn ggfs. noch auf dem Dach für Photovoltaik?

Wieviel qm hat das Haus? Was für/wie viele Heizkörper sind verbaut?


Ich glaube, ich würde

- Photovoltaik demontieren
- Dach dämmen
- ggfs. neue Kollektoren drauf setzen
- existierenden Gaskessel weiter betreiben
- nach einer Verbrauchsanalyse in einigen Jahren und ggfs. weiteren Änderungen eine Umrüstung auf WP planen

Verfasser:
WaveX
Zeit: 10.07.2024 10:56:30
1
3723730
Auf Fernwärme warten würde ich nicht warten. Man weiß meist nicht wann und ob was kommt. Dann ist das ein Monopol und mit irgendwelchen dubiosen Contracting-Verträgen kann das richtig teuer werden. Dem wäre man quasi hilflos ausgeliefert.
Meine Meinung zu der technischen Anlage: ich würde alles rausschmeißen und wenn möglich Wärmepumpe und PV. Keine Solarthermie.
Lass erstmal deine Heizlast bestimmen und dann schauen was es da für möglichst kleine bzw. leise WP gibt. Geh aber nicht zu dem nächst besten Energieberater, der rechnet dir da sonst was zusammen und die WP wird sinnlos überdimensioniert.

An den alten Sachen würde ich nichts reparieren lassen. Es gibt dann nur auf die neuen Sachen Gewährleistung, geht an den alten Teilen was kaputt musst du das zahlen. Das wird nur gefrickel.
Einmal alles neu machen und dann weiß man auch was von wem gemacht wurde. Steigert auch den Wert der Immobilie und mindert die Ausfallwahrscheinlichkeit.

Verfasser:
Carsten Kurz
Zeit: 10.07.2024 11:08:25
0
3723735
Ein funktionierender Brennwertkessel aus 2009 ist kein Gefrickel.

Eventuell mal am Kessel suchen, da sind eigentlich immer irgendwelche Aufkleber drauf, die auf den einbauenden oder zumindest die Wartung durchführenden Betrieb hinweisen.
Mit einiger Sicherheit hat der zuständige Schorni das auch noch in seinen Unterlagen.

Verfasser:
joe115
Zeit: 10.07.2024 17:46:57
0
3723841
Such dir Jemanden, der nicht verkaufen will. Leichter gesagt wie getan, aber vllt findet sich in der Verwand- oder Bekanntschaft Jemand mit 2 rechten Händen und einem Grundverständnis, wie eine Heizungsanlage funktioniert. Ansonsten einen Heizi gezielt beauftragen, die Solaranlage außer Betrieb zu nehmen - der sollte auch einfache Klemmarbeiten an der Elektrik durchführen dürfen.

Die Solaranlage lässt sich mit fast 100% Wahrscheinlichkeit separat außer Betrieb nehmen (iw Pumpe und Steuerung). Sie dürfte nur an den 500l WW-Speicher mit einem eigenen Wärmetauscher angebunden sein und sonst keine hydraulische Verbindung mit dem Heizsystem haben. Der Gasbrennwertkessel ist separat und unabhängig zu betreiben (sonst gäbe es an einem trüben Wintertag weder Wärme noch warmes Wasser, da liefert auch eine intakte Solaranlage nüscht).

Weitere Gedanken bzw möglicher Fahrplan, je nach Kassenlage und Motivation:
- Dach dämmen und Kollektoren zurückbauen
- Prüfen lassen, ob die Solarrohre WP geeignet sind. Dann dafür nutzen, für die WP reicht 1qm Platz, wenn sie aufs Dach soll. Platz so wählen, dass sie keinen Schatten auf die PV wirft
- Dach mit PV vollmachen
- den 550l Speicher durch eine BWWP ersetzen
- einen WMZ (Wärmemengenzähler) einbauen lassen
- die sonstige thermische Ertüchtigung des Hauses durchführen (Fenster? Türen? Fassadendämmung?)
- Hydraulik prüfen, ob sie zur WP passt
- passende WP einbauen

Gruß

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.07.2024 23:16:17
0
3723906
Zitat von Carsten Kurz Beitrag anzeigen
Lebst Du da alleine oder mit Kindern? Bei zwei Kollektoren dürfte die Anlage lediglich zur Warmwasserbereitung laufen, oder jedenfalls zum Heizen kaum beitragen. Damit ist eine Reparatur zu den genannten Preisen unwirtschaftlich. Es könnte zwar theoretisch aus taktischen Gründen sinnvoll sein, sie[...]

