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27.02.2025 16:17:30 |
Zitat von totto  [...]Je nachdem, welche Annahmen man (z.B. bzgl. künftiger Strom- und Gaspreise inkl. Gebühren) trifft, kann man zu deutlich unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Das hat in Summe eine Komplexität aus Technik, Finanzen und Politik, die die meisten überfordert. Je nach Mentalität bleiben dann recht viele aus reiner Unsicherheit bei alten "bewährten" Lösungen, denen aber leider tendenziell natürlich die Zukunftsfähigkeit abgeht. [...] Ich hatte vor ein paar Jahren ein altes Journal eines eigenen (mittlerweile verkauften) Objektes in den Händen. 1966 kosteten 100 Liter Heizöl rund 5 CHF. Seit etwa 3 Jahren sind wir knapp unter 100 CHF, aber zeitweise auch deutlich darüber. Wenn ich zum Vergleich historische Strompreise suche, finde ich nur zurück bis 1985. Diese Zahlen zeigen, dass der Strompreis seitdem nur leicht gestiegen ist. Ich kenne die Schönrechnereien von Öl- resp. Gasheizungen, da wird in Tiefpreisphasen der aktuelle Preis genommen, in Hochpreisphasen irgendein Durchschnittspreis. Szeanarisch habe ich da noch keinen rechnen sehen. Ich weiss aus Erfahrung, dass diese Rechnereien meist für'n Hugo sind. P. S: Hätte man dieses Objekt 1966 gedämmt, hätte sich die Dämmung bis heute vielfach gerechnet. Hat es sich aus der damaligen Perspektive nicht, Öl war viel zu günstig....
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27.02.2025 16:27:32 |
Zitat von Donjupo  Wenn man das ganz Thema Klimawandel ignoriert (berechtigt oder nicht beurteile ich jetzt nicht) oder abtut dann gibt es keinen Grund sich mit Elektrifizierung (dazu zählt WP) zu beschäftigen. Dann sind CO2 Preise und aktuelle Energiepreise unnötige Ein-/Übergriffe. Da interessiert auch eine vermeintliche Ersparnis nicht da diese nur aus dem "Unnötigen" resultiert und man nach der Wahl davon ausgeht, dass es nur temporär war/ist. [...] Ich sehe das grundsätzlich wie du. Trotzdem ein Hinweis: Die Haltung zu haben, dass diese "Übergriffe" nur temporär sind, halte ich jedoch für sehr naiv. Unabhängig von der Thematik besteht wohl Konsens darin, dass Steuern eher zu- als abnehmen und dass Steuern die einmal erfunden worden sind, kaum mehr abzuschaffen sind. Wenn man den Gedanken weiter denkt, kann man auch wenn man zu derjenigen Fraktion gehört, welche ökologischen Aspekte nicht bewertet und den Klimawandel ignoriert, zur Erkenntnis kommen, dass Elektrifizierung der sinnvollere Weg ist. Gang unabhängig davon, sind erfahrungsgemäss diejenigen die gegen Dämmung, Wärmepumpen etc. schiessen, diejenigen die kein Geld dafür haben. Zugeben kann man das (warum auch immer?) nicht, darum erfindet man Gründe und 'Argumente' dagegen.
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27.02.2025 16:30:57 |
Zitat von Donjupo  Zitat von totto  [...] Da liegt dein Trugschluss. Nicht alle sind der Meinung, dass das der Trend ist. Die ganze Diskussion hier dreht sich im Kreis weil die eine Seite ökologische Aspekte berücksichtig und die andere Seite nicht.[...] Wer diese Trends nicht erkennt, ist ziemlich dumm und/oder ignorant. Das hat imo nix damit zu tun, wie wichtig man ökologische Aspekte selbst findet oder ob man gar Klimawandel-Leugner ist. Die klimapolitischen Vorgaben sind sowohl in Deutschland als auch in der EU Fakten, die nur wenig Spielraum lassen und o.g. Trends vorgeben. Und Fakten gehen nicht weg, nur weil manche versuchen, sie zu ignorieren ;-)
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27.02.2025 16:33:42 |
Zitat von Fritzli  Zitat von totto  [...] Ich hatte vor ein paar Jahren ein altes Journal eines eigenen (mittlerweile verkauften) Objektes in den Händen. 1966 kosteten 100 Liter Heizöl rund 5 CHF. Seit etwa 3 Jahren sind wir knapp unter 100 CHF, aber zeitweise auch deutlich darüber. Wenn ich zum Vergleich historische Strompreise suche, finde ich nur zurück bis 1985. Diese Zahlen zeigen, dass der Strompreis seitdem nur leicht gestiegen ist.[...] Das selbe hatte ich vor einigen Monaten für Deutschland gemacht. Mit dem selben Ergebnis.
