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Datenschutzhinweise

Pelletheizungen stoßen mehr CO2 aus als Kohle
Verfasser:
Josef Artinger
Zeit: 29.08.2024 13:24:26
0
3738156
Zitat von ua76DqOXdzkVSfYTfqHt Beitrag anzeigen
Zitat von Josef Artinger Beitrag anzeigen
[...]


Woher hast Du die Zahl? Und vor allem: Ist die repräsentativ für in Deutschland verbranntes Holz (und dabei geht es ja nicht nur um Pellet-Heizungen, sondern auch um Ersatz von Kohle in Kohlekraftwerken und Wärmegewinnung für gewerbliche/industrielle Zwecke)?


repräsentativ für D ist gar nichts
es gibt für alles Vorschriften, Ausbildung, Kenntnisse, nur für den Wald nicht.
Es kann jemand noch so viel Wald haben, er braucht nicht die geringsten Kenntnisse
Der Händler und Forstbetrieb sind keine Wirtschafter
Waldarbeit ist hart und gefährlich, die Leute sind stinkfaul, und entscheiden nicht selbst

Zahlen: Der Baum ist 25 Meter lang, Durchmesser am Abschnitt 60 cm, ich entaste den Baum bis zu einem Durchmesser von 15 cm, dann wird abgeschnitten.
Die Krone entaste ich nicht, die Nehme ich mit raus aus dem Wald
Die übrigen Äste bis zur Krone bleiben im Wald, die meisten Nährstoffe sind in den Ästen
Kronen, Restholz, wird zum Hackgut Bunker gefahren, abgedeckt und 2 Jahre gelagert
Kein Hackguttransport kein betonierter Boden, keine Halle

mfg josef

Verfasser:
sonnemondundsterne
Zeit: 29.08.2024 22:33:07
4
3738347
Meine 50ct:

Pellets und Holzöfen sind eine Brückentechnologie oder ein Zusatz (ala Kaminofen).
Das geht natürlich nicht gut für alle in Berlin-Mitte. Aber da, wo es passt (EFH, Land) finde ich das sinnvoll.
Solange in Karlsruhe das Kohlekraftwerk die Wärmepumpen meiner Nachbarn mit Strom versorgt, solange finde ich das für mich besser, mit Pellets und Holz zu heizen.
In 10 Jahren sieht man weiter. Vielleicht denke ich dann um.
Im deutschen Wald wächst mehr zu, als genutzt wird und wie Josef schrieb- der Wald muss bewirtschaftet werden um CO2 zu binden.
Ein Urwald mit nur großen Bäumen bindet weniger CO2, als ein geforsteter Wald.
Wer fragt, woher ich das weiß: Gelesen. Und ich hab kein TIKTOK.

Viele Grüße, Achim

Verfasser:
gnika7
Zeit: 29.08.2024 22:44:17
1
3738352
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Ein Urwald mit nur großen Bäumen bindet weniger CO2, als ein geforsteter Wald.[...]

1. Ein Urwald hat nicht nur große Bäume. Sonst wäre es kein Urwald.
2. Ein Urwald hat eine bessere Biodiversität und ist daher robuster.

Persönlich habe ich kein Problem mit Pelletern (auf dem Land). Allerdings sollte man deren Vor- und Nachteile nicht überschätzen. Es wird in jedem Fall keine Lösung für die breite Masse sein können, allein schon aufgrund der benötigten Masse.

Verfasser:
Josef Artinger
Zeit: 29.08.2024 23:23:59
1
3738359
Am wenigsten abhängig ist man wenn man direkt vom Waldbesitzer kaufen kann .
Alles was noch dick genug ist so dass man es mit der Kluppe messen kann und gesund ist sortiere ich vom Hack holz noch aus
Jedes Stück wird gemessen nummeriert und eine Liste erstellt
Der Kunde lässt es mit dem LKW liefern zu seinem Haus
Der Kunde muss natürlich fleißig sein

Der Vergaserofen muss einmal / Tag befüllt werden
mfg. josef

Verfasser:
ua76DqOXdzkVSfYTfqHt
Zeit: 30.08.2024 00:17:03
4
3738363
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Solange in Karlsruhe das Kohlekraftwerk die Wärmepumpen meiner Nachbarn mit Strom versorgt, solange finde ich das für mich besser, mit Pellets und Holz zu heizen.