Hi Carsten,

Paradigma Kollektoren werden direkt mit Heizungswasser betrieben.

Um die Heizung zu testen muss erstmal die STA abgeklemmt werden und das Heizwasser wieder auf Druck gebracht werden.

Einfach gegen Flachkollektoren austauschen geht nicht, weil die halt Glykol und einen Wärmetauscher samt Pumpe benötigen.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.07.2024 23:22:40
0
3723909
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
Such dir Jemanden, der nicht verkaufen will. Leichter gesagt wie getan, aber vllt findet sich in der Verwand- oder Bekanntschaft Jemand mit 2 rechten Händen und einem Grundverständnis, wie eine Heizungsanlage funktioniert. Ansonsten einen Heizi gezielt beauftragen, die Solaranlage außer Betrieb zu[...]


Paradigma RGK läuft mit Heizungswasser, da gibt es keinen Wärmetauscher..

Verfasser:
joe115
Zeit: 11.07.2024 06:20:22
0
3723925
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
[...]


Paradigma RGK läuft mit Heizungswasser, da gibt es keinen Wärmetauscher..


Gut zu wissen. Macht es etwas aufwändiger. Dennoch, Selbstzitat:

„Ansonsten einen Heizi gezielt beauftragen, die Solaranlage außer Betrieb zu nehmen - der sollte auch einfache Klemmarbeiten an der Elektrik durchführen dürfen.“

Gruß

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 11.07.2024 08:46:30
0
3723945
Der sinnvollen Weg wurde ja schon genannt.

Heizlast bestimmen lassen. Damit sieht man schnell, ob energetische Notwendigkeiten bestehen, oder ob es "einigermaßen" ok ist.
- Fenster + Dach/boden/dämmung sind ja üblich und sehr sinnvoll.
- Rolladenkästen prüfen, ggf. nachdämmen oder mit neuen Fenstern tauschen gegen bessere.

Mit der Heizlast ergibt sich auch die Leistungsgröße des "neuen" Wärmeerzeugers.
Da du nichts von der Objektgröße und der Anzahl an personen hinsichtlich WW Bedarf geschrieben hast, ist es schwer dir konkret was auf den Weg zu geben.

kleines Objekt, wenig WW Bedarf:
- HEIZEN UND KÜHLEN per KLIMAANLAGEN Lösungen mit ein, zwei, drei Inneneinheiten
- WW per Durchlauferhitzer (dazu ist evtl. die Elektrik zu ertüchtigen) oder eine kleine Brauchwasser-WP die zugleich einen "feuchten" Keller entfeuchten könnte.

größeres Objekt, WW Bedarf:
- Luft-WP mit WW Speicher.


Unabhängig von allem:
- alte heizung raus
- Solarthermie runter
- alles beim Schornsteinfeger ABMELDEN, damit der keine rechnungen mehr schreibt
- Photovoltaik aufs Dach

Die guten alten Bauteile der Heizung kann man evtl. noch verkaufen (meißt sind die Steuerungen noch gefragt).


7.000€ +- in die SOlarthermie zu stecken, wenn man die alte Heizung vermutlich eh erneuern muss ist eigentlich quatsch.

Für 7.000€ bekommst du normalerweise ne MultiSplit Klimaanlage fertig installiert.
Heizen + Kühlen - erledigt und das nach GEG.

