Hallo, mir gefällt sehr am Bio-Solar-Haus der geringe
Wartungsaufwand über die Jahre, vorallem dass man keine Lüftungsanlage benötigt. Frische
Luft kommt wohl herein weil nicht so dicht wie Passivhäuser. Gute trockene Luft hat man da. Die Bio-Solar-Haus-
Architekten scheinen mehr Bauingenieure zu sein, ohne Interesse an Ästhetik, ist mir aufgefallen. Dass die
Behaglichkeit einer
Wandheizung der Hammer sein soll glaube ich gleich, im Sommer ist man tatsächlich mit einer viel niedrigeren Lufttemperatur zufrieden, während man im Winter wegen der Kälte ausstrahlenden Wände, vorallem Badezimmerfliesen, leicht fröstelt.
PV + PV-Heizstab im drucklosen Hygienspeicher + wasserführender Holzofen für den Winter ist wohl die einfachste und wartungsärmste Möglichkeit zu heizen. Wärmepumpe macht Lärm und ist eine Mechanik die verschleißt (hält nur 10 bis 20 Jahre). Andererseits holt die Wärmepumpe angeblich das 3fache an Wärme aus einer Kilowattstunde Strom, der PV-Heizstab wandelt 1 kWh Strom in etwas weniger als 1 kWh Wärme und speichert diese im Heizwasserpuffer bzw.
Brauchwasserboiler.
Holzvergaserofen gibt es sogar fürs Wohnzimmer, also für den
Wintergarten im Bio-Solar-Haus. Damit verbrennt das Holz besonders sauber und effizient. Aber es verbrennt zu CO₂, wenn auch kein fossiles CO₂. Ganz ohne CO₂-Ausstoß heizen fände ich besser. Das geht nur mit Ökostrom. Im Winter reicht der PV-Ertrag wohl nicht, auch nicht mit einer effizienten Wärmepumpe. Wobei ich mir diesbezüglich nicht sicher bin, weil meine 8 kWp PV-Anlage liefert im Winterhalbjahr (Okt.-Apr.) 3000 kWh Strom.
Bio-Solar-Haus funktioniert auch ohne Holzofen im Wintergarten. Für ein CO₂-negatives Plusenergiehaus reicht der PV-Ertrag im Winter vermutlich nicht. Strom einkaufen ist viel teurer als Holz.
Stromspeicher sind noch recht teuer, Akkupreise allerdings im freien Fall (-87 % 2010-2020, -80 % 2020-2030 erwartet). Saisonalspeicher für das
Eigenheim zu teuer.
Keller ist teuer und bringt Kälte ins Haus, andererseits bei den hohen Grundstückspreisen evtl. doch lohnend im Untergeschoss eine Wohnung mit eigenem Zugang einzurichten. Auch das Haus so bauen dass man es später in zwei Wohnungen teilen kann (
Trittschall, Küchen und Badezimmer Anschlüsse legen).
Fazit für mich: Ich will ein Bio-Solar-Haus mit PV-Heizstab und wasserführendem Holzvergaserofen mit Wandheizung, drucklosem Hygienespeicher (möglichst im Badezimmer um keinen Platz an einen Technikraum zu verschwenden) mit Einbauschränken als Innenwände und
Fenstern bis zur Decke im EG für viel Helligkeit. Etwas barrierefrei, also größere Türen und ebenerdige Zugänge im EG. Statt einem Gästeklo ein vollwertiges Dusch-Badezimmer. Viele Grüße, Martin