Also, was Du für Dich besser findest, musst Du natürlich wissen, und ich weiß offensichtlich auch nichts über Dein Haus. In Hinsicht auf den CO2-Ausstoß ergibt das aber wahrscheinlich eher wenig Sinn. Pellets kann man in Kohlekraftwerken verbrennen. Da kriegt man ca. 40 % Wirkungsgrad Strom raus. Eine durchschnittliche Wärmepumpe macht daraus dann (bei COP 3,5) ca. 140% Wärme. Selbst, wenn die WP nur mit Strom aus den gleichen Pellets betrieben würde, und wir für die Pelletheizung unrealistische 100% Wirkungsgrad annehmen, würde die WP also ca. 28 % weniger CO2 ausstoßen.

In der Realität würde die WP natürlich auch heute schon regelmäßig mit Wind- und Solarstrom laufen, die tatsächliche CO2-Reduktion wäre also größer als das.

Verfasser:
sonnemondundsterne
Zeit: 31.08.2024 21:23:22
1
3738913
Perspektivisch kann ich mir eine WP gut vorstellen.
Die Rechnung, dass die WP zum Teil mit PV laufen kann, finde ich auch bestechend.
Mein Haus ist im Winter verschattet, also müsste auch die nächste PV wesentlich leistungsstärker sein.
Aber vermutlich werde ich das dann machen.
Mir ist halt nur im Moment nicht wohl, weil die Kraftwerke ja mit Kohle und Gas betrieben werden.
Aber Du hast Recht- ein Teil des Netzstroms kommt ja heute schon aus Wind und Sonne.

Viele Grüße, Achim

Verfasser:
ua76DqOXdzkVSfYTfqHt
Zeit: 31.08.2024 23:15:54
2
3738933
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Mir ist halt nur im Moment nicht wohl, weil die Kraftwerke ja mit Kohle und Gas betrieben werden.


Kohle wird immer weniger, Gas stößt wesentlich weniger CO2 aus als Kohle. Kohle ist vergleichbar mit Holz, ibs. mittelfristig (für die nächsten Jahrzehnte macht es ja erstmal keinen Unterschied, wo das CO2 herkommt, die Klimawirkung ist die gleiche). Der CO2- Ausstoß ist mit Verbrennung im Kraftwerk plus WP quasi immer geringer als direkte Verbrennung in der Heizung, auch ohne regenerativen Stromanteil.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Aber Du hast Recht- ein Teil des Netzstroms kommt ja heute schon aus Wind und Sonne.


Genauer: Grob die Hälfte. Und mit einer WP kannst Du im Prinzip natürlich den Verbrauch sogar so steuern, dass möglichst viel zu Zeiten maximaler regenerativer Erzeugung genutzt wird. Aber auch ohne solche Optimierungen wird eine WP mit deutschem Strommix normalerweise deutlich weniger CO2-Ausstoß verursachen als eine Pelletheizung.

Verfasser:
sonnemondundsterne
Zeit: 06.09.2024 22:09:35
1
3740665
Zitat von ua76DqOXdzkVSfYTfqHt Beitrag anzeigen
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
[...]


Kohle wird immer weniger, Gas stößt wesentlich weniger CO2 aus als Kohle. Kohle ist vergleichbar mit Holz, ibs. mittelfristig (für die nächsten Jahrzehnte macht es ja erstmal keinen Unterschied, wo das CO2 herkommt, die Klimawirkung ist die gleiche). Der CO2- Ausstoß ist mit[...]
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
[...]


Gut- das führt jetzt vielleicht zu weit hier, aber das sehe ich anders.
Kohle ist für immer verbrannt und Gas auch. Wald wächst sehr schnell nach und das hat auch mittelfristig Effekte. Im deutschen Wald wächst mehr nach, als entnommen wird.
Und wenn man Wald nicht "benutzt",- dann verurwaldet der und bindet weniger CO2 als ein geforsteter Wald. Man muss die Nutzung des Waldes schlau machen.
Etwas stehen lassen und trotzdem nachforsten. Der goldene Mittelweg.
Außerdem müssen wir wegen der Trockenheit auch den Bestand der Baumarten ändern und auch "Fehler" der Vergangenheit korrigieren.