Das wäre die günstigste Möglichkeit modern zu heizen + kühlen.

Einzig WW muss man separat betrachten, je nach Zustand der Elektrik (Zählerschrank, Zuleitungen Heizraum, etc.)

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 11.07.2024 09:13:58
0
3723957
Solarthermie reparieren? NEIN, auf keinen Fall. Spart 200€ Gas im Jahr, kostet 7000€.

Modula instandsetzen? JA, es sei denn es ist kurzfristig ein Umbau auf WP vorgesehen.


WP und PV am Dach dürfte easy sein. Rohr liegen ja schon dort...

Verfasser:
DMS20
Zeit: 11.07.2024 15:29:03
0
3724081
DaisyD, Du hast ja schon gute Vorrecherche durchgeführt und die bisherigen Kommentare waren sicher schon hilfreich.

Hier ist gut zu sehen, was Paradigma anders löst als andere Anbieter für Solarthermie:



An den grün markierten Stellen sind entweder bereits Ventile/Absperrhähne/KFE (Kugel-Füll-und-Entleerungshähne) installiert oder können mit wenig Aufwand eingebaut werden. Nimmt man KFE, ist darüber kollektorseits die Anlage absperr- und entleer- und auch wieder befüllbar. Der Wärmerzeuger kann nach Auffüllen des Heizungswassers in Betrieb genommen werden und wird höchstwahrscheinlich auch funktionieren, da er mit ca. 15 Jahren noch nicht zu alt ist.

Dann kannst du wieder heizen und WW bereiten und in relativer Ruhe Deine Umbauten planen:

- Dämmmaßnahmen
- bei der Flachdachdämmung die zukünftige Nutzung mit PV/STh/WP bedenken und entsprechend auslegen (Durchlässe, Begehbarkeit, Aufständerungen, Hochterrasse usw.)
- Fenster?
- Wände?
- dementsprechend Wärmebedarf des Hauses/Haushalts errechnen (lassen)
- ggf. Heizflächen anpassen
- ein bis zwei Heizperioden mit Wärmemengenzähler heizen und thermischen Abgleich durchführen
- danach bist Du bestens vorbereitet für den Wechsel auf eine Wärmepumpe

Die hier bereits geäußerte Idee mit der Beheizung per Luft-Luft-WP (LLWP) halte ich auch für eine bedenkenswerte Alternative, das hängt aber sehr von den baulichen Gegebenheiten ab und diese Innengeräte sind optisch m.E. eine ziemliche Zumutung. Dann bliebe noch die WW-Bereitung zu lösen (z.B. Durchlauferhitzer oder Brauchwasser-WP (BWWP))

Paradigma baut die teuersten Solarkollektoren, die ich kenne, und verspricht das Blaue vom Himmel bezüglich der Erträge im Vergleich zur gesamten Konkurrenz (2- bis 3-fach). Die Preisbildung ist völlig unübersichtlich, da es offenbar keinen freien Markt für die Produkte gibt, man findet "im Netz" fast keine Preise.
Was ich bisher noch gar nicht bedacht hatte, ist die Empfindlichkeit im Winter bei Ausfall der Regelung oder derStromversorgung (wie bei Dir geschehen). Dann steht das nicht frostgeschützte Wasser in den Kollektoren, friert da ein, die Röhren platzen, nach dem Auftauen ist die Heizungsanlage drucklos und funktioniert auch nicht mehr.
Echt übel.
Siehst Du irgendeine Chance, den Verkäufer in Haftung zu nehmen?
Derzeit würde ich auch dazu raten, die STh stillzulegen und stattdessen soviel PV wie möglich zu installieren. Die Preise für PV sind derart niedrig geworden, dass STh nicht (menr) mithalten kann, zumal Du nicht ohne weiteres auf preiswertere STh-Systeme umsteigen kannst wegen der Direktanbindung.
Es gibt einen gewissen Gebrauchtmarkt, darauf muss man sich aber einlassen können und Dein HB wird da sehr zögerlich sein, da die Gewährleistung schwierig abzugrenzen ist.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 11.07.2024 22:05:07
0
3724171
Zitat von joe115 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]


Gut zu wissen. Macht es etwas aufwändiger. Dennoch, Selbstzitat:

„Ansonsten einen Heizi gezielt beauftragen, die Solaranlage außer Betrieb zu nehmen - der sollte auch einfache Klemmarbeiten an der Elektrik durchführen dürfen.“

Gruß

Muss halt ein Heizi sein, der sich mit Paradigma auskennt - sonst geht das in die Hose.

Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
DaisyD, Du hast ja schon gute Vorrecherche durchgeführt und die bisherigen Kommentare waren sicher schon hilfreich.

Hier ist gut zu sehen, was Paradigma anders löst als andere Anbieter für Solarthermie:

[...]

Dieses Schema ist aber absolut nicht die Standardlösung von Paradigma => bei Paradigma sind außer für Trinkwasser/WW (da per FriWa) normalerweise keine Wärmetauscher vorhanden.

LG Jogi

Verfasser:
DMS20
Zeit: 11.07.2024 23:12:22
0
3724183
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
... Dieses Schema ist aber absolut nicht die Standardlösung von Paradigma => bei Paradigma sind außer für Trinkwasser/WW (da per FriWa) normalerweise keine Wärmetauscher vorhanden ...
Das Bild ist von der Paradigma-Internetseite.
Dann wissen die wohl selbst nicht, was sie tun ...

Verfasser:
jogi54
Zeit: 12.07.2024 00:25:13
1
3724193
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Das Bild ist von der Paradigma-Internetseite.
Dann wissen die wohl selbst nicht, was sie tun ...

Die wissen sehr genau, was sie so machen. Aber wenn du gänzlich aus dem Kontext herausgerissen, und ohne Paradigma zu kennen, ein beliebiges Schema hier einstellst, dann sehe ich es als meine Pflicht an, das zu korrigieren.

Ich beschäftige mich seit sehr langer Zeit (seit vor 2000 - immerhin, das erste PDF auf meinem aktuellen Rechner ist von 2008) mit Paradigma und deren Ideen, und kenne die bis ins Detail ziemlich gut.

Kam für mich als Ing allerdings nicht in Frage, da Paradigma auf ein geschlossenes System bestand, die mir jegliche Möglichkeit nahm, da weitere Ideen zu verwirklichen.

Zudem war Paradigma im Vergleich zu konkurierenden Systemen so unverschämt teuer, dass die, z.T. auch nur vermeintlichen Vorteile von Paradigma wirtschaftlich absolut nicht darstellbar waren. Welchen Sinn macht es bis heute, 7000€ in eine Paradigmaanlage zu investieren, die grade mal 200€/a einspart und ordentlich Wartung braucht und ggf. bei einem Bedienungsfehler oder Stromausfall zum Totalschaden wird?

Ich habe seit ~2000 eine 10m² FK Solaranlage, die ich 2013 auf 8m² reduziert habe, weil zu groß (und wg. PV Anlage). (2013 auch Dämmung mit dem Erfolg, statt 33.000kWh/a Gas nur noch 11.000kWh/a Gas zu benötigen)

2020 habe ich dann von Gaskessel auf Solewärmepumpe umgestellt, dabei den Speicher vonn 1000l auf 600l verkleinert und die Regelung der STA optimiert. Seither macht die STA 2/3 des WW, z.B. 2023: 1301kWh/a mit 12kWh/a Strom, die WP hat dann den Rest: 611kWh/a produziert. 13,3kWh/a wurden rückgekühlt, mit 0,13kWh/a - so what? Die Rückkühlung verhindert eine Überhitzung des Glykol und vermeidet so die Verkohlung (kracken) des Glykol bei Temperaturen >> 100°C. Ach ja, für die SWP und die STA inkl. passiver Kühlung im Sommer habe ich 2023 gerade mal noch 1576kWh/a Strom verbraucht.