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27.02.2025 16:45:37 |
Ja, 1966 gedämmt hätte sich aber nur gelohnt, wenn die Dämmung auch so lange gehalten hat.
Bei uns hat man in den 70ern die ersten Fassaden gedämmt und die sind in den 2000ern von alleine runter gefallen...
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27.02.2025 16:51:51 |
Ich weiß nicht, wo "bei Euch" ist aber ich habe mein ganzes Leben so etwas noch nicht gesehen. Ist wohl so selten, dass es ohne statistische Relevanz ist. Pfusch gibts immer mal wieder ...
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27.02.2025 16:59:51 |
Tja, der "damalige" Stand der Technik heißt heute " Pfusch" und "macht man so nicht mehr". Das wird sich mit dem heutigen Stand der Technik in 50 Jahren auch nicht anders ausgehen...
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27.02.2025 17:52:08 |
Hier stehen Häuser mit über 30 Jahre alter Dämmung und es fällt nix runter....
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27.02.2025 18:16:15 |
1995 ist auch nicht 1966...
Und die Dämmung von 1995 werden die nächsten Käufer wieder abreißen, weil die wahrscheinlich zu "dünn" ist und man "heute" dicker dämmt...
Ist halt n Teufelskreis mit dem Konsumzeug...
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27.02.2025 20:04:42 |
Zitat von Mark1234  Und die Dämmung von 1995 werden die nächsten Käufer wieder abreißen, weil die wahrscheinlich zu "dünn" ist und man "heute" dicker dämmt...
So ein Unsinn... Da kommt einfach PV aufs Dach und WP in den Keller und schwubdiwubb hat man Heizkosten halbiert. Hier wird nicht mal Dämmung auf Häuser aus 90er ohne Dämmung gemacht... Warum soll man dann eine funktionierende Dämmung runtermachen. Es werden ggfs. nur alte Fenster ausgetauscht.
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27.02.2025 20:06:24 |
Zitat von totto  Zitat von Donjupo  [...] Wer diese Trends nicht erkennt, ist ziemlich dumm und/oder ignorant. Das hat imo nix damit zu tun, wie wichtig man ökologische Aspekte selbst findet oder ob man gar Klimawandel-Leugner ist. Die klimapolitischen Vorgaben sind sowohl in Deutschland als auch in der EU[...] Wenn man glaubt, dass die getroffene Wahl an der Urne diese Fakten ändert?!? Man glaubt nicht an den menschengemachten Klimawandel also sind alle EU Regulation dazu quatsch. Deswegen wählt man so, dass diese verschwinden. Zufälligerweise sorgt die Wahl dann auch dafür, dass es wieder billig Energie aus dem Osten gibt. 4-5 cent kWh Gas ändert einiges in der Wirtschaftlichkeit. Deswegen bleiben die Fronten verhärtet. Warum man so denkt? Tja das ist eine andere Frage. Vielleicht ist es ganz einfach so bequemer…..
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27.02.2025 20:11:37 |
Genau so ist es! Es ist bequemer, weil einem einfache Lösungen für komplexe Probleme geboten werden, die man nicht wirklich versteht. Und wenn diese einfachen Antworten unweigerlich scheitern, setzt man noch einen drauf und gibt allen anderen die Schuld. So einfach ist die Welt, wenn man weit genug von der Mitte ist.