Ich bleibe FÜR MICH dabei- als Übergangstechnologie mit Brennwerttechnologie und Feinstaubfilter und günstiger als eine WP.
In 10 Jahren werden wir sehen. Wird dann wohl für die Masse eine WP werden mit besserem Strommix.
Aber auch dann werden Waldabfälle immernoch CO2 abgeben,- auch wenn die nicht mehr verbrannt werden. Und wohin dann mit dem Borkenkäferholz?. Das MUSS vernichtet werden. Alles mittelfristig. Langfristig muss umgeforstet werden. Ihr ahnt vielleicht meinen Beruf.
Im Moment sehe ich keinen Vorteil. Ausser, dass natürlich nicht 80 Millionen mit Holz heizen können. Also geht kein Weg an WP oder Fernwärme als "Hauptool" vorbei.
Für die Holzheizung- auch schlau gemacht- sehe ich auch in Zukunft klimaneutrales Potential. Es sollte -auch schlau gemacht- ein Mix werden,- zugunsten der WP, aber mit schlauer Nutzung der Waldabfälle.

Viele Grüße, Achim

Verfasser:
ua76DqOXdzkVSfYTfqHt
Zeit: 06.09.2024 23:56:58
1
3740675
Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Gut- das führt jetzt vielleicht zu weit hier, aber das sehe ich anders.
Kohle ist für immer verbrannt und Gas auch.


Und Holz auch.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Wald wächst sehr schnell nach und das hat auch mittelfristig Effekte.


Wald wächst aber nicht nur mit CO2 aus Holz, sondern auch mir CO2 aus Gas und Öl, inkl. dem, das bereits in der Atmosphäre ist. Insoweit ist Holzverbrennung keine Voraussetzung für Waldwachstum.

Und "sehr schnell" ist hier was?

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Im deutschen Wald wächst mehr nach, als entnommen wird.


Das ist irrelevant. Relevant ist, ob mehr Entnahme die Kohlenstoff-Bindung gegenüber weniger Entnahme verringert.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Und wenn man Wald nicht "benutzt",- dann verurwaldet der und bindet weniger CO2 als ein geforsteter Wald.


Meinst Du hier die Bindungsrate oder die Bindungsmasse?

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
In 10 Jahren werden wir sehen. Wird dann wohl für die Masse eine WP werden mit besserem Strommix.


Also, was Du als einzelner tust, ist im Zweifel natürlich eh egal. Aber es ist jedenfalls keine sinnvolle Strategie, auf einen "besseren Strommix" zu warten, weil es natürlich nicht ökonomisch ist, erstmal nur Erzeugungskapazitäten auszubauen, die keiner nutzt, und gerade steuerbare Lasten können helfen, den Ausbau ökonomischer zu machen.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Aber auch dann werden Waldabfälle immernoch CO2 abgeben,- auch wenn die nicht mehr verbrannt werden. Und wohin dann mit dem Borkenkäferholz?. Das MUSS vernichtet werden.


Zum einen: Ja, natürlich geben die weiter CO2 ab. Aber offensichtlich deutlich langsamer als bei Verbrennung. Und die Klimawirkung setzt ja erst ein, wenn es in der Atmosphäre ist, also ist auch eine Verzögerung der Freisetzung ein Gewinn.

Und warum muss Borkenkäferholz vernichtet werden?

Eine prinzipielle Möglichkeit wäre außerdem natürlich, es in Holzkohle zu verwandeln und diese in Bergwerken einzulagern.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Im Moment sehe ich keinen Vorteil. Ausser, dass natürlich nicht 80 Millionen mit Holz heizen können.


Das ist wahrscheinlich auch der wesentliche Punkt. Selbst, wenn ein bisschen Abfall zu verbrennen klimatechnisch OK ist, ist es sicher keine sinnvolle Massenlösung.

Zitat von sonnemondundsterne Beitrag anzeigen
Für die Holzheizung- auch schlau gemacht- sehe ich auch in Zukunft klimaneutrales Potential. Es sollte -auch schlau gemacht- ein Mix werden,- zugunsten der WP, aber mit schlauer Nutzung der Waldabfälle.


Ich wäre mir nicht so sicher, ob man die Abfälle, sofern man sie überhaupt energetisch verwerten will, nicht besser anderweitig verwendet. Sei es für Anwendungen, die von den höheren erreichbaren Temperaturen gegenüber WP profitieren, oder halt, um daraus Strom zu produzieren, mit dem man dann WP betreibt, weil man damit dann zum einen die Lücken in Wind- und Sonnenstrom füllen kann, und zum anderen, weil da am Ende tendentiell mehr Wärme rauskommt.

Verfasser:
sonnemondundsterne
Zeit: 07.09.2024 00:07:09
3
3740678
...soweit sind wir nicht auseinander.
ich denke, wir sollten mal ein Bier zusammen trinken.
Würde mich freuen :-)

Ich wohne in Landau in der Pfalz


Viele Grüße, Achim

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