Die STA durch eine PV zu ersetzen würde sich bei mir frühestens in 30J rechnen (bin knapp 70J), weil dafür die vorhandene PV ab- und wieder eingebaut werden müsste. Zudem nicht mit betrachtet ist, dass die SWP ca. ein halbes Jahr nur für passive Kühlung läuft und während der Zeit die Verdichterheizung abgeschaltet ist => spart 624Wh/Tag Strom. Ohne STA müßte die Verdichterheizung durchlaufen und die SWP würde WW den ganzen Sommer über mit einem COP von knapp 3 erzeugen.

LG jogi

Verfasser:
DMS20
Zeit: 12.07.2024 13:45:41
1
3724320
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
[...]

Die wissen sehr genau, was sie so machen. Aber wenn du gänzlich aus dem Kontext herausgerissen, und ohne Paradigma zu kennen, ein beliebiges Schema hier einstellst, dann sehe ich es als meine Pflicht an, das zu korrigieren.

Ich beschäftige mich seit sehr langer Zeit (seit vor[...]
Ja, die wissen genau, was sie machen:
- sehr hohe Preise
- Wettbewerb einschränken
- Preistransparenz vermeiden

Ich wiederhole mich gerne:
Der Screenshot von meinem Beitrag 3724081 ist von der aktuellen Internetseite von Paradigma ( https://www.paradigma.de/produkte/solarthermie/aquasolar-system/ ) und zeigt ja nicht nur ein Beispielhydraulikschema sondern auch die angeblichen exorbitanten Vorteile des Paradigma-Solarthermie-Prinzips. Da ist nichts "aus dem Kontext gerissen".
Ich habe diesen Screenshot eigentlich nur auf die Schnelle benutzt, um dem TE darzustellen, wie und dass der Solarkreislauf im Unterschied zu den meisten anderen Solarthermieanlagen direkt in den Heizungskreislauf eingebunden wird und wie eine Lösung aussehen könnte, den Solarkreislauf vom Heizkreis abzukoppeln, um die Heizung überhaupt wieder in Gang setzen zu können.

Auch ich habe mich viel mit Paradigma beschäftigt und konnte mehrfach auf Messen u.ä. hören und sehen, wie unseriös dort Marketing betrieben wird in der Hoffnung, dass sich Kunden finden, die diese völlig überhöhten Preise bezahlen.

Es ist eigentlich schade um diese gute Idee.

Zu Deiner Expertise und Deinen Erfolgen beim Optimieren Deines Heizsystems kann man Dir allerdings nur gratulieren.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 14.07.2024 00:51:16
2
3724718
Zitat von DMS20 Beitrag anzeigen
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
[...]
Ja, die wissen genau, was sie machen:
- sehr hohe Preise
- Wettbewerb einschränken
- Preistransparenz vermeiden

Ich wiederhole mich gerne:
Der Screenshot von meinem Beitrag 3724081 ist von der aktuellen Internetseite von Paradigma ([...]

Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und jede Firma darf sich beliebig positiv darstellen und für ihr Produkt beliebige Preise verlangen. Wer bereit ist, die zu zahlen, selber schuld.

Wer ein iPhone kauft, oder eine E3DC Anlage ist aus meiner Sicht gleichermaßen über den Tisch gezogen. Und wer als Konsument sowas bezahlen will, aus welchen Gründen auch immer, darf das machen.

Ich sehe nicht, wo deine Vorwürfe wirklich greifen.
- sehr hohe Preise => siehst sogar du...
- Wettbewerb einschränken => das musst du mir mal erklären, wie das funzt
- Preistransparenz vermeiden => es steht dir frei, ein Angebot einzuholen und es am Ende nicht zu bestellen

Nö, nö. Da bist du auf dem Holzweg.