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| | Zeit:
27.02.2025 20:56:00 |
Zitat von Mark1234  1995 ist auch nicht 1966...
Und die Dämmung von 1995 werden die nächsten Käufer wieder abreißen, weil die wahrscheinlich zu "dünn" ist und man "heute" dicker dämmt...
Ist halt n Teufelskreis mit dem Konsumzeug... Selbst wenn man diese Dämmung heute sanieren müsste - das muss man die ungedämmte Fassade langfristig auch - hätte sich die Dämmung gerechnet. P. S: Für die Laien unter uns: Es gibt nicht nur Komfaktfassade mit EPS...
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27.02.2025 20:57:38 |
Zitat von Mark1234  Tja, der "damalige" Stand der Technik heißt heute " Pfusch" und "macht man so nicht mehr". Das wird sich mit dem heutigen Stand der Technik in 50 Jahren auch nicht anders ausgehen... "Damals" hatte man nicht die heutigen Möglichkeiten und den heutigen Wissensstand. Qualitativ wurde jedoch nicht - zumindest bei uns - nicht vorsätzlich schlecht gebaut. Heute ist das meist anders...
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27.02.2025 21:29:32 |
Zitat von gnika7  Zitat von Mark1234  [...] So ein Unsinn... Da kommt einfach PV aufs Dach und WP in den Keller und schwubdiwubb hat man Heizkosten halbiert. Hier wird nicht mal Dämmung auf Häuser aus 90er ohne Dämmung gemacht... Warum soll man dann eine funktionierende Dämmung runtermachen. Es werden ggfs. nur alte Fenster[...] PV ist auf dem Dach, das Dach ist voll, die Tageserträge reichen im Winter zur Heizzeit kaum um den Haushaltsstrom zu decken und in dem Moment wo die Brauchwasserwärmepumpe angeht, ist die Nummer schon im Minus. 1KWH Öl kostet 10 Cent, eine Heizwärmepumpe mit einer JAZ von 4 liegt bei unserem Strompreis von 33 Cent bei 8,25 Cent / KWH / Wärme. So ineffektiv kann die Ölheizung nie laufen, dass sie die Heizkosten dabei halbieren würde... Und die Halbierung von 1600€ Heizkosten macht effektiv 800€ im Jahr, davon rechnet sich keine große Investition in PV und Wärmepumpe...
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28.02.2025 06:28:51 |
Moin, Man kann es auch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Meine Gasheizung mit Nt Kessel war 20 Jahre alt. Der Nt Kessel hatte 25 % Verlust was ich aber erst seit heute weiß. Nun entscheiden neue Brennwert rein dann auch Kamin aufrüsten. Hätte so 10 k gekostet. Mit Förderung und zum Teil DIY kamen auch10 k zusammen. Bei 35000 kw Gasbezug zu 11 ct und Nebenkosten die man so nicht erfasst wie Strom und Schornsteinfeger oder 6200 kw Strombezug zu 21 ct. Mein Haus ist von 1980 war recht gut gedämmt ( 25 er Gasbeton und 6cm Dämmung und Klinker ergibt U-Wert von 0,26 ). Dach damals AUFSPARRENDÄMMUNG 85 mm Pu später dann sichtbare Sparren nachgedämmt. Bei Einbau der Wärmepumpe Wärmeschutzglas verbaut. Resultat die Wärmepumpe hat eine JAZ von 4,3. Es gibt keine einheitliche Regel für Häuser ob sich so ein Einbau lohnt. Für mich eine lohnende Sache die sich schnell amortisiert. Gruß Frank
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28.02.2025 07:11:29 |
Zitat von Mark1234  1KWH Öl kostet 10 Cent, eine Heizwärmepumpe mit einer JAZ von 4 liegt bei unserem Strompreis von 33 Cent bei 8,25 Cent / KWH / Wärme. So ineffektiv kann die Ölheizung nie laufen, dass sie die Heizkosten dabei halbieren würde......] keine Ahnung wo du deinen Strom einkaufst, vielleicht in der Apotheke. Ich zahle 24 Cent
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28.02.2025 07:17:49 |
Zitat von Realisto  Für mich eine lohnende Sache die sich schnell amortisiert. Schön für dich, aber warum sollen wir davon träumen? Bei dem einen geht die Rechnung auf, beim anderen nicht. Ich habe gerade vor paar Tagen meine Stromrechnung fürs Haus für Januar bezahlt: ca. 9€ (Heizung und Allgemeinstrom zusammen), weil das Haus an zwei Tagen benutzt wurde. Für Februar wird es deutlich weniger sein, weil nur ein halber Tag geheizt wurde (wegen Frostschutz) Kann mir jemand vorrechnen, wann sich ein wasserführendes Heizsystem mit WP (schätze mindestens 10-15k€ in Eigenleistung) in meinem Fall amortisieren würde?