Im Vergleich müsstest du allen deutschen Autoherstellern den selben Vorwurf machen. Mein 3l Turbodiesel Kombi, C5 von Citroen mit fast allem Schicki Micki wie Lederausstattung, Sprachassistent was weiß ich alles, außer Schiebedach (wollte ich nicht) hat mich 2010 genau 29780€ + MWSt gekostet. Gleichermaßen ausgestattete Fahrzeuge von VW, Audi, BMW oder Mercedes kosteten halt locker mehr als das doppelte.
Und im Gegensatz zu den deutschen Herstellern hatte ich keine Rückrufe oder ungeplante Werkstattaufenthalte und halb so hohe Inspektionskosten (verglichen mit Kollegen, die die deutschen Fabrikate fuhren) und habe nach 175tkm und 10 Jahren noch 5000€ (netto) beim Verkauf zurückbekommen.

Ich habe mich noch nie über die Preise deutscher Hersteller beklagt, sondern einfach meine Konsequenzen gezogen und Citroen gekauft.

Auch dich zwingt kein Mensch, dir eine Paradigma Anlage zu kaufen. Wieso ereiferst du dich also so ???

Calm down und reg dich ab. Wer einen Rolls Royce fahren will und den bezahlen kann, wird das tun. Der wird sich auch niemals über den Preis beklagen ...

LG jogi

Verfasser:
DMS20
Zeit: 15.07.2024 18:00:30
1
3725221
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
... Wir leben in einer freien Marktwirtschaft und jede Firma darf sich beliebig positiv darstellen und für ihr Produkt beliebige Preise verlangen. Wer bereit ist, die zu zahlen, selber schuld.
... iPhone kauft ... E3DC Anlage ...gleichermaßen über den Tisch gezogen ...Konsument ... darf das machen.
... deine Vorwürfe wirklich greifen.
- sehr hohe Preise => siehst sogar du...
- Wettbewerb einschränken => das musst du mir mal erklären, wie das funzt
- Preistransparenz vermeiden => es steht dir frei, ein Angebot einzuholen und es am Ende nicht zu bestellen
... Holzweg ...
... Autoherstellern den selben Vorwurf machen.
... zwingt kein Mensch,...Paradigma Anlage zu kaufen ... Wieso ereiferst du dich also so ???

Calm down ... Rolls Royce ... niemals über den Preis beklagen ...

LG jogi
Hallo jogi54,
Der einzige, der sich hier ereifert bist - Du!

Eigentlich sind wir uns völlig einig, dass niemand überteuerte Produkte kaufen muss.
Anders als bei Automobilen gibt es bei Paradigma aber gar keine Preislisten oder nachvollziehbare Leistungsunterschiede.
Das meine ich mit "Preistransparenz vermeiden".
Und es gibt Paradigma nicht bei den gängigen Online-Händlern sondern nur bei ausgewählten Installateuren, die sich regional keine Konkurrenz machen, sondern offenbar ihre regionalen "Claims" hüten (zugeteilt bekommen?). Das meine ich mit "Wettbewerb einschränken".

Und: was sollen solche hochmütigen Bemerkungen wie "siehst sogar du"?
Wie kommst Du auf das schmale Brett, dass Dir so etwas zusteht?

Aktuelle Forenbeiträge
Marcus423 schrieb: Hallo, wir haben einen alten Öl Heizkessel in einem Dreifamilienhaus; nun...
Manfred Bartsch schrieb: Verehrte Foristen, aktuell ist genau ein halbes Jahr (17....
Gebäudetechniker SHK (m/w/d)
ConSoft, gegründet 1983, gehört heute mit 30 Mitarbeitern zu den beständigen Arbeitgebern in der Gebäudetechnik und gestaltet durch Programme, Sensorik und IoT-Lösungen die digitale Zukunft rund um das Gebäude. Unser Ziel ist es, die beste Unterstützung für die Umwelt schonende Gebäudebeheizung zu liefern. Sind Sie bereit mit uns den nächsten Schritt zu gehen?
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Lüftungs- und Klimatechnik vom Produkt zum System
Website-Statistik