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28.02.2025 07:31:54 |
Zitat von WP_PV_ST  Zitat von Mark1234  [...] keine Ahnung wo du deinen Strom einkaufst, vielleicht in der Apotheke. Ich zahle 24 Cent Ja, und ich zahle hier deutlich weniger. Dass das von der Region abhängig ist, hast du nicht mitbekommen? In Deutschland hatten wir übrigens seit paar Jahren 37Cent und das war noch "günstig", nachdem die Stadtwerke plötzlich fast 60Cent haben wollten (wenn ich mich richtig erinnere) Am Standort meines alten Hauses ist aktuell nichts unter 35Cent zu haben. Oo!
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28.02.2025 07:38:56 |
wo steht den dein altes Haus? Kenne keinen der 35 Cent zahlt. …wir können auch nicht alle unsere Häuser nur 2 Tage im Monat nutzen ; )
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28.02.2025 07:42:07 |
Hallo bricolajae, sehe ich 100% genauso wie Du. Wenn man mit dem Komfort einer Splitklima ok ist dann gibt es nichts zuverlässigeres und günstigeres und wasserführende System sind nicht notwendig. Kann ja aber jeder so machen wie er mag.
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28.02.2025 07:42:18 |
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28.02.2025 07:45:34 |
Zitat von gnika7  Zitat von Donjupo  [...] Das ist ein Trugschluss. WP ggfs. mit PV ist nachweislich günstiger als Gas. Wenn man insbesondere die geopolitsche Lage, Erpressungspotential und die Abhängigkeit der Wirtschaft von billigen Energieexporten anguckt, dann ist es ein No-Brainer, wie eine sinnvolle langfristige[...] Als Beispiel, und korrigiere mich gerne wenn ich falsch liege. Ich habe einen Gasverbrauch von 10000 kWh, Heizung ist durch muss getauscht werden. Neue GBWT 10k, Wärmepumpe 30k nach Förderung 15k?! Gas verursacht Betriebskosten von ca. 1500€ im Jahr. Durch die WP halbiere ich die Betriebskosten also 750€. Nach ca. 6-7 Jahren bin ich Null auf Null. Überschaubarer Zeitraum. Ohne Förderung sind es 26-27 Jahre. Ich glaube das gilt dann als "nicht Wirtschaftlich". Worauf ich hinauswill ist, dass es für das Individuum wirtschaftlich wird durch die Förderung. Die Förderung basiert auf einer ökologischen Annahme. Und die Förderung wurde auch von jemanden Bezahlt, genau genommen von der Allgemeinheit.
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28.02.2025 08:29:54 |
In Deutschland hat man sich halt entschieden, mit sehr hohen Abgaben auf Strompreise die Motivation zu Einsparung zu maximieren. Dafür muss man jetzt die etwas teurere Erst-Installation von WP subventionieren, damit es wirtschaftlich ist.
Mit dieser Subvention ist es aber oft ein No-Brainer für den Anwender. Wo bekommt man ohne Risiko auf 5000€ Anlage 750€ Zinsen im Jahr (15%)?
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28.02.2025 08:41:19 |
Ohne Risiko ist relativ. Hättest du vor paar Jahren Gold gekauft, hättest du wesentlich mehr davon - nur ein Beispiel.
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